Der- bcs LrcdeS „od; bete an die Macht der Liebe" gesungen. hierauf hielt PfarrSrSchmid t eine ^egriißunflrfinTVrndfe und anschließend daran wurde i* :v Finn gezeigt, wobei Diakon Deubel die cvii itenhcn Erläuterungen gab. Die Vorführung der verschiedenen Filmabschnitte wurde non Gemeindesängern unlcvbrocben und umrahmt, die eine besonders feierliche Stimmung schufen. Der Abend- machte auf alle Besucher einen starken Eindruck und bat sicherlich zu der Erkenntnis beigekragen. daß diese segensreiche Anstalt mit allen Kristen unterstützt werden muh. - - Der Holzmacher Schäfer von hier, der im Stadtwalde beschäftigt ist, wurde bei der Arbeit non einem Mitarbeiter mit der Axt so unglücklich getroffen, dah er In die Klinik noch Gießen verbracht werden muhte. Der A r m *i knvche n und die Sehnen sind durchschlagen. Es handelt sich um einen U n g l ü ck s f a l l.
Gr otzen - Li nben, 24. Febr. Bei der gestrigen V u tz t) c> l z v c r st e i g c r u n g im hiesigen Gemcindewald wurden folgende Durch- schnitlshi eise gelöst - Eichenstämm» 3. Kl. 12 Mk., Kiefer nstumme 3. Kl. 41.50 Mt.. Fichtenstämme 5a Kl. 32.50 Ml., Fichtenstämmr 5b Klasse 32 Ml.. Fichtendrrbstangen I. Kl. 33 'Ulf., 2. Kl. 30 Mi. ie Fstm.. Kiclernnuhscheitcr 20 Mt.. Fichtennutzscheiter 16 Ml., Kiesernnuyknüppel 20 Mt., Fich- tennuy.'nüppel 16 Mt.. Fichtennutzreiscr 9 Mk.
± Allendors o. d. Lahn, 24. Febr. Am Samstagabend veranstaltete unfer Juruücr* ein. der dem Durngau Hessen der D. T. an- gehört, in feinem Vereinst otal einen Vergnügungsabend. In einer krntgen Ansprache begrüßte zuerst der 2. Vorsitzende Karl Faber die zahlreich Erschienenen und forderte die Mitglieder auf, auch weiterhin ihre ganze Kraft in den Dienst der edlen Turnfache zu stellen, mit der gleichzeitigen Bitte an alle dem Verein noch Fernstehenden, auch ihrerseits mit zur Förderung des deutschen Turnens beizutragen. Die anschließend von einer Schülerriege vorgesührten Freiübungen sanden starten Beifall, ebenso die flott gespielten zwei Theaterstücke, nach deren Ablauf der gemütliche Teil des Abends begann. Besonders hervorgehoben verdient noch zu werden, daß der Verein im letzten Jahr den Plan zur Errichtung einer Turnhalle gefaßt und das hierzu erforderliche Gelände bereits käuflich erworben hat.
T> Lich. 24. Febr. Gestern wurde der sog. F a n n a ch t s m a r k t. verbunden mit Schaf-, Schweine- und Krämcrmarkt, hier abgehalten. Zum Auftrieb gelangten 154 Ferkel und 40 Schafe. Der Markt war gut besucht und brachte ein reges Geschäftstreiben. 6 bis 8 Wochen alte Ferkel kosteten bis zu 35 Mt., Springer 50 bis 55 Marl.
D ß i d> . 25. Febr. Aus der jüngsten Stadt- v o r st a n d S s i tz u n g ist folgendes zu berichten: Für Vie 2 a g d b e r e ch 1 i g u n g soll als Iahres- pachtpreis für das Jahr 1925 der gleiche Betrag wie im Vorjahre, nämlich 2204 Mt,, von den Pächtern gefordert Kerben. — Die Pachtpreise für die verpachteten st ä d t. G r u n d st ü ck e • wurden für das Jahr 1925 in der gleichen Höhe wie im Jahre 1924 festgesetzt. Danach sind pro Quadratmeter Pachtland zu entrichten: Für Land 1. Klasse 1,2 Pf., für eingefriedigte Gärten 1.5 Pf., für 2. Klaffe 1 Pf., für 3. Kl. 0,8 Pf., für 4. Kl. 0,4 Pf. und für 5. Kl. 0,2 Pf.
Zum Zwecke der Durchführung des Land s i e d l u n g s v e r f a h r e n s ist im Jahre 1922 ^eitenS der Stadt Lid) ein größeres Stück Wald- gelänbc am Plattenwald nach durchgeführtem . Abtrieb zur Verfügung gestellt worden. Als Cnt- : schädigung für Rodungsiosten wurden den Pach- . fern drei Freijahre gewährt, die mit Ablauf des Jahres 1924 beendet sind. Der Stadtvor- üand beschloß nunmehr, den Pacht preis für 1925 auf 15 Mk. pro Morgen festzusehen. — . Dem Förster der Försterei Lich I wurde für das Jahr 1925 Taxholz bis zur Höchstinenge von ' H,2 Festmeter bewilligt. - Von besonderen Maßnahmen zur Vertilgung schädlicher Vögel wurde, da besondere Klagen über verursachte Schäden nicht laut geworden sind, zur ' Zeit Ab st and genommen. — Auf Vachsuchen * verschiedener hiesiger Geschäftsleute um Crlaub- s nis zur Anbringung von Firmenschildern senkrecht zur Straßenfront wurde be- " schlossen, letztere nach Maßgabe der Destimmun- £’ gen des 2. Vachtrags zur Baupolizeiordnung der Stadt Lich unter Ansehung einer jährlichen Min- , destanerkennungsgebühr von 2 Alt. zu genehmigen. — Der Bürgermeister brachte die einge- holtcm Erkundigungen von den Städten Gießen. ■ Friedberg und Bad-Vauheim über die Erhebung .• von Anertennungsgebühren für 2In» tennenanlagcn zur Kenntnis. ES wurde befd)!offen, für Antennenanlagen, die über städtisches Gelände angelegt werden, eine jährliche Anerlennungsgebühr von mindestens 2 Ml. zu erheben. In einem besonderen Falle beträgt der , Ansatz 3 Mk. in Berücksichtigung des Umstandes, daß die Antenne am Stadtturm befestigt worden ist. - Zum Zwecke der Verbreiterung der ■ Ziegelgasse wurde das Anwesen des Landwirts Hermann Zimmer m a n n in der Ziegel - nasse, bestehend aus Scheune und Hofraum, zum Preise von 4300 Ml. käuflich für die Stadt Lich erworben. Die Liebergabe soll am 1. April d. I. erfolgen. Die Kosten des Besihwechsels übernimmt die Stadt. - Die Prüfung der Gesuche um Gewährung eines öffentlichen Baubar- lehenS für das Jahr 1925 wurde der städtischen Dohnungsdeputalion übertragen. — Der Bürgermeister teilte noch mit, daß seitens des Fürsten Reinhard zu Solms eine Klage gegen d i e Stadt Lich wegen der Fischerei der echtigung in dem Weidgraben und den Vebenbächen der Wetter beim Landgericht Gießen eingereicht worden sei und baß er den Rechtsanwalt Fischer in Gießen mit der Vertretung der städtischen Interessen betraut habe.
): Hungen, 24. Febr. In einer stark besuchten P f a rr ve r ein sve rs a mm l un g im „Solmser Hof" unter dem Vorsitz von Pfarrer D. Fritsch- Vuppertsburg eröffnete Pfarrer Gockel-Hungen mit Schriftlesung und Gebet.
j Der Vorsitzende berichtete über die letzt«: Ver- i Handlungen des Gesamtvorstandes in Berlin, Psr.
V e b e l - Laubach über die Krankenkasse, Pfarrer S c r i b a-Wetterseld über die Sterbekasse. Lieber die Tagung des Landeskirchentags sprach dessen Abgeordneter Stistsdechant Lenz-Lich. Lieber verschiedene Punkte entspann sich eine lebhafte Aussprache.
Kreis Friedberg,
s. s. Friedberg. 25. Febr. Der gestrige Pserdemarkt war über alles Erwarten start beschickt, es mögen wohl nahezu 200 Pferde ausgetrieben gewesen sein. Hauptsächlich waren es Händler, die teilweise mit 30 Stück vertreten waren. Das Material war mittel bis gut. Dagegen war der Handel ziemlich schwach, es macht sich hier wie überall die gerade in der Landwirtfchast besonders fühlbare Geldknappheit bemerklich. Vur die Händler konnten etwas Geschäft verzeichnen, während der Handel in einzelnen, von den (Bauern ausgestellten Pferden gleich null war. — Der auf heute angefehte Schweinemarkt mußte wegen Seuchengefahr a u s f a l l e n.
Ss. Friedberg, 25. Febr. Die Besucherzahl des hiesigen Polytechnikums, das im wirtschaftlichen Leben unserer Stadt eine immer größere Volle spielt, scheint sich auch in dem nächsten Semester wieder bedeutend zu heben, denn es liegen bereits über 120 neue Anmeldungen vor. Dadurch wird aber die Frage der Wohnungsbeschaffung aud) immer schwieriger, denn bis jetzt find nur 50 Zimmer zur Versagung gestellt, seither haben schon eine ganze Anzahl oer Studierendei: Wohnung in dem benachbarten Bad-Vauheim und sogar in einigen Ortschaften, wie z. B. Ockstadt, genommen, ob aber in Bad-Vauheim im Sommer während der Kurzeit ihiterfunft zu beschaffen ist, durfte bei einer starken Frequenz doch sehr zweifelhaft sein. Immer mehr drängt sich daher das Bedürfnis auf, die Bautätigkeit, die seither hier vollständig barnicbcrliegt, zu heben, und eS dürste wohl Ausgabe der Stadtverwaltung sein, durch Beschaffung von Daukredit, wie in anderen Städten (z. B. Gieß«:) in dieser Hinsicht helsend cin^ugrcifcn.
Kreis Schotten.
./> Schotten, 25. Febr. Die Stadt Schotten plant auf Pfingsten einen Blumen - Wettbewerb. Wer an Fenstern usw. die schönsten Blumen hat, soll mit Preisen bedacht werden. — Der Landwirtschaftskam- m e r a ri s s ch u ß für die Provinz Oberhessen veranstaltet am 27. Mai dahier auf dem Dockzahl eine landwirtschaftliche Kreisfchau. Die Vorarbeiten haben begonnen, ein Ausstellungsausschuß ist bereits gewähll.
0 Laubach, 25. Febr. In einzelnen Gärten sieht man bereits die Blütenknospen von Spalierobst (Gute Luise) und Blätter von Rosen in voller Entwicklung. — Hinsichtlich deS Bauplatzes der neuen Ober- f o r ft c r c i ist noch keine Entscheidung getroffen. Man hat an einen Bauplatz an der Straße nach Gonterskirchen, sowie aud) an ein«: solchen an der Wetterfelder Straße gedacht. Lieber die Höhe des Beitrags der Gemeinde zu den Baukosten ist noch nichts entschieden. — Das Die rfa milien haus am Lardenbacher Deg wird voraussichtlich noch in diesem Frühjahr bezogen werden.
)-C Ruppertsburg. 24. Febr. Heute sand im hiesigen Geineindewalde die 3. Holz- verstetgerung für dies«: Winter ftatt, Die Preise waren wesentlich niedriger als bei der ersten Versteigerung. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 10 bis 12 Mark. Duchenkniippel 8 bis 10 Mark. Eichen- tnüppel 6 dis 7,50 Mark. Fichtenknüppel 4 bis 6 Mark. Buchenstöcke 4 bis 6 Maik. Buchen- reisig 1 bis 1,50 Mail, alles pro Raummeter. — Am Sonntagabend hielt der hiesige Männer- g e f a n g v e r e i n im Schlörbschen Saale seine diesjährige Abendunterhaltung ab. Der Besuch der Veranstallung war sehr gut. Sogar aus umliegenden Orten hatten sich Gäste ein gefunden. Die vier schön«: Chöre fanden allseitig Anklang. Außer vielen heiteren Svlostücken und Terzetten und dem Schwank „Kulike norm Schöffengericht" wurden noch aufgeführt aus den heiteren Dorfbildern von Vonalt. „Sühneverfuch und Gemeinderatssitzung" und das dreiaktige patriotische Vrlksslück „Treue um Treue". Die Mitspieler gaben sich Muhe, ihren Rollen gerecht zu werden.
Kreis Büdingen.
gn. Geiß - Vidda, 23. Febr. Eine große Ehrung bereitete die hiesige Gemeinde ihrem Lehrer Lentz, der jetzt 25 Jahre hier wirkt. Bei der Uebernahme der hiesigen Lehrer- steile übernahm er auch den hiesigen Ges a ng •- Pci ein „Orpheu s", den er mit gewohnter Frische heule noch leitet. Wie innig verknüpft hier Lehrer und Gemeinde. Gesangverein und Dirigent sind, zeigte der gestrige Abend. Lim 7 Llhr zog ein großer Festzug. bestehend aus den Orts- vereinen, den verschiedenen Körperschaften von Gemeinde, Schule unb Kirche und der Schuljugend durch die Orisstraßen nach dem Schulhof. Hier hatte fid) die übrige Gemeinde schon ringe?unben. Die Feier tour.be cingdcltct durch ein feierliches Lied des Gesangvereins. In einer Ansprache schilderte der Präsident des Gesangvereins. A. Kreutz die rastlose und erfolgreiche Tätig- leit feines Dirigenten und überreichte demselben ein schön ausgeführtes Diplom und einen Sessel. Bürgermeister Lind kennzeichnete das vorbildliche Wirken des Jubilars in Schule und Gemeinde in treffenden Worten und übergab ihm im Vamen der Gemeinde als Zeichen der Wertschätzung ein gerahmtes Meistertoerk der Malkunst von Rembrandt. Für die Kirche sprach Pfarrer A n t h e s. Veben der erfolgreichen erzieherischen Tätigkeit des Geleierten betonte er besonders dellen Verdienste als Chorleiter und Organist und Pfleger der Kirchenmustk. Die Anerkennung und Dankbarkeit der Kirchengemeinde wurde weiter zum Ausdruck gebracht durch Lieberreichung der Chlisiusstatue von Thorwaldfen und eines in schwedischem Marmor auSgeführten Schreibzeugs.
Es versteht sich, daß au'd) Die Schüler nicht zurückbleiben wollten und sich durch Gesänge und Deklamationen ihrem Lehrer dankbar zu erzeigen suchten. Lehrer Glenz brachte die Glückwünsche der Schulen und des Schulvorstandes zum Ausdruck und kennzeichnete die große Schwierigkeit des Lehrer- und Erzieherberufes. Die von ©e- sängen durchzogene Feier endete mit dem gemeiiv- samen Gesang: „Lobe den Heri^n". Der so allseitig Geehrte sprach allen feinen herzlichsten Dank aus und versprach, weiterhin auf seinem Posten aus- zuharren. solange es seine Kräfte erlaubten. Bei der Fortsetzung der Feier im Lehmerschen Saal wurden der Reden noch manche gehalten. Der Turnverein trat auf und verschönte die Feier durch prachtvoll gestellte Pyramiden. Der erste Sprecher des Turnvereins, Landwirt W. Reinhardt. brachte die innigen Beziehungen zwischen Tuinerei. eochule und Gesang zum Ausdruck. Dabei stellte sich heraus, daß der Gesangverein „Orpheus" schon im Jahre 1843 durch den damaligen Lehrer Ahn gegründet war und von demselben bis 1880 geleitet wurde. Fast der ganzen Gemeinde war diese Tatsache bisher unbekannt, sie konnte aber durch herbeigebrachte Dokumente bewiesen werden. Auch der Sängerbund „Geiß-Vidda und Llmgegend", dessen Leiter der Gefeierte schon seit der durch ihn angeregten, im Jahre 1909 erfolgten Gründung ist. hatte seinen Vertreter entsandt. Lieber dein Ganzen hatte sich eine weihevolle, feierlich-frohe Stimmung ausgebreitet, die bis zum Ende durch nichts getrübt wurde.
Kreis Alsfeld.
M- Alsfeld, 24. Febr. (Stadtvvr- ft an d s s i tzu n g.) Unter Mitteilungen gibt der Vorsitzende bekannt, daß dieStadt das Haus des Konrad Decker, Schwabenröderweg, zum Preise von 12 250 Mk. käulich erworben habe, sowie daß die Stadt bei der kürzlich stattgefundenen Versteigerung der Massengrundstücke aus der Feldbereinigung insgesamt 28 Morgen Land gekauft habe, der Morgen toste im Durchschnitt 418 Mt.
Fleischbeschau im Städtischen Sch lacht Hofe: Auf Ansuchen des praktischen Tierarztes Dr. V e u f 2 l d wird dessen Vergütung für die Ausübung der Fleischbeschau im Schlacht Hofe von 100 Mk. auf 140 Mk. monatlich erhöht. Im übrigen bleibt der mit ihm abgeschlossene Vertrag bestehen. — Verschiedene Abänd e- rungen des Oktroireglements und der Polizeiverordnung betr. die Entwässerung der Grundstücke in der Stadt Alsfeld werden nach den Vorschlägen der Finanz- und Daukommission genehmigt. — In Ausführung des Reichs- mietengefehes wird ein Instand- sehungsantrag gemäß § 6 Abs. 2 dieses Gesetzes genehmigt und die Herstellung der notwendigen laufenden Instandsetzungsarbeiten an- geordnet. — Stadtbleiche: Der mit dem Stadtbleicher Falken Hain er abgeschlossene Pachtvertrag über die Stadtbleiche, der am 1. April d. I. abläuft, wird auf weitere sechs Jahre verlängert, die Pacht wird auf 300 Goldmark festgesetzt. — Der Ankauf eines Bullens für die städtische Faselhaltung zum Preise von 625 Mk. wird genehmigt. — Für die nach den Entfcheidungen des Schiedsgerichts bzto. Oberschiedsgerichts von der Stadt zu leistenden Herauszahluntzen anläßlich der Zuteilung von Grundstücken im Feldbereinigungsverfahren wird der hierzu erforderliche Kredit bewilligt. — Für Beschaffung von Lehrmitteln zum Unterricht in der S ä lckg l i n g s p f l e gc in der Mädchenfortbildungsschulc wird ein Kredit bis zu 100 Mk. bewilligt. --- Ein Gesuch des Alice - Frauen-Vereins um Erhöhung deS städtischen Zuschusses für die Schtoesternstation wird an die FinanzkvmMission zur selbständigen Regelung überwiesen. — Für den Landesverband zu>- Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird ein Jahresbeitrag von 20 Mk. bewilligt. — Verschiedene Gesuche um Abgabe von Bauplätzen werden entsprechend den Vorschlägen der Baukommission genehmigt. Ueber die beantragten Baukostenzuschüsse soll später entschieden werden. — Saalbau „Deutsches Haus". Hierüber entspinnt sich eine ausgedehnte Debatte. Der Vorsitzende teilt mit, daß die drei vorliegenden Entwürfe von Architekt Rohrbach. Gewerbelehrer P a b st und Stadtbaumeister E g n c r dem Ministerialrat Klingelhöffer, dem Erbauer der Alsfelder Oberrealschule und Stadtschule, zur Begutachtung vorgelegt worden seien Vach einer längeren Aussprache, die sich hauptsächlich um die Stellung und Größe der Bühne des Saales drehte, beschließt man, dem Projekt C zuzustinnnen. Danach kommt die Bühne nach der Seite des Marschallschen Hauses zu stehen Zugleich mit dem Saal werden die vorhandenen Hotel räume neuzeitlich unbebaut: gleichzeitig wird eine Aulogarage mit vorgesehen. Mit dem Umbau des ganzen Anwesens hofft man bis zum Herbst dieses Jahres fertig zu sein. Die Bauleitung liegt in den Händen von Stadtbaumeister Egner. — An die öffentliche Sitzung schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an.
Starkenburg und Rheinhessen.
B. Darmstadt, 24. Febr. Der bekannte Musilschriftsteller Rat Hermann Sonne in Darmstadts der langjährige Vorsitzende des dortigen Richard-Wagner-Vereins. kann an: 3. März feinen 6 0. Geburtstag feiern. Der Verein veranstaltet ihm zu Ehren ein außerordentliches Dereinskonzert.
* Dar m st a ö t, 25. Febr. (Eigener Bericht.) In einer scharfen Erklärung wenden sich die Darmstädter Handelskammer, die Darmstädter Industriellenvereinigung, die Vereinigung des Darmstädter Großhandels, die Vereinigung des Einzelhandels. Der Ortsgewerbeverein und die Handwerker-Vereinigung gegen den Oberbürgermeister Dr. Glässing und die Absicht der Stadtverwaltung, einen Ratskeller in: Rathaus einzurichten. In der Erklärung heißt es u. a.: „Was beabsichtigt die Stadt- I Verwaltung in dieser schweren Zeit? Sie will einen Betrieb eröffnen, für den in dieser Zeit kein 'Bedürfnis besteht und der die Bürger zum
Weinkonfum verleiten soll, um der Stadtkass« Einnahmen «u verschaffen. Die Wohnungsnot ist auch in hiesiger Stadt erschreckend. I^ermann ist sich klar darüber, daß kein für Wohnungsund gewerbliche Zwecke benutzter Raum entbehrt werden kann. Die Stadtverwaltung will eine Anzahl Geschäftsleute in dieser schweren Zeit aus dem Rathausc entfernen, um die gewerblichen Geschäftsräume in Weinstuben zu verwandeln. "
Kreis Wetzlar.
Hochelheim. 24. Febr. Am Sonntag v c r st a r b der Gemeindevorsteher a. D. Friedrich S ch i c s e r st c i n. Er hatte das Amt des Gemeindevorstehers 8 Jahre lang verwaltet, mußte dasselbe aber im Jahre 1922 wegen einer int Kriege zugezogenen bösartigen Krankheit, an deren Folgen er auch am Sonntag erlag, abtre len. Sckrieserstein war in der hiesigen Gemeinde sehr beliebt und hat sich durch fein immer freund liches Wesen gegen Jedermann das (Bertrauen sämtlicher Ortseinwohner erworben.
Dornholzhausen, 24. Febr. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgehabtcn Holzvei steigerulig wurden solgende Preise erzielt: 2 Rrn. Buchenscheitholz 34 bis 44 Mk., 2 Rm. Kiefernknüppel 15 bis 27 Ml., 50 Buchen- Wellen 13 bis 17 Mk.. 50 Gemischte Wellen 14 bis 20 Mk Der Festmeter Bauholz Toltctc 20 bis 34 Ml. Füi eine 3 Meter Schicht (Vutzholzi wurden 40 bis 48 Mt. gezahlt. - Gesterii abend wurde in der hiesigen Turnhalle ein F i l in über den Rhein gezeigt. Die Veranstaltung war gut besucht und wurde mit großem Interesje verfolgt.
rl D 0 r l a r , 25. Febr. Die Dahn st recke Wetzlar-Lollar ist ein Teil der Militärbahn Berlin-Metz. Kurz nach dem Kriege 1870 wurde sw aus strategischen Gründen erbaut. Sie hat eine ungewöhnliche Steigung, so daß selbst die Maschinen, die einen Zug hon Wetzlar hinaus- ziehen müssen, dauernd stöhnen ..Wir packens noch nach Kinzenbach!" Beim Bau der BaHn muhten tiefe Einschnitte ins Gelände gemacht und an anbereren Stellen hohe Dämme aufgeschüttet werden. Lim die Böschungen zu befestigen unb die kahle Erde zu verdecken, wurden damals Akazienbüsche angepsl-anzt. Diese sind gut angewachsen. Selbst auf nackten Felsen haben sie Wurzeln gefaßt und verdecken im Frühling und Sommer mit ihrem frischen Grün unb den weißen Blütentrauben die fahlen Klippen. In der schönen Jahreszeit erschallt aus den Hecken bet Sang der Amseln, Hänflinge. Zeisige u. a. Singvogel. die dort günstige Vistgelegenheit finden. Im Juni werden die duftenden Bluten von fleißigen Bienen umsummt, die köstlichen Honig aus ihren: Vektar bereiten. All diese Herrlichkeiten müssen wir in diesem und den nächst«: Jahren wieder entbehren, weil die Bahnverwaltung kürzlich eingroß esStück Akazienbüsche bei unserem Dorfe hat abhauen lassen. Sie standen weit ab von den Schienen und Telegraphenleitungen, behindertenden Der- tehr in lein er Weise und brachten aud) leinen sonstigen Schaden. Wo war da eine Vot- wendigkeit? Wir sehen kerne, und wünfchen nun, dah wenigstens die jetzt noch vorhandenen Büsche in Zukunft stehen bleiben!
Kreis Wetzlar
xx Her mann st ein, 25. Febr. Durch wildes Rasen mit dem Fahrrad wurde hier ein Llnglücksfall herbeigeführt, der einen sofortigen tödlichen Ausgang hätte nehmen tön nen. Ein Bursche aus Hermannstein fuhr mit einem Altersgenossen auf der belebten Hermann ft einet Straße um die Wette und rannte dabei der fünfjährigen Enkelin des Gastwirtes Rühl derart in den Rücken, dah das Kind auf das Gesicht stürzte und bewußtlos liegen blieb. Außer- den: trug das Kind eine starke Derletzung am Kopfe davon. Durch sofortige Behandlung konnte die Kleine wieder zum Bewußtsein gebracht wer- den, doch liegt sie noch krank darnieder.
xx Werdorf, 24. Febr. Der junge Gesangverein Harnwnie, unter der Leitung des Herrn Richard Marx aus Wetzlar, veranstaltete am Sonntagabend im Keinerschen Saale ein gut« besuchtes Konzert. Der Derein trug eine Anzahl Chöre moderner und älterer Meister vor, die von den Zuhörern mit reichem Beifall aufgenommen wurden. Mit feinem Gefühl hatte es der Dirigent verstanden, zwischen Lied und Sängern einerseits und dem Publikumanderseits die rechte Harnwnie herzustellen. Besonderen Genuß boten ferner die guten Darbietungen der Mit- gHebei der Hüllentappelle der Stahlwerke Röchling. Jeder Zuhörer ging mit voller Befriedigung nach Hause.
Hegcn-Nassau,
bl. Dillenburg, 25. Febr Auf den: hiesigen Bahnhof wurde mit dem Bau einer Unterführung begonnen. Ser Staat stellte zu diesem Zweck und zur Erwei terung deS Empfangsgebäudes 1 Million Mark zur Verfügung. Mit dem Ihn bau des Bahnhofs wird Wohl auch in Kurze begonnen werden. Gleichzeitig ist hiermit der Dau einer Straße nach dem Mittetfeld geplanl, die neues Wohngelände erschließen soll. In einer ganzen Reihe von ©c metnden des Dillkreises wurden in der letzten Zeit Kurse in der Säuglings und Kleinkinderpslege abgehalten, die von dem Bezirksvorband für den Reg.-Bezirk Wiesbaden, unterstützt durch das Kreiswohlfahrtsamt, ins Leben gerufen wurden. Eine ftaat- lich geprüfte Wanderlehrerin stand den Kursen vor. Die Beteiligung war eine äußerst starke. Die Kurse wurden theoretisch wie auch praktisch geführt und den grauen und Mädchen Gelegen heit zur Vervollkommnung ihres Wissens gr geben. Die gleichen Kurse sollen im nächsten Winter abgehalten werden, Da ein allseitiges Interesse vorhanden ist.
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