Ausgabe 
25.5.1925
 
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Bornotizeu

I a ge sfale n be r für Montag oreiiD. Oiastsche Feuerwehr -j Uhr: f)auptübimg. Lichtspielhaus, Bahnhvsiiraßc ,JteoeilIe." Asto rii'£!id)tfpicle:Vater Loh-.

Don unserer Garnison. Die zweite -Compagnie ITradtlionSkompagnic brt Jnfan- Icrie-RegimenkS 116) wird in der Aacht vom 28 auf D). Mai nach Der!in abtr.rnsportiert unb tritt bU 1. September zum Wachtregimrnt Berlin. Die 71iGfd)incn)*lcij;brÄomfagnie uib der Rach- richlen-.!ug dcs diesigen Bataillons verlassen m D:r Tc<bt vom 26 auf 27. Ttai die Garnison .ii d werden zu mehrwöchige Hebungen auf brn Truppernrbungsplay Senne verlegt. Der Ba- taillonsslab und die beiden restlichen Kompagnien folgen in der Dacht vom 3. auf 4. 3uni.

" Die Einsendung der Ärcisab» b ectereiverzeichnis s c Dom Polizeiamt W.tfcn Wirb unS milgeteilt Die Eigentümer n^cllcnen ober getöteten Viehes haben bei Mei- tLing der in Artikel 299 ff Polizei-Straf-Deseßes eng drohten Strafe ohne jeden Verzug nach dem Berent)en, oder nach vollzogener Tötung, oder Ausschlachtung bei der Polizeibehörde deS Orte-, innerhalb dessen Gemarkung sich der Kadaver l zw. bic ju beseitigenden Teile eine- solchen be­finden, entsprechende Anzeige zu machen.

Postanweisungsoerkehr mit Finnland. Dom l.Iuni ab werden im Verkehr mit Finnland telegraphische Postanweisungen zu- gelassen. Mcistbckrag 8000 finnische Mark ober 800 Reichsmark (wie bei gewöhnlichen Postanweisungen).

*Jeder Familie ein Eigenheim." Uebcr dieses Thema hielt am Freitagabend Post­beamter F. 3. Mohr von hier im Gewerbehaus vor zahlreichen Interessenten einen Vortrag. Die im April v. I. ins Leben gerufeneGemein|chaft der Freunde" hat sich die Ausgabe gestellt. Minder­bemittelten Oie Erwerbung bzw. den Van eines eigenen Heims zu ermöglichen. Die bisher tätigen " >ohnungsbai,ge'eUichafteii konnten in dieicr Hin sicht nur wenig tun, da sic bis zu einem gewissen Grade aus srcmde Hilfe angewiesen sind, bie ihnen durch den Staat oder die Gemeinden zuteil wird. Die , Gemeinschaft der Freunde" will bas Ziel erreichen durch sog. föaujparbetrage, durch kleine monatliche ober wöchentliche Abzahlungen, wodurch es möglich wird, In verhältnismäßig kurzer Zeit, unter Um­standen in 1} bis 2 Zähren, zu einem eigenen Heim zu gelangen. Die Bausparer werden, je nach Wunsch mid Hohe der Sparbeträge, in Gruppen eingeteilt. Wer beispielsweise zu einem Daukapital von 6000 Mark gelangen will, hat zunächst 2 Prozent dieser Summe einzu zahlen. Erreicht der Sparer durch weitere monatliche Einzahlungen den Betrag von u Prozent, so wird ihm bas Kapital mit der Der- pslichtung zum Bauen zur Verfügung gestellt. Die Reihenfolge der Kapitalzahlung erfolgt durch Aus­losung innerhalb der ffiruppc, der der Sparer an­gehört. Das dargelichene Kapital ist mit 5 Prozent Tilgung zu verzinsen, so bah ber Sparer in späte- stens .30 Jahren ein schuldenfreies Heim besitzt, ohne in dieser Zeit mehr aufgewendet zu haben als den Betrag, den er für Hausmiete hätte entrichten müssen. 3m Falle des Ablebens eines der Ehegatten ist dem llcberlebenbcn die Möglichkeit geboten, eine Zweizimmerwohnung in einem Altersheim <ju er­halten, der Beamte mit Die Oivohnung kann sich für bie Zeit seines Ruhestände> i >rch feinen Sparvertrag ein eigenes Heim sichern, ebenso bic Eltern für ihre Heranwachsenden Kinder. 3m Verlaufe des Vor­trages traten noch eine Reihe anderer Vorteile für den 'öaulparar In Erscheinung, u. a. die ungleich höhere Sicherheit der Beiträge gegenüber den auf Gewinn eingestellten Geldinstituten, die Oeringfügig- leit der Beiträge, ber Ausschluß jeder Gefahr der Geldentwertung usw. Daß bas Vorgehen der Ge­meinschaft ber Freunde Anklang gesunden hat, er­hellt aus der Tatsache, daß bis zum 1. Mai d. 3 über 1000 Dausoarer mit einer Gesamtsumme von IS Millionen Mark Anschluß fanden, wodurch cs möglich wurde, alle Monate neue Baugelder aus­zugeben. Die dem Vortrag folgende Aussprache zeigte, daß auch in Gießen für diese Einrichtung 3ntcreffe vorhanden ist. Daß noch manches zu klären bleibt, wird Ausgabe derjenigen. Private, Staat und Gemeinden sowie Genossenschasten sein, bic bie Wohnungsfrage in befriedigender Weise zu lösen sich berufen fühlen.

Austrieb auf dem heutigen Frankfurter Viehmarkt: Ochsen 298, Dutten 31, Kühe 964, Kälber 727, Schafe 73, Schweine 4287.

Landkreis Gictzcn.

Ettingshausen, 24. Mai. Heute feierte der hiesige Kriegerverein sein 5 0. Stif­tung s f c ft, zu dem schon seit einiger Zeit die Vorbereitungen getroffen waren. Das Dorf war recht festlich geschmückt, um bic Gäste zu begrüßen, bic von allen Seiten m (tätlicher Anzahl erschienen waren. Hatte boch allein 22 StriegcrDcrcine unb ber Wickingbund Grünberg ihr Erscheinen zugesagt. Da auch bas Wetter sich am Mittag noch aufllärte, fehlte nichts am Gelingen des Festes. Ein großer F e ft 3 u g , eröffnet von den Vereinen der Ge­rne in bc und der Schuljugend durchzog das Dorf. Die Veteranen von 1870/71 unb die Gründer dec Vereins fuhren dem Ortsvorstand voran, dem die Gastvereine angeschlossen waren. Auf dem Festplatze begrüßte Bürgermeister O p P e r bie Festgästc, ge­dachte ber Gefallenen unb wünschte einen guten Verlaus des Tages. Nach einem Ehorlied, das ber

hicf.ge Gciangoerern unter ßeixuna von Meh­rer Simon vortrug, sprach der Präsident des feiernden Vereins, Johannes .Weil XVI. den Er- ichiencnen den Dank für ihr Kommen aus unb ließ das deutsche Vaterland hochleben. Die der Zeit angepaßte F e ft r e b e, die die Forderung der Vaterlandsliebe und Einigkeit betonte, hielt der Ortspfarrer. Frl. Hatharine 3 o x überreichte die von den Frauen unb 3ungfrauen der Gemeinde gestiftete Fahnenlchleife unb ließ ihre Worte in ein Hoch auf den »cicrnben Verein ousklingen. Der Bezirksoor fitzende der Hafsia. Tierarzt Walter aus Lich, br- gluclwünlchte im Namen des Kriegervereinsbezirks den 3ubclüerein und überbrachte auch die Wünsche des Präsidiums der Hafsia. 3m Anschluß an seine zur Daterlandslreuc mahnenden Worte nahm er bie Ehrung der 5 Veteranen und Sereinsgrünber vor unb 4ibergab den Mitgliedern, die 25 3ahre dem Verein angehörten, die ihnen verliehenen Abzeichen. Dann nahm das fröhliche Festtreiben auf dem schon gelegenen Festplatze, von gutem Weiter begünstigt, feinen Anfang. Außer den hiesigen vereinen, dem Gesangverein Harmonie, dem Sportverein und dem Radsahreroerefn nahmen am Feste teil die Kriegervereine von Steinbach, Saasen, Göbelnrod, Hattenrod, Harbach, Quecfborn, Lauter, Westerfeld, Röthges, Münster, Nonnenroth, Oberbessingcn, Nie derbcssingen, Lich, Bettenhausen, Muschenheim, Grünberger Dicking, Dillingen.

Kreis Friedberg.

Bad-Aauheim. 23. Mai. Der Der- band der Detriebskrankenkassen für Südwestdeutschlanb hielt hier unter dem Torfit) von Direktor Harth- Darmstadt im gro­ßen Speisesaal deS Kurhauses seine 12. ordent­liche Mitgliederversammlung ab. Don den 200 BetriebSlrankenkassen, privater oder staat­licher Struktur, die im Verbände zur Vertretung ihrer Interessen organisiert sind, waren 130 Mit­glieder anwesend. Aach der Eröffnung und Be­grüßung des Torfit)enben hieß, der Versamm­lung einen guten Verlauf wünschend, seitens der Regierung Herr v. Krug zu Aidda - Darm­stadt. der Präsident des OberversicherungsamteS, willkommen, während Bürgermeister Dr. Kay- s e r den Gästen den Gruß der Stadt Bad» Aauheim entbot. Außer der geschäftlichen Be­richterstattung begegneten zwei aufklärende Tor- träge sehr großem 3ntcreffe. Der hiesige Fach­arzt für Lichtbehandlung Dr. Dahlfeld sprach über die Lichtbehandlimg und gab damit den Anwesenden sehr anregende Belehrung. Dr. Aottebaum - Frankfurt a. M. referierte über die wirtschaftliche Derschreibeweise und deren Prü­fung. 3n den Vorstand wurden nach seitherigem Brauch 8 Vertreter der Arbeitgeber (dar­unter BergwerkSdirektor HaasterS von der Betriebskrankenkasse der Firma DuderuSsche Eisenwerke. Wehlar). 8 Vertreter der Kassen­mitglieder. 8 Vertreter der Geschäftsführer (Darunter Amtmann Loehr von der Detriebs- lrankenkasse der Reichsbahn. Frankfurt a. M.) gewählt. Das Amt deS Derbandsvorsihenden wurde auf weitere drei Jahre einstimmig wieder Direktor Harth von der staatlichen Detriebs- krankenkasse des Volks st aateS Hessen übertragen. Zu seinem Stellvertreter ernannte man Dr. Stein von der Betriebskrankenkasse der Firma Farbwerke A.-G.. Höchst a. TI. Sih der Geschäftsstelle des Verbandes bleibt Worms. .Unter Führung von Derwaltungsoberinspeltor Faust von der Bade- und Kurverwaltung, der sich um die Vorbereitung und Durchführung der Tagung sehr verdient gemacht hat, lernten die Gäste das Bad und seine Umgebung kennen, sf. A s s e n h e i m , 23. Mai. Wenn eS auch in weiten Kreisen schon bekannt war. daß in dem hiesigen, dem Grasen von DolmS- Rödelheim gehörigen Schlosse große und wichtige Bestände von Altertümern, Kunstgegenständen, naturtoiff en- schas tlichen Sammlungen, Büchern und Urkunden vorhanden waren, so hatten doch wohl die wenigsten eine Ahnung von der Reichhaltigkeit und dem Werte dieser Samm­lungen. Man kann dem jetzigen Besitzer, den Grasen von Solms-Rödelheim, nur dankbar da­für sein, daß er diese Schätze jetzt auch der Allgemeinheit zugänglich macht. Der unermüdlichen Tätigkeit des Leiters des Fried­berger Museums, Professor Dr. Blecher, ist es mit Hilfe von erprobten Mitarbeitern, unter denen wir nur Fräulein Stange, den Prin­zen Wilhelm Carl von Ofenburg, Privatdvzenten Stoltenberg. Attbürger- meister Maul. Ossenheim. Herrn Müller- Hickler und Kastellan Weinbrenner nen­nen. nunmehr gelungen, die außerordentlich um­fangreichen Sammlungen zu ordnen: dieselben sind nun jede Woche. Sonntags von 11 bis 12 und Mittwochs von 3 bis 6 Uhr. unentgelt­lich geöffnet, nach vorheriger Anmeldung auch außerhalb dieser Zeit gegen eine kleine Ver­gütung. Die Sammlung setzt sich zusammen aus Museum. Waffen- und naturwissenschaftlicher Sammlung: das Museum enthält hauptsächlich Funde aus vorgeschichtlicher und römischer Zeit, fränkische und mittelalterliche Werkzeuge und eine reichhaltige Siegelsammlung auö bet Zeit Karls deS Großen bis zur Aeuzeit, sowie Urkunden auS dem 13. bis 18. Jahrhundert. Richt minöer reichhaltig ist die Wafsensammlung. die Ritter­rüstungen. mittelalterliche und neuzeitliche Waf­fen enthält, ebenso die naturwissenschaftliche Sammlung, die Gesteine. Tcrftcinerungen und eine reiche Sammlung von Tierschädeln zeigt.

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M. Aus dem Kreis Tübingen. 23. Mai. Infolge der günstigen Witterung trat plötzlich und an manchen Stellen in ungeheurer Menge ein bisher nur vereinzelt beobachteter Schädling, die Taupe 2 c* T i n g c l f p i n « ners. auf Die sorrst in größerer Zahl auf- trelenden Raupen des Golbasters und Baun: weißlinas. die den TDintci über in deutlich sicht­baren Raupennestern verleben, können ourch ihr Erscheinen nicht so überraschen wie die aus einer förmlichen und nicht leicht wahrzunehinen- den Eier-Ringburg plötzlich hervortretenden Raupen deS Ringelsvinners. Es sind vorwiegend Apfelbäume, die sie sich zu ihrem Fraß auser­koren haben. Die wegen ihrer Buntstreifigkeit .Livreeraupen" genannten Schädlinge leben in der Regel bis zur letzten Häutung gesellig, und zwar oft freundschaftlich mit den Raupen des Goldafters zusammen in einem derben Gespinst, vorzugsweise in den Astgabeln: sie heißen des­halb auch ^Gabelraupen". Dieses Gespinst wird von den Raupen bald verlassen, um sich eben­falls in den Astgabeln in großen. Bienen­schwärmen nicht unähnlichen Klumpen zusammen­zuhocken. Dort sitzen sie besonders in den Morgenstunden, sich auf- und niederbiegend, in den ihnen wohltuenden Sonnenstrahlen, vor oder nach größerem Fraß. 3n diesem ®nt- wicklungSstadium sind die Ringellpinner- ober Livree-, oder Gabelraupen in diesen Tagen in vielen Obstplantagen zu finden. 3m Lause der nächsten Woche werden die Raupen dieses gesellige Zusammenleben aufgeben, um sich in den Baum­kronen durch weiteren Fraß einzeln gütlich zu tun. Die Zeit, in der die Beseitigung der Raupen möglich ist, währt also nicht lange. Die Ver­puppung erfolgt auch sehr bald in zusammen­gesponnenen Blättern, und schon nach 3 Wochen erscheinen die Falter, die je 300 bis 400 (Sier ringweise um dünne Zweige legen. 3n dieser Form überwintern bie Schädlinge Gegen die in ausgewachsenem Zustande in den Baumkronen lebenden Raupen, oder gegen die Falter, oder die Eiringe mit Erfolg vorgehen zu wollen, ist ein müßigeS Beginnen. Eine gründliche und einfache Vertilgung ist deshalb nur jetzt möglich, durch Abbrennen der Raupen- klumpen mittels Raupenfackel, oder Zer- drückenmit einem flachen Stab oder mit einem Luchlappen. Alle Obstzüchter sollten im eigensten Interesse ihre Obstanlagen durchsehen und unverzüglich zur Vertilgung der Schädlinge schreiten.

ZL Aulen -Diebach, 25. Mai. Ein von hier gebürtiges 16jährigeSMädchen wurde abends um 10 Ahr am Bahnübergang nach Rohr­bach von einem Radfahrer angebalten, ihm Ge walt angetan und die Taschen noch Geld burdy- sucht. Die Gendarmerie nahm sich des Falles tatkräftig an, bis jetzt jedoch ohne Erfolg

Kreis Schotten.

§ Alrichstein, 24. Mai. Am Freitagnach­mittag überflog ein Flugzeug in geringer Höhe unser Städtchen und entschwand bald in östlicher Richtung.

Kreis Alsfeld

CD Kirtorf, 23. Mai. 3n dem benachbarten Dorfe Heimertshausen machte heute früh ein etwa 60 Fahre alter verwitweter Einwohner durch einige Halseinschnitte mit dem Rasiermesser seinem Leben ein Ende. Der alte Mann sollte krank­heitshalber in ein Krankenhaus verbracht werden. Diese Tatsache ist ihm, da andere Gründe nicht vor- liegen, offenbar so sehr zu Herzen gegangen, daß er sich zu der tragischen Tat entschloß.

Kreis Wetzlar.

r. Lützellinden, 24. Mai. Heute fand hier ein Deutscher Tag statt, an dem die neue Bru­derschaft des Zungdeutschen Ordens in Lützellinden ihre Bannerweihe hielt. Am Morgen fand ein Feldgottesdienst statt, bei dem Pfarrer Helm über das Wort redete, daß nur einer unser Meister fei, nämlich Christus, der unser Füh­rer unb Wegweiser fein müsse. Mittags gegen 3 Uhr stellten fid) die einzelnen Bruderschaften zu dem Festzuge aus, der von zwei Musikkapellen be­gleitet wurde. An dem Kriegerdenkmal hielt der Zug an, umgeben von der Gemeinde und vielen aus­wärtigen Gästen. Komtur Kauer begrüßte die Bruderschaft Lützellinden und beglückwünschte sie zu dem Opfermut, den sie geleistet zum Zustandebrin- gen dieses Tages und daß sie den Geist der Vor­fahren aufrecht erhalle. Die Bruderschaft fei ge­gründet, um die Meinungsverschiedenheiten zu über­brücken, daß alle ein Voll von Brüdern seien: das Kreuz auf dem Banner fei das Zeichen, daß wir im Geiste Christi wandeln wollen, und diesen christ- lichen Glauben bekennen. Ueber allen stehe der heilige Gott. Er gedachte der heldenmütigen Taten der Toten. Oberst v. Nostiz begrüßte die junge Bruderschaft, die beweise, daß es noch Männer mit Mannesmut gebe, die an Deutschlands Größe glauben. Wenn wir von Deutschlands Größe sprä­chen, dürften wir niemals die -taten der Helden vergeßen, die 1870/71 Deutschlands Gröhe herbei­führen halfen und im letzten Kriege ihr Herzblut

opferten jur bas Vaterland. 51 ut biefe ')elben dürs­ten wir stot, sein. Das beste Denkmal sei baefenige. das wir in seren r>cryn aufrichteten. Sie hätten alles bingegeoci nichts fei erhabener, als sein Leben hinzug^en für bie Bruder Die Gefallenen seien Vorbilder ? ,c Kapelle ipiclle hieraus ,3ch hall' einen, Kameraden", motze, alle entblößten Haupte» ber Toten gedachten. Verlange Festzug bewegte sich hierauf zum Festplatz auf der Habe cor dem Dorfe, fiomiu, Kauci wies nochmals auf bic Bedeutung des Zusammenschluß'- echter deutscher Männer bin. Er mahnte .;r Cini . und Treue. Der Deutsche Tag in Lützellinden icigc, baß c.- hier viel Deutsche cabi bic ihr Vaterlnnb lieben. Ein einig Volk werde i-iebcr z ehren kommen. Pfarrer Schmidt hielt hieraus ti-- .'tzeiherebe die den Mittelpunkt des Festes bildete, t i sprach über bic Bebrütung de > Banners, das : rpsiichte und binde. 3n Liebe und Treue fei »um Banner zu halten, das allen ernste Pslichlen auferlege und einen guten Willen fordere. Hierauf yeschah bic Entfaltung bes neuen Banners unb der schwur der Ordensbruder au» Lützellinden: Wr wollen fein em einig Volk von Brüdern". Hochmeister Artur Mabraun aus Berlin er­innerte an den Heldentod Schlagetens, dem deutschen Mann, dem man c n Denkmal fetzen werbe, bamii '' inb unb Stmber-'mber seiner gedenken machten. Ein Volt könne nicht leben, bas nicht für fein Vaterland eintrete. Einigkeit allein mache stark. Wir müßten einsehen lernen, daß Zwist unb Hader un tereinanber nur den Feinden diene. 3cber Stand möge feine eigenen Interessen haben aber für den Wohlstand des Volkes müßten alle zusantmenstehen. 3cbcr Deutsche müsse ein Mann voll Charakter und edlen Sinnes fein Die Not fei groß, die 7 3ahre Nachkriegszeit hätten den Nest des Wohlstandes zunichte gemacht, Bestechlichkeit und Unehrlichkeit hälfen «ugenommen. Parteihaber fei ein Uebcl im Volke unb müsse sckwinben. Er ermahnte, ein Herz voll Liebe zum Volke zu haben. Alle deutschen Brüder ohne Unterschied bes Standes müßten zu- fammenfichcn, dann gehe das Vaterland einer bes­seren Zukunst entgegen. Herr Kauer hob her­vor, daß der Tag seinen Höhepunkt erlebt habe unb sprach dem Hoäpneister ben Dank aller aus. Cs erfolate nun an dem Kriegerdenkmal ein Vorbei marsch vor dem Großmeister. Die offizielle Feier war hiermit beendigt

Hcffcn-Aasfau.

r Waldgirmes, 24 Mai. Der bieftge Arbeitergesangverein Dolkschoi" früherGermania" der auf ein 20jähriges Bestehen ;urüdb(idt, hielt beute ein großes Sängersest, verbunden mit Fahnenweihe, unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft und auswärtiger Gäsi' ab. In den festlich mit Tannengrün und Girlanden geschmückten Ort zo­gen 14 auswärtige befreundete Gesangvereine ein. um das Fest zu verschönern. Auch ber an­dere Gesangverein von hier nahm an der Feier teil. Die Fahnenweihe fand in dem ©arten des Gasthauses Weimer statt. Die noi getragenen Chöre sanden Beifall. Besonders gefiel Der von dem Dirigenten Drautb dirigierte Masfen- chor bestehend auS 6 Vereinen der das wundervolle Lied zum Vortrag brachte: ..Empor 8um Licht" Das Fest wird allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben.

Turnen, Sport und Spiel.

Frankfurt Argentinien.

Frankfurt a. M.. 2-1. Mai. (Wolff.- Das heute im Frankfurter Stadion ftattgefunbenc Fuß- balltocitfpiel zr--: scheu einer kombinierten Frankfurter Siubtemannschaft unb der Meistermannschaft von Argentinien, Boco 3uniors", Buenos Aires, enbete mit einem knappen Siege ber Argentinier von 2:0. Dem fpannenben Kampfe wohnten ihre 30 000 Zu- schauer bei.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Redaktion.)

h. B. in R. Die Unterschriften dritter Personen können von ber Bezirkssparkasfe nicht beglaubigt werben. Diese Beglaubigung kann nur burch bas Ortsgericht, ben Gerichtsschreibor, ben Notar ober bas Amtsgericht erfolgen.

2TI. in S. Das stunbigungsverhältnio regelt sich nach ben Vorschriften bes Bürgerlichen Gesetzbuches. Bei vereinbarter monatlicher Gehaltszahlung ist bei­derseits monatliche Kündigung möglich. Die Kündi­gung muß jeweils bis zum 15. des Monats aus­gesprochen werden.

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