in
geartete Gruppen von Beamten (;
•'N
;A'i
Der i n
der ver- Meyer, sowie ein Personen-
war. Um die zu erwartende lange Berhandlungs- dauer abzukürzen, wurden ähnliche und gleichgeartete Gruppen von Beamten (a. B. Amts- gehilfen, Hausmeister, Feldschützen) zusammen- gefaßt und deren Gehaltsverhältnisse zugleich beraten: aber trotzdem zogen sich die Verhandlungen
Zwischen der Finanzdeputation des Freistaates Bremen und einem unter Führung der Guarantee Trust Company Reuyork mit der I. F. Handelsgesellschaft, Berlin und den Herren M. R. Warburg ö- Co., Hamburg gebildeten Konsortium ist der Vertrag über eine 7proz. Anleihe in Höhe von 10 Millionen Dollar mit einer zehnjährigen Laufzeit zum Abschluß gekommen, die an der Neuyorker Börse, sowie in Holland, der Schweiz und England zum Kurse von 94) Proz. morgen zur Zeichnung aufgelegt werden soll.
3n Rhens (Rhein) wurde in gangenen Nacht der Schuhmachermstr. seine Frau und seine Tochter Fräulein S ch r e i t c r von einem
Verwaltungsgerichtshofes zu Darmstadt das Landesschiedsgericht zusammen, um über den Be- soldungsplanderStadtGießen zu beraten. Verhandlungsleiter war Staatsrat S ü f - tert; Vertreter des Staatsinteresses Finanzrat Lippert. Aus Gießen waren Oberbürgermeister Dr. Keller anwesend, sowie mehrere hessische Beamte der in Frage kommenden Kategorien. Auf der Tagesordnung der Sitzung standen 10 Positionen, in denen der Besoldungsplan beanstandet
Straßburg, auf dem 125 000 Arbeiter durch 600 Delegierte vertreten waren, hat beschlossen, für Elsah-Lothringen das Selbstbest immun g s r e ch t zu fordern. Destinunend hierfür war eine Erklärung der kommunistischen Partei Frankreichs zur elsaß-lothringischen Frage, in der die Anerkennung des Selbst- bestimniungsrechtes für das elsässische Volk verlangt wird. Es wurde ferner ein 24stündiger General st reik als Protest gegen den marokkanischen Krieg beschlossen. Wie die „Humanste" mitleilt, wird ein offener Brief an die Ministerkonferenz gerichtet werden, in dem das Selbstbestimmungsrecht für Elsaß-Lothringen gefordert wirb.
** Eine Auslandberufung. Nach einer Meldung des Wolfffchen Telegraphenbureaus erunannte der Staatsrat des Schweizer Kantons Genf den seitherigen Prioatdozenten an der Universität Gießen, Dr. jur. Erich H. Kaden, zum außerordentlichen Professor für deutsches Zivilrecht an der Rechtsfakultät der Universität G e n f. Dr. Kaden, dessen Hauptarbeitsgebiete das römische Recht, das internationale Prioatrecht, speziell das Privatrecht des Versailler Vertrages sind, ist durch seine Tätigkeit als Assistent der jun- stischen Fakultät den Landesunioersität auch weiten Kreisen unserer Stadt kein Unbekannter.
** Der Gießener D e so l du n g s p l a n vor dem Darmstädter Landesschiedsgericht. Am Samstag trat im Gebäude des
Aus aller Wett
Otfoberfeff in München.
In Hannover fand eme große Kundgebung des Jungdeutschen Ordens statt. Dor Der- tretern der Presse sprach Generalleutnant Satze n b e r g ° Berlin an Stelle des erkrankten Hoch- Meisters Mahrraun über das Wesen und die Ziele der Ordensbewegung. Am Abend fand im Kuppelsaal der Stadthalle eine große Feier statt, an der mehr als 3000 Menschen teilnahmen. Die Hauptrede hielt Herr Dietrich- Berlin über Arbeiterfragen. Die Feier war umrahmt von Dorttägen und musikalischen Darbietungen. *
Wie das Nachrichtenbureau des Vereins Deutscher Zeitungsverleger aus parlamentarischen Kreisen hört, betrugen die Druck kost en für den amtlichen Bericht des preußischen Untersuchungsausschusses in Sachen Hvef le nicht weniger als 42 000 Mark.
Wettervoraussage.
Wolkig, iagüber wärmer, sonst kühl, vereinzelt Regen fälle.
Das nordwestliche Zyklonen-Shstem, das zwei Kerne aufweist, hat sich wider Erwarten nordwärts gedreht, so daß seine Ausläufer nicht weiter in unser Gebiet eingedrungen sind und nur mäßige Regenfälle eintraten. Jedoch ist die Wetterlage damit nicht gesichert, da weitere Tiefausläufer nach Frankreich übergreifen. Zunächst tritt Bewö lkun gsabnahme ein.
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 16,8, Minimum 6,4 Grad Celsius. Niederschläge: 0,2 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 84 Grad Celsius.
kraftwagen überfahren. Die drei ersteren waren sofort tot, Fräulein Schreiter wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Insassen des Kraftwagens blieben unverletzt.
Grohseuer in Pommern.
In der Gemeinde Staber (Kreis Raugard) sind in der vergangenen Nacht elf Scheunen mit den Erntevorräten vollständig niedergebrannt. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann von einer einstürzenden Mauer begraben und schwer verletzt.
Die Ursache des Parlamentsbrandes in Tokio.
Die Ursache der Brandkatastrophe des Parlamentsgebäudes ist bereits geklärt. Ein Arbeiter hatte seine Benzinlampe unbewacht stehen lassen. Das Kabinett plant den Bau eines zweiteiligen Gebäudes, dessen Kosten etwa 1 800 000 Q$en betragen würden, um für die kommende Wintertagung einen Raum zu finden. Die Parlamentseröffnung wird im Kaiser- Palast stattfinden.
Seltsame formen der Alkohol- und Tabaksteuer.
Der mexikanische Staat Tabasco hat ein Gesetz angenommen, wonach alle diejenigen einer besonderen Abgabe unterliegen, die in der Oesse n t l i ch k e i t rauchen oder.sich in angetrunkenem Zustande zeigen. Der Ertrag soll zur Bekämpfung der Heuschreckenplage verwendet werden.
t 9; bau sollen iS! A-Z »Mi . Di, oeui - Glosse sr
.Tie Arn
Aus Stadt und Land.
Gießen, ben 22. September 1925.
Gießener Wochenmarktpreise.
am 22. September (Händlerpreise), i
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 210 bis 230 Pfennig, Matte 40, Käse 70, Wirsing 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15, rote Rüben 10, Spinat 25, Römischkohl 10, Bohnen 30, Unterkohlrabi 6, Tomaten 40, Zwiebeln 15, Meerrettich 40 bis 150, Rhabarber 15, Kürbis 8, Pilze 30, Kartoffeln 4,5, Falläpfel 5, Aepfel 15 bis 25, Birnen 30 bis 35, Zwetschen 20, Preiselbeeren 50 bis 70, Brombeeren 40 bis 45, Weintrauben 50, Nüsse 50, junge Hahnen 110, Suppenhühner 110; das Stück: Eier 16 bis 17, Blumenkohl 40 bis 160, Salatgurken 20 bis 30, Einmachgurlen 2 bis 4, Endivien 10 bis 25, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 30; das Bund: gelbe Rüben 20 Pfennig.
deren Kreisen die Konsolidierung von 25—30 Milliarden Franken der schwebenden Schuld erlauben. Wenn aber die Anleihe b i s jetzt 7—8 Millionen ergeben habe, so sei das viel. Es scheine sogar, daß man zugleich ein Nachlassen der Zeichnungen der Bonds der Nationalen Verteidigung festgestellt habe. Die Konsolidierung der schwebenden Schuld — der große Gedanke Cail- laux' — stelle sich als ein vollkommener Mißerfolg heraus. Die 60 Milliarden schwebender Schuld beständen noch immer, und am 25. September müsse man einige Milliarden der Anleihe von 1922 zurückzahlen, ganz abgesehen von den im Dezember fällig werdenden neuen Rückzahlungen. Während des Septembers habe man eine Milliarde neue Banknoten auggegeben, die der Marokkokrieg verschlungen habe. Für die im September fällig werdenden Verpflichtungen werde man die Notenpresse mit Hochdruck arbeiten lassen müssen.
Selbstbestimmungsrecht für Elsntz-Lothringen.
pariamentsdegmn in Preußen.
Rach mehrwöchiger Ferienpause ist der preuh. Landtag am Dienstag wieder zusammengetreten, um die seinerzeit unterbrochenen parlamentarischen Arbeiten fortzusehen und vor allem einmal den Haushalt unter Dach und Fach zu bringen. Don ersprießlicher Arbeit dürste aber auch jetzt nicht viel zu merken fein, da noch immer die für die Interessen Preußens so notwendigen Umgruppierungen innerhalb des Parlaments nicht vorgenommen worden sind. Infolgedessen wird über kurz oder lang entweder die Frage der R eg i e r u n g s u m b i ldu n g o d e r derReu- Wahlen wieder in den Vordergrund der allgemeinen Erörterungen treten. Sowohl das eine wie das andere ist der Weimarer Koalition höchst unangenehm. Immerhin tun aber die Sozialdemokraten so, als könnten sich Herr Braun und Herr Bartels, die im ..Rat der Drei" gegenüber Herrn Adenauer die Mehrheit haben, ruhig eine Landtagsauslösung leisten. Bisher haben die Sozialdemokraten aber noch immer Rücksicht auf das Zentrum genommen, das wohl »rst einmal die Ergebnisse der in verschiedenen Ländern bevorstehenden Wahlen abwarten möchte, ehe es sich weiter entscheidet. Große Lust zur Auslösung scheinen aber auch die Sozialdemokraten nicht zu haben, denn sonst hätten sie längst aus den Abstimmungen im Plenum die Konsequenzen gezogen. Eine arbeitsfähig e Mehrheit herzu stellen, liegt einzig bei dem Zentrum, das, wenn es dem Reichszentrum endlich folgen würde, eine Parlamentsauflösung zu verhindern mag, die sich aber unter den jetzigen Verhältnissen doch nicht vermeiden lassen wird. ♦
Des Reichspräsidenten Dank an Rheinland-WestfaLen.
Berlin, 21. Sept. (WTB.) Der Reichspräsident har an den Oberpräsidentent der Rheinprovinz nachstehendes Schreiben gerichtet: .Nach Berlin zurückgekehrt, darf ich Ihnen nochmals danken für die herzliche Ausnahme, die ich auf der Reise in das befreite Gebiet in den Städten der Rheinprovinz, die ich besuchen konnte, gefunden habe. Ich habe aus all den freundlichen Willkommensgrüßen, die mir bargebracht würben, mit Befriedigung ersehen, daß die gesamte rheinische Bevölkerung sich mit Freuden als Deutsche fühlt und bekennt und in unverbrüchlicher Treue ihrem Vaterland ergeben ist. Jkch habe auch mit Genugtuung feststellen können, daß trotz der schweren Leiden, die die Lande am Rhein erduldeten, doch überall der Wille zur Selbstbehauptung und das Vertrauen in die Zukunft u n g e- 'b rochen sind. Ich entnehme daraus die Zuversicht, daß der Rheinprov inz wieder ein neuer Aufstieg beschieden fein wird. Ich darf die Gelegenheit benutzen, um Sie zu bitten, den Beamten der Schutzpolizei, deren musterhafte Haltung ich mit Anerkennung erwähnen möchte, und allen übrigen Beamten, die sich um die Veranstaltungen aus Anlaß meines • Besuches bemühten, meinen anerkennenden Dank auszusprechen. Mit besten Wünschen für die Rheinprovinz und freundlichen Grüßen
(gez.) Hindenburg.
Auch an den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen und den Oberbürgermeister von Düsseldorf hat der Reichspräsident Schreiben ähnlichen Inhalts gerichtet.
Das Reichsschulgesetz.
Mehrere Blätter melden aus Dresden, daß nach einer Rede des volksparteilichen sächsischen Kultusministers Dr. Kaiser auf einer Tagung der Gruppe der Deutschen Dolkspartei des Wahlkreises Chemnitz-Plauen-Annaberg eine Ent» schliehung gefaßt wurde, in der es heißt, daß der Entwurf eines Reichsschulgesetzes in seinen wesentlichen Punkten nicht den evangelischen, lutherischen, liberalen und kulturellen Anschauungen der Deutschen Volkspartei entspricht. Die Entschließung lehnt daher den Entwurf ab und fordert die Bekenntnisschule als Staatsschule und nicht die Kirchenschule. Vor ollem sei die kirchliche Beauf- sichtigung der Schule abzulehnen.
Schiedsspruch in derSiegerländer Metallindustrie.
Essen, 21. Sept. (XU.) In den Lohn- und Arbeitszeitstreitigkeiten der Siegerländer Metallindustrie ist ein verbindlicher Schiedsspruch gefällt worden, nachdem der bisherige L o h n t a r i f bis zum 30. September d. I. bis 31. März 1926 verlängert wird, bei einer Beschränkung der Wochenarbeit auf 56 Stunden. Während die Gewertschasten den Schiedsspruch ab- lehnten, beantragte der Arbeitgeberverband Verbindlichkeitserklärung. Der Schiedsspruch wurde hierauf von dem Schlichter des Bezirkes Westfalen für verbindlich erklärt.
Zum ersten Male seit dem Kriege findet München wieder das historische Oktoberfest statt. Der Sonntag stand im Zeichen der Eröffnung des Landesschießens des Bayerischen
Straßburg, 21. Sept. (TU.)
Bauern- und A r b e i t e r ko n g r e h
Unter Beteiligung von über 300 Delegierten aus dem ganzen Reich begann in Halle die erste Reichstagung des Reichsbundes vaterländischer Arbeits- und Werkvereine. Abends fand im städtischen Schühenhof der DegrützungSabend statt.
■ i’j
bei
N ted« fond spA Selo zort gertf
W, töt’!
{antfj zur MU Serbe sHula Teiln Oden 6tub: tat ( neue Aedi traul sühn Krci des ralif1 ficn bettei
jfirl aiiM Dege Mach erziehe auch t Änord mund! 6ad)t Äusgl W - befiel Eine Inge beizu schuh die E die I fasset Lehn heilif sein.
'nen neu, Turn über, Wei eine ( Erhöh alles Vvrzi beiW in d anfäi als. mit i gen . festig kann.
fast über den ganzen Tag hin. In allen Punkten bis auf zwei ist die Auffassung der Gießener Stadtverwaltung durchge- brungen und die Eingruppierung genehmigt worden. Tellweise hatte das Ministerium schon bei Eintritt in die Verhandlungen seine Einsprüche aufgegeben.
" ilntcrfdjlagung und Diebstahl. In einer eigenartigen Diebstahlsangelegenheit verhandelte dieser Tage die Darmstädter Strafkammer. Wer einen Wertgegenstand findet und ihn behätt, macht sich bekanntlich der Unterschlagung schuldig. Anders ist e£. aber mit einem Funde bei der Dahn; nach den gesetzlichen Bestimmungen wird dann ein gleicher Fall als Diebstahl angesehen. Ein Student hatte im Toilettenabteil eines Zuges eine Handtasche gefunden und an sich genommen. Er hatte dann angeblich nur warten wollen, bis die Verliererin sich meldet, um den Finderlohn zu beanspruchen. In der ersten Instanz war er mangels Beweises sreigesprochen worden. In der Berufungsinstanz wurde er jedoch des Diebstahls für schuldig befunden. Wegen feiner bisherigen Straflosigkeit kam er mit einer Geldstrafe, statt einer Gefängnisstrafe, davon.
* Elternabend der Oeffentlichen Handelslehranstalt. Am Samstagabend fand in den Räumen des Kaufmännischen Vereinshauses ein außerordentlich gut besuchter Eltern- und Llnterhaltungsabend der Oeffentlichen Handelslehranstalt statt, dem mehrere Mitglieder des Schulluraloriums und andere Gäste beiwohnten. Eine .Ausstellung der technologischen Warensammlung der Schule war damit verbunden, die dank verschiedener Stiftungen aus Eltern- und Firmenkreisen schon einen guten Bestand hat. Die Echüler(innen) der Höheren und der Zweijährigen Handelsschule umrahmten mit ihren musikalischen, deklamatorischen und Tanzdarbietungen eindrucksvoll und künstlerisch den Vortrag des Diplom-Hdl. Schneider über die erdgeschichtliche Entwicklung der oberhessischen Heimat und den Bericht des Diplom-Hdl. Heun über die Rhein- und Moselfahrt der Höheren Handelsschule. Der Leiter der Anstalt, Dr. Feld, faßte in seinen Mitteilungen an die Eltern die pädagogischen Ideen des Abends zusammen in der Kennzeichnung der B i l d u n g s - ziele der Oeffentlichen Handelslehranstalt, die sich nicht auf die technisch-kaufmännische Abrichtung der Schüler für den Geschäftsbetrieb beschränken, sondern neben einer ausreichenden Berücksichtigung der Bureaufunktionen das Schwergewicht auf die Erfassung des ganzen Menschen als Persönlichkeit legen. Das wurde an Beispielen aus Organisation und Llnterrichts- betricb der Schule erläutert. Großes Interesse sanden die Ausführungen über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Schule. Der Abend hat wieder einmal gezeigt, wie sehr die Interessen von Elternhaus und Schule sich auf breiter Basis zusammenfinden können.
f pd. Natur- und Heimatschutz durch die Schule. In einem Rundschreiben hat der preußische älnterrichtsminister die Regierungen und Prov'nzialschulkollegien beauftragt, auf die Jugend in den Schulen erzieherisch im Sinne des Natur- und Heimatschutzes einzuwirken, und bei Ausflügen den Schülern die Schonung der Naturschutzgebiete zur Pflicht zu machen. Gleichzeitig soll der Unsitte gesteuert werden, mit Luftgewehren usw. in der Dogel- toelt Verwüstungen anzurichten, wodurch in vielen Gegenden schöne Vögel gänzlich verschwunden sind, wie der Pirol und der Eisvogel.
BorrroLizen.
— Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Das stolze Schweigen".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschriebmi: Professor Mareell S al zer, dieser in seiner Art ganz einzige Vortragskünstler, hat seit Jahren hier eine so große Gemeinde, daß die Ankündigung eines seiner Gastspiele stets lebhaft begrüßt wird. Die Mitteilung, daß Prof. Salzer seinen einzigen diesjährigen Vortragsabend am Dienstag. 29. September, im Stadttheater abhält, dürste daher schon genügen, um der Theaterkasse zahlreiche Vorbestellungen einzubringen.
Kirche und Schule.
: --: Aus d e in Busecker Tal. 21. Sept. Als eine segensreiche Einrichtung erweisen sich die im letzten Jahre und noch in den letzten Wochen in unseren Gemeinden gegründeten Schu lsparkassen. Wenn auch bei ihrer Errichtung viele Schwierigkeiten überwunden werden mußten, so ist sich doch heute die Mehrzahl unserer Einwohner über die Notwendigkeit des Sparens bewußt. Lind die anfangs nur schüchtern gezeigte Aengstlichkeit einer „Sparkasse gegenüber ist heute einem ernsten Willen vieler Menschen gewichen, die wieder sparen wollen. So sind denn auch die Einladen in unseren Schulsparkassen in letzter Zeit gewaltig gestieg en. Don vielen Familien wird die Schulsparkasse als die einzige Sparkasse betrachtet. denn nur hier kann man mit dem Groschen das Sparen beginnen, und — viele Wenig geben ein Viel. Die meisten unserer Echul- spariafsen sind angegliedert an die örtlichen, dörflichen Spar- und Leihkassen, so in Grohen- Duseck, Reiskirchen und Beuern. Aridere wieder führen ihre Einlagen direkt an die Gießener Bezirkssparkasse ab. Von selbst -kleinen Schulen unseres Tales betragen die monatlichen Einlagen 100 Mk. und darüber Mit diesen gesammelten Geldern können unsere ländlichen Spar- und Leihkassen manch kleinen Mann, der ihre Hilfe in Anspruch nehmen muß, helfend unter die Arme greifen. Auch die vielerorts auSgegebenen Sparkarten, die auch an ältere Leute auSgegeben werden, sammeln im Laufe des Jahres recht schöne Beträge an. und schon mancher sorgsame Familienvater hat seine jährlichen Zinsen für die
selbst wenn es dem Friedensvertrag von Versailles widersprechen würde. Deutschland trete wieder als Großmacht in die europäische Politik ein und die Tschechoslowakei dürfe den Kopf nicht in den Sand stecken. Sie müsse sich zum Bewußtsein führen, daß es im europäischen Interesse liege, wenn das industrielle Deutschland, dessen Bevölkerung ständig wachse, leben könne. Es bestehe aber die Gefahr, daß Deutschland die besseren Lebensbedingungen auf Kosten der Tschechoslowakei auSkämpfe. Es müßte dem Außenministerium der Vorwurf gemacht werden, daß es durch seine Propaganda rurd Verkündigung von Siegen und fortwährendem Jubel die Gefahren völlig vergessen habe, ja die wirlliche Lage einfach verheimliche. Das Blatt der Legionäre fordert entschieden die sofortige Aufnahme der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland.
Frankreichs Finanzlage.
Mißerfolg der inrieren französischen Anleihe?
Paris, 21. Sept. (WB.) Wie die ,.Hu- mani te“, daS kommunistische Zentralorgan, der man die Verantwortung für die Meldung überlassen muh. zu wissen glaubt, ist die neue innere französische Goldanleihe ein vollkommener Mißerfolg. Das Publikum lehne es ab, sie zu zeichnen. Man habe in den optimistischen Kreisen angenommen, die Anleche werde die Konsolidierung von 30—40 Milliarden Franken, in an»
Kunst und Wissenschaft.
Tagung für Denkmalspflege und Heimatschutz.
Freiburg i. Br., 21 Sept. (WTB.) Gegenwärtig findet hier eine Tagung für Denkmalspflege und Heimatschutz statt, zu der aus allen Teilen des Reiches die auf diesem Gebiet hervorragendsten Persönlichkeiten erschienen sind. An der Tagung nimmt auch der badische Staatspräsident Dr. H e l l p a ch teil, ferner der hessische G e - sandte in Berlin, Frhr. v. Biegeleben, ferner der preußische Staatskonservator Ministerialrat H i e ck e r - Berlin. Auch die Schweiz und Oesterreich sind vertreten. Im Anschluß an mehrere Referate werden entsprechende Entschließungen an die zuständigen Stellen der Reichsregierung durch den Vorsitzenden der Vereinigung, Ge- heimrat Dr. (Siemen- Bonn, weitergeleitet werden, in denen u. n. auf die Verpflichtung des Staates verwiesen wird, bei seiner Steuergesetzgebung mehr aus den Schutz und die Erhaltung der Bauwerke usw. Rücksicht zu nehmen, da es sich um ein Allgemeingut des ganzen Volkes handele. Museumsdirektor Dr. Heusler- Dresden verwies auf die diesbezüglichen Verhältnisse in Oesterreich, die viel besser sei. Eine allgemeine Besprechung fand auch über die geplante Einführung der Baulastenbücher statt, durch die der Schutz baulicher und landwirtschaftlicher Denkmäler staatlicherseils verbürgt wird
Professor Girgensohn f.
Leipzig. 21. Sept. (WTB.) Der ordentliche Professor der shstenratischen Theologie an der Universität Leipzig, zweiter Llniversitäts- prediger und Direktor des systematischen Seminars D. Dr. Phil. Karl Girgenfohn ist gestern im Alter von 50 Jahren gestorben.
Clara Biebigs neuer Roman.
In den Mittelpunkt ihres eben vollendeten Romans „Die Passion", der im Herbst bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erscheint, wagt es Clara Diebig, die hereditäre Syphilis als soziale Erscheinung zu stellen. Daß der Roman trotz des heiklen Stoffes oder gerade deswegen ein Buch für jedermann sein wird, dafür bürgen di- künstlerische Reife, die darstellerische Kraft, der weibliche Takt dieser mütterlichen Frau.
Kleine politische Nachrichten.
Im Preußischen Abgeordnetenhaus nahm die d e u t f ch n a t i o n a l e Schulungswoche unter starker Beteiligung ihren Anfang. Der Parteivorsitzende Dr. Winkler eröffnete die Tagung. Als erster Redner sprach Reichstagsabg. Geh. Rat Dr. Quaatz über die „Wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands seit der Revolutton".
Schützenoereins, an welchem über 100 Gaue aus Bayern teilnahmen. Auch österreichische, Tiroler und schweizeri.sche Schützen beteiligten sich an dem Schießen. Am 26. September erfolgt die feierliche Eröffnung des bayerischen Zentralwirtschaftsfestes durch den Prä- denten der Landesbauernkammer.
Tagung der Deutsch-.'. Landwirtschaftsgesellschaft.
Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, die 40 Jahre besteht, hat ihre vom 21. bis zum 26. September dauernde Herbsttagung in Königsberg mit Ausschußsitzungen begonnen. Die 100. Hauptversammlung ist auf den 26. September einberufen. Gleichzeitig hält die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde mit dem Sitz in Göttingen ihre Herbsttagung in Königsberg ab.
Eine Güterumschlagoerkehrswoche.
In Düsseldorf wurde die Güterumschlagoerkehrswoche durch den Vorsitzenden Geh. Baurat Prof. K l i n g e n b e r g - Berlin in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der beteiligten Behörden eröffnet. Der stellvertretende Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, Präsident Dorp« m ü 11 e r , betonte, daß die Wirtschaftlichkeit heute die erste Rolle spiele. Auf der Tagung sind u. a. anwesend: Vertreter der schwedischen, russischen rmd polnischen Staatsbahlwn, ferner Delegierte von Holland, der Schweiz, Ungarn und Oesterreich. In letzter Stunde traf noch ein amerikanischer Fachmann ein.
Die Internationale Flugtechnische Konferenz.
In Prag würbe bie Internationale Flugtechnische Konferenz mit einem Vortrage Amunb- sens über seinen letzten Norbpolflug eröffnet. Zu biefer Konferenz finb die Vertreter fast aller Mitglieder der Internationalen Flugtechnischen Korporationen erschienen. Auch ber rumänis che Kronprinz, ber feit einigen Tagen in ber Tschechoslowakei weilt, wirb an der Konferenz teilnehmen. D eu tschland ist v o n derTeil- nahme ausgeschlossen. Morgen findet in Prag der Flugwettbewerb um den Preis des Präsidenten ber Republik statt.
Schwerer Autounfall.


