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rlfch KU fördern und vor allem für die bühnenfchaffende Iugend den Weg zur Bühne »u bahnen. Alle drei Jahre sollen unter bc4 Bezeichnung „Bremer Schauspielpreis" im Wege des Wettbewerb- 5000 Mark für das echte deutsche Bühnenwerk ernster oder heiterer Art zur Ausgabe kommen, das erstemal spätestens am 1. Dezember. Eine gleichartige Preisstiftung wird vom Goethebund unter Mitwirkung des Bremer Stadtthea.ers und des Deutschen Musikverlages gep.ant, um durch Prämiierung einer deutschen Oper die musikdramatische Kunst der Gegenwart zu fördern. Die Verhandlungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen.
Eia Raubmörder verhaftet
Der Landarbeiter Arend war auf der Chaussee Jahnsselde—Müncheberg vom Rade geschos- sen und beraubt worden. Wie die „Voss. 3tg." aus Landsbcrg a. d. Warthe meldet, wurde im Zuge Berlin—Schneidemühl ein etwa 20jähriger Mann verhaftet, der unter dem Verdacht steht, den Raubmord begangen zu haben.
Berliner Familientragödie.
Der Kaufmann Keim und seine Frau wurden in ihrer Wohnung in Derlin-Friedenau mit V e - r o u a I und Morphium vergiftet.aufgefunden. Bei de mManne konnte man nur noch den Tod fef'i'rcUen, während die Frau, die das Gift von sich gegeben hatte, gerettet werden konnte. Das Motiv zu der Verzweiflungstat sind Nahrungs- | o r<j e n. — Gleichfalls in Friedenau wurde der Oberingenieur Heinrich Vogel im Badezimmer d!- r ch Gas vergiftet lot aufgefunden. Ob Selbstmord oder ein Unglücksfall oorliegt, konnte noch nicht festgeftellt werden.
Bestrafter Heilmittrlschwindler.
3m Herbst vorigen Jahres hatte der angebliche Aaturhellkund'.ge Karl Leopold in Würzburg und anderen unterfranlischen Orten einen Epilepsieheilmittels6>windel großen Stils in Szene gesetzt. Er stellte einen Saft her, dem er eine d'.e Epilepsie heilende Wirkung zuschrieb, gründete mit einigen Angeklagten, denen gegenüber er sich den Doktortitel zulegte, großspurig die „ Leopoldwerke", in denen Dos ..Mediphacnin" benannte Heilmittel her- gestellt wurde und verkaufte es dann an diejenigen, die nicht alle werden. 3n Prospekten unb Inseraten wurde das Präparat als patentiertes Heilmittel angepriesen. Das Amtsgericht verurteilte Leopold zu fünf Monaten Gefängnis: vier Mitanqellagte erhielten wegen vor» lbotenen Heilmittelhandels Geldstrafen von 50 bzw. 100 Ml
Schweres Linsturzunglück.
In Sersaze bei Catanzora (Italien) ist während der Nacht ein Gebäude zusammengestürzt. 70 Personen wurden unter den Trümmern bc- graben. Man hat bisher 10 Leichen und eine Menge von Schwerverletzten geborgen.
Brand in einem Krankenhaus.
In dem Tuberkulosenheim bei Genua, das 300 Kranke, darunter 250 Kinder, beherbergt, brach heute Feuer aus, dos rasch um sich griff. 40 Kinder, die in der chirurgischen Abteilung waren, konnten nur mit Mühe gerettet werden. Als das Dach und der Mittelbau einftürzten, waren alle Patienten bereits in Sicherheit.
Schwere Munitionsexplosion in Persien.
Nach Berichten aus Persien ereignete sich in Ahwaz eine Pulver- und Munitionsexplosion, roo- bc-i 70 persische Soldaten getötet mürben. Die Munition war während der Unruhen des letzten Sommers konfisziert worden und wurde g c- schrotet, als die Explosion erfolgte. Die direkte Ursache ist noch unbekannt.
Aus der provinzialhouptstadt.
Gießen, den 24. Aovember 1925.
Neue Bestimmungen für das Kaftsahrwesen.
Der Reichsrat hat einer Vorlage des Reichs- verkehrsministers zugestimmt, die den Polizeibehörden eine bessere Handhabe gibt, den B e l ä st i g u n - gen der Allgemeinheit durch Auspuffgase, Auspuffgeräusche'und Warnungszeichen der K r a f t- fahrzeuge entgegenzuwirken und den Verkehr mit Kleinkrafträdern schär- ferzu überwachen. 11. q. werden die Kraftfahr- zeugsührer dafür verantworllich gemacht, daß eine Belästigung von Personen durch Rauch oder üblen Geruch in keinem Falle eintritt.Die Anbringung von Auspuffklappen wird verboten. Vorhandene Aus« puffktappen muffen beseitigt werden. Klangfarbe und Klangstärke der Hupen müssen so beschaffen sein, daß im Gefahrbereich befindliche Personen gewarnt, im weiteren Umkreis befindliche Personen aber nickt belästigt werden. Die Benutzung der Hupe zur Abgabe von Rufzeichen wird verboten. Alle Kleinkrafträder müssen in Zukunft ein polizeiliches Kennzeichen haben. Daneben enthält die Vorlage eine Reihe von Vorschriften, die den Kraftfahrzeugverkehr erleichtern sollen. Dreiachsige Kraftwagen werden bis zu einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen zum Gemeingebrauch der Wege zugelassen, wenn sie Luftreifen haben und der Achsdruck bei keiner Achse 5 Tonnen übersteigt. Zwecks Schonung der Straßen wird für Vollgummireifen allgemein eine Mindest» ftärke vorgeschrieben. Für die Verwendung von Luftreifen und hochelastischen Vollgummireifen, die die Straßen weniger angreifen als Vollgummireifen, wird durch Zulassung einer höheren Fahrgeschwindigkeit für mit solchen Reifen ausgerüstete Fahr- zeuge ein Anreiz geboten. Die Vorschriften über Grenzen werden der neueren technischen Entwicklung angepaßt. Die Verwendung gelbroten Rücklichtes un Kraftfahrzeugen (Schlußlicht), gegen die im Hinblick aus die Gefahr der Verwechslung mit Eisenbahnsignalen bisher Bedenken bestanden, wird zu- gelasfen. Um die Einbürgerung von Zugmaschinen, namentlich in landwirtschaftlichen Betrieben, zu fördern, werden die Führer von Zugmaschinen bis zu einem Eigengewicht von 3,5 Tonnen und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 15 Km. in der Stunde von dem Führerscheinzwang befreit
Gictzenrr Wschenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt per Pfund: Butter 2 biS 2.30 Mk., Matte 40 Pf., Käse 75 Pf., Wirsing 10 bis 15 Pf., Weißkraut 8 bis 10 Pf.. Rotkraut 15 Pf., Gelberüben 15 Pf-, Roterüben 15 Pf., Spinat 40 Pf., Anker-Kohlrabi 8 Pf.. Grünkohl 20 b.s 25 'Pf.. Rosenkohl 40 bis 50 Pf., Feldsalat 1 Wk., Tomaten 1.20 Mk.. Zwiebeln 12 Pf.. Meerrettich 40 bis 80 Pf.. Schwarzwurzeln 50 Pf., Kartoffeln 3 bis 4 Pf., Aepfel 15 bis 18 Pf., Dirnen 30 Pf., junge Hahnen 1.20 Mk., Suppenhühner 1.20 Mk.. Gänse 1 bis 1.20 Mk., Müsse 60 bis 90 Pf., per Stück Eier 18 bis
19 Ps., Blumenkohl uO bu> iöO y,.. 15 Pf., Endivien 10 bis 20 Pf., Ober-Kohlrabi 10 Pf., Lauch 5 bis 10 Pf.. Rettich 20 bi- 25 Ps., Sellerie 20 bis 50 Pf.
Bornotizen
— TageSkalender für Dienstag. Sladttheater: 7>'< iUjr .Der fidele Dauer" (Ende 10 Hhr). — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Prater".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es sei auch an dieser Stelle darauf aufmerlsam gemacht, daß die morgige Aufführung von Romain Rollands Schauspiel „Spiel von Tod und Liebe" die letzte des spannenden Werkes ist.
— Oberhessischer Geschichtsverein. Man schreibt uns: Der auf dem Gebiete der hessischen Geschichte rühmlichst bekannte Direktor des Marburger Staats-Archivs, Geheimrat K ü ch, wird am nächsten Donnerstag im Hörsaal des Physikalischen Instituts über „Mittelalterliche Siegel als geschichtliche Quelle" sprechen. Wir weisen unsere Mitglieder und alle Freunde der Heimatgeschichte auf diesen vielversprechenden Vortrag bin, der durch die Vorführung von Lichtbildern besonders anschaulich zu werden verspricht. (Siehe gestrige Anzeige.^
— Die Vortrags-Vereinigung teilt im heutigen Anzeigenteil mit, daß der für morgen, Mittwoch, angesetzte Filmvortrag infolge nicht genügenden Zuspruches ausfallen muß. (S. Anzeige.)
L. 11. Don der Landes--1.1 niversi- t ä t Gießen. Die Theologische Fakultät unfern Landes-Hniversität hat den Dr. jur h. c. Adolf Damaschke in Berlin, „den hochgesinnten und warmherzigen Menschen, dem ein tief in seiner Religion begründetes Derantwor- tungSgefühl die Augen für die Wohnungsnot und ihre die Seelen zerstörende Gewalt geöffnet hat den genialen Forscher und Führer, der den Gedanken der Bodenreform in ernster wissenschaftlicher Arbeit ergriffen und begründet und in restlos tätiger Tapferkeit verkündet und verfochten hat", ehrenhalber zum Doktor der Theologie promoviert.
Die Elektrizität im Haushalt. Diese Ausstellung, die bekanntlich vom städtischen Elektrizitätswerk die ganze vorige Woche hindurch im früheren Hotel Einhorn gezeigt wurde, hat beim Publikum außerordentlich starkes 3n- esse gefunden. Don Tag zu Tag steigerte sich der Andrang der Schaulustigen, und zeitweise herrschte in dem großen Ausstellungssaal ein Gewoge von Menfchen, das geradezu beängstigende Formen annahm. Die Gesamtzahl der Besucher wird von der Ausstellungsleitung auf rund 20 000 geschäht
** Eine Lautsprecher sch au, die am Samstagabend und Sonntagoonnittag vom hiesigen Radioklub im großen Hörsaal des Physikalischen Instituts veranstaltet wurde, sand bei den Radiointeressenten lebhaftes Interesse. Der Vorsitzende des Ra- dioklubs, Dr. Müller, leitete die Veranstaltungen mit einem kurzen instruktiven Vortrag ein, an den sich praktische Lautsprechervorführungen anschlosien, bei denen das Publikum selbst eine Bewertung der verschiedenen Lautsprecher vorzunehmen hatte. Diese „Stunden der Arbeit", wie Dr. Müller die kritische Schau nannte, wurden allenthalben mit eifrigem Interesse für die Sache erfüllt. Das durch die Bewertung gewonnene Material wird zur wissenschaftlichen und technischen Weiterentwicklung der Laut- sprecherindustrie Verwendung finden.
Turnen, Sport und Spiel. Dom Turngau Hessen (D. T.) (II. Bezirk.)
— o — Zur ersten Bezirksvorturnerstunde im Turnjahr 1925'26 traten die Turn- marie bzw. Dorturner der Vereine des II. Bezirks (Gießen—Wehmr—Lich) am Sonntagnach- mittag zu Gießen in der Turnhalle des Turnvereins 1346 zusammen. Unter der Leitung des ersten Dezirlsturnwarts Paul Schüler (Wetzlar) wurden als Grundübungen durch- gearbeitet: Am Reck Kippen, die Felge und das Aufstemmen, am Barren das Kreisen im Barren und das Aufstemmen, am Pferd das Spreizen und die Kehre, von den volkstümlichen Hebungen Weithochsprung und Hangeln. Durch diese Hebungen, die bei weiteren Zusammenkünften im Laufe des WinterS fortgebildet und ergänzt werden, wird die breite Grundlage geschaffen, auf der sich dann die besonderen Wettkampfleistungen aufbauen werden. Festgelegt für die kommeirden Gauveranstaltungen sind dagegen die Freiübungsgruppen, die eingehend behandelt wurden und von jedem einzelnen Turner daheim um so mehr geübt werden müssen, als die Pslichtfreiübung erst im letzten Augenblick beim Antreten zum entscheidenden Wettkampf durchs Los bestimmt wird. Dadurch aber ist weiter die Gewähr gegeben, daß die drei Freiübungsgruppen durch saube're Ausführung ihre Wirkung als Massenvorführung bei den Turnfesten nicht verfehlen.
Zu der sich anschließenden Sitzung führte die Bezirksoorturnerschaft zunächst die Wahlen durch, die von dem Gauoberturnwart Wilh. Will (Gießen) Geleitet wurden und für die nächsten zwei Jahre gelten. Zum ersten Be- flirfdturntoatt wurde der langjährige, bewährte Leiter Paul Schüler (Wetzlar) unter allgemeinem Beifall wiedergewählt, ebenso als zweiter BezirkSturnwart Karl Erb (Gießen), Der als Obcrturntnart des Turnvereins 1846 und besonders als erster Vorsitzender des Turn- auSschusses beim 32. Mittelrheinischen Kreis- turnfest in Gießen auch weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Zum Dezirksspielwart wurde Georg Hoffmann (Mtv. Gießen), zu Be- zirksturnwarten für das Dollsturnen Wi lh. Weiß (Großen-Linden) und Kurt Walter (Tr eis a. d. Lda.) bestimmt. Ferner war man sich darin einig, daß in den Vereinen und beim Bezirk die Turnfprache mehr gefördert werden muß, damit der Turner auch sprachlich einwandfrei toicbergeben kann, was er durch seine Hebungen körperlich zur Darstellung bringt, insbesondere an den Geräten. Ebenso sollen die Kampfrichter immer besser in ihr schwieriges und verantwortungsvolles Amt eingeführt werden. Da der Gausrauenturnwan R ud o l f Paul (Gießen) die Leiter und Leiterinnen der Frauenabteilungen Mitte Dezember zu einer Hebungsstunde vereinigen wird, soll die nächste Bezirksvorturnerstunde anfangs 3anuar statt- finoen. jedenfalls in Verbindung mit einem De- zirksverttetertag. Zum Wintergerätewetturnen wird sich der Bezirk Ende Februar in Gießen zusammenfinden, während zum BezirkSturnfest im Juni bereits Meldungen von 'Laubach und DurgsolrnS ergangen sind.
^irtfcöari.
* FarbwerkeMeister.LuciusLBrü- ning, Höchst a. M. In der ao. H. D. der Farbwerke Meister, Lucius & Brüning, Höchst a. M. mären 28 Aktionäre mit 541 297 Stammaktien und 60 000 Vorzugsaktien vertreten. Nach kurzen einleitenden Ausführungen von Geheimrat Dr. Häu- I e r über die Notwendiakeit, an Stelle der bisherigen Interessengemeinschaft der Farbenindustrie die Fusion zu setzen, wurde der Derwaltungsanttag, das auf 194,8 Mill. Rm. festgestellte gesamte bewegliche Vermögen unter Einbeziehung des Geschäftsgewinns seit 1. Januar 1925 auf die Badische Anilin- unb Sodafabrik zu übertragen, einstimmig angenommen. Bekanntlich werden die Höchster Aktien gegen Badische Anilin-Aktien eingetauscht.
* Der Rhein-Elbe-Union-Konzern ohne Dividende. Wie der „D. H. D." erfährt, kommt bei dem Rhein-Elbe-Union-Konzern die Verteilung einer Dividende nicht in Frage. Es ist mit einem Verlust zu rechnen, da das ganze Geschäfts» jahr bei sämtlichen Hütten-Werken des Konzerns un» ter den Einwirkungen ungenügender Beschäftigung und schlechter Preise stand. Diese Situation hat sich seit Anfang Oktober noch weiter verschlechtert.
Srantinrt a.M.
Berlin
Banknoten.
Berlin, 23 Novbr
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Frankfurter Abenbborse.
Frankfurt a. M., 21. Nov. Im
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Goldrente 11,62, 44proz. Ungarn von 1924 11,35, 5proz. Goldmerikaner 42,25, 5proz. Silbermexikaner 18,87, 5 pro;. abgestempelte Tehuantepec 16/ Montanaktien : Ilse Bergbau 75, Kali Aschersleben 93,
Devisenmarkt Der!!«—Frankfurt a. M. Telegraph'! tat Auszahlung.
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Amerikanische «Roten . . . . .
Belgische Noren . Dänische Note« ......
Englische Tloteit ....... Französische Noten ..... Holländische Noten...... italienische Noten......
Norwegische Noten Temsch'Oesterr., i 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweiler Noten Evanische Noten Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Noten . . . .
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mit den gebesserten Nachbörsenkursen verlief auch der Abendoerlehr slimmungsmäßig leicht befestigt. Die Umsatztätigieit war jedoch äußerst gerina. Einiges Geschäft tarn in ungarischen und mexikanischen Wer- ten zustande. Von deutschen Anleihen waren 5proz. Reichsanleihe etwas erholt. Die Börse schloß ruhig in beho pteter Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,170. Ausländische Renten: Ungar.
Datum:
5% Deutsche Reichkanlethe 4% Deutsche RcichSanlcihe ■ SV?/, Deutsche Reichsanleiüe 3°/, Deutsche ReichSonleihe ■ Deutsche Svarprämienanleihe 4°/e Preußische KonsotS . • • 4° o Hessen .... . .
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Mitteldeutsche CreditbaUk. ■ Ocsietreichische Credilanstall Weltbank
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Westeregeln 101. Chemische Aktien: Badische Anilin 110, Scheideanstalt 67,75, Holzverkohlung 40. Bankaktien: Commerzbank 93, Darmstädter Bank Ultimo 102,50, Deutsche Bank 102, Dresdner Dank 100, Mitteldeutsche Creditbank 88,50, Reichsbank 127, Kreditaktien 7,12. Jndustrieaktien: AEG. 88,62, Elektrisch Licht Und Kraft Ultimo 85, Eßlinger Maschinen 27,50, Holzmann 38, Löwenbräu 162, Badischer Zucker 39,75, Frankcnthalzucker 43,50, Stuttgartzucker 43, Monastir 9,12. — An der Nach- b ö r s e wurden die leichten Deckungskäufe fottgcsetzt. so daß die niedrigen Tageskurse Erhöhungen bis 1 Proz. erfuhren. Am Montanaktienmarkt wurden vereinzelt die schwachen Anfanasnotierungen wieder erreicht. Ufaaktien gingen bis 49—47i zurück. Schiff» fahrtsaktien erwiesen sich nach der anfänglichen Schwäche vor den anderen Werten als widerstandsfähig. Heimische Anleihen nachträglich erheblich gebessert. 2m einzelnen hörte man Harpener 91z, Gelsenkirchen 66, Rheinstahl 46t, Höchster Farben 109ü.
Berliner Börse.
Berlin, 23. Nov. Die neue Woche nimmt an der Börse einen außerordentlich deprimierenden Beginn. Die vorübergehend letzthin eingetretene Beruhigung ist wieder einem a l I» gemeinen Pessimismus gewichen, so daß man fast lediglich Briefkurse hörte. Diel besprochen wurde der Selbstmord eines hiesigen Maklers infolge finanzieller Schwierigkeiten, die aus den seit langen ungünstigen Börfenverhältnissen herrühren. Anlaß $ur Zurückhaltung gaben ferner die heute beginnenden parlamentarischen Kämpfe um den Locarno- Vertrag und neue verstimmende wirtschaftliche Nachrichten. So verlautet, daß sich der Richard- Kahn-Konzern unter Geschäftsaufsicht begeben wolle, nachdem sich die Sanierungsmaßnahmen als nicht ausreichend erwiesen hätten. Daneben wurde bc kannt, daß die Gesellschaften der Rhein-Elbe- Union nicht nur keine Dividende verteilen, sondern voraussichtlich noch mit Verlusten abschließen werden und die Geschäftslage bei diesen Unternehmungen sich im Oktober weiter verschlechtert hat. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes nimmt einen unverändert ungünstigen Verlauf. In wichtigen Industrien stehen neue Betriebseinschränkungen bevor. Konkurse und Geschäftsaufsichten mehren sich. Der Konkursantrag der Aga kam allerdings für die Börse weniger in Betracht, da bei diesem Unter nehmen besondere Verhältnisse oorliegen. Zu diesen Erscheinungen kommt noch das Ausbleiben der Publikumsaufträge hinzu, wodurch die Stimmung nachteilig beeinflußt wird. Viel beachtet würbe schließlich die Vermutung, daß die Neuyorker Bun des-Reservebank in dieser Woche, voraussichtlich am Mittwoch, eine Erhöhung ihrer Diskontrate vor nehmen wird, und der französische Fran'enkurc gegen Mittag scharf nach unten tendierte. Paris hörte man vormittags mit 122,5 bis 123,5 bei Börsenbeginn dagegen 125,5. Am Geldmarkt stellte sich tägliches Geld auf 7,5—9 Proz., Monatsgelb 10—11 Proz. Am Devisenmarkt war außer ber Frankenbewegung eine bemerkenswerte Festigkeit bes Lira kur ses zu bezeichnen. Die Reichsmark notierte in Paris 6,05, London 20,35, Amsterdam 59,20.
Frankfurter Schlachtdiehmarkt.
lStgener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 23. Rov. Auftrieb: 1313 Rinder (darunter 307 Ochsen, 49 Bullen, 957 Färsen und Kühe), 479 Kälber, 571 Schafe. 3254 Schweine. Rinder. Ochsen: Vollfleischigc ausgewachsene höchsten SchlachtwertS 54 bis 60, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43 bis 53: Bullen: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlacht:rerts 48,54, vollfleischige jüngere 40 bis 47: Färsen und Kühe: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52 bis 58, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 2 ahren 45 bis 54, wenig gut entwickelte Färsen 41 bis 51, ältere ausgemäste'e Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 44, mäßig genährte Kühe u. Für,en 25 b. 34, gering gen. Kühe u. Färsen 15 b. 24, Kälber: Feinste Mastkälbcr 75 b. 80, mittl. Mast- und beste Saugkälber 65 bis 74, geringere Mast- und gute Saugkälber 55 bis 64, geringe Saugkälber 45 bis 54. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 52, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 24 bis 32. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kg. 92 b s 95, unter 80 Kg. 84 bis 90, von 100 b's 120 Kg. 93 bis 96. von 120 bis 150 Kg. und Fettschweine über 150 Kg. 93 bis 95, unreine Sauen und geschnittene Eber 75 bis 85. Marktverlauf: Langsamer Handel, bei Schweinen nicht ganz ausverkaust.
Frankfurter Getreidebürfe. '
(Eigener Drahtberich: des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a.M., 23. Nov. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 24 25 bis 25,50; Naggen, inländischer 17,50 bis 17,75; Sommergerste für Brauzwecke 21,75 bis 24; Hafer, inländischer 18,50 bis 1875; Mais, gelb 19,50; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 39,50 bis 40; Noggenmehl 25,50 bis 26; Weizenkleie 10 bis 10,25; Roggenkleie 10,25 bis 10,50; Erbsen 30 bis 36: Linsen 40 bis 70; Heu, süddeutsches, gut unb trocken 10 bis 10,50; Weizen- und Roggenstryh 55; Treber, getrocknet 18 bis 18,50 Mk. Tendenz: fest.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 23. Rov. Reuerdings kräftig erhöhte Preisnotierungen aus dem Auslande waren für Berlin erneut der Anlaß zu größerer Dek- kungsfrage in Weizen. Das Angebot vom Inland war gering. Doch eilen den täglich steigenden Geboten die Forderungen meist sehr stark voraus, so daß sich nur schwer ein Geschäft entwickelte. 3m Zeithandel waren die ersten amtlichen Rotterungen für Weizen bis drei Mark erhöht, wahrend Roggen nur wenig gebesserte Rotierungen herausbringen konnte. Gerste fest. Hafer mäßig höher. Für Mehl herrschte einige Kaufneigrmg bei erhöhten Forderungen. Futter-- artifel im großen und ganzen ohne Veränderungen. Die Kartoffelpreise für Erzeuger unverändert. ES notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 235 biS 238, do. Dez. 252 bis 250 bis 251, do. März 257,50 bis 257 bis 258,50 bis 258, do. Mai 260 bis 260 50 bis 260, Roggen, märt. 152 bis 155, do. Dez. 172 biS 171 biS 171,50. do. März 185 bis 184,50 bis 185,50, do. Mai 187,50 bis 188, Gerste märt 188 bis 214, Futtergerste 152 bis 165, Hafer, märt 170 bis 181; für je 100 Kilo: Weizenmehl 29,25 bis 34,50, Roggenmehl 22,25 bis 24.50 Weizenkleie 11,50 biS 11,60, Roggenkleie 9.60 bis 9,70, Diltoria- erbsen 24 bis 32, Heine Speiseerbfen 23 bis 24, Futtererbfen 18,50 bis 20,50, Peluschken 16,50 bis 18, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 21 bis 25, Lupinen, blau 11,50 bis 12,50, do. gelb 12 bis 12,50, Rapskuchen 15 bis 15,50. Leinkuchen 22 bis 22,50, Trockenschnitzel 7,60 bis 7,70, Torfmelasse 9,10 biS 9,30. Kartoffelslocken 14.60 bis 15, Soya-Schrvt 20,60 bis 21,10.


