Samstag, 25. Zuli 1925
175. Jahrgang
Blatt
Die Weltwirtschaftskrisis
Reichstag
Die Stillegungen im Ruhrbergbau
Die Krisis im englischen Bergbau
Finanzausgleich auch einen bitteren Kampf
geunter- h en. Diese
Der Kampf um den Finanzausgleich
und der Sicherheitspakt
Die deutsche Antwortnote zum Die Kohlenkrisis auf dem Weltmarkt Sicherheitspakt, über dessen materielle De- Deutung in der heutigen „Außenpolitischen Umschau" ailSführlich gesprochen wird, ist nun euch vom Reichstag in zweitägiger Aussprache einer eingehenden Kritik unterzogen.
preußische Finanzmi n t st er Dc H»V' ker- Aschoff erklärte, daß boA D e f i jit tom preußischen Staat und bei den preuo.'--v-n Gemeinden sich durch eine 2W>enmg bj teiligimgiquoten, infolge der fon.ki^en -öe.^Mne des Reichstages zur Grunderwrrb» t^uer zur -5t- herbergungSsteuer und zur io»ie
durch eine erhöhte Anleiheablösung der den auch bei großer Sparsamte^^t gury Vefvntuch erhöhe 3n dieser Form fei He Xewenmeei- vorlage für die ßänOer unannehm dar
Reichssinanzministec v. Schli-ben erwiderte, daß das Streben des Reiches m enter Cwe darauf gerichtet fein muffe, zur Erfüllung bec in dem Londoner rlbkommen üdenlsmmruen Verpflichtungen im Stande ju dleiden, de»--! die Nichterfüllung dirfer verpfllchtm»,en kdane politische Folgen haben, die «Ue wiederausbau- arbeit vergeblich machen und dadurch d« Aa- kunftvhossnangen aus lange Zeil zersidre» ebene Daraus müsse das Reich eine doppelte Fol,?> rung ziehen: sowohl die Deherrschun, bto Steuersystems in möglichst vollem Um'ange zu behaupten, wie sich den Anteil an dem Cteuei- aufTammen zu sichern, der ihm die ihm obliegenden Leistungen ermöglicht. Außerdem mu'le dte Steuerpolitik so geführt werden, daß die X- schäft einerseits ihre wesentliche JunLion er»
Rienafen.e von »nzelqen für di« lagesnummtT t>i-3 zum Nachminag vorher ohne jedeverbindlirkkeit.
Preis ffir l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Srerte örNich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klaine-Anrrrgen p 70iem Breite 35 Doldpfennig, Playvorschrift 20*, Aufschlag. - verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vr.Friedr.W'lh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Berk, sämtlich in Gießen.
der Wirtschaft soll von allen Teilen gemeinsam geprüft werden. Es war die einmütrge Auffassung. daß nur eine wirksame Probat- tionssteigerung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus der gegenwärtigen bedrohlichen Lage heraus fuhren kann.
Der englische Bergarbeiterstreik.
Seit Mitte Juli ist die Kohlenkrise in ein neues verschärftes Stadium getreten. Zahlreiche Be- . triebe mußten ftillgelegt, viele andere einer Der Aussprache vorausgegangen waren nid)t unerheblichen Belegs chaftsoerminde- Wochen nicht geringer Cßerftiminung runjJ unterworfen werden. Die Urfachen dieser zwischen Parlament und Re g i e - Vorgänge sind bekannt, sie ruhen in der noch immer »una 3n parlamentarischen Kreisen hatte unvermindert anhaltenden Absatznot, die jetzt man vor Absendung der Rote eine ein- [—“ ,,rnfthd'
oehende Erklärung des Außenministers im | t
Die Beratungen im Stenerausschutz.
Berlin, 24. Juli. (SU.) Der St euer-Ausschuß des Reichstages setzte heute dre -werte De- rahmg der Steuergesehc fort, und zwar beim Gesetzentwurf über die gegen- seitiaen Besteuerung «rechte deS Reichs, der Länder und Gemeinden. Unter Ablehnung anderer Anträge wurde die Regierungsvorlage hinsichtlich der Besteuerung der öffentlichen Betriebe au rechter Hal em An- genommen wurde ein sozraldemakratrschcr An- ttag wonach Gesellschaften mit beschrankter Haftung und Erwerbsgenossenschaften die nicht von der Körperschaslssteuer befreit sind, statt 20 nur 10 Vroz Körperschaftssteuer zahlen sollen, wenn das Vermögen nicht 50030 Reichsmark uber- fteigt Ferner wurde eine Destumnung angenommen die den Ländern und Gemeinden das Recht gibt,' die ReichSpost zu den Wegeunter- hallungskosten h c r a n z u z i eh e n. Diese Abgaben dürfen jedoch mcht zu Fahrten, die lediglich fiskalischen Zwecken dienen, erhoben werden. Der Ausschuß wandte sich dann dem Finanzausgleich zu, bei dessen Beratung der
Hr. 172 Erster
Erscheint täglich, nutzer Sonn, und Feiertags.
Bellaftn:
Gießener Familienblätter Heimat Im Bild.
monats.lejtwreis:
2 Goldmark u 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, «uch bei Nichterscheinen ,on einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der- lagundGekchäftsstellebl. Anschrift für Draktnach» richten: LnzeiaerSiehen.
postsche<kk»nto: Frankfurt a. M. 11686.
^Ähtito von größter Hutung 2»^ Vertretung Ä war Die Feststellung der Einstimmigkeit Länder, kosten, bis dte ^g^rung die Steuer- und Gesamtverantwortlichkeit des und Zollgeseye unter Dach und Fach hat. Kabinetts für die Außenpolitik durch den Man wird nur wünschen mögen, daß diese Arichrkanzler. Damit sind endlich den. Wachen teBten
die zu einem so erfreulichen Ausgang geführte außenpolitische Aussprache.
morgen eine Versammlung einberufen, um |i<b über die Schritte schlüssig zu werden, die Jic wegen des Gebrauchs englischer und fremder Kohle zu unternehmen gedenken, falls d.> engii- schen Bergwerke stillgelegt werden sollten.
Die passive Handelsbilanz.
Erklärungen des Neichswirtschafts Ministers.
Berlin, 24. Juli. (TU.) Neichswirtschastc- Minister Dr. Neuhaus gewahrte dem Berliner Vertreter der „Chemnitzer Allgemeinen Zeitung" eine Unterredung über die Ursachen und Wirtin- gen der Passivität der deutschen Außenhandetc- bilanz. Der Minister weist zunächst daraus hin, daß es falsch wäre, wenn man in der Passivität der Handelsbilanz (also in dem Uebermiegen der Wareneinfuhr über die Ausfuhr) unter allen Um ständen ein ungünstiges Slreichen sehen rooHI Ein Schuldnerland aber, wie es Deutschland schon allein durch die Reparationsl.'.sten ist, wird auf die Dauer eine aktive Hande-bUanz haben müßen. Die Passivität der Handelsbilanz ist eiu Zeichen dafür, daß unsere Wirtschaft nicht in der Sage ist, die Schulden abzutragen, fee dern sogar gezwungen ist, Schulden zu machen.
Der siapitalahunger der deutschen wirtschaft ch ee gewesen, der in erster Chile die Passivität der deutschen Handelsbilanz becooryrufen hat.
Der Zustrom von ausländischem la p i t a l nach der Inflationszeit ist das zweite Moment für die Passivität unserer Handelsbilanz.
Ausländisches Kapital ist für unsere Wirschaft im Endergebnis nur durch Ausfuhr von Waren nutzbar zu machen, ein Ju- sammenhang. der In unseren Wirtschaft »kreisen nicht immer beachtet wird. Heber b.e Grin-be der' Passivität im ersten Halbjahr 192- fubrU der Minister u. a aus: Es oft rid/tg. daß der Zustrom der auSIändifchen Kredite im <yrObjr.Ni abgenommen hat. Sicherlich sind aßt - gewährte Kredite erst im bergangenm jahr abgerufen worden. Ferner K>u rOtn ;>ie au 5- ländifchen Kredite im Anfang dieses Ja ^ti erst im Verlause des ersten Halbjahres in Wa enform nutzbar gemacht. Die zur Reserve be-. -ci Reichsbank sozusagen auf E.ö gelegten Kredite, das heißt die bereingefommenen Dev n. _■ i. Reich-battk gesammelt hatte, ohne eine <^.- fuhr damit herbeizuführen, wurden nunmehr zur Bezahlung der Mehreinsuhr tn An- spruch genommen.
Damit trat eine Deflation ein und infolgedessen eine Stauung auf dem Varenmarkl.
Auch das Drängen von Bank n. 3n -icie und Handel auf größere Liquidität machte hie Versteifung der Geldmarktlage fühlbarer. Sntfpo.mien - wirkte allein der älmstand, daß die ilntec-u* fernen selbst dazu übergingen, B e r m ö g e n s t e i! ton das Ausland zu übereignen, u. - .lulsige Mittel zu erhalten. Auch dies mußte zur n u>r- flcigerung führen. Ferner find in den letzten den Monaten ficherlich wieder mehr auitorn .sche Kredite — Kommunalanleihen berei r.- men Diese Vorgänge erklären wohl in der Haupt- fache die Passivität in den ersten fünf Wvnnten dieses Jahres- Die Passivität beträgt lcho Milliarden Mark. In der Privatwirtschaft werde der produktivsten Verwendung des Kapitals noch nicht genügende Beachrun« v schenkt. Die von der Handelsstatistik na*, fene Einfuhr beträgt im Jahre 1924 etnxi 62 ?-coz der Dorlriegszeit, die Einfuhr von Fern'.d eren betrug 30 Prozent gegenüber der von 1013. die Einfuhr von Rohstoffen 56 Proz - di- »i.i.n»r Don Lebensmitteln 65 Proz. DieMetzacherev^hme von Kapital, fo erklärte der Minister, lege unserer Wirtschaft eine gewaltige Verantwortunq aus.
hinduch kursierenden Gerüchten von An- stimmigkeiten innerhalb der ReichSreaierung, namentlich zwischen S^errn Schiele und Dr. Stresemann einerseits und Dr. Sttese-
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dnid und Verlag , vrühl'sche Univerfilälr-Vuch- und Steindrutterei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.
Mit dem 1. August wollen die englischen Bergarbeiter in den Streik treten. Wie lange fie es aushalten werden, bleibt abzuwarten. Soviel steht aber fest, daß ihre Streikfonds eine längere llntcrftütjung der Streikenden Nlcht werden aushalten können. Es werben infolgedessen auch jetzt schon aus dem Lager der Streik- luftigen Stimmen laut, die sich sehr skeptisch über den Ausgang der Lohnbewegung äußern unv bereits heute mit einer Rieder läge der Bergleute rechnen. Trotzdem ist aber mit dem Ausbruch deS Streikes zu rechnen, dessen- Ursache in der ebenso wie in Deutschland den englischen Bergbau schwer schädigenden Kohlenkrise zu suchen ist. Die englischen Zechenbesiher verlangten eine Lohn Herabsetzung um rniickeslenS zwei Schilling pro Schicht bei gleid^eiltger Hrnauf - sehung der A r b e i t « z e i t. Rur so ist n^> ihrer Ansicht eine Herabsetzung der ProduktionS- unkosten und damit der Kohlenpreise herbeizu- führen, um einen besseren Kohlenabsatz auszulösen. Die Bergleute dagegen verlangen sogar noch Lohnzulagen und Beibehaltung der jetzigen Arbeitszeit.
Eine Lieberbrückung der Meinungsverschie- denheiten hat sich trotz des Eingreifens der Regierung nicht erzielen lassen. Auftallend an der Lohnbewegung ist. daß die ‘Bergarbeiter, bie früher mehr als einmal in kritischen Situationen die Vernunft walten liehen, yente An- fichten vertreten, die nur unter der starken Bin- Wirkung kon> munisti scher Agitatoren zustande gekommen sein können. So wollen sie nicht nur solange streiken, bis eine allgemeine Kohlenknappheit eintritt, sie wollen sogar noch weiter gehen und den Streik bis zur Benachteiligung anderer Wirtschaftszweige aus- dehnen.
Verhandlungen.
London, 24. Juli. (WTB.) Der von der Regierung ernannte amtliche Vermittler, der erste Lord der Admiralität B r l d g e m a n , und Arbeitsminister Steel Maitland hatte heute im Ar- beitsministerium eine Besprechung mit den B e r g- werksbesitzern und Vertretern der Bergleute. Beide Parteien wurden gesondert empfangen. Eine gemeinsame Konferenz zwischen ihnen wurde nicht- vereinbart, doch ist für nächsten Mittwoch eine neue Besprechung mit Vertretern der Regierung vorgesehen. Der Sekretär der Bergleute Cook erklärte nach Schluß der Sitzung, daß die Lage gegenwärtig noch unverändert sei. Man hoffe jedoch, am Mittwoch Fortschritt» zu machen. Tcxlilarbeiterstreik in England.
London, 24. Juli. (WTD.l InDradfortsind 50 000 Textilarbeiter in den AuSstanb getreten, und zwar entgegen den von ihren Führern erteilten Weisungen, wonach denjenigen Finnen, die keine Lohnherabsehung vornehmen, die Fortsetzung der Arbeit gestattet werden sollte. Die Streikenden drangen in die Fabriken ein, in denen gearbeitet wurde, und erzwangen die Einstellung der Arbeit. Schließlich mußte die Polize' ein- greifen. Zahlreiche Fenster wurden durch Stem- toürfe zertrümmert- Zwei Polizisten wurden ver-
Der Vorsitzende des Gewerkschaftskongresses erklärte heute, daß der Kongreß die Bergleute und Textilarbeiter unterstützen werde. Die Verbände der Transportarbeiter, der Seeleute und der Feuerwehrleute haben für
soweit gediehen ist, daß der Bergbau ernstlich zu
Plenum erwartet und es ist dem z terfdjaft angesichts der auf den Halden lagernden Nicht leicht geworden, diesen Herren die: 51^ Millionen Tonnen Kohle bedeutet, braucht nicht zweckmäßigkelt einer derartigen DehanDlung o (Qnge guseinandergesetzt au werden. Versuche eines diplomatischen Schrittes begreiflich zu öe5 Ruhrbergbaus, auf dem Wege der Selbsthilfe machen. Wenn man sich schließlich mit einer bie Härten der Krise zu beseitigen, sind in jedem Anterrichtung des Auswärtigen Aus- Falle glatt gescheitert. Entweder hatten die (9 c = schusseS des Reichstags begnügte, so meinden kein Einsehen und legten nach wie vor klana doch eine gewisse Berstimnning über ihre nicht yermgen und vielfach unnötigen Aus- bie Bebandluna des Hohen Hauses" durch gaben auf die Wirtschaft um, ober aber die Berg- ffE nL L« Irfw-n Reden im I arbeiter fclbft nahmen den Zechen durch roci- len Äanllcr L fonntc indeß "re Lohnerhöhungen den letzten Rest der Alemfre..
Plenum deutlich heraus. DaS konn e indes) Situation des Bergbaus ist heute in der
licht hindern, daß der Kanzler und Dr. £Qt . bje ungeheuer gestiegenen Selbft - Stresemann einen vollen parlame n r a- saften, die sich aus Löhnen, Steuern, Zinsen, Ma- rischen Sieg davontragcn konnten. Für terialien, Frachten zusammensetzen, höher sind als die Außenpolitik des Kabinetts fand sich im öie erzielten Erlöse. So ist es zu verstehen, wenn Reichstag eine Basis von den Deutschnatio- bedeutende Bergwerksunternehmungen heute mo- palen bis zu den Demokraten. natlich an ihrer Förderung etwa 1,5 bis 2 Millionen
®a» M. 6oäialbemorrat«n stch — ^°N°n^r»
nicht entschließen konnten, dem von den Re Entwicklung schlägt den Wege ein, der immer wieder tzierungsparteien eingebrachten BilllgungS- aorausgesagt worden ist.
Votum zuzustimmen, ist kein erhebendes Zeug- $Bir werden es erleben, daß im Herbst etwa „iS politischer Einsicht. Mit dem Grundsatz: 50—60 000 Bergarbeiter der Erwerbslosen-
Mit Dir arbeite ich nicht, weil mir Deine f ü r s 0 r g e überwiesen worden sind, daß diese Zahl Rase nicht paßt" kann man keine praktische auf 100 000 Mann steigen wird, wenn es nicht ge- Bvlitik treiben. And einen anderen Grund, lingt, durch Verlängerung der Arbeits- Zg nicht mit. den Z-lbstLÄ
machen Erklärte doch Dr. Breitscheid r-Qnn Bekanntlich rertnuft be-1 Bergban heute zu bie volle Zustimmung seiner Frakiron mit Kampfpreisen lediglich, um die Auslandmärkte nicht dem Schritt der Regierung und dem Zn- verlieren und wesentliche Teile des Arbeiter- halt der Rote, bei deren Besprechung er in Heeres durchzuschleppen. Aber auch das ist jetzt nicht feinen Forderungen Töne anschlug, die man mehr möglich. Eine zweite sehr wichtige Frage ist bary-tes es »ss s s. ääsäs» !uf bat Att-iond zto-if-N°«vt>n größer '°n LrÄf-n
bcutung gewesen, wenn die Sozialk^mokraten I e m c, n c n dU größerer Sparsamkeit und genügend Selbstzucht aufgebracht hatten, um DOr aUem einer gesunderen Lohnpolitik zlirück- cuch mit dem Stimmzettel für das ein- x,,hren. Sehr wesentlich ist aber auch, daß von der zutreten, was sachlich ihre Billigung ge- gesamten deutschen Wirtschaft beträchtliche Teile der fanden hat. Gerade die sozialistis6)en Red- finanziellen Belastung genomemn werden, ner werden nicht müde zu erklären, daß damit diese ihre Produktion wieder anturbeln und Stresemanns Außenpolitik die Fort- Kohlen kaufen kann.
ö c na uGJfW«6ift Die Jndustrievertreter beim Reichskanzler.
sagen, wenn Luther und Stresemann Berlin, 25. 3uli. (TA.) 3n sie leiten. kanzlei sand gestern unter dem Vorsitz des
Eröffnet wurde die außenpolitische Aus- Reichskanzlers unb in Qlntoe enbeit Ck fprad,e durch eine kurze ErklSrung d°s «e^-arbe..-m.n.sters
Außenministers, die gegenüber tem 5-n- J ^D^rete^d^rrh e i n i s ch - we st f ä l i- halt der Sicherhei'Snote nichts Neues trachte, r^en Kohlen - und Eisenindustrie, des Etwas weniger Zurückhaltung bei der Er- Reichs Verbandes der deutschen 3n - läuterung der deutschen Vorbehalte hätte &uftrie und des Zndustrie- und Han- der diplomatischen Aktion gewiß keinen Ab- velstages statt. Es wurde die gesamte wirt- druch getan, zur Begründung des deutschen schastliche und finanzielle Lage der deuttch^n Standpunktes in der Frage der Räumung, Wirtschaft, insbesondere der Eisen- und Roystvii- ker Abrb wug und der Kontrolle jedoch lndulkrre. belprochen. D°bel be^n,d Oberem- ioe,endlich befgetrugen. So^. bildete bie fr— ^^-«***^ Kanzlerredc am zweiten ^d^r ^ruf die Dauer eine Wirtfchastlich-
batte zu den Ausführungen SttesemannS f c ■ f sf^rn. Die Jndustrievertreter betonten, eine tt>ertvolle Ergänzung und in der knappen soziale Belastung, die Steuern,
schneidigen Art ihrer Formulierung eine I^fus en usw. n , cht l ä n g e r m e h r e r t rag- wuchtiqe Antcrstteichung des deutschen Pro- l i ch feien. Die Diskussion erstreckte sich auch auf gramm«. Unter dem Beifall des ganzen die Frage der Preisbildung.des gesam- Hauses hob Dr. Luther die Grundsätze der ten Verteilungsapparate,.
Gleichberechtigung und G e g e n s e i - -------- —— -------------—
tigkeit, das SclbstbestimmungS- mann und Dr. Luther anderersetts, der r e ch t der Völker als die unentbehrlichen Boden entzogen. Der Parlamentsklatsch muß Bausteine für denSicherheftSpaft hervor. Auch sich nach anderen Opfern umschen in seinen Darlegungen zur Abrüstungs- Rach Aufwertung und Sicher- fr a g e und zu Deutschlands Eintritt in den heitspakt hat der Reichstag vor den Bölkerbund fand der Kanzler die rich- Parlamentsferien noch Steue reform ligen Worte, als er es als die Hauptaufgabe Finanzausgleich und Zollvorlage der Reichsregierung hinstellte, dafür zu sor- zu erledigen. Mag man auch Abstimmung gen, daß das entwaffnete Deutschland nicht dieser Woche als ein gutes Omen für bqS einmal Sammelplatz "fremder Heere werde. Kabinet^^Luther nehmen und mag es auch And schließlich vergaß der Kanzler über dem dem, außerordentlichen E^schickund der un- Auöblick in die Zukunft nicht die Sorgen der ermüdlichen Energie des ^nnzle^ bereits ge- Gegenwart^ die Sorge um die endliche Be- lungen sein, auf dem Wege des Kompromisf freiung von Rhein und Ruhr, als die Regierungsparteien für ^»e Vorlagen Voraussetzung für jeden Sicherheitspakt und zu gewinnen, so wird es im Plemim doch ein neues vertragliches Verhältnis zu den sehr harte
^«des
[■hau, L..LU,.
"•Imäenhcf zu mäßigen mit btrr.
* Tcnmsp!atz ^Zentralheizung en-Dieie rhlJti>n$s$tätte lchaft>abend Or-Konzerte
mit DletaDübbediung in allen
Ausführungen ch ben neunen 'yiüerorbnrnctr. 1UO >ch hofienlos ,lu$s las Hotel- und (Boß« inbach a. TL wurde ne Medaille und der H. zuerkannt
chifche ibalen
r Ausführung zr preiswert
Hb iiir ver-
ket teruogenl zerkstätte raturen .bigstraße
»v-
kau! UOM erbeten an
8.


