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Donnerstag, 22. Oktober (925
Ur. 248 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
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Um durch Lb22 den d4-Vauern zu decken, damit der Spr. bl wieder entwicklungsfähig ist.
Motiv dreimal gemalt und dreimal wieder zerstört hat. Um die achtziger Jahre war sein materielles Leben gefestigt. 1875 heiratete er, und nun entstand in reicher Fülle Bild um Bild. Ein Besitztum in der schwäbischen Heimat ermöglichte das ewig neue Studium der alten Motive und hinzu kam die Bekanntschaft des Dachauer Moses, das Zügel lange vor der Gruppe der sogenannten „Dachauer Malgemeinde" in seiner ganzen Schönheit entdeckt hat.
Im Jahre 1890 reiste Zügel durch Holland und Belgien: eine große Anzahl von delikaten Hand- zeichnungen brachte er als künstlerische Ausbeute heim. Frankreich und England sind weitere Etappen: die Lüneburger Heide zeigte ihm die Märchenstimmung der weiten Einsamkeit: immer wieder aber zog ihn München, die künstlerische Heimat, zurück. Im Jahre 1894 wurde Zügel an die badische Akademie nach Karlsruhe berufen: ober schon wenige Monate später war er wieder in München. So kurz der Aufenthalt in Baden geblieben ist, er führte den Meister des Tierbildes nach bemBauern-
Franz Liszt, der Unvergleichliche,. urteilte gelegentlich einer „Messe", als das „cum spiritu“ einsetzte, wehmütig: „Die Fuge ist wie der Käse nach der Mahlzeit, sie Hilst alles verdauen und ist selber unverdaulich. Der heilige Geist wird stets fugiert, aber er kann's vertragen."
Und als man den Abbe einmal fragte, ob er sich je im Leben gefürchtet habe, schüttelte er energisch den Kopf: „NiemalsI" Nach einer nachdenklichen Pause ergänzte der große Pianist: „Eigentlich doch!! — Vor einem zu eng sitzenden Frack beim Klavierspiel!!!"
i; 3M) habe in meiner Kindheit nirgends so viele -Lhisherden gesehen wie in der Gegend zwischen ■ Bcfjiang und Murrhardt. Die Schafhändler galten im ireiner Kindheit als leichte Leute: sie hatte» itoreU verstreut ihre Hürden und Pferche, und
1873 erhielt der Dreiundzwanzigsährige bereits die Große Goldene Medaille in Wien. Für „Die Schafwäsche", ein großes Bild, in dem bereits in der Lichtbehandlung der Impressionismus angedeutet war. 1876 wird ein Bild direkt von der Ausstellung nach Amerika verkauft. Es ist ein Doppel- Ochfengefpann, das von Lanbleuten ausgeschirrt wird Gänzlich ohne Pose oder Atelieratmosphäre ist hier zum erstenmal die Form des gereiften Meisters getroffen und — mit der Uebedieferung gebrochen worden.
Wenn das eine oder andere Bild, weniger echt, dem Zeitgeist Rechnung trug, so siegte fast stets Zügels kritisches Gefühl, und die Schere wütete durch die Leinwand. Das ist auch ein Grund der malerischen Vollkommenheit Zügels, daß er stets gegen sich unerbittlich geblieben ist und manches
aus dem Acker steigt — wenn sein Pinsel die Ur» traft des Ochsen schildert, der seine Muskeln arbeiten läßt, um dem Menschen zu dienen. Er ist ein Träumer, wen» er den Abendglanz der Gommer» sonne auf eine Schafherde wirft, und ist die leidende Kreatur selbst in der Gestalt des kranken Hundes, der im Schatten Kühlung sucht vor der Mit» tagshitze.
Seine Bilder schmücken die Galerien Deutschlands und lehren uns, die Natur zu lieben und das Getier, das den Menschen umgibt.
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Ein in früheren Zeiten beliebter Pianist, der sich durch kleine Salonstücke einen kompositorischen Namen gemacht hatte, bemerkte einmal, als man ihn gar zu sehr lobte: „Don meinem kleinen zweihändigen Sachen sind mir meine beiden Kinder doch die liebsten."
Als Kind eines solchen gewichtigen Herrn wurde am 22. Oktober 1850 Hermann Zügel geboren, der große Tiermaler, dessen Lebenswerk als eine reine und abgerundete Schöpfung ein wesentliches Stück deutscher Malerei bedeutet.
Der kleine Hermann Zügel hat bei seinem älteren Bruder eine Farbenschachtel gesehen und auf diese Weise sein Talent entdeckt. Von da an zeigte der Bub wenig Interesse mehr am Spiel der Kameraden. Die Dorsschule war ein notwendiges Hebet Zeichenpapier und Buntstifte wollte immer von neuem der kleine Blondkopf, und seine blauen Augen fingen an, die Kontur der Schafe, Gänse und Hunde abzutasten. Er kam dann auf die Lateinschule nach Schwäbisch-Hall und mit 16 Jahren auf die Kunstschule nach Stuttgart.
Im Jahre 1869 war in München eine Ausstellung, die der Malschüler Züge? besuchen durfte, und von diesem Augenblick an erschien ihm München als der verheißungsvolle Stern, als Lichtpunkt und Notwendigkeit. Zügel hat es sein ganzes Löben lang nicht zu bereuen gehabt, daß er noch im gleichen Jahr dorthin übersiedelte. Die Stadt München wurde die Heimat feiner Kunst.
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Dies ist nicht gut, denn das Feld e2 muh der Dame Vorbehalten bleiben. Durch diesen schwächenden Zug hat Weiß bereits seinen ganzen Eröffnungsvorteil aufgehoben.
Dingelstedt, dem Freunde Hebbels, wurde zur Zeit seiner Wiener Operdirektion von einer Debütantin, die b'nlichtlich ihres Lebensalters verschiedene Jahrz te hinter sich hatte, einige Probearien vorgetragen. Die anwesende Mutter der Sängerin fragte zudringlich, ob ihre Tochter eine Zukunft haben würde. Dingelstedt bemerkte sarkastisch: „Wir haben alle eine Zukunft, wenn wir's erleben. Wenn ihre Tochter nur etwas weniger — Vergangenheit hätte!"
Weih.
Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weih: 7 Steine. Ka6, Ta8, Lei, Bc4, Bd4, Be5, Bf6.
Schwarz: 1 Stein. Kc6.
Partie Nr. 24
Die nachstehende Partie wurde in dem 29.
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wenden, daß es sich dabei um ein verwegenes und aussichtsloses Spiel handeln würde. Man kann nicht einen Kontinent wie Australien, der fast so groß ist wie Gesamteuropa, oder ein so riesiges Land wie Kanada, hinter dem Europa an Flächeninhalt sogar noch um ein weniges zurückbleibt, dauernd gegen die Einwanderung absperren, nachdem Australien erst 5 600 000, Kanada kaum 8 800 000 Einwohner zählt. Und auch für die Vereinigten Staaten ist es noch viel zu früh, ihre Töre in dem Maße weiterer Einwanderung zu verschließen, wie es heute geschieht, beträgt doch die Bevölkerungsdichte der Union immer noch ein Zehntel .derjenigen Deutschlands. Und wenn man hört, daß der amerikanische Arbeitsmarkt seit Inkrafttreten des neuesten Einwanderungsgesetzes sich die Bevölkerungen Kanadas und Mexikos gewissermaßen als Kraftreserven assimiliert, indem jährlich rund 800 000 Menschen teils über die nördlichen, teils über die südlichen Landgrenzen einströmen, so läßt sich schon daraus ersehen, mit wie elementarer Gewalt sich das Gesetz von Angebot und Nachfrage mit der Zeit über alle willkürlichen gesetzlichen Schranken hinwegsetzt. Und wenn das „hundertprozentige" Amerikanertum erwartet hak, sich durch die besonders rücksichtslose Ausschließung von Einwanderern,romanischer oder slawischer, geschweige farbiger Herkunft in seiner Vorherrschaft dauernd sichern zu können, so sieht es sich bitter getäuscht. Das Ausbleiben der früher unausgesetzt in den Häfen landenden großen Massen europäischer Lohndrücker hat den früher eingewanderten Elementen „fremder" Nationalität zu einem sozialen Ausstieg verhvlsen, der ihren politischen Einfluß unheimlich rasch wachsen läßt und zugleich ihrer Fruchtbarkeit einen Impuls gab, der den beispiellosen Geburtenrückgang in den angloamerikanischen Familien immer katastrophaler erscheinen läßt. Erfüllen somit die Beschränkungsgesetze ihren Hauptzweck nicht, so müssen sich die außenpolitische» Wirkungen der Einwanderungsgesetzgebung mit der Zeit um so empfindlicher geltend mache». Daß Japan dadurch mehr und mehr Sowjetrußland in die Arme getrieben wird, nimmt man in Washington als unvermeidliches Geschick hi», da das ganze Volk der Vereinigten Staate» in der Ablehnung asiatischer Einwanderer einig ist: aber macht nicht Italien als das von der Gesetzgebung am härtesten betroffene europäische Land Miene, dem japanischen Beispiel zu folgen? Liegt für die angelsächsischen Mächte nicht die Befürchtung nahe, daß die Millionen, die in Süd-, Mittel- und Osteuropa ihren Drang nach einer Glückschance in überseeischen Länder» nicht befriedigen können, einmal begeistert den Fahnen roter Armeen folgen könnten, die etwa im tiefsten ober fernsten Asien die Hauptsäulen der angelsächsischen Welcherrschast einzurennen suchen würden?
Im übrigen bat der europäische Auswanderer bereits viel mächtigere Verbündete im Lager seiner Gegner selbst, als er ahnen kann. Das amerikanische Finanzkapital verfolgt mit wachsender Sorge das Anwachsen europäischer Arbeitslosenheere und fängt an zu überlegen, ob es nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, wenn es größere Massen europäischer Mensche» „in Ländern wie Australien" in großem Stile ansiedelte. Die Zahlungsfähigkeit der europäischen «chuldnerstaate» würde durch die Entlastung ihrer überfüllten Arbeitsmärkte unmittelbar gesteigert, und es wäre zugleich möglich, die für die Schuldentilgung notwendigen Warenüberschüsse zum Teil in eine Richtung abzulenken, wo sie die amerikanischen Außenhandelsinteressen nicht zu gefährden brauchten. Berücksichtigt man ferner, daß auch die sehr einflußreichen atlantischen Schiffahrtsgesellschaf- t e n begreiflicherweise immer nachdrücklicher geaen die Unterbindung des sehr einträglichen Geschäfts mit dem frühere» Massentransport von Zwischendeckpassagieren aufbegehren, so erscheint die Zukunst der europäischen Auswanderung schon nicht mehr in so trüber Beleuchtung. Es sind jedenfalls schon sehr viele Anzeichen, die dafür sprechen, daß die überseeischen Einwanderunasbeschränkungs- gesetze wohl ein Zeitalter regelloser Auswanderung abschließen, dafür aber ein solches planmäßiger erdumspannender Kolonisation größten Stiles ein» leiten.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom NedattionStisch.
Musiker-Anekdoten.
Ein junger Dichterling kam eines schönen Nachmittags zu dem Komponisten Adam, bot ihm ein Libretto. „Eva" betitelt, an und begann, es auf der Stelle vorzulesen. Der Komponist hörte ein paar Minuten zu, unterbrach aber den Vor- tragenden bald darauf: „Nein, das ist nichts für mich! Sie wissen doch, wie ich heiße?" — „Gewiß!" erwiderte der andere ziemlich bestürzt. „Na also", meinte Adam behaglich, „dieser Adam mühte sich ja dann mit dieser „Eva" versündige», und die zischende Schlange würde vorn Publikum gespielt!"
1 ■ Tg5-e5 auf l^3-3üge entscheidet verschiedentlich Tf4 Abzug Matt: und auf Kd2, 2. Tf3 matt.
Ans der Schachwelt.
Bei dem 29. Schweizerischen Schachturnier in Zürich ist der Schlußstand der Gruppe A folgender: 1. Preis 10 Punkte Paul Johner. 2. Preis 7 P. F. Gygli, 3. und 4. Preis, geteilt mit 6V3 P.. Hans Johner und Dr. W. Michel. Es folgen: Dr. T. Frey und W. Henneberger je 6 P.. A. Ehoron 5 P.. Pros. Naegeli und Dr. E. Voellmy 4' 2 P.. H. Grob und O. Zimmermann 3* 2 P>. H Müller 3 P.
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Koionialpolitik oder Auswanderungspolitik.
Von Otto C o r b a ch.
Wir geben den folgenden Ausführungen gern Raum, ohne ihnen in allen Punkten beipflichten zu können. D. Red.
Das Gerücht, daß Deutschland als Lohn für denen Eintritt in den Völkerbund einige Fetzen I ei ics früheren Kolonialbesitzes zurückerstattet wer- 'üu, könnten — es war die Rede von Teilen Togos 'M) Kameruns —, hat in vielen Köpfen eine ge= Erliche Verwirrung angerichtet. Nicht als ob rcenb jemandem bei uns solche kleine Gnaden- p-schenke" verlockend erscheinen könnten; aber man jrtlt sich dadurch ermutigt, wieder auf einen Auf- ^vung Deutschlands als Kolonialmacht zu früherer löege zu hoffen. Gerade das aber ist es, was unsere rLittertften Feinde mit solchen Probeballons be- ; neiden. Man hat längst bereut, Deutschland seines intlidjen Kolonialbesitzes und in China aller Vor- rrjte, die andere Mächte noch vertraglich genieße», i'waubt zu haben. Die f a rb i g e n Völker, die 6 um alle Hoffnungen betrogen sehen, die bei ir en geweckt wurden, als es darauf ankam, sie für err Weltkreuzzug der „Zivilisation" gegen die deuten „Barbaren" zu entflammen, sehen heute in ^llwjotrußland ihren offenen, in Deutsch- a it d ihren geheimen Freund und Verbündeten iic den bald 4)icr, bald dort auflobcrnben Kampf in die vom Präsidenten Wilson verkündeten und enrotcnen „Selbstbestimmungsrechte" aller Völker. > n n y a t fen, der große chinesische Revolutionär, ii in den letzten Jahren seines Lebens immer oieber in die Köpfe (einer 'Anhänger ^>ic lieber fiigung eingehämmert, daß, wenn bie Stunbe bes citgülhgen Befreiungskampfes für bie gelben Völ- it schlagen würbe, Russen, Deutsche unb wahr- ttjcinlid) sogar die Franzosen ihnen gegen die im» idealistischen Weltmächte England unb Amerika l.’rjjaffnete Hilfe leisten würben. Dem deutsche» loltc unb seinen Staatsmännern liegt es gewiß itm, sich mit solchen abenteuerliche» Plänen zu ta gen. Unser Sinne» unb Trachten ist allein bar- iin gerichtet, toieber allmählich unsere eigenen (raste zu fricblidjem Wettbewerb mit nnberen Völ- !<rn frei regen zu können. Sollen wir aber um en iger Fetzen Afrika willen schon vergessen, baß di r fclbft burch den Frieden von Versailles i ’&i i die Stufe b c r Kolonialvölker her - cb gedrückt worden sind? Sollen wir es nicht >!; Schmach empfinde», daß bei uns weite Kreise Mch fast glücklich wähnen, weil ein Dawesplan irjtrc Feste!» immerhin einstweilen ein wenig ge- , H:ck«rt zu haben scheint, während das moderne
dorse Wörth in der Rheinpfalz, und dort entstand die „Zügel-Schule", in der
weite Weide. Dann hieß es allerdings für uns Stadtbuben „fort im Galopp", denn entweder faß einem der Spitzerhund am Hosenboden, oder der Schäfer warf mit der Kelle seines langen Schäfersteckens einen Brocken Lehm nach uns. Er traf uns ebenso sicher wie das Schaf, das heimlich ausreihen wollte.
Oder aber, und das war das Schlimmste, wir kamen dem Schafhändler in die Quere, der zur Inspektion fuhr. Dor dem Herrn Schafhändler hatten wir den größten Respekt. Er trug selbst am Werktag hohe, blank gewichste Rohrstiefel, hatte gelbe Hosen an unb ein schneeweißes Hemb, unb über bem bicken Bauch eine feuerrote Weste mit großen silbernen Kugelknöpfen — ein Herr!
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seiner Bevölkerung gemäß, alles und jedes verkauft, was nur eben zu verkaufen ist. So also auch in Korfu, das ein gewiß unverdientes Kriegsglück Hellas' in den Venize losschoß warf. Die Kaufverhandlungen sind eröffnet mit einem Konsortium, das hier eine Spielhölle errichten will und errichten wird, wenn nicht Monaco Frankreich mobil zu einem Einspruch macht.
Der heilige Hain der kaiserlichen Dulderin wird dann von „mondänem" Leben widerhallen. Die unzähligen serbischen toten Soldaten, die hier dem Typhus und anderer Kriegspest erlagen, — sie werden aus ihrer Nutze aufgeschreckt. Laut wird die stiUe Insel und ent- göttert.
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Zügels Entwicklung vollzog sich in absolut gerader Linie, unb man kann feigen, baß ber Erfolg von Anfang an seinem Schaffen treu geblieben ist. Er hat sich schon in der Jünglingszei't von seiner Kunst ernährt, und mehrere Tausend Bilder seiner Hand führten ihn, jedes für sich, auswärts auf der Straße des Ruhms.
Das Geheimnis dieses Erfolges liegt zum große» Teil in der Treue Zügels zu sich selbst unb zu der Scholle, auf der er und seine Kunst gewachsen sind. Es gibt wenige Bilder von ihm, die etwas anderes darstellen als seine geliebten Schafe, Ochsen, Hunde unb Kälbchen.
Hinzukommt, daß Zügel wohl als erster mit bem sogenannten „Genrebild" brach und das Tier, frei vom Anekdotischen, als selbständiges Motiv in eine die Stimmung betonende Landschaft stellte. Schließlich aber ist Zügel einer derjenigen Maler gewesen, die mit Ueberzeugung dem Plein-Airis- mus Bahn brachen und frei von der Natur „impressionistische" Bilder schufen.
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Schwarz ist besser entwickelt und hat Angriff auf den Punkt d4.
Igpuftens gehörten ihnen auch die Wiesen und Bäche, ultoo die Tiere weidete». Am meisten interessierten 115b) — mit einem abenteuerlichen Gruseln — die iktiiierkarren. Meine Mutter erzählte uns, ber - =aäier schlüpfe abenbs in diese kleine Hütte, damit iilh die Nebelgeister nicht ins Bein beißen. Und ni'i ber Hund wache bei der Herde und belle die ganze Nacht.
l£ir waren immer ordentlich froh, wenn -Dl frühen Morgen beim Schmetterlingfangen sstzäser sahen, wie er den Kraal öffnete unb
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lungen, Lösungen usw. sind zu richten an Schachredcution des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 33.
Don 3. Manskopf, Daubhausen.
(Ardruck.) Schwarz.
Ina sich gegen bic Zumutung, sich einem ent= ’djenben „Dawesplan für China" zu fügen, wie Mann aufzulehnen wagen kann? Haben mir in Lage, in der mir sind, und die uns nur dessen erträglich erscheint, meil mir über einen Dbuftionsapparat verfügen, den mir in der Vor- ijszeit als freies Volk entwickeln durften, nicht n Anlaß, die Freiheitskämpfe farbiger Völker Genugtuung zu verfolgen? Unb kann es unsere rgabe fein, ihnen bie zum Kampf begeifternbe f mung zu rauben, baß sie einmal auch unsere 1 crstützuiig haben mürben? Gelingt es aber, uns iflc minbermertige afrikanische Gebiete als „Ko- icn" anzubrehen unb uns zugleich burch Wie- beteiligung an gereiften Privilegien frember i<f)te in China zu interessieren, so sinb wir für farbigen Völker als Mitverschreorene auf feiten imperialistischen Mächte gezeichnet, und sie rien uns in dem Maße hassen, mie sie uns jetzt iitatio ihre Zuneigungen zureenden. Nichts kann besonderen den Engländern erwünschter sein, (fine weitblickende deutsche Staatskunst wird überhaupt damit abzufinden reissen, daß das talter der Vorherrschaft weißer Völker über Getue der farbigen Rassen sich ihrem Ende zuneigt, dagegen ein viel wichtigeres kolonisatorisckies ■Kro Mem immer mehr in den Vordergrund rücken rieb, nämlich das einer beschleunigten B e - Wir dl un g der noch dünn bevölkerten Wbsr s e.e i s ch e n Länder, die der „weiße iliim" vorläufig ausschließlich oder so gut wie Wizs^hließlich in Händen hat. lieber kurz oder lang ’wifg die Einwanderungsbeschränkungsgesetzgebung, nh: sich die Regierungen dieser Länder, allen voran b ber norbamerikanischen Union, befleißigten, in film europäischen Auswanberungslänbern eine flirte, stetig wachsenbe ©egenberoegung hervor- Mi'k n, und sich für diese die Führung zu sichern Hmr r eine ungemein dankbare Aufgabe für eine ;<mit:id)auenbe deutsche 'Außenpolitik. Nur wer über t: Airkung, bie bie Einwanberungsbeschränkungen Islfttk iseits in ben Einwanberungs- unb anberer- lijfnse in be» Ausreanberungslänbern ausgeübt hiban, ganz und gar nicht im Silbe ist, kann ein-
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Heinrich von Zügel.
5'iui 75. Geburtstag des großen Tiermalers am 22. Oktober 1925.
Von Paul E i p p e r.
• 'wischen ben Löwensteiner Bergen unb bem Ad Heimer Walb liegt die kleine württembergische ißillt Nlurrhardt. Mein Vater ist mit uns Buben mraijes Mal dorthin gefahren, nicht mit der Eisen- 0ki)ri, sondern mit ber Postkutsche, die, schön gelb cmMrichen, gewuchtig über die schwäbischen Land- sski^en polterte. Auf bem Bock saß ber Schwager; ort l;atte einen seltsam geformten, ebenso harten iu.'. blanken Hut auf bem Kopf, — eine schöne !$rine Uniform, unb von der 'Achsel über die Brust i 7?i g- eine schwarzrote, dicke Schnur mit zwei präch- :lliien Troddeln. An der Schnur war das Post- ltzcii— ein Zauberinstrument, das weithin schmot- iicre und so wunderschön traurig klang, wenn die ietnulferien zu Ende waren und uns die Postkutsche I»!it brachte in der Richtung auf Stuttgart.
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Aber der griechische Staat braucht Geld. Wozu, warum, wofür, das weiß niemand an der ganzen Levante, denn immer noch haben die Griechen das meiste Geld und immer noch wissen sie es zu scheffeln.
Doch was für ein Geld! In böser Inflationszeit hat man es in Deutschland erlebt, wie Geldscheine aussehen können, wenn sie durch tausende von Händen gehen. Nichts ist das gegen einen griechischen Drachmenschein, der noch als „sauber" bezeichnet wird. Reiht du irgendwo in Europa oder sonst in der Welt einen Geldschein mitten entzwei, so muht du. ihn wieder fein säuberlich zusammenflicke», oder er gilt nichts und ist dahin. Nicht so hier in Griechenland! Schneide einen 100-Drachmenschein, wofern du kleines Geld
Schweizerischen Schachturnier (20. bis 26. 1925) in Zürich gespielt.
Weiß. 21. Cher 0 ».
Schwarz: P. Johner.
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Europäische Taendelecke.
Von unserem A. W. K.-Berichterstatter.
Patras, 25. September.
Korfu ist heute griechischer Besitz. Ein herrliches Land, das für jeden, dem es gehört, ein Nationalheiligtum wäre. Nicht so für G r i c- chenland, das immer in Geldnöten ist und das, wenn solches auch einmal nicht ber Fall ist, der hervorstechendsten Nationaleigenschaft
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