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43. Fortsetzung.
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Allendorf a. d. L. im Oktober 1925.
Der Vorstand,
wird gebeten.
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Gießen (Neustadt 10), den 22. Oktober 1925.
Die Bei
Blumenspenden dankend verbeten.
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unendlich viel gegeben, aber mich nicht mehr frei."
Sie hatte Tränen in den sagte, doch tief im Innern süchtig; Hanns Ingold.
lind nun gab ihm seine und die Angst um Ruth Gedanken ein.
Im Kreuzgang wars. Zimmer gegangen, um sich zumachen.
Bekanntmachung.
Bestellungen auf Fichtendeckreiser unter gleichzeitiger Barzahlung werden beim städtischen Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 18, bis spätestens 24. d. M. entgegengenommen. Die Welle kostet, da der größte Teil der Deckreiser aus nichtstädtischen Waldungen bezogen werden muh, einschließlich Anfuhr vor das Haus 65 Pfennig.
Gießen, den 20. Oktober 1925. Der Oberbürgermeister.
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Dann wandte Engelhardt sid) und fragte geradezu:
diese Erklärung machen würde. Verzeihen Sie, ich bin Geschäftsmann und kann den Iargon nicht immer unterkriegen. Wir Deutschen haben zu sehr, zu ausschließlich Unternehmungsgeist erzeugen und hergebcn müssen, um anderen den Platz abzunehmen, dadurch sind wir ein bißchen laut und fahrig geworden, aber ich hoffe, nein, ich bin überzeugt, daß Sie mich nicht mißverstehen. Ich liebe Sie, Fräulein Ruth, und ich bin gekommen, um Sie zu fragen, ob Sie meine
findet Freitag, den 23. Oktober, vormittags ll*/2 Uhr» dem Neuen Israelitischen Friedhof statt.
wort!
In diesem Augenblick fühlte sie. daß ein Innenleben von unbeschreiblicher Stärke führt hatte.
langsam bis zum Rand der Terrasse.
Scharf hob sich seine Gestalt aus dem zerstreuten Licht, wie er so mit unterschlagenen
„Heberstanden! Den Stoß meine lein Engelhardt. Ich bitte, nur noch sagen zu dürfen."
Sie blickte befremdet auf.
„Keine Frage, seien Sie meiner ganz sicher", fuhr er schneller fort.
nur das eine, daß <3ie sich nicht frei fühlen. Das ist eine Schranke, ein Avis. Ich respektiere beides, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich kann einfach nicht, Fräulein Ruth!"
Die letzten Worte stieß er mit einer Leidenschaft hervor, daß Ruth sich wie von einer Flamme angeweht fühlte.
Sie blickte ihn an, der eingeborene Trotz stieg aus der Tiefe ihres Wesens, doch in den gewaltsam beherrschten Zügen des Mannes, der keinen Augenblick die Haltung verloren hatte, war etwas, das sie wieder weich stimmte.
..Wir wollen nicht mehr davon sprechen", erwiderte sie leise.
Eine Weile sahen sie schweigsam, von hungrigen Vögeln umflattert, dann erhob sich Ruth.
ihrem Gesicht.
Lkylander hatte die nackten Finger erfaßt und hielt sie mit lockerem Griff.
Armen auf den silbergrauen See hinausblickte. Eine weiche, tiefausholende Grundwelle kam gelaufen und warf ihre Perlenschauer bis zur Balustrade. Hm die Schiffspfähle tanzte blaßroter Schaum, schwarzgrün funkelte die beschat- tete Flut.
Ruth war regungslos sitzen geblieben. Sie -mußte auf ihn warten. Und dabei liefen ihr die Gedanken davon, beschäftigte sie sich mit der Ausrechnung des Datums ihrer Hochzeit mit Hanns Ingold. Sie wehrte sich dagegen und konnte diesen Gedanken doch nicht entrinnen. Ieden Tag konnte die endgültige Genehmigung eintreffen, und dann begann der Bau, und auf diesem Bau ruhte ihr Glück. Glück? Sie umfing Den Schattenriß Gerhart Tylanders mit tastenden Blicken, lind auf einmal wußte sie, was sie mit unwiderstehlichem Drang zu Hans Ingold zog, nicht nur die ganze Fülle einer Liebe, sondern auch das Gemeinsamkeitsgefühl der von unten Heraufsteigenden, derer, die sich durchsetzen, sich emporrecken müssen. Wie er sich vom Fischersohn zum Mechaniker, zum Ingenieur, zum Werkbauer hinaufgereckt hatte, so liebte sie ihn. Er hatte niemand gehabt als sie. Er hatte den Kopf in ihren Schoß gewühlt und seinen Kampf zu ihr getragen, ein Einsamer, einer, der gegen sich selbst wütete, und so war er ihr über alles lieb geworden.
Tylander kehrte zurück.
Sie rückte ihm leise den Sessel zurecht, den er beim Aufstehen weggeschnellt hatte.
Bekanntmachung.
Die Gemeinde Gedern versteigert öffentlich meistbietend am Donnerstag, dem 29. Oktober, 11 Llhr, den Platz für Aufstellen eines Karussells anläßlich der Kirchweih am Sonntag, dem 8. Rovember, und Montag, dem 9. Rovember dieses Jahres. Schiffsschaukel wird nicht zuge- laffen. Alle Schau- usw. Stände müßen sich bis spätestens Mittwoch, dem'4. November, mittags 12 Nhr, der Bürgermeisterei angemeldet haben, andernfalls sie keine Berücksichtigung finden.
Hessische Bürgermeisterei Gedern. 9837D
Augen, als sie es jubelte es sehn-
Werbung annehmen und meine Frau werden wollen."
Er war zu Ende, wischte mit dem Seidentuch flüchtig über die Stirn und fühlte trotz der gefaßten Haltung, daß alle Nerven rebellierten, alle Adern voller schlugen als je.
Hand und Kinn auf den Griff des langstieligen Sonnenschirmes gestützt, bockte Ruth schweigend zur Erde, wo die weißen Steinchen sich unruhig zu bewegen schienen.
Die alte tausend- und millionenmal gestellte Frage und die immer wieder neugeborene Aut-
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Danksagung.
Allen, welche uns bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen ihre Teilnahme bekundeten sowie für die reichen Kranz- und Blumenspenden, sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank aus.
Insbesondere sei dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe sowie den Vereinen und Bruderschaften für die erwiesenen Ehrungen herzlich gedankt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Wilhelm Volk VIII. Witwe Familie Heinr. Keiner.
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Altersvereinigung 1871—1921
Wir erfüllen die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Alterskollegen 9845D
Herrn Louis Weil
in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 23. Oktober, ll’/a Uhr vormittags, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung
„Eine Krankenpflegerin, . . _
Schwester suchte ich nicht in Ihnen, dazu ist mir die Liebe zu sehr ins Blut gegangen. Ich darf nicht mehr sagen, ohne Sie zu verletzen. Fräulein Ruth, aber glauben Sie mir, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel Zeit zum Warten verwendet wie auf den Augenblick, da ich Ihnen
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Krampfhaft umschloß er ihre Finger, doch halb vorbereitet, riß er sich gewaltsam zusammen, bückte sich wortlos und küßte hastig die zuckende Hand. Dann bat er sie mit unnatürlich ruhig klingender Stimme für einen Augenblick um Entschuldigung, stand auf und ging
Er machte eine Pause und starrte mit zu- sammengezogenen Lidern auf den silberflimmernden See hinaus.
Ein Buchfink trippelte über den Kies und haschte nach verstreuten Kuchenkrümeln.
„Ia, dann lernte ich Sie kennen, Fräulein Ruth," fuhr er leise fort, „und nun geschah etwas Merkwürdiges. Der äußere Motor blieb ab- gestellt, aber der innere begann zu arbeiten. Hnd als ich wieder gehen gelernt hatte, wußte ich, daß ich Sie eines Tages um Ihre Hand bitten muhte. Das heißt, wenn ich die Gewißheit hatte, wieder ganz auf der Höhe zu fein." <
Langsam hob sie den Kops.
Auf einmal streckte sie ihm impulsiv Hand hin. Ein rosiger Schein kam und ging in
Engelhardt spürte die Veränderung in ihrem Wesen, als er zurückkehrte.
„Herr Tylander, ich kann Ihnen nur eins antworten: Sie haben mir mit dieser Erklärung ich bin, ich fühle
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gesprochen?" ~ --
Tylander stutzte. Dann anttoorfctc er kurz:
„Iawohl, Herr Professor, aber ich bin zu spät gekommen."
„Oder zu früh", entgegnete Engelhardt und ging seiner Tochter entgegen, die in ihren Schleier gehüllt, raschen, federnden Schrittes den Klostergang der ehemaligen Dominikanerabtei entlang kam.
(Sortff'hun- folgt.)
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Am 21. Oktober, morgens 3 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel
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Die Beerdigung findet am 23. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus, statt
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Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer,
schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender
Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Karl Möller
im 38. Lebensjahre.
Die tieitrauernden Hinterbliebenen:
Frau Anna Möller geb. Will nebst Kindern
Heinrich Möller I. und Frau
Heinrich Moller II. und Frau
Peter Will und Frau
Johannes Greb und Frau Wilhelm Grün und Frau.


