Geld
Zr«rttfsrt «. M.
I
F
(Nachdruck verboten.)
2. Fortsetzung.
bafj
3
ich
richtiger
J
auf
Warum
61
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
„Danke", antwortete Fräulein Lisa freundlich, liebe Konfekt nicht."
„Saun vielleicht eine Zigarette?" sagte er.
„Ist das nicht verboten?"
„Sie haben recht, Fräulein Lisa, wir müssen später warten."
Amtsgericht Wetzlar.
Wetzlar. 21. Juni. Wegen Betrugs und Unterschlagung war der Schweinehändler Philipp B. aus Wehlar-Aiedergirmes angeklagt. Wie
9
c u
die Angeklagte behauptet, soll der Angeklagte auf einem Hofgut im Kreise Wetzlar den Gutsverwalter B. durch Vorspiegelung falscher Tatsachen geschädigt haben, indem er in dessen Mwesenheit von der Ehefrau des Gutsverwalters fünf Ferkel zum Preise von 70 Mar? kaufte. Beim 216= holen der Ferkel aus dem Stall soll er jedoch nicht die Ferkel, sondern fünf Läuferschweine von bedeutend höherem Wert mitgenommen haben, auch soll er die zum Transport der Schweine von dem Hofgut entliehene Kiste nicht mehr zu- rückgegeben, sondern für sich behalten haben. 3n der heutigen Verhandlung vermochte das Gericht keine strafbare Handlung im Sinne der Anklage festzustellen und sprach daher das Gericht den Angeklagten kostenlos frei.
Der Invalide G. V. von Wetzlar wurde unter Ausschluß- der Oefsentlichkeit wegen Erregung öffentlichen Aergernisses zu ein em Monat G e f ä n gnis und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt.
gnügte sich mit einigen halblauten Bemerkungen über das Spiel der Mitwirkenden, da aber auch dieser Kvnversationsversuch an dem vollständigen Schweigen des Mädchens scheiterte, schwieg auch er.
Die im zweiten Zwischenakt von Herrn Fellips vorgebrachte Einladung zum Souper schien dem Mädchen nicht zu mißfallen. Sie zuckte nur ganz leicht die Achseln und meinte: — Warum nicht? Tatsächlich waren ihre Gedanken aber ganz wo anders.
„Woran denken Sie, Fräulein Lisa?' fragte der Kavalier bekümmert. Er fürchtete, daß sie die Bedeutung seiner letzten Frage nicht ganz
(Sn Billionen Mart ausged rückt. DuenoS-LireS, London, Neu» vork. Japan, Rio de Sanctro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Embeite«.)
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)_______________
4.179 19,30
20.355 19.51
11(7,88
15.81
71.12
59.10
111.99 81,48 11,11
12,415
5.85
fragen Sie, kennen Sie ihn?"
„Aber das müssen Sie doch wissen
Herr Fellips entschuldigte sich lächelnd.
„Ach ja, gewiß. Wo hatte ich nur meine Gedanken? Sie kommen immer wieder auf unser : kleines Mittagessen zurück, während ich ...
„2hxn?"
Herr Fellips versuchte, seinen Sitz um einen Zoll näher an den des Mädchens zu rücken, es mißglückte aber. Die Fauteuils waren am Boden festgeschraubt.
,Während ich nur an das Jetzt denke , setzte der Kavalier fort. ..Sie dürfen nicht lachen, aber Ihr Interesse für den alten Thorben machte mich ein wenig eifersüchtig."
Fräulein Lisa brach in schallendes Lachen aus. Ein paar Operngucker im Parkett eröffneten sofort das Feuer gegen die Loge des Bankdirektors.
„Glauben Sie, auf Exzellens Thorben 2ifcr» süchtig sein zu müssen?" ?
„Der Alte hat eine Schwäche für das weibliche Geschlecht und ist nicht ganz ungefährlich."
Die Augen des Mädchens blitzten, es schien sich für Herrn Fellips Worte außerordentlich zu r interessieren.
„Wenn Sie wüßten, wie neugierig ich bin," sagte sie, „Erzählen Sie, erzählen Sie ..."
2Iber die Antwort, die Fräulein Lisa erhielt, war ein Schlag auf den Gong hinter der Bühne, ünb im gleichen Augenblick ging der Vorhang zum letzten 2lkl in die Höhe.
(Fortsetzung folgt.)
Als der Vorhang nach dem ersten Akt gefallen war, fragte Herr FÄips: „Gestatten Sie, ich Ihnen ein wenig Konfekt bringe?'
d 9
Fräulein Fod
Roman von Anders E j e.
a ••
C)Q.
h
Der Einwurf war zu erwarten gewesen. Herr Fellips wollte eben behutsam Vorgehen. Aber das Mädchen antwortete nichts — und fragte
erfaßt habe.
Fräulein Lisa erwachte.
„Sagen Sie", bat sie und berührte mit ihren Fingerspitzen Herrn Fellips Rockärmel, „der alte Thorben damals, das ist doch ein -T-t- Schlauberger. Richt, Herr Fellips?"
„Wer? Der alte Thorben . .
auch nicht weiter. Ihre Blicke fixierten irgendeinen Punkt unten im Orchester, und von ihren Lippen konnte Herr Fellips nichts sehen, denn sie hielt, absichtlich oder unabsichtlich, den Fächer vor das Gesicht.
Herr Fellips benützte die Gelegenheit, um genau und mit Kennerblick das wenige zu studieren, das vom Gesicht des Mädchens unbedeckt blieb. Dor allem staunte er über ihren Teint, diesen reinen, fast durchsichtigen Teint, von Schminke und Puder unberührt, diese weiche Rundung der Wange, frisch wie eine Aprikose mit dem Seidenglanz deS Pfirsichs, ilnb daS sollte ein Kaffeehausmädchen sein I Da mußte sie noch nicht lange diesem Berufe angehören
Fräulein Lisa lächelte.
„Warum schauen Sie mich so an?" fragte sie ruhig
„Ich kann nicht begreifen, wo ich meine Augen hatte, als ich Sie nicht wiedererkannte", log der Kavalier.
Dann kam das Gespräch wieder auf jenes Mittagessen im Sommer. Fräulein Lisa bedauerte, daß der Bankdirektvr damals so über Hals und Kopf die Gesellschaft verlassen mußte, und der Dankdirektor beklagte es auch.
„Das Lustigste kam erst zum Schluß", erklärte das Mädchen
„Ich verstehe," sagte Herr Fellips, der infolge seines Berufes niemals das Pekuniäre vergessen konnte, „Fräulein denken an die Trinkgelder."
In der Loge angekommen, blieben beide einen Augenblick im Hintergrund. Die linke Draperie, die die Loge dem Parkett verbarg, war ein wenig zur Seite geschoben, was zur Folge hatte, daß man von einem Teil der ersten Parkettsitze einen ganz genügenden Einblik in Herrn Fellips' Loge hatte. Das Mädchen machte seinen Kavalier darauf aufmerksam
„Sie haben Recht", sagte er, nahm einen Stock und zog damit den Vorhang vor.
„Haben Sie Furcht?" fragte Fräulein Lisa, als sie sich in den Fauteuils zurechtsehten.
„Ja," nickte er, „wir haben beide ein schlechtes Gewissen."
Es fiel dem Mädchen nicht ein, die Konsequenzen aus dieser Antwort zu ziehen, — daß Herrn Fellips' Angst, gesehen zu werden, für sie selbst kompromittierend war.
Aus der Bühne floß das Spiel wie ein leicht schäumender Strom dahin. Schon von Anfang an war ein jagendes Tempo eingehalten worden, der Dialog des Stückes gallopierte in einer hals- brechenden Steeplechase vorwärts, die rundum Wolken von atemloser Spannung aufwirbelte. Das Um und Aus der Handlung folgte dem französischen Clichc': ein halbes Dutzend spaßhafter Mißverständnisse, einige Telegramme, die in die unrichtigen Hände kamen, ein paar Seitensprünge, ein stupid echter Gatte samt einer übel zugerichteten, aber schließlich noch notdürftig geretteten Moral. Das Stück unterhielt wie die Rervenstöße bei einer waghalsigen Autofahrt, -ein paar kecke und gewagte Worte erleichterten den Druck gerade in dem Augenblick, wo es gefährlich wurde, - und dann ging die Jagd weiter
Herr Fellips war sentimentalen Kmdereien sängst entwachsen, als daß er im Halbdunkel des Saales die kleine Hand seiner Dame gesucht hätte Im übrigen yielt er auf seinen Ruf als Gourmand, - es wäre ihm niemals eingefallen, sich den Appetit auf ein leckeres Mittagessen durch einige Kaviarbrote zu verderben, so verlockend diese auch sein mochten Er be-
Wirtschaft.
Felten-Guilleaume, Carlswerk A. G., Köln-Mülheim. In der H.-V. wurde der Abschluß für 1924, welcher mit-einem Reingewinn von 4 064 000 Rm. abschließt, genehmigt. Es werden 6 Prozent Dividende verteilt. Generaldirektor Dr. Zapf betonte, daß die De- fchästigung des älnternehmens gut sei. In den letzten Tagen habe man den Auftrag auf Lieferung und Legung eines mehradrigen Teleson- kabels von Holland nach England erhalten. Außerdem stehe man für das Rordenhamer Werk mit der Ostatlantischen Telegraphengesellschaft vor dem Abschluß eines Lieferungsvertrages auf ein Seetelegraphenkabel nach den Azoren. Die finanzielle Lage des Unternehmens habe sich seit Abfasfung des Berichtes nicht verändert. Kre- dite seien nur in allerkleinstem Maße in Anspruch genommen worden.
' Deutsche Petroleum A. G., Berlin. In der o. H.-V. wurde die vorgelegte Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung einstimmig genehmigt und beschlossen, den Reingewinn von 167 278 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen. Dr. Emil von Stauß führte in Ergänzung des Geschäftsberichtes aus. daß die Ergebnisse im Berichtsjahre beeinflußt seien durch die Schwankungen der Weltmarktpreise und durch Rotverkäufe schwach gewordener Importfirmen, die viel billige Ware an den Markt brachten. Trotzdem gelang es, den Absatz in allen Produktionen zu heben, so daß das Handelsgeschäft in Anbetracht der Verhältnisse noch einen recht zufriedenstellenden Gewinn abgeworfen habe.
Die junge Dame wandte ihr Gesicht dem Mann zu, der schräg hinter ihr sah, und ihre ausdrucksvollen Aug.n funkelten vor Lustigkeit.
„Ja," sagte sie nachdrücklich, „ich denke an die Trinkgelder, Herr Fellips. Die waren nicht gering."
Der Banidir.ktor biß sich auf die Lippen. Er war dumm genug darin eine Bosheit zu wittern.
„Und Sic," setzte das Mädchen fort, „Sie
verdienten wohl auch an dem Geschäft? Richt wahr?"
„Entschuldigen Sie, aber ich verstehe nicht.. " „Sie kauften doch eine Eisenbahn, ober nicht?" „Ja ..."
„Run also. Wenn man etwas kauft, so gewinnt man doch ober verliert man. Was taten Sie?"
Herr Fellips begann zu lachen. Auch was die Konversation betraf, gehörte das Mädchen nicht zur gewöhnlichen Sorte.
„Sie lachen." fuhr Fräulein Lisa fort, „also haben Sie verdient. Habe ich recht?"
„Antworten Sie mir ehrlich auf eine Frage, Fräulein Lisa: wie kann Sie dies'interessieren?"
„Ist das so merkwürdig? Sie interessieren sich doch auch für meine Geschäfte." »
Herrn Fellips blieb es erspart, eine Antwort zu geben, denn im selben Augenblick erlosch im Saal das Licht, der Vorhang ging auf, und das Jntriguenspiel übersiedelte von der Loge auf die andere Seite der Rampe.
Bankdirektor Harry Fellips gehörte zu jenen, die sich niemals unvorbereitet in eine Situation begeben wollten und die ein für allemal den Glauben an die Eingebung der Stunde abgeschwo- ren hatten. Er wußte, daß jedes gutgemachte Theaterstück von drei Akten seinen längsten Akt in der Mitte hatte, und freute sich darüber. Herr Fellips brauchte nämlich Zeit zur lieber- Icgung, wie die Offensiv: gegen das Mädchen im Fauteuil vor ihm am besten eingeleitet werden sollte, — es bandelte sich um ihre Mitwirkung in dem taktischen Moment, der den siegreichen Angriff vorbereiten sollte. Herr Fellips hätte in einem gewöhnlichen Fall gewiß nicht so viele Umstände gemacht, aber fein erotischer Instinkt sagte ihm, daß dieser Fall ganz außerhalb der Grenzen fiel, die er sonst zu besehen ober zu überschreiten pflegte.
zu gehaltenen Kursen.'Deutsche Anleihen: äprozent. Reichsanleihe 0,415, älprog. Reichsanleihe 0,610, Zjproz. Preuß. Kcmsols 0,575, Schutzgebietsanleche 5,65. Bankaktien: Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 81, Commerzbank 98, Darmstädter Bank 120,75, Deutsche Bank 121, Dresdner Bank 102,25, Mitteldeutsche Creditbank 98,50, Rheinische Kreditbank 90, Oesterreichische Kreditaktien 7,30. Montanaktien: Ilse Bergbau 99,50, Marisfelder 60,50, Phönix 93,25, Rheinische Braunkohlen 119, Kali Aschersleben 13. Kali Westeregeln 105. Chemische Akien: Badische Anilin 118,50, Chemische Griesheim 109, Elberfelder Farben 110, Th. Goldschmidt 86, Höchster Farben 109,87, Rlitgerswerke 67. Industrieaktien: AEG. 92,75, Lahmeyer 67,50, Mainkraft 82, Mönus 58,
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
Pfaff, Larmsbach 105, 6. Adolf Pfaff, Kinzenbach 104, Wilh. Geis, Lollar 102, 8. Karl Horn, Steinbach 100, 9. Robert Schaum, Krofdorf und Karl Schmidt, Fronhausen 98, 10. Louis, Henkelmann, Staufenberg 96 Punkte. — Unterstufe. 1. Karl Klinket, Lollar 126 Punkte, 2. Karl Schwalm, Wißmar 124, 3. August Schäfer, Daubringen 122, 4. Wilhelm Leidner, Altcn-Buseck 120, 5. Rudolf Ostwald, Wiesest 119, 6. Heinrich Bill, Raunheim 115, 7. Albert Forbach, Wißmar 114, 8. Walter Pfaff, Kinzenbach 111, 9. Wilhelm Pfeiffer, Steinbach 107, 10. Ludwig Weigand, Grosten-Linden, .Karl Mandler, Wißmar, Albert Leib, Gleiberg, Wilhelm Hirschhäuser, Odenhausen, Richard Bester, Krofdorf, Heinr. Wagenbach, Alten-Busest, .Heinrich Münch, Daubringen, 104 Punkte.
Turnerinnen. Oberstufe. 1. E m m a Mandler, Heuchelheim 186 P., 2. Bertha Wendel, Herborn 169, 3. Käthe Hammel, Herborn 159, 4. Ella Schneider, Herborn 145 P. — U n t e r - stufe. 1. Emilie Linden st ruth, Heuchel-, heim 173 P., 2. Elise Mandler, Heuchelheim 163, 3. Anna Balser, Gießen 155, 4. Marie Kümmel, Herborn 131, 5. Elise Biehl, Gießen 125, 6. Aug. Kollmar, Herborn 122, 7. Anni Höß, Gießen 116, 8. Marie Schmidt, Gießen 115, 9. Gertrud Weber, Herborn 108, 10. Marie Balser, Gießen 89 Punkte.
Turngarr Lahn-Diinsberg.
! *! Leihgestern. 21. Juni. Das 15. Turnfest des Turngaues Lahn-Düns- b e r g fand heute in Verbindung mit dem 33. Stiftungsfest des hiesigen Verein statt. Am Samstagabend ging ein Fackelzug nut anschließendem Kommers voraus. Heute morgen um 1 */27 Uhr begann das Wett urnen. zu dem etwa 300 Turner und Turnerinnen antraten. Hm 2 Uhr bewegte sich ein Fcstzug nach dem Festplah an der Gießener Straße durch das Dorf. Hier fang der Gesangverein „Eintracht" den Brgrüßungschor. Frl. Emilie Pech trug ein schwungvolles Festgedicht vor. Der Festpräsident Georg Held hielt die Festrede. Von fetten der Festdamen wurde dem festgebenden Verein eine Trommel gestiftet, die Frl. Marie Velten überreichte. Der Gesangverein „Eintracht" schenkte einen Fahnennagel. Die Gesangvereine Liederkranz und Germania verschönten den Festakt durch Gesangsvorträge. Leider setzte nun ein Regenwetter ein. wodurch die Festesfreude sehr gestört wurde.
Das Gauwetturnen, das von Gauturn- toart Schmidt- Launsbach geleitet wurde, hatte folgendes Ergebnis:
1. Altersstufe: Reunkampf: 1. Preis mit 119 Punkten Emil Michel-Erda. 43 Jahre alt. 2. Oberstufe: Zwölfkampf: 1. Ehrenpreis Wilhelm Hofmann-Lollar 216 P.: 2. Ehrenpreis
W. Leonhard-Wieseck mit 214 P.; 3. Ehrenpreis August Best-Waldgirmes 210 1. Preis Wilhelm Hahn-Gr. Buseck 196 2. Preis K. Bech-
told-Launsbach 193 P.; 3. Preis K. Löhr-Lol- lar 181 P.; 4. Preis Ludw. Wagner-Lollar 178 P.; 5. Preis Wilhelm Stephan-Gr. Buseck 177 P. 3. Oberstufe. Fünfkampf, 48 Mitbewerber: 1. Preis Georg Kaietsch-Ruttershausen 99 P.; 2. Preis Wilhelm Hofmann-Alten-Buseck 98 P.; 3. Preis Richard Wissermann-Lollar 93 P.; 4. Preis K. Hauh-Grohen-Buseck und K. Agel-Lollar mit je 88 P., 5. Preis L. Ole- motz-Londors 87 P. 4. Mittelstufe, 71 Mitbewerber: 1. Preis K. Erdmann-Ruttershausen 207 P.; 2. Preis Rud. Reh-Rodheim 206 P.; 3. Preis Wilh. Ferber-Waldgirmes 200 P.; 4. Preis W. Schmidt-Waldgirmes, A. Hassel- pach-Lollar, A. Drescher-Lollar mit je 199 P.; 5. Preis Heinrich Grötzer-Steinbach 197 P. 5. Unterstufe, 93 Mitbewerber: 1. Preis W. Schneider-Grohen-Buseck 167 P. , 2. Preis K. Kümmel-Rodheim und Fr. Beppler-Dorlar 164 P.; 3. Preis W. Bierau-Lollar 158 P.: 4. Preis W. Rollshausen-Launsbach 156 P., 5. Preis Ad. Kreiling-Wieseck 154 P. 6. Turnerinnen. 44 Mitbewerber: 1. Preis Marie Karber-Lollar 166 P.: 2. Preis Kätchen Käs- Allendorf a. b. Lda. 160 P.; 3. Pr. Berta Kümmel- Wieseck 158 P.: 4. Preis Minna Kreiling-Wie- fed 155 P.: 5. Preis Emilie Schmidt-Wiefeck 154 Punkte.
Berlin, 22. Juni
Amerikanische Roten . . * , .
Belgische Roten
Dänische Roten ......
Englische Noten........
Französische Rotrn ..... Holländische Roten ...... Italienische Roten ..... Norwegische Noten ..... Deutsch-Ocsterr., A100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten ..... Schweizer Noten.......
Spanische Roten ..
Tschechoslowakische Norm -. Ungarische Roten
Briet 4,199 19,40
20,455 19,61
168,72 15,89 71,48
59.40
113,55 81,88
61,41
>2,475 5,89
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger»".!
Berlin, 22. Juni. Die neue Woche eröffnet mangels jeglicher Anregung in lustloser Haltung. Das Kursniveau, das sich am letzten Samstag im Freiverkehr der Banken bei kleinen Umsätzen erhalten hatte, unterlag heute einheitlich neuerlichen Abschlägen. An den führenden Aktienmärkten kann die Tendenz demzufolge als ausgesprochen schwach bezeichnet werden. Seitens des Publikums lagen einige Derkaussausträge vor. Der nahende Ultimo macht sich dadurch bemerkbar, daß Monatsgeld nicht zu haben ist und die Interessenten dafür tägliches Geld in Anspruch nehmen. Der Zinssatz erfuhr jedoch bisher durch diese Sachlage noch keine Veränderung. Tägliches Geld 7,5 bis 9 Prozent. Monatsgeld wurde zu 10,5 bis 11,5 Prozent gesucht. Wenn auch im Verlauf der Vörse zu den ermäßigten Kursen verschiedene Deckungskäufe stattfanden, so wurde jedoch hierdurch keine Erhöhung der ermäßigten Anfangskurse bewirkt. Am Devisenmarkt hatte Paris eine neue scharfe A bschwä - Jung zu verzeichnen. Schweizer Devisen blieben befestigt. Die Mark wurde gemeldet aus London mit 20,42, Paris 4,98'/°, Amsterdam 59,33'/r. Zürich 122,55.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt, 22. Juni. Es wurden notiert:
Weizen, Wetterauer 21,50—23,50, Roagen, inländischer 18,50—20,50, Hafer, inländischer 18,50—22,50, Mais, gelb 21—22,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 36,25—37, Roggenmehl 28,25—29,25, Weizenkleie 11,60—11,75, Raggenkleie 12,50—12,75, Erbsen 24—27,50, Linsen 28—36, Heu, süddeutsches, gut, trocken 8,50, neue Ernte 7,75, Weizen- und Rog- aenstroh 6, Treber, getrocknet 15,50—16. Tendenz- Leicht abgeschwächt.
Srantfuticr Schlachkviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 22. Juni. Auftrieb: 1249 Rinder (darunter 361 Ochsen, 42 Bullen, 846 Färsen und Kühe), 643 Kälber, 90 Schafe, 3736 Schweine. Rinder: Ochsen: vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 61 bis 67, mäßig genährte junge und gut genährte alte 46 bis 50; Bullen: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 55 bis 60, vollfleischige jüngere 48 bis 54; Färsen und Kühe: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 60 bis 66, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 52 bis 60, wenig gut entwickelte Färsen 50 bis 58, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 50, mäßig genährte Kühe u. Färsen 28 b. 38, ger. gen. Kühe u. Färsen 15 b. 25. Kälber: Feinste Mastkälber 75 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 74, geringere Mast- und gute Saugkälber 60 bis 70, geringe Saugkälber 50 bis 60. Schafe: Maftlammer und Masthämmel 48 bis 52, geringere Mast- hämmel und Schafe 40 bis 45. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kg. 78 bis 80, unter 80 Kg. 70 bis 77, von 100 bis 120 Kg., von 120 bis 150 Kg. und Fettschweine über 150 Kg. 75 bis 78, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70 RN. Marktverlauf: Langsamer Handel, Schweine hinterlassen etwas Lleberstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 22. Juni. Der Produktenmarkt hatte infolge schwacher Auslandmeldungen ebenfalls schwache Tendenz. Gerste in guter Drau- toare gefragt, Hafer war ruhig, Mehl hatte besseres Geschäft. Futterartikel ruhig. Es wurden bezahlt für 1000 Kilo: Weizen, märt 266 bis 269, do. Juli 262,50 bis 258,50, Roggen, mark. 215 bis 219, bo. Juli 213 bis 211,50, Gerste, mark. 226 bis 242. Futtergerste 200 bis 216, Hafer, märt 232 bis 240, Mais (loko Berlin) 208 bis 212, Raps 360 bis 370, für 100 Kilo. Weizenmehl 33,75 bis 36, Roggenmehl 29,25 bis 30,50, Welzenkleie 13,20 bis 13,30, Roggenkleie 14 bis 14,20, Viktoriaerbsen 27 bis 30, kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futtererbsen 21 bis 24, Peluschken 21 bis 23, Ackerbohnen 21 bis 22, Wicken 24 bis 26, Lupinen, blau 10 bis 11. do. gelb 13,50 bis 14,50, Rapskuchen 15,60 bis 15,80, Leinkuchen 22,50 bis 23, Trockenschnitzel 10,20 bis 10,40, Torfmelasse 10, Kartoffelflvcken 19,80 bis 20,10.
Frankfurter Abendbörie.
Frankfurt a. M., 22. Juni. Die Abendbörse nahm einen lustlosen, schleppenden Verlauf; Umsätze kamen nur in ganz geringem Umfang zustande. Die Stimmung war auf allen Märkten behauptet. Chemische Aktien, die scyon gefragt waren, zeigten Neigung zum Anziehen, «chiffahrtsaktien umsatzlos. Deutsche Anleihen waren gebessert, Kriegsanleihe nur wenig verändert. Die Abendbörse schloß ruhig
tQVS
y 0
^.5 <3 C
So 6 = a3
.*? 5
L«
h
___________Datum:
TU Deutsche MelchSankeihe 4®/0 Deutsche Rcichsanleihe
Deutsche NcichSanleihe 3% Deutsche Reichöanlcibe Deutsche Sparvrämienanleih« 4e/0 Preußische KousolS 4e/e Hessen • • SW/o Hellen.........
3% Hellen Deutsche Wertb- Dollar-Ank. dto Doll -Schay-Anrretsng^I <*/o Zolltürkcu.........
5% Solbmerftanet ... •
Berliner Handelsgesellschaft ■ Commerz- und Privab-Bank Darmsl. und Narionalbank Deutsche Bank • • ■
Deutsche DcretnSdank .... DiLcorno Commandii ■ • Metallbank Mitteldeutsche Creditbank. CcftevrettbifcBe Crediianstalt. Weltbank ......
Bochumer Guß . ......
Buderus ........
Caro ...........
»-Lurrmburg
irchcnci Bergwerk» . . Äuet Bergbau .....
erke Aschersleben. . ..
Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte ...... Oberbedars ..........
Phönir Bergba» ......
Rbeinstahl . . ...... Krebeck Montan........
Tellos Bergbau. .....
Hamborg-Amerika Paket. . < Norddeutscher Llovd . . .
Cheramtsche Werke Albt» . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmanu Analo-Com-Guano .... Badische Anilin Chemische Maper Alavstt .. Goldschmidt Erics beim« Electron ....
Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung ....... Rütgerswerke ■ ...... Schcideanstalt
Sine- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . Mmnkrastwerke ....... Schocken
Siemens k Halske .....
Adlerwerke Rleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hrvligcnstaedl Meguin . Motorenwerke Mannheim .
Franlfuncr Armaturen . .
Konservenfabrik Braun . . . Melattgeselllchafl Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhlobri? Herz Sichel Zellstoff Waldhos.......
Zuckerfabrik Frankenthal ..
I Zuckerfabrik Waghäusel • ■ •
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- Kur»
Schluß». Abend- >SrIe
Schluß, fiurs
Sdilufift Mittag
19. 6.
22 6.
19. 6. |
22 6.
0.425
o 415
.4475 1
0.41
—
0.52
0,64 1
0,555
0.56
0.61
0.60
0,54
0.80
0,65
0,805
0,71
0.275
—
0,29
0,28
0.62
0,55
0.1 05 1
0.54
0,70
—
0,75
—-
—
—
- ।
0,65
0.60
0.56
0,58
0 52
■*9.75
89,75
91,75
91.75
93
93,15
3,2
93.5
7.75
7.62
7,8
7,75
35,5
35.50
—
—
123
121
123
122
99
98
98.5
98
122
120,75
122.50
122
121.25
121
121
121
GS
68
—
—
108,50
108.25
108,75
108.25
02
1,75
—
—
98.5
98,5
98
98
7,-i?
7,3
7.37
7. Hl
0.10
0.1
0125
0,125
—
—
60
55.13
58
55,50
58,50
öl
54
53
51.5
72.25
75,25
72,25
63.25
59 75
63.50
59,25
113,5
110
113,62
110
13,75
13
14.2
13
113
105
16,87
16
45,50
48,5
49.75
47
5.6
5,6
5,62
5,50
94,25
93.25
95
93,25
76
73,5
75,13
."3,25
—
76,25
79,75
76,5
2,4
2,45
59
56
59,13
55,50
63
59,75
62,9
58.90
—-
71
71,10
—
-
63
64,5
64,25
63,62
—
100.75
100,75
120
118,5
122
118,40
0,48
0,48
—
88
86
90
84.10
110,75
109
112
109,25
111.40
109.9
112
109 50
6.25
6,25
—
68.5
67
71,8
67,25
108.25
108,75
—
—
95
92,75
95,62
93
71,5
73,50
74,50
72,5
84,5
82
—
—
63
60.50
62,75
62
84.5
83
83.25
80.25
62
59
61,75
60
•i0,5
i 58,5
60,5
59
41
43,25
—
—
45
46,5
4-1,5
44
—
69,5
69
0.41
0,425
—
—
0.82
1 0,85
0,80
0,8
107
106
—
—
, .1
2,25
2.2
3
2.6
2.7
3,1
38,5
38
38
37
9,75
9.62
9,9
9,50
4
3,975
—
—
63.25
61.25
59
60,25
19 Juni
22. Juni
Amtliche Noti nma
Amtliche Notierung Geld | Brief
Geld
Brief
«mst..r»on.
168,29
168,
168,34
168,76
Bu-n-.Lires
1.692
1,696
1.684
1.688
Brll-Antw.
19,62
19,66
19,41
19,45
Christiania.
71,16
71,34
71,25
71,39
Kopenhagen
80,20
80,40
80,70
80,90
Stockholm .
112,23
112,51
112,23
112,51
Helstngfors.
10,56
10,60
10,56
10,60
Italien. . .
15,58
15,62
15,69
15.73
London. .
20,385
20,497
20,394
20,416
Reuyork . .
4,195
4.205
4.195
4,21V
PaNS....
Schwei, . .
19,81
19,85
19.54
19.58
81.465
81,665
81.465
81.665
Spanien. .
61,12
61,28
61.27
- 61,4:
Japan . . . Rio de Jan.
1,71.3
0.466
1,717
1.708
1,712
0.468
0 459
0.461
Wien iu D.» Oest. abgest.
59,057
69,19.
59,057
59,197
Prag .... Belgrad ..
12,437
12.477
>2.437
12,477
7,29
7.31
7.245
7,265
Budapest. . Bulgarien
a,815
5,915
a.895
3,915
3,045
3,055
.4,045
3,055
Lissabon
20,475
20,525
20 475
:0,525
Danzig. . • Konstantin.
80.81
81.01
80,85
41,05
',237
2,247
o 25
2,26
Athen-
6.84
6.88
6 69
6.71


