Steuer in Höhe von einundeinhalb vom Hundert und von zehn vom Hundert zu entrichten. r „ .
In den llebergangsbeftrmmungen Wird in entsprechender Weise wie bei den Cr- mühigungen der Umsatzsteuer im Jahre 1924 ein -, vilrechtlicher Anspr.uch aus Preis- nachlah in Höhe der Steuerminderung für Sei- stungen au» Verträgen gewährt werden, die vor dem 15. August abgeschlossen worden sind, aber erst nach dem 30. September 1925 auSgeführt werden.
Neuregelung des Steuerabzugs vom Arbeitslohn.
Durch das Einkommensteuergesetz vom 10. August 1925 ist der Steuerabzug vom Arbeitslohn neu geregelt worden. Die Aeuregelung tritt am 1. Oktober 1 925 in Kraft
Der bisherig« steuerfreie Lohnbelrag von 960 RM. jährlich (80 AM. monatlich» ist beibe- halten worden. Er wurde jedoch in drei 2eile zerlegt, und zwar in einen steuerfreien Lohnbetrag im engeren Sinne von 600 AM. jährlich (50 AM. monatlich) und in zwei Beträge von je 180 AM jährlich (15 AM. monatlich), zur Ab- geltung der Werbungskosten und Sonder- leistungen
Für die Berücksichtigung des Familienstandes findet eine Verbindung deS bisherigen Systems der prozentualen Ermäßigungen mit dem System der feften Abzüge statt. Der Steuersatz von 10 vH vermindert sich für die Ehefrau und jede- zur Haushaltung des Steuerpflichtigen zählende minderjährige Kind um je 1 v. H. 3m Gesetz ist dleS dadurch zum Ausdruck gebratch. daß außer dem Betrage von 960 AM. jährlich (80 AM. monatlich) 10 v. H. deS über diesen Betrag -inauSgehenden Arbeitslohns für jeden Familienangehörigen steuerfrei bleiben sollen.
Die nach dem SteuerüberleitungSgeseh bestehende Ermäßigung von 2 v. H. vom zweiten bzw dritten Kinde an ist fortgefallen. Mindestens bleiben folgende feste Beträge steuerfrei:
für die Ehefrau 120 AM. jährlich (10 AM. monatlich).
für daS erste Kind 120 AM. jährlich (10 AM. monatlich).
für da» zweite Kind 240 AM. jährlich (20 AM monatlich),
für daS dritte Kind 480 AM. jährlich (40 AM. monatlich).
für da» vierte und jedes folgende Kind je 600 AM jährlich (50 AM. monatlich)
Durch die Verbindung von zwei Systemen soll sowohl den kleinen wie den größeren Lohn- steuerpflichtigen Rechnung getragen werden. Die Frage, welches System für die Berücksichtigung der Familienermähigungen anzuwerrden ist. ist danach zu entscheiden, ob das System der prozentualen Ermäßigungen, oder das System der festen Abzüge für den Arbeitnehmer- im einzelnen Falle in seiner Gesamtheit günstiger wirkt.
Die Arbeitgeber müssen sich schon jetzt auf die Aenderungen einstellen, damit sie in der Lage sind, den Steuerabzug vom 1. Oktober 1925 richtig zu beherrschen.
Zwei Steuertabellen zur Feststellung des Steuerabzugs, und zwar die eine für den Abzug vom Wochenlohn, die andere für den Abzug vom Monats-Gehalt oder -Lohn, sind soeben im Selbstverlag von Heinrich Lanz in Gießen. Wilhelmstrahe 47 erschienen. Die Tabellen sind mit großer Gründlichkeit ausgearbeitet und gestatten schnellste Orientierung, der Druck ist recht klar und sauber auf Karton auSgeführt.
m. Der hundertjährige Kalender gilt bei gar manchem unserer Bauersleute als untrüglicher Wetterprophet. 3n der Tat scheinen hinsichtlich der WitterungSer'cheinungen wunderbare Liebereinstimmungen zwilchen denselben Iahverschiedener Jahrhunderte zu bestehen. So schreibt Pfarrer Hirsch, Wetterfeld, in seiner Ehronik vom Jahr 1625: „3m 3anuar und Februar ist so lieblich Wetter gewesen, daß die Violen geblüht und die Bäume ausgeschlagen haben: ist hernach alles erfroren.“ Das Theatum Europäum (eine Ehronik von 21 Bänden, Frankfurt 1633 bis 1738) schreibt (Bd. l S. 890): „Es ist in diesem 3ahr eine wunderliche Witterung gewesen. Das 3ahr begann mit großen Sturmwinden, dann folgte gelindes und warmeS Wetter, daß im 3anuar Blumen blühten, die sonst im März und April zu florieren pflegen. 3m Rheingau fand man überall die Mandelbäume und andere feine Obstsorten in voller Blüte. Ende Februar trat dann solche Kälte ein, baß alleS Schaden litt und erfror. Der ganze Somme» blieb kalt und windig." Der Straßburger Chronist Maler Walther nennt in seiner Straßburger Chronik das Jahr 1625 ein gar unfruchtbares und unartiges 3ahr, das mehr winterlich als sommerlich zu achten gewe'en sei. Diese Schilderungen können wir auf das 3ahr 1925 fast wortgetreu anwenden. Bekanntlich begann unser gegenwärtiges 3ahr ebenfalls mit starken Sturmwinden gleich nach Neujahr, die großen Schaden in den Wäldern onrichteten. Dann folgte sehr gelindes Wetter. 3n der ersten 3anuarwoche wurden aus Gießen 14 Grad Därme gemeldet. Mitte Januar fand man in Gießen einen blühenden Apfelbaum. Im Februar las man in den Zeitungen allenthalben von blühenden Blumen. Dann trat im März starke Kälte ein. Auch unsere seitherige Witterung könnte mehr winterlich als sommerlich bezeichnet werden: denn man sucht schon gern den warmen Ofen auf und von verschiedenen Gebirgen wurde bereits über Scbnce.all berichtet, obgleich in höher gelegenen Gegenden noch viel Frucht draußen steht und das Grummet zu verfaulen droht, alles nach dem hundertjährigen Kalender.
•* Festbücher und Zestabze cchen zum G u st a v-A botf-Feft werden in hiesigen ®c- schäften verkauft, die in einer Anzeige in unserem heutigen Blatte genannt sind. ES empfiehlt sich, bei diesen Geschäften die Bücher und Zeichen zeitig zu kaufen, da am Sonntag nicht viel Zeit hierzu sein wird. Am Festzuge können auch Kinder, die über 10 Jahre alt sind, im Anschluß an die Gruppen der Kindergottesdienste teilnehmen. Daß die Einwohnersdjaft zu Ehren der Gäste die Häuser mit Flaggenschmuck versehen wird, darf man wohl als selbstverständlich an- sehen.
ODas staatl. Kurorchesterzu Bad- Rau he im beabsichtigt, während den Winter- monaten in Gießen. Wetzlar. Butzbach und anderen Orten Oberhesfens Konzerte zu veranstalten.
!*! D i e Obsternte im Kreise Gießen fällt in diesem Herbste nicht besonders gut auS. Während z. B. die Obstpflanzungen an den KreiSstraßen in guten Herbsten Tausende von Zentnern bester Tafeläpfel- und -bimen lieferten, schätzt man die diesjährige Ernte auf höchstens 2000 Zentner. Birnen gibt es so gut wie keine, die Zwetschenerträge sind gering Man kann nur von einer Apfelernte sprechen. Die feinften Sorten, wie Landsberger, Grafensteiner. Goldreinette, Pepping und andere Reinetten haben fast vollständig versagt, auffallend ist es. daß die sonst so ertragreiche Goldparmäne dieses Jahr eine vollständige Mißernte aufweist, waS kaum schon einmal vorgekommen ist. Die Landsberger haben durch den Frost im Winter 1923 24 sehr viel gelitten. Am besten geraten ist der Rhemische Bohnapfel, ein vorzüglicher Wirt- schaftSapsel. Auch Kasseler Reinette und Schöner von Doskoop gehen noch an. Die Straße Leihgestern—Gießen wird etwa 200 Zentner, Klein- Linden—Grohen-Linden etwa 130 Zentner, Klein- Linden—Dutenhofen 120 Ztr., Gießen—Heuchelheim—Aodheim 120 Zentner schätzungsweise liefern.
" Landwirtschaftliche KreisauS- stellung in Friedberg. Den Besuchern dieser Ausstellung, die vom 19. bis 21. September in der Bergkaserne in Friedberg stattsindet, wird dringend empfohlen, nicht nur die vielseitige Ausstellung einer aufmerksamen Betrachtung zu unterziehen, sondern auch die Vorführung der Wachstumsfilme am Sonntagnachmittag in Augenschein zu nehmen. (Siehe heutige Anzeige.) Diese Filme führen dem Beschauer naturgetreu das Werden einiger Pflanzen vom Samenkorn bis zur Blüte vor Augen. Der Grünlandfilm veranschaulicht in wirkungsvoller Weise das Gebiet der Tätigkeit der Grünlandvereine, der bekannten Bewegung, die in anerkennenswerter Weise bestrebt ist. eine Verbesserung der Wiesen und Weiden herbeizuführen. — Die geräumige Reithalle der Bergkaserne wird sämtliches mit Preisen bedachtes Vieh für die Dauer der Ausstellung aufnehmen, in welcher es. geschützt gegen die Llnbilden der Witterung, beinahe so gut untergebracht ist. wie zu Hause. Ausstellungsbesuchern, die fich besonders für die Tierzuchtabteilung interessieren, ist dringend anzuraten, die Ausstellung schon am DamStagvormittag zu besuchen, an welchem Tage daS Richten der Tiere vormittags 9 Ahr in allen Gruppen beghmt Die Obst- und Ackerbauausstellung wird in der Halle der Landwirtschaftskammer auf dem Ka- sernenplah untergebracht. 3n dieser Halle stehen u. a. auch die Saatbaustellen, der Bauberatungsdienst und die DuchführungSstelle der Landwirtschaftskammer, die Hess. Lehranstalt für Obstbau und Landwirtschaft in Friedberg und die Landwirtschaftliche Schule Bubach aus. Die, landwirtschaftlichen Maschinen, die im Freien gezeigt werden sollen, werden zum Teil auf demKasernen- platz und auf dem von Helmoltschen Grundstück untergebracht. Gin Besuch der Ausstellung dürfte für jedermann, insbesondere aber für die Landwirte. sehr lohnend sein.
•• Deut sche Dolkspartei. Man berichtet uns: Am Montag hatte sich die Frauen- gruppe der D. B. P im Hindenburg versammelt. Frl. Marie Birnbaum. M d. L.. berichtete von der Tagung deS Oesterreichisch-deutschen Bundes, der ganz überpolitisch sich die Förderung des Anschluhgedankens zur Aufgabe gesetzt hat. Dieser Pflege der Beziehungen zwischen Oesterreich und dem Reich galt auch die Fahrt nach der alten Donauhauptstadt, an der über 300 Reichsdeutsche aus allen Teilen Deutschlands und aus allen Parteien teilnahmen. Aeberall wurden sie von der Devöllerung mit Begeisterung und lautem Jubel begrüßt. Besonders die unvergleichlich schöne Fahrt auf der Donau oon ßiiu bis Wien, auf der die Deutschen unaufhörlich durch Tücherschwenken und Zurufe von beiden Ufern des StromeS begrüßt wurden, der Empfang in Wien und die erste große Degrüßungsver- fammlung am Morgen des 30. August in dem herrlichen Rathaus legten beredtes Zeugnis ab von der Freude und Dankbarkeit der Oesterreicher über den Besuch ihrer Brüder und Schwestern aus dem Reich. 3n den folgenden Tagen wurde den Besuchern die Stadt gezeigt, die mit ihren reichen Kunstschahen, ihrer alten Kultur auf alle einen tiefen Eindruck machte, ihnen aber auch einen Einblick gewährte in das. was die Stadt in den letzten Jahren besonders auf dem Gebiet der Bautätigkeit geleistet hat. Frl. Birnbaum beschrieb ausführlich eine großzügige WvhnstStten- anlage, in der von der Gemeinde Wien in einem Jahre für 480 Familien in jeder Hinsicht vorbildliche Wohnungen geschallen wurden, während ein neuer Dau mit 600 Wohnungen bis zum nächsten Jahr fertiggestellt fein soll. Der Ertrag der Wvhnsteuer mit Hinzunahme der Lustbarkeitsund Lurussteuer wird restlos dazu verwandt, der Wohnungsnot zu steuern und die Wohnkultur zu heben. In den Dolksliederabenden zeigte sich die Hohe musikalische Begabung und die begeisterte Liebe deS Volkes zum Gesang, zugleich die
PflqZe, die dem DollSlied zuteil wird. Bei allem aber kam der Gedanke der 'Bereinigung mit dem Reich zum Ausdruck, beruhend auf dem Lebendigen Gefühl der Zusammengehörigkeit weniger aus wirtschaftlichen. crlS vor allem aus kulturellen Gründen. 3m Anschluß an Frl Birnbaums Bericht laS Frau Rolvf f eine feinsinnige Dichtung deS Klagenfurter Dichters Perkonig vor. die. wie alle Darbietungen der Steirer und Kärntner, die hohe alte Kultur dieser deutschen VolkS- stämme im Süden zeigte
f. Konzerte erblindeter Künstler. Am Montag- und Dienstagabend fanden im Kath. Vereinshaus Lieder, und Klavierabende der beiden erblindeten Künstler Heinrich Meyer und Willi Müller statt. Das Programm war recht feinsinnig zusammengestestl und dem Charakter der Veranstaltung gut angepaßk. Die Klaoiersolis des Herrn Willi Müller zeigten eine gute pianistische Fingertechnik und gutes musikalisches Gehör. Be- sonders das .Impromptu op. 51“ von Schubert wurde von ihm tadellos zu Gehör gebracht und von den Besuchern mit reichem Beisall belohnt. Aber auch die übrigen Solls verdienen lobende Erwähnung. Konzertsänger Heinrich Meyer (Tenor) sang einige Arien und Lieder und zeigte eine gute Schulung im deutschen wie italienischen Text. Die von den beiden Herren gefangenen Duette ernteten ebenfalls wohlverdienten Beisall. Die andächtige Zuhörerschar zwang den tresslichen Künstlern weh- rcrc Zugaben ab.
Landkreis Gietzen.
is. Steinbach. 17. Sept. Zwei schlimme Feinde der Landwirtschaft, Mäuse und Schnecken, traten in diesem Herbst wieder ver- heerend auf. Durch die rasche Bergung der Ge- treibeerntc haben sich die ersteren In die Kartossel- und Rübenfelder verzogen und richten hier großen Schaden an. Auch die jungen Kleefelder, welche durch die Trockenperiode im Sommer schon gelitten halten und zum großen Teil einen schlechten Stand zeigen, werden nun von den Mäusen und von den nach diesen suchenden Füchsen durchwühlt. Die Schnecken lassen in den Gärten nichts auskommen, kaum zeigen sich die Sämereien, so verschwinden sie manchmal in einer Nacht. Gegen diese Schädlinge ist der einzelne machtlos. Wenn nicht eine gemeinsame Vertilgung vorgenommen wird, dürfte es um die bevorstehende Winteraussaat schlecht bestellt fein. — Seit 12 Jahren wurde vor kurzem wieder die erste Güterversteigerung vorgenommen. Die Preise lagen durchweg ein Viertel höher als vor dem Kriege, außerdem haben die Steigerer noch die Gerichtskosten zu tragen und den Kaufschilling in zwei Raten innerhalb dreiviertel Jahren zu bezahlen, während früher der Käufer in drei Jahren je ein Drittel aufzubringen hatte. Auch ver- schiedene Verpachtungen fanden statt. Hier waren die Preise ziemlich dieselben wie srüher, zum Teil sogar geringer.
Wirberg. 17. Sept. Der anläßlich des evangelischen DvlkstageS in Gießen am Sonntag 10 Uhr in unserer Kirche predigende Psarrer P l i 11 aus Difchossburg in Ostpreußen ist bereits eingetroffen. Er spricht zunächst m den Schulen über Land und Leute in Ost- Preußen, ferner auch über seine Diaspora und über die Abstimmung im Kreise Ryssel. 3n der Konfirmandenstunde wird er ebenfalls sprechen.
L Ha rbach, 17. Sept. Die älteste Frau unserer Gemeinde, Katharine Gräf, geb. Schvser ist am Mittwoch im fast vollendeten 96. Lebensjahr gestorben. 3hre Rachkommenschast geht bis in die 4. Generation, sie hatte bereits 11 r- urenkek.
Kreis Friedberg.
Sf. Friedberg, 17. Sept. Auch in unserer Stadt hat sich ein Ausschuß gebildet, der die Cr- richtung eines Ehrenmales f ü rdieOPf er des Weltkrieges unserer Gemeinde beabsichtigt. Die vor einiger Zeit vorgenommenen Haussammlungen haben die Summe von nahezu 5000 Mk. ergeben, die aber keinesfalls dem beabsichtigten Zwecke genügen dürfte. Deshalb sind für Die kommende Zeit eine Reihe von Veranstaltungen geplant, die weitere Bausteine liefern sollen. Ein verheißungsvoller Anfang war das Konzert, das am 14. d. Mts. von dem Hagen-Düsseldorfer Dokalquartett geboten wurde und das uns durch Vorträge von Kompositionen von Brahms und Schumann einen Abeiid des reinsten und künstlerischen Genusses bot. Als ein weiterer Schritt ist für nächsten Sonntag ein Blum en tag festgesetzt, an dem junge Damen Friedbergs sich bereitwillig in den Dienst der guten Sache stellen wollen.
sf. Friedberg, 7.1 Sept. Ein verhängnisvoller Zusammenstoß eines Motorrades mit einem Personen auto ereignete sich gestern auf der Straße zwischen Rodheim und Köppern. Das Auto des Fabrikanten Megerle von hier wollte das Rad des Kaufmanns M. Grünebaum überholen, als sich dieses plötzlich nach links wendete und von dem Auto ersaßt und zur Seite geschleudert wurde. Der Fahrer wurde durch eine Gehirnerschütterung schwer verletzt und starb noch in der Rächt im Krankenhaufe zu Friedberg, wohin ihn der Besitzer des Autos gebracht hatte.
Kreis Schotten.
- Schotten. 17. Sept. Der Obst- und Gartenbauverein veranstaltet am 26. und 27. September eine Obst- und Gemüse- schau in Laubach. Alle Einwohner von W e 11 e r s e l d und L a u b a ch sind berechtigt, die Ausstellung zu beschicken. Wie die vorjährige Obstschau in Ulfa, so soll auch die diesjährige dem Besucher die für unsere Gegend geeigneten Obstsorten vor Augen führen und ihn veranlassen. mir Qualitätsobst zu ziehen. An reger Rachsrage und guten Preisen wird es dann nicht fehlen.
Unter-Schmitten, 17. Sept. Wie die Iunkersmühle bei Eichelsdorf während
der Inflationszeit, fo wird jetzt die h.efigc Ruppelsche Müh le in ein« Grvßmü Yle mit modernster Einrichtung umgewandelt. Auf engem Raume, zwischen Ridda und Rainrod. 10 Kilometer voneinander entfernt, werden zukünftig zwei Großmühien und sechs Heinere das Riddatal beleben. — Unter der Herrschaft strahlender Herbstsonne geht die Drummeterntc flott vonstatten. Die kleineren Leute sind bereit» fertig, und hier und da wachsen schon die weißen Kartoffelsäcke auS den Aeckern. Das Qlb- ernten der Aepfelbäume sollte nicht übereilt werden. da da» Obst in den sonnigen Tagen noch gut reift und an Güte zunimmt
Kreis Alsfeld.
OH Alsfeld. 17. Sept. Eine für Alsfeld neue Vorführung fand heute auf dem Marktplatz statt. Die Firma M a g i r u S zeigte eine mit den modernsten Einrichtungen versehene Automobilfeuerspritze und eine Heinere Motorfeuerspritze in Tätigkeit, deren Leistungen allgemeine Bewunderung erregten Mit einem 24 Millimeter weiten Strahlrohr wurde ein Wasserstrahl von 40 Meter Höhe erzeugt. Der Hebung, zu der ein Zug der Freiwilligen Feuerwehr zugezoaen war. wohirten der Vertreter des Kreisamts, der Bürgermeister der Stadt, sowie der städtische Branddirektor bei. Die Anschaffung einer derartigen Motorfeuer- spritze wäre jcbenfalU im Interesse der wirksamen Feuerbekämpfung bei Brandausbrüchen sehr zu begrüßen und könnte allen Gemeinden des Kreises zugute kommen, falls der Kreis eine solche an- schäften würde.
<S> Groß-Felda, 17 Sept. Nachdem sich erst vor einigen Tagen ein schrecklicher UngluckS- fall hier zutrug, ist heute schon wieder non* einem solchen zu berichten. Gestern nachmittag wollte der Straßenwärter Geißel von 3 e i 1 - bach einen entfernten Straßengraben räumen. Er setzte sich auf fein Rad, um schneller an seiner Arbeitsstelle zu fein, und nahm sich eine Sense mit. Als er im Dorse um eine unübersichtliche Ecke fuhr, sah er plötzlich einen mit Grummet beladenen Wagen vor fich. Er kam beim Ausweichen ins 'Danken, griff In die Senfe und schnitt sich die eine Hand beinahe durch. Der sofort herbeigeeilte Ar§t wollte den Mann nach Gießen in die KlinB überführen, doch war der Blutverlust unterwegs so stark, daß er ihn nach dem näher gelegenen L a u b a ch brachte.
l. B r a u e r s ch w e n d, 17. Sept. Das Ba - saltwerkBra verschwend ist von heute ab nur noch an drei Tagen in der Woche im Betrieb. W>e man hört, soll die Betriebsleitung den Arbeitern empfohlen haben, in eine Ermäßigung der Arbeitslöhne einzuwilligen. Käme eine Einigung in dieser Hin'iclu nicht zustande, so müßte in den nächsten Wochen die gänzliche Stillegung der» Werkes in Erwägung gezogen werden
Starkenburg Uitv Hih?inhcffcn.
' Darmstadt, 17. Sept. Gestern wurde in Eberstadt ein junger Mann im Alter von 19 Jahren mit Rainen Knieß mit seinem Fcrln rad von einem vorüberfahrenden Autv erfaßt und überfahren. Knieß, der der einzige Ernährer seiner Mutter war, wurde sofort g ° tötet. - In Lindenf eis ist am Montag das fünfjährige Kind des Arbeiters Georg S t e i n rn a n n von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß es nach Darmstadt in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Hier ist das Kind jetzt gestorben.
Hessen-Nassau.
T Raunheim, 17. Sept. Heute ist die Familie Heinrich Lepper von hier nach Brasilien gezogen, nachdem im vorigen Jahre zwei Söhne von ihr sich dort niedergelassen: haben. Das Ehepaar Lepper ist über sechzig Jahre alt. — Vorgestern fiel das zweijährige Kind des Karl Burchardt aus dem Fenster des zweiten Stockes und zog sich am Kopfe schwere Verletzungen zu.
fpd. Frankfurt a. M., 17. Sept. In der Wohnung der alleinstehenden 56jährigen Frau Frey, Offenbacher Landstraße 432, explodierte heute abend gegen 9 Uhr aus bisher nicht genau ermittelten Ursachen eine Petro - leumlarnpe. Dabei wurde die Frau so erheblich verletzt, daß sie nicht mehr in der Sage war, die Hilfe der Hausbewohner herbeizuholen. Als diese, durch den Brandgeruch ausmerftam geworden, schließlich in das Zimmer drangen, sanden sie die Frau verbrannt unter dem Tisch liegen. Die sofort alarmierte Rettungswache konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Größerer Brandschaden entstand nicht.
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Gießen, den 17. September 1925. 8712D Telegraphenbauamt.
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