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vnb rooenen tyn zwangen, etnaufltigei, Dlüs- Vcherweise tarn zur rechten Zeit ein Förster hinzu und verhinderte die Entführung. Man Der» mutet, daß es sich um Werber für die Fremdenlegion gehandelt habe

Ärcie Lauterbach.

hml Lauterbach. 24 März Ein zahl­reiches Trauergefvlge gÄlertete am Montagmittag den hiesigen Lehrer Heinrich 2t i n n er zu seiner letzten Ruhestätte. Mit ihm ist ein Mann dahingeoangen, der alS Menlch und Lehrer sich der Liebe und Wertschätzung seiner vielen ehe­maligen Schäler, sowie der ganzen Bürgerschaft in höchstem Maste erneute Sein biederer, ehren­hafter Tharakt er. seine außerordentliche Tüchtig­keit alS Erzieher der Jugend hat ihn in den 43 Jahren seiner reich gesegneten Wirksamkeit an der ihiesigen Stadtschule die Liebe und Freund, schäft vieler gewinnen lassen. Das kam so recht bei der Kunde von feinem Hinschriden rrnd bei seiner Beerdigung zum Ausdruck. Sein Tod be­deutet für unsere Stadt, für Stiele uich Kirche einen großen Verlust An feinem Grade entwarf Stadtpfarrer Schlösser ein Lebensbild des Dahingeschiedenen alS eines frommen und ge- rreuen HauSvaterS und LehrerS, eine» ManneS, der über 26 Jahre als Organist und Kantor feine reichen Gaben in den Dienst feiner Kirche gestellt hatte Wie er ein hervorragender Meister tn der schule war, so war er eS auch auf feiner Orgel und im Gesangsunterricht feiner Thorschule Mit herzlichen Worten der Anerkennung der treuen und ersprießlichen Arbeit deS von feinen Kollegen hochgeschätzten ManneS legte Rektor Holler im Rainen des Lehrerkollegiums der Stadtschule einen Strang am Grabe nieder Lehrer Mink- Blitzenrod rief für den Bezirkslehrerverein dem Heimgegangenen Freunde einen herzlichen Ab- .schiedsgruh nach. Den Dank und die Anerkennung SeS Stadt- und Schulvorstandes sprach Dürger- mciflcr Walz aus Was der Entschlafene der chiesigen Kirchengemeinde als Organist und Kan­tor war und wie viel der Kirchenvorstand mit Lehrer Rinner verlöret! hat, brachte Dekan M ü (- f e r mit herzlichen DankeSwor ten zum Ausdruck. Dem Freunde und Berater des Kirchengesang­vereins legte Professor Bentz einen Kranz aufs «Grab Auch ehemalige sowie die letzten Schüler brachten ihrem verehrten Lehrer ihren Dank und TMumen zum Grabe Das Gedächtnis des ver­dienten ManneS wird weiter leben.

Starkenburg «uv Rheinhessen.

Darmstadt, 24. März. (TDilff.) Auf An­legung deS Hessischen Automobilklubs wurde in Darmstadt eine DerkehrSw ach t für Hcs - s c n gegründet, um die Schwierigkeiten der Q3et- kehrsregelung. besonders mit Kraftsahrzeugen, in den Städten und an der Bergstraße durch Selbst­zucht und Selbstschutz beseitigen zu helfen.

" Darmstadt, 24. März. Die Unter­schlagungen deS sozialdemokratischen Stadt­verordneten Hille, der als Oberinspektor bei der Stadt beschäftigt war. scheinen sehr erheblich zu fein. Die Feststellung dco unterschlagenen Be­trages ist außerordentlich schwierig, es handelt sich im wesentlichen um Beträge, die für die städtische Getränke st euer entrichtet wur­den. Auster Hille kommen noch andere Personen in Betracht. Runmehr hat die Staatsanwaltschaft alle Personen. die feit 1923 Getränkesteuer zu entrichten hatten, ausgefordert, die in ihrem Be­sitz befindlichen Belege vorzulegen. Vielleicht ge­lingt es auf diese Weise, den Umfang der Unter­schlagung einigermaßen zu ermitteln. Da es bi« jetzt noch nicht gelungen ist, den Tätern deS GinbruchSdlebstahls im Stadthaus in - der Rächt zum 26. Februar auf die Spur zu kommen, hat die Stadtverwaltung eine Be­lohnung von 1 000 Mark für die Er­mittelung der Täter ausgesetzt. Diefen find un­gefähr 9000 Mark in die Hände gefallen.

Amorbach, 24. März. (Wolfs.) Der Pro­kurist Josef Straust auS Frankfurt a. M. wurde vor 2 Jahren in Hannover ermordet. Der eine Täter, ein Kaufmann Dräy, wurde ermittelt, und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Jetzt wurde auch der zweite Mörder. In Gestalt Des Drogisten B ä h r e, auf dem Reidhof bei Amorbach, wo er sich als Knecht verdingt hatte, tc ft genommen.

Hessen-Nanau.

fpd. Frankfurt a. W., 24. März. Hier bimmelt cs augenblicklich von Schwindlern. So tritt ein falscher Gerlchtsvoll- tzieher auf, der unter Vorlage angeblich amt­licher Schriftstücke sich vorwiegend bei Geschäfts­leuten einen ..Kostenvorschuß" auf eine angeb­liche Streitsache geben läßt. Dann macht ein falscher Steuerbeamter die Stadt un­sicher, der mit felbstauSgefülltcn Dlankoformu- laren angeblich rückständige evangelische Kirchen­steuern cinzutreiben versucht. Beide Betrüger haben leider vielfach Glück, besonders bei den Frauen. Die Kriminalpolizei verhaftete in dem Arbeiter Reinhold Roll einen unge- wöhnlich vielseitigen Verbrecher, der durch zahllose Tricks seine Mitmenschen ums Eigentum zu bringen verstand. Als Bettler suchte er Herrschaften in allen Stadtteilen auf und kundschaftete bei dieser Gelegenheit Diebstahls» Möglichkeiten aus, nahm aber, wenn sich die Gelegenheit dazu bot, gleich auch die erreich­baren Kleider von den Flurgarderoben mit. Dann brach er einige Rächte später in die Wohnung ein. So hat er in vielen Fällen mit großem Erfolg gearbeitet, bis er jetzt abgefaßt wurde. In seiner Wohnung sand man ein bedeutende- Lager von Kleidern, Stiefeln, Uhren, Wäsche, Zigarren und vielen anderen Sachen.

Frankfurt a. M. 24. März. (Wolff.) Die Arbeitnehmer in den Lederfabriken in der Umgebung von Frankfurt a. M haben, nach- '»em Verhandlungen über Lohnerhöhung zwischen den Organisationen und vor dem Schlichtungs­ausschuß resultallos verlaufen sind, ihre Arbeit in den einzelnen Betrieben aufgekündigt. Diesem Vorgehen haben sich auch die in den Lederfabriken beschäftigten Maschinisten und Hei­zer angefchlosfen. Rotstandsarbeiten zu verrichten, hat die Arbeiterschaft abgelehnt. Durch die Re­gierung Wiesbaden wurde daher der Techni­schen Rothilfe die Genehmigung zum Ein­sätze erteilt.

Kleine Strafkammer Gießen.

* Diesten, 20. März. Die Ehefrau P. au- Frankfurt a. M. und ihr Vater Heinrich D auS Rohrbach hatten im Rovember 1923 ohne behörd- liche Erlaubnis einen geschlachteten Hammel nach Frankfurt ausgeführt bzw. ausführen helfen. Sie Waren deshalb vom Schöffengericht wegen Der- gehens gegen die Verordnung über HandelS-

befchränrungen sowie wegen Uedertretung gegen daS Flelfchbe^chaugesey zu Geldstrafen ver­urteilt worden. Ihre Berufung hiergegen wurde verworfen: das Gericht maß ihrer Behauptung, sie hätten das Fleisch für eigene Zwecke verwenden wollen, lehren Glauben bet

Dem HandelSmann H tn Ortenberg war jur Last gelegt, Vieh in Frankfurt eingeführt Sv haben, ohne dieses in das Straßensteuerheft einzutragen (§ 32 ilmfaQftcucrgefeß * DaS Schöf­fengericht sprach ihn mangels Beweises frei und legte die gesamten Kosten, auch diejenigen der Verteidigung, der Reichskassc auf Gegen die Belastung der ReichSkasfc mit den Kosten der Verteidigung richtete sich die Berufung der Staatsanwaltschaft. Sie war teilweise von Er­folg, da bei den rein tatsächlichen Verhältnissen, die Zuziehung eines Verteidigers als notwendig nicht anerkannt wurde.

Wirtschast.

' Der deutsche Erzbergbau im Fe­bruar. Bei den Siegerländer Gruben trat in Förderung und Absatz gegenüber dem Vormonat keine Veränderung ein. Dagegen haben die Selbstkosten in letzter Zeit eine neue Steigerung erfahren, so daß auch eine Ausbesserung der Eifensteinpreife nahelag. Trotzdem bleiben die im Februar geltenden Preise auch für März unver­ändert bestehen, da die Gruben ihren vollen Absatz behalten wollen. Die kleine Dersandbele- bung, welche sich Im Lahn- und Dillgebiet und Oberhessen auf dem Gisenerzmarkt im Vormonat bemerkbar gemacht hatte, hielt auch im Februar an, ohne daß es indessen den Betrieben möglich gewesen wäre, wirtschaftlicher zu arbeiten. Die erzielbaren Preise decken noch immer nicht die Selbstkosten, und sie werden fic fo lange nicht decken, bis die Reichsbahn durch eine ent» sprechende Senkung der Frachtsätze einen erfolg­reichen Wettbewerb mit den ausländischen Erzen ermöglicht. Die Löhne haben den Stand der Vorkriegszeit um etwa 5 bis 10 Prozent über­schritten, auch hie Materialpreise, besonders für Sprengstoffe, Fette und Holz find für die finan­zielle Tragfähigkeit der Grubenbetriebe noch viel zu hoch.

D i e Reichsbank schüttet 10 Pro­zent Dividende für 1 9 2 4 aus. Der Ab­schluß für 1924 zeigt ein sehr günstiges Ergeb­nis: der Rohgewinn beziffert sich auf 307 073 350 Rm., von dem die Ausgaben mit 184 559 160 Rm. in Abzug zu bringen sind, fo daß ein Rein­gewinn von 122 514 191 Rm. sich ergibt Davon werden dec gefehlichen Rücklage 24 502 838 Rm. überwiesen, 55 608 515 Rm. erhält das Reich, die dem Rentenmark-Tilgungsbestand zufließen. Den Anteilseignern stehen 42 402 838 Rm. zu, sie er­halten 10 Prozent Dividende auf das eingezahlte Aktienkapital von 90 Mill. Rm. 9 Mill. Rm. Der Rest wird der Sonderrücklage für künftige Dividendenzahlung zugeführt. Reichsbankpräii- dent Dr. Schacht begründete diese große Rück­stellung damit, daß die Reichsbank hoffe, den Diskontsatz in der Zukunft wesentlich ermäßigen zu können, wodurch die Gewinne naturgemäß ungünstig beeinflußt werden. Zur Bilanz führte der Reichsbankpräsident aus, daß sich das Kapi­tal im laufenden Jahre um 32 783 000 Rm. er­höht habe. 2n der Bilanz werden ausgewiesen an Guthaben an ausländischer Währung, Bestand an ausländischen Roten, Auslandwechseln und Schecks 1,306 Milliarden Rm., an eigenen Wert­papieren mit 172 Mill. Rm. Unter den Ver­mögenswerten werden Ansprüche aus gewalt­samer Fortnahme durch Ruhrbefehung und Se­paratisten mit 1,784 Mill. Rm. aufgeführt: Ge­bäude und Grundstücke mit 30 Mill. Rm.: For­derungen aus der Auseinandersetzung mit dem Reiche mit 143,7 Mill. Rm. Die Verpflichtungen beziffern sich insgesamt auf 1,511 Milliarden Rm. Abschluß und Bilanz wurden genehmigt, ebenso die vorgeschlagene Ausschüttung einer Di­vidende von 10 Prozent. Aus dem Geschäfts­bericht ergibt sich, daß die Gefamtumfähe 526 Milliarden betrugen, davon 223 Milliarden bei der Reichshauptbank. Der Goldbestand stieg auf 760 Mill. Ende 1924. Der Personalbestand der Reichsbank ging von 22 909 Ende 1923 auf 14 635 Ende 1924 zurück.

spd. Mitteldeutsche Ereditbank, Frankfurt a. M. Die ordentliche General­versammlung, in der 34 Aktionäre 16 155 620 R.-M. Stamm- und 20 030 R -M Vorzugsaktien vertraten, genehmigte den Geschäftsbericht für 1924 und setzte die Dividende auf 8 v. H. fest. Ein Aktionär regte an. bei der Gewinn- und Der- lustrechnung das Unkostenkonto genau zu spezifi­zieren. Ein Antrag, der völlig erschöpften Wohl- fahrtskaffe aus dem Reingewinn 40 030 R.-M. zuzuweifen, wurde von der Verwaltung mit der Begründung abgelehnt, daß die Verhältnisse das zur Zeit nicht gestattetem Für Unterstützungen und Pensionen feien jedoch zu Lasten dos Un­loft enfonto« Summen auegegeben worden, die f.?br erheblich größer feien als die beantragten 40 000 Mark. Auch die Versammlung lehnte den Antrag ab. Die ausscheidenden AufsichtSratSmitglieder wurden wiedergewählt.

* Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M, 24. März An der Abendbörse. die weiter unter dem Zeichen großer GefchästSunlust stand, ließ sich die Stimmung etwas freundlicher an, indem das Angebot sich nicht mehr so scharf fortseyte. Die Kursänderun­gen waren minimal, teilweise um ein Geringes erholt, ' es erfolgten aber auch neue Abbröcke­lungen, so daß die Stimmung als nicht einheitlich anzusprechen ist. In Anleihen wurde dagegen weiter realisiert. Im freien Verkehr schlossen 3pioz. Reichsanleihen zu 0,677' .. Der Bank­aktienmarkt zeigte gehaltene Kurse. Die Börse schloß gefchättslos bei wenig veränderten Kur­sen. Bankaktien: Berliner Handelsges llschast 157, Commerzbank 108,25, Darmstädter Bank 137.50, Deutsche Dank 134. Disiontogessllfchaft 125,37, Dresdner Dank 114,53, Metallbant 117,50, Mittel­deutsche Kieditbank 106.75. Reichsbank 150. Oester- reichische Kreditaktien 9,10. Montanaktien. Deutsch-Luxemburg 72,50, Gellenkirchen 81. Har- Pener 138,50, Mansfclder 425, Oberbedarf 10,62, Otavi-Minen 28, Tellus 3.50, Kali Aschersleben 17.50. Kali Westeregeln 22. Chemische Aktien: Badische Antlin 145,37, Scheideanstalt 141. Elber­felder Farben 27,37. Th. Goldschmidt 112.50, Höchster Farben 27,50, Holzverkohlung 8. Rüt- gerSwerke 16. Sleitroaktien: AEG. 11,43, Licht und Kraft 6,80, Lahmeyer 80. Transportwerte: Rordd. Lloyd 3,75, Schantungbahn 4. Sonstige Jndustrieattien: Kleyer 3.62, Dyckerhoff 4,60, Holzmann 5,75, Gebi Junghans 12. Karstadt 4,60, Kemp-Stettin 0,52, Rheinisches Metall 67,62, Wayß und Freytag 3,475, Offsteinzucker 3,55.

Börsenkurse.

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Banknoten.

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Miitcldcutiche Lredilbank . CefteiTei(f)tfd)e Crebitanftalt. Wcstdauk...........

Bochumer Satz ....... Buder S........

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staliwerkc Aschersleben. . . . Äoiirocrf Westeregeln Itourabuttc...........

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TelluS Bcrabau Hamdurg-?lmcrika Paket. . . Rorddeulscher "lovd.....

Lheramische Werke Albin . . ^iemtulmcrk Heidelberg . , . Vi-ilipv Holjinonn......

Analo Tont -Guano.....

Badische Anilin........

komische Mayer Slavin . . Molblrt mtbt (V-ried.eimer Electron .... Höchster lyarbroerte 6oUDcrlot)(ung........

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91Hg- Elektrijiläir.Sesellschaft Bcrflmaim...........

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Siemens L Halske

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Motorenwerke Mannheim . Rianffurt.r Armaturen . .. uoiiservcnfabrik Braun . . . Mckallnesell chast Frankfurt. Pcl Union A -G..... .

Schub'abrtt Herz Sichel..............

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Huderfabdf Frankenthal . . Zuckerfabrik Waol-auiel - . .

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

(^n Billionett'Mark auSaedrückt- BuenoL-Airet, London, Neu»

Sork, x1auan, Rio d.- Janeiro für eine Elubeii. Wien and lodavcs» für 100000 Einheiten, alle» übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

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Datum:

21.3. 24 3.

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Holländische Noten......

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Norwegische Noten......

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Deutsch ^esterr ,Atoo Jkonee

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5,77

5,79

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 24. März. Die Börse bot heute im allgemeinen das gewohnte Bild. ES herrschte große Geschäftslosigkeit an den Aktienmärkten, dagegen war die besondere Aufmerksamkeit der Spekulation auf Anleihen gerichtet. Die Tendenz war bei Beginn des Verkehrs auf der ganzen Linie schwach, da die Spekulation mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ultimo keinerlei Unter­nehmungslust aufbrachte und das Publikum mit Abgaben hervortrat. Wenn auch die Abgaben auf allen Gebieten gering waren, so vermochten sie doch bei der nicht vorhandenen Aufnahme­fähigkeit des Marktes allgemein Kursverluste ausxulöfen. Man besprach dabei an der Börse vor allem die Erscheinungen auf den zur Zeit stattfindenden Messen. Da allgemein über schichte Geschäfte geklagt wird, schließ man daraus, baß die Lage in den meisten Industrie- und Gcwsrbe- zwcigen sehr ruhig ist, daneben wurde bekannt, daß im Kohlenbergbau tneitere Feierschichten ein­gelegt worden sind. Gut gehalten waren bei Be­ginn des heutigen Verkehrs lediglich Vor­kriegspfandbriefe. in denen rege Umsätze fiattfanben Von Kolonialpapieren be­haupteten Diamant ißren Kurs von 22*/«. weil angeblich eine größere Rückzahlungsverpftichtung der Gesellschaft über 8proz. Fonds auf 10 Jahre prolongiert fein soll. Der Geldmarkt behielt fein fluffige» Aussehen bei. Es scheint, als wenn die Disponierungen der Danken für den Ultimo inzwischen als unnötig erkannt tourben, so daß b?r Geldmarkt auch trotz deS nunmehr heran­nahenden Quartalswechsels kurzfristige Gelber reichlich zur Verfügung hat. Insbesondere soll die Seehandlung zur Zeit sehr kritisch sein. Man horte Tagesgeld mit Z biä 9 Proz., Monats- geld 10 bis 12 Proz. Privatdiskont 8 Proz. Der internationale Dedisenverkehr lag

allgemein ML Auszahlung uontxm gegen Kadek Paris wurde vormittags mit 91,75 genannt, das bedeutet gegenüber den Vortagen eine leichte Be feftigung des französischen Franken

Frankfurter Häuteversteigeruugen.

fpd. Frankfurt a. M. 24. Marz. Heute nachmittag begannen die Versteigerungen vor rund 7000 Großviehhäuten, 9300 Kalbsellen. 330< Hammelsellcn. Der Bc'uch von Käu'eru war fehl gut. Die Preise für Schasfelle stellten siw drei bis -ebn Prozent höher als im Dormonai. Kalbfell­erzielten eine Preissteigerung von fünf bis sechr Prozent leichste Rinderhäute erfuhren einen Preisaufschlag bis zu sechs Prozent gegen bk Äormonatsprefte.

Frankfurscr ®c!rc;ßeT)örfe.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".)

Frankfurt a. M. 24. März Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer. 19.50 bis 25, Rog­gen. inländischer 19.50 bis 23.25, öommergerft* für Brauzwccke 23 dis 30. Hafer, inländische. 17 bis 22.25. Mais (gclo) 20. Weizenmehl, in ländisches. Spezial 0. 39 dis 40.50, Roggenmeh 32.50 vis 34. Wei,zcnklcie 13 bis 13 25. Roggen lleie 14.25 bis 14.50 Tendenz: Stetig, für Roggen und Roggenmehi fester.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 24. März. Der Produnenmartt war fest, besonders für Roggen, spcite- wurde die Tendeirz wesentlich ruhiger 'Abfchwächend toiifte vielleicht das wanne Wetter. Gerste war ruhig. Hafer etwas vermehrte SrporlNachfrage, ebenso Roggenmehl gefragt Weizenmehl blieb ruhig. Es wurden notiert für je 1000 Kiko Weizen, mark. 248 bis 251. do. April 266. do Mai 273 bis 275, do Juli 270 bis 272, Tendenz fester, Roggen, mär! 230 bis 234, oo. Juli 238 bis 239, Tendenz fest Gerste, mark, 225' 246, Suttcrgerftc 205 bis 224, Tendenz behauptet, Hafer, märf. 183 vis 190, do, Juli 185, Ten den,; stetig. Mais, Mai 181 bis 181,50, do. Juli 176. Tendenz rußig, Raps 395, Tendenz stetig Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Kilo. Weizen mehl 32.75 bis 35,50, Tendenz fester, Roggen mehl 31,50 bis 33,75. Deizenlleie 13,80 bis II, Tendenz still, Roggenkleie 14,40 bis 14,50, Ten­denz fester, Diktorlaerbsen 22 bis 29, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 18 bis 19, Pe luschken 18 bis 19, Ackerbohnen 19 bis 20, Wickel. 18,50 bis 20, Lupinen, blakt 11 bis 12, do. gelb 13,50 bis 15,50, Veradella, neu 13 bis 15, Raps kuchen 15,30 bis 15,60, Leinkuchen 21.20 bis 21,70 Trockenschnitzel 9,80 bis 10, Torsmelasse 9 bk 9,10, Kartoffelflocken 18,90 bis 19,10

Ans dem Amtsverkinrdsattnasblatt.

' Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 24 vom 24. März enthält: Feldbereinigungen Allendorf a. d. Lda und Langd. Dienstnachrichten.

(In einem Teil der Auflage wiederholte

Neuwahl der

Hessischen Regierung.

Scharfe Opposition der Nechten gegek das Kabinett Ulrich.

Darmstadt, 24. März. (Eigen. Berichte Die heutige Landtagssitzung verlief ohne die Spannung, die im Januar vorigen Jahres ge herrscht hatte. Die Galerie war mäßig besuch! nur die reservierte Galerie wies fbarten Besuch auf. Der Platz des Abgeordneten l r i ch, bei fein 40jähriges parlamentarisches Jubiläum feierte, war mit Blumen geschmückt. Der Präsi­dent eröffnete die Sitzung um lOVt üßr und wies in seiner Ansprache auf das Jubiläum hin und erklärte, daß der Abgeordnete Ellrich der älteste Parlamentarier in Deutsch­land sei.

Zunächst werden kleine Anfragen erledigt, darunter eine Anfrage der Abg. Sri. Birn­baum über das hohe Schulgeld an den höheren Schulen. Ministerialdireftor Ur­ft ab t erwiderte, daß die Regierung wegen dei augenblicklichen finanziellen Lage den Schulen nicht helfen könne. Es fei eben noch tragbar.

Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung die Wahl des Staatspräsidenten.

Abg. Kaul (Sozi schlug den Abg. Ulrich vor, Abg. Dingeldey (D. Vp.) den Abg. v. Hel­mold (Hess. Bb.), die Abg Frau Roth den Abg. Dr. Greiner (Korn) als Kandidaten vor. Die Wahl erfolgte durch Stimmzettel. Es wurven 65 Zettel abgegeben, und zwar 39 für Ulrich, 20 für Helmold, 4 für Greiner und zwei Weiße

Staatspräsident U l r i ch ist damit wieder- gewählt.

Der neugewählte Staat .Präsident dankt in seiner Ansprache für die Wiederwahl und erklärt, von einer Regierungserklärung ad- sehen zu können, da die bestehende Regierung schon seit 6 Jahren ihres Amtes walle. Er be­lief Herrn von Brentano zu feinem Stell­vertreter und zum Minister des Innern, her Abgeordneten Henrich zum Finanzminister und Abg. Raab zum Wirtfchaftsminister. Das I u - st i zm i n i st e r i u m wird vom Innenminister verwaltet, bis ein Justizminister berufen wird Der höchste Justizbeamte hat beratend? Stimme im Kabinett erhalten. Die parlamentarische Ver­antwortung für das Landesbildungsamt hat der Staatsminister.

Abg. Dingeldch (D. Dp.) gab hieraus im Rainen der Rechtsparteien eine Längere Er­klärung ab, in der Sie Wieder kehr der Weimarer Koalition als Verhängnis voll bezeichnet wird, vor allem wegen der un­heilvollen Finanzpolitik, des Steuerdruckes und der Auswahl der Beamten nach parteipolitischen Gesichtspunkten Die drei Rechtsparteien würden mit allen verfassungsmäßigen Mitteln die Auflösung des Landtages und dic Erreichung von Reuwahlen betreiben. Sie verweigerten der Regierung das Ver­trauen und fagten ihr in fachlicher, aber entschlos­sener Opposition entschiedenen parla­mentarischen Kampf an.

In der Abstimmung wird die Zusammen­setzung des Ministeriums gegen die Stimmen der Rechtsparteien und der Kommunisten gebil­ligt_________________________________

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