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3. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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Sportler zum gemütlichen Beisammensein auf der Liebigshöhe. Hier zeigte die Freie Turnerschaft noch ihr Können im Geräteturnen. Der Kraft- und Sportklub zeigte in einem Schauringen sein Können auf diesem Gebiete, was lebhafte Zu­stimmung unter den Zuschauern fand. Tanz und verschiedene Darbietungen hielten die Sport­ler noch einige Stunden, bis Mitternacht, zu­sammen.

100-Meter-Schwimmen für aktive Schwimmer: 1. 2l. Krebs- Gießen. 2. 1 Will- Gießen, 3. Ernst Mandler- Heuchelheim.

I(X)-Me1er-Schwimmen für Jugendliche. 1. K. Becker- Gießen. 2. QI. Schöndorf- Gießen,

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Derweilen saßen Mutter und Tochter auf einem alten Koffer. Anna erzählte der Mutter lachend und weinend die wunderbare Geschichte ihrer Liebe. Die Frau Oberlehrer küßte ihr Kind und fand alles so rührend und so nett. Und wenn Papa es nur haben wollte, und wenn sie dann auch ein paar Jahre warten mußten sie waren ja noch so jung! Der Frau Oberlehrer kamen allerlei weiche Gedanken und ein paar Tränen dabei. In einer Ecke rieb sich der Igel seine Stacheln, als ob er sich freue, andre Leute ins Unglück gebracht zu haben und selbst mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

Um sechs Uhr reiste Braten ab, er wollte erst nach Hamburg, dann mit dem Nachtzug weiter nach München.

Sie tat ihm leid, die kleine Anna, als sie so blaß und siumm zum Abschiednehmen vor ihm stand. Aber der Herr Oberlehrer war in väterlicher Für­sorge auch zugegen und hielt alle Gefühlsausbrüche in Schranken. Und dann war es Max Braten doch ein Gefühl der Erleichterung, als er sich bequem in einer Kupee-Ecke zurechtrückte und der Zug ihn aus dem Bahnhof fortführte, erst langsam an den Wällen und dem Flußufer vorbei, dann immer schneller, immer weiter hinaus in die Freiheit. Ihm, dem Norddeutschen, schien München der rechte Ort, um einmal nach Herzenslust leben und lachen zu können. Da unten mußte alles sonniger, freier, leichter sein. In den ersten Ferienwochen wollte er sich einleben und, wenn es anging, schon einen tiefen Zug aus dem Becher der Freude tun. Schade, daß er dann um Annas willen bald arbeiten und sich mit der trockenen Juristerei befassen mußte. Aber daran wollte er jetzt noch gar nicht denken.

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in Tätigkeit trat.

Tennis ^änderwettkampf DeutschlandSchweiz. Frankfurt a. M., 23. Qlug. (WTB.)

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(Staffel für Aktive): Freie Turnerschaft Turnerschaft Mar-

Frei geworden

Erzählung von Klara Prieß.

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Weizenmehl 31,25 bis 34,25, Roggenmehl 24,50 bis 26,25, Weizenkleie 13,10, Roggenkleie 13, Diktoriaerbsen 2Z bis 35, kleine Erbsen 25 bis 27, Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mart aaSgedrückt. BoeaoS-SltreS. Suiiöcn, Neu- York, Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest mr 100 COO Ein beiten, alles übrige für 100 (ärt! beiten.) Telegraphische Auszahlung.

Aenne, du solltest mal ein Weilchen ins Stift zu Tante Lotte gehen", sagte die Frau Oberlehrer, als Braken fort war.Das bringt dich dann auf andere Gedanken. Und wir müssen es Tante Lotte doch gleich sagen, daß du nun mit Braken so gut wie versprochen bist. Sie nimmt es sonst übel. Ich

stärkte sich das polnische Angebot weiter, so daß die Preise weiter zuruckgingen. Ebenso halten sich Käufer wegen Geldmangels zurück. Für Futterartikel zeigte sich kein Interesse. Cs wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, mär?. 222 bis 225, do. Mecklenburger 220 bis 223, do. Sept. 244 bis 242, do. Oft. 248,50 bis 246, do. Dez. 254 bis 253. Roggen, märk. 166 bis 172. do. Sept. 185, do. Oft. 192 bis 193, do. Dez. 200, Gerste, märt* 236 bis 265, Futtergerste 185 bis 193, Hafer, märk. 170 bis 182, do. Sept. 180 bis 177, do. Oft. 183 bis 182. do. Dez. 189, Mais, loko Berlin 214 bis 218, Raps 355 bis 360; für 100 Kilo:

Schutzgebietsan leihen, wo ein Decouvert zu bestehen scheint. Der Kurs dieses Papieres konnte sich anfangs auf 4,10 befestigen und bewirkte auch für die übrigen Staatsanleihen, namentlich für Kriegsanleihen, bessere Notierungen. Auch für K a l V- werte bestand etwas regere Nachfrage, da der Ab­satz dieser Werke im August wieder sehr zufrieden­stellend war. Bemerkenswerte Kursschwankun­gen traten am internationalen Devisenmarkt ein. Hier erfuhr Mailand gegen London eine bedeu­tende Befestigung auf 131,4. Ferner lagen nordische Devisen, und zwar Oslo gegen London 25,40, Kopen­hagen gegen London 20,28, recht stabil. Auch Paris war mit 103,10 gegen London gebessert. Besonders ermäßigt wurde dagegen Zürich genannt Die Reichsmark notierte in London 20,41, Paris' 5,06, Amsterdam 59,05.

Börsenkurse.

Wirtschaft.

Diskontherabsetzung

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G u st a v - A d o l f - F e st e , das am 20. September in G i e n stattfinden wird, teilzunehmen, um sich begeistern zu lassen für das deutsch-evangelische Gustav-Adolf-Vereinswerk.

f Allendorf a. b. L d a., 23. Aug. Heute fand in der hiesigen Kirche das diejährige Iahresfest oes Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung statt. Fest­prediger war ein früherer hiesiger Pfarrer. Dekan Bolp-Laubach, der im Vormittags- und Rach­mittagsgottesdienst über die Arbeit des Vereins und die Qlot und Bedrückung der Diaspora pre­digte. Im Rachmittagsgottesdienst, zu dem auch viele Auswärtige erschienen waren, sprachen noch Dekan Guß mann - Kirchberg und Pfarrer Becker- Gießen, der den Jahresbericht ermattete und dabei mitteilte, daß im Jahre 1924 aus den Dekanatsgemeinden über 3500 Mk. für die Zwecke des Vereins eingegangen sind. Beide Redner luden zu zahlreichem Besuch des großen Gustav- Adolf-Festes ein. das am 20. September in Gießen stattfinden soll.

zu seiner alten Gemeinde und unterstrich nochmals ' alle Bitten des Tages, Mithelfer zu fein an dem heiligen Glaubenswerke, dasstärken will, was da sterben soll". Daß die Worte zu Herzen gingen, zeigt unter anderem die erfreuliche Tatsache, daß Gaben in Höhe von 180 Mark eingingen, unter denen sich eine am Jugendfest angeregte Sammlung von 2,5 Mk. befand. Dem Ruppertsburger Posaunenchor gebührt besonderer Dank wie auch dem Mädchenchor Hungen, daß sie ihre Kunst uneigennützig in den Dienst un­serer Sache stellten. Obwohl wir erst vor acht Tagen unsere Denkmalsweihe festlich begangen hatten, be­wies der gute Besuch unserer heutigen Feier und die sichtbare Teilnahme der Hörer, daß solche Feste nicht ermüden. Möge auch der heutige Tag für alle Teil­nehmer ein Ansporn fein, an dem großen deutschen

3. G. Pfaff. Launsbach.

150-Meter-Schwimmen

1. H e l la s - Gießen. 2. Launsbach. 3. Freie bürg.

150-Meter-Schwimmen (Staffel für Jugend­liche): 1. Hellas- Gießen,

Straßenfahrt, 42 Km. (GießenWetzlar- Gießen): 1. Häuser- Gießen, 2. G. Spies- Gießen, 3. K. Lind- Gießen.

Dreikampf für jugendliche Turnerinnen: 1. E. Linden st ruth- Heuchelheim, 2. E. Diehl- Gießen, 3. E. Schenk und D. Sparr-Gießen.

Dreikampf für Jugendliche: 1. 0. Schleen- becker . Fr. Krämer, QI. K r ö ck -- Heuchel­heim (300 Punkte), 2. W. Wolf- Gießen (285 Punkte), 3. K. K l i n k e l - Lollar (275 P.).

4xl00-Meter-Staffellauf: 1. Launsbach (50,2), 2. Heuchelheim (52,4), 3. Gießen.

Einzelkämpfe. Diskuswerfen: 1. R. Mand­ler - Heuchelheim, 2. W. Schwarz-Annerod, 3. K. Hartmann- Gießen. Schleuderball: 1. W. Schwarz- Annerod (45,65 Meter), 2. H. S t a u b a ch , Gießen (40,38 Meter), 3. R. Mandler-Heuchelheim (36,16 Meter). Ku­gelstoßen: 1. W. Schwarz- Annerod (10,37 Meter), 2. W. Zecher- Staufenberg (9,22 Mir.), 3. W. G ö b l e r - Gleiberg (9,3 Meter). 100-Meter-Lauf: 1. K Römer- Launsbach^ (112), 2. R. P s a f f - Lausbach (12), 3. 0. Ba ch- Heuchelheim (12), O. Schleenbecker- Heuchel­heim (12). Den Sanitätsdienst versah der Arbeiter-Samariterbund, der bei kleinen Unfällen

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. Harpener Bergbau.....

.itaürocrte Aschersleben. . . Kaliwerk Westeregeln.... Laurahütte Oberbedarf Phönir Bergbau Rheinstahl Riebeck Montan . Tellus Bergbau.......

Hamburg-Amerika Paket. . Norddeutscher Lloyd .... Cheramische Werke Albin . Zementwerk Heidelberg . . .'Hhtltpp Holjmann Analo-Cont.-Guano .... Badische Anilin.......

Chemische Mayer Alapin . Goldschmidt Gries: cimer Electron . . . Höchster Farbwerke .... volwcrkoylung ...... Rütgerswerke ....... Scheidcanstalt...... .

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann..........

Matnkraftwerke Schuckert...........

Siemens L Halske Adlerwerke Kleyer Daimler Motoren......

Heyligenstaedt Meguin............

Motorenwerke Mann beim Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesell chaft Frankfurt Pet. Union A.-G.......

Schuhfabrik Herz Sichel.............

Zellstoff Waldhof......

Zuckerfabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . .

Berliner ?

Berlin, 24. Qlug

voll gewartet, ob am nächsten Tag eine ertrinken mußte.

*

Heute abend war es hell und traulich im Kloster­srieden. Ein paar von den alten Damen saßen noch mit ihrem Kaffeebesuch auf den weißen Bänken oder schlenderten durch den Garten. Tante Lotte saß heute wie gewöhnlich in der hinteren Wohnstube an dem Fenster, das nach der Straße ging.Da sieht man doch ein bißchen Passage", sagte sie,und ein paar andre Menschen. Und wenn ich nach dem Hof her- aussehe, ärgere ich mich zu schlimm über der Beer- mann träges Dienstmädchen und des Inspektors ver­zogene Gören nein, Kinder, da sitz ich doch lieber in Gemütsruhe hinter meinen ©eraniumtöpfen an der Straße."

Dabei nähten und stickten ihre Hände allerlei Feines, und das Beste davon wurde zurückgelegt für Annas Aussteuer.

Für ihre Nichte hatte Fräulein Grashof immer ein Helles Gesicht, ein freundliches Wort und ein Stück selbstgebackenen Kuchen. Es war da auch ein kleiner Stuhl in der Ecke neben Tante Lottes Fen­sterplatz. Auf dem hatte Anna manch liebe Mal ge­sessen. Hierhin setzte sie sich auch heute abend, als sie durch die kleine Küche und die gartenwärts gelegene gute Stube", die Tante Lotte ihrekalte Pracht" zu nennen liebte, in das gemütliche Hinterzimemr gekommen war. Und hier erzählte sie, während die Abendschatten sich langsam ins Zimer senkten, ihre Herzensgeschichte.

Tante Lotte ließ sie rlihig reden. Das alles kam ihr nicht so unerwartet. Sie hatte ein paar Helle, kluge Augen im Kopf.

Als Anna von Maacks Igel und der Szene auf dem Boden erzählte, lachte das alte Fräulein laut auf:Das hätte ich sehen mögen und deines Vaters Gesicht dabei!"

Wie Anna aber weiterredete:Und dann hat Max bei Papa um mich angehalten. Eigentlich wollte er es lieber nicht, es wäre schöner, wenn es Geheimnis bliebe, faate er vorher immer. Aber das wollte Papa natürlich nicht, und nun sind wir ver­lobt vorerst nur heimlich natürlich, weil wir dock erst in sechs bis sieben Jahren heiraten können' ba war dem alten Fräulein die Sache nicht mehr lächerlich.

(Fortsetzung folgt.)

hole dich vielleicht nachher ab, wenn Minna früh genug mit dem Plätten fertig wird."

So machte Anna sich denn auf den Weg zum St. Johannisjungfrauenstist. Es ging sich gut in der Frühjahrsabenddämmerung in den alten Straßen, die kühl und schattig lagen, während oben auf den Türmen und Giebeln noch der Sonnenschein leuch­tete. Anna ging die alte Straße hinauf zum Markt, durch die fäulengetragenen Rathausbogen und wie­der eine stille, enge Straße hinab. Klug und fest auf einem Hügel am schiffbaren Flusse hatten die Alten ihre Stadt gebaut, Rathaus und Markt auf feinem höchsten Punkt, daneben die stattliche gotische Kirche, am Wasser unten ein Nonnenkloster, das nach wechselvollen Schicksalen in ein Jungfrauen­stift umgewandelt war, und zwanzig Jungfrauen aus angesehenen Kaufmanns- und Gelehrtenfamilien der Stadt freie Wohnung, sieben Faden Brennholz und einiges an barem (Selbe gewährte.

Hier hauste denn seit vielen Jahren Tante Lotte, die als Tochter des verstorbenen Pastors Grashoff berechtigte Ansprüche auf solche Versorgung hatte.

Breit und niedrig lag der rote Backsteinbau des Stifts dor der engen Straße, die vom Markte her­unterführte. Ein stattlicher Torweg führte hinein in den Hof. Hier war es hell und freundlich. Don drei Seiten umschlossen die niedrigen Stiftsgebäude den Platz. Zwanzig grün angestrichene Haustüren führten hinein in die kleinen Wohnungen, und neben jeder Haustür gab es eine weiße Bank, auch wohl ein paar Oleanderbäume und mit Efeu bewachsene (Bitter. Geradeaus schaute man über den steinbewach- l'encn Hof in den weiten Garten mit seinen grünen Rasenflächen und alten Obstbäumen. Zwischen ihren noch blattlosen Zweigen sah man es hell blinken, hier lag flach und schilfig der Klosterteich. Das Wasser war einst künstlich gestaut worden, um Stadt und Kloster von der Land- und Südseite her vor Ge­fahren und Angriff zu schützen. Sein Abfluß in den Stadtgraben hatte des Klosters Mühlen getrieben, jetzt wucherte das Schilf immer weiter.

In Annas Kindheitserinnerungen spielte dieser Klosterteich eine große Rolle. Es ließ sich da so wun- schön platschen und angeln, wenn sie in den Ferien bet der Tante wohnte. Oben in deren Giebelstube, nach dem Garten hin, stand eine schmale eiserne Bettstelle. Da hatte Anna manche Nacht geschlafen.

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Tennis-Länderwettkampf DeutschlandSchweiz, der gestern und heute auf den Plätzen des Sportklubs 1880 stattfand, siegte Deutschland überlegen mit 20:4 Punkten, trotzdem von der deutschen Sonderklasse nur Froitzheim und Kreu­zer aufgestellt waren.

Kirche und Schule.

i. Ettingshausen, 23. Aug. Heute feierte derSolmser Zweigverein der G u st a v - Adolf- Stiftung sein Jahresfest in unserer Ge­meinde. In dem Festgottesdienst, den ein Mädchen­chor aus Hungen durch zwei Chöre verschönte, pre­digte Pfarrer Wagner aus Bensheim, der Ge­schäftsführer des Hessischen Gustav-Adolf-Vereins, nachdem er schon am Vormittag zu der Filial­gemeinde Hattenrod gesprochen hatte. Die Nach­versammlung auf unserem schönen Kirchenplatz leitete Pfarrer G ö ck e l aus Hungen mit einer Ansprache ein, in der er auch den Jahresbericht des Solmser Zweigvereins gab. Pfarrer Wagner-Bensheim er­zählte von den großen Aufgaben, die unsere Notzeit an den Gustao-Adolf-Derein stellt, der sich als ein treuer Helfer auch für unsere evangelischen Volks­genossen in den von Deutschland abgerissenen Ge- . bieten erweist. Zuletzt sprach noch unser früherer Pfarrer, Oberkirchenrat Wagner, packende Worte

Rorwegischen Bank. Die Rorwegische Dank setzt ab heute den Diskont von 6 auf 5> ? Proz. herab. Auch die Dänische Ratio nalbank setzt den Diskontsatz von heute ab von 7 auf 6 Prozent herab.

* Baden ia - Maschinenfabrik- Aktien an der Börse. Don Mittwoch, 26. August 1925, ab werden die Aktien der Maschinenfabrik Badenia Dorrn. W. M. Platz Söhne 01.=©. nach vollzogener Abstempelung in Reichsmarkprozenten gehandelt und notiert.

SranEfuricr Qlbenddörse.

Frankfurt a. M., 24. Aug. Die Abendbörse brachte vornehmlich für Chemiewerte infolge weite­rer Deckungen neue leichte Kurssteigerungen. Von den anderen Märkten waren Montanwerte weiter befestigt. Auch die übrigen Werte verkehrten in freundlicher Stimmung bei im allgemeinen lebhaften Umsätzen. Am Bankenmarkt wurden Darmstädter um 0,5 und Reichsbankanteile um ca. 0,1 Prozent höher. Kriegsanleihen fönten sich weiter befestigen. Die Abendbörse schloß fest und lebhaft. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,180, 3proz. Reichs­anleihe 0,670, 4proz. Schuggedietsanleihe von 1908/11 4000, do. von 1914 4050. Ausländische Renten: 4,5proz. Jrrigationsanleihe (abgestempelt) 17. Bankaktien: Commerzbank 95,50, Darmstädter Bank 113,25, Dresdner Bank 101,50, Mitteldeutsche Creditbank 93,25, Reichsbank 124,25, Oesterreich. Kreditaktien 7,37. Montanaktien Buderus 40, Gel­senkirchen 50, Ilse Bergbau 91, Mannesmann 64,25, Mansfelder 66,25, Rheinische Braunkohlen 120, Rheinstahl 54,50, Rombacher 39. Chemische Aktien: Badische Anilin 124,50, Elberfelder Farben 120, Höchster Farben 120,25. Jndustrieaktien: Adlerwerke Kleyer 47, AEG. 96,75, Cement Heidelberg 66, Elektrisch Licht und -Kraft 97,50, Holzmann 53,50, Jnaa 0,51, Löwenbräu München 172, Rheinmetall 27,50, Lechwerke 72, Peters Union 63,50, Badischer Zucker 57, Frankenthalzucker 60, Heilbronnzucker 57, Transportwerte: Salonik Monastir 8,87, 5prozentige Tehuantepec (abgestempelt) 12,75.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 24. Aug. Die feste Grund st im­mun g des letzten Wochenschlusses übertrug sich auch auf die neue Woche. Deckungskäufe der Spekulation und auch eine Anzahl von Exekutionen waren die Veranlassung hierzu, so daß die Erhöhung der Kurse in der Hauptsache auf börsentechnische Momente zurückzuführen ist. Aeußere Anregungen lagen heute überhaupt nicht vor, vielmehr hätten die Nachrichten über unbefriedigende Aussichten am Eisenmarkt, eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit und die schlechte Lage ver­schiedener Industrien zur Zurückhaltung Anlaß geben müssen. Da an der Börse jedoch auch jetzt noch eine große Anzahl von überzähligen Lieferungsoerpflich­tungen bestehen und die Käufer energische Maß­nahmen zur Erfüllung der Kontrakte angedroht haben, setzten sich die Deckungskäufe wenig­stens in einem solchen Umfange fort, daß das G e s a m t b i l d der Börse hierdurch eine g ü n ft i g e Beeinflussung erfuhr. Die leichte Verfassung des Geldmarktes gab der Börse dabei eine Stütze. Ta gl. Geld, das verhältnismäßig reichlich angeboten ist, kostet 7j bis 9 Proz., Monatsgeld 10| bis 115 Prozent. Besonders beachtet war der Markt der

Mit dem Einschlafen ging es aber manchmal nicht so schnell, wenn Tante Lotte unten die alten Geschichten erzählt hatte, wie sie in der Klosterchronik ausge­zeichnet standen:

Es waren einmal drei Jungfrauen, eines vor­nehmen Mannes Kinder, der sie alle in früher Ju­gend dem Kloster angelobt und feiner Zucht über­geben hatte. Da sie aber zu Jahren kamen, fühlten sie des Klosterlebens Oede und ihres eignen Herzens Begehren und vertrauten einander ihr heimliches Denken und Wünschen. Als sie einmal alle drei mit­einander im Klostergarten saßen und davon redeten, wie sie dem Kloster entfliehen möchten, steht auf ein­mal ein Mann vor ihnen, alt und ansehnlich, im schwarzem Mantel, mit großem Hut und spitzem, rotem Bart. Der spricht zu ihnen:

Liebe Jungfern, ich habe drei Söhne, die find' jung und eurer wobl würdig. Wollt ihr dieselben zu Männern haben, so kommt auf den Abend wieder an diesen Ort, bann, will ich euch dazu helfen, daß ihr aus dem Kloster kommt."

Aus den Abend nun, als alle Nonnen in ihre Zellen gegangen, finden sich die drei wieder heimlich im Garten ein. Der alte Mann kommt über die Mauer gestiegen, grüßt sie wieder und begehrt zu wissen, wie sie gesinnt sind. Wenn sie mit ihm gehen wollten, sollten sie ihr Leben lang Gutes die Fülle haben. Darauf gaben die drei Jungfrau^i ihr Ja­wort, jedoch mit der Bedingung, daß er ihnen eins Zusage und halte: daß sie nicht so weit von hier zu seinen Söhnen geführt werden, und daß sie alle Jahre einmal wiederkommen möchten.

Jawohl," beteuerte der Alte,das soll euch ge­treulich gehalten werden, greifet nur alle drei diese Schnur an." Damit spricht er einige Worte, und als- bald wurden sie in wilde Schwäne verwandelt und flogen mitihm über die Mauer in den Klosterteich hinein.

Alle Jahre aber, auf denselben Tag, da sie hin- ausgeflogen, kommen sie dreimal aus dem Wasser hervor.

Bisweilen hört man sie deutlich rufen. Dann liegt eine irgendwo krank vor Herzensnot, und am näch­sten Tage geht sie zu Wasser und muß ertrinken."

In den Herbstferien, wenn der Wind nachts sein Wesen um die alten Mauern trieb, hatte Anna oft jenes seltsame helle Schreien gehört und bann angst-

b e. der

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 24. Qlug. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer, neue Ernte) 23,75, .Roggen (inländischer, neuer Ernte 19,25 bis 19,50, Sommergerste (für Drauzwecke, neuer Ernte) 26 bis 27, Hafer (inländischer, neuer Ernte) 20 bis 21, Mais (gelb) 22, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 39,25 bis 40, Roggenmehl 28,50, Weizenkleie 11,25 bis 11,50, Roggenkleie 11,75 bis 12, Erbsen 30 bis 38, Heu (süddeutsches, gut, trocken) 8,50, Weizen- und Roggenstroh 4,50, Treber (getrocknet) 19. Tendenz: nachgebend. Trotz baldiger Einführung der Zölle sind die Preise ständig weichend.

Frankfurter Schlachtbiehmarkt. .

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".) Frankfurt a. M 24. Aug. Auftrieb: Rinder 1384, darunter Ochsen 443, Bullen 49, Färsen und Kühe 892, Kälber 498, Schafe 132, Schweine 4674. Rinder: Ochsen, oollfleischige ausgewachsene höch­sten Schlachtwerts 65 bis 70, junge, vollfleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 56 bis 64, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 44 bis 54. Bullen: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 58 bis 62, oollfleischige jün­gere 50 bis 57, mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere 40 bis 49. Färsen und Kühe: Doll- fleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 60 bis 68, vollfleischige ausgemästete ftülje höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 54 bis 62, wenig gut entwickelte Färsen 50 bis 58, ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 43 bis 53, mäßig genährte Kühe und Färsen 28 bis 40, aering genährte Kühe und Färsen 20 bis 27. Käl­ber: Feinste Mastkälber 84 bis 90, mittlere Mast- und beste Sauakälber 75 bis 83, geringere Mast- und gute Saugkälber 65 bis 74, geringe Saugkälber 50 bis 58. Schafe: Mastlämmer und Masthammel 48 bis 52, geringere Masthammel und Schafe 39 bis 47, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz­schafe) 30 bis 35. S ch w e i n e: Dollfleischige von 80 bis 100 Kg. 90 bis 92, unter 80 Kg. 82 bis 89, von 100 bis 120 Kg. 90 bis 92, von 120 bis 150 Kg. 90 bis 93, Fettschweine über 150 Kg. 90 bis 92, un­reine Sauen und geschnittene Eber 78 bis 85. Markt- oerlauf: Rinder und Kleinvieh lebhaft, Schweine langsam; Ueberftanb bei leichten Schweinen.

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1.718

1,722

1.713

1,716

?Nto fcc Ian Wien MD.-

0 511

1.513

0.516

0.518

Oest. abgest.

59,08

59,22

79,11

12.435

7.50

59,25

Prag .... Belgrad ..

12,4.3

7.50

12,47

7,52

12.475

7.52

Budapest. .

5.895

5.915

5.897

5.912

Bulgarien

3,03

3,04 20,875

3.03

1.04

Lissabon

20 625

20,875

20.9-5

Dantig. . . Konstantin

80 80

81.00

80,80...

81 00

2 255

2,2t5

2,24.1

2.255

Athen. .

6 53

6.55

6.53

6.55

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlub- tiurr

Schluß L Abend­börse

Schluß. Nur,

Schluß Mittag bört»

Datum:

21. 8.

24 8.

21. 8.

24 8.

5°/., Deutsche Rcichsanleihe .

0.164

0.18

0.157

0.1725

4% Deutsche Reichsanleihe .

-

-

0.32

0,330

3/i% Deutsche Rcichsanleihe

0,275

0.300

0 2975

0,31

3% Deutsche Rcichsanleihe .

0.665

0,*»7

0 68

0.68

Deutsche Sparprämienanleihe

0.115

0,1175

0,1225

4°/o Preußische Konsols . . .

0 25

0,27

0.255

0.2725

4% Hessen...........

3'/-"/° Hessen . . . . ......

0,22

0,25

0.24

0 26

0,30

3% Hessen...........

0,225

0.225

0,25

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

89.75

*9,75

91.75

91,75

dto. Doll.-Schatz-Anlreisng.')

»4,25

94,25

94,5

94,5

4% Zolltürken.........

5°/0 Goldmexikaner......

6.4

6,20

6,25

6,2

33

35

-

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prwat-Bank

124

94.75

124.5

95.5

124,25

95

125

95 5

Darmst. und Nationalbank .

112,75

113,25

112

113,25

Deutsche Bank.........

113.5

113,5

113,5

113,75

Deutsche Vcreinsbank ....

Disconto Commandit ....

103,75

103,25

103 75

104

Metallbau!...........

81

80,5

_

Mitteldeutsche Creditbank. .

93

93,25

93,5

93,3

Oesterreichische Creditanstalt.

7,4

7.4

< ,4

7.4

Westbank............

0,06

0,06

0,05

0,05

Bochumer Guß........

-

59

60,40

Buderus............

40

37,75

39

Berlin, 24. August.

Geld

Bries

Amerikanische Noten.....

1.20

4.22

Belgische Noten'........

19,05

19,15

Dänische Noten........

101,15

101,65

Englische Roten........

20,347

.0,447

Französische Noten......

19,815

19 915

Holländische Noten......

168,58

169.42

Italienische Noten......

15,68

15,7 i

Norwegische Noten......

80,75

81,15

Deutsch Ocstcrr., 5100 Kronen

59,13

19.43

Rumänische Noten......

schwedische Noten......

112,42

112,98

Schweizer Noten.......

81,28

81,68

Spanische Noten.......

60,15

60.45

Tschechoslowakische Noten . .

12,39

12.45

Ungarische Noten.......

5,84

5.88