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144 Stimmen, Olunuft Sanft «iimmen, Lu'iwnNuhllDr. nmmen, Heinrich Rumbf 3. Wien. Es wurden allo ine- )s Kandidaten des Daum, da'en der Arbeiterpartei n& der alte Gemeinderal Ä ttnbunbtf, drei Jertrelttdu einen Deut rasen zählte. tgliebetn des @emeinöerafti iedergewW. Die Damen ter :lonen und ihre neun Ersetz. . auf die gemeinschaftliche Wie

)tt Der hiesige unter Leitung Lenz stehende Posaunen' fxmb hessischer Posauneiubvie nb tyon öfters Gelegenheit 1 mit feiner fiunff gu bienen, i erfien Seöurrstag. 88 laa Mengten, auL Wem Anlaß t zu veranMen. Ader um so c die schlichte Feier, die zu Balten wurde. Der Posaunen- hmittaasgottesdienst mit too in Predigt der Sache gedacht wr ein Zusammensein i Se- lkitwirkung eines DlastMekls äs als Jestgast gekvmnmwr. ung von DeißbindeMer m? erschallen lieh. .

Arnsburg, IS. Ost u en Retiungshaus für Schmidt, die etwa M war, hat Arnsburg verlassen, er Dusteren Mission zu ^richnnlich einft nächstem M^^eret^egoimv^

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n;.d) China ziehen. 21« ihre Stelle wurde jetzt Fräulein Schmidt aus Crumbach bei Darm­stadt berufen. Die neue Lehrerin wurde heute im Beisein einiger Schwestern der Anstalt feierlich in ihr Amt eingeführt. Die Schulkinder des Rettungshauses begrüßten sie mit Gesang. Etifts- dechant Lenz- Lich wies sie im Ramen des Vorstandes durch eine herzliche Ansprache in ihren mühevollen und doch so verheißungsvollen Dienst ein. Stiftspfarrer Scho rl em m er-Llch wandle sich in seiner Ansprache an die Kinder und ermahnte sie, ihrer neuen Lehrerin mit Liebe und Gehorsam entgegenzukommen. Der Vorsit­zende des Vorstandes Graf Wilhelm zu Solms-Laubach, dec im hiesigen Schloß wohnt, war leider, da er verreist ist, verhindert, sich an der Feier zu beteiligen.

3 Wirberg, 20. Ott. In allen Kirchen des Kirchspiels wurde am letzten und vorletzten Sonn­tag das Erntedankfest gefeiert. Wie all­jährlich, hatten die Kinder auf das Schmücken des Gotteshauses große Sorgfalt und Mühe verwendet. Die Gottesdienste waren gut besucht, in den Filial­kirchen waren sie überfüllt. Die Kinder sangen das Erntelied und brachten unter Aufsagen von Psalmenworten die Erntegaben, die aus dem Altar niedergelegt wurden. Die Kirchenkollekten ergaben in Wirberg 22 Mk., Bellersheim 8 Mk., Harbach 6 Mk. Am Erntefest wurde auch, wie alljährlich, eine Naturaliensammlung für das Elisa- bethenstift resp. Schwesternhaus in Gießen ver­anstaltet, die einen schönen Ertrag brachte. Der Pfarrer predigte über das Gleichnis von den an- vertrauten Pfunden und zeigte die Pflichten, die reiche Ernte uns gegen Gott, die Nächsten und die Allgemeinheit in Gemeinde und Staat auferlegt.

Z Harbach, 20. Ott Noch von der Kriegszeit her fehlen an unserer Orgel die Prospckt- pfeifen, was nicht nur ein Schönheitsfehler ist, sondern auch, weil die Pfeifen klingend sind, einen Schaden für die Orgel bedeutete. Schon vor Jahren, in der Inflationszeit, regte der Pfarrer die An­schaffung an, als auf dem Wirberg die Pfeifen angeschafft wurden: damals lehnte der Kirchenvor- stand ab. Nun wurde endlich die Anschaffung beschlossen und die Pfeifen bei Förster und Nikolaus in Lich bestellt. Sie kosten mehr als das Doppelte, als was seinerzeit das Reich bezahlte für die Zinnpfeifen, dabei find die bestellten neuen Pfeifen aus Zink mit Aluminium bronziert. Da auch eine Ausbesserung der Kirche in be­zug auf das Nötigste beschlossen ist, wird unser Gotteshaus wieder in einen würdigen Zu stand kommen.

Kreis Arievbcrg.

3 Aus dem Kreise Friedberg, 20. Okt. Vor den Gemeinderatswahlen. Obwohl, soweit der bäuerliche Teil der Bevölkerung in Frage kommt, die Feldarbeiten noch alle Kräfte in An­spruch nehmen und nur wenig Muße zu anderer Beschäftigung ermöglichen, ist in den letzten Tagen doch allenthalben mit den Vorarbeiten zu den Ge- meinderatswahlen begonnen worden. Vielerorts haben, mehr als man nach dem Branche früherer Wahlen annehrnen konnte, auch auf dem Lande sich die politischen Parteien der Sache an­genommen und politische Listen aufaefteüi. Jedoch gibt es auch noch eine ganze Anzahl von Mustergemeinden", deren Wähler unter Ausschal- lung jeglichen Wahlkampfes sich auf eine Liste einigen und damit die Wahl eigentlich überflüssig machen. Das gilt vor allem von mehreren Gemein­den des Butzbacher Bezirks, deren nachahmenswerte irinmütigteit schon bei der Bürgermeister- wie auch bei der Beigeordnetenwahl bewußt zum Ausdruck gekommen ist. Selbst in einer Gemeinde mit rege­rem politischen Leben, wie es beispielsweise Ober- Florstadt ist, haben sich die m den Ortschaften unseres Kreises hauptsächlich vertretenen Berufs­stände der Arbeiter, Bauern und Gewerbetreiben­den auf e i ne n Wahlvorschlag geeinigt. Die Sitze sind nach dem Stärkeverhältnis der Parteien ver- teilt worden, drei erhalten die linksstehenden Parteien, d. h. die Vertreter der Arbeiterschaft, drei die Bauern und einen die Handwerker. Ein gewiß anerkennenswerter Schritt, dessen Nachahmung in anderen Orten auch dort gewiß viel zurBe- iriebung des Gemeindelebens beitragen würde. Daneben gibt es aber auch immer noch genug Ge­meinwesen, in denen sich die einzelnen Lager scharfen -kämpf ansagen. Das gilt nicht nur von den otäbten, fonbern auch von einzelnen Landgemein- den. In Vilbel scheint sich ber Kampf zwischen Sozialdemokratie unb Bürgertum roieber schärfer auszuwirken. Nachbem die sozialbemokratische Mehrheit bet allen Gemeinbewahlen ber letzten Fahre sich siegreich behauptet hat, ist nun das Bürgertum nach seinem Wahlsieg bei der Beigeord- iietenwahl wieder rühriger geworden. Der B ü r» ger nerein ist aus langjährigem Schlafe zu neuem Leben erwacht. Er will die große b ü r - gerliche Einheitsliste für die Gemeinde­ratswahl präsentieren unb sich mit großer Werbe- krast für sie einsetzen.

sf. Friedberg. 19. Ott. Die ungefähr 120 Mitglieder starke Ortsgruppe des Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenver- b a nd es feierte gestern unter starker Beteiligung auswärtiger Mitglieder ihr 2 5. S t i f t u n g s - f e st. Nachdem am Vorabend bereits eine ge­sellige Zusammenkunft der Mitglieder und Gäste vorausgegangen war. sand eine Kreis- t a g u n g am Sonntagvormittag im Kasinosaale statt. Dor Eintritt in die Tagesordnung er­folgten Begrüßungsansprachen im Damen der Stabt, der Handelskammer, der Deutschnatio- italen Partei, der Deutschen Dolkspartei. der Demokratischen Partei und des Zentrums. Der erste Referent. Schultz- Gießen sprach über .Dringliche sozialpolitische Forderungen des Deutschnationalen Gehilfenverbandes". Dann sprach ber 2. Referent. Auerba ch-Frankfurt a. W., überDie wirtschaftlichen Ziele unb Auf­gaben der Kaustnannsgehilfen". Rach den mit großem Beifall aufgenommenen Dorträgen wur­den zwei Entschließungen einstimmig angenom­men. Die erste befaßte sich hauptsächlich mit sozialen Forderungen, Festlegung der 4Sftünbigen wöchentlichen Arbeitszeit, möglichste Beseitigung der Sonntagsarbeit. Arbeitslosenversicherung, bessere Ausbildung der Lehrlinge und Gehilfen, Einführung einer Gehilfenprüfung usw. Die zweite Entschließung befaßte sich mit der Preissenkung und begrüßt die Müstnahmen der Regierung.

fordert aber auch, daß die Ermäßigung der Llmsahsteuer sich bei der Preissenkung auswirke und nicht die 500 Millionen Goldmark, die die Ermäßigung der Steuer ausmache, in den Taschen ber Händler verschwinde. Rach einem Schluß­worte des Leiters der Dersammlung. Hirsch- Gießen, wurde die sehr anregende Sitzung ge­schlossen.

< Bab-Nau heim, 20. Okt. Die beiden Altstadt list en, die zur bevorstehenden S t a b t= verordnctenwahl eingereicht würben, wer­den Listenverbindung eingchen.. An der Spitze der einen Liste, die das Kennwortunpolitische Liste" trägt, steht der seitherige Stadtverordnete Real­lehrer B e.ch t o l s h e i m e r. Die andere Liste ist ebenfalls unparteiisch, sie nennt sichBad-Nau- Heimer Bürgerliste". Spitzenkandidat ist der seit­herige Stadtverordnete Minder,, der frühere langjährige Führer der sozialdemokratischen Partei am Vlatze, der sich im Stadtparlament zuletzt zum rechten Flügel begeben hatte. Eine engere Listenverbindung haben auch Demokra­ten, Den tTd) e Bolkspartei unb Zen­trum beschlossen. Mit dieser Verbindung geht dann nochmals die unpolitische Liste der Kurinler- essenten (Arbeitsgemeinschaft der Berussverbande) eine Listerverbindung ein.

<£ Ober-Mörlen, 20. Okt. Unsere große Landgemeinde wird von dem Kampf der Par­teien von jeher mehr berührt, als die meisten Orte der näheren unb weiteren Umgebung. Das kommt schon zum Ausdruck in dem scharfen Kampf, der sich um die Aemter des Bürgermeisters und des Beigeordneten entspann, es zeigt sich aber auch in der Tatsache, daß im Gemeinderat nicht weniger als fünf verschiedene Rich­tungen vertreten waren, die zwar nicht immer in Kampfstellung standen, sondern auch recht er­sprießliche Gemeinschaftsarbeit geleistet haben, die aber auf alle Fälle fünf verschiedene politische und wirtschaftliche Glaubensbekenntnisse vertreten. Auch für die bevorstehende Gemeinberatswahl soll es bei ber Zahlf ü n f" bfeiben. Es ist schon zu begrüßen, daß sie wenigstens nicht überschritten wird. Sozialdemokraten, Beamte, Bauernbund, Zentrum unb christliche Gewerkschaften reichen ge­sondert ihre Wahlvorschläge ein, die Gewerbetrei­benden Haden sich mit den Bauern auf eine Lifte geeinigt. So wird auch ber neue Gemeinberat wieder aus fünf verriebenen Interessengruppen zusammengesetzt fein.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 10. Okt. Gestern feierte im Hauptgottesbienst unsere dankbare Gemeinde Erntedankfest. Die beiden Altäre und der Chor waren mit Erntegaben unb Blumen reich unb finnig geschmückt, der Gottesbienst, in bem der Ortsgeistliche über ben rechten Erntebank prebigte, wurde durch einen Chor des Kirchengesangvereins unb der obersten Schulklasse verschönt. Die Kollekten im Klingelbeutel und auf den Opfertellern erbrach- tssn 70,Ü8 Mark. Unsere neue Glocke ift fertiggestellt, der Guß ik gut gelungen. Wegen des Kalten Marktes findet die Einweihung am 8. No­vember statt, die feierliche Einholung vom Bahnhof jedenfalls am 1. oder 2. November.

/ Ortenberg, 20. Okt. Die letzten Vor­bereitungen zum Kalten Markt werden ge­troffen. Wenn die Vorzeichen nicht trügen, scheint er noch größer zu werden wie ber vorjährige. Der große Marktplatz ist für bic bestellten Schaububen bereits völlig belegt, alle verfügbaren Ställe unb Scheunen sind für die Unterbringung ber Pferbe unb Fohlen vorbereitet, die Läden Der Kaufleute in allen Lagern aufgefüllt, z.T. sogar bedeutend vergrößert. Die Eisenbahndirektion hat entgegen­kommenderweise verschiedene Personensonderzüge eingelegt, um den Massenandrang zu befördern. So verkehrt am Sonntag ab Gedern bereits der Mitta'gszug wie an Werktagen, am Montagmorgen unb Dienstag bringt ein Sonderzug von Helden- bergen, der alle Anschlüsse hat unb Ortenberg um 8 Uhr erreicht, die Marktbesucher rechtzeitig an Ort unb Stelle. Auch an ben beiben Abenben ist ein Spätzug, ber Ortenberg um 8 Uhr etwa ver­läßt unb die Anschlüsse nach Gelnhausen unb Gie­ßen erreicht, eingelegt.

Kreis Schotten.

X!X Schotten, 19. Oft. Bei der heutigen öffentlichen Kreisausschußsitzung stand die zweite Bürgermei st erwähl von Burkhards zur Verhandlung. Es waren zirka 40 Zeugen und zwei Rechtsanwälte aufgeboten. Der Kandidat W. Kunkel hatte bei der Wahl eine Stimme mehr erhalten als Bürgermeister Kneipp, während es bei der für ungültig erklärten ersten Wahl um­gekehrt war. Der Kreisausschuß entschied: Ver­werfung der Reklamation ber Partei bes Bürgermeisters Kneipp unter Verurteilung in bie Kosten, außer den Anwaltskosten. Nach ber Sitzung hörte man bereits Stimmen, bie Weiter­gabe nach Gießen verlangen. Wann wirb die Ge­meinde einmal zur Ruhe kommen? Mit Burk­hards hat nun bie letzte Bürgermeisterwahl ihre Erledigung gefunben. Zwei Gemeinden, Feld - t rütfen unb N i e b e r - S e e m e n , erhalten wohl kommissarische Bürgermei ft er, ba auch die zweite Wahl für ungültig erklärt wurde.

Over-Schmitten. 20. Okt. Die Eigentümer von Grundstücken, bic, obwohl Richt- landwirte, unter ber Einwirkung ber Lebens­mittelknappheit und Inflation ihren burch Erb­schaft ober Kauf erworbenen Besitz nichtver­äußerten, halten jetzt bie Zeit für gekommen, ihn auf dem Wege der Versteigerung ab- zustoßen. 3n ben letzten Wochen konnten drei Versteigerungen hier abgehalten werden. Die ausgebotenen Grundstücke fanden namentlich in ber Arbeiterschaft recht viel Liebhaber, während die Landwirte sich zurückhaltend verhielten. Die Preise bewegten sich zwischen 800 und 2400 Mark pro Morgen, je nach Kulturwert, Lage und Güte des Bodens. Das heutige Derbandsrückspiel des hiesigen Fußballklubs gegen Sportklub 1919 Schotten aus dem dortigen Sportplatz endete mit 3:1 für Ober-Schmitten. Damit hat ber hiesige Verein seine Verbanbsspiele (Be­zirk 2 im Taunusgau) beenbet und steht mit 4 Punkten und einem Torverhältnis 12:7 an zweiter Stelle. Da sich die Vereine von Echzell unb Eichelsdorf infolge interner Schwierig­keiten nicht an den Verbandsipielen beteiligten, verringerte fich die Teilnehmerzahl auf drei

(Ridda, Orer-Schrniiten, Schotten), so daß die Verbanbsspiele am nächsten Sonntag mit dem Rückspiel RiddaSchotten schon beendet sind,

Kreis Alsfeld.

Aus bem Kreise Alsfeld, 20. Oft. Während der Scheinblüte unserer Wirtschaft in der Nachkriegszeit hat so mancher Grundbesitzer seine Einwilligung gegeben zum Ausbeuten der in seinem landwirtschaftlichen Grundstück ruhenden B o d en s ch ä tz e. Insbesondere waren die Onar- zitsteine so sehr gejucht, daß man mit Recht von einem wahrenOuarzfieder" reden konnte. Heute steht mancher Eigentümer mit betrübtem Herzen vor seinem Acker oder Wiesenstück. Durch die Ausbeute ist das Grundstück für immer ver­unstaltet und in seinem (Ertrag herab- gemindert; der damals hoch erscheinende Er­lös ist durch ben Währungsverfall verloren gegangen. Die Nachfrage nach Quarzit ist in ben vergangenen Monaten so gering gewesen, baß die erst in letzter Zeit auogebeuteten Grundstücke noch zum Teil als Lagerplatz für das herausgeschaffte Steinmaterial dienen müssen, für das sich fein Ab­nehmer finden will.

-er. Homberg a. d. Ohm, 20. Okt. In einer öffentlichen Versammlung, zu der außer den Mit­gliedern des G e m e i n d e r a t s auch die Vor­sitzenden ber verschiebenen Vereine eingelaben waren, sollte zu ben beiden Den dm alsprojek- t c n, entworfen von Bildhauer Arnold- Beuern, Stellung genommen werden. Der eine Entwurf sieht die Aufstellung des Denkmals am Rathause vor, der andere bei der Friedhofskapelle. Da es nun einmal ein Denkmal für die Gefallenen des Weltkrieges fein soll, so entschied sich die Mehrzahl ber Anwesenden in ber Versammlung für die Auf­stellung bei ber F r i e d h o s s k a p e l l e , benn man will ein solches Ehrenmal nicht an einer ver­kehrsreichen Straße und dem Marktplatze aus­gestellt wissen. Die Dreschmaschine hat vorige Woche ihre Tätigkeit dahier beeenbigt. Die Herb st arbeiten sind größtenteils beendigt. Manche Landwirte sind' noch mit dem Einbringen der Dickwurz beschäftigt, wenige noch mit der Herbstaussaat.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

XX Wctzla r, 20. Okt. Dieser Tage fand die diesjährige Hauptversammlung des Som« bauver eins statt. Dieser zählt jetzt noch 124 hiesige und 17 auswärtige Mitglieder, dazu 6 Patron^. Trotz des Verlustes des Dereins- DermbgenS durch die Inflation konnte der Verein die Zentralheizung des Dornes wieder instand sehen. Fenster einfügen und der evangelischen Gemeinde die Mittel zur Beschaffung eines eiser­nen Schrankes gewähren. Auch wurde beschlos­sen, das von dem Bildhauer Hattenrott ge­fertigte Dorn-Modell dem Stadt-Museum als Leihgabe zu überlassen. Cs soll fortgesetzt wer­bend an bie Bürgerschaft für Gewinnung neuer Mitglieder herangetreten werden.

rtr. Dorlar, 20. Okt. Auch hier hat sich mit bem Wachsen ber Seelenzahl ber Bevölkerung bie Zahl derHäuser entsprechend vermehrt. Im Jahr 1924 wurden drei Hofreiten fertiggeftcllt, 1925 sind sechs Wohnungen mit Nebengebäuden hinzugekommen. Alle Neubauten wurden mit den am Orte gebrochenen Grauwacken fundamentiert unb gedeckt mit ben an verschiebenen Plätzen ge­brannten Ziegeln. Alle Neubauten würben an die elektrische Lichtleitung angeschlossen. Man hofft, daß auch bie schon früher geplante L i ch t d e r f o r» gung ber Blockftation zur Ausführung ge­langen wirb und dabei auch gleichzeitig die links ber Lahn gelegenen Wohnhäuser mit elektrischem Licht versehen werben.

XX Atzbach. 20. Okt. Trotz der früheren Abneigung herrscht jetzt hier allgemein gute Stimmung für die Zusammenlegung der Feldmark. Die Gemarkuva umfaßt 844 Hek­tar, worunter 242 Hektar Wald sich befinden. Rur durch die Zusammenlegung kann auch hier die Bautätigkeit gefördert werden, denn es fehlt vor allem an Bauvlätzen.

ra. Reiskirchen, 20. Okt. Die durch die 3nruhestandversehung des Pfarrers Trauthig frei gewordene h-esige Pfarrstelle ist dem Synodalvikar Dr. Schmidt aus Burscheid über­tragen worden. Die Amtseinführung hat Super­intendent Wieber von Garbenheim vorgenom- men. Zu der Pfarrei gehört auch unsere Rachbar- gemeinde Rieder-Weh. Pfarrer a. D. Trauthig hat seinen Wohnsitz in Braunfels an der Lahn genommen.

z. Hochelheim, 20. Okt. Der Betriebs­plan, welcher die Grundlage für die Bewirtschaf­tung des G e m e i n b c m a (b e s bilbet, war der­maßen veraltet, daß er unbedingt eines den neu­zeitlichen Verhältnissen entsprechenden Ersatzes be­durfte. In Erkenntnis dieser Notwendigkeit hat die Gemeindevertretung beschlossen, einen neuen B e- t r i e b 5 p I a n aufstellen zu lassen. Die Neuauf­stellung erfolgt durch zwei Forstpraktikanten, die auch für die Gemeinde Vollnkirchen einen gleichen Man auffteUen. In bas hiesiege elektrische Ortsnetz sind jetzt Kraft st ecker eingebaut worden, die den Anschluß fahrbarer Motore, be­sonders solcher zum Getreideausdrusch und zum Brennholzschneiden, ermöglichen lassen.

x. Ebergöns, 20. Okt. Daß das Amt eines Flurhüters nicht begehrenswert ist, ergibt sich daraus, daß in hiesiger Gemeinde niemand zu finden war, der diesen Poften übernahm. Der Flurhüterdienst ift daher dem Flurhüter Watz aus Oberkleen übertragen worden.

fr. Ebergöns, 20. Okt. Der ansteckende Scheidenkatarrh, von dem vor kurzem aus der benachbarten Gemeinde Oberkleen be­richtet wurde, hatte auch unter dem Rindvieh- beftanbe ber hiesigen Gemeinde eine starke Ver­breitung angenommen. Infolge grünolicher Be­handlung der erkrankten Tiere durch einen Butz­bacher Tierarzt ift bie Seuche nunmehr zum Er­löschen gebracht unb somit weiterer Schaben von den oiehhaltenden Landwirten abgewandt.

p. Niederkleen, 20. Okt. Das hiesige Forfthaus erhält zur Zeit einen neuen Ver­putz. der ihm ein geschmackvolles Aussehen gibt Die hiesige planmäßige Förster st elle wird

gemäß einem Beschlüsse des Forstschuhverbandcs nicht wieder beseht; sie ist in eine Hilss- sörsterstelle umgewandelt worden. Derzeitiger'Der- walter der Stelle ist der Hilfsförster Schw e i tz e r von der Dianaburg bei Greifenstein.

b. Volpertshausen. 20. Okt. Wer schon einmal von hier nach Reiskirchen gegangen ist. wird am Dorfausgange einen mehrere Meter tiefen Graben gesehen haben, der nicht nur zur Verschandelung des Ortschaftsbildes beitrug, sondern mit Rücksicht auf die Enge des Weges an ber betreffenden Stelle auch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bildet. Dieser Graben soll jetzt bei Durchführung der Zusammenlegung zugeworfen und das in ihm fließende Wasser durch einen Kanal abgeleitet toerben. 3n Verbindung hiermit wird auch die an der gleichen Stelle bestehende scharfe Kurve eine Abschwächung erhalten. Die für den Kanal ausgeschriebene Lieferung von Zementröhren ist dem Maurermeister Ludwig zu Vollnkirchen übertragen.

Dillkreis.

bl. Dillenburg, 20. Olt. Der hiesige Kriegerverein veranstaltet zur Errichtung eines Kriegerdenlmals in unserer Stadt eine Lotterie. Man hofft, hierdurch den größ­ten Kostenbetrag zu decken.

bl. H e i ft c r b c r g , 20. Okt. Am Sonntag wurde unter zahlreicher Beteiligung der Bevölke­rung unsere neue Schule eingeweiht.

bl. E i s e n r o l h, 20. Oft. In unserer Gemeinde befinden sich noch 28 Erwerbslose, bic z. Z. an dem Straßenbau nach Hartenrod be­schäftigt sind.

Kreis Biedenkopf.

bl. Hartenrod, 20. Oft. Derzeit ist man mit dem Bau einer Verbindungsstraße zwischen der Gemeinde Eisemroth und unfernt Ort beschäftigt. Ein schmaler Feldweg verband bislang beide Gemeinden. Der gesteigerte Ver­kehr mit dem Dill kreis erforderte jedoch, daß an Stelle dieses Weges eine fahrbare Straße geschaffen wurde. Aus Mitteln der produktiven Erwerbsloienfürsorge wird der Bau gefördert. Arbeitslose von hier und der Umgebung voll- führen das Werk. Die Gesamtkosten schätzt man auf etwa 177 000 Marl. 2n aller Kürze wird mit den Walz- und Steinarbeiten begonnen. Man hofft, im nächsten Frühjahr bic Straße fcrtiggefteHt zu haben.

Frankfurt a. M. und Umaeqeud.

Frankfurt a. M, 20. Olt. Die Direktion ber Straßenbahn hat einen Aufruf an bie streikenden Straßenbahner ge­richtet, in dem die Belegschaft aufgefordert wird, bis Mittwoch früh den Dienst auf ben zustän­digen Bahnhöfen wieder aufzunehmen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkomme, habe sich als entlassen zu betrachten. Die Streik­lage ist heute noch unverändert. Die heute abend auf Einladung des Schlichters in Hanau zwischen den beteiligten Arbeitgeber- und Rrbeitnehmer- verbänden stattgefundenen Verhandlungen sind ergebnislos verlaufen.

Turnen, Sport und Spiel. Um die Bezirksttgameisterschaft in Hessen-Hannover.

tz. Also doch wieder zwei ganz ausgefallene Ergebnisse im Bezirk, unb deren unerwartetstes Hann. Münden Hessen 09 Kassel 3:2! Eine feiner Erfolg für die Mündener, bic nun wieder vor den F. C. Wetzlar auf bie üiert- lehte ©teile rücken. Damit entbrennt der Kampt um ben Abstieg von neuem unb heftiger benn je.

Unb weiter: Borussia Fulda-SPiel-- verein Kassel 5:1! Dabei verhütete Sern* schilb im Kasseler Tor ein noch höheres Er­gebnis. Die Zeit ber hohen Ergebnisse für Sp. D. Kassel mit 14:0, 8:1, 7:0 scheint vorbei zu sein, und Borussia zeigte, daß sie an einem guten Tage einer ber besten Mannschaften im Bezirk sein kann.

3m Lokaltreffen S. C. 03 Sport Kas­sel 2:2 lieft man eigentlich ein erwartetes Er­gebnis, trotzdem die früheren 48er Vesser waren unb noch besser zu werden versprechen. Lokal­begegnungen warfen jedoch alle Voraussagen, alle Ansichten und alle besseren Leistungen über den Haufen. 03 Kassel, bie als Eintracht und als 48er stets eine hohe Spielkultur ihr eigen nannten, besinnen sich ihres alten guten Rufes und sind ernstlich dabei, von sich reden zu machen. Die Mannschaft hat Zukunft!

Ein weiteres Derby stieg in Göttingen. S. Vg. 05 3:0. Erstens ist S.Dg. eine

viel kräftigere Mannschaft als die 05er, bie schon mit ihrer alten guten Kunst, die sie bis an die Tabellenspitze brachte, wenig Chancen gegen bic robuste S. Vg. hatten, unb zweitens hat 05 im Sturm sehr nachgelassen. Damit war das Spiel entschieden.

Richt so hoch verdient war der Sieg, wie er im Spiel Marburger S. Vg. Kur- Hessen Kassel mit 1:6 ausfiel. Marburg hat also bis dato in der zweiten Serie noch kein Spiel gewonnen. Rach Halbzeit verwies Schiedsrichter W i n g e n f e 1 d - Fuloa den Kas­seler Linienrichter wegen Parteilichkeit vom Platz.

Dem Resultat nach sehr glatt, aber in Wirk­lichkeit erst im Endspurt, vertrat Gießen 1900s C l f ihren Klub in Osterode mit 5: 2 siegreich. Das Fehlen des Oft er ober Goalmannes nahm deren Hintermannschaft die Sicherheit. Das Loch im Goal wurde, so gut es ging, gestopft und hielt bis kurz vor Schluß, bann aber platzte bie Raht und aus war's mit ber Maurerkunst. 1900 muh sich nun endlich den Anschluß an die nicht absteigenden suchen, und dann ist es immer noch fraglich, ob es ihm gelingt, sich zu halten.

Die Zuschauerzahlen: 1500 in Kassel, 1000 in Göttingen, 800 in Marburg, 300 in Fulda. Osterode und Münden je 200, sind ber beste Be­weis für die Anziehungskraft der Lokalderbys und des Gaumeisters. 3m ganzen im Gau also 4000 Zuschauer zu 132 Spielern. Das umgekehrte Ver­hältnis wäre mehr wert als Punkte und Meister­schaft.

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