f>tud daß sich die Demeindevorstände weigerten, die Mittel zur Beschaffung der verlangten Mähmaschine zu bewilligen. Nachdem aber bi2 Gemeinde RüdingShain durch Beschluß des KreisausschusseS zur 2lnschaffung einer Nähmaschine verurteilt wurde, werden die noch rüd- flänbigen Gemeinden gut daran tun, ihren Widerstand aufzugeben, um sich weitere Kosten au ersparen Auch die hiesige Gemeinde hat sich ent- schlossen, die für den Handarbeitsunterricht ge- sorderte Nähmaschine zu beschaffen. — 3m Maschinenbaus Ides H imm lbachschen Sägewerks brach heute mo.ge.r. ol,ne daß die Ursache bekannt ist, Feuer aus. Die Feuerwehr des Werks trat sofort in Tätigkeit und die hiesige Wehr eilte zur Brandstätte. Das Feuer konnte bald gelöscht werden, bevor es Geleg?nhrit fand, auf das lagernde Holz überzuspringen.
• Gonterskirchen, 20. 3uni. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl erhielt der seitherige Bürgermeister Lind HZ Stimmen. Beigeordneter Gras 212 Stimmen. Don 350 Stimmberechtigten machten 329 von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
Äreis Alsfeld.
fc* AlSfeld. 21. Juni. (Deigeord - netenwahl.) Am heutigen Sonntag fand hier Mc Wahl des 1. Beigeordneten statt. Es standen sich zwei bürgerlich« Kandidaten gegenüber, der seitherige Beigeordnete Kaufmann und Färber eibesiher Karl Weitz und Glasermeister Ernst Lenth. Nach einem sehr heftigen Wahlkamps, der schließlich die Formen persönlicher Derunglimpfungen annahm, wurde der seitherige Beigeordnete W e i tz mit 1279 Stimmen wiedergewählt, während sein Gegenkandidat Ernst Lenth nur 567 Stimmen auf sich vereinigte. Don 3106 Wahlberechtigten machten nur 1853 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Sozialdemokratie hatte von der Ausstellung eines eigenen Kandidaten abgesehen und unterstützte den seitherigen Beigeordneten Weih, ebenso &ic Demokraten und das Zentrum, während der von den wirtschaftlichen Dereinigun- gen der Stadt aufgestellte Gegenkandidat Lenth von den Deutschnationalen und der Deutschen Dolkspartei unterstützt wurde.
D Groh-Felda, 21. Juni. Die Volkszählung ergab in unserem Flecken 1026 Einwohner. Das bedeutet seit der letzten Zählung eine Zu- nähme von 66 Einwohnern. — Unsere vor kurzem in Betrieb gesetzte A u t o l i n i e erfreut sich stets wachsender Benutzung. Durch diese nun so günstige Verbindung Groh-Feldas mit der Bahnstation Ehringshausen wird sich hoffentlich auch der F r e m- denoerkehr in diesem Jahre mehr heben, so dah der vor dem Kriege, infolge seiner prächtigen Loge in dem herrlichen Feldatal, von Erholungsbedürftigen, Sommerfrischlern und Touristen gern besuchte Flecken wieder seine alte Bedeutung gewinnt. — Ihre goldene Hochzeit feiern heute die Eheleute Friedrich Figge und Frau in voller geistiger Frische.
KrciS Lauterbach.
• Lauterbach. 21. 3uni. Heute sand hier die Wah I des er ft en Beigeordne- t e n statt. Der bisherige Beigeordnete Iohannes Möller 10., der das Deigeordnetenamt schon seit 21 Jahren innehatte, wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig auf die Dauer von sechs Jahren wie der gewählt. Don zirka 3100 Stimmberechtigten gingen 577 zur Wahlurne.
* Angersbach. 21. Juni. Bei der heutigen Dürgermei st erwähl wurde der seitherige Bürgermeister Nodemer wieder- gewählt.
• Maar, 21. Juni. Die heutige Bürger- m e i ster wähl ergab die Wiederwahl des seitherigen Bürgermeisters Weller.
Kreis Wetzlar.
t Wetzlar, 20. 3uni. Der Provinzialaus- schuh der Nhcinprovinz hat auf Grund der Dieh- seuchenentschädigungssahung für das Rechnungsjahr 1925 die Versicherungsbeiträge für Pferde, Fohlen und Esel auf 1 Reichsmark und für Rindvieh auf 55 Pfennig für das Stück festgesetzt. Auf die Versicherungsbeiträge werden Vorschüsse erhoben. Di: Aufnahme des abgabepflichtigen Diehstandes findet im Juli statt. — Die Handwerkskammer zu Koblenz erhebt für das Rechnungsjahr 1925 folgende Beiträge: Für den Meister 8 Mark, für den Gesellen (Gehilfin) 4 Mark und für den Lehrling (Lehrmädchen) 2 Mark. — Die Jahr- toufenbf eier der Rhein lande wird auch in den Gemeinden deS hiesigen Kreises festlich begangen werden. Die Gemeindebehörden haben Anweisung, allen anläßlich der 3ahrtausendfeier geplanten Dereinsver» an Haltungen ihr bes anderes Interesse zuzuwenden. Die Lehrerschaft und die tn Frage kommenden Dereine werden durch gemeinsame Feiern in jeder Gemeinde den Gedenktag zu einer großen Kundgebung für den Reichsgedanken ausgrstalten. um damit das Zusammengehörigkeitsbewußtsrin zu stärken. Der Schulunterricht fällt an dem Gedenktage aus.
d. Aus dem Hüttenberg, 21. Juni. Die Erwartungen, die man auf die diesjährige Reh» b o ck j a g d gesetzt hotte, haben sich nur in geringem Umfange bestätigt. Nur in ganz seltenen Fällen hört man, daß ein guter Bock geschossen wurde. Es mag dies wohl aber daher kommen, daß die alten Böcke jetzt sehr heimlich sind und meistens in den Getreidefeldern stecken. Die Gehörnbildung bei den Böcken ist im allgemeinen gut, wozu der milde Winter mit beigetragen haben mag. Jäger, die noch einen guten Bock schießen wollen, setzen ihre Hoffnung auf die Blattzeit Ende Juli und 'Anfang August. Die bis jetzt geworfenenJunghasen sind durch dos trockene Wetter durchweg, gut ausgekommen, so daß man von einem guten Hasenjohr sprechen kann. Das im Winter in einzelnen Waldungen des Hüttenbergs zahlreich aufgetretene Schwarzwild scheint sich als Standwild einzunisten. Noch immer kann man beobachten, daß es nachts auf Feldern und auch in Waldungen frisch gebrochen hat. Auch Raubwlld, insbesondere Füchse, sind stark vertreten.
d. Hörnsheim, 21. Juni. Zum Orts- diener der hiesigen Gemeinde wurde der Landwirt Heinrich Jakobi von der Gemeindevertretung gewählt. Jakobi hat dos Ortsdieneramt schon früher
lange Jahre vor dem Kriege und auch noch während der ersten Sriegsjohre zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde versehen, mußte es aber damals mit Rücksicht auf seine Gesundheit aufgeben. — Die hiesige Gemeinde hat den Erlaß eines Straßen- und Baufluchtlinienplanes beschlossen, den der Landmesser D e rg von Wetzlar bei Durch- führung der wirtschaftlichen Umlegung der Grundstücke seinerzeit ausgestellt hat. Gegen den Plan hat ein Ortseinwohner Einspruch erhoben, über den der Kreisausschuß zu Wetzlar entscheiden wird.
b. Aus bem Kleebachtal, 19. 3unt Wie selten in einem 3ahre hat in biefem 3ahre bic Heuernte allgemein früh eingesetzt. 3n wenigen Tagen war bas Heu aus sämtlichen Wiesengrünben, begünstigt durch das heiße Wetter, unter Dach und Fach gebracht. Die Heuferien an den Schulen haben früher begonnen, damit die Schulkinder ihren Eltern bei der Einbringung der Heuernte behilflich sein konnten. So sehr die heißen Tage den Landwirten auf bet einen Seite zugute tarnen, so sehr schaden sie ihnen aber auch auf der andern Seite. Nirgends hat man bis jetzt wegen der großen Trockenheit Runkel- und Futterrübenpflanzen sehen können. Man kommt hierdurch mehr auf das bisher nur einzeln geübte "Verfahren, Runkelrüben schon im Frühjahr gleich auf die Felder auszusäen, das heißt, sogenannte „Kernenbidwurzeln"" tu stecken. — Die Hoffnungen, die man auf die diesjährige Kirschen- ernte gesetzt hatte, haben sich nicht erfüllt. Der Behang der Kirschbänme ist ein ganz geringer; außer Frühkirschen, die etwas besser hängen, kann von einer nennenswerten Kirschenernte nicht die Rede sein.
d. Oberkleen, 20. 3uni. Die Vereinigten Werke sür Bahnmaterial, A. G , zu Butzbach haben ihre in der hiesigen Gemarkung gelegene Fabrikanlage (die ehemalige Pulverfabrik) zum Teil wieder in Betrieb gesetzt. Während früher eine größere Anzahl Arbeiter in bet Fabrik beschäftigt war, sind jetzt nur wenige Arbeiter tätig, die dem Hauptwerk der Bomag-Meguin, A. ©., zu Butzbach entnommen sind. Die vollständige Wiederaufnahme des Betriebes würde von der arbeitenden Bevölkerung der hiesigen Gemeinde sowie der Nachbarorte mit Freuden begrüßt werden, da viele Arbeiter arbeitslos sind und ein großer Teil sich Arbeit an entfernten Arbeitsstellen suchen muß.
d. W e i d e n h a u s e n, 21. 3uni. Die Landwirte der hiesigen Gemeinde hoben sich zu- fammengetan und einen Viehversicherungsverein auf Gegenseitigkeit gegründet.
Hessen-Nassau.
- Königsberg, 20.3uni. Gestern verunglückte auf der hiesigen Grube em Elektro-Monteur von Marburg durch Sturz im Maschinenhaus. Der Mann fiel 4 Mtr. tief und zog sich außer einem Beckenbruch innere Verletzungen zu, so daß er nach Marburg in die Klinik überführt werden mußte. — Die hier herrschende Rotlaufseuche hat vielen Landwirten beträchtlichen Schaden verursacht. Vielfach waren ganze Bestände gefährdet, die man aber durch Impfen erhalten konnte. Auch sind Notschlachtungen in letzter Zeit an der Tagesordnung.
Ruder-Regatta in Gießen.
Die Gießener Ruder-Gesellschaft 1 87 7 hatte mit ihrer gestrigen 21. Ruder- Regatta auf der Lahn wieder mal ein sehr 'bedauerliches Pech. Nicht in sportlicher Hinsicht, denn der gebotene Sport war gut und fand auch verdientermaßen volle Anerkennung, und überdies konnte der veranstaltende Verein mehrfach siegreich aus den Kämpfen hervorgehen. Aber das Wetter! Der bei den Regatten der Rudergesellschaft fast schon totsichere Regen stellte sich auch gestern pünktlich bei Regattabeginn ein und hielt in Form eines Landregens ununterbrochen bis über das Regatta-Ende hinaus an. Dadurch wurde der geseUschaftliche und natürlich auch der pekuniäre Verlauf des bemerkenswerten Ruderfestes erheblich beeinträchtigt. Die sportfreudige Stimmung in der an beiden Lahnufern versammelten Sportgemeinde ließ sich aber erfreulicherweise durch die Unbiiben des Wetters nicht unterliegen, getreulich hielten die meisten der Besucher trotz der andauernden Befeuchtung von oben bis zum Schluß aus, um mit starkem Interesse dem Verlauf der einzelnen Rennen zu folgen. Die KapeUe Topp sorgte dazu für eine sehr gute Unterhaltungsmusik. Sportlich bedeutet die gestrige Veranstaltung trotz des regnerischen Mißgeschicks einen starken Erfolg, insbesondere für unseren heimischen Rudersport, der sich in sehr guter Form präsentierte. — Die Rennen führten über zirka 2000 Meter.
Dorrennen.
Iungmannen - Einer. 1. Rennen: 1. Offenbacher Ruderverein 1874 (Braun): 8.15,6. 2. Ruderklub Kurhessen, Kasse! (Kienzler): 8.25,8. Braun führt bald und gewinnt überlegen. — 2. Rennen: 1. Hanauer Rudergesellschaft 1879 (Krolikowski): 8.35. 2. Gießener Rudergesellschaft 1877 (Müller): 8.45. Lebhafter Kampf über den größten Teil der Bahn. Krolikowski siegt mit !’/• Längen voraus.
Junior-Achter. 1. Rennen: 1. Ruderverein Kassel. 6.39. 2. Wetzlarer Ruderklub. 7.23,2. Kassel liegt weit vor und gewinnt ganz nach Belieben. — 2. Rennen: 1. Kölner Rudergesellschaft 1891: 6.22. 2. Frankfurter Ruderklub 1884 : 6.32. Köln gewinnt nach schönem Endkampf sicher mit einer Länge.
Zweiter Vierer. 1. Rennen 1. Limburger Ruderklub 1907 : 7.01. 2. Hanauer Ruder- gesellschafl 1879: 7.03,4. Scharfes Rennen, das von Limburg mit einer halben Länge vor gewonnen wird. — 2. Rennen: 1. Rudersportverein Teutonia, Frankfurt: 7.13. 2. Ruderklub Kur- hessen, Kassel: 7.17,4. Teutonia liegt in Führung und führt den Sieg mit gut zwei Längen sicher nach Hause.
Iungm-annen - Vierer. 1. Rennen: 1. Marburger Ruderverein 1911: 7.06. 2. Wetzlarer Ruderklub: 7.19. Marburg führt anfangs knapp, gewinnt dann mehr Vorsprung und siegt
sicher. — 2 Rennen: 1. Gießener Rudergesellschaft 1877: 7.25 2. Verein Rudersport 1913: 7.35. Beide Boote liegen scharf nebeneinander, dann zieht die Gesellschaft langsam, aber sicher vor und gewinnt das Rennen nach scharfem Endspurt.
Einer (Lahnpokal). 1. Rennen: 1. Gießener Rudergesellschaft 1877 (Georgi): 7.28,4. 2. Offenbacher Ruberverein 1874
(Drau n): 7.54 Georgi führt über die ganze Bahn und gewinnt ganz überlegen. — 2. Rennen: 1. Frankfurter Ruderklub 1884 «Kraft): 8.07.4. Kraft geht allein über die Dahn
Iungmann-Dierer - Gefallenen- Gebächtnis-Rennen. 1. Rennen: 1. Marburger Ruderverein 1911 7.29.6 2. Ruderklub Kurhessen. Kassel: 7.29. Lebhafter Kampf über die ganze Bahn. Kurhessen siegt schließlich mit etwa 2 Meter Vorsprung, wird aber wegen Behinderung seines Gegners vom Schiedsrichter ausgeschlossen, so daß Marburg den Sieg verbuchen kann. — 2 Rennen: 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen: 7.16. 2. Wetzlarer Ruderklub: 7.47. Sachsenhausen führt von Anfang an und siegt überlegen.
Junior-Vierer. 1. Rennen: 1. Ruderverein Bad Ems: 7.22.4. 2. Verein Rudersport 1913 Gießen: 7.25.4. Teilweise scharfer Kampf auf der Strecke, Ems gewinnt mit einer Länge voraus. — 2. Rennen: 1. Frankfurter Ruderklub 1834 : 7.12 2 Ruderverein Kassel: 7.15. Kampf auf der ganzen Strecke. Nach schärfstem Endkampf macht Frankfurt das Rennen mit einer halben Länge Vorsprung. — 3. Rennen: 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen: 7.03. 2. Ruderklub Möve. Groß-Auheim: 7.09. Sachsenhausen gewinnt überlegen mit drei Längen.
Hauptrennen:
Jean - Kirch - Gedächtnis • Vierer. 1. Limburger Ruderklub 1907: 7.05,4; 2. Marburger Nuderoerein 1911: 7.09,2. — Scharfer Kampf zwischen Limburg und Marburg über den größten Teil der Bahn. Nach energischem Endkampf siegt Limburg mit knapp 3 Länge Vorsprung. Der 3. Kon- terrent, Ruderverein Bad Ems, gibt bei 1500 Meter auf.
Junior-Achter. 1. Kölner Ruder-Gesellschaft 1891: 6.14,4; 2. Nuderoerein Kassel: 6.24,2. — Köln führt über den größten Teil der Strecke und gewinnt überlegen mit gut 2 Längen voraus.
Einer (L a h n p o k a l). 1. Gießener Rudergesellschaft 1877 (Kurt Georgi): 7.46; Frankfurter Ruderklub 1884 (Ludwig Kraft): 7.59. — Georgi fuhrt und gewinnt das Rennen ganz überlegen mit etwa 5 Längen vor.
Vierer. 1. Kölner Rudergesellschaft 1891: 7.11,2; 2 .Ruderklub Kurhessen Kassel: 7.19,4. — Köln gewinnt das Rennen mit gut 3 Längen Vor. spruna.
Achter. 1. Limburger Ruderklub 1907 : 6.43; 2. Verein Rudersport 1913, Gießen: 6.51. — Limburg siegt nach schönem Rennen mit li Längen Vorsprung.
Zweiter Vierer. Rudersportverein Teutonia, Frankfurt a. M.: 7.08,8. — Die andere Mannschaft, Limburger Ruderklub 1907, gibt nach etwa 800 Meter auf.
Iungmannen » Vierer. Gefallenen- Gedächtnis - Rennen. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen: 7.02,8; 2. Marburger Ruder verein 1911: 7.20,4. — Frankfurt führt ab Start und gewinnt überlegen.
Akademischer Vierer. 1. Gießener Rudergesellschaft 1877: 7.14,4; 2. Marburger Ruder verein 1911: 7.25; 3. Verein Rudersport 1913, Gießen: 7.44,2. — Sehr spannendes Rennen. Gießener Rudergesellschsst führt ab Start, liegt bei 1000 Meter bereits reichlich eine Länge vor, Marburg an zweiter Stelle. Gießener Rudergesellschaft gewinnt das Rennen in prächtiger Form überlegen mit gut 3 Längen.
Vierer. 1. Kölner Rudergesellschaft 1891: 7.01,2; 2. Limburger Ruderklub 1907: 7.07,4; 3. Ruderklub Kurhessen, Kassel: 7.20. — Köln führt über die ganze Bahn, ihm folgt Limburg dicht bei, Kassel bleibt zurück. Köln gewinnt das Rennen mit gut einer Länge Vorsprung.
Doppelzweier ohne Steuermann. 1. Frankfurter Ruderklub 1884- 7.05,8; 2. Gießener Rudergesellschaft 1877: 7.10,2. — Frankfurt führt über den größten Teil der Bahn und gewinnt das Rennen mit etwa 2 Längen Vorsprung.
Jungmannen-Dierer. 1. Marburger Nuderoerein 1911: 7.22,2; 2. Gießener Rudergesell- schast 1877: 7.24. — Das Rennen ist eines der schönsten des Tages. Die Führung wechsest mehrfach über den größten Teil der Bahn. In der Nähe des Zieles kommt Marburg allmählich wieder nach vorne und gewinnt das Rennen in sehr scharfem Endkampf mit knapp <j Länge voraus.
Junior-Vierer. 1. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen: 7.05,4. 2. Frankfurter Ruderklub 1884: 7.13; 3. Ruderverein Bad Ems: 7.35. — Sachsenhausen führt über den größten Teil der Strecke. Der scharfe Endkampf bringt Sachsenhausen den Sieg mit 1* Länge Vorsprung. Ems folgt weit zurück.
Iungmannen - Einer. Hanauer Ruder- gesellschaft 1879 (Krolikowski): 8.34. Offenbacher Ruderverein 1874 (Braun) wird unter- roegs vom Schiedsrichter aus dem Rennen ausge- schlosien, da er dem Hanauer direkt voraus in die Bahn fährt. Bis zum Ausschluß Brauns scharfes Rennen. K r o l o k o w s k i fährt allein zum Ziel.
Ermunterungs - Vierer. 1. Ruderklub Kurhesfen, Kastel: 7.32: 2. Gießener Rnderoesell- schaft 1877: 7.41,2. — Kastel führt über die Bahn und gewinnt das Rennen überlegen mit gut drei Längen voraus.
Großer Achter. Limburger Ruderklub 1907 hat ewa eine Stunde vor dem Rennen abgesagt. Infolgedessen geht Kölner Rudergesellschast 1891 allein über die Strecke. 6.20.
(Berichtsfaal.
Frankfurt a. M., 20. Juni. (WTB.) Dos hiesiege Schwurgericht verurteilte heute den 25jährigen Schneidergesellen Wilhelm H u p p e l s » berg aus Barmen wegen Totschlags zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe und wegen Diebstahls im Rückfall zu drei Jahren Zuchthaus. Ferner wurde auf dauernden Ehrverlust erkannt. Der Angeklagte hatte in der Nacht zum 23.1. dieses Jahres den 69jährigen Schneidermeister
D i 11 e m u t h in feiner Wohnung in Frankfurt, Schleiermacherstrahe, schlafend überfallen, ihm Schläge mit einer Schneiderschere auf den Kopf versetzt, ein Taschentuch in den Mund gesteckt und erdrosselt. Unter Mitnahme von Kleidungs- und Wäschestücken flüchtete der Täter und wurde am 30. Januar in Feldkirch in Vorarlberg festgenommen, als er dort ohne Fahrkarte einen Zug bestiegen hatte. Der Angeklagte, der zehn Jahre in Fürsorgeerziehung war, zeigte weder Reue noch Scham über die Tat.
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 15. Juni. Unter Ausschluß der Oesfentlichkeit wurde gegen den Oberbleicher I. M. R. aus Schlitz wegen Sittlichkeitsverbrechens und Blutschande verhandelt. Urteil: 1 Jahr 9 M o - nate Gefängnis, 3 Jahre Ehrverlust.
Ebenfalls hinter verschlossenen Türen spielte sich die Verhandlung gegen den Schlosser W. St. aus Rohrbach wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen ab. Von drei angeklagten Fällen konnte nur einer nachgewiesen werden, es wurde auf eine Geld- ftrafe von 130 Mark erkannt, da der Ange- klagte noch nicht bestraft ist.
Längeren Zeitraum nahm in Anspruch die Verhandlung gegen einen Oberpostsekretär von Gießen wegen Betrugs. Er sollte in fünf Fällen zu seinem und seiner Amtvkollegen Borteil Falschbuchungen in dem Zeitungskastenbuch vorgenommen haben. Das Gericht gelangte nach umfangreicher Beweisaufnahme zur Freisprechung. Da die unrichtigen Bucheinträge von jedem im postalischen Verkehr bewanderten Beamten nach übereinstimmenden Bekundungen von Zeugen und Sachverständigen sofort gemerkt werden konnten, verneinte es die Täuschungsabsicht, war auch nicht davon überzeugt, daß der Angeklagte im Bewußtsein der Rechtswidrigkeit seiner Einträge gehandelt habe.
Kirche und Schule.
Deutsche Ingcndpfarrerkouferenz.
§ In Neudietendorf bei Erfurt fand dieser Tage die diesjährige Konferenz der evangel. Iugendpfarrer Deutschlands statt. Es nahmen etwa 50 Iugendgeist- liche daran teil, darunter aus Hessen Pfarrer Kornmann. Ulrichstein. Auf der Tagesordnung standen Fragen der Jugendpsychologie und -Psychopathie, außerdem die besonderen Schwierigkeiten moderner Iugendseelsorge. 3m Anschluß an die Konferenz tagte der Reichsverband evangelischer Jugendämter Deutschlands; hier wurden organisatorische Fragen behandelt, daneben aber auch besondere Zeitnöte, wie die Politisierung der Jugend und ähnliches Diese Tagungen sind mit ein Beweis für die Kraft, mit der die evangelische Kirche trotz allem Geldmangel an die ihr in der Gegenwart zufallenden Aufgaben auf bem Gebiet der Iugendseelsorge und Iugendwohlfahrt heran- qeganßen ist.
Lchach.
Um die Meisterschaft von Hessen.
Die vorletzte Runde deS Turniers war eine Runde der Gegenseitigkeit, indem nämlich Orth, welcher biS dahin stark vom Glück begünstigt war, und zwei Zähler geschenkt bekam, seine erste Niederlage durch den jungen Meister B e u t g e n aus Mainz, welcher in einer von ihm vortrefflich behandelten Spanischen Partie den Sieg davontrug, erlitt. Die wichtige Partie Dr. Adam gegen O r b a d> wurde von letzterem tn einem Damengambit regelmäßig verteidigt und nach vierstündigem Spiel in etwas besserer Stellung für Orbach abgebrochen, doch dürfte der Gewinn schwerlich zu erzwingen sein. Die Partie Sixt gegen F l a n d e r wurde von ersterem gut behandelt, und in einem Endspiel mit Bauernplus für ihn abgebrochen. Die Partie Dr. Wolff gegen G u t k e w i t s ch wurde in einer Gewinnstellung für ersteren abgebrochen.
Spielp r der frankfurter Theater.
Opernhaus. Dienstag, 23. Juni: Die Fledermaus. Mittwoch. 24.: Die Walküre. Donnerstag, 25.: Mignon Freitag. 26.: Pique Dame. Samstag, 27.: Tosca. Sonntag, 28.: Die große Unbekannte. — Schauspielhaus. Dienstag. 23.: Der goldene Schnitt. Mittwoch, 24.: Der goldene Schnitt. Donnerstag, 25.: Sechs Personen suchen einen Autor. Freitag, 26.: Der goldene Schnitt. Samstag, 27.. Einer von unsere Leut. Sonntag, 28.: Siner von unsere Leut.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag. 23. Juni.
12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Schlager 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Hreytag (Fortsetzung). 6.30 bis 7 Uhr: Die Bücherstunde. 7 biS 7.30 Uhr: Funkhochschule, Vortrag von Prof. Künhel: „Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums" (11. Abt. vierter Vortrag). 7.30 biS 8 Uhr: Funkhochschule, Prof. Dr. Bethe unkt Privatdozent Dr. Steinhaufen „Gespräche über Lebenserscheinungen, IV. Wärmeregulation". 8 bis 8.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Stunde der Stadt Kassel. — Vortrag von Prof. Dr. Soeder: „Haus und Wohnung". 8.30 Uhr: Musikalische Stilgeschichte in praktischer Darstellung. Vierter Abend — Anschließend: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht.
sowie alle Arten v. Hautunreinigkdten, Hautausschlägen, wie BICtchen, Mitesser, etc. verschwind, d. tigl. Gebrauch d. echten Ägxfeenpferd -5easd'jn€feL-Selfe, von Bergmann & Co , Badebenl. Cbcrall zu haben.
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