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@6 ist eine allgemein verbreitete Ansicht, bah die Angabe non Romen, Berus und Wohnort in Hotels, ®afi bä ufern, Pensionen usw. nicht viel '* - n‘l* ' mit bet man
Kirche und Schule. DekanatSkonferen; Mründerg
• G rün berg. 20 April. Heute <anf> hier erste von bem neugewiiblten Dekan. Pfarrer
" Die Lienststunden des Polizei- amtS ab 20 April sind von 7 Llhr vorm. bis 12i Ufjr mittags und von 2 bis 5 Llhr nachm. Samstags von 7 bis 12 Llhr. Das Meldeamt und die Revierrneldest.llcn sind für das Publikum geöss.ier von 8 Llhr norm. bis 12 Llhr
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sicherlich den Entschlich reisen lassen werden, Zukunft bei der Wahrheit zu bleiben.
Die Vrandversicherungsbeiträgc für 1924.
und Art zu breiten.
In aßen diesen Fällen liegt zwar eine Ur« kundenfälschung nicht vor, wohl aber cincU«bet« tretung nach t? 360 Abs 8 des Strafgesetzbuchs. Danach wird derjenige mit Geld oder Hast bestrast, der sich einen zuständigen Beamten gegenüber eines ialschen Ramens bedient. Run ist selbstverständlich der Hotelbesitzer oder sein Stellvertreter oder Beaustragtcr kein Beamter, er hat aber, was dem Reisenden bekannt sein muh. die Meldungen dem mit der Fremdenkontrolle beauftragten Beamten vvrzutegen. so bah die Täuschung deS Hoteliers als der Mittelsperson zu einer solchen des zuständigen Beamten wird, die unter allen Umständen strafbar ist. Es sind denn auch schon viele Reifende, die sich derartige Scherze leisteten, empfindlich bestraft worden, sogar solche, die nichts weiter verbrachen, alS ihren Rainen mit Absicht recht undeutlich zu schreiben, wodurch der Argwohn der Behörde erst recht erregt wurde, die nun der Sache auf den Grund ging. ES soll auch schon vvrgekommen sein, bah sich der eine oder andre Reisende einen CH amen beilegte, der sich später alS der eines Verbrechers herausstellte, den, die Polizei auf den Fersen war. So etwas führt Dann natürlich zu recht unerquicklichen Erörterungen und Aufklärungen, die in den "Betroffenen
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 21. April 1925.
Die Angabe der Personalien im Hotel
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Deutscher Evangelischer Gemeindetag.
•I« Offenbach, 19. April
Heute wurde hier die 10 Tagung des Deutschen Evangelischen Gemeinde- tages eröffnet. 3m Jahre 1910 gründete Pfarrer D Stoa in Berlin die „Konferenz für Gemeindearbeit", die dem 3deal dient, lebende Gerne.ndcn zu schassen Rach seinem Tode trat an seine Stelle der jetzige Generalsuper- intenbcrU D. Dr. Schian in Breslau, bekannt au« seiner Eichener Hochschultätigkeit Der Ge- meindetag ist aus allen Teilen Deutschlands beschickt.
ßingcleitct wurde die Tagung durch Gemeinde-Festgottesdienste in den Evangelischen Kirchen und einen Iugendgottesdienst In der FriedenSkirche. AlS Festprediger sprachen Pfarrer Krömer von Dresden, Superintendent Sanncil von Magdeburg, Pfarrer D. Säge r von Freiburg i. Br und der hessische Zugendpsarrer Zentgraf von Darmstadt. Eine Gemeindeversammlung, die abends in der Turnhalle der Goethestrnhe stattsand, war gut briucht. Pfarrer Hofmetzer begrühtc die Erschienenen und I) Dr. Schian dankte der Gemeinde Offenbach. Pfarrer D. Düsse von Essen-Rüttenscheid sprach über das Thema „Die Evangelische Gemeinde in Abwehr und Ausbau." Er ging aus von dem allgemein hervortretenden Ruse nach Sammlung der Gemeindekräfte In feste Gemeinschaften Die FreiwilligteikSgemeinde, wie sie 3esu« und seine Jünger geschaffen haben muhte schon in der Sorge um die aufwachsende 3ugcnb und, indem sie sich Satzungen gab, zur Dvllskirche sich ertoetterv. Freiwilligkeitsgemeinden gibt es asio grundsätzlich nur in der ersten Generation, wie auch die Geschichte der Mission-» kirchc und der modernen Sekten dartut. Uns liegt ob, die Evangelische Gemeinde aufzubauen. Das Beste daran tut Gott. Der Gottesdienst bleibt der Mittelpunkt. Um seine Besucherzahl zu heben, kann nur die lausmännischc Regel empfohlen werden Liefert gute Mare, dann kommen die Kunden ganz von selbst wieder." Mit dem Gottesdienst allein ist es nicht getan, es muh Gemcindearbeit hinzutreten, durch tätige Nächstenliebe. Eine solche lebende Gemeinde ir ihrem starken Aufbau braucht keine besondere Abwehr.
Trotzdem die Presse vor einiger Zeit eine auf- klärende Rotiz gebracht hat, herrscht vielfach noch Unklarheit über die Art der Umlegung bet Branbversicherungsbeiträge für 1924, die zur Zeit erhoben werden, auf die Mieter
BiS 5um 1. April 1924 wurden bic Betriebskosten, zu denen die Brandversicherungsbeiträge gehören, auf die Mieter umgelcgt. Don diesem Zeitpunkt ah sind sie in dem jeweils als Reichsmiete festgesetzten Hundertsah der Friedensmiete enthalten. Demnach kann nur der auf das 1. Dierteljahr 1924 entfallende Teil der Drandveriicherungsbeitrage für 1924 noch auf die Mieter umgelegt werden.
Iüflizrnspektor Schroder.
«Yictzcncr Wo chcnmarktp reise,
am 21. April (Händlerpreise).
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 200, Matte 40, Käse 70, Wirsing 35, Weiß, traut 20, Rotkraut 30, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 30, Römifchkohl 15, Unter-Kohlrabi 8, Mischgemuse 20, Grünkohl 20, Feldsalat 100, Tomaten 130, Zwiebeln 30, Meerrettich 60—100, Schwarzwurzeln 70, Rhabarber 35, Kartoffeln 5, Aepfel 15—20, Birnen 12, Dörrobst 35, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120, Rüste 10 Pf. je Pfd., Gier 10, Blumenkohl 60—150, Salat 40, Salatqurfen 150, Lauch 5—10, Sellerie 20 bis 70 Pf. je Stück, Radieschen Dd. 25—30 Pf.
Dornotizen.
— LagcStalender für Dienstag. Stadttheater, 7* : Uhr: ,Die heilige Johanna". — Schutz und Polizeihundspvrtverem. 8 Uhr Restaurant Dippel. Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Aschermittwoch".
— ZirkuS Ca r a h b u t g e r , das seit vielen Jahren bestes bekannte ZirluSunter- nehmen, kommt zu einem mehrtägigen Gastspiel hierher. Er ist kein Unbekannter, doch kommt er diesmal bedeutend vergrößert, mit großem Ausgebot an Menschen und Tieren. Rach den Empfehlungen, bic daS Unternehmen vorausschickt, ist mit Sicherheit anzunehmen, daß es ihm auch hier während seines Gastspiels nicht an Besuchern lchlen wird. (Siehe heutige Anzeige.)
Schmidt in Gründers. geleitete Dekanat S- ! »n f erenx statt, bie von den Geistlichen säst vollzählig besucht war 3u Beginn der Bersauun- lung richtete der neue Dekan herzliche Dor de der 'Begrüßung an seine Amtsbrüder und dankte ganz besonders mxh rövmal fetnem Borgänger. Dekan Ro eschen, der aus Rücklicht auf sein Alter die Dekanatsgeschäfte mcbevgclcgt hatte, indem er die hoben Derdienste des 'Dekans R v e S ch e n hervorhob. her in lchwerer Zeit in hingebenher Treue und amtsbruderlichrr Fürsorge sein 3mt geführt hätte. Die Tagesordming wurde erledigt. Bon allgemeinem Interesse war folgende ®nt schließur.g, die zur Annahme kam
.Die DekanatSlonferenz des 5k» kanats Grünberg beba uert, daß Pfarrer Äorel 1 als cvangellscher Pfarrer für den Zentrumsmann Marr alS Reichspräsidentschaftskandidaten cingctreten ist, weil dadurch eine Derwirrung in unseren evangelischen Gemeinden eintreten konnte "
Besonders erfreut war die Konferenz durch den Besuch des neuen Superintendenten, Ober kircheirrats Dagner aus Darmstadt, der lang« Zahre als Dekan das Dekanat Grimberg her- waltete. Leider konnte er - infolge Zugver- spätung nur noch dem letzten Seile der Der- fanrmlung beiwohnen.
diosus avanciert auS eigener Machtvollkommenheit zum Dr. mcd. ober Rechtsanwalt, der Zauber- künstler erscheint als Prvfesior, ber Porto kaffen - jüngünfl wird zum Herrn Baron, das Liebes- paar zum Ehepaar usw.. ganz abgesehen von den nicht gerade seltenen Fällen, in denen der Gast alle Ursache hat. einen Schleier übet Samen
Turnen, Sport und Spiel.
Boxkämpfe in Köln.
Köln, 19. April. (DD.) Bei den gestrigen Boxkämpfen gewann Domgörgen (Äbtn) gegen Marcel Raillot (Parts), der in der dritten Runde den Kampf aufgab. Der Kampf des Berliner K i a u s ch gegen AmenS (Brüssel) endete unentschieden. In ber zwölften Runde des Kampfes Germain (Brüssel) gegen Enfel (Köln) wurde Gnsel wegen Tiefschlags diSquali- si-iert. ___________________________
es nicht eben sonderstch genau zu nehmen brauche. Und so gibt man denn vielfach eenen Hamen an, ber einem gerade einfällt. Der Pennäler beför- J zmn StudiofuS, ber Stu- eigener Wachtoollkommen- Rechtsanwalt, der Zauber-
laute in die «nzelnen Mmiperresforts gefcdfa werden würden. Die 3crianunhntg fand gegen 11 Uhr ohne Debatte ein Onbe.
•• Allgemeine Kirchcnkvllekte für ein evangelisches Ret tu ngsf uaend- beim. DaS Derordnun^biatt für die Wange- lische Landes st rche in Hessen enthält in ber Ar. 6 ein Ausschreiben an die Dekanate und Pfarrämter. in dem es u. a heißt Aach dem Vorgang anberer deutscher Landesteile und auf Grund zahlreicher Beobachtungen und Erfahrungen auf bem Gebiete der Fürsorgeerziehung und der Iugenbgcrichtshilfe hat man auch in Hessen die Rot Wendigkeit ber Errichtung eines Aufnahme- und Beobachtung-Heims für sittlichgefährdetemännlich «Jugendliche erfarmt und röt solches Heim im Anschluß an die DrziehungSanstalt Äumühle bei Mir- Hausen zu bauen begönnert. Reich und Staat haben nicht unwefenttich zu den Kosten bei geheuert. Sine spürbare Hilfe bedeutet auch bic von den evangelischen männlichen Zugendvereinen des Landes für das Heim übernommene .Patenschaft". Aber das alles reicht nicht aus. um die etwa 30 00? M betragenden Kosten des Reu- baues zu decken. DeshaD hat bte Kirchenvvgierung eine allgemeine Kirchenkvllekte bewilligt, welche an einem Sonntage tn der Zeit vom 1 Mai bis 1. September erhoben werden soll. Sie wollen die Kollekte der Gemeinde herzlich empfehlen und darauf hinwetsen, daß ber Rettungshausverband hier in Hessen cm Merk leistet. baS von größter Wicht takelt für bic Erziehung unseres Dolles ist und deshalb die tatkräftige Unterstützung aller verdient, die sich bewußt sind. waS das Evangelium für die Erziehung jugendlicher Menschen bedeutet.
•• Personalien. Ernannt wurden der Forstasfellor 3brg Schlotterer aus Kesselbach (Kreis Gießen) vom 1. Mai an zum Oberförster: ber ©tubienrat an dem Ltchrerseminar (Aufbauschule) zu Friedberg Dr. Rudolf Reumann zunt Studienrat an der Oberrsalschule und höheren Landwirtschaftsschule -u Groß- ilmftabt
•• Fernschnellzuge. Mit dem Znkrast- trclen des Svmmerfahrplans am 5. Juni werden auf einigen HauptschnellzugSlinien wieder Fern- schnellzüge mit erster und zweiter Wagcnllafse cingefubrt Für die Besetzung dieser Züge »st ohne Rücklicht auf die Länge bet zu burchsahren- den Strecke ein Einheitszuschlag in Höhe des doppelten SchnellzugSzuschlageS der Zone 3. also 12 Mark in erster und 6 Mark m zweiten Klasse zu zahlen.
fpd. Dom Verband für Jugendherbergen. Die Jahres-Hauptversammlung des Aus- schusses Mai-Lahn-Fulda fand dieser tage unter [tarier Beteiligung in Frankfurt a.M. statt. Der Ausschuß besitzt jetzt 76 Herbergen, darunter ein Eigenheim in Marburg. Weitere Eigenheime sollen demnächst in Schloßborn und Limburg eingerichtet werden. 9m Derbandsgebiet übernachteten im Jahre 1924: Dolksschuler, mannl. 4183, weibl. 14dl, höhere Schüler, mänl. 12 767, weibl. 2696. Sonstige: Männliche: 11380, weibl. 2205. Die meistbesuchten Herbergen waren Frankfurt von 7405, Gersfeld von 4866, Marburg von 2305, Fulda von 1922, Bad Homburg von 1739, Aschaffenburg von 1525, Rü- deeheim von 1380, Wellburg von 1042, Büdingen von 1005, Gießen von 973 Wanderern. Der Gesamtumsatz betrug 531 152 Mark. Der Ueberschutz der Lotterien ergab 39 086 Mark. Aum Vorsitzenden wurde Stadtrat Rektor Iasperi-Frankfurt a. M. gewählt. Zu Beisitzern wählte man u. a. Dr. Flörke-Gietzen, I. Dauer, Karl Schönhord und Kowall aus Wiesbaden. Für das Uebernachten zahlen die Zugendlichen unter 18 Jahren und Studenten 20 Pf., die übrigen Jugendlichen 50 Pf.
*’ Der Vogelsberger Hohen - Elub baut, in richtiger Erkenntnis seiner hohen Aufgabe im Dienste des Vaterlandes, ein geräumiges und gemütliches Fugendheim auf der Herchenhainer Höhe. Unweit des Ehrenmals für feine Gefallenen, soll cs mit der ganzen Hohe eine geweihte Stätte werden, ein Wallfahrtsort, wo sich die Jugend immer wieder erholen kann von den Anstrengungen des Alltags, von wo sie stets neue Kraft heimbringt für die beharrliche Arbeit an sich selbst und im Dienste des Ganzen. Hier sollen stst die Jugendlichen all- jährlich zu ernsten Beratungen Aufammenfinben; hier sollen Führertage mit praktischen Wander- kursen veranstaltet werden. Daneben soll sich aber das Heim auch organisch einfügen in das Retz der deutschen Jugendherbergen: es nimt alle wandernden Iungmänner und Jungfrauen unter denselben Bedingungen auf, wie die Herbergen des Deutschen Verbandes für Jugendherbergen. Zur tätigen Mithilfe (Geldspenden usw.) an diesem edlen Heimat- werk für die Zukunftshoffnung unseres Volkes sind alle berufen, die es mit Volk und Vaterland gut meinen.
•• Goethe-Bund. In der Sitzung des vergangenen Sonntags sprach der Dundeswart über Erziehung und Unteridjt im alten Griechenland. Nach dem Vortrag wurde der neu eingerichtete Lese- tisch des Bundes eröffnet, den manschon lange er- strebt hatte und der nun namentlich durch die un- eigenniitzigen Zeischriftenspenden einiger Mitglieder zur Wirklichkeit geworden ist.
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•• Wählerlisten einsehens Morgen ist ber letzte lag zur Einsichtnahme in die 'Wähler- listen (7( bis 12i llhr vormittags, 2t bis 6 Uhr im ctabtbaufr Bergstraße, Zimmer 14). Stimmberechtigt ist nur. wer an seinem Wohnorte in die Stimmliste eingetragen m ober einen Stimmschein besitzt. Wer in der Zett feit ber Auslegung der Stimmlisten für den 1. Wahlgang seine Wohnung in einen anderen otimmbcürt vericat hat. oder infolge Erreichung des Wahlatters wahlberech- Uflt geworden ist, veriöume nicht, sich durch Einsichtnahme zu vergewissern, daß er in die ehmm- liste seines jetzigen Wohnbestks eingetragen tft Stimmberechtigte, die am Tage der Reiel-sprästden- tenwahl von thron Wohnorte abwesend sind, können sich einen Stimmschein ausstellen lassen und damit in jeder beliebigen deutschen Gemeinde wählen.
** Wahlscheine sollen jenen Wahlberech- tifltenbic Ausübung des Wahlrechtes ermöglichen, bic am Wahltage aus beruflichen oder fonftigen Gründen vom Wohnort ober zuständigen Wahlbezirk abwesend sind. Diese Wahlscheine werden von der Gemeinde des Wohnortes b;w. bisherigen Wohnortes ausgestellt. Inhaber von Wahlscheinen fönnen gegen deren Abgabe in jedem beliebigen Wahlbezirk der jeweiligen Aufenthaltsones wählen. Anstalten, deren Fnsasten infolge Krankheit oder Gebrechlichkeit einen Wahlraum außerhalb des Hauses nicht aufsuchen können (öffentliche ober prnoatc .Krankenhäuser ober Kliniken, Lazarette, Entdin- bungs-, Wöchnerinnen-, Pfründner-Anstalten usw.) werden zu eigenen Wahlbezirken gestaltet. Solchen Wahlberechtigten wird, wenn sie in eine Wählerliste eingetragen sind, ein Wahlschein ausgestellt. Die Ad. stimmungszcil in Srancen- und PsiegeranstatteN nsw. kann entsprechend der Zahl der Wahlschein- inhaber auf 1—2 Stunden beschränkt werden.
** Das Kreuz in den Kreisl Auch bte letzte Wahl hat gezeigt, daß zahlreiche Wähler ihrer Stimme dadurch verlustig gegangen sind, daß sie den Stimmzettel nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet hatten. Das Gesetz schreibt vor, daß die .Kennzeichnung auf dem Stimmzettel durch ein Kreuz ober Unterstreichen oder in sonst erkennbarer Weise zu erfolgen hat. Ungültig sind Stimmzettel unter anderem deshalb, weil aus ihnen der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Es wird deshalb bem Wähler bringend empfohlen, den Stimmzettel ausschließlich durch ein Kreuz in den Kreis zu kennzeichnen. Bei allen anderen Kennnzeichnungeu, wenn sie nicht peinlich genau ausgeführt sind, läuft der Wähler Gefahr, daß (ein Stimmzettel nachher von dem Abstimmungsvorstand für ungültig erklärt wird, weil nach dessen Ansicht der Wille des Abstiminenden nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Das einzige Mittel, sich vor UngültigkeitserNärung seines Stimmzettels zu schützen, ist sonach, daß der Wähler das Kreuz in dem Kreis anbringt.
*• Was ber Abstimmungsvorstand i m Wahllokal vermeiden soll. Wie ber Amtliche Preußische Pressedienst erfährt, wurde an den amtlichen Stellen bekannt, daß in verschiedenen Abstimmungsbezirken die Abstimmungsvorsieher oder Beisitzer Abzeichen trugen, aus denen ihre politische Einstellung zu ersehen war. Da der Abstim- mungsoorstand bei seiner amtlichen Tätigkeit das Vertrauen der gesamten Bevölkerung genießen soll, bezeichnet der preußische Minister des Innern als überaus unerwünscht, wenn zum Abstimmungsoorstand gehörige Personen bei Ausübung ihrer amtlichen Tätigkeit derartige Abzeichen tragen. Der Minister ersucht daher die Nachgeordneten Behörden, darauf hinzuwirken, daß dies unterbleibt.
•• Zur Reichs Präsidentenwahl sprach gestern abenb Pfarrer Korell. M. d. R., in der Turnhalle vor ehrcr vom Ortsausschuß Gießen des Dolksblocks cinbmifmen öffentlichen Wählerversammlung. Da der Hauptredner des Abends mit starker Derspätung eintraf, schilderte in der Zw^chenzeit Studienrat Schön Entwicklung und Ausgaben des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold. In vorgerückter Stunde begann dann Psarrer Korell seinen Dortrag. Er versuchte den Appell an das Gefühl der Dankbarkeit und Ehrfurcht, das er selbst dem Feldmarschall Hin- d e n b u r q gegenüber in offener Weise zum Ausdruck brachte, zu entkräften durch den Hinweis darauf, daß Politik Dache des Derstandes und das Wissen um das Mögliche bedeute. Gr schilderte Hindenburg als ernsten, aufrechten Mann voller Pslichtbewußtsein und Treue, der daS gegebene Versprechrn halten werde und auch an der Spitze der Republik alle Kräfte zum Wohle des Daterlandes einsetzen werde. Wenn er sich als evangelischer Pfarrer für den Ulrtamon- tonen Marx einsehte. so tue er das. wett er glaube, daß die Rel'gion geeignet sei, große Dolksteile über die Parteien hinaus zusammenzuschließen und weil sie mit polittschen Macht- fragen seiner Ansicht nach nichts zu tun habe. Er versicherte, daß kathol kchen lieber griffen tn der Innenpolitik mit Leichtigkeit entgegenzutrcten fet Zuletzt betonte der Redner, daß Fachmänner in den Ministerien die ungeeignetsten Letter seien, wie das Kabinett Cuno bewiesen habe, und er gab der Ansicht Ausdruck, daß unter der bevorstehenden Präsidentschaft HindenburgL wteder Fach


