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voll darstellenden Börsenlage kann nicht genug vor einer übertrieben schwarzen Beurteilung der Der- bättnisse gewarnt werden, denn das gegenwärtige Äktiennivcau hat einen so tiefen Stand, daß die eingangs geschllderten finanziellen Mißverhältnisse längst als escamptiert gelten können. In den letzten wirtschaftlichen Miteilungen der Deutschen Bank wurde u. a. festgestellt, daß der Kapitalwert der an der Berliner Börse fortlaufend gehandelten Pa­piere ungefähr 50 Prozent unter den in der Gold- markeröfsnungsbilanz ausgewiesenen Aktienkapita­lien zuzüglich der offenen Reserven liege. Für Kassapapiere dürfte sich das Verhältnis noch we­sentlich ungünstiger stellen. Es besteht die Gefahr, daß die starke Depression am Effektenmarkt Plötzlich einem ebenso radikalen Umschlag weicht, wenn die jetzigen Kurssenkungen in dem gleichen Umfang noch einige Wochen andaucrn. Wie ungesund dies jedoch für die gesamte Effektenbörse wäre, braucht nicht extra gesagt zu werden.

Am Geldmarkt blieb in der Berichtszeit kurzfristiges Geld. d. h. Tagesgeld, stark angeboten. Es lag ständig ein Ueberfcwtß auf der Anaebots- seite vor, so daß tägliches Qfelb bis zu 6,75 Prozent herunter zu haben ist. Privptdiskonten notieren für beide Sichten 6,75 Prozent. Für die kommende Woche wird am ©clbmaut kaum mit einem An­halten der bisherigen flüssigen Lage zu rechnen sein, da wir nunmehr bereits wieder dem Ultimo zufteuern. Anzeichen cintfr leichten Steigerung der Nachfrage sind bereits zu spüren. Warenwechsel mit Großbankgiro sind mit A,5 bis 8,75 unterzubringen, Monatsgeld wird nom. mit 10 bis 11 Prozent ge­nannt. Hinsichtlich der Absichten der Reichsbank bezüglich einer event'.wllen Aendcrung ihrer Dis­kontrate sind seit Rückkehr des Reichsbankpräsidenten aus Amerika noch feZne Verlautbarungen gemacht worden, doch rechnet man allaemein damit, daß die große Spanne zwischen der Prioatdiskontnotiz und dem Reichsbanksatz in absehbarer Zeit eine Ver­minderung erfahren werde. In diesem Zusammen­hang ist-allerdings unser kürzlicher Hinweis zu wiederholen, daß der Privatdiskontmarkt noch lange nicht wieder die Bedeutung hat wie vor dem Kriege, so daß die Reichspank vielleicht aus diesem Grunde mit einer Verringerung ihrer eigenen Rate noch zögert.

* Buderus sehe Eisenwerke, Wetz­lar. Die Verwaltung hat. wie schon kurz berichtet, beschlossen, die ihr gehörige Zeche Massen am

31. Dezember gänzlich st llzulegen. Durch diese Maßnahme werden 2400 Arbeiter und eine große Anzahl Angestellter brotlos.

6 Bamag-Meguin A.-G., Berlin. Wie im Geschäftsbericht für 1924/25 mitgeteilt wird, waren in der Berichtszeit die für daS Gas- und Wasserfach, die chemische Industrie und den Triebswerkbau arbeitenden Fabriken im allge­meinen zufriedenstellend beschäftigt. Insbesondere konnten auf den in den letzten Jahren besonders gepflegten Sondergebieten drr Abhitzeverwertung, des Wasserfaches und gewisser chemischer Sonder- zweige eine Anzahl wertvoller Geschäfte getätigt werden. Auf dem Dtammgebiete dar Gesellschaft, dem Gaswerksbau, gelangten umfangreiche Er- neuerungs- und Erweiterungsantagen zur Ver­gebung, die dazu dienten, die während drr Kriegs-- und Inflationszeit notwendigerweise vernach­lässigten Detriebsanlagen wieder aus eine ansehn­liche Höhe der Technik zu bringen. Dagegen zeigte sich bei den anderen Werken ihre ausgeprägte Gebundenheit an den Steinkohlenbergbau und an die damit eng verbundene Hüttenindustrie. Wenn hierbei das Köln-Baventhaler Werk noch verhältnismäßig glimpflich davonkam ; und in der Lage war. z uden Detriebsgewinnen der Abteilungen Vertin und Dessau in brscheide- c. nein Maße beizusteuern, so war dies im wesent­lichen der Ausdehnung der Lieferungen für die F' chemische Industrie zu danken. Hingegen gestaltete sich das Ergebnis des Butzbacher Werkes ' durch den fast völligen Ausfall an Bestellungen für den Steinkohlenbergbau, sowie durch die verlustbringende Abwicklung von früher her stam­mender Geschäfte zu einem ganz besonders schlech­ten. Das Butzbacher Werk hat infolgedessen im vergangenen Geschäftsjahr einen großen Verlust

erlitten, der nur durch Heranziehung von Ge--

- Winnen und gewissen Reserven der anderen Werke bilanzmäßig seinen Ausgleich finden konnte. Die Deteiligungsfirmen haben im allgemeinen zufriedenstellend gearbeitet. Das kleine in Var- re S b e d bei Elberfeld gelegene, von der früheren Meguin QI. G. her übernommene Werk, das unter starkem Arbeitsmangel litt, wurde im Berichts­jahre mit einem Verlust gegenüber dem Buch­werte verkauft. Eine erfreuliche Steigerung ist in bezug auf das AuSlandgeschäft zu verzeichnen. Das neue Geschäftsjahr wurde mit einem statt­lichen Auftragsbestände begonnen, doch bleibt die Beschäftigung auf einigen Arbeitsgebiet en nach wie vor eine unbefriedigende, inSvesondere für die im Westen gelegenen Werke. Wenngleich aus der Vergangenheit stammende Verluste des Butz­bacher Wertes auch noch in das Lausende Ge­schäftsjahr hineinreichen, so kann man doch hieran die Erwartung knüpfen, daß nach Durchführung der in Angriff genommenen ümorganifation im Butzbacher Werk die Periode der in Butzbach entstehenden Verluste als abgeschlossen wird an­gesehen werden raten. Bei einer Gesundung der Wirtschaftslage kann später der Butzbacher Betrieb wieder in größerem Umfange ausge­nommen toerÖen, ohne daß hierzu die Aufwen­dung besonders großer Mittel erforderlich werden würde. Die Bllanz führt die PostenDebitoren" mit 5 830 612 Mk. (6 494 568 Mk. in der Reichs­markeröffnungsbilanz),Warenvorräte" mit 8 681 421 (5 345 037) Mk. auf. Das Anlaaever» mögen, das Zugänge im Umfange von 2 257 262 Mark zu verzeichnen hat. wird in der Bilanz mit 17 401 797 Mk. bessert. Auf der Passiv- feite figurieren Kreditoren mit 14 746 403 (10 961 903) Mk. Der Liederschatz von 30 309 Mk. (Bruttogewinn 2 801 688 Mk., Unkosten 1715 911 Mark und Abschreibungen 1 055 465 Mk.) soll gemäß dem Antrag der Verwaltung auf neue Rechnung vorgetragen werden.

* Eine Jnlond-Koyimunalanleihe. Wie wir von zuverlässiger ©feite erfahren, hat die Creditbank für Industrie und Landwirtschaft in Ber­lin, die in letzter Zeit bereits des öfteren durch ge­schickte Sanierungsaktionen von sich reden machte, mehreren badischen Städten einen größeren Kredit zur Verfügung gestellt. Angeblich handelt es sich um die Summe von 4 Millionen Reichsmark, die für werbende Zwecke Derwepduny finden sollen. 2)er Dorgang beweist, daß bei richtiger Ausnutzung vor­handener Möglichkeiten die deutschen Kommunen sich von ausländischen Geldgebern freimachen können.

* Zur Auslandanleihe der Berliner Städtischen Elektrizitätswerke. Wie demD.H. D." in Ergänzung der bisherigen Mel- dunaen aus Bafel gedrahtet wird, wird der schwei­zerische Anteil an «er 20-Millivnen-Anleihe der

Berliner Städtischen Elektrizitätswerke in Höhe von 13 Millionen Franken von einer schweizerischen Bankgruppe unter Anführung der Schweizer Kredit­anstalt in Zurich in der Zeit vom 19. bis 25. Roo. aufgelegt. Emisfsionskurs der Anleihe ist 95 Proz., Verzinsung 7 Prozent, Lauffrist 15 Jahre. Der Schuldner kann die Anleihe nach Ablauf von fünf Jahren kündigen. Die Anleihe wird an den Börsen von Zürich und Basel eingeführt.

* Zum Lohnstreit in der chemischen Industrie. Aachdem im Lohnstreit der chemi­schen Industrie der Provinz Hessen-Rassau und des Freistaa eS Hessen der am 13. November ge­fällte Schiedsspruch von beiden Seiten abgelehnt worden ist, hat der Reichsarbeitsminister die Parteien zu einer gemeinsamen Aussprache über die geschaffene Lage auf Dienstag, 24. Rovember. in das ReichSarbeiisministerium eingeladen.

Arbeiterentlassungen bei Lanz in Mannheim. Wie die ..Mannheimer Volks» stimme" meldet, hat die Firma Lanz 150 Ar­beitern gekündigt. Es ist ferner beabsichtigt, beim Gewerbeaussichtsamt zu beantragen, die Genehmigung zur Entlassung weiterer 550 Mann zu erhalten.

Dlmsangreiche A r beiter ent» la Hungen im Ruhrgebiet. Wie das WTB. erfährt, haben auf der ZecheMassen" sämtliche Angestellte zum 1. Januar ihre Kün­digung erhalten. Da zu diesem Zeitpunkt wegen Unrentabilität die Zeche stillgelegt werden soll, kommen auch die Bergleute dieser Zeche zur Ent­lassung. Im ganzen handelt es sich um 2400 Ar­beiter und Angestellte.

Börsenkurse

Berlin

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Denöche Sertb. Dollar'Anl. öto- Doll -Echaii'Änireüns.'l

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Bcrluicr Hundclsacscllschaft Cotmnerz- m>d Prtval-ivc.uk Tannst. und 'Jlationalbant Deutsche Pank .... Ternsche BcreinSbank . . . Dtticam» kommandit

MelallSauk. ......

Mitteldeutsche Credtlbank. Deftctrcidilime Credituaftalt Wcstbank

Bochumer Guß ......

BudcruS ........ Caro Tcuksch-^uxemdura ..... Geisentirchcrter Scrawerle. . Harpencr Bergbau . . . . tiaknvevke Aschersleben. . . . KaNwcrk 28eftercgeln UmivaNüttc . . vderdcdars

Tcllus Bergbau. ....

Samdurg'Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd

Cberamische Werke Albin . .

Zementwerk Heidelberg . .

Pbilivv HoUmunn .....

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Holzverkohlung . ...... NütgerSwerke . . Echeideanstalt

Mg. ElektrtzltätS-Gesellschafi Bcramcmrt Mamkraftwerle ......

Schuckerk ; . . , Siemens ± Halske

'.Idlerwerke Älcyer ..... Doimlcr Motoren. ..... Heyligenftaedt......... 'hcertttn. ........

Motorenwerke Mamtbebn .

Frunssurtcr Armaturen . . Kanseroensabrik Braun . .

Metallgrs-ll choit st-rcuckfurt - Per. Union A.-iS- . . . . Schutz'abrik Herz

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Zuckeriabrik Franktznttzal . .

Zuckerfabrik SPnabanfel . . .

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4,325

Berlin, 20. Novbr

(Eigener Drahtderichi des ^G chener

Anzeigers".)

112,50

81.10

59 78

12.447

5.977

Amerikanische Noten .... belgische Noten .......

Dänische Noten ...... Englische Noten stran;oiische '.','oten volländische Noten stlskienische Noten .....

Norwegische Noten....

ut?f6*Cf ften-, 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedisch? Noten .... Schweizer Noten ..... Spanische Noten . Tschechoslowakische Noten . . Unaarische Noten

Berliner

111.91

80.70

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Börse.

(Aeld

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Brie»

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104.76

20,388 (fi 72

169.14 U,8't 85 71

59.2d

Berlin, 20. Aov. Die Lage b:r Effek­tenmärkte war auch heute wieder gekenn­zeichnet durch ein rela t iv erhebliches An­gebot. Be iden Banken lagen zahlreich? Ber-

Rätsel-Ecke.

Diamant-Arithmofiriph.

io

3 2

11

12

2 ! 3

4 ! 4

477

Es bedeuten die wagrechten Reihen: 1. Kon­sonant, 2. Raturerscheinung, 3. Insekt, 4. Mu­siker, 5. deutsche Stadt, 6. Ort bei Berlin, 7. preu­ßischer Schlachlort, 8. chine i ches Rationalgetrank, 9. Konsonant. Bei richtiger Lösung sind die sich kreuzenden Mittellinien gleichlautend.

Silbenrätsel.

Aus den folgenden 24 Silben al des dog ei eu fried ge gen gen hil hold kel ler lern loh­nte ne ni non re rho fter un Win sind 12 zweisilbige Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. Ro- mandichlerin, 2. männlicher Personenname, 3. ita­lienischer Ma.'er, 4. englischer Staatsmann, 5. Hunderasse, 6. böser Mensch, 7. schädlicher Schmetterling, 8. deutscher Dichter, 9. Alpew- aipfel, 10. Seebad auf Rügen, 11. männlicher Personenname. 12. Rebenflutz der Elbe. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die An­fangsbuchstaben von vorn nach hinten und End­buchstaben von hinten nach vorn gelesen ein Zitat aus SchillersGang nach dem Eisen­hammer".

Kreuzworträtsel.

i*t

10

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IT

77

77

IX.

73

n

1. Bon links nach rechts: 1. Fürsten­geschlecht, 5. Körperteil, 8. Junges Haustier, 10. Besoldung, 11. Blumenart, 12. Israelitischer König, 15. Weiblicher Personenname, 19. Chinesischer Ar­beiter, 20. Deutscher Fluß, 21. Biblische Person, 22. Berühmter Chemiker, 24. Edelwild, 25. Mond- göttm, 26. Raubvogel, 27. Nebenfluß der Donau.

II. Bon oben nach unten: 2. Teil eines Dramas, 3. Haustier, 4. Gebirgszug in Württem­berg, 5. Anteilschein, 6. gesetzliche Gemeinschaft, 7. Nebenfluß der Donau, 9. europäische Hauptstadt, 10. europäische Hauptstadt, 12. Stufenleiter, 13. fran­zösischer Tonkünstler, 14. militärische Truppe, 16. Kosmetikum, 17. Rätselart, 18. Kampfplatz, 21. biblische Person, 23. andere Bezeichnung für halb­warm.

Auflösungen.

Silbenrätsel.

Keine Nacht war noch so dunkel, der nicht obge­siegt das Recht." Anastasius Grün.

1. Käthe, 2. Esche, 3. Iris, 4. Nelke, 5. Eisen, 6. Neapel, 7. Andersen, 8. Chiton, 9. Tiger, 10. Wiese, 11. Asien, 12. Raspel, 13. Niere, 14. Orgel,

15. Chabrier, 16. Stola, 17. Orthographie, 18. Dach­stuhl, 19. Uri, 20. Nansen, 21. Korund, 22. Efendi, 23. Ludwig.

vruchstückrälsel.

Erlaubt ist, was sich ziemt."

(Goethe: Torquato Tasso.),

Taube, Kummer, Nebel, Senta, Spandau, Gottlieb, Grünspecht, Salbei, Titus, Gefichk, Narew, Delta, Hermes, Texas, Rigi, Geruch, Sauhatz, Gorki, Lerche, Sesam, Gellert.

Raffel

Wachholder (Wach Holder).

Vesuchskarfenräksel Musikalienhändler.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Jagdglück. -

Eimon Perl befand sich zum erstenmal in sei- nem Leben auf der Jagd. Er stöberte einen Hasen auf, legte an und knallte los.

Zwei Minuten später apportierte ihm sein Hund eine tote Wildente.

Simon Perl sagte kein Wort: er steckte die Deute in den Rucksack und machte sich auf den Heim­weg. Unterwegs flog ein Schwarm Wildenten auf. Simon Perl schoß. Darauf wandte er sich cm den Hund:Lauf, hol' den Hasen!"

Heilige Ordnung!

Ein Berliner Herr, der jetzt in Sevilla weilt, unterhielt sich dort mit einem Stierkämpfer.

. Einmal", so erzählt der Torero,bat mich ein Stier mit den Hörnern gepakt und über die Schutz­wand in eine Loge geschleudert, wo ich bewußtlos liegen blieb."

Das wäre in Berlin ausgeschlossen," sagte der Deutsche,ble Platzkonirolle ist bei uns zu scharf."

Der elektrische Schlag.

Die Backe des alten Blum ist stark geschwollen, autzerdem weih« sie deutlich den Abdruck von fünf Fingern auf. Man fragte den alten Biurn nach der Ursache für dies bedenkliche Symptom.

Er erklärte: .Das rühtt von einem elektrischen Schlag her."

,Don einem elektrischen Schlag?"

Ja. Gestern war ein gewisier Blaustein bei mir. Plötzlich ging das elektrische Licht aus. Da habe ich zu Dlaustein gesagt, er möchte eine neue Lamelle in den Kontakt legen. Dabei hat sich Blau­stein die Finger verbrannt, und ich hab den Schlag gekriegt."

Indien im Caförestaurant.

Siner erzählte:Wie ich in 3#J)ien war, da habe ich einen merkwürdigen Fall erlebt Auf ei­nem Iagdzug im Dschungel richtete sich plötzlich vor und im Sande eine riesige Boa auf. Sofort zog einer von den Indern eine kleine Flöte: er blies ein paar Töne daraus, die Boa wurde kleiner und kleiner, und zum Schluß war sie spurlos ver­schwunden."

Sin anderer bemerkte:Dos ist gar nichts. Ich war gestern mit meiner Frau im Restaurant. Meine Frau legte ihre Pelzboa bloß einen Moment über die Stuhllehne hat fein Mensch Flöte geblasen; und trotzdem war die Boa nachher spurlos ver­schwunden."

QIu Backe. ..!

Das Ehepaar saß im Zirkus und guckte der Elefantennummer zu.

Rach einer Weile sagte der Gatte, aus tiefem Sinnen erwachend:

Was bin ich froh, Gonda, daß du kein Elefant bist."

Wieso?"

Ru, kaputt gehn möchten wir an deinen Gold­plomben!"

kaufsordres vor, namentlich für Einheitswerte. Außer Effektenverkäufen zu Geldbeschaffungs- zwecken beobachtete man dabei zahlreiche Glätt­st ellungen zur Regulierung schwach gewordener Depots. Da von keiner Seite her Aufnahme­neigung bestand, drückten diese Abgaben weiter empfindlich auf das Kursniveau. Lebhaft dis­kutiert wurde die Frage, ob nicht wieder der Zeitpunkt für Interventionen an den Aktienmärkten gekommen fei; in Dank­kreisen scheint die Steigung hierfür gegen­wärtig aber nicht groß zu sein. Immerhin hieLten sich heute die Verluste in etwas kleineren Grenzen als an den letzten Tagen. Die Baisse- Spekulation beschränkte sich auf einige Spüzial- toerte, so daß nur hier größere Verluste ein­traten. Der Geldmarkt war weiter sehr flüssig, tägliches Geld 7 bis 9 Proz.. Monatsgeld 10 bis 11 Proz. Im Devisen verkehr unterlag Paris kleinen Schwankungen. Mailand war fest, da heute in Amerika die 100-Millionen-Anleihe zur Stabilisierung der Lira aufgelegt* wird. Die Reichsmark war im Auslände unverändert.

Frankfurter A endbörse.

Frankfurt a. M, 20. Rov. Die Abend­börse war auf einige Deckungen freundlicher ge­stimmt. Montan- und Elektrowerte hatten an­sehnliche Kurserholungen zu verzeichnen, wäh­rend Chemieaktien vernachlässigt blieben. Das Geschäft blieb enge begrenzt. Schiffahrtsattien umsatzlos. Auch für deutsche und ausländische Renten machte sich eine bessere Strömung be­merkbar. Die Abendbörse schloß in ruhiger und gebesserter Haltung. Deutsche Anleihen: 5°bige Reichsanleihe 0,185. Ausländische Renten: Un­garische Goldrente 11,511, Ungarn von 1924 10,25, 5°/oige Goldmexikaner 43,12, 5°/oige Sil- bermexikaner 18,75. Bankaktien: Commerzbank 93, Darmstädter Bank ultimo 103, Deutsche Bank 102,25. Dresdner Dank 100, Mitteldeutsche Credit­bank 81, Reichsbank 130, Oesterreichische Kredit­aktien 7,10. Montanaktien: Gelsenkirchen 69, Mannesmann 54, Phönir 60, Kali Aschersleben 96 Chemische Mtien: Badische Anilin 112,25, Höchster Farben 111,75. Industrieaktien: AEG. 87.50, Aschaffenburger Zellstoff 44, Daimler 17,50, Elektrisch Licht und Kraft ultimo 85,25, 3nag 0,3, Löwenbräu 158,50, Badischer Zucker 40.25. Heilbronn Zucker 41,50, Offstein Zucker 40,12-

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M, 20. Rov. Es wurden notiert: We.zen, Wetterauer 23,75 bis 24, Roggen inländ. 17,50 bis 17,75, Sommergerste für Brau­zwecke 21,75 bis 24. Hafer, inländ. 18,50 bis 21, Mais, gelb 19,25 bis 19,50, Weizenmehl,

inländ., Spezial 0 38.75 bis 39. Roggemnehl 24,75 bis 25. Weizenkleie 10 bis 10,25, Roggen­kleie 10,25. Tendenz fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 20. Rov. Wenn die gestrige neuerliche Aufwärtsbewegung in Brotgetreide heute vormittag nur in geringem Maße Fort­schritte machte, so war daran lediglich geringere Aufnahmeneigung seitens des Handels, sowie etwas größere Materialvorlage Schuld. Hin­gegen hatte dies an der amtlichen Mittagsbörse für Weizen eine stärkere Aufwärtsbewegung im Gefolge. Welchen Umfang die Gewinne hier annahmen, zeigte sich am besten am Markt der Zeitgeschäfte, wo Höhernotierungen bis zu 6.5 Mark nach dem gestrigen Schluß sich durchsetzten. Dem schloß sich die Hausse in Roggen an, doch erreichte das Riveau nicht so beträchtliche Erhöhungen. Hier bleibt wohl das geringe An­gebot mit der Houptanlaß für die stark ge­steigerten Preise. Gerste gleichfalls fester. Auch Hafer nicht unerheblich höher. Der Mehlhandel hat heute im Einklang mit den befestigten Ge­treidekursen seine Forderungen gleichfalls et* höht, ohne daß beachtenswerte ttmsähe erfolg­ten. Futterartikel ruhig, doch ist der feste Unter­ton unverkennbar. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märf.) 234 bis 237, do. Dezember 252 bis 251, do. Mai 259.50 bis 259, Roggen (märk.) 148 bis 151, do. Dezember 172 bis 171 bis 172, do. März 184.50 bis 183.50, do. Mai 187 bis 186 bis 187, Gerste (märk.) 187 bis 212, Futtergerste 150 bis 162, Hafer (märt.) 169 bis 181, do. De­zember 183, Mais, loko Berlin, 200 bis 205; für je 100 Kg.: Weizenmehl 29 bis 33.50. Roggenmehl 22 bis 24.25, Weizenkleie 11.30 bis 11.50, Roggenkleie 9.30 bis 9.60, Viktoria- erbfen 23 bis 31.50, kleine Speiseerbsen 22 bis 24, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 16 bis 18, Ackerbohnen 19 bis 22, Wicken 20 bis 25, Lupinen (blau) 11.50 bis 12.50, Rapskuchen 14.60 bis 15, Leinkuchen 21.75 bis 22, Trockenschnihel 7.60 bis 7.70, Torfmelasse 9.10 bis 9.30, Kar­toffelslocken 14.10 bis 14.50, Zucker 20.30 bis 20.80. ____________________________________

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