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Den wirtschaftspolitischen Bestrebungen

Zutaten zum Belag;

. 100 g Butter

100 g Zucker

i 50 g Mandeln

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turtfl und den Berkaus von Arznei- und 3)cilmiudn, Näbnnilteln. Verbandstoffen. Brillen, Bruchbän- dern, Artikeln der Krankenpflege u. dgl. Er ist de- strebt, dieseni Unternehmen unter Ausnutzung sei­nes Einflusses Lieferungsmonopole bei den kaffen )u verschaffen, wie ihm dies beispielsweise durch den Vertrag mit dem Deutschen Bärferocrbarb für die Lieferung von Brunnen- und Ouellprodutten gelungen ist. Die genannte Gesellschaft har auch die Mehrheit der Aktien der .Dskar-Skaller-A.-G." (öie Verbandstoffe herstellt) erworben in der Absicht, dieses Unternehmen durch Zuführung eines er­weiterten Kundenkreises und billigeren Geldes an Stelle des teueren Bankkredites wieder rentabel gu machen. Erklärtermaßen wird nicht daran gedacht, die Skaller-A.-G. zu einem gemeinnützigen Unter- nehmen ohne Dividende zu gestalten. Es wird also

Hauptverbandes deutscher Krankenkasien stehen wir fern ;die Verquickung von öffentlicher Fürsorge und Geschäft lehnen wir aus naheliegenden Gründen ob. Wir bitten die uns angefchloffenen Kranken, kosten dringend, von der .Heilmitteloersorgung deutscher Krankenkasten, A.-G., Berlin** nichts zu beziehen und ihr Gefchäftsgebahren in keiner Weife zu unterstützen.

Hessischer Bund für Heimatschutz.

Der Ende Juli und Anfang August in den Tageszeitungen veröffentlichte Aufruf zum Bei- trit zu einem Hessischen Bund für Hei. matschug hat, wie aus den cingegangenen Zu- stimmungserklärungen zu entnehmen ist, lebhaften Widerhall gefunden. Trotzdem ist anzunehmen, daß eine grobe Anzahl Leser den Aufruf zwar zustim­mend gelesen, aber doch versäumt hat, ihn aufzu- heben und so bis jetzt nicht in der Lage war, den etwa beabsichtigten Beitritt auszusprechen. Allen diesen, denen ohne ein Feind neuer Gestal­tungsformen zu fein an der Erhaltung der Hei- matschönheit und Eigenart unseres Landes gegen­über unerwünschten Eingriffen in das Stadt-, Orts- und Landschaftsbild, wie sie unsere Zeit leider mit sich bringt, gelegen ist, und die sich für althergebrachtes Kulturgut einsetzen, sowie solches als wertvolles Erziehungs- und Anschauungsmittel im Sinne fortbildungsfähiger Ueberlieferung ancr- kennen, sei daher nochmals Gelegenheit geboten, sich zu dem Bund anzumelden. Ministerialrat Wagner, Darmstadt, Liebigstr. 25, ist zu Aus- fünften gern bereit und nimmt auch Beitritts» erklärungen an.

9lod) einmal: Helft den Optanten.

Zur Ergänzung der staatlichen Fürsorge wegen Linderung der Not besonders bedürftiger Optanten aus Polen hat die R e i ch s g e f ch ö f t s st e l l e der Deutschen Nothilfe sich im Einver­ständnis mit den mabgebenben Behörden bereit erklärt, Spenden für diese ergänzende Fürsorge entgegenzunehmen.

Die Spenden können eingezahlt werden an die Deutsche Bank, Berlin, und die P i s c o n t o- ge se llf cha f t, Berlin, Konto Deutsche Not- hilse, Optanten spende" oder auf das Postscheckkonto ..Deutsche Nothilfe, Optantenspende", Berlin Nr. 4900.

denn die Neichspost labt hier den Sabel- sträng Frankfurt Gießen Dort, mund bzw. Hannover durchführen. Es war eine schwierige Arbeit, die armdicken Kabel durch die Nähren über die Brücke zu bringen, trotz der lau­testen Nufe des Vorarbeiters: ^))au Nrrrruck" ging die Arbeit nur langsam vorwärts. Der Verkehr über die Brücke staute sich, unb auberbem sammelte sich eine große Menge Neugieriger, die den inter- efienten Arbeiten zuichaute. Auf dem Fußsteig des Bahnhofsplatzes angelangt, biegt das Kabel zum Poftgedäude ad.

" Gleibergvcr« in. Am Sonntag, dem 23. August, findet von nachmittags 3*, . Uhr ab ein großes, öffentliches Gleibergfest statt. Burgbeleuchtung und Feuerwerk ist vorgesehen. Don Oßwaldsgarien ab ist für Fahrgelegenheit gesorgt. (Näheres siehe Anzeige.)

Rechnen Sie'» nach wie billig sich ein selbstgebackener Kuchen nach Dr. Oetker s Rezepten stellt! Zum Beispiel ist

Bienenstich in Springform, ein noch nicht «Dganein bekanntes Gebäck, von vorzüg­lichem Geschmack and für jede Jahreszeit geeignet, außer- ordentlich preiswert.

Zubereitung« Zuerst bereitet man den Teig. Die Butter rührt man zu Sahne, fügt Zucker. Ei, das mit dem Backin gemischte und gesiebte Mehl, Milch und eine Pose Salz hinzu. Diesen Teig rollt man auf einem gefetteten Kuchen­blech reichlich -/» cm dick aus. Die Butler zum Belag läßt man schmelzen, nimmt aie vom Feuer,"t den Zucker, Vanillinzucker, die gemahlenen Mandeln hinzu und ver­rührt alles gut miteinander, streicht die Masse auf den Teig und backt den Kuchen bei Mittelhitzc reichlich eine halbe Stunde. Will man den Kuchen füllen, so bereitet man eine Buttercreme, indem man 1 Päckchen Dr. Oetker Vanille - Saucenpulver mit */u I Milch und 120 g Zucker unter ständigem Umrühren zum Kochen bringt und dann die Gräme bis zum Erkalten rührt Hierauf rührt man 100g Butter und 20 g Palmin schaumig und gibt teelöffelweise die erkaltete Gerne darunter. Es empfiehlt sich, den Kuchen erst am Tage des Gebrauches zu backen.

Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften oder, wenn vergriff en,umsonst und portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld.

14. 12. 12:10. Freiherr August v.

Amtsgericht Wetzlar.

Q Wetzlar, 15 Aug. Wegen Forstdieb- ft a h l s war gegen den Maurer Friedrich K. von Niederwetz durch Strafbefehl des Amtsgerichts Wetz­lar auf 89 Mark Geldstrafe und 8,90 Mark Werl­ersatz eot. zwei Tage Haft erkannt worden. Auf seinen Einspruch hiergegen stand K. heute oorrn Einzelrichter. K., bei dem gelegentlich einer Haussuchung Fichtenstammholz geftmden wurde und über dessen Erwerb er verschiedenartige Angaben machte, bestreitet, den Forstdiebstahl ausgeführi zu haben. Jedoch das Gericht sieht den Angeklagten im Hinblick auf die Aussagen der vernommenen Zeugen als den Täter an und verurteilt ihn zu 44,50 Mark Geldstrafe und 8 Mark Wcrtersatz, im Nichtdeitrei- bungssalle für je 5 Mark ein Tag Haft. Auch wird die Einziehung der bei der Tat benutzten Säge an- geordnet.

Wegen unentschuldigter Schuloersäumnis seines Sohnes waren dem Kaufmann Hermann K. von Wetzlar durch die Polizeiverwaltung Wetzlar 3 Mart Geldstrafe zudiktiert worden. K. stellte hier­gegen Eintrag auf gerichtliche Entscheidung mit der Begründung, infolge Krankheit seiner Frau hätte er seinen Sohn zu Hause benötigt. Die Verhandlung ergibt dagegen, daß der Sohn an diesem Tage vor- mittags mit seiner Mutter von einer Reise zurück- gekommen ist. Auch war er schon öfter unentschul- dlgt der Schule ferngeblieben. Das Gericht erhöht daher die Strafe auf 10 Mark eot. zwei Tage J)aft und Auferlegung der Kosten.

Aus Stadt und Land.

Vieh en. den 19. August 1925.

Bis in die Zeitung.

OHan hat als Zeitungsschreiber kein rechtes Gefühl dafür, ob den Leler überhaupt die Technik der Derichkerstattung interessiert. Der Fachmann letzt vieles als selbstverständlich voraus, was viel­leicht den Außenstehenden fesselt, und glaubt um­gekehrt auf Interesse zu st osten, wo ihn nur Gleichgültigkeit erwartet

Immerhin höre ich ab und zu so beiläufig im Gespräch von folchen, die nicht wissen, daß ich für die Zeitung schreibe, wie ihnen manchmal die Schnelligkeit, mit der wir die Aachricht weitergeben. imponiert. ,

Wenn der Zufall günstig ist, und eine Mel­dung ohne Zeitverlust durchgegeben wird und unmittelbar vor dem Abschluß der Zeitung noch Ausnahme findet, dann kann es allerdtngÄ Vor­kommen. dast die Zeitung so früh Moon erzählt, wie der Leser, der unterwegs noch Zeuge des Vorfalles war. wenn er zu Hause ankommt.

Während z.V. bei einem Unglück der ge­wöhnliche Mensch ratlos dasteht und nicht weist, was er machen soll, bat der Reports die Zu­sammenhänge rasch erfragt, ist zum nächsten Tele­phon gestürzt, hat den Wortlaut telephonisch in bic Maschine diktiert. Aach redaktioneller Ueber- arbeitung geht die Meldung zur Druckerei, wird an der Maschine gesetzt, korrigiert, eingereiht und dann in Druck gegeben. Mit rasender Schnelle arbeiten die modernen grasten Maschinen. Das Auto saust zur Post oder zu den Ausgabestellen daS Ganze ist das Werk von kaum einer halben Stunde.

So etwas wirkt natürlich verblüffend. Und ich habe selbst schon gestaunt, daß ich Meldungen, die ich vor 20 Minuten durchgegeben hatte, beim nächsten Zeitungsaushang schon in der fertigen Zeitung gedruckt vorfand.

So arbeitet ein unsichtbarer Stab hinter der Zeitung. Und das. was dem Leser eine Selbstver­ständlichkeit geworden ist. besorgt ein fein aus­geklügeltes System von vielen Handgriffen und Gehirnen, die alle nötig sind, damit der Leser zur gewohnten Zeit feine unentbehrliche Zeitung hat.

Ausbau

der Angestelltenverficherung.

Das neue Reichsgesetz vom 28. Juli 1925 über Ausbau der Angestelltenversicherung usw. bringt u. a. iolaenbe wichtige 21cnberungen in der Angestellten - Versicherung. Mit dem 1. Juli 1925 treten folgende Erhöhungen in Kraft:

Grundbetrag für das Ruhegeld aus der Angestell- tenversicherung von jährlich 360 auf 480 Mark, Kindcrzuschuß von jährlich 36 Mark auf 90 Mark, jährlicher Sleigerungssatz aus den für die Zeit seit dem 1. Januar 1924 gültig entrichteten Bei­trägen von 10 vom Hundert auf 15 o. H.

Ruhegeld und Hinterbliebenenrenten erfahren da­mit eine Erhöhung um durchscknitlich ein Drittel. Auch die bisherigen Rentenempfänger erholten die erhöhten Bezüge ohne Antrag im August d. I. nachgezahlt. Bis zum Schlusie des Jahres 1928 ge­lingt zur Erfüllung der Wartezeit bei den Hinter- bliebenenrenten die Zurücklegung von 60 Beitrags- monaten auf Grund der Berficherungspflicht. Zur Deckung der erhöhten Leiftunaen war eine mäßige Erhöhung der Beiträge nicht zu umgehen. Die neuen Beiträge treten mit Wirkung vom 1. Sept. 1925 in Straft. Es ist zwecklos, Marken der alten Werte auf Vorrat zu kaufen: für die Zeit vom 1. September 1925 ab dürfen nur noch die neuen Marken verwendet werden. Andererseits tut ein säu­miger Arbeitgeber gut daran, die rückständigen Bei­träge sofort zu entrichten. Nach dem 10. September 1925 sind auch für rückliegende Zeiten die neuen Marken zu verwenden. Vom 1. Juli 1925 an ist bei Versicherten, deren monatliches Entgelt 50 Reichs^ mark nicht übersteigt, sowie bei Lehrlingen ein Ab­zug der Beitragshalfte unzulässig. Der Arbeit­geber hat jetzt für diese Versicherten die vollen Beiträge allein zu entrichten. Für Halbversicherte sind vorn 1. Juli 1925 an Beiträge in der Gehalts- flösse zu zahlen, die Dem halben Arbeitsverdienst entspricht.

Die Scheidung innerhalb der Krankenkassen.

Man schreibt uns: So wie es sich in dem Kampfe zwischen Krankenkasien und Aerzten um das Problem drehte, Angestellter ober freier Arzt, so dreht es sich in den Wirttchastsfragen bei den Krankenkassen um die Frage der Selbstbelieferung ober Eigenbetriebe im Kampfe um die freie Wirt­schaft. Der Versuch der oclbftbelicferung der Kran­kenkassen hat Fiasko erlitten, ttatz alledem haben die Krankenkassen bzw. der Hauptvorstand Deut­scher Krankenkassen auf alle Weise versucht, ihre Machtfphäre zu erweitern. Die Krankenkasien sind dabei zur Herstelluna eigener Heilmittel überge­gangen. Diese wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Hauptverbandes Deutscher Krankenkasien haben zu einer Spaltung innerhalb der Krankenkassen gc- führt. Die Mehrzahl der deutschen Krankenkasien haben sich durch untenftehende Erklärung als Geg­ner dieser wirtschaftspolitischen Experimente bc- .zeichnet.

Der Gesamtoerband der Krankenkasien Deutsch­lands. Sitz Esien, der Verband zur Wahrung der Interessen der deutschen Betriebskrankenkasien, Sty Essen, der Reichsoerband der deutschen Landkran­kenkassen, Sitz Berlin, und der Hauptoerband deut­scher Jnnungskrankenkassen, Sitz Hannover, erlassen die folgende gemeinsame Erklärung vorn 1. Au­gust d. Js.:

Der sogenannte Hauptoerband deutscher Kran­kenkassen, e. V., Sitz Berlin, betreibt unter dem an­spruchsvollen Namen .HeilmittelVersorgung deut­scher Krankenkasien, Aktiengesellschaft", die Herstel-

Zutaten zum Telgi 100 g Butter

1 Ei

50 g Zucker '/, Pfund Mehl Vi Päckchen Dr. Oetker s

Backpulver Backin i/ I Milch etwas Salz

Vissing-Sri nnerungs-Renncn: 1. Gest. S'.arpels Orkus. 2. Qlain Aain, 3. Diego. Lot. 23: 10; 13. 13:10. Eduard v. Drucrlius-Erinnerungs- Aennen: 1 2 und E. von Weinberg» Mdron.

2. Humboldt, 3 Giselher. Lot. 19:10; 15. 25, 40:10.

Nationale Leichtathletiktvettkämpse in Frankfurt am Main.

Irofobad) läuft 14,6.

Bier deutsche Meister am Starhalänzende Er­gebnisse bei starker Beteiligung, beinahe Weltrekord, so ging's in Frankfurt bei dein Leichtathletik Sport- fest der Frankfurter Eintracht zu. Jedenfalls ein voller Erfolg". Besonderes Interesse erregte der Rekordversuch des deutschen Hürdenmeister» Trotzbach im 110-Meter-Hürdenlauf, erregte auch der Start des neuen deutschen Meisters Eorls über 100 Meter, schließlich die Starts von Brechenmacher und 5?än- chcn, ebenfalls deutschen Meistern.

T r o tz b a ch unterbot bei seinem Versuch die Weltrekorbzcit, warf aber eine Hürde um, so datz eine offizielle Weltrekordleistung nicht verzeich­net werden konnte. Dabei lief er 14,6 Sek., also eine ganz hervorrragende Zeit.

Den 100-Meter-Laus gewann C o rt s leicht in 10,7 Sek. Auch in den übrigen Läufen gab es in Anbetracht des starken Gegenwindes gute Zeiten. In einem 3000-Meler-Vorgabelaufen hatte Walpert- Cassel bereits sämtliche Vorgaben aufgeholt, als er noch zum Schlich dem Endspurt des Frankfurters Jordan zum Opfer fiel.

Breitcnsträter schlägt Clement «. P.

Der schon mehrmals angesagte Kamps zwi­schenBrcitenfträtcr und dem Halbschwergewichts- meister von Europa Clement (Schweiz) sand nun doch in Essen statt. Breiten st räter konnte in den zehn Runden nach Punkten siegreich sein. Mehrmals muhte Clement gute Treffer einstecken, manchmal auch zu Boden gehen. Aber auch Breitensträter wurde durch den Kampf mitgenommen, ihm wurden beide Augen aus- geschlagen. Immerhin reichte seine lleberlegen» heil gegen den technisch sehr guten Schweizer zu einem Punktsieg. Kaube und Tomlowiak bvkten unentschieden, Dersinger verlor gegen Griese nach Punkten, Gores wurde gegen Sasse disqualifiziert.

Die Radweltmeifterschaftcn in Amsterdam.

Am Sonntag kamen bic Fliege r Welt­meisterschaften zum Austrag. Schon am Samstag waren hierfür die Vorwettbewerbe aus- getragen wordri,. Von den deutschen Vertretern waren noch die Kölner Oßmella, Krewer und Stesses im Rennen. Es gelang aber nur noch Otzmella, in den Zwischenlauf zu kommen, mutzte sich aber gegen Meyer-Holland beugen. Somit erringt Jaap Meyer Holland die Fliegerweltmeisterschaft der Amateure.

Bei den Berufsfahrern schied der einzige Ver­treter Deutschlands schon in den Ausscheidung- kämpfen am Samstag aus. Endlauf: 1. Kaufmann- Schweiz: 2. Schilles-Frankreich (eine halbe Länge); Endlauf der Zweiten: 1. Michard; 2. Moeskops.

Hiermit gewann Kaufmann-Schweiz die Flieger- Weltmeisterschaft für Berufsfahrer.

Die höfliche Reichsbahn.

Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. hat an alle Dienststellen und Bediensteten ihres Bezirks eine Verfügung erlassen, die zur Hebung des Reise­verkehrs und dessen glatter Abwicklung beitragen soll. In dieser begrüßenswerten Verfügung wird hervorgehoben, daßzur Hebung des Reiseverkehrs beiträgt, wenn von jedem Bediensteten pflichtgemäß ein zuvorkommendes und höfliches Ge­baren den Reifenden gegenüber überall und ftän- big, mehr als bisher, wirklich und aus inner­ster Ueberzeugung geübt wird. Jeder Bedienstete lerne, sich in die Lage eines mit dem Eisenbahn- wesen nicht vertrauten Reisenden zu versetzen unb gebe jebe Auskunft kurz und sachlich und in der Form, inderersieinähnlicherLagefür sich erwartet! Jede mögliche Hilfeleistung unb bereitwilligste Auskunfterteilung tragen dazu bei, die Reiselust zu wecken: jeder Mangel an Umgangs- formen dagegen entfremdet die Reisenden der Eisen­bahn. Rechtzeitiges Oefsnen der Schalter und der Bahnsteigsperren, entsprechend den jeweiligen Ver­kehrsbedürfnissen, die Ausgabe direkter Fahr­karten nach dem Reiseziel in allen möglichen Fällen, bereitwillige Anweisung der Plätze usw. werden die Reisenden stets dankbar anerten- nen." Das von der Reichsbahndirektion Frank- furt erstrebte Ziel, das Reisen angenchm zu ge­stalten, wird nur dann erreicht werben können, wenn sich auch das Publikum bemüht, den Be­amten die Erfüllung ihrer Pflichten nicht zu er­schweren. *

* Fahrplanänderung. Vom 20. August an erhält der Personeitzug 554 in Göbelnrod von 11,20 bis 11,21 Uhr vorm. Aufenthalt.

Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen. Am Montag, 24., und Diens­tag, 25. August, findet die Versteigerung des Grum­mets von den städtischen Wiesen statt. Näheres siehe heutige Anzeige.

* Anlagenkonzert findet morgen Don­nerstag, nachmittags 7 Uhr, am Liebigdenkmal durch das Musikkorps des 1. (Hessischen) Batail­lons 15. Jnf.-Regts. unter Leitung von Obermusik­meister Löber statt.

"Das 8. Abonnementskonzertaus der ,L i e b i g s h ö h e", ausgeführt von der Kapelle der ehemaligen Militärmusiker unter Leitung von Musikmeister a. D. Topp, findet am Donnerstag, dem 20. August, abends 8 Uhr. statt. (Siehe Anzeige.)

!! An dem Oberhessischen Steg, der über die beiden Bahnlinien GießenFulda und GießenGelnhausen führt, herrschte gestern nach­mittag bis in die Nacht hinein ein reges Treiben,

Turnen, Sport und Spiel.

Deutsche Tennis-Meisterschasten

Frau Ueppach schlägt 5rau Friedleben. FroitzheimKreutzer Doppelmeisler 1925.

Die für den Sonntag angesetzten Runden um die Deutsche Internationale Tennis- m e i st e r s ch a f t 1925 konnten infolge der vielen Regenschauer nicht zu Ende geführt werden, so daß vor Dienstag kaum mit dem endgültigen Abschluß der Meisterschaften zu rechnen ist.

Eine Ueberraschung brachte das Damen­einzelspiel, in dem bereits das Schlußspie! aus­getragen werden konnte. Nachdem Frau Friedleben mit 6:4, 6:0 Frl. Kallmeyer geschlagen hatte, die vorher Frau Schomburgk 3:3, 6:3 aus dem Rennen warf, trat sie gegen Frau Neppach an. Wahrschein, lich war sie durch die zahlreichen ooraufgegangenen Spiele etwas ermüdet. Nachdem sie den ersten Satz mit 6:2 gewonnen hatte, kam Frau Neppach mehr auf, sicherte sich den 2. Satz mit 6:4 unb konnte schließlich auch den 3. endlich mit 10:8, damit Spiel unb Meisterschaft mit 2:6, 6:4, 10:8 gewinnen.

Die Meisterschaft würbe auch im Herrendop pelspie 1 ausgetragen. Hier hatten Demasius-Mol- benhauer von Kehrling-Rahe 3:6, 3:6, 6:1, 6:3, 6:2 geschlagen, während Froitzheim-Kreutzer sich durch einen 6:4, 6:3, 7:5, 6:3, 6:2 Sieg über Lange- Heydenreich für die Schlußrunde qualifizierten. Hier holten sich Froitzheim-Kreutzer mit 5:7, 6:2, 6:3, 6:4 die Meisterschaft 1925 gegen Demasius-Moldenhauer.

Im Herreneinzelspiel spielte sich Land- mann mit 6:2, 6:3, 6:1 gegen Lane in die nächste Runde, im gemischten Doppelspiel waren Gräfin Schulenburg-o. Kehrling 6:4, 7:5 Sieger über Frau Delacroix-Heydenreich. Das Ehepaar Schomburgk schlug Frl. Heimann-Staphanus 6:2, 6:0.

Von der Rhön.

Gersfeld, 18. Aug. (WB.) Alnfer Sonder­berichterstatter berichtet von der Wasserkuppe: DaS Wetter war am heutigen Tage hier schön, aber es ging wenig Wind. Im ganzen wurden 17 Segettlüge ausgeführt trotz der schwachen Winde. Die Routinierten unternahmen Segel­flüge: Kegel und Espenlaub legten 11 eberland- slüge von neun Kilometer zurücL Seiler-Liegnitz, dessen eigene Maschine D. 1 in aller Kürze wie­der startbereit sein wird, segelte auf dem Alten Dessauer unb kam tief ins Land hinein und be endete dielen Flug nach 14 Minuten. Den schönen Tag benutzten die jungen Segelflieger zu großen und kleinen Sprüngen, um sich zu üben und vor allem sich auf die vor geschriebenen Prüfungen oor^übereilen. In den Abendstunden traf im Kraftwagen Prinz Heinrich von Preu­ßen auf der Wasserkuppe ein und bewies erneut sein lebhaftes Interesse für die von ihm gegrün­dete. Rhön-Aosillengesellschaft. Außerdem trafen die ersten russischen Maschinen im Lager ein. Die Verspätung wurde dadurch hervorge­rufen, daß die Maschinen den polnischen Korridor nicht passieren durften. Sie mußten auf dem ©cctoeae nach Stettin gebracht werden, wodurch die nicht unerhebliche Verzögerung ent­stand.

Frankfurter Pferderennen.

Der zweiteTag der August-Rennen nahm bei starken Feldern und gutem Besuch einen spannenden Verlauf. Bemerkenswert ist das Versagen der Weinbergschen Pferde in den

beiden Hnuptprühingen Nachstehend die einzelnen Ergebnisse:

Preis von Schwanheim: 1. ®. ® Buht es Margarethe. 2 Feinsliebchen, 3. Aomrelle. Tot. 24:10; 14. 15:10. Iunghos-Rennen 1. M. Vussenows Sapientia, 2 Trajan, 3. M<n> doniuS. Tot. 27:10; 11. 11. 12:10. 1 D. Vlumenseld und 2L SamsonS Troja. 2 Orma, 3. Kalmaczi. Tot. 38:10; 14. 12:19. (DaS zn>ei:e Rennen wurde in zwei Abteilungen gelaufen.) Iagd-Rennen der Dreijährigen: 1. QL u. M. VenjaminS Doktor Marbuse. 2. Tornado. 3. Seestern. Tot. 18:10; 12, 12. 18:10. - Land­graf en-Rennen: 1. Gest. Mydlinghvven» Boni- dura. 2. Aurelius. 3. Oblige. Tot. 43:10; 10, 10:10. Preis von Frankfurt 1. D. Obren- srieds Del lac. 2. Ganelon. 3 Panter Tot.

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