Ausgabe 
24.10.1925
 
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Ili. 250 Drittes Blatt

Das Ananz- und Mhrungsproblem Zrankreichs.

Von unserem Dr. I. ^.-Berichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.

Paris. 12. Oktober.

Das Problem ist ein einheitliches insofern, als der brtgctärc Fragenkomplex, dessen unangenehmster Leit die kurzfristigen Anleihen sind, von inr Rentenproblem nicht .zu trennen ist und Hile von dem Währungsproblem bomb iieiit werden. Bei der Labilität des Papierfranken Ihn an keine Lösung von .f)oupb oder Neben» jroölemen mit Aussicht auf Erfolg herangegongen Wirten, wenn man nicht eine gesunde, sestumrissene I^öihningspolitik befolgt.

Weil Frankreich nicht nur eine verhältnismäßig linfcre, sondern auch absolut höhere Anzahl von t- icn und mittleren R_entnern hat, als jeder nittre europäische Staat, kann es iceber ben Weg Ir Inflation noch ben einer brüsken Deflation U>i:n. Die einzige Möglichkeit ist einer allmählichen kh tittweisen Besserung bes Papierfran- Imicrtcs.

diesem Zwecke müßte ber französische Staat vl allem bie Sicherheit schaffen, die von der San» ac! de France erhaltenen Vorschüsse abstatten zu Innen. Dies könnte er nur durch mehrere sofortige, bbyetäre Maßnahmen erreichen: durch kräftige ivifriche in feinen zu hohen Ausgaben, durch v|| ion von Monopolen, durch eine allgemeine !cöuttion seiner jährlichen Ver - j'lli chtnngen.

iDie letzteren betragen beinahe zwanzig Milliar- !si>n. d. h. in Goldfranken umgerechnet die Gesamt- l'far des französischen Budgets vor 1914; dies ist ii vielleicht bedenklichste Einzelheit in dem Budget k laufenden Periode.

:i):c Ursachen dieser Ueberlastung liegen zu- tg«: die Kriegs- und Wiederaufbau- - n leihen und nicht an letzter Stelle bie hohen

:n f e n, zu denen sich der Staat seinen Bür- enr gegenüber für die ihm seit 1914 gewährten !ir ehen verpflichtet hat.

12as von den Sozialdemokraten vorgeschlagene Ul^ilmittel einer gründlichen Kapitalweg - >i i!ierung ist ein Unding. Diese Maßnahme nffite, um wirklich wirksam zu sein, wenigstens lll Milliarden einbringen, was ausgeschlossen ist. häl entfernt davon, die plötzliche Gesundung ber ivlizösischen Staatsfinanzen herbeizuführen, könnte r mögliche Ertrag bestenfalls bazu bienen, einen ^rechtlichen Teil ber Staatsschulben zu amorti» irrn, d. h. vor allem bie Großkapitalisten zu l,vihlen. Aber gefetzt ben Fall, diese Kapitalsabgabe üLt'be durchgeführt werden, so konnte sie mangels suchender Barmittel nur in Rententiteln und in biw» der nationalen Verteidigung entrichtet wer- n. Da andere Modalitäten rucht existieren, wären :i keine Kapitalzahlungen, fonbern Verzicht- i-flun gen au f G i n r o mm en s tei l e. 3n ber t würbe bas eine so starke Verkürzung ber Rett» In lein, baß sie einer gewaltsamen Konvertierung #:id)tänie.

2ies führt zu bem Kernproblem zurück: bas n zösische Volk könnte unter ben gegenwärtigen hriiinben bem Staat überhaupt nur durch r ng a b e eines starken Prozentsatzes (Ines Einkommens helfen.

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iAil, he, den kleinen Sparern und Rentnern einer» 13, die, nur auf ihre Rente angewiesen, eine Der- nterung derselben kaum ertragen könnten, und zroßen Gläubiger des Staates andererseits, vUK'lec man sich arrangieren zu kennen. Mit den aiilteaen durch Einräumung von Vorzugsbedingun- OQti, die ihnen den Rest ihrer Tage ohne Entbeh- D'Tig in zu verleben erlauben würden; mit den llmenen durch einen Appell an ihre patriotische -Ärs-lichtung, dem Staat in seiner finanziellen Iengnis zu geben, was des Staates ist.

£>ie Anrufung des guten Willens der Besitzer Mite oroßen Forderungen an den otoat hat wenig gMichtet, bas flache Laub hat so gut wie ganz

2er Staat verlangt auch nichts anberes: bas Rollern ist für ihn keine Frage bes Kapitals, viel» :rh r ein Problem ber Äboürbung feiner ,iy rlichen 15 a ft e n. Zu beffen Losung muß leinen Weg suchen, ber nicht durch bie Eleganz I, Konzeption besticht, hingegen so weit als rnög- * gerecht ist. Wenn man bem Rentner fein r.f vrnmen beschneidet, so kann man fein in Ren- riteln besteheubes Velmögen unangetastet lassen irr sogar erhöhen.

Eies ist scheinbar parabox, in Wirklichkeit aber l. di eine konsolidierte Goldanleihe leicht zu er» tcch tn, inbem man ben Besitzern 5- ober kprozen- tcec Papierfrankeffekten niebriger verzinsliche Wiitel anshönbigt, beren Nominale bem Golbwert *ifes Nominales in Papierfrank gleichkommt.

Mls Beispiel: ber Inhaber eines Oprozentigen htimpapicrs im Nominale von 400 Franken, bas treir Wert von 264 Papierfranken ober 66 Gold- fcnilen hat (ber Einfachheit halber ist 1 Gold- ftnll = 4 Papierfranken angenommen) unb ber 'fj-rcus ein Einkommen von 24 Papierfranken be= wirb eingelaben, seinen Rententitel in einer iroeientigen Golbanleihe zu fonfolibieren, inbem ' (i letin Papiernominale von 400 Frank gegen ein Wnominale von 100 Frank umtauscht. Durch id.se; Prozebur hat er sein Kapital um mehr als l.ü Moz. erhöht, sein Einkommen ist aber m 50 Proz. geringer geworben, ba er nur mhi: 3 Golbfranken Rente erhält, gegen früher :?!Wapierfranken 6 Golbfranken.

Mesen Erwägungen entstammte ber Gebanke , jji ter Auflegung ber aktuellen 4prozentigen konso- . Iltic :ten Golbanleihe, beren Titel nur im JUiiiiufd) gegen bie öprozentigen Bons ber natio- iimitH Verteidigung ausgegeben werben. Der bis» Erfolg ist aber weit unter ben pessimistisch- iiln Erwartungen geblieben, trotzdem bie Banken, ii»> m eingeweihten Kreisen gefsüstert wirb, mehr ill- ;ehn Milliarden übernommen haben.

Eas Ergebnis ist sicher auch burch ben Streik ISr Bankbeamten ungünstig beeinflußt worben. ?llhm hat aber, wie sich nachträglich herausgestellt Efl:, »ei den Vorbereitungen zu dieser Anleihe in» j t u falscher psychologischer Voraussetzungen, fMure Rechenfehler begangen.

1 1*5 war richtig, sich zu sagen, baß alle Fran- jaen. denen ber faktische Wert ihrer Effekten wich- difc?r- ift, als bie jährliche Rente, diesen Modus der p ii|i)libierung und Konvertierung leicht akzeptieren öttriom. Zu dieser Kategorie, in deren Besitz sich tat» M ylih ein erheblicher Teil der Vcrteidigungs-Bons öw-nDet, zählte man zur Zeichnung bemüßigte LUiDr-Gesellschaften, kleine Kaufleute, Bauern, of dinierte Arbeiter.

ö.it den voraussichtlichen Gegnern der neuen

Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesfen) Samstag, 2\. Gttober (925

versagt unb bas waren, wie oben erwähnt, bie sich ergebenben Fehler in ber Rechnung.

Die Lanbbeoälkerung hat nicht genügeub Verstänbnis bafür gezeigt, baß ber Erwerb einer zwar um i kleineren, aber, was immer auch mit bem Franken geschieht, ft a b i l bleibenben Divi- benbe immerhin einen Anreiz bilben müßte, die äprojentigen Verteibigunas-Bons gegen 4prozentige Golbrente umzutauschen. Man hat überhaupt an bie Möglichkeit eines Widerstrebens gerade von dieser Seite aus einfach gar nicht gedacht. Hätte bie vom Staate entfaltete Propaganda es verstauben, bie Sache bem französischen Bauern plausibel zu machen, bann wäre bas ziffernmäßige Ergebnis der Anleihe heute sicher ein weitaus günstigeres.

Aber unb bies ist ein sehr wichtigesaber" selbst wenn ber Anleihe ein voller Erfolg beschie» ben sein mürbe, ber praktische Nutzen bestände nur in ber Verminberung ber jährlichen Staatslasten um etwas mehr als eine halbe Milliarde ober um zirka 2 Pro;. Da bies schon jetzt als mißlungen angesehen werben kann, erscheint ber ganze Zweck ber Trans­aktion verfehlt.

Oberhessen.

Lanvkicr-s C. cit.

X Wieseck, 22. Oktober. Die Erneu­erungsarbeiten an unserer Kirche sind soweit fortgeschritten, daß die Ein­weihefeierlichkeiten am Reformations­fest bestimmt stattfinden können. Gestern brachte unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung der 23jährige Dachdecker Hans Rosen­baum den von Bergolder Leib in Gießen neu vergoldeten Turmhahn wieder auf seine lujtige Höhe. Im Lause der Jahre eingerostet, dreht er sich nun wieder im Winde. So tut er als Wetterfahne der Gemeinde künftig noch einen besonderen Dienst.

X Klein-Linden, 23. Ort. Die vor mehr als zwei Jahren von der hiesigen Bauge­nossenschaft angefangenen vier zwei­stöckigen Doppelwohnhäuser an der Frankfurter Straße nach Großen-Linden zu gehen jetzt ihrer Fertigstellung entgegen. QUit ileberroin« düng großer Schwierigkeiten, Selbstbetätigung ber Refleltanten, wurden bie Häuser von ber Ge­nossenschaft im Rohbau hergestellt. Seit diesem Frühjahr haben die Interessenten ben inneren Ausbau auf eigene Rechnung übernommen , einige Wohnungen sind inzwischen bezogen, bie übrigen werden demnächst fertig. In sehr anerkenneiis- rrertcr Weise wurden den Baulustigen durch bie Vermittelung der Gemeinde Gelder zur Fertig- Itelltfng überlassen. Seit diesem Frühjahr wurden von privater Seite acht ei n - und zweistöckige Wohnhäuser errich­tet, die teils bezogen, teils bezugsfertig oder im Rohbau vollendet sind. Weitere Bauten sind in Angriff genommen, fo daß die Bauhandwerker aller Art beschäftigt sind. Es wäre nun wün­schenswert, daß die schon lange ersehnte Aus­führung der Wasserleitung Tatsache würde, damit die neuen Häuser, welche z. T. an neu erschlossenen Wegen liegen, Anschluß erhalten könnten und bie Klagen über Wasser­mangel im Sommer in den höhergelegenen Orts- teilcn nicht wiederkehrten.

- -c Großen-Linden, 23. Oft. Unser Feldbereinigungsverfahren ist nun­mehr in einen seiner wichtigsten Abschnitte inso­fern eingetreten, als zur Zeit ber Melio - rationsplan auf ber Bürgermeisterei offen­liegt. Er bringt sowohl innerhalb des Ortes, als auch ganz besonders für die Feldgemarkung wesentliche Aenderungen bzw. Reuerungen. Bon ber oberen Bahnhofstraße nach Rorden hin bis zur Burgstraße einerseits und von ber Dismarckstraße nach Osten hinab bis zum Bahn­körper andererseits ist eine große Fläche als Baugelände in den Ortsbauplan cingegliebert worden. Damit ist die bauliche Entwicklung un­seres Ortes, die in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einsehte, und von dem langjährigen Bürgermeister unb späteren Land­tagsabgeordneten Leun unermüdlich gefördert wurde, in ihren Grundzügen für den nordöstlichen Ortsteil auf einen gewissen Abschluß eingestellt; denn ber in den gleichen Jahren mit vieler Mühe und erheblichen Aufwendungen zunächst in der bescheidenen Form einer Haltestelle errichtete Bahnhof zog die Bautätigkeit nach sich hin, an­dererseits aber wird ber Bahnbamm und die nahe Gemarkungsgrenze von Leihgestern ihr hier auch ein räumliches Ziel setzen. Für die Land­wirtschaft sind im südwestlichen Ortsteil zwei neue Ortsausfahrten in das Feld vorgesehen, eilte dritte soll zweckmäßiger gestaltet werden. Das Feldwege netz hat mit seiner großzügigen und arbeitsdienlichen Anlage allent­halben Anerkennung gefunden. Ferner . soll in umfassender Wesse ber Kampf gegen die erheb­lichen wirtschaftlichen Schädigungen aufgenom­men werden, die jahraus jahrein von ben ver­schiedenen Wasserläufen verursacht werden. So wird der Lückebach von ber Gemarkung Leih­gestern her bis zur preußischen Grenze bei Lützel­linden in geordnete Dahnen gebracht, und damit merben große Wiesenflächen zu beiden Seiten des Eisenbahndammes von der Gefahr der Überschwemmung bzw. drohender Dersump- fung befreit. Der nach Westen zur Bauernmühle führende, reichlich geschlängelte Mühlgraben wird gestreckt unb höher am Talabhang her ge­führt, um das Wiesengelände im sog.Kröten­pfuhl'' trocken zu legen. Sehr wünschenswert ist auch, zumal gleichzeitig Ackergelände gewonnen werden fann, eine Verlegung des Klee- bachs, der insbesondere bei Hochwasser fein ilfergelänbe in vielen Windungen ausnagt und gelegentlich bis in ben westlichen Ortsteil vor- bringt. Die Gemeinbe leistet wohl für die Regu­lierung der natürlichen Wasserläufe pslichtmäßig einen Zuschuß, ist aber im übrigen mit ihrem Gelände nur ein Glied der Feldbereinigungs­gesellschaft, wie jeder andere Grundbesitzer auch. Die Aufbringung der Kosten des Verfahrens, auch die Aufnahme von Geldern, ist daher nicht Sache der Gemeindekasse, sondern ber Feldbe­reinigungsgesellschaft. die also z. B. die Herstel­lung der Feldwege, deren chauffierte Abfahrten nach den Kreisstraßen und dergleichen aus ihren Mitteln bestreiten muß.

: Aus dem Busecker Tal. 23. Olt. In einzelnen Gemeinden bürgert sich eine nicht gerade schöne Sitte bei unserer Ju­gend ein. An Sonntagabenden wandert un­tere ländliche Jugend, insbesondere untere Mäd­chen, hinaus auf die Landstraßen, singt lustig und fröhlich unb freut sich ihres Lebens. Da-

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus den nachfolgenden Silben: ah ar ba bei boldt bruck chi ci des dog c e c e( en eng eu fahr fan fer feu sid ge gnei -- hum i in inns to laus le le li lisch lu ment na nau ne ne ne ne ni nick no nor of Pi rab rei ret reih ri rie sau schi se se fen ta te le tich trau ung ur us Del ja bilde man 27 Warte, deren Anfangs- und Endbuchstaben, diese von unten nach oben gelesen, ein Schiller­zitat ergeben (ch und ck ein Buchstabe». 1 Waffengattung, 2. Stadt in Palästina, 3. Hund, 4. italienische Intel, 5. europäischer Staat. 6. Göttin, 7. Sprache, 8. Männername. 9. Inseln im Stillen Ozean, 10. Dichter, 11. Angebot, 12. Pflanze, 13. Ratursorscher, 14. latein. Männer- name, 15. deutsche Stadt. 16. Asiate, 17. bib­lische Person, 18. Raturerscheinung, 19. kirch­liche Handlung, 20. Gift, 21. preußischer Feld­herr, 22. griechischer Dichter, 23. Dichtung, 24. Fahrzeug, 25. Berwandtengrad, 26. ürftoff, 27. Gemüsepflanze.

Lcknradc.

Wenn, liebe- Weib, in dunklen Stunden, Du siehst mein ganzes hingeschwunden, So denk': die erste wird vergehn, Wenn wir die letzte schimmern sehn.

^udiftabciirätfci.

Was wächst mit K im Garteis ran, Holt sich mit B ein junger Mann.

(<111 (Krlcbins.

Eines Tages halt' ich Lust zur Oper; Ach, sagt meine Freundin, das ist fein, Grad gibt's im Theater 'was von Flotow, Kauf Billetts zu1 2 3 4 5 6 7 8 9". And ich dachte, folge ihrem 3 4 2, 6 7 8 9 muß ja wijsen, traJ es fei. -- (bennJic war 'ne Dame von sehr altem 4 5 6 8) So ward die Geschichte abgemacht. Unb die Anterha tistig, sie war prächtig, das war etwas andres doch als l 4 7 2 4 Unter Held sang seine 1 2 6 7 8 6 mächtig Ebenso der.1 2 4 3 seinen 9 7 2 bracht.

Doch das Ende kam zu schnell. Die Rächt, Welche jeden'6 1 6 7 in den 1 2 4 7 8 Schickt, zwang auch uns zu 2 4 7 6 Unser Heim war nämlich an der 1 4 4 8 6. Unb ich brachte sie zur Villa4 5 7 6 3 Damit ist dann bie Geschieht' vorbei.

SU'CH.VvorträtfcL

Cs bedeuten:

Von links nach rechts: 1. Bad in Hessen. 3. Papageienart, 6. Fluß in Turkestan, 7. Gedichtform, 9. Ruhholz, 11. Meerenge, 12. englische Insel. 13. Rebenfluß der Saale, 14. Stadt im Rheinland, 17. griechische Bezeichnung

für Unterwelt, 18. Kriegsgott, 20. biblische Per­son. 23. Sprenganlage, 24. zeitlicher unb räum­licher Schluß. 25. japanischer Staatsmann, 26. Hoherpriester.

Von oben nach unten 1. Weiblicher Personenname, 2. deutsche Hauptstadt, 4. Held eines bekannten Jugendbuches. 5. Gesurtsstand, 8. Vorgebirge des Harz, 10. Gelangstück. 15. fruchtbare Gegend in der Wüste, 16. weiblicher Personenname. 18. Behörde, 19. Städtename in Südamerika, 21. Abschiedsgruß, 22. altgermaniscke Gottheit.

Auflösungen.

Silbenrätsel.

1 Alma. 2. Uran, 3. Faden, 4 Elli, 5.Issac, 6. Roah, 7 Export, 8. Raphta. 9. Ko­fel. 10. Amsel, 11. Heyse, 12. Ra ros, 13.. Sten­dal, 14. Olga, 15. Leuthold. 16. Loi c. 17 Martin. Auf einen Lahn soll man nicht wie laden.

Silbenkreuz.

Re de

Ma ! gen

Se rie

Rege:'. Rede, Degen. Made, Magen, Marie, Genre. <5eäen, Serie, Riese.

Desuchskarie'.rätsel.

Filmregisseur.

M

M

S

L

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Kreuzworträtsel.

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L

A L

M A A S

5 A

Bruchstück-Aus_ade.

Hai, Eli, Rad, Dur, Sem, Ton, Dol, Eos Gnu, Inn, Rab, Rix. Herbstbeginn.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren com Redaktionstisc

Der Tapfere.

Zwei Männer sind in Streit geraten unb stehen sich drohend gegenüber.Kannst du boxen?' ruft der eine.Nein," entgegnete der andere unsicher Nun, bann komm nur her, bu Schurke!" ruft ber erste.

Die Arten der Dichter.

In einem gelehrten Kreise sprach man von den verschiedenen Arten ber Dichter: den epischen, tragischen, komischen, lyrischen usw.Sie ver­gessen b'.e zahlreichste Gattung", sagte eins Dame, die hungrigen".

Kritik.

Am Predigerseminar zu H. war es Sitt bah nach der Probepredigt der Kandidat vo: Seminardiener nach der Sakristei zurückbegleitc wurde. Auf diesem kurzen Wege pflegte de Diener dem künftigen Prediger seine Kritik übe bie soeben gehörte Probeprebigj zuzuflüster. War sie gut, so sagte er:Herr Kandibat, Sic sind eine Posaune vor dem Herrn." _$3ar sie mäßig, so sagte ec:Herr Kandidat, Sie haben einen sehr schweren Text gehabt." Und war die Predigt unter aller Kritik, so hieß es: Herr Kandidat. Sie haben ein wunderschönes Lied singen lassen."

gegen wird kein Mensch etwas einzuwenden haben. Daß aber diese Spaziergänge im Som- yier bis stark nach Mitternacht ausgedehnt wer­ben, ist verwerflich, denn nicht immer gehts dabei zu, wie es sich geziemt. Schreiend unb jodelnd wird bann in später Rächt stunde der Heimweg angetreten. In ber jetzigen kühleren Jahreszeit endet ber sonntägliche Abendspazier­gang meistens in einem Wirtshause. Wäh­rend in früheren Jahren an Sonntagabenden nur die Burschen ein Wirtshaus auf suchten, sieht man heute auch die jungen Mädchen scharenweise ben Wirtshäusern zueilen. Und gerade die Aller- jüngsten, die kaum aus ber Schule entlassen sind, betragen sich dabei oft genug am schlechtesten Die Eltern sollten sich darum bekümmern, was an diesen Abenden die Schulentlassenen treiben. Mitternacht unb noch später wirb es oft, bis das elterliche Haus aufgesucht wird, unb Vater unb Mutter wissen häufig nicht, wann ihre Kinder, so muß man 14- unb 15jährige boch unbedingt noch bezeichnen, nach Hause gekommen sind. Daß Körper unb Geist bei einem solchen Leben not lei den, wirb niemanb bestreiten wollen. Und wie nötig tut uns boch gerade heute eine gesunde, widerstandsfähige Jugend, die in^ dem harten Existenzkampf ber Gegenwart bestehen fann. Alle, die ein Herz für unser heranwach­sendes Geschlecht haben, mögen zusammenstehen, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

!! Ettingshausen, 23. Oft. Die Kar­toffel- und Dickwurzernte ist nunmehr eingebracht. Die Aussaat der Wintersaat ist be­endet. Die ©runimeternte ist reichlich und gut ausgefallen. Die B a s a 11 i n d u st r i e in un­serer Gegend ist in erfreulichem Aufblühen be­griffen. Täglich rollen mehrere Waggons Pflaster­steine bzw. Klopfsteine ihren Bestimmungsorten zu. Abnehmer sind das Waldecksche Gebiet, ganz beson­ders aber Holland. Eine Firma hat ihren Bruch be­deutend erweitert und ihre Anlagen mit neuzeit­lichen Maschinen ergänzt. Die Legung eines An­schlußgleises an die Bahn steht bevor.

o. Rieber-Del singen, 22. Oil. Heute nachmittag 4 Uhr erlag in ber Medizinischen Klinik zu Gießen unser allseitig b.lVbter Lehrer Ludwig Graulich seinem schweren Herz­leiden. Seine ganze definitive Amtszeit wirkte er in unserer Gemeinde. Geboren in dem be­nachbarten Hattenrod als Sohn eines Landwirts, kannte er das Landvolk in allen seinen Eigen­heiten und Qloten. Er hatte alle guten Eigen­schaften eines Landlehrers, vorzügliches Lehr­geschick und die rechte Weife auch im Verkehr mit der Gemeinde. In allen Lagen war er hilfs­bereit, Gemeinde und Vereinen widmete er seine Kraft. Sein Gemischter Chor war ihm be­sonders ans Herz gewachsen, unb dessen Weisen

trugen hier zur Hebung aller kirchlichen und weltlichen Feiern bei. Um Politik kümmerte er sich nicht. Er war ein rechtsstehender, echt deut­scher Mann und wechselte auch nach der Revo­lution seine Gesiimung nicht. Sein offenes unb leutseliges, so recht volkstümliches Wesen hat ihm die Liebe aller, auch über die Grenzen« unseres Dorfes hinaus, erworben. Die Gemeinde Rieder-Bessingen wird dem treuen und tüchtigen Lehrer für alle Zeit ein dankbares Gedächtnis bewahren.

I. Hungen, 23 Oft. Aus den jüngsten G e m e i n d e r a t s s i h u n g e n ist zu berichten: Die Vergütung für bie mit bem Ver­wiegen von Vieh auf ber städtischen Dieh- toage beauftragten Personen wirb neu ge­regelt. Für die Anlegung eines neuen O b st b a u m st ü ck s soll ein geeignetes Grund­stück erworben werden. Dem Antrag des Päch­ters der Fischerei in der oberen Hor­loff um Eintragung von 2 Mitgliedern wird stattgegeben. Das Ergebnis der Ausschreibung der Stelle einer Hebamme wird bekannt­gegeben und die Bewerberinnen bem Kreis- gesundheitsamt empfohlen. Dem Reubau eines städtischen Krankenhauses fann zur Zeit aus verschiedenen Gründen nicht nähergetreten werden. Das Gesuch der D u d e r u s s ch e n Eisenwerke, Wetzlar zur Anlage einer Kettenbahn auf Grube Abend st ern (Heckenwaldl wird vorbehaltlich der Zustimmung der Forstbehörde und des Kreisamts genehmigt. Den von dem Ministerium für Arbeit und Wirt­schaft für die Gewährung von Darlehen an hiesige Daulustige gestellten Bedin­gungen wird zugestimmt, ebenso werden die für die landwirtschaftlichen Rotstands» kredite übernommenen Bürgschaf­ten auch für die Zeit nach dem 1. Oktober 1925 aufrechterhalten. Die Erbauung einer neuen Transformatoren st ation gegen ileber- l Vfung derjenigen in der Pfanne wird bis zum Eintritt günstiger Verhältnisse zurückgestellt. Verschiedene Gesuche um Überlassung von Woh­nungen werden berücksichtigt, während eine Ent­scheidung bei anderen zur Zeit nicht getroffen wer­den kann.

Kreis 9tlssc!d.

Mücke, 23. Oft. Das Bibel- und Er­hol unasheim glenfunger Hof Mücke fiat jetzt seine dritte Sommerarbeit beendet. Das Heim war, besonders in den Monaten Juli bis September, voll beseht. Viele Hundert Erho- lungsaäste gingen im Laufe des SommerS durch dasselbe. Es war wohltuend zu beobachten, wie der Oberregiermngsrat, ber Professor, ber Dank- bireftor, der Oberingenieur, der Oberpostinspel»