Ausgabe 
20.6.1925
 
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Bilder ausgesetzt worden.

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rungsrat Prof. Wunderer.

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auszusprechen.

kes

der Be>

Gemälde-

17. 3uni Gemälde-

die die

Das Storthing entbietet Ihnen und Ihren Ka- meroden ein herzliches Willommen nach der kühnen

Der König telegraphierte:

Die Königin und ich entbieten Ihnen und Ihren Begleitern ein Willkommen. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz sowie dafür, daß Sie abermals dem Namen Norwegens Ehre gemacht haben.

Der kommandierende Admiral erhielt die tele­graphische Nachricht, daß das SchisHeimdal"

(Beifall.)

Abg. Schmidt- Hirschberg (D. Dp.) be­dauert unter Zustimmung des Houses, daß bei der Besprechung einer so wichtigen Angelegenheit wie der Hilfe für Oberschlesien so wenig Abgeordnete im Saale ßnd.

Abg. Lemmer (Dem.) meint, die mit Polen schwebenden Handelsvertragsverhandlunzen soll­ten der Reichsregierung Gelegenheit geben, nicht nur privatwirtschaftliche Interessen, sondern auch

nationalpolit sche zur Geltung zu bringen, was ihr leicht fallen würde, da Polm auf das Zu­standekommen des Handelsvertrages angewresen sei. Damit ist die Besprechung der Interpella­tionen beendet.

galerie acht Gemälde im Werte von 50000 Mark durch Einbrecher entwendet worden. Der Dieb hat die Gemälde aus dem Rahmen herausgenommen. Es sind dies: OstadeDer

Gefärbte Vögel.

Die Farben im Gefieder mancher Vögel sind schönsten, die die Äatur darbietet, aber über Entstehung und die Zusammensetzung dieser

behörücn noch keine Verfügung ergangen, die Warenein- und ausfuhr oder den Personen­verkehr and.rs zu behandeln, als es bisher üblich war. Wer-.7 von deutscher noch von polnischer Seite Ist bet Zollkrieg ausgenommen worden. 3it polnischen Kreisen ist man immer noch zu- ve.sichtlich. Es verlautet sogar, daß in den Brn- handlungm zwischen den beiden W.r.schaftsdelc- gationen. die weiter geführt würden, ein provi­sorisches A b k o m m e n zustande kommen würde.

Deutscher Reichstag.

Polizei, Technische Nothllfe, Gesund­heitswesen.

Berlin, 19. Iuni. Unter lebhaftem Beifall des Hauses teilt Präsident Lobe mit, daß er im 'Hamen des Reichstages und des deutschen Volkes dem kühnen Rordpolfahrer und Ratur­forscher Amundsen herzliche Glück­wünsche zu seiner gesunden Rückkehr telegra­phisch ausgesprochen habe.

In der fortgesetzten Etatsberatung des Haushalts des Innenministeri­ums spricht sich dann Abg. Drewitz- Berlin (Wirtsch. Vgg.) für die Bewilligung der Etat­position für die Polizei aus. Auch die Tech­nische R o t h i l f e sei heute noch in vollem Umfange ohne Etatsabstriche erforderlich, weil die Gewerkschaften gegenüber den Radikalen das Heft doch noch nicht in der Hand hätten. (Beifall.)

Abg. Cremer (Dt. Dp.) fordert eine grö­ßere Konzentrierung derPolizei und billigt die Tätigkeit des Reichskommissars für die öffentliche Ordnung. Der Zeitpunkt der Ent­behrlichkeit der Technischen Rothilfe sei zwar vorauszusehen, im gegenwärtigen Augenblick aber noch nicht erreicht.

Staatssekretär Zweigert: Ich halte es für den größten Erfolg eines Führers der Techni­schen Rothilfe, wenn es ihm gelingt, auf die streikenden Arbeiter so einzuwirken, daß sie die Rotstandsarbeiten selbst vornehmen. In den Arbeitsgrundsätzen der Technischen Rothilfe kommt zum Ausdruck, daß bei Streiks eine Füh- lungnahme mit den Gewerkschafts­vertretern ausgenommen werden soll. Bei der I Aufstellung der Technischen Rothilfe sind die von den drei großen Gewerkschaften namhaft ge­machten Dertrauensleute herangezogen worden. Der Zusammenarbeit mit den Vertrauensleuten ist abträglich der Beschluß der Freien Gewerk­schaften, daß keines ihrer Mitglieder der Tech- j nischen Rolhilfe angehören kann. Trotzdem hält die Technische Rothilfe ihre Beziehungen zu den Freien Gewerkschaften aufrecht. DieTechnifche Rothilfe wird nur auf behördlichen Anruf undbei behördlicher Anerken­nung eines Rotstandes eingesetzt. Gegenwärtig ist trotz der Derantwortungsbereit- schast der Gewerkschaften der Moment kür die Auflösung der Technischen Rothilfe noch nicht gekommen. Deshalb dürfen im Etat auch keine Abstriche mehr vorgenommen werden.

Abg. Dr. gticf (Völk.) erklärt, daß die Völkischen den Anträgen auf Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern zustimmen wür­den. Die hohen Polizeiausgaben seien eine Folge der Zertrümmerung des alten Heeres. Mit Bezug auf die neue Rote der Alliierten erklärte der I Redner, daß der Deutsche Reichstag es ablehnen müsse, Gesetze nach dem Willen der Feinde zu machen.

Damit schließt die Debatte über die Kapitel Polizei, Technische Rothilfe und Reichskommis- t sariat für öffentliche Ordnung des Etats des ».Innern. Die Anträge gegen den bayrischen Aus- 1 nahmezustand werden an den Rechtsausschuß $ überwiesen. Die Abstimmung für die Anträge zum Kapitel Technische Rvthilfe werden wegen der überaus schwachen Besetzung des Hauses zurückgestellt.

Das Haus wendet sich dann der Beratung des Etatskapitels des Innern

Gesundheitswesen

zu. die mit einer Interpellation. des Zentrums verbunden wird, die sich für die oberschlesischen Flüchtlinge und Verdrängten ein- seht und die biS jetzt getroffenen gesetzlichen Regelungen als unzulänglich bezeichnet.

Abg. Ulitzta (Z.) begrüßt die Inter­pellation und hebt hervor, baß die Wohnungs­not und Erwerbslosigkeit unter den bei der Abstimmung treu zu Deutschland gestanden rn Oberschlesiern erschreckend überhand nehme. Die Arbeistlosigkeit sei in keinem anderen Teile Deutschlands so groß, tote in Oberschlesien. Be­sonders setzt sich der Redner unter Zustimmung seiner Parteifreund«: für die Lehrer ein, die in erster Linie für das Deutschtum in Ober­schlesien geworben hätten. Die Entwicklung der Dinge in Oberschlesien müsse zur Wiedervereini­gung deS ganzen Landes mit Deutschland führen. Durch eine wesentliche Hilfe für die Deutschen

Aus aller Welt.

Eisenba^nstalastrophe in Amerika.

Während eines starken Gewitters ereignete

bei Hackettstown (Reu-Iersey) ein schweres Eisenbahnunglück. Der Zug fuhr des Rachts von Ehikago nach Hoboken, wo ein Teil

Verschärfung der Lage in China.

Beschleunigte Verhandlungen gefordert. - Die englischen Freiwilligen in Bereitschastsftellung.

Leiermann", BegaDie lustige älnterhaltungE, Wilhelm DietzDas Derhör", A. Kaufmann Unterhaltung in der Sennhütte", Waldmüller Sonntag Rachmittag", PistoriusDer Sorfri geiget, Lovis EorinthBildnis der Frau Kommerzienrat Simon" und Willi Stöwer Panzergeschwader". Die Kriminalpolizei ist be* nachrichtigt und von der Stadt eine Belohnung! von 1000 Mark für die Wiedererlangung bei;

Der größte Staudapim der Welt.

In Sennar Makwar am Blauen Ril, 175 Meilen südlich von Carturn, ist der größte Staudamm der Welt fertiggestellt worden. Durch einen 60 Mellen langen Kanal mit Hunderten von Abzweigungen wird eine groß­zügige Bewässerung der Ebene bei Gezira und damit eine bedeutende Förderung des Baum­wollanbaues ermöglicht. In der Tleberschtoem- mungsperiode bildet das Flußbett mit dem neuen Damm ein 50 Meilen langes Staubecken.

rufung eingelegt. Das Kammergericht fam^in beiden Fällen zur Verwerfung

Fahrt mit dem Dank für Ik)ren Mut und Ihre Tatkraft zum Nutzen der Forschung und zu Ehren unseres Landes.

heute abend von der Kingsbay nach der Lady Franklins Bay abgeht, um die dagelassenen Flug­zeuge zu holen.

rufung.

Diebstähle in der Königsberger galerie.

In der Rächt vom 16. bis zum sind aus den Räumen der städtischen

Wettervoraussage.

Winde unverändert aus nördlicher Richtung, heiter bis wolkig, etwas milder, meist trocken.

Rach dem Durchgang eines Hochdruckaus­läufers durch Mitteleuropa ist die Bildung un­serer Wetterlage nun wieder dieselbe tote zuvor. Im Rordosten liegt das Tiefdruckgebiet mit seinem Kern über dem Baltikum, im Westen ein langgestrecktes Hoch, dessen Kern westlich von Ismnd lagert. Die von Rorden einströmende kalte Lust hat auf dem ganzen Kontinent die Temperaturen auf 10 bis 15 Gr. sinken lassen, während bei stark bedecktem Himmel die Wänne- einstrahlung nur gering war. Bei Rachlassen der Bewölkung werden die Temperaturen etwas steigen.

Deutsche Kriegsschiffe in Norwegen.

Oslo, 19. Juni. (WTB.) Die deutschen KriegsschiffeHannover" undElsaß" warfen heute im hiesigen Hasen Anker. Außer dem gewöhnlichen Flaggensalut wurden anläßlich der Rückkehr Amundsens weitere 21 Schüsse abgege­ben. Der deutsche Gesandte ging am Rach- mittag an Bord. Am Mittwoch setzen die Schiffe .ihre Reise fort.

Hauptmann verllagt den Rundfunk.

Vor dem Berliner Kammergericht als Be­rufungsinstanz wurden die Klagen Gerhart Hauptmanns und Hugo v. Hoffmanns­thals gegen zwei Rundfunkgesellschaf- ten verhandelt. Die Rundsunlge'ellschaften wa­ren vom Landgericht zu Schadenersatz verurteilt worden, weil sie zwei Werke der Kläger ohne Genehmigung der Autoren aufgeführt hatten. Außerdem wurde ihnen das weitere Senden der Werke durch einstweilige Verfügung untersagt. Die Rundfunkgesellschasten hatten dagegen Be-

Die Ablösung öffentlicher An­leihen im AuswertnngsQUsschuß

Berlin, 19. Iuni. (Wolff.) Im Auf­wertungsausschuß des Reichstages äußerte sich heute Reichsbankpräsident Dr. Schacht zu dem Gesetzentwurf über die Ablösung öffent­licher Anleihen. Er wies darauf hin, daß jede Auswertung für die deutsche Wirtschaft eine ungeheure Belastung bedeutet. Rach seiner Anschauung wäre es der richtige Weg gewesen, wenn man die durch die Inflation Verarmten durch soziale Hilfsmaßnahmen unter­stützt hätte. Cs sei ganz abwegig, bei solch außer­gewöhnlichen Ereignissen, wie Erdbeben, Welt­krieg, Inflation und ähnlichen unerhörten iln- glüden von Treu und Glauben zu sprechen. Das Reich habe selbstverständlich die Pflicht, seinen durch ein solches entsetzliches ülnglück geschädigten Mitbürgern zu helfen, aber durch soziale Hilfe. Die Inflationsgeschädigten seien ebenso vom älnglück des Vaterlandes getroffen, wie die­jenigen, denen im Kriege der Ernährer toeg- geschossen wurde oder die ihr ganzes Hab und Gut im Stich lassen mußten, wie die Kolonial- deutschen.

Wenn Deutschland unter die Vergangenheit einen Strich machte, so würde das keine Schwä­chung, sondern eine Stärkung der Kreditfähigkeit des Deutschen Reiches bedeuten. Er hielte es für richtig, die Aufwertung der privat- rechtlichen Forderungen gegenüber den öffentlichen Anleihen zurückzu­schrauben. Er mache schon jetzt darauf auf­merksam, daß die privatrechtliche Aufwertung über die deutsche Wirtschaft eine solche geldliche Belastung herausführen würde, daß dasselbe Gre­mium, das jetzt diese hohe Aufwertung be­schließen will, sich würde versammeln müssen, um i den Fehler so gut wie möglich wieder auszu­gleichen. Zum Schluß riet der Reichsbankpräsi­dent dazu, bei neu auszugebenden Anleihen den Grundsatz des gebundenen Besitzes festzuhalten, damit der Spekulation nicht Tür und Tor ge­öffnet werde.

Färbungen weih man bisher noch recht wenig. Man hat festgestellt, daß die Rahrung, die ein Vogel zu sich nimmt, die Färbung seines Gefieders beeinflussen kann. So verändert man z. B. das Federkleid der Kanarienvögel dadurch, daß man der Rahrung Cayenne-Pfeffer oder die Hülsen von spanischem Pfeffer beimengt; das gewöhnliche helle Gelb der Kanarienvögel verwandelt sich daraufhin in einen schönen Orangeton. Auch die Umfärbung von Tauben hat man auf diese Weise erreicht. So hat kürzlich ein amerikanischer Gelehrter Dr. Sauer- man Tauben gezüchtet, die er mit einer Nahrung aufzog, der unschädliche Anilinfarben beigemischt waren. Durch die Verwendung eines Färbemittels erhielt er Tauben, die in einem kräftigen Rot strahl­ten, und mit einem anderen Färbemittel gelang eS ihm sogar, blaue Tauben zu erzielen. Im Lon­doner Zoologischen Garten hat man jetzt an zwei afrikanischen Tuvalus merkwürdige Versuche vor­genommen. Diese Vögel haben scharlachrote Federn, aber diele Farbe ist nicht beständig, und wenn die Vögel einem starken Regen ausgesetzt sind, so Der- blaßt ihr Gefieder zu einer rosa Tönung. Steckt man die Federn der Turakus in heiß Waffer, so kann eine schöne Umfärbung erzielt werden, da sie bann ein helles Grün annehmen. Die Vögel mit der schönsten Färbung, die es in der Welt gibt, sind wohl die Paradiesvögel von Reu-Guinea. Die Krone dieser Vögel ist ein wundervolles Oran­ge; die Brust zeigt eine tiefe Rotweinfarbe, die von einem samtenen Schwarz umrahmt ist. Die Deine sehen aus wie blaues Porzellan. Aut jeder Sette hat der Vogel Federn, die denen der Pfauen ähn­lich sind, und vom Schwanz gehen zwei lange Fe­dern aus, die sich zu einem vollkommnen Kreis zusammenfügen. Manche Kolibris schillern in so glühenden Farben, daß man sie nur alslebendige Edelsteine" beschreiben kann; aber die mannigsach- ten und leuchtendsten Färbungen linden sich bei )en Papageien.

Kunst und Wissenschaft.

Musikleben.

Am 27. Juni gastiert in Darmstadt auf Ver- anlassung der städt. Akademie für Tonkunst das Orchester der Wiener S t a a t s o p e r unter Lei­tung von Generalmusikdirektor Bruno Walter in Darmstadt. Das Orchester ist auf einer Konzc: ise begriffen, auf der folgende Städte berührt uk ?n: Breslau, Berlin, Lübeck, Hamburg, fDlagbc. arg, Essen, Köln, Darmstadt, Baden-Baden, Mannheim, Stuttgart, Nürnberg, München. Das Orchester wird folgendes Programm zum Vortrag bringen: Beet­hoven: Leonoren-Ouvertüre. Mozart: Symphonie -Dur. Mahler: 1. Symphonie V-Dur.

Am Freitag mittag sind in Berlin die W i e n e r Philharmoniker, insgesamt 90 Herren, ein­getroffen. Sie wurden von der Vertretung der öster­reichischen Gesandtschaft und der Stadt Berlin sowie von zahlreichen Verehrern ihrer Kunst begrüßt. Na­mens des dienstlich verhinderten Präsidenten des österreichisch-deutschen Volksbundes, des Reichstags­präsidenten L o e b e, hielt Abgeordneter Dietrich eine Ansprache, in der er Grüße des Präsidenten Loebe überbrachte und daraus hinwies, daß die Musik allen deutschen Stämmen gemeinsames Gut sei. Die Pflege der geistigen und künstlerischen Ge­meinschaft sei Voraussetzung für die Weiterverfol­gung der Pläne des politischen Anschlußes Oester­reichs an das deutsche Vaterland. Der Redner schloß mit einem Hoch auf Oesterreich. Namens der Gäste dankte der Vorsitzende der Philharmoniker, Regie-

bet Reisenden die Schiffe besteigen wollte, die sie nach Deutschland bringen sollten. Rach einer Meldung ist durch daS Gewllter das Dahngleis unterspült wcrdm, so daß ein Dammrutsch erfolgte, während nach Mitteilungen Ueberleben- der außerdem der B l i tz in den Zug eingeschlagen haben soll. Die Eisenbahnwagen stürzten den hohen Bahndamm hinunter, überschlugen sich und gingen in Trümmer.

Abgesehen von sieben Mitgliedern des Fahr­personals sind sämtliche Tote und Verwundete wohlhabende Deutsch-Amerikaner; 182 Passagiere gehörten einer Reisegesellschaft von 250 Personen an, die zur Tausendjahr­feier des Rheinlandes nach Koblenz fahren wollte und von dort nach München, Stuttgart, Frankfurt a. M. und Mainz zu reifen beab­sichtigte.

Rach den neuesten Rachrichten dürften von den schwerverwundet eingelieferten Opfern der Eisenbahnkatastrophe noch drei ihren Verwun­dungen erliegen, so daß mit einer Gesamtzahl von 51 Toten zu rechnen ist.

Von den deutschen Passagieren sind 126 mit einem besonderen Zuge nach Hoboken gebracht worden, wo sie an Bord derRepublik" gingen. Die ^Überlebenden loben die aufopfernde Hilfs­tätigkeit der in der Nähe wohnenden Farmer, die wenige Minuten nach der Katastrophe an der Tlnglucksstelle eintrafen. Hilfe aus den um­liegenden Städten kam erst eine Stunde später, da die Telegraphendrähte zerrissen waren. Beim Schein der Caterne wurde eine große Anzahl der Verunglückten von den Farmern und ihren Arbeitern unter den Trümmern hervorgezögen.

Deutsches Beileid.

Wie das W. T. D. erfährt, ist der deutsche Botschafter in Washington angewiesen worden, anläßlich des Eisenbahnunglücks bei Hackettstown der Regierung der Vereinigten Staaten das Bei­leid der Reichsregierung und des deutschen Dol-

Die Streikenden hab.n von der Sowjet­regierung eine weitere Summe in der Hohe von 10 000 Pfund empfangen. Die von den bn- tischen Arbeitergewerkschaften an die chinesischen Streikenden gesandten Gratulationstelegramme haben die Chinesen zu der Auffassung gebracht, daß die britische öffentliche Meinung mit ihnen fei Den verbreiteten Flugblättern zufolge soll der Generalstreik am 25. d. Mts. beginnen.

In Peking ist die Lage ruhig. Wie di« Daily Rews" aus Schanghai berichtet, sind die Verhandlungen für die Lösung der Schanghai er Frage infolge von Forderungen der chinesischen Delegierten, die in keiner Beziehung mit den Zwischenfällen stehen, zusammengebrochen. Die Kommission des diplomatischen Korps, die den chinesischen Delegierten zum drittenmal zu­sammentrat, habe diesen gewisse konkrete Vor­schläge ausgehändigt, die nach Ansicht der Kom­mission eine Basis für öle Beilegung der Zwischenfalle bildeten.

Die Finanzierung desAufsiandes

Reuter erfährt von maßgebender Seite, daß das Derkehrsministerium an die Telegraphen-, Post- und Eisenbahn-Angestellten einen Befehl erlassen hat, nach dem jeder Angestellte einen Beitrag zum Streikfonds zu leisten hat.

Rach den letzten Rachrichten bereiten die Studenten auch in 2 s ch a n g eine fremöenfeinö- licke Bewegung vor. In § an tau haben zahl­reiche Ausländer Zuflucht an Bord der dort liegenden Kanonenboote ge­sucht. In Shunging ist ein neuer Aufruhr aus- gebrochen, der britische Konsul und andere Aus­länder sind gezwungen worden, die Stadt zu ver­lassen. Der Verkehr ins Innere d er Mongolei ist gesperrt. Weitere

rusfische Munition für den christlichen General Seng

soll unterwegs sein. Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß das neue Vorgehen der Stu­denten von der Regierung unterstützt wird.

in Oberschlesien könne der Weg zur Wieder- ß

Vereinigung am besten geebnet werden. (Lebhaf- Ää-HlpjC ttl VJlGVORROe

Ein/ sozialdemokratische Interpellation in glei- 19: (WB.) Wie amtlich aus

cher Angelegenheit begründet Abg. Stelling Fez beichtet wird, hat nördlich von Ouezzan (Soz.). Der Redner verweist auf die in Oberschlesien bm Allad eine manövrierende f r anzofische unhaltbar gewordenen Wohnungsverhältnisse. Allein u lebhaftem Kainpfe einen vor-

für die um ihres Deutschtums willen aus Polen ^schobenen Posten befreit. Eine irn Gebiet von Vertriebenen müßten 7-8000 Wohnungen gebaut Neni Mesgüda operierende Abteilung wurde p von Dissidentenstämmen bei Fellakine heftig

In seiner Beantwortung der Interpellation angegriffen, konnte jedoch^das gesteÄe Ael er­weist Staatssekretär Zweigert darauf hin, daß reichen u,ck> soll dem Feind beträchtlichen Schaden die Aufgaben der Flüchtlingsfürsorge den Ländern zugefügt Haven

übertragen seien. Trotzdem habe die Reichsregie­

rung den Willen, weiter, wie sie es bisher schon OMÜchtDÜnfche für AmUNdieN.

getan habe, dazu beitragen, daß die beklagenswerten tDluatwUiqaje «luunu^iu

Zustände in Oberschlesien bald beseitigt würden. Es O s l o, 19. Juni. (WTB.) Anläßlich der Rück­seien Maßnahmen dahin getroffen, daß die Woh- kehr Amundsens nach Spitzbergen prangt die nungsnot in Oberschlefien in absehbarer Zeit be- ganze Stadt in reichem Flaggenschmuck. Eine seitigt sein werde. große Anzahl von G l ü ck w u n s ch t e l e g r a m -

Abg. d. Lindeiner - Wildau (Dntl.) hebt her- men wurde au Amundsen abgesandt. Die heutige vor, daß man Oberschlesien solange nicht endgültig Sitzung des Storthing wurde mit einer Rede des helfen könne, solange dieunnatürlicheGrenz- Präsidenten Lykke für Amundsen eingeleitet, die regulierung nicht beseitigt sei. Die oberschle- die Abgeordneten stehend anhörten. Die Absendung fische Frage dürfe innerhalb Deutschlands nicht als folgenden Telegramms wurde einstimmig be- Parteifrage behandelt werden. Die Oberschlesier | schlossen: hätten im Weltkriege gezeigt, daß sie für Deutschland zu bluten bereit seien, damit hätten sie verdient, daß sie in Deutschland menschenwürdig leben könnten.

Peking, 19. Juni. (WTB.) Reuter. Das chinesische Kabinett erörterte die gestrige Note der interessierten Mächte. Das Außenamt wurde angewiesen, eine Antwort abzu- sassen, in der die Angaben der Note bestritten wer­den. Zwei Brigaden des Kriegsministers Wukwanghein sind in der Umgegend von Peking eingetroffen, wie es heißt, als besonderer Schutz für die vollziehende Gewalt. Marschall Tschang- tsolin entsandte ebenfalls ein Bataillon für den Polizeidienst in Peking.

Ein DermiMungsversuch.

London, 20. Iuni (TU.). Wie aus Pe­king gemeldet wird, haben die beteiligten Ge­sandten den chinesischen Außenminister benachrichtigt, daß sie s o f o r t Verhandlung gen zu einer gütlichen Regelung der Lage in Schanghai zu eröffnen wünschen. Falls die «chine­sische Regierung es wünsche, werden die aus­wärtigen Delegierten bet ihren Regierungen um die Erlaubnis ernkommen .die chinesischen Vor­schläge über eine Reorganisation der internatio­nalen Riederlassungen in Schanghai zu erörtern.

CEirt Zwischenfall.

Eine Bande von Chinesen bemächtigte sich des englischen H a n d e l s d a m p s e r s, der zwischen Hongkong und Macao verkehrte. Der Streik hat sich auf die Mannschaft der bri­tischen Küstendampfer ausgedehnt.

Generalstreik gegen England?

London, 20. Juni (TU.). Infolge des Fehlschlages der Schanghaier V.r- handlungen zwischen den Vertretern der Mächte und Chinas über den Streik in Schanghai hat sich die Situation in Schanghai bedeu­tend verschärft. Sin

allgemeiner Streik in ganz China gegen die Engländer

soll geplant fein. In Kanton, wo die Kom­munisten am Ruder sind, ist ein Boykott bn- tischrr, japanischer und amerikanischer War.n erklärt worden.

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