in der
in Angora unterzeichnet wurde.
tag
Der Reichswehrkommandeur erklärte sich be-
nachdem der Reichswe
laubnis
Ruhleben
Vertreter bc
bei diessr Debatte kein
2.
Auswärtigen
Ausschuß überwiesen
Beratung des
von den 3o=
Dampfer Dampfer
Das ManöverrmglücK au? der Meser.
reit, eine solche Fähre zur Verfügung zu stellen, rReichswchrministerdieEr- erteilt habe. Das Gericht wird über
Zuspitzung der Lage in China
Vor ernsten Ereignissen. — Fremdenmorde.
den englischen und den italienischen wieder flott zu machen. Der spanische wird als verloren angesehen.
TodeSsturz beim Trabrennen.
Bei dem gestrigen Trabrennen in
*
Der „Temps' meldet aus Athen, daß dos g i e ch i s ch - t ü r k i s ch e Abkommen am Sonn
gen vernommen werden. Es sind vorwiegend Infanteristen und Pioniere aus Minden. Detmold Und Bückeburg, die an der Unglücksfahrt teilgenommni haben. Zunächst wird die Frage einer Ortsbesichtigung angeschnitten. Der Vorsitzende schlägt vor. am Mittwoch und Donnerstag aus einer großen Fähre In Velten- heim eine Uebersehung vornehmen zu lassen. Verteidiger und Staatsanwalt hielten eine Ortsbesichtigung nicht für erforderlich und empfahlen, die Besichtigung einer solchen Fähre in Minden vor- zunehmen.
Es folgt die zweite zialdemotroten M aller -Franken und Genossen eingebrachten Gesetzentwurfes zur Verlängerung der Dauer der E r w e r l, s l o s e n f ü r- sorge im besetzten Gebiet. Der Ausschuß für soziale Angelegenheiten ist auf Grund der Regierungserklärung zu einer Ablehnung des beantragten Gesetzentwurfes gelangt, beantragte aber eine Entschließung, in der die Regierung ersucht wird, ihrerseits die Erwerbslosenunterstützung im besetzten Gebiet fortzusetzen und insbesondere die Dauer der Un-
M i n t e n, 23. Juni. (SIL) Am heutigen
Verhandlungstage des Prozesses wegen des Manöverunglücks auf der Weser sollen 38 Zeu-
Aus aller Welt.
Schweres Unwetter in Spanien.
Nach einer Meldung aus Madrid haben in Spanien schwere Gewitterregen große Ueberschwemmungen verursacht. 14 Personen wurden durch Blitzschläge getötet.
Schiffsunglück.
Wie Havas aus Eadix berichtet, ist ein spanischer Dampfer bei Kap Vincent g e- strandet. Der italienische Dampfer „Val- mate" sowie der englische Dampfer „Lang- t o n h a m", die ihm Hilfe bringen wollten, ind Dabei ihrerseits infolge des Vebels eben- alls gestrandet. Hilfe ist unterwegs, um
Wettervoraussage.
Wieder starker bewölkt, wechselnde Winde, wenig Temperatur-Aenderung, regnerisch.
Rachdem sich das kleine Tief über Mitteldeutschland aufgefüllt hat, kommt ein neues schwaches Tief von Vordosten heran, während das Hochdruckgebiet im Vordwesten unverändert ist. Der Durchgang des Tiefs wird vorübergehend neue Störungen bewirken.
„Den Teilnehmern am Presseflug durch siebe Staaten besten Dank und herzlche Wünsche für den glücklichen weiteren Derlauf des so bedeutsamen Fluges. Reichskanzler Dr. Luther."
politische Nachrichten.
Herzog Vvrk eröffnete den zehnten Internationalen Eisenbahnkongreß. Lieber hundert Delegierte fast aller Länder der Welt sind zu dem Kongreß erschienen. Deutschland und Rußland nehmen daran nicht teil. Soulos, der Vertreter der Belgischen Staatseisenbahn, führt den Vorsitz. Der Kongreß wird etwa zwei Wochen dauern.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 24. Iunt 1925.
Saarturner in Metzen.
Zum 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest, das bekanntlich vom 31. Juli bis 4. August in unserer Stadt abgehalten wird, werden u. a. auch zahlreiche Turner und Turnerinnen aus dem Saargebiet hier eintreffen. Diesen Turngästen muß die ganz besondere Gastfreundschaft unserer Mitbürger gelten, die nicht allein in einem festlichen Empfang am Bahnhof, sondern vor allem und entscheidend in der Quartier- Bereitstellung zum Ausdruck kommen muh. Der WohnungsauSschuß, der in unserem heutigen Anzeigenteil zur Quartieranmeldung für die Gäste von der Saar auffordert, spricht mit Recht von einer Ehrenpflicht, die unsere Bürgerschaft diesen Volksgenossen gegenüber zu erfüllen hat. Die Drüber und Schwestern von der Saar, die bisher allen französischen Bestrebungen auf Losreißung des SaargebietS vom deutschen Vaterland prächtigen Widerstand entgegengesetzt haben und die im Iahte 1935 endgültig über die Zugehörigkeit des Saargebiets zu Deutschland bestimmen sollen, müssen auch in unserer Stadt die Lleberzeugung bekommen, daß wir ihre Treue mit gleicher Liebe und Treue lohnen. Wer es irgendwie möglich machen kann, sollte neben der Quartiergestellung auch nicht verfehlen, feine Gäste von der Saar kostenlos zu verpflegen, denn die Frankenwähmmg, die unseren Daar- bewohnern von den Franzosen aufgezwungen wurde, ist jetzt so schlecht, daß unsere Saarturner eine wirtschaftliche Erleichterung durch freie Verpflegung sehr gut gebrauche können. Mögen die Turner urrd Turnerinnen aus dem Soargeoiet überall eine freudige Aufnahme finden, mögen sie bei ihren Quartiergebern zugleich liebe Tischgäste sein, um mit den besten Eindrücken in ihre Heimat zurückkehren zu lönnenl Wenn dieser Wunsch von unseren Mitbürgern erfüllt wird, dann werden auch sie zur Stärkung der deutschen Sache im Saargeviet sehr wirksam beitragen.
Zollpflichtige Briefsenvuugen nach dem Snargebiet.
Heber zollpflichtige Briefsendungen nach dem Saargebiet herrscht in Absenderkreisen vielfach Unklarheit. Wer es vermeiden will, daß feine Sendung von der französischen Zollverwaltung in Saarbrücken beschlagnahmt wird, muß folgende Bedingungen genau beachten:
a) Offene Briefsendungen (zollpflichtige Warenproben oder Drucksachen^ müssen einen auffälligen grünen Zettel (Gröhe etwa 4 x 7 Zentimeter» mit der Aufschrift tragen: Dem Zoll vorzulegen. Darunter sind anaugeben! Art (nach den Bezeichnungen des französischen Zolltarifs». ih'fbutnn, Gewicht und Wert der Ware. Diese Angaben tonnen auch aus einer besonderen Zollerklärung gemacht werden, die in die Sendung zu legen oder haltbar an ihr, zu befestigen ist.
b) Verschlossene Briefsendungen, auch Päckchen, müssen die gleichen Zettel mit denselben
bei Berlin fiel der Herrenfahrcr E. Fritsche hintenüber auf den Sulf., Er erlitt durch den Sturz und durch einen Hufschlag des Pferdes einen so schweren S ch ä d e l b r u ch> dah er nach Ucber- führung ins Krankenhaus starb.
Amtes zugegen sei.
Oie Vorlage wird alsdann dem Auswärtigen
worfen. Der Konsul habe eine Entschuldigung verlangt und widrigenfalls mit einer energischen Aktion gedroht.
Die Fremden verlassen Kanton.
London, 24. Iuni. (W.T.D.) Blätter» metiningen zufolge sind alle in Kanton lebenden Amerikaner von dem amerikan scheu Konsul angewiesen worden, die S t a d t z u v e r l a s s e n. „Daily Mail" berichtet aus Hongkong, daß alle Züge nach der chinesischen Grenze mit Flüchtlingen überfüllt seien. Rach einer Pekinger Depesche desselben Blattes dauert der gegen England gerichtete Feldzug in der chinesischen Presse fort. Auf zahlreichen Plakaten wird die Bevölkerung aufgefordert, d ie Engländer totzuschlagen.
Klärungsverfuche.
London, 23. Iuni. (WB.) Reuter. Das diplomatische Korps in Peking hat den einstimmigen Beschluß gefaßt, direkte Verhandlungen mit der chinesischen Regierung zu eröffnen, um die Verantwortlichkeit für die Ereignisse in Schanghai f e st z u st el l e n und einen Versuch zur Regelung der Lage zu machen.
bestätigten Meldungen aus Wutschau
Provinz Kwantung sei dort der japanische Zollkvmmissar getötet und zwei andere Iapaner verwundet worden. In Wuigpo nehme die fremdenfeindliche Bewegung zu. Das Zollhaus sei von Ruhestörern geplündert worden. In Tschinkiang wurde der japanische Konsul auf der Straße mit Steinen be-
Wiederaufnahme der deutsch- polnischen Handelsvertrags-
Verhandlungen.
Warschau, 24. Juni. (IlL) Außenminister Skrzyneki hat den deutschen Gesandten Rauscher zu einer Unterredung empfangen, die sich, wie die Blätter Mitteilen, mt der Möglichkeit der Fortführung der deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen beschäftigte. Prondzynski, der Leiter der polnischen Delegation, ist nach Berlin abgereist, um die Verhandlungen mit den deutschen Vertretern wieder aufzunehmen.
fei, aber biS auf einen geringfügigen Punkt könne er angenommen werden. Der Vertrag werde Annahme finden und die Werlk auf eine neue, festere Grundlage stellen. Im An- schluh hieran stellt Ministerialrat Windisch eine Reihe von Behauptungen, die der kommunistische Abgeordnete Galm in seiner gestrigen Rede ausstellte, richtig. Er erklärte u. a.: Abg. Galin habe Lohnzissern genannt, die einer unvollständigen Lohnliste entnommen waren, deshalb hat et niedrigere Löhne angegeben. Prämien sind nicht nur an unorganisierte Arbeiter bezahlt worden, sondern es waren Leistungszulagen an besonders tüchtige Arbeiter, einerlei, ob sie organisiert waren oder nicht.
Die Mitteilungen über die Löhne und die Arbeitsverhältnisse in Wölfersheim veranlassen Abgeordnete der Kommunisten und Sozialdemokraten zu Entgegnungen, worauf Ministerialrat Windisch erwidert. Im Verlauf der Debatte fragt
Abg. Dr. Werner (Dntl.) über die Kündigungsmöglichkeit des Vertrages mit dec Provinz Oberhessen an.
Finanzminister Henrich erwidert, daß der Vertrag bis 1923 läuft. Abg. Dr. Werner meint, daß ein früherer Kündigungstermin wün- f^nswert sei.
Ministerialrat Windisch bemerkt Mau, daß periodisch immer, je nach den Erfordernissen der zeitlichen Verhältnisse, eine Aenderung des Vertrages vorgenommen werde. Die Abg. Dr. Leuchtgens und Glaser beantragen zu diesem Kapitel die Zahl der Beamten auf den Stand von 1914 herabzusehen und 100 000 Mark an die Haupt- staatskafse abzuführen. Diese Anträge werden von der Mehrheit des Hauses abgelehnt und das Kapitel in Einnahme und Ausgabe von 1 991 823 Mark angenommen.
Es folgt eine Bause. Während dieser Zeit tagt der Finanzausschuß. Rach Wiederaufnahme der Verhandlungen werden die Abstimmungen über Kap. 1 (Forst- und Kameralgüter) vorgenommen. Das Haus stimmt einstimmig einem Antrag zu, mehrere Positionen der Anträge Dr. Leuchtgens und Glaser (der oben bereits erwähnt ist) dem Sechser-Ansschuh zu überweisen. Ferner wird ein Mehrheits-Ausschußantrag, die Anträge der Abg. Dr. Leuchtgens und Glaser abzulehnen gegen die Stimmen des Vauernbundes und der Deutschnationalen angenommen. Die Einnahmen und Ausgaben des Kapitels werden bewilligt. Der Antrag Angermeier und Gen. über die Iagdverpach- t ungen wird abgelehnt, dagegen eine Regierungsvorlage über den Erwerb von Einrich- lungsgegenständen des Hofgutes Ruoff zu Konradsdorf durch den Hess. Staat angenommen. Von einem Antrag Wolf und Gen. wird der zweite Teil angenommen, wonach sofort ein in Artikel 21 des Gesetzes über die Forstverwaltung eingesetzter Beirat in . Wirksamkeit treten soll.
Hierauf soll über einen kommunistischem Antrag Galin abgestimmt werden, 53 003 Mark zu LohnaufbesserUngen für die Wölfersheimer Arbeiter bereitzu st eilen. Die Sozialdemokraten beantragen dagegen eine Lohnaufbesserung mit rückwirkender Kraft (bis April) eintreten zu lassen. Es entspinnt sich hierüber eine Debatte zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten. Abg. Dr. Leuchtgens (Dbd.) weist auf die Wettrennen der bei Öen Parteien in. der politischen Agitation hin und will die Anträge ablehnen . Abg Dr. Werner (Dntt.) macht auf die Schwierigkeiten von Regiebetrieben aufmerksam. I Ec empfiehlt eine Regelung nach dem Antrag ■ Dr. Leuchtgens, der nicht will, daß so gv'fje 5” Rücklagen gemacht werd n. sondern daß die , Mittel, die dadurch erlangt werden zur Verbefs - ' rung des B.t iebes verwandt we den D r Rot- lage. nam n rid) der ungelernten Ar eiter ömie adaeholfen werden Finanzmimste' Henrich spracht für die Ablehnung der Anträge, weil hier Mittel angefordert werden, für die noch keine Deckung vorh'nden ist.
Abg. Scholz (D. V. P.) bem r t d:h bet -Annahme einer der Anträge eine Abänderung der Entscheidung des Schiedsgerichte borge nomm n wurde; d:s Barl in n tr.te dann al’ Ob:rschiedsgerichi in 5er Lohnfrage aus. Rach weiterer Debatte wird ein Antrag des Aui-» schuss es. der ein" Lohnaufbess-rung mit rückwirkender Kraft bis zum 1. Mai v rsi h', gegen die Stimmen der Rechten des Hauses angenommen.
Bei Kap. 6, Salzwerk, Badeanstalt und Tiefbauamt
Dad-Rauhelm bringen mehrere Abgeordnete Einzelwünsche zur Sprache. Die Abgg. Weckler (Ztr.), Haurh (D. Vpt.) und Kindt (Dntl.) sprechen gegen den Regiebetrieb einer Schreinerwerkstätte der Badeanstalt. Abgeordnete der Sozialdemokratie verteidigen den Regiebetrieb. Zu diesem Kapital liegt ein Antrag Dr. Leuchtgens-Glaser vor, 100 000 Mk. mehr in Einnahme einzustellen. Ein Antrag Dr. Werner ersucht, die Däderpreise erträglicher zu gestalten und von einem Uebsrschuß (100 000 Mr. sind vorgesehen) mindestens 50 Proz. der Hauptstaatska s s e zuzufuhren. Dec Antrag Dr. Leuchtgens-Glaser wird in der Abstimmung abgelehnt, der Antrag Dr. Werner angenommen und die Einnahmen und Ausgaben des Kapitels mit 2 335 326 Mk. bewilligt. Ein Antrag Roth (Komm.) auf Errichtung eines Erholungsheims wird abgelehnt, t- ---
Deutscher Reichstag.
Berlin, 23. Juni. In der ersten Beratung des Gesetzentwurfes über den deutsch-schwedischen und den deutsch-finnischen Schiedsgerichts- und Ber- gteichs-Handelsgerichtsvertrag spricht Abg. Schiik- k in g (Dem.) im Namen Der interparlamentarischen Union seinen Dank für die durch solche Verträge geleistete Arbeit für den Rechtsgedanl'en in der Welt aus
Abg. Dr. B r e i t s ch e i d (Soz.) bemängelt, daß
diese Frage noch beschließen.
Die dann vernommenen Zeugen gaben Auskunst über das Verhalten der Mannschaft auf der Fähre, die sich, als der Schreckensruf „Wasser im Ponton!" ertönte, unruhig bewegte und dadurch die Fähre ins Schwanken brachte.
Der Zeuge Amtsgerichtsrat M i d e l d o r f - Vlotho berichtet Über die Vergung der Fähre. Gebrochene Balken seien nicht fest- gestellt worden. Die Fähre muh sich beim Abtreiben gedreht haben. Als der Zeuge die Aussagen Keßlers erläutern will, protestiert Rechtsanwalt Dr. Müller dagegen, daß der Zeuge irgendwelche Werturteile abgebe und ersucht um Protokollierung für die zweite Instanz. Oberst Stobbe-Berlin teilt mit, daß die Versuchsbelastung einer Fähre mit Mannschaften am Ufer gestattet werde, dagegen nicht die Ueberfahrt mit Mannschaften. Die Verhandlungen wurden darauf auf Mittwoch 8 Uhr früh vertagt.
Der Siebenstaatenflug.
Zürich, Zö. Juni. (T. U.) Bei schönem Wetter startete das Großflugzeug des Siebenstaatenfluges heute vormittag zu feinem Fluge nach Wien und München. Gestern waren die Flugteilnehmer im Hotel Dolder in Zürich Gast des deutschen Konsuls Exz. R e i n b o l d t, der Stadt Zürich und der Züricher Presse. Als Vertreter der Flugteilnehmer sprach der Nachrichtenchef der Junkerswerke den Dank der Flugteilnehmer aus.
In Zürich fanden die Flugteilnehmer das Antworttelegramm des Präsidenten des Danziger Senats vor:
„Mit Dank für freundliches Telegramm sende ich aus dem erst besuchten Staate herzliche Gruße den Pionieren der neuen Länderverbindung und wünsche glückliche Heimkehr zum Ruhme deutschen Unternehmungsgeistes."
Der deutsche Gesandte in Genf, Dr. Muller, hatte ebenfalls ein herzlich gehaltenes Begrüßungstelegramm beschickt, in dein er bedauert, nicht per» sönlich an dem Empfang teilnehmen zu können.
In München.
Nach dem um 11.05 Ubr in Zürich erfolgten Start landete dos Flugzeug, das sich in einer Durchschnittshöhe von 800—1000 Meter gehalten hatte, um 12.31 Uhr auf dem Flugplatz M ü nche n - Ober wiesen seid . Dort hatte sich eine Reihe offizieller Persönlichkeiten eingefunden. Ministerialdirektor v. L u tz begrüßte im Namen des Ministerpräsidenten und der bayerischen Regierung die Teilnehmer des Sicbenstaatenfluges. wobei er hervor- hob, wie sehr die bayerische Regierung sich der Bedeutung des Luftverkehrs bewußt fei,' und wie sie in dem Siebenstaatenflug der deutschen Press die bedeutungsvolle Möglichkeit für die Manner der Presse sähe, aus eigener Ueberzeugung und Erfahrung das Vertrauen zum Luftverkehr in die weitesten Kreise zu tragen. Für die Flugteilnehmer dankte Chefredakteur Steinfurth von der Telegraphenunion Berlin. An den Empfang schloß sich ein kleiner Imbiß an, bei dem der Oberbürgermeister S ch a r n a g l im Namen der Stadt München die Gäste herzlich begrüßte. Nach einstündigem Aufenthalt ging der Flug nach Wien weiter, wo eine längere Rast eingelegt werden wird.
In Oesterreichs Hauptstadt.
Wien, 23. Juni. (TU.) Heute nachmittag kurz nach 44 Uhr ist das Junkersgroßflugzeug mit den Vertretern der reichsdeutschen und österreichischen Presse ans dem Flugfelde Aspe r ni bei Wien gelandet. Der Flug von München in die österreichische Hauptstadt war von herrlichem W e t- t e r begünstigt. Das Flugzeug machte vor seiner Landung nordostwärts von Wien eine große Schleife über ungarischem Gebiet.
Zum EMpsnttge der Gäste hatten sich auf dem Flugplatz zahlreiche Persönlichkeiten eingefunden, darunter der deutsche Geschäftsträger Är, Barch e r k s mit den Herren der deutschen Gesa n d ts ch a f t, von der österreichischen Bundesregierung Minister für Handel und Verkehr Dr. Schiirff.
Die offizielle Begrüßung, die einen außerordentlich herzlichen Charakter hatte, war von dem Gedanken der engen unzerstörbaren Zu- sammengehörigkeii Oesterreichs und Deutschlands getragen. Handelsminister Schürff hieß die Flieger namens der Bundesregierung herzlich willkommen und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß auch dieser Tag eine Annäherung zwischen beiden Staaten bedeute.
Gesandtschastsrat Dr. Borcherts gab Kenntnis van folgendem Telegramm des Reichskanzlers^
terftützung über 26 Wochen hinaus bis auf ein Jayr zu verlängern, ferner für öffentliche Aufträge und Notstandsarbeiten im besetzten Gebiet Sorge zu tragen und zu erwirken, daß auch die Gemeinden des besetzten Gebietes den Arbeitslosen eine sorgsame Fürsorge zuteil werden lassen.
Die Sozialdemokraten beantragen namentliche Abstimmung über die Entschließung des Ausschusses.
In namentlicher Abstimmung wird hieraus der A u s s ch u ß a n t r a g, den sozialdemokratischen Gesetzentwurf abzutehnen, mit 199 gegen 158 Stimmen angenommen. Der Antrag der Kommunisten wird abgelehnt. Die Entschließung des Ausschusses wird mit großer Mehrheit angenommen.
Es folgt die zweite Beratung der von den Sozialdemokraten und Demokraten eingebrachten Gesetzentwürfe, die die P a ch t s ch u h v r d n u n g vom 9. Iuni 1920 in verschiedenen Punkten abändert. um den Schuh der kleinen Pächter zu verstärken. Der Ausschuß für Wohnungswesen hat für diese Entwürfe eine etwas andere Fassung beschlossen.
Abg. Dr. David (Soz.) bemerkt, daß der Schutz der kleinen Pächter vor einer Beendigung der Pacht durch den Verpächter und der Vertreibung von Haus und Hof verstärkt werden müsse.
Abg. D o m s ch (Dntl.) führt aus, daß die Pachtschuhordnung bald wieder aufgehoben werben müsse, weil nur dadurch normale Verhältnisse im Pachtwesen geschaffen werden konnten.
Abg. West ermann (Dt. Dpt.) stellt sich grundsätzlich auf den Standpunkt des freien Verkehrs gegenüber dem Zwange. Vorläufig werde aber seine Partei nochmals für die Verlängerung der Pachtschuhordnung auf zwei Iahre stimmen.
Abg. Ronneburg (Dem.) ist gegen den Abbau der Pachtschutzordnung. Die demokratische Partei stimme gegen die deutschnationalen Anträge und für die Ausfchußanträge, eventuell auch für die Zentrumsanträge.
Damit schließt die Aussprache. Auf Antrag des Zentrums wird einstimmig beschlossen, daß die Derlängerungsmöglichleilen der Pachtungen unter zehn Hektar sich auch auf Sammel- pacytverträge erstrecken sollen, wenn der einzelne Pächter nicht mehr als zehn Hektar bewirtschaftet.
In bezug auf die Häuerlingsverträge wird auf Antrag Witter (Ztr.) und Genossen beschlossen: Liegt durch Verschulden des zur Arbeit verpslich- kten Häuerlings ein wichtiger Grund zur schriftlichen Aenderung des Arbeitsverhälmisses vor, so darf von der Befugnis, einen solchen Vertrag zu verlängern oder feine Kündigung für unwirksam zu erklären, kein Gebrauch gemacht werden.
lieber den Antrag der Sozialdemokraten, die Befristung der Verlängerung bis zum 30. September zu streichen, sie also zu einer dauernden zu machen, ergibt die namentliche Abstimmung die Ablehnung des Antrages mit 219 gegen 146 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Der Ausschußantrag auf Verlängerung bis zum 30. September 1927 wird angenommen.
Ein Antrag Rönnebera (Dem.), die Bestimmung in der geltenden Pacytfchuhvrdnung zu streichen, wonach die seit dem 1. Ianuar 1924 abgeschlossenen Verträge nicht darunter fallen, wird in namentlicher Abstimmung mit 185 geg^n 183 Stimmen bei zwei Stimmenenthaltungen an-- gcnoimncn. Dagegen wird ein Antrag der völkischen Abg. Henning und Genossen wonach die aus Reichsmark abgeschlossenen Pachtverträge nicht unter die Pachtsch'-ltzverordnung fallen sollen, in namentlicher Abstimmung mit 19? gegen 17'2 Stimmen abgelehnt
Im übrigen werden die Ausschußantröge bestätigt
London, 23. Iuni. (TU.) Die gestern in London aus Tokio eingetroffenen Meldungen, wonach in der Mandschurei große Unruhen ausgebrochen seien, haben große Erregung hervorgscufen. Die Ursachen der Unruhen sind mcht genau bekannt. Man glaubt jedoch allgemein, daß politische Agenten die Abwesenheit Tschang Tso Lins von der Mandschurei sich zu Ruhen gemacht haben, um in der Provinz Propaganda zu treiben.
Die Anzahl der nunmehr in Schanghai anwesenden Feng- Truppen wird auf ungefähr 6000 Mann geschäht. Die Truppen verfügen über modernes Kriegsgerät und haben vollständige europäische Ausrüstung. Ihre Ankunft in Schanghai rief besondere Vesorgnis herber, da man über die Gründe ihrer Anwesenheit nicht im Klaren ist.
KriegzwischenTschangundFeng?
Reu York, 23. Iuni. (TU. Funkspruch.) Rach Telegrammen aus Hongkong steht der Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den Truppen des Generals Tschang und denen des Generals Feng unmittelbar beoor. In Peking und Schanghai ist der Belagerungszustand berhängt worden. In Ringpo ist ein Japaner und ein Russe getötet^worden. Ein amerikanischer Zerstörer ist nach Ringpo unterwegs.
Plünderungen und Morde.
London, 23. Iuni. (WB.) Die Lage in China verschlimmert sich anscheinend. Rach un-


