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säuntteS nach unb Lehne seine Herrschaft »M in die ArühlingSmonate hinaus auS.
Kreis Alsfeld.
Mann betrog. 2. Ter Mann des Schicksals, j Schauplatz: TavH-ano. ein kleiner Ort auf dem
Kreis Büdingen.
?“ Aus dem Riddatak. 18.
Die hohen würdigen menfd den Kanzlers, ; tets einporblic letzten Jahres > der neuen Re Imren ich nach me Verantwort Uche Arbei ich.en Holh Regierung mneren Kräite TO nach Az, Sen- ^tem Sre. Leligeda ^lchstage Wg nachsttebe, ln lebendigem S?H[( ^°eit im 2 Z^'en suche,
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nannten Kassen soll keinerlei Zwang auf ihre Mitglieder und deren Angehörigen in dar Benutzung des Institutes ausgeübt werden. Mit der Errichtung des Zahninstttutes hofft man regulierend auf die Preise der Zahnärzte und Lentisten, insbesondere bei der Berechnung von Edelmetallzutaten zu wirken. Zunächst ist die Zahnklinik nur für Larmstadt und Umgegend gedacht. Bewährt sich die Einrichtung, so sollen auch in anderen Stellen des Landes ähilliche Anstalten errichtet werden.
Hessen-Nassau.
Hanau, 17. Jan. (Molff.) Im benach' barten Hüttenge säst wurde gestern vormittag der 21 Jahre alte Waldarbeiter Philipp Müller beim Fällen einer Eiche erschlagen. — Am Aachmittag fiel das dreijährige Töchterchen des Landwirts Jakob Zieg in Hütten- gesäh in eine Jauchegrube und erstickte.
Hochschulnachrichten.
Deutsche Hochschulwoche itt Friedberg«
Sf. Friedberg. 18. Jan. Zum Beginne der Deutschen Hochschulwvche. welche vom 18. bis 23. Januar hier stattfrndet, und gleichzeitig zur Aeichsgründungsferer fand in unserem herrlichen Gotteshause, der Stadtkirchc, heute ein Festgottesdrenst statt, welcher einen überaus erhebelchen Verlauf nahm. In geschlossenem Zuge marschierte die gesamte Studentenschaft mit ihren Ehargrerten und Fäh- nen, sowie sämtliche Friedberger Vereine von der Mainzertoranlage nach der Kirche. wälche so gefüllt war. dah nicht nur sämtliche Plätze besetzt waren, sondern selbst in den Gängen die Erschienenen Kopf an Kopf standen. Die Chargierten der Studentenschaft hatten sich nut ihren Fahnen um den Altar ausgestellt. Die Fest- predigt, die auf sämtlrche Anwesende einen tiefen Eindruck machte, hielt Prof. Dr. Keller, den Schluß bildete der gemeinsame Gesang des Are- derländischen Dankgebetes. Aach Beendigung des Gottesdienstes marschierte der Zug nach dem Kriegerdenkmal in der Drohen Allee: hier sprach noch Oberst Sold an und gedachte der Groß- toten unserer früheren Armee; ein Vertreter der Studentenschaft legte sodann zum Andenken an unsere Gefallenen einen Kranz an den Stufen Les Denkmals nieder.
Don der Technischen Hochschule Darmstadt.
Darmstadt. 18. Jan. (Eigener Bericht.) Der Inhaber Les Lehrstuhls für Wasserkraft» maschine» an der Technischen Hochschule ur Darmstadt. Professor Wagenbach, hat einen Ruf an die Technische Hochschule in Wien erhalten. Turnen, Sport und Spiel.
Ist Handball ein Fraueuspiel?
In der Deutschen Turnerschaft beschäftigt man sich in dem zuständigen Ausschüsse angelegentlich mit der Frage, ob man den Handballspielerinnen nicht Vorschlägen will, statt Handball wieder Korbball zu spielen, da Handball als Kampfspiel für FrcuiSn ungeeignet sei. Es stelle sehr hohe Anforderungen au die Leistungsfähig-- kett, so dah sich nach schwereren Verbaudsspielen mehrfach eine vollkommene Erschöpfung der De- telligten gezeigt habe. Die körperliche Leistung überschreite hier das gesundheitlich zulässige Watz und es werde gerade das Gegenteil von dem erzielt, was man druch ein vernünftiges Betreiben von Leibesübungen erreichen wolle ES wird nun geprüft werden, ob man diesen berechtigten Einwendungen nicht auch entgegen- kommen kann durch eine Aenderung der Spielregeln für Frauen.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter SenderS.
(Aus der „Rodio-Llmschau".) Dienstag. 20. Januar.
11,55 Mr: Zeitangabe. 12 Mr: Nachrichten-» bienst. 4.30 bis 6 llhr: Rundfuirknachmittag in Musik und Wort. 6 Mr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6,30 Mr: Lustiger Nachmittag des Münchener Komikers Curt Graf. 6.30 Mr: Der Briefkasten. 7,30 Mr: Funkhochschule. Vortrag von Prof. 5*. Schultz. /Thomas Manns neuer Rr» man". 8 bis 8.30 Mr: Vortrag von Fräulein Minna Alt. Stadtoberafsistentin an, der Schularztstelle Offenbach: „Der Selbst Hilfebund der Körperbehinderten im Dienste der Krüppel- fugend". 8.30 Mr: Sinfonie-Konzert. l.Sinfonft tn ODur (Ar. 41) von W. A Mozart. 2- Serenade für Blasinstrumente, Cello und Kontra- bah, op. 44 von A. Dvorak. 'Musikalische Set« tung: Dr. Ludwig 'Battenberg. Erster Kapellmeister des Frankfurter Opernhauses. Ausfuhr rende: Ein Orchester aus Mitgliedern des Frankfurter Opernhaus-Orchesters. 9,30 Mr: Aach-- richten. Wettermeldung, Sportbericht. 9.40 Mr:
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seither schneefreie Winter gönnt__
bäuerlichen Bevölkerung nicht die sonst übliche Arbeitspause, sondern hält sie in anhaltender Beschäftigung. Mist- und Pfuhlgruben werden leer, man ackert, hackt, sägt, fährt und llopft und nutzt die kurzen, sonnenwarmen Tage mit einer Emsigkeit, als seien sie der Auftakt zu lenzllchem Geschehen. Die Wissen schimmern gelbgrün und zeigen märzliches Gepräge. Sie geben den Schafherden noch immer reichliche Atzung. Selbst alte Leute erinnern sich kaum eines Winters, der mit gleichen oder ähnlichen Er-
"'•'ungen aufwartete Hoffentlich ist die De» . ...
Mrchtuna unbegrün^ t, der Winter hole Der- Wege von Mailand nach Lodi
Deutschland. Deutschland, über alle-.
Heber alles in der Welt, Wenn es nur zu Schutz und Trutze Brüderlich zusammenhält.
Don der Maas biS an die Memel, Don der Etsch bis an den Bell: Deutschland, Deutschland, über alles lieber alles in der Wäll.
Darauf erhielt Prof. D. Hans Schmidt das Wort zu einer Festrede über den Mythos vom wiederkehrenden König im Alten Testament.
Der Redner ging aus von der Kyffhäusersage. wie sie im 16. Jahrhundert als die Erwartung der Wiederdchr des Kaisers Friedrich Barbarossa in Thüringen auftritt. Die Illnversrtät feiert den 18. Januar als den Tag der Begründung der deutschen Einheit. Der Weg zu dieser Einheit ist im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts an allen wichtigen Wendepunkten, wie von der Sage vom wiederkehrenden Kaiser als von ein ent starken Stzmbol begleitet. 'Diese Sage ist nicht nur von Friedrich Barbarossa erzählt worden, sondern vor ihm und nach ihm von vielen Fürsten namentlich deS Altertums und des Mittelalters.
Der Redner führt nun aus, dah das Alle Testament die wohl älteste Erwartung des wiederlehrenden Königs enthält. Eine Reihe von eschatologischen Prvphetenworten (l.Mose 49, 10; Jes. 7: Jes. 9; namentlich aber Jes. 11) zeigen zunächst. daß die Erwartung des Endzeitskömgs sich auf eine mythische Gröhe, den gvttüchen Bringer der goldenen Endzeit richtet; mit dessen Geburt die Statur sich zu märchenhafter Fruchtbarkeit, die Tierwelt und die Menschheit zum Frieden wandeln. Diese Erwartu^rg, die in ganz ähnlicher Weise in Vergils IV. Ekloge begegnet, ist nun im Alten Testament verbunden mit der Vorstellung von einer Wiederkehr des Königs David. In dieser Vereinigung eines alten Aaturmythos mit der Geschichte liegt die Scho Notzeit und Kraft der «Sage. Ern Aufruf, die in ihr lebendige Ehrfurcht vor der Geschichte und der Glut der Sehnsucht nach Frieden und Recht mit der Aufgeschlossenheit für die Aufgaben der Gegenwart zu vereinigen, schloß den Vortrag.
Das „Deutsche Lied" von Hegar und ein Orgelnachspiel beschlossen die eindrucksvolle Feier.
Die Burschenschaften
von Frankfurt a. M.. Marburg und Gießen vereinigten sich am Samstag zu ihrer Reichsgrün- dungsfeier in Giehen im Philosophenwald. Vachmittags erfolgte ein llmzug durch verschiedene Hauptstrahen der Stadt, der am Philosophenwald ^Vestaurant fein Ende fand. Dort toidcltc sich dann die Feier des Gedenktages ab.
Die Deutsche Volkspartei und die Deutschnationale Dolkspartei
batten ihre Mitglieder, Freunde und die Übrige Bürgerschaft aus Sonntag vormittag zu einer Erinnerrmasfeier in das Stadttheater geladen, das in allen Teilen sehr stark besetzt war.
Die Kapelle Topp leitete die 'Feierstunde mit der Jubelouvertüre von Bach ein. worauf das Mitglied des Stadttheaters Karl Juhnke einen von Frau Sophie Kindt-Wieber ver- labten Vvrspruch zu Gehör brachte, der an des Vaterlandes glänzendste Tage, an seine schwere Prüfung in der Kriegs- und Vachkriegszeit und an- die nationalen Pflichten, die jeder von uns für die Zukunft unseres Deiches und Dolles zu erfüllen hat. erinnerte. Der Beifallssturm iter begeisterten Versammlung klang in dem gemeinsamen Gesang der ersten Strophe des Deutschlandliedes aus, dem die Kapelle Topp das Viederländische Dankgebet folgen lieh.
Als Mittelpunkt der Feier hörte man nun die Festrede von Prof. Dr. Küntzel-Frankfurt a. M.. die eine eindrucksvolle Huldigung vor dem staatsmännischen Genius des ersten deutschen Reichskanzlers Bismarck war. DieserStactts- mann führte auf seinem politischen Höhenweg das Deutsche Reich aufwärts zu den lichten Höhen höchster staatlicher Macht und größten Ansehens in der Wett, er machte es stark und gab ihm das 'Mistzeug, sich in der Dell achtunggebietend zu behaupten, bis der Kriegswille jenseits unserer Grenzpfähle, insbesondere Frankreichs, uns ttotz unseres ehrlichen Friedenswillens den Krieg auf» zwang. Unb dann tarn das schmerzliche Ende der stolzen Macht. Frankreich steht triumphierend am Rhein. Die Versprechungen, die von den Männern ■ter Revolution von 1918 gemacht wurden, die für Europa und die Welt den (Beginn einer neuen Zeit der friedlichen Verständigung, der Versöhnung. der Gleichberechtigung aller Völker usw. ankündigten, sind bis heute unerfüllt geblieben, die Feindbundstaaten denken gar nicht daran, uns Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. In dieser Lage müssen auch wir, wie die andern alle, durch eine entschieden nationale Jateressenpolttik versuchen. uns zu behaupten und wieder aufwärts zu entwickeln. Dazu ist notwendig, daß wir uns auf den Geist unß die Grundsätze Bismarcks besinnen, daß wir überall feinen Spuren und Lehvcn folgen und der festen Ueberzeuguna leben, daß nur aus unserem nationalen Wollen heraus, mcht aber aus dem internationalen Gedanken unsere Rettung, die Wiedererringung unferer Freihett und Unabhängigkeit kommen kann. Mit dem ernsten Mahnwort: „Deutsches Volk, laß nie den Bismarck sterben in dir!" schloß der Redner seine glänzenden, alle Herzen packenden, formvollendeten Ausführungen, für die die Zuhörer mit langanhaltendem starken Beifall dankten.
Romens der beiden Parteien schlug der Vorsitzende der Deutschen Dolkspartei in Gießen Prof. Dr. Krausmüller die nachstehende Gnt-- schließung vor, die einftimmig angenommen Wurde:
„Die zur Reichsgründungsfeier im Stadt- thcatm versammelten Männer und Frauen der Stadt Gießen geben ihrer Empörung über den ungeheuerlichen Rechtsbruch, den der Feindbund durch die Vichträumung der Kölner Zone begangen Hal. Ausdruck. Durch diesen Rechtsbruch ist die wirtschaftliche Entwicklung unseres Vaterlandes d'.essetts und jenseits des Rheins schwer erschüttert. Unsere rheinischen Volksgenossen sind in ihren Hoffnungen und berechtigten Erwartung gen aufs Bitterste enttäuscht. Wir versichern sie in ihrem tiefen Leid unseres aufrichttgsten Mitempfindens und übermitteln ihnen treu» deutsche Grüße unb die Versicherung un wandelbarer Treue. Ihre Rot ist unsere Vot, ihr Leid ist unser Leid. Wir ersuchen die ReichSregierung, mit allen ihr zu bote stehenden Mitteln auf die Wiedergut-
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ste Spätankundigung. „Hinc illae lacrimaeJ“ 9,55 Mr: Zeitvorbcrettung. 10 Mr. Zeitangabe. 10 bis 11 Mr: G. B. Shaw 1. Wie er ihren
belbatth über das Thema: „Die europatschen polttischen Verhältnisse von 1866 bi« 1870“. Der Vortrag gab neue Kenntnis von der Vorgeschichte des 70er Krieges aus den Geheimakten des Wiener Archive«. Es geht daraus hervor, daß Vapoleon Bündnis-Verhandlungen mit Oesterreich und Italien gepflogen hat, um das Gebiet des linken Rheinufers zu erlangen und die deutsche Einhett zu verhindern Prof. Oncken in München wird in. einigen Monaten die Akten veröffenllichen. die nicht verfehlen werden, großes Aufsehen zu erregen.
Frankfurt a. M. 18. Jan. (Wolfs.) Großadmiral v. T i r p i tz, der heute bei der Reichsgründungsfeier der Arbeitsge-- meinschatt Frankfurter Verbände im Schumann- theater sprechen sollte, hatte wegen dringender Abhaltung in Berlin nicht erscheinen können. Als Hauptredner sprach infolgedessen Reichs- tagsabgeordneter Dr. Kalle (D. Vp.). der die Einhett des Volles in allen nationalen Fragen als mrzerstörbares Gut Deutschlands betonte und als Vertreter der besetzten Gebiete die fallche Einstellung Frankreichs an bat einzelnen politischen Ereignissen darlegte. Am Schluß der Versammlung, in der u. a. auch Bürgermeister a. D. Müller aus Saarlouis für das Saargebiet sprach, wurden drei Entschließungen angenommen, bereit erste sich gegen die Vicht- räumung der Kölner Zone wandte, während Die zweite dem Saargebiet und die dritte den Sudetendeutschen die Sympathien übermittelte.
Aus der Provinz.
LanLkreis Gretzen.
V Watzenborn-Steinberg. 17. Jan. Dieser Tage sprach in einem Gemeinde- abend im vollbesetzten Saale der „Krone" in Steinberg Psr. Haupt-Gießen über die Frage: „Ist ein Leben nach dem Tode denkbar?" Die Ausführungen des Redners, die durch klare Lichtbilder unterstützt wurden, feffeiten die Zuhörer bis zu Ende. Eine Aussprache sand nicht statt. Wie immer verschönte der Kirchengesang- nerein den Abend durch mehrere öid>cr. Dem evangelischen Bunde, dem Veranstaller des Abends, traten eine ganze Anzahl neuer Mitglieder bei. Eine Kvllelle für den ev. Bund ergab 45.16 Mark.
+ Gründer g, 17. Jan. Der Bürger- Verein beschäftigte sich in seiner gestrigen Mit- gIiebei>Q5erfammlung erneut mit der Frage der Bür germei st erwähl. Gr beschloß, den neuerdings noch aufgetauchten Kandidaturen nicht zuzustimmen, sondern an der früher genehmigten Kandidatur beä Otto Peppler festzuhalten. Zum Schluß wurden verschiedene andere städtische Angelegenhetten besprochen.
i. Ettingshausen. 18. Jan. Um die hiesige zweite Lehrer st eile haben sich 10 Bewerber gemeldet. Die Besetzung wird erst mit Beginn des nächsten Schuftahres erfolgen.
Kreis Friedberg.
B a d - V a u h e i m. 18. Jan. Der Krie-> ger-und Mikitärverein „Hassia" hiett dieser Tage seine 48. Hauptversammlung ab. Der Verein zählt 6 Ehrenmitglieder. 187 ordentliche und 12 außerordentliche Mitglieder. Geehrt werden konnten für 25jährige Mitgliedschaft 11 Kameraden. für 40jährige Zugehörigkeit zum Verein 1 Kamerad. Der seitherige Vorstand mit Stadtv. Ehr. Schäfer an der Spitze wurde einstimmig wiedergewählt. Don den 'Beschlüssen ist hervorzuheben. dah die Sterbekasse wieder ausleben soll: den Hinterbliebenen eines verstorbenen Kameraden soll ein Sterbegeld von 50 Mark auSgezahlt werden. — Die ..Vereinigung ehemaliger 116er“ hielt ihre sehr aut besuchte Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Studienrat Dr. Änieriem ab. Sein Geschäftsbericht konnte mit Genugtuung den guten kameradschaftlichen Geist feststellen, der in der Vereinigung gepflegt wird. Die Mttgliederzahl beträgt runb 100. Den Einnahmen von 1100 Mark stehen 800 Mark an Ausgaben gegenüber. 250 Mark wurden dem Grundstock für das zu errichtende ® cf al» lenen-Denkmal überwiesen. Zu dem im März geplanten Familienabend sollen zur Pflege der Tradttion einige Unteroffiziere und Mannschaften der 2. Kompagnie des Jnf.-Rgis. 15 in Gießen (Traditionskompagnie des alten Regiments) als Gäste geladen werden, wie auch eine Festveranstaltung dieser Kompagnie am 19. Jan in Gießen von einigen Kameraden besucht werden soll. — Der Bildungsverein erzielte mit seinem ersten dieswinterlichen Vorttagsabend einen vollen Erfolg. Oberstudiendioettor Altendorf (Friedberg) führte in formvollendetem Vortrag in „Die Eiswelt der Berner Alpen und Zermatt'S". Die zahlr-eichen Achtbilder, meist nach eignen Ausnahmen des Redners hergestellt, zeichnete sich durch Klarheit und Schönheit aus. Der Vortrag kann allen VoUsbildungsveretnen empfohlen werden.
Kreis Schotten.
wg. Gedern. 17. Jan. In dem ersten dieswinterllchen. vom hiesigen Zweigverein des Evangelischen Bundes veranstalle- ten Gemeinde - Familienabend am Freitag sprach Pfarrer Haupt- Gießen über die <5raae: „Ist ein Leben nach dem Tode denk- bar?“ Der Vortragende behandelte vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft daS schwierige Thema in äußerst llarer und vollStümlicher Weise. Der Ortsgeistliche sprach kurz über die Ziele des Evangelischen Bundes. 'Dem hiesigen Zweigverein traten 19 neue Mitglieder bei Die Tellersammlung für Bundeszwecke ergab den Bettag von 33 Mk. — Aus den Bev'ölkerungsstatistik: Seit der letzten Volkszählung ist hier eine starke Zunahme der Bevöllerung zu beobachtm. Die Gesamt^Ein- wohnerzahl ist auf 1980 angewachsen, wovon 989 männliche. 991 weibliche Personen sind. Der Konfefsivn nach zählt man hier 1777 Evangelische. 7 Katholiken, 37 Baptisten und 159 Israeliten.
wurden von einem hiesigen Einwohner Atoei rem de Männer dabei angetroffen, wie sie eine Kuh. die gestern von dem Laubachev Abdecker auf dem hiesigen Schindanger verscharrt wurde, weil fte der Tierarzt infolge starker Tuberkulose verworfen hatte, wiederausgruben, sie zerlegten und das Fleisch auf einen Handwagen luden. Vach Angaben der Männer sollte es als Vahrung für. Hunde dienen. Da man aber nicht weih, wohin solches Fleisch wandert, wäre cS im Interesse der Volksgesundheit dringend geboten, daß die Behörde ein Augenmerk auf diese Vorgänge richte, danrtt das Fleisch von verworfenem und gefallenem Vieh durch geeignete, stark riechende Mittel für den Genuß unbrauchbar gemacht würde.
Starkenburg und Rheinhessen.
O Darmstadt. 18. Jan. Dem Vernehmen nach soll ein Teil der im Parterrestock der ehemaligen Jnfanterrekasa-rne in der Alexanderstraße gelegenen Räume zur Errichtung eines Zahninstitutes Verwendung finden. LaS Institut ist gedacht für die Behandlung von Mttgliekern der staatlichen Detriebskrankenkasse. der hessischen Beamtenkrantenkasse und der sämtlichen hiesigen Betriebs- und Jnnungs- fron kenkaffen. Von den beiden erstge-
machung deS begangenen Anrechts binjuarbeiten.“
Mit einem begeisterten Hoch auf das deutsche Vaterland, dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes und den begeisternden Klänaen des Fridericus-rer-Marsches faitb die denkwürdige Veranstaltung ihren Abschluß.
Der Iungdeutsche Orden hielt feine Reichsgründungsfeier am gestrigen Sonntag abend in der Turnhalle am Oswalds-« <{arten ab. Die Bruderschaft Gießen, die üe Durchführung der Feier übernommen hatte, konnte an diesem Abend nicht nur zahlreiche Bruderschaften aus der Provinz Oberhessen und ührende Ordensbrüder von auswärts. Jon beim auch eine ganz außerordentlich starke Gästeschar aus unserer Stadt bei sich sehen. Infolgedessen war die mit den Ordensabzeichen, den alten Reichsfarben und den hessischen Landesfastben reichgeschmückte große Turnhalle von Bürgern und Bürgerinnen aller Stände so stark besetzt, wie wir es bisher noch selten sahen, und ein frischer nationaler Zug und ein starker Wille war bei allen unverkennbar.
Stehend empfing die große Festversammlung zu Beginn der Feier die Dcnmerabteilung. die unter flotten Marschklängen der Kapelle Topp die Danner der Bruderschaften in den Saal trug. Hieraus entbot der Großmeister der Bruderschaft Gießen. Studienrat Schmidt, herzlichen Willkommensgruß und gab feiner Freude über den außerordentlich starken Besuch Ausdruck. Er wies bann in furjen Zügen auf die Ziele des Jungdeutschen Ordens hin, der eine wahre Volksgemeinschaft aller deutschen Brüder und Schwestern erstrebe, eine andere Volksgemeinschaft als die jetzt von dem Zerrbilde der Parteigruppierung im Reichstag vorgetauschte. Der Jungdeutsche Orden versuche, die Volksgemeinschaft auf christlicher und völkischer Grundlage anzu- streden. und deshalb stelle er das Vaterland über die Parteien. Bis zur Erreichung dreses Zieles seien allerdings noch große Widerstände zu überwinden; so z. B. der EtandeSbünkel. 6er von Marx gepredigte Klassenkampf und Klassenhah. die Ichsucht, die das eigene Wohl über bas Gemeinwohl stelle, die gewissenlose Verhetzung der deutschen Stammesbnider gegeneinander usw. Demgegenüber stelle der Jungdeutsche Orden den Bruärrgedanken, das christliche Gebot der Väch- stenliebe unseren deutschen Volksgenossen gegenüber in den Vordergrund. In diesem Zeichen wolle der Jungdeutsche Orden aus den Trümmern des alten herrlichen Bismarckreiches ein neues schwarz-weiß-rotes Großdeutschland aufbauen, ein Veu-, ein Jung-Deutschland. Voraussetzung hierzu sei, daß das deutsche Voll wieder sittlich geläutert und von allen verderblichen Einflüssen fteigemacht werde, daß es den Weg zur christlichen Religion zurückfinde, daß es seine Sklavenkette breche. (Sin solches Großdeutschland im Herzen Europas könne aber nur befielen, wenn es wieder schwertgewallig werde. Damit das geschehe, müssen wir die heldischen Eigenschaften des Germanentums pflegen, den Sinn für Wehrhaftigkeit. für aufrechtes deutsches Mannes tum und oeutsches Frauentum, den oben Pazifismus bekämpfen, grriebliebenb sind wir und wollen wir bleiben, aber mir einem schwertgewaltigen Deutschland wird es gelingen, in Frieden und Freiheit fein Brot zu essen. Die Schmach von Versailles zu überwinden, ein neues, große- und mächtiges und auch innerlich gefestigtes Reich zu schaffen, das in Einigkeit und Recht und Freiheit zu neuem Glanz erblühen möge, danach sei zu streben mit Herz und Hand. Treudeutsch allewege! Durch starken Beifall bekundete die Versammlung, daß sie mit dem Redner vollkommen übereinftimmte.
Aus die gleichen Grundgedanken baute sich auch die Festrede auf, die der Ordensbruder Weher von der Ordensleitung tn Kassel in begeisterten Worten hielt. Er ertoeüerte die Darlegung der Gedankengänge seines Vorredners nach verschiedenen Richtungen hin in fesselnder Weise. So forderte er u.a. die Einführung der allgemeinen und gleichen Aideitsdienstpfllcht, durch die unserer Jugend beigebracht werden müsse, daß sie auch Pflichten gegen die Allgemeinheit habe, die Besettigung aller Standes- gegensätze und die Beseitigung alles Trennenden zwischen den deutschen Volksgenossen, Erneuerung des stttllchen Persönlichketts- und Volls- empfinbens. Einstellung der Schulen und sämtlichen Erziehungsanstalten auf bat wahren und christlichen Dolksgedanken, Schutz der nationalen Ehre, Unterstützung der Familie und Mutter, Besettigung der gewinnsüchtigen Auffassung, wie wir sie gerade in diesen Tagen wieder sehen konnten, da offenbar wurde, daß die Korrup- twnspest auch unter den Führern des deittschen Volles Platz gegriffen hat. Als letztes und größtes, als Endziel forderte der Redner die Entwicklung zum jungdeutschen Staat, dessen Grundlage bas Ehristentum und das stttlich geläuterte Staatsbewuhtsein eines jeden deutschen Mannes und jeder deutschen Frau sein soll. Mtt dem Aufruf zur Wttarbett für die Erringung einer wahren Gemeinschaft aller deutschen Volls- genoffen. für die Wiedererlangung unserer Frei- hett und nationalen Ehre schloß der Redner seine mit begeistertem Beifall auf genommene Ansprache.
Die Festauftührung des Schauspiels „Der Ordensritter", dessen Handlung auf der polnischen Burg Szcmowo an der ostpreutzischen Grenze im Jahre der Schlacht bei Tannenberg 1410 spielt, ansprechend dargestellt non hiesigen Dilettanten, musikalische Darbietungen der Kapelle Topp, der gemeinsame Gesang des OrdensliedeS im 21nschlutz an die Festrede und ein markiges Schlußwort des Komturs der Ballei Oberhessen Wichert- Büdingen füllten den übrigen Teil des Abends in bester Weise aus. so daß man auch diese vaterländische Veranstaltung noch lange in angenehmster Erinnerung behalten wird.
Feiern in Darmstadt und Frankfurt.
Darmstadt, 18. Jan. (Eigener 'Bericht.) Die Technische Hochschule hielt gestern im Kleinen Hause des Heft. Landestheaters eine Reichsgründungsfeier ab, die sehr stark besucht war. In einer Ansprache betonte der Rektor der Technischen Hochschule, Geh. Rat Prof Dr. Schlink. den (Glauben an die Zukunft unseres Vaterlandes. GS habe sich gezeigt. daß Deutschland wtttschaftllch aus dem Weltverkehr nicht ausgeschaltet werden könne, auch die derttsche Wistenschaft nicht. Linser Doll müsse wieder zum Idealismus früherer Zett zurückkehren, zum Geiste von Weimar und Pots- dam. Die Festrede hielt Prof. Dr. W. Win-


