Ausgabe 
22.8.1925
 
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Lehren vom Kreisturnfest.

Das 32. Mittelrheintfche .9 r e i $ t u r n fest ist in der Gießener Lokolgeschichte zu einem besonderen Ereignis geworden. Bestimmend hier­für war einmal das weite Ausmaß der Vorar­beiten , wodurch Hunderte von Mitbürgern in den Kreis der Helfer einbezogen wurden, und zum andern der trog aller Weiterunbilden große E r folg des Festes, das Zehntaufcnde mit starkem Interesse erfüllte. Wie alles wichtige Geschehen nach dem Abschluß kritisch zu betrachten ist, um daraus Lehren für gleiche Ereignisse der Zukunft zu ziehen, so erscheint auch hinsichtlich des Kreisturnseste» eine Schlußbilanz vom Standpunkt der bürgerlichen Ge- samcheit aus am Plage, damit auch dadurch Er- kennlnifse gewonnen werden können über das. was künftighin für uns bei solchen Gelegenheiten zu tun bzw, zu unterlassen ist.

Mit großer Genugtuung haben die Freunde einer großzügigen

Gießener verkehrswcrbung

beim Srei»tumfeft die Tatsache feststellen können, daß die Erbauung der V o l k s h a l l e von großem Vorteil für unser Gemeinwesen ist. Hier Hal sich gezeigt, daß nun auch unsere Stadt befähigt ist, Veranstaltungen mit Massenandrang aufzunehmen und diese gut und glatt au bewältigen. Es ist aber weiterhin offenbar geworden, daß die vor dem Dau der Dolkshalle geäußerten Bedenken, durch die Lage der Dolkshalle entwickle sich nur ein Durch­gangsverkehr vom Bahnhof zum Trieb, und dadurch gehe der Geschäftswelt inmitten der Stadt die Der- kaufsmöglichkeit verloren, bei dieser Probe aufs Exernpel sich als unbegründet erwiesen haben. Wer in den Turnfesttagen sich in der Stadt umsah, konnte feststellen, daß nicht nur in der Dolkshalle und auf dem Festplatz, sondern vielfach noch stärker in der Stadt selbst regster Geschäftsverkehr herrschte. Und wie bei dieser Gelegenheit, so wird es zweifellos auch künftighin der Verlauf der Dinge fein: es wird in der Dolkshalle und in der Stadt umgesetzt wer­ben. Im übrigen ist zu bedenken, daß es nicht ent- scheidend ist, bei einer Veranstaltung i e b e n Ge- schäftsmann unmittelbar am Umsatz beteiligt zu sehen, fonbem baß bie Hauptsache ist. überhaupt verstärkten Gelbzustrom in bie Stabt hereinzuholen: mittelbar nimmt bann boch ber größte Teil ber Ein­wohnerschaft in ber einen ober anberen Form an biefer Belebung bes heimischen Wirtschaftslebens teil.

Die Schaffung ber Dolkshalle hat sich jedenfalls gleich bei ber ersten großen Veranstaltung bewährt.

Damit ist bem Standpunkt der Stadtverwaltung, der Mehrbeit des Stadtparlaments und ber vielen anberen Befürworter bieses Baues bei ber ersten Gelegenheit burch bie Praxis recht gegeben worben. Bemerkenswert ist, baß auch zahlreiche beachtens­werte Gegner bes Baues jetzt ihre Ansicht revidiert haben und nun oft geradezu ein Loblied auf diese Schöpfung bürgerlichen Gemeinsinns fingen. Mit der Anerkennung für alle Stellen, bie beim Bau ber Dolkshalle entfcheibenb in Betracht kamen, sollte sich aber auch noch ein anberer Entschluß paaren, nämlich weiterhin kräftig mitzuhelfen an ber Aus­gestaltung bes Bauwerks. Daß nach dieser Richtung hin noch viel zu tun ist, brauchen wir nicht näher darzulegen.

Was jetzt nottut, sind weitere Geldmittel.

Wer sich bisher mit Gelbbeihilfen an ben Dolkshalle- Bauverein zurückgehalten hat, fasse nun einen kräf­tigen Entschluß unb verhelfe bem wahrhaft gemein- nützigen Werk zum balbmöglichen Abschluß. Je rascher biefer Bau in allen Teilen vollenbet wirb, besto vollkommener wirb in kurzer Zeit seine ein­drucksvolle Wirkung auf jeden Fremden werben, und letzten Endes wirb auch baburch unsere Derkehrs- werbung geförbert, beren Erfolg ja ber ganzen Bür» gergememschaft zugute kommt.

Wie bas private Erwerbsleben, fo hat auch bie ffäbtifdje Straßenbahn

einen starken Aufstieg ihrer Frequenz in ben Ium» fefttagen gehabt. Freilich kann man biefe Mehr» einnahme nicht schlankweg als Gewinn ansprechen.

denn zur Bewältigung des Mafsenverkehr» hat bie Straßenbahn Verwaltung wesentliche Aufwendun­gen für die Vervollkommnung des Schicnennetzcs unb für die Verstärkung befc DerkchrSpertonalS machen müssen. Dennoch wird mancherlei finan­zieller Vorteil als Ergebnis verblieben sein, unb wenn sich im Lause des 3ahreS noch mehrfach derart gesteigerte BetriebSmögsichkciten ergeben, so dürfte wohl auch die Zeit des städtischen Zuschusses zum Straßenbahnbetrieb bald ein Ende finden. Ob die Stadt bei größeren Veranstal­tungen der Zukunft die jetzt beim Turnfest be­folgte Straßenbahn -Tarifpolitik wird beibebatten können, dürfte allerdings zweifel­haft fein. Der Standpunkt, daß bei solchen Ge­legenheiten kräftig herauSgeholt werden muß, hat auch Schattenseiten, durch die unter Umständen der Ruf der Stadt und damit das Ziel dev DerkehrSwerbung gefährde: werden können. Denn man wird nicht jedesmal, wie beim Turnfest, an einen gewissen PersonenkreiS Dorzugskarten geben können. Es dürste sich empfehlen, die künftige Tarifpolitik der Straßenbahn vor größe­ren Veranstaltungen noch einmal lehr genau zu prüfen.

Die Organisation des KreiSturnsestcS kann man in ihrem Aufbau als vorbildlich für andere große Veranstaltungen bezeichnen, und mit Anerkennung ist auch der Tätigkeit der Mitbürger zu gedenken, die in selbstloser monatelanger Arbeit zum Gelingen des großen Festes beitrugen. 3m allgemeinen hat der weit- verzweigte Apparat so zufriedenstellend funktio­niert, daß man nur wünschen kann, dieses große Maß von Erfahrungen möge noch manchmal seine Früchte zeitigen. Rur in einem Punkte ist, auch nach außen sicht- unb spürbar, ein gewisses Ver­sagen der Organisation in Erscheinung getreten, au« dem Lehren für andere große Veranstaltun­gen gezogen werden sollten. Es handelte sich da­bei um die

Lösung ber Ouartierfrage, die Klagen insbesondere auS der Gießener Dür- aerschast gezeitigt hat. Zahlreiche Dürgerfami- lien hatten in bereitwilligster Weise Quartiere zur Verfügung gestellt, zum Teil sogar mit voller Verpflegung der Turngäste, wozu die in Betracht kommenden Hausfrauen sich in umfang­reicher Weife mit Lebensmitteln eingedeckt hatten. Jedoch man wartete vergeblich auf die freudig ersehnten Gäste, denen die Quartiere aber nicht zugewiesen wurden, .weil es sich hierbei um sog. Mansardenquartiere handele, während man genug Quartiere mit Betten zur Verfügung habe". Daß das letztere nicht ganz der Fall war, geht aus mancherlei Klagen hervor, die man nur zu bald von manchen Turnern hören konnte. Dagegen blieben aber die obenbezeichneten Quartiere von vornherein unbcrüdftcf>ttgt, und obendrein er­hielten die Quartiergeber noch nicht einmal eine Benachrichtigung, angeblich, weil das zu viel Schreiberei verursache. Daß dieses Verfahren nicht richtig war und von den Betroffenen mit Recht sehr abfällig kritisiert wurde, versteht sich von fetbft. Wenn man diese Dielschreiberei nicht mehr hätte bewältigen können, so mußte man die Quar­tiergeber eben auf andere Weise, z. D. durch eine Zeitungsanzeige, von dem Fernbleiben der Gäste benachrichtigen, damit unnötige Vorbereitungen und überfällige Geldausgaben unterbleiben konn­ten. Aus diesem Versagen möge man für andere große Veranstaltungen die Lehre ziehen, wie eS nicht gemacht werden soll. Denn es handelt sich nicht nur darum, die Gäste zu befriedigen, son­dern eS gilt auch die Mitbürger zufriedenzu­stellen und sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Wenn aus diesem Vorfall richttg gefolgert wird, darf man ihn schließlich wohl auch noch als ein Merkmal auf dem Wege zum Erfolg ansehen.

3n wenigen Tagen wird man in unserer Stadt erneut inmitten einer großen Veranstal­tung stehen. Mögen auch hierbei Erfahrungen herauSgearbeitet werden, aus denen unsere Der- kehrswerbung zu ihrer Vorwärtsentwicklung Ruhen ziehen kann.

Dte Arbeitsvergebung zum Er­weiterungsbau des Johann- Friedrich-Stifts zu Laubach finbet im Wege eine« öffentlichen Wettbewerbes statt. (Siehe heutige Anzeige.)

Der Gießener Schwimmveretn wird am morgigen Sonntag in Marburg ein Werbeschwimmfest veranstalten Zu diesem Zweck kommt ein Klubkampf gegen den Kasseler S. D. v. 1898 zum Austrap. Mit seiner gesamten Wettkampf Mannschaft tst der Gießener S. D. in Marburg vertreten, um seine Kräfte mit dem Kasseler S D. zu messen. Ein derartiges Fest soll dem Schwimmsport wettere Freunde zuführen, in der Erkenntnis, daß daS Schwimmen unbedingt zum Allgemeingut des Deutschen DolkeS werden muß. Die Mannschaft deS Gießener S. V. fährt morgen mittag um 12.32 Ufrr nach Marburg. 3n der heutigen An­zeige ergeht vom Vorstand deS Vereins an feine Mitglieder der Ruf. daß sich alle, auch nicht akttve Schwimmerinnen und Schwimmer an der Fahrt beteiligen.

ni Schülerfahrt an den Rhein am 18 August. Mehrere höhere Schulen Ober- Hessen« (Grünberg. Laubach Ridda, Schotten. Hungen, Gedern) unternahmen am gestrigen Mitt­woch eine gemeinsame Fahrt in der Stärke von etwa 650 Personen an den Rhein. Ein Grtra- z u g trug die Schar von Friedberg nach Mainz, wo gegen 10 11 br vormittags der für diese Zwecke Mir Verfügung gestellte Dampfer .Albertus Mag­nus" unter strömendem Regen bestiegen wurde. Unter Sang und Klang eine MusiKapelle war auf dem Schiff ging es an den herrlichen Rheinorten RüdeSheim, Bingen, Aßmanns Hausen, 'übeinftetn vorbei. biS in die Gegend von Ba­ch e r a ch wo Kehrt gemacht wurde. Der anfangs anfaßte Plan, bis nach Koblenz und dann wieder bis Gießen zu fahren, wurde aus Sparsamkeits­gründen aufgegeben. Auch hatte die Rückfahrt auf dem Dampfer den Vorteil, daß sich infolge Aufhellung des Wetters am Rachmittag eine bessere Aussicht bot. Gegen 4 Uhr kam man wieder inMainz an, von wo auS der ©ttraxug Me Ausflügler nach Friedberg brachte. Mit den verschiedenen Dahnen wurde die Heimreise an­getreten.

Die Dogtsche Handelsschule, von beren Einrichtung im neuen Hause wir kürzlich bc» richteten, konnte gestern gelegentlich einer Führung durch das Institut von einem Mitglieds unterer Redaktion besichtigt werden. Mit modernen Mate­rial ausgestattet, macht das Schulhaus mit feinen hellen, luftigen Räumen einen guten Eindruck. In den verschiedenen Klaffen wird nach dem Lehrplan der theoretische und praktische Unterricht erteilt: Sprachen, Buchführung, kaufmännisches Rechnen, baxu -Stenographie und Schreibmaschine. In halben unb ganzen Iahreskursen werden die Schüler dem Ziel des Institutes zugeleitet, je nach Zweck und Plan des Lernenden. Die Organisation und Hand­habung des Unterrichts erweckt im Verein mit den neteitiflten Leistungen der Schuler den Eindruck, daß hier sorgfältig und zweckmäßig gearbeitet, ge­lehrt und gelernt wird, so daß brauchbare Kräfte aus dem Institut in» Leben treten können. Dem Institut find einige Mustcrburcaus ungegliedert, die mit dem allermodernsten Bureaumöbel ausgestattet sind, so daß gleichzeitig Gelegenheit geboten ist, mit den raschen Fortschritten der Technik des Du- reaubetrieb» in ständiger Fühlung zu bleiben.

B ov:;,r.;cn.

TageSkalender für Samstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Der Maler unb lein Modell". Skifahrt inS Glück. Astvria- Lichtspiele: Harry HillS 3agb auf den Tod.

TageSkalender für Sonntag. Arbeiter-Sportkartell Gießen. Sport werbetag . Uhr nachmittags Wettkämpfe auf dem Trieb: ab 5 Ähr.Liebigshöhc" Gemütliches Deisammen- 'ein. Lichtspieltheater wie Samstag.

AuS dem Stabttheaterbureau wirb ünS geschrieben: Gustav RickeltsGlücks­pilz", der am Dienstag hier gegeben wirb, hat am vergangenen Mittwoch am Dab-Rau- deimer Kurtheater einen auherorbentlich starken Heiterkeitserfolg bei ber bärtigen Erstauffüh­rung davongetragen. Publikum wie Presse haben icftgcflcnt, baß man sich bei bem liebenswürdigen Stück in ber flotten Darstellung unseres Per­sonals sehr gut unterhalten kann.

(Ein Konzert bes Oberhessischen Sängerverbandes findet Sonntag. 30. Aug., nachmittags 2 Uhr, in der Aula der Universität statt. (Siehe Anzeige.)

Erntefest in Dab-Rauheim. Am Samfltag. 22. August, findet im Kurhaus in Bad-Rauheim abends 8 Uhr ein .Erntefest in ber Sommerfrische" statt. Vier Tanzorchester werden in sämtlichen Räumen unb im Freien für musika­lische Unterhaltung sorgen; für anderweitige Kurzweil, Illumination u .bgt ist gesorgt. (- hereS siehe Anzeige im .Gieß. Anz." vom Freitag, 21. August.)

Kreis Friedberg.

21 Dad-Rauheirn, 19. Aug. Aus ber jüngsten Stadtverordnetensitzung ist noch mitzuteilen: Als Rachfolger deS bisherigen Mitglieds Hübner der Wohnungskom­mission wirb Stadtv. A. Schmidt als Ver­treter der Mieter bestimmt. Für das vom 21. bis 23. August stattfindende Herbstschießen bes Sportschiehklubs wirb ein Ehrenpreis ber Stabt im Werte von 50 Mk. angekauft. Der Turnverein 1 860 hat um einen ein­maligen Zuschuß von 2000 Mk. nachgesucht

zur Instandsetzung der Turnhalle, die er in ent­gegenkommender Weife bei allen möglichen Ver­anstaltungen der Stabt unb ber Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Bewilligt werden dem Gemeinnützigen Verein 300 Mk. Als 4. Vertreter aus der Reihe der Stadtverorbneten in den Der- waltungsras des Konitzkystiftes wird Dr. Haeberltn bestimmt. 3n der nichtöffentlichen Sitzung wurde über Deamtenbeloldung verhan­delt, über die Verwaltung des Lesezimmers und der Bücherei im alten Rathaus beschlossen und die Vergütung des Marktmeisters geregelt Weiter wurde über einige Daubeihilfegesuche Beschluß gefaßt. Aus der kurz vorher stattgefundenen Sitzung ist noch zu berichten: Die Anschaffung einer Automobildrehleiter für die Feuerwehr zum Kostenpreise von 27 000 Mark wurde einstimmig beschlossen. Zur Errichtung des Limesturmes aus dem Geulskops am Winter­stein ist noch ein Betrag von 7000 Mark not­wendig. Das hessische Hochbauamt Friedberg hat mitgeteilt, daß der Staat und das Bad sich an der Aufbringung der Kosten beteiligen wollen, wenn auch die Städte Friedberg unb Dad-Rau- heim einen Betrag beisteuern. Die Stadtverord­neten lehnten eine Beteiligung an der Kosten­aufbringung mit Rücksicht auf die schlechte Finanz­lage der Stadt ab. Beigeordneter Kissel gab

eingehende Erläuterungen zu der Geschichte deS von Prof. Helmke (Gießen) geleiteten Turm­baus und sprach die Hoffnung aus, daß im Interesse der Heimatpflege die Sache über ben toten Punkt hinauskommen und doch noch au einem Abschluß führen möge. Da die Vieh­haltung im ElisabethhauS Formen angenom­men hat, die zu Klagen der Bewohner führen mußten, wird Beseitigung der Mißstände be­schlossen. Dis zum 1 Oktober muß das Vieh abgeschasst sein.

Krcis Büdingen.

!! Büdingen, 22. Aug. Die hiesige Land­wirtschaft hat die Getreideernte dieses Jahres vollständig heimgebracht. Die Emte ist durch­schnittlich als gut anzusprechen. Besonders der Weizen hat einen guten Ertrag abgetoorfen. Diese Umftänbe dürften ber bamieberliegcnben Landwirtschaft sehr zunutze fein. Auch von bet Kartoffelernte verspricht man sich einen guten Ertrag, während die Obsternte in der hiesigen Gegend nicht gerade zum besten ausfallen dürfte. Die Erträgnisse der Aepfel- und Zwetschenbäume werden nicht besonders gut werden.

Krciö Schotten.

# Rainrod, 21. Aug. Der in der Eifer­suchtstragödie am Kirchweihsonntag ver-

cric August Konrad von hier muffte in Me Klinik in Gießen überführt werden. Zufolge anhaltender Schwäche deS Verletzten konnte die Kugel noch nicht entfernt werden. Da er auch eine Gehirnerschütterung baoongetraaen, ist der Zustand alS nicht unbedetcklich anzusehen. Auch der inhaftierte Revolverheld Frank wurde in das Gefängnis nach Gießen verbracht. Er ent­stammt achtbarer Familie unb erfreute sich guten Leumunds. 3n welcher Geistesverfassung fick» ber Täter nach mißglücktem Selbstmordversuch befand, beweist der Umftanb, daß er einen ihm bekannten Metzger bat. ihn doch .abzuschlachten", daß er von der Welt wegkomme

Mrcie Alsfeld.

m. Mücke, 19 Aug. Das Dibelheim .JlensungerHofE ist gegenwärtig mit seinen 60 Betten voll belegt. So mußten in den letzten Tagen verschiedene Kurgäste abreifen, weil fie unangemeldet kamen unb keine Unterkunft finden konnten. 3n den ersten 19 Monaten feit Be­stehen des Hermes gingen bis Ende Dezember 1924 1265 Personen durch dasselbe. Es waren teils Gäste, die Erholung für Leib und Seele suchten, teils Teilnehmer an verschiedenen Kursen unb Freiheiten, wie fie für Pfarrer, Lehrer, Pre­diger. Dtakonlfsen, Zünglinge und Jungfrauen abgehalten wurden. Mit Gefühlen des Danke- schieden die Gäste stets von dem Heim. 3nt Jahr 1924 wurden für Unbemittelte 1132 völlig freie Verpflegung-tage, für Minderbemittelte 3076 DerpsletzungStage zum halben Preis und darunter gewahrt.

KreiS Wetzlar.

XX Wetzlar, 21. Aua. Zehn Hausange­stellte unserer Stadt, die zehn unb n»hr Jahr« in derselben Familie tätig sind, namentlich hi der schweren Kriegszeit in treuer Pflichterfüllung ihrer Herrschaft zur Seite gestanden, wurde in diesen Tagen durch den Vaterländischen Frauen- verein eine angemessene Auszeichnung zuteil.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt. 21. Aug Rat Hermann Sonne ist. wie die etxmg. kirchlichen Dienst- nachrichten mitteilen, unter Anerkennung seiner Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober d. 3. ab auf sein Rachsuchen in den Ruhestand versetzt worden. Vergangene Rächt ist in Ober-Ram- stadt die Schuhfabrik von Georg Schanz vollständig abgebrannt. Der Sachschaden ist groß. Wie schon gemeldet wurde, Deranftaltet am 11. und 12. September derHessische Lehrer­turnverein" tn Darmstadt auS Anlaß seines 25jäh- rigen Bestehens eine Tagung überKörper­erziehung in der Schule. Hierbei werden neben Vorführungen von Schulklassen, über die einzelnen Gebiete der Körpererziehung Vorträge von verschiedenen Rednern ftattfinben, u. a. wird auch ber Direktor der Preußischen Hochschule für Leibesübungen in Spandau, Herr Dr. Reuen- dorff. sprechen. DaS LandcSamt für das Dil- dungswesen hat ungeordnet, daß den Lehrern der höheren unb der Volksschulen Urlaub erteilt werden kann, um die Tagung zu besuchen, soweit es ohne Rachieil für den Unterricht möglich ist.

Heffrn-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M, 21. Aug Der TranSportarbeiterstreik scheint jetzt schärfere Formen anzunehmen, insofern, als die Streikposten, die sich bisher ruhig verhielten, gegen die Arbeitswilligen mit Gewalt vor­gehen unb sie von ber Arbeit abzuhalten ver­suchen 3m Streik stehen lediglich die Kohlen- unb Eisen Handlungen. 3n den kleineren Hand­lungen führen die Geschäftsinhaber die Bestel­lungen selbst auS. Der Strom der 2lrb<nt8willigen nimmt erheblich zu. Die Streikposten setzen sich in ber Hauptsache aus Offenbacher und Hanauer Arbeitern zusammen. Verschiedent­lich kam eS bereits mit ber Polizei zu Aus­einandersetzungen Am Güterbahnhof versuchten starke Trupps Streikender die Arbeitswilligen zurückzuhalten und gingen mit Gewalt gegen die Leute vor Einem Arbeitswilligen wurde die Wohnung förmlich belagert, so daß auch hier die Polizei einschreiten muhte. Bei ber Ver- lobungsfeier eines jungen Paares kam eS zwischen ben Gästen unb bem Brautpaar zu Aus­einandersetzungen, in deren Verlauf der Bräuti­gam von einem Rivalen durch einen Stich in die Lunge erheblich verletzt wurde. Am Schlachthof stürzte ein junges Mädchen in den Main und ertrank, ehe ihm Hilfe ge­bracht werden konnte.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Tlmschau".)

Sonntag, 23. August.

8 bis 9 Uhr: Morgenfeier. 4 bis 5 Ilhr: Kinberstunbe. 5 bis 6 Llhr Rachmittagskonzert bes Hausorchefters: Die Oper ber Woche. 7 biS 8 Uhr: Stunde beß Rhein-Mainischen VerbanbeS für Volksbildung:Abatee. Stifter, Vorlesung aus feinen Werken mit ©inlüjrung von Dr. Her­bert Kranz. 8.30 bis 9 Uhr: Das Volkslied, ein Zyklus (11. Abend nahgeholt), tschechische DollS- lieber. Ausführung Alice Perner (Sopran), am Grotrian-Steinweg-Flügel Dr. Reinhold Merten vom Frankfurter Opernhaus. Wttwirkung: DaS Hausorchester. Anschließend: Rachrichtenbienst, Wettermeldung, Sportfunldienst.

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