wenn die '-Regierung ryre Drohung der Auf - f o f un g des Parlaments und der Ausschreibung von Neuwahlen wahr machen würde. Nicht etwa, weil die Opposition im Lande über keinen genügenden Anhang verfügte, wohl aber, weil — von der eigentlichen Parteiorganisation der Kemalisten abgesehen — der behördliche Ver» waltungsapparat in durchaus ausschlaggebendem Mähe in die Wagschale geworfen toerben könnte. Charakteristisch hierfür find Zeitungsmeldungen von Verhaftungen, mit welchen Provinzgouver- neure gegen Wahlmänner, welche erklärten, bei den kommenden Ersatzwahlen gegen die Negierungspartei stimmen zu wollen, vorgegangen sind.
Wenn auch die Fortschrittspartei prinzipiell für die Abkürzung der Mandatdauer der Abgeordnetenmandate eintritt, so ist es ihr doch unmöglich, schon jetzt der Negierungspartei in einem Wahlkampfe gegenübertreten zu können.
Die Existenzfrage der Fortschrittspartei ist zugleich auch die Existenzfrage des Parlamentarismus der Türkei überhaupt. Denn es ist klar, dah das Zwei- oder Mehrparteiensystem dem Parlamentarismus die Möglichkeit seiner eigentlichen Aufgabe der Kritik und Kontrolle der Regierungshandlungen gibt, ohne welche andererseits nicht von einem parlamentarischen Regime, sondern nur von einer verschleierten Parteidiktatur gesprochen werden könnte.
Landwirtschaft und Gartenbau.
Die Ernährungsansprüche von Gerste und Hafer.
IL
Nachdruck verboten.
3m Vergleich zwischen Gerste und Hafer lassen sich gewisse ifebereinftimmungen erkennen. 3m groben und ganzen bilden beidö Tetreidearten jedoch Gegensätze. Die stofsliche Zusammensetzung ist ziemlich ähnlich biS auf den Fettgehalt, der im Haferkvrn höher ist, als bei der Gerste, und bezüglich der Äschenbestandteile bis auf Kali und Kalk, ersteres findet sich im Hafer in geringerer, letzterer dagegen in wesentlich gröberer Menge. Ganz allgemein kann man sagen, daß gegenüber der Gerste als ai= spruchsvvllste aller Getreidearien der Hafer das genügsamste Getreide ist. Dies äubert sich schon allein darin, dah Hafer auf Böden der verschiedensten Art gedeihen kann, sofern er nur genügend Wasser zur Derfügung hat. Gerade auf nassen Böden, auf denen andere Getreide nicht mehr leben können, kommt man mit Hafer noch zu einer Ernte. Da nasse Böden meist hohe Säuregrade aufweisen, so ist damit auch gesagt, dah Hafer einen hohen Säuregrad ver» trägt. Diese Mgenfchaften des Hafers liegen vorwiegend naturgemäß in seiner Wurzclb^schas- fenheit begründet. Die Wurzel ist ausgedehnter und kräftiger als die der Gerste und erreicht auch gröbere Tiefen. Hand in Hand damit geht ein gröberes SäureausscheidungZvennögen, das sie befähigt, besser nährstoffausschliebend im Boden zu wirken. Daher wird der Hafer vielfach als „abtragende Frucht“ angebaut. Auch an die physikalische Bodenbeschaffenhett stellt er keine groben Ansprüche und ist daher für schlecht kultivierte Böden. Neuland, Wiesenumbruch und dergl. geeignet Aus dem Borbemerkten ergibt sich von selbst, baß der Hafer nach jeder Vorfrucht gebaut werden kann. Am schlechtesten verträgt er sich mit sich selbst, es sei denn, daß es sich um jungfräulichen Neulandbvden handelt. Gegen die Folge von Hafer auf Hafer spricht die Nematodengefahr, da er selbst Nematoden- träger ist.
Wenn nun auch durch die Anspruchslosigkeit des Hafers weite Grenzen für seinen Anbau gesteckt sind, so muß auf der anderen Seite betont werden, daß er eine gute Behandlung bezüglich Vorfrucht, Vorbereitung des Saatbettes und Düngung doch außerorbenttid) lohnt. Unter den extrem schlechten Verhältnissen ist meist nur eine rauh aufgezogene Landkarte verwendbar. Die hochgezüchteten Kultursorten dagegen können bei besseren Vegetationsbedingu^- gen ohne weiteres bis auf 20 Ztr. je Vi Hektar im Körnerertrag gebracht werden. Gerade das «MSgedehnte Wurzelshstem ermöglicht es der Pflanze, die bargebotenen Nährstoffe in weitgehendstem Mabe aufzunehmen und zu verwerten.
Als Stickstoffdünger sollen die Salveter- formen nicht auf sandigem, durchlässigem Baden angewendet toerben; dagegen wird in solchen Fällen Ammoniak embfoßLen, weil es für den Wasserhaushalt zweckmäßig erscheint. Es wird behauptet, baß d»r Haier sogar imstande fei, den- Ammoniakstickstoff direkt au^zunebmen. ohne vorherige iLnwandlung in bi2 Salpetei-farm. Doch ist diese Frage noch nicht als geklärt zu betrachten. Eine besonders gute Ausnutzung des Ammoniaks tritt jedenfalls in Verbindung mit einer Kalkdüngung ein, worauf noch näher hinge- wiesen wird. Der Phosphorsäurebcdarf des Hafens ist gering. Liegt ein an Phosphaten angereiche rt er Boden vor, so kann man unter Ilm» ständen von einer Phvsphorsäuredüngung ganz absehen. Doch kann andererseits eine schwache Phosphorsäuregabe immer nur von Nutzen sein, zumal sie nicht ausgewaschen wird und der Ackerkrume erhalten bleibt für die Nachfrucht. Infolge des AllfschlietzungsvermögeTrs des Hafers kann man daher von dem teuren Superphosphat ab=> sehen und zu der weit billigeren, schwerlöslichon Knochenmehlphosphorsäure greisen. Zum kleineren Teil wird sie dann dem Hafer, zum größeren Teil seiner Nachfrucht zugute kommen. Was das Kali angeht, so ist schon erwähnt, daß Hafer weniger davon braucht als Gerste. Trotzdem ist fein Kalianeignungsdermögen erheblich größer. Die Ausnutzung einer Kalidüngung wird also nach dem Gesetz des Minimums ganz davon abdängen, wievlel Stickstoff, Phosjchorsäure und sonstige lebensnotwendige Stoffe zur Verfügung stehen. Einer der wichtigsten Dünger für Hafer ist der Kalk Die ihm eigene bobeiraufschließende Wirkung tritt zu derjenigen der Haferwurzel hinzu, so daß diese in die Lage verseht wird, um so mehr Nährstoffe aufzunehmen. Kalk ist daher gerade auf Neuland besonders notwendig zu Hafer. Doch auch auf Land, welches in guter Kultur steht^ ist der Kalk in Verbindung mit anderen Kunstdüngern von großem Wert, lieber sein Zusammenwirken mit Ammoniaksti lstaff gibt ein exakter Feldversuch eht treffendes Bild, welcher in diesem Jahre in einem praktischen Betriebe des Kreises Gießen frei Göbelnrod unter wissenschaftlicher Leitung durchgeführt wurde. Es handelte sich dabei um einen guten sandigen Lehmboden. Die Parzellen mit einer Größe von etwa 1 Ar waren in dreifacher Kontrolle angelegt. Als Grundlage diente eine normale Kaliphosphatdüngung; Vorfrucht war Roggen. Di« Durchschnittsergebnisse der Parzellen in Zentner je Vi Hektar waren folgende:
Kaliphosphat ohne Ammoniak: Körner 11,77 Stroh 24.88.
Kaliphosphat und 1 Ztr. Ammoniak: Körner 13,47. Stroh 29,10.
Kaliphvsphat und V? Ztr Ammoniak mit 5 Ztr. Kalkmagnesia: Körner 13,31. Stroh 34,31.
Kalivhvsphat und 1 Ztr. Ammoniak mit 5 Ztr. Kalkmagnefia: Körner 13,18. Stroh 31.62
Aus diesen Zahlen ergibt sich zwrüchst daß durch die Düngung von 1 Ztr. schwefelsaurem
Ammoniak zu der Kaliphosphatdüngung etwa l12 Ztr. Körner und 4 3tr. Stroh je Morgen mehr geerntet wurden. Ferner zeigt sich, daß bei gleicher Kaliphospyatgabe mit der Hälfte des Ammoniaks der gleiche Kömerertrag, aber über baS Doppelte des Mehrertrags an Stroh erzielt wurde, und zwar dadurch, daß 5 Ztr. Kalkmagnesia je Morgen hinzugegeben wurden. Und schließliche ergibt sich noch aus dem Versuch, daß bei der letztgenannten Düngung eine Zugabe von einem weiteren halben Zentner Ammoniak nicht zur Ausnützung gekommen ist. Werden diese Ergebnisse in Geld ausgedrückt, so heißt das, daß außer der Kaliphosphatdüngung noch etwa 11 Mk. je Morgen an Dünger ausgegeben werden muß, jedoch nicht für einen Zentner Ammoniak, sondern für 1/2 Zentner Anmoniak und 5 Zentner Kalk, was zusammen etwa 11 Mk. kostet. Dazu kommen noch geringe Kosten für das Ausstreuen des Düngers. Demgegenüber steht einmal ein Mehrerlös für Körner von ungefähr 13 Mk. und von Stroh von wenigstens 27 Mk., zusammen von 40 Mk. Haüdelt es sich um Saatgut, so würde sich aus 11/2 Ztr. Körnern nach Reinigung vielleicht 1 Ztr. Saatware ergeben, dementsprechend also noch 5 Mk. zu 40 Mk. hinzuzu- rechnen sein. Rechnet man 12 Mk. davon ab. so blieben 28 bis 33 Mk. Gewinn allein durch die Mehrerzeugung. Nun kommt aber noch etwas weiteres hinzu. Die Güte des Ackers hat gewonnen. weit er ein Mehr von 5 Ztr. Kalk und ein Weniger von 43 Ztr. Ammoniak erhalten hat. Die Zugabe von ersterem hat die Krume physikalisch. biologisch und chemisch verbessert, das Weglasfen von letzterem Hal die Versäuerung des Bodens verhindert ober wenigstens nicht gesteigert. Dieses Versuchsergebnis ist ein erneuter Beweis für die Wichtigkeit des Kalkens, welche leider noch in weiten Kreisen der Landwirtschast verkannt ist und völlig unberücksichtig! bleibt.
3niDietr*eit in vorli gendem Versuche die Magnesia als Bestandteil des gegebenen Kalk- magnesia^üngers als Reizmüt.l gewirkt bat, mag hier unerörte'-.t bleiben. Es farm aus alle Fälle als feststehend angenommen werden, baß dem Kalk eine wesentliche Rolle zukam.
Zusammenfasienb kann gesagt werden, daß auch Hafer, der als anspruchsloseste Getreidrart bekannt ist, einer Volldungung dankbar ist und die Ausgaben für Kunstdünger bei sachgemäßer Anwendung reichlich bezahlt macht. Es ist jedoch nichts verkehrter als die Dünger wahllos und ohne Ueberlegung anzuwenden. Man wird dadurch mehr schaden als nützen. Dafür, daß der Landwirt sich die nötige Belehrung holen kann, falls er sie nötig hat, ist zur Genüge gesorgt. Er muß nur kommen. Von nichts kommt nichts, darüber müssen wir urrs klar fein. Dr. Cy.
Kennzeichen guter Pferdehuse.
(Nachdruck verboten).
drb. Das Hauptwerk eines Pferdes beruht auf guten gesunden Hufen. Ein gesunder Huf besteht aus einet Hormnasfe, die geschmeidig, stark und von einerlei Farbe ist, keine R'urge und Erhöhungen zeigt, aber auch keine Spalten und Risse. Bei der Zehe muß der Huf rund und nicht zu lang fein, die Ballen oder Fersen müssen weit, nicht eingezogen sein und dürfen sich nur wenig umbiegen. Die Seitenwände und Trachten müssen gerade herunterlaufen, die Wand an der Zehe, vom Saum an, muß zwar schief, aber glatt verlaufen. Sie darf nicht zu flach, noch weniger aber eingebogen sein. Pferde mit eingebogenen Hufen sind ..versprengt", sie fallen leicht. Die Trachten müssen stari und dürfen weder zu hoch noch zu niedrig sein. Zu hohe Trachten geben Veranlassung zu Zwanghufen. Bei hochgefesselten kann man sie nur dulden, weil dann ein Fehler einen andern verbessert. Die Hornmasse oben am Saum muß nur einen unt etwas weniger schmäleren Umfang haben, als der Rand unten am Huf. Am Saum muß eine merklich dicke Krone wahrzunehmen fein, die auf einen guten Homwuchs schließen läßt. Die Hornsohle muß nach dem Strahl hin etwas vertieft fein, bei ihrer Verbindung mit Zehe, Wenden und Trachten keine Abtreirnungen oder Riffe zeigen, auch in der weißen Linie feine roten Flecken aufweifen. Der Strahl endlich muß weich, elastisch und etwas feucht sein; aus der Spalte darf keine stinkende Flüssigkeit sickern. 3e elastischer der Strahl ist, umso besser ist er, doch darf er nicht allzu groß fein. Ein Pferd mit Hufen, wie sie hier beschrieben sind, kann ohne Nachteil etwas barfuß (unbeschlagen) und auch bei schlechtem Beschlage einige Zeit gut gehen. Bei trockenem Wetter ist ein öfteres Bespritzen der Hufe mit Wasser angezeigt, um der Sprödigkeit vorzubeugen.
Pflanzt Krrschbäume.
(Nachdruck verboten.)
Vor dem Kriege gab es iit Oberhessen 75 000 tragbare Kirschbäume. Damit war unsere Provinz den andern weit über, denn Rheinhessen hatte deren nur 63 000, Starkenburg mit seiner obstgesegneten Bergstraße sogar nur 48 000 ^vaume. Allerdings muß man drbei in Betracht fließen, daß die meilenlangen Alleen mitgezahlt sind, welche den Vogelsberg nach allen Seiten durchziehen und mit wilden Vogelskirschen bepflanzt sind, welche nur wenig Ertrag abwerfen, weil man sich dort einen vvlltragenden Baurn oft schon für eine Mark steigern kann. Inzwischen ist mehr als ein Jahrzehnt verflossen, das Verhältnis dürfte ein anderes geworden sein, denn unsere Straßenverwaltungen verhalten sich gegen Reupflanzungen von Kirschbäumen ablehnend. Da« gleiche gilt vom privaten Obstbau. 3a, vielfach dazu übergegangen, tragbare Ktrschbäume zu beseitigen, und begründet diese Maßnahme damit, daß es in vielen Gegenden, besonders m der Nähe von Städten, nicht möglich
sei, die Bäume zur Reifezeit der Früchte gegen Diebstahl, Abbrechen von Aesten imb gegen Spatzen und Stare zu schützen.
Trotzdem sollte nicht vergessen werden, daß der Kirfchbaum zu den einträglichsten Obstarten gehört. Man hat festgestellt, daß auf 14 3ahre höchstens zwei Mißernten kommen, daß der Kirfchbaum nur wenia unter Ungeziefer zu leiden hat und Näscherei uno Diebstahl von Menschen und Vögeln sich nur da empfindlich bemerkbar machen, wo Kirschbäume selten sind. 3n Den Kirschgegenden am Rhein z. B., wo es nicht weniger diebische Menschen uni> Stare gibt als bei uns, kommt der Ausfall, der von ihnen verursacht wird, kaum in Betracht, aber manche Gemeinde dort ist steuerfrei, weil die Kirschenernte alle Gemeindelasten deckt. Die Nachfrage an frischen Kirschen kann in feinem Jahr nvll gedeckt werden, unb der Verbrauch in dieser Obftart wäre auch in Gießer, ein bedeutend höherer, wenn nicht soviel Früchte aus den Markt gebracht würden, die durch den Transport bereits gelitten hätten.
Darum pflanze jeder, der Obstbäume setzt, auch Kirschbäume, besonders bann, wenn er Kinder hat, und wähle folgende Sorten: Cassins frixfjc Herzkirsche, Große Prinzefsinkirschs, Hedel- finger Riesen kirsche und von Sauertirichen die große lange Lotlirsche, die auch als Schatten- morelle bekannt ist. R.
Fragekasten.
Frage 13: An meiner südlichen Hauswand steht ein alter Weinstock, der im letzten Winter durch die Kälte Not gelitten hatte. Er hat nur schwach g.'trieben und das alte Nebholz ist unter der Rinde voller Schildläuse. 3ch möchte ihn gern durch einen jungen Stock ersetzen und frage daher an, wo man solche bekommt und welche Sorte man wählen soll?
Antwort: H-ssen, einschließlich Oberhessen samt Vog lsberg gehört zum Weinbaugebiet. Infolgedessen würde sich jeder Lieferant, der Ihre Bestellung ausführte, gegen das Reblausgesetz vergehen und sich strafbar machen. Sofern Ihr Weinstock reife edle Trauben brachte, würden wir Ihnen raten, es noch einmal zu versuchen, indem Sie ihm jetzt im Herbst eine reichliche Stall- miflbüngung und bei der Gelegenheit eine größere Menge frischer Erde geben. Im nächsten Frühjahr schneiden Sie ihn mehr als gewöhnlich zurück und [treuen als Ergänzungsbünger noch etliche Hänbe voll Wagnecschen Gartendünger im weiteren Umkreise um den Stock herum, der sorgfältig untergegraben wird. Das Reinigen von Schilbläufen, die sich gerne, ja fast immer, an ung.'bänqten unb erschöpf en Stöcken einbürgern, ist leicht. Man schält die lose an den Reben sitzenbe alte Rinbe ab unb wäscht alsdann mittels Bürste unb Seifenbrühe von Schmierseife das Urg.ziefer fort. Auch können Sie Ihren Weinstock durch Absenker verjüngen. Das geschieht, indem man jetzt einige gesunde, noch nicht zu alte Reben nieberbiegt, sie auf eine Länge von 1 bis IV» Meter hanbtief im Boden durch einen Haken befestigt unb mit Erbe bebeckt. so daß bas obere Ende über der Erde bleibt. Der in die Erde eingelegte Teil der Rebe wird sich bald bewurzeln und liefert Ihnen den erwünschten Ersah. Ist die Sorte aber für unsere Gegend untauglich, bann müssen Sie versuchen, sich durch Bekannte Blindholz von einer der folgenden Sorten zu verschaffen. Diamant ©utebel, früher roter Malvasier, blauer Portugieser, diese drei Sorten kommen auch bei uns an jeder sonnigen Wand zur Reise. Setzlinge von Weinreben, genannt Blindholz, müssen entweder schon jetzt oder im zeitigen Frühjahr bis gegen Mitte März geschnitten werden und bald in feuchten Boden kommen. Der Erfolg wird aber nicht befriedigen, wenn die Pflanzstelle, sofern sie schon einen Weinstock getragen hat, nicht einen Meter im Quadrat ausgehoben unb mit srifcher Erde zubereitet worden ist, R.
Frage 14: Vor etlichen Jahren habe ich einen Blätterkaktus als Geschenk erhalten, der alljährlich eine Menge Knospen ansetzt, die aber unentwickelt abfallen. Wie ist dem abzuhelfen?
Antwort: Wenn die Pflanze gesund ist, kann das Knospermbwerfen verschiedene Ursachen haben. Die häufigste ist das Umstellen von ihrem gewohnten Platz während der Knospenentwicklung, aber auch zu schattiger Standort oder Zugluft können die Wachskumsstockung. welche zum Ab- toetfen der Knospen führt, Hervorrufen. Geben Sie Ihrem Dlätterkaktus einen Hellen Platz, wo er die Morgensonne genießt, rucken Sie ihn im knospentragenden Zustande nicht von der Stelle und verwenden Sie zum Begießen erwärmtes Wasser. R.
Frage 15: Mein Nachbar hat auf die Grenze meines Gemüsegartens einen Hochstamm gesetzt. Ist er dazu gesetzlich berechtigt?
Antwort: Nein, denn Artikel 85 der hessischen Gesetze zur Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuches bestimmt, baß Bäume und Sträucher, die mehr als 2 Meter hoch sind (oder hoch werden), nur in einem Abstande von 2 Metern von der Grenze, gemessen bis zum Mittelpunkt des Stammes, gepflanzt werden dürfen. Nach Artikel 86 können Sie die Entfernung des Dcmmes ohne weiteres verlangen. In einet unserer nächsten Nummern kommen wir noch ausführlich auf diese Frage zurück. R.
Frage 16: Wie heißt der ginsterartige Strauch, welcher jetzt im Januar in den Ablagen bereits Blütenknospen zeigt und hin und wieder auch schon ein paar der gelben Blüten entfaltet hat?
Antwort: ES handelt sich um frühblühenden Jasmin, Jasminum nudiflorum, der bereits im Februar ober spätestens Anfang Marz blüht und durch seine auffallend frühe Blütezeit auffällt. Da, wo er, wie an einer Gewächshausmauer des Schlosses Braunfels, geschützt gegen das Erfrieren, um die erwähnte Zeit bereits übet und über blüht, ist er eine Sehenswürdigkeit für jeden Naturfreund. Die Heimat des Strauches ist das iwrdliche China. A
Zürnen, Sport und Spiel.
Propagandaftnffel beim deutschen
Rnndflug 19165.
Beim Deutschen Rundflug 1925 wird ein 15gl:ebrigc8 Geschwader von kleinen zwei- s-tz gen Dietrich - Gobiet- Flugzeugen die Teilnehmer des Rundslu^s begleiten unb in den en» zelnen größeren Städten Staffel-, Kunst- und Reklameflüge auSführen. De Staffel setzt sich auS Flugzeugen verschiedener § rmen zusammen, welche diese zu ständigen Propagandazwecken an= i geschafft haben.
Rätsel-Ecke.
Kapselrätsel.
Tatendurst Fuchsjagd Sacharin
Rhobobendron Gastwirtschaft Hand- maleret Weinklause Flugzeug. Man entnehme jedem der vorstehenden Wörter tud aufeir.anberfolgenbe Buchstaben, dem letzten zwei. Dieselben cneinanbergereißt nennen ein Sprichwort.
Besuchskartenrätsel.
Heinr. Bützel Ems
WaS ist der Herr?
Rösselsprung.
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euch
witz
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hann
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Die Auflösung ergibt einen Spruch Friedrich Bvdenstedts.
t 8 10 10
2 8 7 3
3 19 3
4 13 5
5 3 8 6
6 7 3 4
7 8 2 5
8 6 7 3
9 4 5 10
10 4 6 6
Zahlenrätsel.
4 8 Dtreifzug
1 Getrei bepflanze Laubholzgattung
3 weiblicher Vorname
3 9 Stadt Italiens
9 Sternbild des nbrbL Himmel«
3 militärisches Feldzeichen
9 Baumsrucht
Stadt an der Donau
3 Singvogel.
Die Anfangsbuchstaben der Wörter nennen einen bayerischen Regierungsbezirk.
Anagramm.
Du kannst sie einzeln kaum gebrauchen, Zur Fortbewegung brauchst bu zwei; Doch machst du ein „ieu aus „ei“, Mutz es im Korbe sich verkrauchen.
Magisches Quadrat.
E
E
E
E
Die Buchstaben an Quadrat sind so zu ordnen, daß von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten und von unten nach oben Wörter von folgender Be- bcutung gelesen werden tön» nen: Anregung, weiblicher Bor- name, nützliches Insekt, Schmuck.
I
1
I
I
M
M
M
M
R
Z
Z
Auslösungen.
Silbenrätsel.
Weipert, Elbe, Reinhard, Nervi, Eschwege, Ideal, Dromedar, Eberesche, Lausend — Wer neidet, der leidet.
Rösselsprung.
Der Mensch kann nichts Höh'res erstreben
Im Kampfe mit Sorge unb Not,
Als ein gutes Gewissen im Leben,
Unb einen guten Namen im Tod.
Fr. B 0 denstedt.
Tauschrätsel.
Falter, Filter, Folter.
SteigeruagSrätsel.
1. Schnitt — & )nitter. 2. Ma(as)s — Maser. 3. (Burg — Bürger.
Geographisches Namenrätsel.
Antwerpen — Nagusa — Göteborg — Euphrat — Nanking — Tarnopol — Italien — Nordsee — Ithaka — Edinburgh — Nagasaki — Argentinien.
Sattenrätfel
„Ein edler Mensch kann einem engen Kreise nicht seine Bildung danken. Vaterland und Welt muß auf ihn wirken? Rrchm und Tadel muß er ertragen lernen.“
Goethe: „Torquato Lasso“ I, 1.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 6 vom 23. Januar enthält: Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen. — Zwangsinnung für das Schneiderhandweri im Kreise Gießen. — Statistik der Streiks unb Aussperrungen. — Gefunden, verloren. — Dienstnachrichten.
Dem IMüRSli
seine Krane, -
„caiwer" Krönt nie Wohne!
Sie kannten bisher nur „reinen Bohnenkaffee". Gut, aber teuer! — Die Erfahrung lehrt, daß die Löslichkeit seiner Extraktstoffe eine beschränkte ist Er bedarf sozusagen eines Schlüssels, um stärker zur Wirkung zu gelangen. Erst durch eine Zugabe von Webers Carlsbader „mit der Krone0 __
erlangt das Getränk Voll- kommenheit in Farbe, f 1 Aroma und Fülle. /


