Donnerstag, 25. ipru iszo
175. Jahrgang
Br. 94 Erster Blatt
Derlöenertuals'prSsrdentI Die neuen Steuervorlagen im Reichstag.
^^"cw^hllcn^Ob-rh-up"^^^-' Berlin, 22. 2U>riL (SIL) Ser «eichScal | Iprnche auf 2U<6^ilung für 3anuat 1924 Der sSneate»' gebt »Srüd auf ten erftzn und grob- bat in seiner heutigen Sitzung über bte tron der zlchten. Der Reichsrat nahm beim FumnzauS.
ten61 aller bisherigen Präsidenten. George Regierung vorgelegten Steuer- und Aus. gleid) einen fachsffchen Antrag an. den Gffamt
Washina ton General und Ober- w e r l u n g s g e s e tz e seine Entscheidung ge- betrag der den Landern »u uterwoff enden Steuer,
der amerikani- troffen. Beim Reichseinkommensteuer. zu einem Drittel nach dem Auf komm er
>u überweisenden Steuern
zu einem Drittel nach dem Aufkommen der Einkommensteuer und zu zwei Drittel
►attei So gab es für die „Partei" Washington, und
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gierungskommission erläßt folgende
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Das saarländische Mitglied der Regierungskommts-
Hon hat, wie wir erfahren, alles in seinen Kräften stehende getan um be#i Erlaß der obigen Verfügung
habe darüber lediglich aus nich 1 ameri * konischen Zeitunge n erfahren. Er selbst wisse nichts davon. Ich hörte kein einziges Mal davon, bis die Zeitungen darüber berichteten. Ich kann natürlich nicht wissen, was die Bankiers tun, kann aber aufs bestimmteste erklären, daß keiner von ihnen, der mit der Regierung in Verbindung stehl, versucht, sich direkt oder indirekt in Deutschlands eigne Angelegenheiten einzumischen. Wir werden dos unter keinen Am ständen tun.“
Verbot der Zahrtausend- feier im Saargebiet
toertungägcietie fe troffen. Beim Reichse--------------------
g c f c h haben die Reichsratsausschüsse beschlossen, )ab das Kinderprivileg bei den Lohnempsän- gern mit einer Ermäßigung von 2 Proz. schon »etm dritten Kinde beginnt In der Sitzung
eil singen in zu. - ©türme iachilgallen fingen.
5 nu6 bleiern Vleb, L die feurige Lohe Doriietfien würben imimteit Io bah sie e bet Menschen In zu lassen. - Eine ianle beinachligi - Geschluch» - auS SeilaliSftbreie - eien Hüte ütb m uodi ein &eo J'1 i tfl.l EinmaliaeS s Neuen Anin bet
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(£in neuer llcbcrqriff der Saatreflirruufl.
-Saarbrücken, 23. April. (TU.) Die
schweigs angenommen. Darauf wird der Wurf eines Gesetzes über die Erhöhung Bier st euer, nachdem die bisher etwa bis zehn Prozent betragende Biersteuer doppelt werden soll, gegen die Stimmen Bayern, Sachsen, Baden. Anhalt, Bremen
kommandierender der amerikani- Ichen Armee im Unabhängigkeitskriege gegen
Ausland und deutsche Reparationswirtschaft.
Paris. 23. April. (WTD. Funkspruch.) Wie ..Chikago Tribüne" aus Reuyork berichtet, hat der Präsident der amerikanischen Bankiervereinigung, Aock, mit Bezug auf die im Juni in Brüssel stattfindende Internationa.c Hande.s- kammerkonferenz erklär: es sei augenscheinlich, daß die inbufttiellc Leistungsfähig- feit Deutschlands sehr groß s et und daß es einen genügenden Aeberschuh an Waren
mann und V-*---— .—-—. - - - - - x lag seinem Charakter so fern, das) er sich nach Erledigung her militärischen Aufgaben bereits
zweifeln, hieße die französische und die belgische Regierung selbst beleidigen.
Auch durch die Differenz in der Frage der Räumung der nördlichen Rheinlandzone wird die Räumung des Ruhrgebiets nicht berührt Ministerpräsident Her riot Hal noch in der letzten Zeit seiner Ministerpräsidentschaft spontan versichert, daß die Räumung des Ruhrgebiets mit den Differenzen w.gen der Räu- nurng der nördlichen Rheinlandzone in keinem Zusammenhang stehe, und daß die französische Regierung selbstverständlich die in London getroffenen Abmachungen halten toü.te Der gegenwärtige französische Minister des Auswärtigen, Herr Briand. hat die deutsche Regierung wissen lassen, daß er die bisherige französische Politik gegenüber Deutschland fortzusetzen gedenke. Ich halte es sür unglaublich, daß man demgegenüber davon zu sprechen wag!. daß innerpolitische Entscheidungen des deutschen Dolles unfern Dertragskontrahenten irgendwie die Möglichkeit geben könnten, ver t ragliche Bedingungen nicht als bestehend anzusehen, die von ihnen selbst a l s selbstverständlich an» gesehen werden.
Anleihe und Reichspräsidentenwahl.
Die Lüge von den gestörten Äredit- verhandlungen.
Reuyork, 23. April. (TA.) Staatssekretär ft e Ilog gab fplgende Erklärung ab: Sic amerikanische Regierung steht jedem Versuch fern, Deutschland finanziell z u
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sse. Tel.U03 , Bedarfszeit
ererbsen, Busch- hsterSortenwahl. i,Mischung- ^jgsenanlag6'
und 1 • Absaaten;
Finanzministeriunrs gegen die Stimme Braun- Ent-
MnuaQtnt von L»zet-«n für die Tagesmimmerpts zum Nachmittag vorher o^ne jet'e’Berbtnbhthkrii
Preis für l mm höhe für Anzeigen von 2< mm Breite örtlidjR, auswärts 10 Goldpsennig; für Re- Klame-Anzeigen v 70mm Breit« 35 (Bolbpfcnma, Platzvorschrist 20' .Auf- schlag. - Derantwortlich für Dolitih il Feuilleton Dr. Friede. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: jzans Deck, sämtlich in Gießen.
Tngland.
Nachdem das Berfassungswerk der Vcretnig- ten Staaten zum Abschluß gebracht war. nahm der provisorische Kongreß am 13. September 1788 ein Gesetz an. wodurch die Wähler für den ersten Mittwoch deS Januar an die tim; gerufen wurden, um die Abgeordneten zum neuen Kongreß zu wählen und damit gleichzeitig die Wahlmänner zu berufen, die über die Wach! des ersten Präsidenten entscheiden sollten. Es Dar einmütiger Wille des Dolkes, das Staatsruder nur dem Manne in die Hände zu geben, e f ü b r t und das ‘Be
ter die Armee g steiungSwerk geleitet h. DolkSwahlen nur eine „„----- - - -
für den Kongreß nur eine Kandidatur „Washrng- ton“ Bei der unbestrittenen Willenseinheit des Dolkes sanken die Wahlen zu bloßen Formal!- täten herab, und kein Geschichtsschreiber erwähnt die Stimmenzahlen, die bei der ersten Präsidentenwahl im Januar 1789 in der Union ab-
feit ca- V; SA Ä , »ie, unt> nöoPfbut<l) hbefr«*- 9"
Am 30. April 1789 beschwor nach einst im- miaer Wahl der neue Präsident die von ihm 'clbft entworfene Derfassung aus offenem Balkon der Federal Hall von Philadelphia (die Bundes- Hauptstadt Washington und das Weiße Haus entstanden erst später). Im Jahre 1793 wurde Washington zum zweiten Male und wiederum einstimmig zum Präsidenten gewählt. Auch diesmal versagte er dem Bat erlaube seine Dienste nicht um es unberührt vom Partei- hader noch weiter zu festigen. In Washing- 2ns Kabinett wurden Männer entgegengesetzter oolllischer Richtung ausgenommen. Unter der gewaltigen Autorität des ersten Präsidenten zogen lene beiden Mitglieder seines Kabinetts denselben Strang, die später Gründer und Führer ter sich gegenübertretenden Parteien werden tollten: Alexander Hamilton und Thomas Jefferson. So überbrückte die machtvolle Persönlichkeit des Präsidenten-Generals Parteigeist und Zwietracht.
Als sich dann bei der dritten Präsidentenwahl im Jahre 1797 der Kampf der Parteien zum dritten Male auätobte, war das Staatswesen der Union finanziell und politisch soweit gefestigt, daß es keine Innern Stürme mehr zu fürchten hatte.
Don den Gegnern der Kandidatur Htndeu- b u r g wird heute aus durchsichtigen Gründen das Gespenst des stirnrunzelnden Amerika an die Wand gemalt, das einem Deutschland mit Hindenburg an der Spitze Beistand und Kredite verweigern werde. Wer die Gesckichte und den (Sbaraltci des amerikanischen Dolkes kennt, wird neben deitz Unwürdigen solchei Manöver das Törichte und Lächerliche leicht cin- lehen. Amerika mühte seine eigene Geschichte verleugnen, wenn es eine Präsidentschaft feindselig betrachten würde, deren Ziel das feines ersten und größten Präsidenten ist: Orbnuiig. Rationaleintracht, überparteiliche Autorität.
Reichspräsident und Außenpolitik.
" Berlin. 23. April. (TU.) Als Antwort auf einen Artikel der vorgestrigen Abendausgabe des „B. T." unter der obigen Ueberschrift, in dem starke Angriffe gegen d e n R e i ch 5- kanzle r D r. Luther und den Reichsaußen- Minister Dr. ©trefemann enthalten waren und behauptet wurde, die Wahl Hindenburgs bedeute, daß nicht einmal des Ruhrgebiet in absehbarer Zeit geräumt werde, stellt Dr. ©trete» mann in der „3eit“ fest, daß die Verträge übet die Räumung des Ruhrgebiets zum letzten Termin, den 15. August d. I., ein Teil der Londoner Vereinbarungen sind und von dem Leiter der Konferenz, dem damaligen englischen Premierminister Maedonald. in der letzten Sitzung der Konferenz ausdrücklich der Konferenz miigeteilt worden sind.
Die Abmachung über die Räumung des Ruhrgebiets ist abgeschlossen im Ramen der französischen und belgischen Regierung. An der ®el» tung dieser Vereinbarung selbst irgendwie zu
nach der DevölkerungSzahl zu berechnen. Der Reichsfinanzminister bemäntelte bann die Verteilung des Steueraufkommens an die
Länder.
Er stellte fast, daß daS Gesetz über den Finanz- ausgleich in erster und zweiter Lesung ver- abschiedet sei. Die Reichsregierung b«Halle sich vor, die Konsequenzen ihres W.derspruchs gegen die Reichsratsbeschlüsse über die Derteilungs- frage dem Reichstag in einer besonderen Dorlage zu unterbreiten.
Der Reichsrat beschäftigte sich dann mit der Aufwertungsfrage
Die ReichsratsauSschüssc haben beschlossen, eine einheitlich allen Hypotheken zu- ko m m e n d e 20prvzentige Aufwertung eintreten zu lassen.
Die Rückwirkung soll sich bis 31. Januar erstrecken. Staatssekretär Joel wandte sich gegen die Ausschuhbeschlüsse und erklärte, daß fich Die Reichsregierung auch hier eine Gege.worlage Vorbehalte. Bei der Abstimmung wurde der Ausschußantrag. der du chweg eine 2)prozentige Auswertung vorsieht, mit 56 gegen 10 S.immen bestätigt. Als Termin für die Rückwirkung der Aufwertungsansprüche wurde der 15. Dezember 1922 festges.ht. Die Do.lage wurde im ganzen angenommen. Zu dem Gesetzentwurf über die Ablösung öffentlicher Anleihen wurde gegen den Widersp.uch des Reichsfinanzministers ein preußischer Antrag angenommen, die für Altbesitzer von Kriegsanleihen vorgesehenen beso lde en Rechte auf alle Altbesitzer von öffentlichen Anleihen auszudehnen. Sin zweiter preußischer Antrag, wonach die Dorteile ter Dorlage auch denjenigen Kriegsanleihezeichnern zukommen sollen, die nicht im Besitz ter Anleihe sind, wurde mit 32 gegen 31 Stimmen angenommen. Darauf erklärte Reichs- finanzmtnistel Dr. von Schließen, daß das Reichskabinett sich am Donnerstag mit der Frage beschäftigen werte, ob die Vorlage überhaupt noch für die Regierung t r a g- b a r sei. nachdem ihr Charakter jetzt vollstän - big geändert Worten sei. Bei einer daraufhin vorgenommenen Revision der Abstimmung wurde in zweiter Lesung der preußisch: Antrag mit 34 gegen 30 Stimmen abgelehnt, ter Antrag auf Berücksichtigung ter Altbesiher sämtlicher öffentlicher Ma'kanleihen dagegen mit 45 gegen 10 Stimmen angenommen. Der Abschnitt des Gesetzes, wonach das Reich auf die Länder und Gemeinden einen Zwang zu r A u fwer - tung ausübt. würd' mit der notwendigen qualifizierten Mehrheit angenommen, und zwar mit 53 gegen 11 Stimmen Reichslinanzminister Dr. von Schlieben schloß darauf die Sitzung mit der Feststellung, daß die Aufwertungsg'sche in erster und zweiter Lesung angenommen feien.
Sortierung der Sicherheiftverhandlringeii. Briand für direkte Verhandlungen mit Deutschland.
Paris, 23. April. (X1L) „Ulatin“ schreibt, die Regierungserklärung verrate uirzweideutig den Wunsch Frankreichs, d i e Sicherungs- Verhandlungen fottAufehcn. ES verstehe sich von selbst, daß die Alliierten sich zunächst über daS Syste m zu verständigen wünschten, durch daS sie die Klauseln des Versailler Vertrages ergänzen und das Genfer FiaSko aus- gleichen wollen. Briand habe weiter zu verstehen gegeben, daß er auch direkten D e r- Handlungen mit Deutschland nicht abgeneigt fei. er ermesse sehr wohl die Vorteile solcher Verhandlungen. Weder der Ministerpräsident noch ter Außenminister wollten, daß man Frankreich vorwerse, es träte den Rückzug an, wenn man durch irgendwelche Abmachun- gen die Krise in Europa beseitigen könnte. Keiner von beiten werde jedoch zugeben, daß eine Revision der Vertrags-Klauseln versucht werde. Gegenüber Deutschland übertreibe man in zweifacher Hinsicht: Einmal durch die naive Vermutung, von vornherein den guten Willen Deutschlands vorauSzusetzen, andererseits durch das krankhafte Mißtrauen, das darin zum Ausdruck komme, daß man Deutschland bei jeder Gelegenheit die teuflischen Künste eines ungesetzlichen Mach avellismuS zutrau?. Zwischen beiten Extremen könne eine Regierung, die von erfahrenen Diplomaten geleitet w'rd, einen Mittelweg einschlagen und die Verhandlungen würden dann, ohne einen der Verbündeten zu beunruhigen, einen V'rlauf nehmen, der nur Ruhen bringen würde. Briand und vielleicht auch Painlev hätten die Absicht, sich in kurzer Zeit nach London zu begeben, um sich mit der britischen Regierung über die beste Methode zur Durchführung ter schwierigen Verhandlungen auSeinanterzusehen. In der Zwischenzeit werde sich die Botschafter- Konferenz über die Schlußfolgerungen des Gutachtens des Marschalls Zoch schliff iz werden, so daß die Frage derBeseyung derR h e i n- lande bald zur Debatte gestellt werden könnte.
Serriot, Äammerpräfibent.
Paris. 22 April. (WTD > In der heutig i Kammersitzung wird zur Wahl des Kammerpräft- denten geschritten. da dieser Posten durch die Ernennung Painlevss zum Ministerpräsitenten frei geworden ist. Die Opposition n’mmt an der Abstimmung nicht teil, da sie keine n Kandidaten auf gestellt hat Der ehemalige Ministerpräfide it Herriot ist ter Kandidat der Linken. Im Verla f- der Abstimmung ereignete sich ein Zwischenfall. Der ter Opposition angeborente Abg Dadanant stellt sich hinter die Sekretäre, um deren Arbeit zu ko ntrol- l i er en. Das ist nach der G sch^ftSordrung nicht gestattet. Der Vizepräsident der Kamme' fordert den Abg. Badanant auf, die Estrade des Bureaus zu verlassen. Dieser weigert sich jedvch. Einige linksstehende Abgco.dnete begeben sich deshalb auf die Estrade, und es kommt zu einer Schlägerei zuerst unter wenigen Abgeordneten. Später beteil gten sich an b'eler Schläger-:i mehr als hundert Abgeordnete, so daß die Saal wiener nicht Infftante find, die Ruhe wi terherzustellen. Der Vizepräsident unterbricht deshalb die Sitzung. Rach Wiedera. f ahme d r Sitzung wird der ehemalige Ministerpräsident Herriot mit 266 von 267 abgegebenen Stimmen zum Kammerpräsidenten gewählt Die Opposition hat sich der Stimme enthalten
Abwartende Haltung tyoincares
Paris. 23. April. (TU.) Die Senatsgruppe der Republikanischen Vereinigung (Fraktion Poincare) hat bffchlossen. angesichts der un gmden Rotwendigkc.t. te-i inneren Frieden aufrechtzuerhalten, die Tätigkei: ter Regierung Painleve. deren E-cklärung in mehreren wichtigen Punkten ihren Wünschen entspreche, abzuwarten und sich vorläufig Reserve aufzuerlegen.
Aon den 21 oppositionellen Abgeordneten Elsaß-Lothringens im Rechts block erklären fünf, daß sie bis auf weiteres gegenüber ter Regierung Painleve eine neutrale Haltung einnehmen wollen. Parlamentarische und kirchliche Kreise Elsaß-Lothringens erkennen die Entspannung der Lage, die die Regierungserklärung gebracht hat. an.
Infolgedessen wird heute damit gerechnet, daß das Kabinett im Senat keineSchwie- r i g t e i t e n haben wird, da De Villaine die Interpellation über die Politik des neuen Kabinetts zurückgezogen hat. Heule nachmll ag beginnt die Debatte über das Budget. Der frühere Finanzminister Elemente! wird hierzu daS Wort ergreifen. Wahrscheinlich werten die beiten pro- vikorffchen Budgets-Zwölllel für Mai und Juni noch heute verabschiedet werden
des ReichSrnts wurden hierzu Anträge des badischen und des hessischen Vertreters auf eine stärkereBelastung deS Besitzes abgelehnt, ebenso ein bayerischer Antrag auf Aenterung der Vorschußzahlungs- termine für die Landwirtschaft. Das Einkommensteuergesetz tourte in ter Ausschußfassung angenommen, ebenso das Körperschaftssteuer g e s e h. Das Reichsbetoertungs- g e f c t) fand Annahme gegen die StimmeDayemS und ohne wesentliche Aenterung wurde bann auch dem Bermögcnssteuergeseh -uge- ftimrnt. Im Erbschaft-st euerges eh er- höhte der Reichsrat die Grenze für die vorgesehene Steuerbefreiung von 5 auf 10 000 Mk. Bei dem Gesetzentwurf zur Acnderung der Händler st euer hatten die Reichsratsaus- schüsse beschlossen, die Dörsenumsahsteuer auf Industrieobligationen weiter herabzusetzen. Die Besteuerung des Devisenverkehrs war auf 1 Pf. für 100 Mk. festgesetzt worden. Ferner ist eine Ermäßigung der Wechselst euer beschlossen worden. Bei ter Grunderwerbs- steuer sollte das vorgesehene Maß, wenn es sich um den Erwerb von neuen Grundstücken für auswärtige Kapitalgesellschaften hantelt, von 4 auf 3 Prozent herabgesetzt werden. Die Aus- schußbeschlüsse wurden trotz Widerspruchs des
Viktoria. iginal-Saa' isaaten^
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ma und Lunrenladen hil .LinP.-lhre^nd'-r ei keinem lonecnlruken F inC.-lhrNvmp|,cyr' öhrenkatarrt^e^ der qaälende nusten W- ir iberrasdteade Erlol bat m ai empfehl. K.R^h.i... gehenden Duihchreiben.
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gegeben wurden.
Rur mit großem Widerstreben hatte Washington feiner Dominierung für den Präsidentenstuhl zugestimmt. Seine Gefühle bei Amtsantritt, so sagte er glichen denen cineS Ver- urteilten, ter zum Richtsatz geführt totrb. Er fühlte sich mehr alS Soldat denn. als Staats- - Politiker. Politischer Führerehr geiz
orbnunq an die ihr unterstellten Beamten: ,In diesen ^agen beginnen die Vorbereitungen für die Jahr lausendfeier der Zugehörigkeit d e s Rheinlandes zum Deutschen Reich. Gemäß der ihr im Friedensvertrag zuaewiesenen eteUung muß sich dic Regierungskommission dieser Feier und ihren Vorbereitungen gegenüber neu. tral verhalten. Sie muß ein solches Verhallen auch von allen ihr unterstellten Beamten erwarten. Die Regierungskommission hat daher beschlossen, anzuordnen, daß die Landräte und Bürgermeister sowie sämtliche Beamte und Schulen s i ch jeder Teilnahme an der Feier und ihren Vorbereitungen zu enthalten haben in Ueber« emftimmung mit der strengen Neutralität, die alle Dienststellen zu beobachten haben. Der Präsident der Regierungskommission: fRauIt."
Dieser Erlaß der Regierungskomission hat im ganzen Saarland größtes Aufsehen erregt. Die Regierung-kommission ist auf Grund des oaar« ftatuts des Versailler Vertrages garnichtinder g c. den einzelnen Beamten als Privatpersonen Teilnahme an der Iahrtausendteier zu verbieten.
eines preußischen Provinzialvertreters angenommen. Der Entwurf über
die Erhöhung der Tabaksteuer
und dec Erhöhung ter Steuer für Zigarettem Zigarren und Rauchtabak um 25 Prozent, und für Kautabak um 50 bis 100 Prozent findet gegen die Stimmen von Sachsen, Hessen und Baden gleichfalls die Zustimmung deS Ausschusses. Des weiteren tourte der Gesetzentwurf über die gegenseitigen Besteuerungsrechte des Reichs, der Länder und Gemeinden angenommen. Dagegen stimmten Sachsen und Bayern. Als letztes der Steuergesehe tourte der Gesetzentwurf über den Finanzausgleich beraten. Reichs- finanzminister Dr. von Schlieben gab dazu eine Erklärung ab, dah die Reichsregi'rung im Interesse des Zustandekommens des Ausgleichs von einer Einziehung der noch ausstehenden, im Dezember 1923 den Ländern aus dem Desol- dungsaufwand mehr gezahlten Zuschü s s e sowie der den Ländern in ter Zeit bis Ente Dezember 1923 gegebenen sogenannten Liquidationen Abstand nehmen wolle, wenn die Länder auf die als Gegenforderung angemeldeten An-
Lrscheim iaglid), außer Somu und Feiertags.
Beilagen:
SiebenerFamilienblLtter Heimat im Bild.
Monat,-bezug,preis: 2®olbmarh u. 20 Gold- Pfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüste: Schriftleitung 112, Q3er lagundBeschästsstelleSl. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeigerrietzeu.
postscheckkanto: Frankfurt a. M. 11686.
seine Farn, in Virginia zurückgezogen hatte. Liter in den Jahren, die zwischen dem Abzug ter englischen Truppen und ber Annahme der änionSVerfassung lagen, hatwn sich die Sinzelstaaten, die ja selbständige Republiken waren, durch inneren Hader und sonstig r i^publikanische Kmterkrankheiten fast wieder an den Rand des Ruins gebracht.
So mußte Washington wieder kommen. 6lne Kongreßkommission reifte nach Virginia, um thn aus feiner Famrereinsamkeit .zuruckzu- berufen Washington kehrte nur widerstrebend )vch dem Pflichtgefühl f olgend ins öffentliche Leben zurück, um durch die Macht «einer Persönlichkeit die neue Zentralgewalt zu 'djaffen, die in ter Präsidentschaft gipfelte.
boykottieren, falls Hindenburg gewählt wird. Die amerikanische Reg erung hat weder jetzt noch später die Absicht, sich in deutsche Wahlen, die eine rein deutsche Angelegenheit sind, einzumlschen. Gegenüber andern M tteilungen, wonach Beamte des Schatzamts die Gerüchte über die Einstellung der Aeuhorker Bankiers gegen deutsche Anleihen ge- wissermaßen bestätigen, erklärte Äellog ,cr habe feine Kenntnis von derartigen Vorgängen. Er zu verhüten.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
vnuk und Verlag, vrühl'fche Univerfilülr-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 1.


