Ausgabe 
25.11.1925
 
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--eine Anerkennung, die für Sorgfalt und Umsicht auf vielen Gebieten gern ausgesprochen wird. Im eigentlichen Sinne bedeutet .gepflegter Geschmack eine hervorragende Auszeichnung für die praktische Hausfrau. Ohne Zweifel werden Sie in Ihrem Familienkreise oder bei Ihren Gästen solche Aufmerksamkeit für sich beanspruchen können, wenn Sie Ihren Tisch häufig mit schön angerichteten

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V _ , 119183

niedergelegt. Die Feier war von ausgezeichnet vorgetragenen EHören der beiden Gesangvereine unb Gedichts Vorträgen Dort selten der Schulktn- Ander eingerahmt und nahm so einen sehr toür* bigen Verlauf. - Auch in Dieder sand am selben Nachmittag auf dem Friedhof am C h r e n- LenkmaI eine ähnliche Feier statt, die eben­falls vom dortigen Kriegerveretn veranstaltet wurde

Kreis Wetzlar.

XX Krofdorf, 22. Nov. Das Fortbil­dung s f ch u l w e s e n ist für den Umfang der ver­einigten Bürgermeisterei Atzbach-Launs- bad) durch Bürgermcistereisatzung neugeregelt wor­den Nach derselben sind von jetzt an alle jugendlichen Personen männlichen Geschlechts unter 18 Jahren, die seit Ostern 1925 aus der Volksschule entlassen sind und keine wcilergehende wissenschaftliche oder fünft» lerifche Ausbildung genießen, zum Besuche des Fort- bildungsunterrichls verpflichtet. Für jede Gemeinde wird ein fiebcngliedriger Fortbildungs-Schulvor­stand gebildet, bestehend aus dem Bürgermeister (Vorsitzender), dem Gemeindevorsteher, dem Fort- bildungsschulleiter, einem Lehrer, einem Gemeinde- ratsmilglied, einem Arbeitgeber und einem Arbeit­nehmer. Der Unterricht findet in den Nachmittags­stunden statt und soll nicht über 8 Uhr abends aus­gedehnt werden.

x Dillkrcis.

bl. Ballersbach, 24. Nov. Hafer Turn- verein ist mit dem Dau einer Turn­halle beschäftigt. D'e Arbeiten sind schon weit vorangeschrittcn. erleiden jedoch jetzt eine Stockung durch die fehlenden Mittel. 3n letzter Zeit sand eine Theateraufführung statt, deren Reingewinn dem Turnhallenbau zugewandt wurde.

Maingau.

Frankfurt a M., 24. Nov. (WSN.) 3n der Person des Kaufmanns Martin wurde ein gewerbsmäßiger Detrü ger ermittelt, der unter dem TtamenRichard Ällmer",Karl Friedrich Weber" undKurt Martell"^ unter Benutzung von Postschließfächern seit längerer Zeit umfangreiche Waren- und Do r- schußschwindeleien begangen hat. Die Hauptgeschädigten sind in den Reihen der Drief- marlenhändler und -sammler, sowie Münzen- und Äotgeldsammler zu suchen. Martin hat nament­lich in der FachpressePhilatclia" inseriert. Aus feiner Korrespondenz geht hervor, daß er zahl- <reiche Personen in ganz Deutschland sowie in Oesterreich und in der Schweiz geschädigt hat. Sachdienliche Angaben nimmt das Betrugskom- miffariat des Polizeipräsidiums (Zimmer 401) entgehen. Der Zigeuner Kinophas Schm i dt, der den Zigeuner Iohann Winterst ein in der Rächt zum 17. d. Mts. in Eckenheim durch Hals-- schnitl getötet hat. hat jetzt die Tat ringe­st a n d c n.

Vortragsabend Dr. Leonhard Bläh.

* Gießen, 23. Nov.

Der Abend, den Leonhard Blaß am Samstag t'm Vortragssaal der Buchhandlung Keißner ver­anstaltete, erhielt seine Eigenart durch die Wahl des Dargebotenen unb die Persönlichkeit des Vortra­genden.

Nach einigen Kapiteln aus N i e tz s ch e sZ a r a- t h u ft r q", die der Abstand zwischen unseren Tagen und der Zeil ihrer Entstehung trotz aller immer noch gültigen Problematik fast nur ästhetisch wirken machte, erschütterte das 11. Kapitel aus Josef Wincklers großer VisionC h i l i a st i s ch e r Pilgerzug" die Hörer. Der Erlöserkönig, der mit seinem Pilgerzug von Mühseligen und Beladenen auf der Suche nach dem Paradies an die Grenzen Europas gekommen ist, wird von der kalten Ge­schäftstüchtigkeit des Westens empfangen und sieht gleichzeitig seine Scharen durch den Zustrom der europäischen Proletariermassen sich furchtbar ver- mehren. Die Dichtung endet ungeheuer tragisch. Nach einem jahrelangen Zug um den Nordpol, auf dem die Natur selbst eine Auslese der äußerlich Tüch­tigsten gehalten zu haben scheint, gründen die lieber- le'benden die Stadt des irdischen Paradieses. Aber der Erlöserwille muß wieder einmal der uralten und ewig neuen Gemeinheit der Menschen machtlos sich gegenüber sehen. Siva, der Gott des Guten und des Bösen, lehrt den verzweifelten König die letzte Ein-

sicht: Lachend und tanzend die Welt zu überwinden ist mehr und bester, als Strafgerichte unb Fluch. Die Dichtung ist, wie alle Werke Wincklers, mit sei- tenem Können gestaltet. Aber trotz oder vielleicht gerade wegen der unerhörten Eindringlichkeit der ^chau und der Kraft der Schilderung spüren wir dieser Schöpfung gegenüber mehr als anderswo, daß die Zeit der literarischen Apokalypsen für dieses Mal wieder vorüber ist. Unb wir wollen das nicht beklagen. Winckler selbst gibt uns in dieser Ansicht Recht. Sein neuestes BuchDer Ruf des Rheins" ist aus der Einsicht in die Vergangenheit unb in bie Zeit heraus hoffnungssicher und zukunftsgläubig.

Deshalb barf doch wohl gesagt werden, daß einige Verse aus diesem Buch vielleicht runder den Abend geschlossen und die Schwere des Eindrucks, den die Episode aus demChiliastischen Pilgerzug" hinter- ließ, erleichtert hätte, als es die Kleinigkeit von Lienhard konnte, die der Vortragende als etwas unorganischen Abschluß gewählt hatte.

Bei der außerordentlich starken persönlichen Hin­gabe des Vortragenden an seine Stoffe ist es nicht leicht, kritisch zu der Art der Darbietungen Stellung zu nehmen.

. Von den Stücken ausZarathustra" halten wir Das Nachtlied",Das andere Tanzlied" undDer Zauberer" für besonders gelungen. Das letztgenannte Kapitel zumal wurde fein abgeftinimt und mit sicherer Beherrschung der in ihm liegenden Wir­kungsmöglichkeilen bargeboten. Der Ausschnitt aus demChiliastischen Pilgerzug" halte dagegen unter dem Hingegebensein des Vortragenden manchmal zu leiden. Blaß nahm sich doch zu sehr alle Möglich­keiten zu Steigerungen von Anfang an vorweg. Und dann hätte bie Schilderung ber anrückenden Ar- beitermaffen unserer Meinung nach viel eindring­licher wirken können, wenn sie im Tone einer sach­lichen Berichterstattung mit deutlicheren Einzelheiten gegeben worden wäre. Unter dem Nachwirken des starken Ergriffenseins des Sprechers stand dann auchDas deutsche Haus" von Lienhard. Es kam zu emphatisch daher, roa sih mAbbruch tat.

Alles in allem aber vermittelte her Abend einen starken Eindruck, zu dem die Persönlichkeit des Vor­tragenden nicht das wenigste beitrug.

Dr. H. Werne r.

HerbstverlreLerLüg des 116er-Verbandes.

.. In Offenbach versammelten sich am Samstag und Sonntag zahlreiche Vertreter der Negimentsoereine ehemaliger 116er zu der diesjährigen 5) e r b ft t a g u n g. Die Tagung stand unter dem Zeichen des verflossenen großen 116er Tages unb der Denkmalsweihe für die ge- faüenen Regimentskameraden des 116er-Regirnents und feiner Kriegsformationen. Sie nahm einen überaus harmonischen, von echt kameradfchafllichem Geiste getragenen Verlauf, bie wichtigen Fragen konnten zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst werden.

Eröffnet wurde die Tagung durch einen B e - grüßungsabend, den die Offenbacher 116er Kameraden im Saale zum Engel hergerichtet hatten. Bo den schätz richtete herzliche Willkommensgrüße im Namen seines Vereins an bie Gäste unb feierte den 116er Verband und die darin herrschende tarne« radschaftliche Gesinnung. Der Derbandsvorsitzende Major a. L. Qinbenau» Gießen bankte in herz­lichen Worten unb toastete auf den Verein ehe­maliger 116er in Offenbach. Im Auftrag der Gastoer- eine sprach Kurt Mohr vom Gießener 116er-Ver- cin, er gedachte in begeisterten Worten des stolzen I ehemaligen Regiments 116, dessen Ueberlleferung | wachzuhalten, Pflicht der ehern. 116er fei, und brachte ein Hurra auf das deutsche Vaterland aus. Der Begrühungsabend der Offenbacher hatte eine auserlesene Festorbnung; bei Duartettcorträgcn, musikalischen Darhietungen und vorzüglichem Solo­gesang von Frl. Knees gingen die Stunden zu rasch vorüber.

Sonntag vormittag 10 Uhr begannen die Ver­handlungen. Es nahmen daran teil: die 116er Vereine aus Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Bad- Nauheim, Darmstadt und Frankfurt, L. I. R. 116, und die Offiziersvereine aktiv 116er und Landwehr 116. Major a. D. Lindenau widmete dem ver­storbenen Mitglied des Derbandsoorftanbes, Kame­rad Nees aus Ober-Seibertenrod, herzliche Worte des Gedenkens. Den Gießener Kameraden dankte er bei dem Rückblick auf den letzten 116er-Tag für ihre hingebende, ja oft aufopfernde Tätigkeit ge­legentlich des 116er-Tages. Die verschiedenen Redner

hoben hervor, daß ber diesjährige 116er-Tag mit ( ber Denkmalsweihe einen erhebenben Verlauf ge- z nornmen habe, was von ben Gießener Kameraden, t besonders von den Mitgliedern des Festausschusses k mit Genugtuung aufgenommen cyird. Der Vorsitzende i wies daraus hin, wie die Ungunst des Welters und l die wirtschaftliche Lage die Hoffnung auf ein gutes i finanzielles Ergebnis des Festes zunichte gemacht t hätten, so daß ein nicht unerheblicher Fehlbetrag « entstanden sei. Das Fest habe einen Fehlbetrag von l rund 5200 Mk. aufzuweisen, die Budcnbesitzer unb < zum Teil die Wirte hätten nicht bezahlt, einzelne - ^orberungen seien eingeklagt. Vom Denkmal feien 1 noch rund 11000 Mk. zu zahlen, man gäbe sich der Hoffnung hin, baß bie Stabt einen Teil ber i

Denkmal-schuld übernehmen werde. Derbandsrech- ncr Becker gab Aufschluß über die Einnahme und Ausgabe zum Denkmal: durch Stiftunaen gingen 1 ein 17 869 Mk., durch Sor.bcrbeiträge 2487, Summe 20 356 Mk.: Ausgaben für den Wettbewerb 1415 | 1 Mark, an ben Künstler bis jetzt 4600 Mk., Stein- und Materiallieferungen 12 770 Mk., Maurer und Architekten 3150 Mk., Frachten ufw. rund 4000 Mk., Summe rund 25 865 Mk.: noch zu zahlen find u. a. an ben Künstler 3600 Mk., im ganzen beträgt ber Fehlbetrag zum Denkmal rund 11000 Mk. Das Fest hätte eigentlich kaum einen Fehlbetrag erzielt, wenn jeder feinen Verpflichtungen nachgekommen wäre. Die Einnahmen betragen 34 285, die Aus­gaben 36 652 Mk. Die Miete für die Fefthalle kostete 5000 Mk., bie Umzäunung des Feftplatzes 6000 Mark. An der anschließenden regen Aussprache be­teiligten sich zahlreiche Redner. Hinsichtlich des Fehl­betrages zum Denkmal wurde allgemein die Ansicht geäußert, daß es Ehrenpflicht fei, ihn baldigst zu decken: der Verband hofft hierbei auf die Mitwirkung her Stadt Gießen. Der Gießener Verein stellte den Antrag, die Derbanbsvereine sollten innerhalb eines Jahres pro Mitglied 4 Mk. Sonderbeitrag an den Verband leisten, damit der Fehlbetrag allmählich gedeckt würde. Hierzu sprachen Meisel - Frankfurt, Döll unb Berg- Häuser- Lauterbach, Dr. Knieriem und Oberst a. D. Kö11schau - Bad-Nauheim, Gerhardt- Alsfeld, Straub» Offenbach, Dr. Silberbad) unb Bernau- Darmstadt, Mohr unb Damm» Gießen, Kahl- Offenbach, lieber die Deckungsfrage einigte man sich schließlich auf einen Antrag Offen­bachs: E s wird zur Deckung ber Denk- malskosten bis zum 1. Juli 1926 pro Verbanbsmitglied ein Sonderbei­trag von 2 M k. erhoben, es bleibt den Ver­einen überlassen, wie sie ihn aufbringen. Der Früh- jahrsvertretertag in Bad-Nauheim soll über weitere Schritte beraten. Dieser Antrag wurde bet drei Stimmenthaltungen mit allen gegen nur 6 Stim­men angenommen.

Bei Punkt 21 enberung der Verbands­satzung wurden mit großer Einmütigkeit einige Ergänzungen vorgenommen. So ist künftig der ge- schäftsführende Vorstand stets aus ben Gießener Vereinen entsprechend deren Mitgliederzahlen zu entnehmen.

Dr. Silberbach - Darmstadt kam auf die Gründung eines Verbandsblattes ähnlich demHessischen ßclbgarbiften" zu sprechen. Der Vorstand erhielt ben Auftrag, die Angelegenheit im Laufe des Winters zu prüfen und dem nächsten Derbandstag Mitteilung zu machen.

Die Frühjahrstagung 1926 wird am 1. ober 2. Sonntag im Mai in Bad - Naitheim ad- gehalten.

Mit herzlichen Worten des Dankes für die all­seitige Mitwirkung an ber Lösung der wichtigen Denkmalsfrage und der Finanzierung schloß der Verbandsvorfitzende um 2 Uhr die Tagung.

gesessen. Man beschloß nun, sämtliche Anwesende zu durchsuchen. Davci wurde ber Rock des Unter­offiziers K., ber auch an der Feier teilgenommen halte, zuerst von dem Chauffeur der Schwester des H. nachgesehcn, ohne daß dieser etwas darin sand. Als aber ein anderer Teilnehmer Sch. den Rock nochmals untersuchte, fiel ihm angeblich an dem einen Zipfel des Rockes zwischen Stofs und Futter ein runder Gegenstand auf. Er sah die Tasche unb bas Futter nach, konnte jeboch eine Oeffnung nicht entdecken. Deshalb riß er nach seiner "Angabe die Tasche heraus und holte den runden Gegenstand, ber sich angeblich als zusammengeknäulter Fünfzig­markschein entpuppte, heraus. Die Geschädigte wollte in diesem Schein den ihr mcagenommenen erkannt haben. Der Unteroffizier bestritt entschieden, das Geld entwendet zu haben unb behauptete, wenn sich latsächlich der Schein an ber angegebenen Stelle befunden haben sollte, müsse ein Dritter ihn dorthin gesteckt haben. Der Sachverhalt konnte, da die Teil­nehmer alle dem Alkohol stark zugesprochen hatten unb der Kaufmann H., ein Hauptzeuge, nicht mehr am Leben ist, nicht aufgeklärt werden. Es ist sehr fraglich, ob ber Schein sich überhaupt an ber ange­gebenen Stelle befunden hat, da nicht erfindlich ist. wie ber Schein dorthin gekommen fein sott, wenn sich an dem Rock, den Taschen und dem Futter keinerlei Deffnunqen oder schadhafte Stellen befun­den haben. Die Möglichkeit, baß ein anbercr Teil­nehmer die Scheine vielleicht im Scherz aus der Handtasche herausgenommen und sie in die Sofa- ecke dzw. den Rock des Unteroffiziers gesteckt haben könnte, ist nicht von ber Hand zu weisen, zumal die Zeugen sich vielfach an Einzelheiten jenes Abends gar nicht mehr erinnern können. Der Angeklagte K. wurde daher freigesprochen.

Gerichtsiaal.

WSN. Frankfurt n. M., 24. Nov. Das hie­sige Schwurgericht verurteilte heute den Oberschützen ber Reichswehr Josef Appel aus Frankfurt, Der seinerzeit in Marburg diente, wegen Körperver­letzung mit Todesfolge zu zehn Monaten G e - sängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Appel hatte in der Nähe des Bornheimer Ratskellers am sogenannten Zickzackweg am Buß- und Bettag 1919 mit einem Kameraden sich damit unterhalten, daß beide aus einem Ter- zerol eine dort angebrachte Warnungstafel beschossen. Dabei waren beide in Streit mit einem jungen Bild­hauer geraten, in deren Verlaus eins Balgerei ent­stand, wobei sich das Terzerol entlud und ben jungen Mann ins Auge traf. Dieser ist an den Folgen des Schusses gestorben. Appel machte sich bann aus dem Staube, trat später bei ber Reichswehr ein unb konnte erst im Sommer dieses Jahres zufällig, als er auf Urlaub hier weilte, entdeckt werben.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 20. Nov. Ein in ber Zwischenzeit tödlich verunglückter Kaufmann H. von hier feierte Ende März mit einer Anzahl Freunben seinen Ge­burtstag. Es würbe dabei dem Bier reichlich zuge- sprachen, so daß zu vorgerückter Stunde alle Be­teiligten mehr oder weniger stark angetrunken waren. Während des Abends war auch die aus­wärts wohnendeSchwefter des H. in einem Auto angekommen. Sie hatte bie Handtasche in die Küche gelegt unb bemerkte gegen 2 Uhr nachts, daß ihr baraus 100 Mk., ein FünfzigMarkschein unb fünf Zehnmarkscheine, genommen worben waren. Es würbe überall herumgesucht, bas Geld jeboch nicht gefunben. Schließlich fanb H. die fünf Zehnmark­scheine, die in einer Sofaecke versteckt waren. Wäh- renb des Abends hatten dort verschiedene Personen

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Hämorrhoiden find ein quälendes Leiden des Afters. Sie entstehen durch Blutstauungen, durch Druck auf den Mastdarm, durch Kot- anhäufung bei Stuhlverstopfung. Es find juckende Knoten im untersten Teil des Darms oder um die Afteröffnung herum, die bei der Stuhl­entleerung heraustreten und heftige Schmerzen verursachen. B e i stärkerer Anstrengung platzen sie und rufen Blutungen her­vor. Unzweckmäßige Behandlung läßt diese schmerzhaften Knoten vereitern, was zu Mast- darmfisteln und tiefen Einrissen Anlaß geben

kann. Gerinnt das Blut in den Hä­morrhoiden, f o können Gerinscl durch den Blutstrom in andere Blutgefäße verschleppt werden und dort z u lebensgefährlichen Verstopfungen führen.

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