Ausgabe 
24.8.1925
 
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tragen werden kann. Die 6 o n b e r - ® e ro e r he­fte u e r bleibt mit 64 S* von 1 Warf Einkommen- fteueroorauszahluna bestehen. Die Gonber-Öe- baubefteuer wirb, nachdem ein genauerer lieber- blick über die ,u gewährenben (Ertnfie möglich ist, an Stelle ber vorgesehenen 16 200 Mk. mit 20 170 Mark in ben Voranschlag eingestellt. Ein be- sondere» Kapitel, nicht nur im Haushalt, sonbern überall bort, wo mit Gelb gerechnet wirb, ist bie Schwierigkeit, langfristige Krebste yi erhalten. Auch hier versiegte mitten in ber Ausführung bes groß- »üaia angelegten Bauprogramms bie (BelbqueUe. 3cpt ist es gelungen, für biefen Zweck 30 000 Mark unter günstigen Bedingungen flüssig zu machen. Die hierfür notwendigen RrebilberoiUigungen seitens des Gemeinderats erfolgt, ebenso für einen Schuldschein in Höhe oon 1500 Mark, der an Stelle des Gc- schaitsanteils bei ber Landesbank in Darmstadt zu Mafien ber (Bemeinbe eingetragen wurde Zur Vereinfachung ber Bermaltung wirb ein Zusatz in bas Ortsftatut für bie ®as s erle11ang ausgenommen, ber besagt, daß bas Wassergeld mit Genehmigung bes Kreisamts burch ben öememberat festgesetzt wirb. 3m vergangenen 3ahr war hier ein Staoalleriefommanbo einquartiert. Ite Quartiergeber erhielten von ber Heeeresoerwal- mng pro Stopf und lag bie Riefensumme oon 6 Retchspfennigen für bie volle Verpflegung zu- aewiesen, em Betrug, ber bei weitem bie Unkosten nicht deckt (ber Fricdensfatz betrug 1,20 Mark). Auf eine Beschwerbe ber (Bemeinbe bei bem Gruppen- lommanbo in Kassel erging nunmehr ber Bescheib, bafi ber Satz von 95 Ps. von bem Reichswehr- nunifter festgesetzt sei unb nicht erhöht werben könnte. Um nun ben Quartiergebern wenigstens einigermaßen entgegenzukommen, beschließt ber Gc- meinberat, ben Betrag oon 95 Pf. auf 1,50 Mk. zu erhöhen unb bie Differenz von 55 Pf. aus Oemeinbemitteln zuzulegen. Durch biefe Erfahrung gewitzigt, beschließt ber (Bemcinberat aber gleichzeitig, zukünftige Einquartierungsanträge ab zu lehnen. Um bas Fafelvieh auf ber erforberlidjen Höhe zu halten, wirb beschlossen, für ben abgängigen Vogelsberger Bullen einen neuen anzuschaffen. Gleichzeitig soll ein Bulle ber Simmen- taler Rasse neu angetauft werben. Um bie Zahl ber Ziegenböcke wie früher auf fünf zu erhöhen, sollen an Stelle ber abgängigen zwei Böcke brei neue ein­gestellt werben. In nichtöffentlicher Sitzung wirb zu ber bereits früher beschlossenen Anstellung von zwei Rachtwachmän- n e r n ein enbgültiger Beschluß gefaßt. Die An- Äufteüenben werben nach Gruppe 2 mit allen sozialen Zulagen vergütet. Bis 1. April 1926 ist bie An­stellung eine probedienstmäßige. 15 Bewerbungen waren eingegangen, eine befonbere Kommission schlug dem Gemeinderat vier Bewerber zur engeren Wahl vor. Bei geheimer Abstimmung würben Karl W e 11 e r VI. unb Heinrich Andermann gewählt. Schließlich wirb noch gewünscht, bie Wasser- Verhältnisse unserer Wasserleitung einer scharfen Beobachtung zu unterziehen unb nichts unversucht zu lassen, um möglichst halb zu einem einroanbfreien Irinkwasser zu kommen.

r. Heuchelheim. 24. Aug. Bei der ge­strigen Beigeordnetenwahl wurde unter lebhafter Beteiligung der seitherige, altbewährte Beigeordnete Friedrich Wilhelm Dreiling mit 792 Stimmen wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Steinmüller erhielt 510 Stimmen.

m. f) a u je n , 22. Aua. Da unser seitheriger Bei- geordneter Philipp Müller IV. eine Wiederwahl ablehntc. mußte eine Neuwahl ftattfinben, zu ber zwei Stanbibaten, Ludwig Herbert unb Karl Mohr L, ausgestellt würben. Von 359 Stimmberech­tigten schritten 254, also 70 Prozent, zur Wahlurne. Lubwig Herbert erhielt 98, Karl Mohr 1. 152 Stimmen unb würbe somit gewählt. Bier Stimmen waren ungültig.

6L Reiskirchen. 23. 2Iug. Bei der heu­tigen Deigeordnetcnwahl wurde der seit­herige Beigeordnete Phil. Stumps V. mit 254 Stimmen wiedergewählt. Der noch in letzter Stunde ausgestellte Gegenkandidat Phil. Gräs konnte nur 100 Stimmen auf sich vereinigen.

F Saasen, 22. Hug. Die Beigeordneten- wähl am Sonntag verlies, da der bisherige Bei­geordnete Wilhelm Schmidt keinen Gegenkandi­daten hatte, sehr ruhig. Schmidt wurde einstimmig wiederge wählt.

F Göbelnrod, 22. Aug. Da bie Beigeorb- netenwahl am 9. keinem ber drei Kandidaten bie absolute Mehrheit brachte, finbet am 23. bie S t i d)» wohl zwischen ben beiden Bewerbern, die bie höchste Stimmenzahl erhielten, statt. Es ist bies ber Landwirt Wilhelm Botz und ber Kolonialwarenhänd- ler unb Schlößer Heinrich Kern.

F Beltershain, 22. Aug. Die Beigeorb- netenwahl finbet In unserer Gerneinbe erst am 30. August statt. Der 23., ber als frühester Termin in Betracht kam. ist burch bie Kirmes besetzt.

Lich. 21. Aug. Del dem letzten Ausflug des DastwirtevcreinS Gießen und Umgegenb nach Lich wurde die seit 34 Jahren im .Hotel Holländischer Hof" beschäftigte Elise Da ter durch Lieberreichung einer von Herrn Gastwirt Glöckner gestifteten goldenen Medaille geehrt. Der Vcrbanbsvorfiycnde Schn au ber sowie der Vorsitzende des Gießener Gastwirte- vereinS 3. Körner hoben in anerkennenden

Worten die Derdienste der Jubilarin hervor und überbrachten die Glückwünsche des Nhrin- Main-Derbaick>eS. mit dem Wunsche, daß ihr ein schöner Lebensabend beschieben sein möge. Wit Worten des Dankes endete die schlichte, aber zu Herzen gehende Feier.

Kreis Friedberg.

z Dad-Aauheim. 23. Aug Aach elf­jähriger Unterbrechung fand heute in der eng­lischen Kirche wieder der erste englische Gottesdienst statt. Der zur Zeit zur Kur hier weilende Dischof von DaleS. Lord Williams, hat die Wiedereinrichtung der englischen Gottes­dienste vorbereitet. In der reichen Folge hochwertiger Unterhaltungsveranstaltungen der Bad- und Kurverwaltung in diesem Sommer erzielte auch das gestern im Kurhaus und auf der KurhauSterrgsse veranstaltete Erntefest einen vollen Erfolg. Die Kurhausterrafle. die feenhaft beleuchtet war. zeigte in farbenprächtigem äußeren Rahmen ein frohes und bewegtes Leben. Das Wurftaubenschießen auf dem Goldstein, daS vorn Freitag bis heute währte, war eine beachtenswerte sportliche Veranstaltung. Anerkannte Meister dieses Sportzweiges nahmen daran teil. Den besten Schützen wurden wert­volle Ehrenpreise ausgehänd.gt. die Stadt. Kur­verwaltung u. a. gestiftet hatten.

Sf. Friedberg, 23. Aug. 3n dem Kranlen- hause zu Wetzlar starb gestern im 52. Lebens­jahre der Zahnarzt Dr. Landau. Der Ver­storbene hatte es verstanden, nicht nur durch seine zahnärztliche Praxis, sondern auch durch menschlichen Eigenschaften sich die allgemeine Ach­tung zu erwerben.

, Dad-Aauhetm. ^1. Aug. Ab 1. Sep­tember wird die K u r a 6 g a b c um 25. ab 1. Ok­tober um 50 Prozent ermäßigt, so daß eS vielen noch möglich werden wtrd. die Forderung der Gesundheit nut den wirtschaftlichen Möglichkeiten in Einklang zu bringen und eine Spätsommer- oder Herbstkur zu nehmen. Doch weist unser Dad einen ft ar f en 'Belud? auf, der den des Vorjahres um die gleiche Zeit wesentlich über­steigt. Dieser Tage ist auch wieder der hessische Staatspräsident Tllrich mit Gemahlin zum Kur­aufenthalt hier eingetroffen. Unter den promi­nenten Ausländern, die zur Zeit hier wei­len. befindet sich der Dischof von Wales Lord Williams. Der Dischof hat den seit dem Kriege ruhenden Gottesdienst in der englischen Kirche wieder eingerichtet Don der Wiederauf­nahme der russischen Gottesdienste wurde in anderem Zusammenhänge schon be­richtet.

Kreis Schotten.

lg. Schotten, 22. Aug. Für bie Schüler bes Kreises Schotten ist auf Anregung bes Kreisschul­amtes Scholten eine eintägige Rheinfahrt un­ter Führung ihrer Lehrer geplant, an ber auch Er­wachsene teilnehmen können. Die Reisekosten für Kinder betragen etwa 5 Mk., für Erwachsene 7 Mk. Von Stockheim aus wirb jedenfalls ein Ext r a zub bie Reifeteilnehmer nach Frankfurt a. M. unb Mainz bringen, von wo aus eine etwa kstündige Dampferfahrt auf bem Rhein unternommen wirb, bie etwa bis St. Goar führen bürste. Abenbs wirb ber Extrazug bie Teilnehmer ber Fahrt roieber nach ihrem Ausgangspunkt zurückbringen. Kinber unb Eltern sollten nicht biefe vielleicht nie wieberkehrenbe Gelegenheit versäumen, für verhältnismäßig wenig Gelb bie Schönheiten des Rheins kennen zu lernen. Seine Durchlaucht ber Fürst von Stolberg- jBernigerobe-Oebem stiftete für bas Jugenbfest eine von ber Fürft-Stolderg-Hütte in Ilsenburg gefertigte Hinbenburg-Plakette.

# Schotten, 21. Aug. Nachbem am vergan- aenen Mittwoch bie Schüler ber hiesiaen Real­schule in Berbinbung mit benen uerfajiebener an- berer oberhessischer Realschulen eine Rheinfahrt unternommen, bie sehr anregenb verlief, beabsichtigt nun auch bie Bolkss chu l e bes Kreises eine Schülerfahrt zum Rhein. Dieser Entschluß ist sehr begrüßenswert. Möchte man boch wünschen, baß jeher Deutsche einmal Deutschlanbs schönsten Strom gesehen habe. Da bie Kosten für bie Fahrt verhältnis­mäßig gering sinb, darf mit einer guten Beteiligung gerechnet werben.

Kreis Lauterbach.

Aus dem nördlichen Oberhessen. 21. Aug. Die Ernte geht auch hier ihrem Ende entgegen, nachdem sie durch das Äegenwetter der letzten Tage eine Verzögerung erfahren hat. Hier und da harrt noch ein Hafä^feld des Schnit­tes. Auch das Einfahren des Getreides, das in­folge starker Gewitterregen eingestellt werden nnchte, nahm heute wieder seinen Fortgang. Das Korn ist restlos geborgen, Weizen und Hafer sind auch schon größtenteils eingefahren. Wenn die Sonne noch einige Tage ohne Unter­brechung scheint, werden die letzten Arbeiten bald beendet sein, und in unserer Gegend wird man bann wie in der Wetterau auch von einer gut geborgenen Ernte sprechen formen. Mit dem Ertrag der Ernte ist man durchweg recht zufrieden.

Kreis Wetzlar.

V Wetzlar, 21. Aug. In ber Nacht vom Mitt- woch zum Donnerstag ist ber bem Dreschmaschinen»

Besitzer Fr. Arnolb aus Lohra bei Marburg ge­hörige Srefdjroagen vollstänbig bis aut Die Vifenteile bes Wagens abgebrannt. Arnolb be- fanb sich auf ber Fahrt oon Dornholzhausen unb Münchholzhausen unb hatte seine Dreschmaschine über Nacht auf ber Straße nach Dutenhofen, bie an ber Franzenburg abzweigt, oberhalb bes ftäb- Nschen Seinbruchs, ausgestellt Vermutlich liegt Branbftiftung vor. Polizeiliche Ermittelun­gen sinb im Gange.

X Dut en Hofen, 22. Aug. Wegen Neuherstel- lunq ist ber sog. We11 erweg, weicher bie Ber­binbung ber ttreisstraße GießenWetzlar mit ber Straße DutenhofenWeylar über Garbenheim her- stellt, seit vielen Wochen gesperrt. Bide Autos, Motorräber unb Rabsahrer benutzen baher bie sehr steile Hauptstraße bes Dorfes, wodurch sich auf bie,er ein sehr lebhafter unb oft gefährlicher Verkehr ent- wickelt. Währenb bie vielen hiesigen Lanbwirte bis jetzt stets im Herbst auf auswärtige Dresche Maschinen warten mußten, hat eine solche jetzt hier ihren Einzug, hoffentlich für immer, gehalten, ba ein Lanbwirt eine solche beschafft hat unb ber All­gemeinheit zur Verfügung stellt. Durch bie große Hitze im Vormonat ist ein erheblicher Teil her Zwei- schen abgefallen unb es entsteht hierburch ein großer Ausfall ber in jedem Herbst von flänblem stark ge­suchten Früchte.

Starkenburg uv. Rheinhessen.

Darm Habt, 23. Aug. (WB.) Heute in ber IHiltagsflunbe würbe im Walde zwischen her Lscholl- brürfer Straße unb dem Bef,unger weg, in her Vähc ber ehemaligen Trainkaferne, eine weib­liche Leiche gefunben. Kops, Arm unb Beine waren kreuzweise am Körper ju,ammengebunbcn. Der Kopf wies Verletzungen auf, unb um ben hals war ein Strick geknüpft. Es hanbelt sich um eine Jrau oon mittlerer Statut im Alter von 25 bis 30 Jahren. Die Frauensperson ist zweifellos an einem anbeten Ort ermorbet, verpackt unb in ben frühen Blorgenftunben an bie Funbslelle verbracht worben. Die Leichenstarre war bei ber Auffindung noch nicht eingetreten, so daß bie Tat nur in der Nacht oon Samstag auf Sonntag erfolgt fein kann.

* Darmst ad t, 24. Qluq. Die diesjährige Tagung kes Mittelrheinischen Gae-und Wasserfach wän nerverein S findet in der Zeit vom 4. bis 7. September 1925 Hierselbst statt. Mehrere namhafte Professoren der Technischen Hochschule Darmstadt haben sich bereit erklärt, Vorträge aus dem Gebiet der Gas- und Wasser­technik zu halten.

Hcsscn-Nassau.

fpd. Marburg, 23. Aug. An der Schröcker Gleiche befindet sich, von mächtigen Bäumen umschirmt, die 1596 von Ludwig ly. von Hessen kunstvoll mit Steinen eingefaßte Elisabethen- quelle. Der Sage nach weilte die hl. Elisabeth oft hier und wusch in dem weichen Wasser ihre Wäsche, warf sie dann in die Luft, wo sie unter dem Einsluß der Sonnenstrahlen trocknete. Zum Gebet besuchte sie dann die hl. K r e u z k i r ch e, die lange Zahrhunderte verschollen war. Dor kurzem wurden nun bei Waldarbeiten etwa fünfzig Meter oberhalb der Quelle durch Wald­arbeiter die Grundmauern der Elisabethen- kapelle entdeckt. 2eht ist man damit beschäftigt, die Ruinen und die innere Einrichtung freizu­legen.

X Marburg, 23. Aug. Bei äußerst zahl- reicher BeteUigung würbe gestern unb heute hier ber Zentralverbanbstag ber Haus- unb Grunbbefitzeroereine Deutschlanbs abgehalten. An die gestrige geschlossene Delegierten- tagung im Lanbgrafenhaus schloß sich abenbs in ben Stabtfälen eine Begrüßungsfeier an. Heute früh schloß sich im gleichen Lokale bie öffentliche Hauptversammlung an, bie ber erste Vorsitzenbe, Reichsrats- unb Stabtratsmitgüeb Humar - Mün­chen leitete. Als erster Redner sprach Reichstagsab- georbneter Prof. Brebt - Marburg, ber bie Be­seitigung ber Nöten bes Haus- unb Grunbbesitzes als bie wichtigste Wirtfchaftsfrage bezeichnete unb deshalb den Zusammenschluß sämtlicher Haus- und Grundbesitzer forderte. Weitere Begrußiingsan- sprachen hielten Landrat Schwebe!, Bürger­meister Mueller unb Diplomingenieur Bauer- Marburg, Landwirt Hohl vorn Landbund, Dr. 2a t) mann vorn Jndustrieverband und Syndikus P o h l m a n n , der Glückwünsche oon der Saar entbot. Reichstagsabgeordneter Iörri ffen - Köln schilderte alsdann in längerem Vortrag die Kämpfe des Verbandes gegen die Wohnungszwangs, wirtschaft und vergaß auch nicht, die bereits erzielten Erfolge zu erwähnen. Er betonte ferner, daß ber alte Hausbesitz nur burch Arbeit ersparte Notgroschen für bas Alter bebeute. Durch bie Zwangswirtschaft würde diesen Leuten eine von ihnen selbstgeschaffene Rente vorenchalten. Der Be­hauptung, daß der Hausbesitz Sachwert darstelle, hielt er entgegen, daß diese Sachwerte andauernde Verluste brächten. Auf alle Fälle sei es nicht rich? tig, die Miete als Steuer zu betrachten. Aus allen diesen Gründen müfle die Wohnungszwangswirt, schäft fallen, dann gebe es Arbeit im Baugewerbe und allem, was damit zusammenhinge und die Woh­nungsnot würde bald der Vergangenheit ange­

boren. Dnr Borstyenbe ergänzte diese Ausführung«« dahin, daß dcr Bert dcs Haus- und Grundbesitzes durch bie Zeitoerhältnisie kaum noch ein Drittel gegen früher bebeute. Er erinnerte babei an den großen Beamtenapparat, ben die Zwangsbewirt­schaftung nötig mache unb beschäftigte sich ferner bei denen es ,o schwer gehalten, die Gläubiger halb- wegs zu schützen. Eine in bem Sinne ber Ausfüh­rungen gehaltene Entschließung fanb einstim­mige Annahme. Es sprachen bann noch in zu­stimmenden Sinne ein Vertreter bes Arbeitsmini- fieriums aus Berlin, sowie eine Anzahl Delegierter. An die Tagung schlossen sich Ausfluge in bie Um-

l?I Herborn, 21 Aug. Der Betrieb der LandeS-Heil- und Pflegeanstalt hat sich in der letzten Zeit durch neue Zuweisung« bedeutend vergrößert. Die hiermit bedingte Ver­mehrung deS Pflegepersonals zwang zu neuen Bauten, deren man drei hat erstehen lasten. Das Fernheizwerk hat man auf Warmwastev- heizung eingerichtet Auch ein eigenes Elek- t rizitä tswerk wurde erbaut.

fpd. Frankfurt a. M., 23. Aug. Die Lage im Transportarbeiterstreik ist unverändert. Aus keiner Seite ist man bis­her qewistt, dem Gegner entgegenzukommen. Die großen Betriebe werden durch Streikposten belagert. An vereinzelten Stellen kam es wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Arbeitswilligen und Streikenden. Der Bankbeamtenper- cin ist an die Banken um Erhöhung der Gehälter herangetreten und begründet das mit der steigenden Teuerung. Falls keine gütliche Einigung zustande kommt, soll der Schlichter ent­scheiden. Der Vorschlag wurde jetzt von den Ban­ken angenommen. - Der Ingenieur Franz Dön­ges ans dem Stadtteil Rödelheim war mit seinem Bruder, einem ehemaligen Pionieroffizier, und zwei Arbeitern im Auftrag einer Firma auf einem auswärtigen Platze mit der Entladung und Vernichtung von Granaten beschäftigt. Entgegen den Weisungen der Firma cntluben die vier Personen auch eine mit langsam wirkenden Giftgasen gefüllte Granate. Alle vier trugen schwere Vergiftungen davon, an deren Folgen jetzt der Ingenieur Dönges und ein Ar­beiter verstorben sind. Die beiden anderen Per­sonen liegen noch lebensgefährlich erkrankt dar­nieder. Im elterlichen Garten erschoß sich ein 25jähriger Kaufmann. Der junge Mann fiel kurz nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangen­schaft französischen Werbern in die Hände und mußte zwangsweise fünf Jahre In der Fremden­legion dienen, aus der er vor kurzem zurück­kehrte. Jetzt hat er sich in einem Anfall geistiger Umnachtung erschossen.

spd. Frankfurt a. M. 23. Aug. In einer hiesigen Badeanstalt wurde ein junger Kauf­mann beim Baden von einem Starrkrampf befallen und ertrank. Ein junger Mann schoß im Scherz auf seinen jüngeren Bruder. Die Waffe entlud sich, die Kugel drang dem Bruder unterhalb des Herzens in die Brust. Der Tod trat in kurzer Zeit ein. 3m Osthasen- gelände wurde ein dreizehnjähriger Junge von einem Lastauto übers ahren und so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit verschied. - Der Verband deutscher Dlumengeschäfts- in&aber hält augenblicklich bei einer Beteili­gung von mehr als 700 Mitgliedern in Frankfurt seine diesjährige Tagung ab. AuS diesem Anlaß haben die zahlreichen heimischen Blumengeschäfte köstlichen Blumerrschmuck in ihren Läden angelegt. Besonders reizvoll aber ift die Ausstellung von Pflairzen und Blumen, die der Palmen - garten den Fremden bietet. Die Schau umfaßt eine unüberfebbarc Fülle von heimischen und exotischen Blumen und Pflanzen und erregt natur­gemäß die Bewunderung der gewiß verwöhnten Gäste. Aber auch zahllose Privathckuser haben ihre Ballone, Fenster und vor allem die Vor­gärten zu Ehren der kritischen Fachleute festlich herausgeputzt. Die Verhandlungen selbst brach­ten zahlreiche geschäftliche Fragen und deren Erledigung und schließlich mehrere Fachvorträge. Im nächsten Jahre plant der Verband mit älnterstühung amtlicher Kreise die Abhaltung eines Muttertages für ganz Deutschland.

V Ufingen, 21. Aug. Dieser Tage »er- ftarb ber ä Hefte Bürger her Stabt, Herr Wagnermeifter Wilhelm Born im Alter oon 90 Jahren.

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