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Der neue Superinrendent der Superintendentur Giehen.

2lS Rachfolger deS am 1. 3anuar M. 3s. in den Ruhestand versetzten Siebener Super­intendenten D Petersen ist jetzt der Pfarrer Karl Wagner au3 Da.ma stad ;um Super- intendenlcn der Superintendentur Drehen ernannt worden.

Superintendent Karl Wagner ist ein geborener Ober Hesse. ®r wurde am 3. Sep­tember 1870 zu Grebenau, Kreis 2L6reB>, als der älteste Sohn des damals dortig na Pfarrer- Hein­rich Wagner geboren. 2 J fein Vater. der n -ch feinem Grebenauer Piairdienst einige 3ahre Pfarrer in Romrod gewesen, nach Wett erleid verfehl woden war. besuchte Karl Wagner das Gymnasium Fridericianum in Laubach, das er Oiiem 1888 mit dem Zeugnis der Reife verlieh. 2Iui die Gymnusialz i. foigtcn die Saudienjahre in Erlangen und Giehen Das FakultätS- etomen legte er im Lam.ner 1991 ab. 2ln die Studienj h.e schloh sich der Bauch drs Frei­berger PredigerscminarS an. Die D.f nitorial- prü ung bestund dec Kandiaat im Februar R9i. Am 16. April 1893 trat Karl Wagner in den Dienst der hessi chen Evan^ellsche-i Landeskirche als Piar verw-l ec von Ober-® en i n Dekanat Alsseld ein. Ein Jahr später wurde er Psarr- vecwalter zu G.lnhaar im Dekanat Büdingen. 3n den definitiven Pfarrdienst trat Wagner am 31. Oktober 1893 durch Hebern ahme der Plarrstclle SttingShausen-Hat enrod. Am 6. Äug. 1901 wurde er zum Dekan deS Dekanats Grünberg gewählt und am 19. 3uni 1902 $um ersten Pfarrer in Gr5inberg. Rach jcjriäb l er Tätigkeit in Grünberg nahm Wagner Abschied von Oberhessen und wurde am 16. 3u ti 1912 Pfarrer an der Peters lieche zu Durmstadt-Des- fungen.

3n der h ssischen Landeskirche hat der neue Superintendent lange 3ahce schon eine beb u- tende Rolle gespie t. Er toit l in^jährigeS QH.t- glich der Landessynode und des späteren San- deskiichentageS (von 1902 bis jetzt». Hier war er zul ht der anerkannte Fahrer der Gcuvpe der Rechten. Aber alle Richtungen schätztet die ho e organisatorischen Begabung und die reiche Sach- lenntnU d s MenneS. der bei Einführung der neuen Kirchenverfasfung Mitglied der Landes» kirchenregiecung wurde. Ferner i't W a ec he - vorgetretcn als Vo.sitz nd?r des H:s i ch v ß in- deSoercins für 3nnerc Mis ion, der grcaue unter seiner Leitung einen grohen Au ichwung ge­nommen hat. Sein Wirken galt bisher weiter der Epileptischen-Anstalt und dem He!s. Krüppel- Heim in Rieder-Ramstadt, dem Hess. Haupt­verein des Evana. Bundes, dem Diakonissen- haus Elis.rbethensttft. der ErziehungSan'lalt Au­mühle, dem Verband evang. Erziehungsvereine in Hessen, der Kinderheilanstalt 2 i aeelhhaus in Bad-Rauheim u. a Dem hessi ch n Pfarr- stand hat Superintendent W^ner viele ersprieh- liche Dienste geleistet in der Wahrung dec Ea- desinteressen und in der Schaffung von mancheickei Einrichtungen (Krankeik^sse uw.) die das Wohl dcS Pfarrstandes förderten. Man kann ohne lleberlr.'lbung f g'u. dah es keine Gelegenheit, kein kirchliches 3 >stitut keine Wohlfahrt eiaiich- tung, kein bedeutsames Gesetz gab. an dem Wagners Mitarbeit ge ehlt hätte. Den Gemein­den denen er biente, war Wagner allezeit ein treuer Pfarrer. Seine AmlSb.äixn: schätzen an ihm seine kollegiale Gesinnung unb den Eiker, mit dem er sich ihrer 3nterefien stets annahm, und die Provinz Obe'helfen wird einen SuM r- intenbenten an der Spitze haben, der wir liich ihre Art kennt und Laad und Leute versteht.

Es ist zu hoffen, dah der neue Superinten­dent wie es auch die Ktrchenverfassung voriieht, in Giehen f men Amtssitz haben wird. Auch der Stadt Giehen i't Suverint.n'ent Wag­ner kein Fremder. Seine Gattin ist als die

6. fiiefemst. 2.

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Neu er-chicnen:Fips Lachzeitung für liebe kleine Kinder*4.

Mäusburg 10

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Oer KUche Schaft!

Der Hausfrau Glück!

Das große Buiicr-MelslersiUclc I

älteste Tochter des verstorbenen UntversitätS- buchhändlerS Wilhelm Ferber ean Diehener Kind.

Die evangelische Beoölkeruna Oberhef^ens bearüht cs. dah ein Mann aus ihrer Mitte die Geltung der Suberiirtenbcntur Giehen üb morn- men hat. Sic bringt dem neuen Ooerhirten ihr Vertrauen cn'g gen und wünscht ihm für sein neu cd Amt GotteS reichen Segen!

dlrbeitdVerqcbuitq-

FürdieFelddereinigungKlein-Linden sollen Mittwoch, den 25. Februar 1925, vormittags 9 Vfor, auf der Bürger­meisterei Klein-Linden

SuhrleiRungen veranschl. zu 100.80 Mk.

Drainagear eiten . 817,63

Maurerarbeiten . . 75.00

Pflocklieferung 6.00 e

in einzelnen Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen aus Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aut chr ft versehen, posttrei bis zum Eröffnungs­termin einzureichen sind.

ZuschlagSfrist 2 Wochen.

Giehen, den 17. Februar 1925.

Hessisches Äullu bauamt. 17810 H. Steinbach. Reg -Baurat.

Buntes Allerlei.

Aus der Urye^ch chle des Kreuzworträtsels.

Die Leidenschaft für Kreuzworträtsel, jetzt die Menschheit befallen hat, veranlaht

Herausgeber eine- amerikanischen Kreuzwort­lexikons, sich mit derUrgeschichte" dieser Rätsel­form zu beschäftigen. Er nennt als die Ahnen des Kreuzworträtsel- die Rätselspiele, die bei Chinesen und 3 n ß e r n schon um das 3ahr 1 0 00 v Ehr. üblich waren und bei denen eben­falls Worte in Kreuzform angeordnet wurden. Die Bewohner Rordamerikas kannten vor der Entdeckung durch Kolumbus ein Rät elspiel, daS mit Getreidekbrnern ausgesührt wurde, und bei dem die Körner in Kreuzform gelegt waren. Cs

Leicht au bedienende, iviiltefdjonenbe Waschmaschine ta icivcilc sh verleibe». 1777c

ObertzessischeS KorbwarenhauS.

Holzsttbiuission.

Dienstag, den 24. Februar 1925, nachmittags 2 , Uhr, l-ommcn ans dem (Bemeinbcroalb Obenhau|en folgende Holz­sortimente zumPerkauf

Shaw lernt Tango

Shaw, der soeben von einem Ferienaufent­halt auf Madeira zurückgekehrt ist, erklärt sich von seinem Aufenthalt für sehr befriedigt und ist stolz darauf, den Tango gelernt zu haben. Er hat eifrig Unterricht bei einem bekannten Tanzlehrer genommen. Aber auch sonst war er nicht mühig. Er bat während der Ferien mehr geschrieben, als jemals sonst auf einer seiner Reifen, und ein Stück vollendet, daS dem­nächst erscheinen wird.

Holzversteigerung.

Montag, den 2. März 1925, 9 Uhr normihags bcgmnenb, werhen im Martz- roalb zu Bellersheim ve steigert:

Bau- un^ Nutzholz: Stä-me. 1 Eiche 3 fii , 10 Eichen 4. fil, 32 Eichen 5. kl-, 153 Eichen 6. AL, 1 Buche 4. fit, 1 Linde

fil., 2 Lärchen 4 fil., 15 Lärchen 5 fil, 2 fi-efem 5 fil, 1 Fichte 3. fil.. 2 Fichten

-fil. 90 Fichien 5b-fil Derbhangen: E'^kn, 2 Lärchen, 303 Fichten 3-iiammenhunft im Oberhol; (Stein- biuch). Die Bersteigerungsbeb'.ngungen sind günstig unb werbe" vor ber Der- fteigerung behimtgegeben ober sind bei ?: - llnterzeichnete^i zu erfahren.

Bellersheim, den 19. Februar 1925.

J7MGI) Der Martzmeifter. Hahn.

2' Uhr, bei ber unterzeichnetenBürger- meifterci emzureichen, woselbst in D me en- beit ber e schienenenBieter bie röffnung erfolgt. Angebote mit 3ufammenge30ge1.cn Sortimenten ober mit Der merk versehen, haben keine Gültigkeit. DieBerkau s- behi igungen werben vor ber Eröffnung bekanntgegeben unb können auch an bem- f. Iben Tage vorher eingesehen werden. Für bie Bezahlung werben günstige Iah- lungsbebingungen gewährt.

Odenhaufen, ben 19 Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Obenhau en.

Nachtigall. 1813D

1. Fichtenst 2. fil. 4 St*, mit 9.08 Fstm.

2.

Rundfunk-Programm

deS frankfurter TcnderS.

(Aus ber ^Radio-Umschau''.^

Samstag, 21. Februar:

11.55 UÖr: Zeitangabe. 12 Uhr. Rachrichten- dienst. 1 Llhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bis 6 Uhr: L6hai>Rachmittag de» HauSorchesters unter Mitwirkung von Frau Lisa Rado vom Reuen Operettentheater. 6 Hbr: WirtschastSmel- düngen. 66.30 Uhr: Die Lesestunde lAn die Fugend): AuS dem RomanDie Schatzinsel" von R. L. Stevenson. 6.30 Ubr: Der Briefkasten. 7 biS 7.30 älhr. Vortragszyklus ber Handelskammer. 1. Vortrag: Prof. Tr umpler, gefchäftsführen- der Syndikus,Forderungen der Wirtschaft zur zukünftigen Steuerpolitik". 7.30: Fun: Hochschule, Vortrag von Pros. Dr. RaumannDas Spül von der Päpstin Johanna". 88.30 Uhr: Stunde deS Frankfurter Bundes für Volksbildung: Vortrag von Dr. Leser:Rasse, Volk und Kultur". 8.30 älhr: Sinfonie-Konzert. 1. Ouvertüre zur Oper Anakreon" (L. Cherubini). 2. Sinfonie Rr. 2 in O-Dur (L. v. Beethoven). Musikalische Leitung Dr. Ludwig Rottenberg, Erster Kapell­meister deS Frankfurter Opernhauses. Orchester auS Mitgliedern deS Frankfurter Opernorchesters Antchliehenb Rachrichten, Wettermeldung, Sport­bericht.

1 Ur da« Fest- gestriaen eidung e 8eft(wne wurde nzureichenden 8m- rgctmcifier Ären« raubach. Aegir- - ©ctccrbef^ulrat in und Pros, von c Auszeichnung der 1200, 800 und 500 noch 500 Marl für ntwürsen. Zu dm ichener Architekten

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L. LCl! I I I 11 ö wieder eingetroffen Ql I L LJU LIU

rrornotizeu.

TageSkalenber für Freitag. Stadttheater, 7*/t Uhr:Der TeufelSschüler". Gesellschaft der Giestencr Kunstfreunde. 3'/, älhr. großer Hörfaal der Universität: Vortrag. Ver­ein Rudersport, S1/, Uhr. DootShauS: Monats- versammlung. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Die Liebe ist der Frauen Macht". Astoria- Lichtspiele: .Die 3agb um die Welt in 18 Ta­gen." Palast-Lichtfpiele:Muttertränen".

2 uS dem Stadttheaterbureau wird unS geschrieben: 3n der Aufführung deS .ZigeunerbaronS" am kommenden Sonn- tagaoeaad werden nach neuerlicher Bestätigung die Herren v. Schreck, Roller und Dauer- mann von der Frankfurter Oper bestimmt mit- wirken. GS sei deshalb nochmals auf diese letzte Aufführung der beliebten Operette hingewiesen. die in der hiesigen Besetzung und Aufmachung alS Sehenswürdigkeit gelten darf. Ebenfalls eine letzte Aufführung bedeutet die Rachm ttagS- Vorstellung deS Kindermärchens .Schnühel- b utz häufel" oder .Die Abenteuer deS LachhanneS und deS Muckenfchnap- PerS". Wie sehr das Märchen gefallen hat. ''.'weist die Refordzahl feiner Ausführungen und der Umstand, daß es für nächstes 3ahr bereits von mehreren atiswärtiqen Bühnen zur Auffüh­rung vnrg-f'hen ist. Diese Vorstellung des Sonn­tagnachmittags begiamt um 3*/t Uhr und spielt etwa zwei Stunden.

D i e Lukasgemeinde lädt in un­serem heutigen Anzeigenteil zu einem Familien' ab'nd am Sonntag ein. L'hrer Fritzel wird dnb't eineia Vorfrag halfen überKirche und VollSleben in Ob'rhesfen".

Der Cvang. Arbeiterverein hält morgen, Samstag, abend im Vereinslokal seine Hauptversammlung ab. (Siebe Anzeige.)

ist wahrschetnttch. daß bte 3n6ianer diese- Rätscl- spiel aus Asien empfingen, wie ja überhaupt rätselvolle Beziehungen zwischen der asiatischen unb vorgeschiwtsichen amerikanischen Kullur be­fielen.Das moderne Kreuzworträtsel", schreibt dieser Forscher,steht auch in enger Verbindung mit dem Schachspiel und ist vielleicht eine frühere Form dieses Spiele-. Sodann hängt eS zusammen mit uralten Zauberformen, besonder- mit bem ..Magischen Quadrat". Die magi­schen Quadrate spielen in dem Aberglauben de.' Mittelalter- eine große Rolle: sie waren den 3ndern und Thineien schon vor dem Beginn der christlichen Zeitrechnung bekannt, und so häng', unser Kreuzworträtsel mit ä lieft en Formen des OkkuliiSmuS zusammen.

Bienenfleiß.

Der Fleiß der Bienen dient oft, unb mit Recht, alS Vorbild DaS diese« Neine Tier an Arbeit leistet, erkennen wir erst dann mit Er­staunen wenn wir diefe Arbeit summieren. Die Biene bcfuchk an einem Dag etwa 60 Blumen unb dringt ein fünfzehntel Gramm Honig beim. Sie sammelt allo in 15 Tagen ein Gramm und in einem 3ahr 23 Gramm Honig. Um ein Pfund zu sammeln, mußte sie 20 3ab re leben und um einen Zentner heim^ubringen 2000 3ahre. An­ders ausgedrückt: 2000 Bienen sammeln In einem 3ohr einen FenMer. dieselbe Menge wird von 24 000 Bienen in einem Monat gesammelt. Run besteht ein Bienenvolk gewöhnlich ans 20 000 biS 50 000 Arbeiterinnen, wovon die Häl'te aus- fliegt, während die andere Hälfte häu-siche Dienste verrichtet. Rimmt man ein mittelgroße- Bienenvolk zu 35 000 Dienen an, fo geben davon rund 17 000 auf die Honigfuche und liefern in einem Monat 35 Kilogramm Honig, alfo mehr als ein Kilogramm täglich. Kein Wunder, daß über diese- kleine, interessante Tierchen in Deutschland allein schon 6000 Bücher geschrieben Wurden.

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Bekanntmachung

Der Installation-meister Karl Schäfer, Giehen, Reuenweg 42, ist zur Ausfüh­rung von EntwäsferungsanlaZen gemä^ tz 16 der Polizeiverordnung die Ent- toäflerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Pro- vinzialhauplstadt Diesten betreffend vom 1. August 19J4, zuqelaffen worden Giehen, den 14. Februar 1925.

Der Oberbürgermeister _________3. V.: Krenzien. 1775R Ärbeitsvergebiing.

Die Ausführung von Kanalarbeiten in der Siedlung Rambach und in der Thielemann-Schnabelr-Sirahe zuAlSfeld soll in einem LoS letwa 1050 cbm fianal- gräben und daS Verlegen von Zement- und Steinzeugrohren von 15,20 u. 30 cm I W) vergeben werden.

Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde offen. Angebote, auf dem von uns und von demStadtbauamt Alsfeld für l,50Mk. erhäl:lichen AngebotSvor^rucken sind ver- schloffen und postfrei zum EröffnungS- termin Dienstag, den 24. d. M., vor­mittags 10s älhr, auf unserem Bureau. Frankfurter Straffe 29, einzureichen Zu- schlagsfrist 3 Wochen, freie Auswahl bleibt Vorbehalten.

Gieffen. den 16. Februar 1925.

Hessisches Kulturbauamt. 1782D _H. Steinbach. Reg -Baurat.__ Bcfnnntmachung.

3n ber Generalversammlung vom 19. De­zember 1924 wurde mit 12 gegen 2 Stim­men beschlossen, bie Genossenschaft in eine solche mit beschränk'er Hafrpst'cht umzu- w.nbeln. Die Gläubiger werden aufgefor- bert, sich innerhalb eines Jahres zu melden.

Wahenborn-Steinberg, 6- Februar 1925 Landwirtschaftlicher Konsumverein e. ®. m. u. H.. Wahenborn-Steinberg.

Der Dtrehfor: Der '.llechner:

Sommer VII.WD fiarl Hirz II.

6crwf von SN ah-Kivchengvxren nach Benehmen mit der Reich-vogierung b<6 zum 30. Juni 1925 verlängert worden ist.

X Evangelische Volksgemeinschaft. 3m Herbst v. 3. begründet, zu spät, um mit einem Wahlvorschlag in den Kampf treten zu können, entfaltet diese neue politische evangelische Be­wegung jetzt durch ganz Hessen eine rege Tätig­keit, was auch die KreiSversammlung im ..Hin­denburg" in Giehen am Dierastag bezeugte. Warum muhte die Evangelische Vollsgemcin- fchaft in Hessen begründe! werden?" beantwortete Pfarrer Hamburger -Staden mit dem aus­giebigen Rachweis, bah keine Partei für die Vertretung der evangelischen Belange sich mit vollem Ernst im Parlament cinfetjte. Der Ruf nach einer Reformation der nur noch für wirt­schaftliche Interessen eintretenden politischen Par­teien fei vergeblich, nachdem die Gelegenheit der Revolution zu ihrem idealen Aufschwung r.idjt benutzt worden sei. Den Fehler der alten Parteien vermeidend, wolle sich die E. V. G. nicht ast' Freund bestimmter Stände vorstellen, sondern b Ifen, daff .jedem fein Recht" werde. Dank ihrer politischen Vertretung im Zentrum könnte die katholisihe Kirche sich einen Einfluh und eine Stellung verschaffen, wie sie ihr zahlenmähig gar nicht zukommen. Dah unsere evangelische Kirche auS chrer passiven Haltung heraus muh, ze:gt u. a. die Besetzung verantwortlicher Stellen m t Zentrumsmännern auch in überwiegend evan- geliff en Bezirken (Schulrat-, Lehrerstellen, Lei­tung der Medizinalabteilung), der Verkauf deS Kloster- Ilbenstadt an den Benediktinerorden, lieberPolitik und Religion" sprach Pfarrer W e i d n e r-Ober-LaiS. Beide g hören zusammen, da Politik Leben fei und die soziale Frage nicht ohne Religion zu lösen, auch alle entscheidenden Gesetze in ben Parlamenten zustande kommen. Eine rege Aussprache schloff sich an. die zeigte, daff ein besonder- günstiger Boden für die Sache auch in Westfalen und Sachfen ist. Eine Reichs- qrünbung wird noch in diesem Iahr, voraussicht­lich nach Ostern in Giehen oder Marburg, erwartet.

Amtsgericht.

Dieff en. 17. Febr. Sin Kaufmann von Heuchelheim ist wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung angcflagi. Sr soll in die Woh­nung eine- Maurer- dahier eingebrungen sein, auf die Aufforderung der Ehefrau desselben sich nicht entfernt und sie durch einen Schlag aus den Kopf beleidigt haben. Diese Beschuldigungen gibt er zu. behauptet aber, die Ehefrau deS Maurers habe ihn durch eine vorauSgeyangene Beleidigung zu seinem Vorgehen aereazi Sr hat deshalb gegen diese auch feincrfeiti Privat­klage erhoben. Rach stattgehabter Beweisauf­nahme stellt sich heraus, dah wahrscheinlich auf beiden Seiten gefehlt worden ist. Die Parteien vergleichen sich deshalb dahin, dah daS bei­derseitige Verhallen bedauert wird, dah jeber Teil die auf feiner Seite erwachsenen Kosten trägt, und dah der Kaufmann auherdem die GerichtSkosten übernimmt.

Ein Kaufmann wohnt bei einem Wirt dahier in Miete. Zwischen beiden haben schon wieder­holt Streitigkeiten stattgefunden, die schon mehr­mals das Gericht beschäftigt haben. Der Wirt soll den Kaufmann wiederum beleidigt und mit dem Besen bedroht haben. Ersterer bestreitet dieS und behauptet, der Kaufmann habe ihn selbst mit Schimpfworten belegt, weshalb er Widerklage erhoben hat. Rach umfangreicher Beweisaufnahme und nach Einnahme eines Au­genschein- am Ort der angeblichen Beleidigungen vergleichen sich die Parteien dahin, dah die beleidigenden Aeufferungen. die etwa gefallen fein sollten, gegenseitig mit Bedauena zuruck- genommen werden, und dah der Wirt die ge­samten Kosten trägt mit Ausnahme deS Svndcr- honorars des Vertreters deS PrivatklägerS, daS letzterem zur Last fällt

Gerichtssaal.

Darmstadt, 19. Februar. Der auS Schl:fien stammende Schlosser Ka>l P r e scher, der in Offenbach und Giehen mehrere Dia- b-.uche verübte, dann als Löffelschlucker von sich reden machte und auS dem Krankeahau- ent­wichen war. ist vom hies gen DezirkSschöffengericht zu zwei Fahren sechs Monaten Zucht­haus verurteilt worden. Seine Berufung an die hiesige Strafkammer hatte den Grfolg, dah die Strafe mit Rücksicht auf PrescherS Fügend (er ist erst 21 Fahre alt) in eine Gesängn i S - strafe von gleicher Dauer umgewandelt wurde.

3. 27 4. 49 5g- 83 5b- 193

1 3

28

155 69,84

10. fiirschbaumst. 3 fil 1 Stck.m. 0.8 Fslm.

11. Eichenst. 2. 2 3,51 ,,

12. 3. .. 4 4,05 .

13. 4. 3 2,17

Die Angebote sinb verschloffen, nach Sortiment unb filaflen getrennt, bis zum D enstag, ben 24. Februar 1825, nachm.

ben auf btr 1 Das Posizeiam! nach einer Tkrorb* himä bei 3nnem deS karneva- . tzchöai aui) daS aus der toqeqcn unlerfirgen iftaltungm. die in kn. nur den De- üliche ßuftMdeitm gliche Gesuche sind I ei neureichen.

e Sitzung deS t mrgrn, Sam'luq. it>, im SHungss^aie Her statt. Lus der iudj des Stabil- rls Giehen um s IDalferfrdlt» Jeu^u bei Heinr. Deichiverde bei P. gen Anlage eine«

en platz an der )eS Pr^nziaitius- ^rch welches die

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