reichen Fülle der gebotenen Anregungen, sondern ebensosehr deshalb, weil er die Grünlandbewegung in Hessen auf breitere Grundlage gestellt hat: Einheitsfront zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Großlandwirt und Bauer, die sich alle zum Ziele setzen, in unermüdlicher, verantwortungsbewußter Kleinarbeit mitzuhelfen an dem Rettungswerk für Volk und Heimat. Kö.
Wirtschaft.
* Wieder Notierung der Vor- kriegspfanddriesc. Der Berliner Börsen- vvrstand hat beschlossen, die Notierung der Borkriegspfandbriefe ab Freitag dieser Woche wieder vornehmen zu lassen. Bekanntlich erfolgte seinerzeit die Aussetzung der Kursnotiz dieser Werte auf die unbestimmte Nachricht über grundlegende Abänderungsanträge im Aufwertungs-Ausschuh des Reichstages, die tatsächlich aber nicht eingelaufen sind.
* Frankfurter Maschinenbau A.'-G., v o r m. Pokorny & Wi ttekind. Sn der gestrigen ordentlichen Hauptversammlung wurde der Abschluß für 1924 genehmigt. Der Reingewinn von 311 233 Rm. wurde wie folgt verteilt: Auf 318 000 Rm. Vorzugsaktien 6 Prozent Dividende für 1923 — 19 080 Rm., 6 Prozent Dividende für 1924 19080 Rm.: auf 6600000
Reichsmark Stammaktien 4 Prozent Dividende = 260 000 Rm.. Auf neue Rechnung werden vorgetragen 13 073 Rm. Bon einem 1397 Stimmen vertretenden Aktionär wurde gegen die Verteilung der vorgeschlagenen Dividende auf die Vorzugsaktien für das Fahr 1923 Widerspruch erhoben.
* Hirsch, Kupfer- und Messingwerke A. G., Berlin. Die o. H.-V. genehmigte den Abschluß für 1924 und beschloß antragsgemäß aus dem Reingewinn von 850 216 Rm. die Derteilung einer Dividende von 6 Proz. Sn ausführlicher Darlegung erläuterte Herr Aron Hirsch die Bilanz. Er stellte fest, daß die Gesellschaft aufs äußerste bestrebt war, durch technische und organisatorische Maßnahmen die Rentabilität des Betriebes zu vergrößern. Das zweite Halbjahr 1924 und bas laufende Sahr haben diese Maßnahmen gerechtfertigt. Man könne für 1925 mit einem befriedigenden Resultat rechnen. Allerdings sei die Kapitaldecke bei einem Umsatz von 5 Mill. Mark im Monat zu gering, und bei gegebener Zeit würde die Gesellschaft sich vielleicht teilweise durch Neuemissionen von Aktien oder Herausgabe von Teilschuldverschreibunoen das benötigte Kapital verschaffen.
* Der Bergbau W est - und O st - Oberschlesiens. Der Bergbau West-Obec- fchlesiens umfaßt nach einer Mitteilung Les Fachblattes Sndustriekurier zur Zeit insgesamt 15 Gruben, deren Forderung im Sahre ■ 1924 gegenüber dem Vorjahre um 2 155 580 Tonnen gleich 24,7 Proz. zugenommen hat. Sn Ost-Oberschlesien ist dagegen in der gleichen Zeit ein Rückgang um 2 682 482 Tonnen gleich 10,2 Proz. zu verzeichnen.
* Aufschwung der amerikanischen Maschinenausfuhr noch Deutschland. Nach den nunmehr vorliegenden amtlichen amerikanischen Statistiken hat Deutschland im Sahre 1924 laut „Sndustriekurier" für 2 590 402 Dollars amerikanische Maschinen eingeführt, während im Sahre 1923 nur für 763 553 Dollars nach Deutschland verschifft wurden. Deutschland ist damit von der 25. Stelle im Sahre 1923 an die 13. Stelle im Sahre 1924 als Abnehmer amerikanischer Maschinen gerückt. Die Borkriegsausfuhr belief sich 1910 auf 3177 648 Dollars, 1913 auf 5 259 454 Dollars. Damals war Deutschland der drittgrößte Maschinenkunde Amerikas..
Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a. M., 17. Sunt Die Abendbörse, die lebhaft und fest verkehrte, stand wiederum unter dem Zeichen einer regen Kauflust. Die Spekulation setzte die Deckungskäufe fort, aber auch Meinungskäufe waren zu beobachten. Der Mvntanmartt war etwas vernachlässigt, trotzdem konnten Mannesmann. Phönix und Kali Westeregeln etwa 2 Prozent hinzugewinnen. Dagegen standen Farbwerke in lebhafter Kaufbewegung, so daß die Kurse noch weiter kräftig anzogen. Bon Clektrowerten waren AEG um 1 Prozent gesteigert. Am Bankaktienmarkt zeichneten sich Reichsbankanteile durch eine neue
Besserung von 2 Prozent aus. Schiffahrtsaktien wurden zu festen Kursen umgeseht. Bon Autoaktien hatten Kleyer eine neue Steigerung von 2 Prozent, dagegen schwächten sich Hirsch Kupfer um 1,5 ab. Sn festverzinslichen Werten verhalfen Aufwertungshoffnungen zu einer weiteren Kurs- besserung. Die Börse schloß lebhaft und fest. Deutsche Anleihen: 5prozentjge Reichsanleche 0,450, 4prozentige Reichsanleihe 0,565. 31/» Pro- zentige Reichsanleihe 0,570, 3prozentlge Reichsanleihe 0,800, 31/2 prozentige Preutz. Konsols 0,580. 3prozentige Preuß. Konsols 0,600. SchuN- gebietsanleihe 5,900. Ausländische Renten: Zolltürken 7,75, Bagdad II 7,2, Ungarn von 1924 7,25. Bankaktien: Braubank 68, Berliner Handelsgesellschaft 120,75, Commerzbank 99, Darmstädter Dank 121, Deutsche Bank 121,50, Discontogesell- schaft 108,25, Dresdner Bank 102,50, Mitteldeutsche Creditbank 98,50, Reichsbank 125, Oester- reichische Creditaktien 7,32. Montanaktien: Buderus 57, Deutsch-Luxemburg 73, Harpen er 110, Slse Bergbau 98, Mannesmann 83, Mansfeld 62, Phönix 93,75, Stinnes-Riebeck 78,40, Kali Aschersleben 13,75, Westeregeln 110. Chemische Aktien: Badische Anilin 119,75, Scheideanstalt 108,75, Elberfelder Farben 110,25, Th. Goldschmidt 87, Höchster Farben 110.25, Holzverkohlung 6,62, Rütgerswerke 67. Schiffahrtsaktien: Hapag 55, Nordd. Lloyd 59,37. Sndustrieaktien: AEG 96, Adlerwerle Kleyer 60, Cement Heidelberg 71, Hirsch Kupfer 100, Kemp 0,38, Rheinmetall 39,50, Lechwerke 82. Licht und Kraft 97,50, Mönus 60, Neckarsulmer 80, Schuckert 62. Waldhof 9,75, Boigt & Häffner 76. Frairkenthalzucker 3,825, Offsteinzucker 55.
Devisenmarkt Berlm—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark aoSgedrückt. BnenoS-StreS, London, Neu« yort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien nnd Budapest kür 100000 Einheiten, olles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphi sehe Auszahlung.
16 Juni
17. Juni
Amtliche Noti rung
Amtliche Notierung
Geld
Bries
Geld
Bries
eunft.-Ro».
168.54
168,96
168.54
168,9b
Bucn.-Aires
1.678
1.682
1.677
1,681
Brss.-Antw.
19 84
19.8-«
19.88
13,92
Christiania.
70,74
70,92
70,74
70,92
Koprnbagen
79,53
79,73
79,85
79,78
Stockholm .
112.25
112,53
112,23
112,51
HellingsorS.
10.565
10,605
10,502
10,602
Italien. . .
16,19
16.23
16.06
16,10
London. .
20,388
20.440
20.388
20,410
Ncunork . ■
4.195
4,205
4,195
4,205
Paris. . . .
20.03
20.09
■20.08
•20,14
Schweiz . .
81.4-3
81,63
81.445
81,645
Spanien. .
61.07
61,23
61,07
61.2.3
Japan . . .
1.71.3
0 459
1.717
1.708
0.464
1,712
!Xto de Jan. Wien in D.«
1.461
0.468
Oeft. abeeft.
39.057
59,197
59,057 12,425
59,19.
Prag ....
12.428
12.468
1’2,475
Belgrad . .
7.35
7
7,392
7,412
Budapest . . Bulgarien
5.895
3,055
5,915
3.065
,.8!'5
3.055
5,915
3,065
Lissabon
20 475
.'0,525
20,475
20,525
Danrig. . • Konstantin.
80 84
81,04
80.83
81.03
'.22
2,23
'»225
2,235
Athen. .
7 14
7.16
7.04
7.06
Banknoten.
Berlin, 17. Juni.
Geld
Bries
Amerikanische Note» .....
4.18
4,20
Belgische Noten ..... .
Dänische Noten..... .
19,84
79,47
19,94
79,87
Englische Noten........
20,359
20,459
Französische Note» ......
20,03
20,13
Holländische Noten......
168,17
169,01
Italienische Noten......
16,06
16,17
Norwegische Note» ..... . Deutsch-Oesterr-. 5100 Sitmni
70,68
71,04
59,09
59.39
Rumänische Noten......
—»
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
111,94
112.50
81,49
81.89
Spanische Noten .......
iiO.85
61,15
Tschechoslowakische Ntttnr - .
12.415
12,475
Ungarische Noten ... ...
5.85
5.89
Berliner Börse.
lEigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ . Berlin, 17. Suni. Die freundliche Grundtendenz des Bortages übertrug sich auch auf den heutigen Effektenverkehr. Die Kurse stiegen anfangs allgemein weiter an. Eine Belebung der Geschäftstätigkeit wurde hierdurch aber nicht erreicht, die Umsätze stehen hinter denen des gestrigen Hages zurück, da von Seiten des Publikums nur wenig Ordres einliefen. Die letzthin besonders stark ermäßigten Werte haben jetzt in der Aufwärtsbewegung die Führung, da zur Abdeckung von Baisse-Engagements noch Deckungskäufe erfolgen. Was die Montan- werte anbelangt, so stimmte die Tatsache bedenklich, daß die Gelsenkirchener Bergwerks°A.°G. zwei Hochöfen stillegt und die Arbeiter entlassen will. Die anfängliche Befestigung der
Feuer am Nordpol.
Technisch-politischer Roman aus Der Gegenwart.
Don Karl-August von Laffert.
69 Fortsetzung (Nachdruck verboten.»
„Wußte man, daß die Deutschen sich noch'» in der Bahn befanden?"
„Sie waren nach Beilegung des Streiks bereits wieder auf dem Rückwege begriffen, was wir aber nicht ahnten. Erst nach Stillegung des Betriebes teilte Ferreata durch Funkspruch mit, daß die Deutschen abgefahren wären."
„Hat man versucht, durch Einschalten der Akkumulatorenbatterie die Bahn wieder in Gang zu bringen?"
„Zunächst mußten wir uns in den Besitz des ganzen Werkes setzen, was einige Stunden in Anspruch nahm. Als dann später der Akkumulator eingesetzt wurhe, war der unterwegs befindliche Wagen anscheinend festgefroren, denn der Betrieb funktionierte nicht."
„Und die Rettungsaktion?"
„Sie erreichte den verunglückten Wagen etwa 50 Kilometer vor Petrolea. Die Insassen waren aber bereits erfroren."
„Sprachen Sie die Teilnehmer des Rettungswerkes?"
„Nein."
„Aber Sie haben die Leichen der Deutschen gesehen?"
„Auch nicht."
„Woher wissen Sie denn diese Einzelheiten?"
„Herr Stratoff erzählte sie uns."
Krasnin trat ein. Rasch wurde er in alles ein- geweiht. Unterdessen brachte der Diener eine russische Sakuska mit pikanten Delikatesten und vielen Likören. Und während sich die Herren die guten Dinge schmecken ließen, entwickelte Linda ihren Plan.
Nach einer kleinen Stunde war das Frühstück beendet, worauf unmittelbar zur Tat geschritten werden sollte. 3n diesem Augenblick traten Lieb- Hard und Kersten ein. Erstaunt erblickten sie die beiden Russen.
„Reden Sie ruhig, meine Herren", sagte Linda mit zuckenden Lipepn
Kersten verstand und antwortete:
„Alles ging nach Wunsch. Die russische Schutztruppe gab ohne Widerstand ihre Waffen ab."
Krasnin fuhr auf.
„An wen gaben meine Leute die Waffen ab?"
„An mich, den Oberbefehlshaber von Nova Thule", erwiderte Kersten.
„Und aus welchem Grunde?" fragte der Russe drohend.
„Weil wir festzustellen beabsichtigen, durch wessen Schuld unser Präsident umkam."
„Jetzt aber ist Herr Stratoff der stellvertretende Präsident", warf der Flieger ein. „Bon ihm allein haben Sie Befehle entgegenzunehmen."
„Wir nehmen von niemand Befehle entgegen", sagte Liebhard. „Zunächst wollen wir einmal in Petrolea —"
„Genug der Worte, Herr Liebhard", unterbrach Linda. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Auf nach Petrolea!"
„Was soll mit den beiden Russen geschehen?" fragte Kersten.
„Sie bleiben unter strenger Bewachung hier", entschied Linda.
„Dann rasch zum Flugzeughafen!" rief Liebhard. „Außer den vier Kampffliegern folgen uns zehn Transportflugzeuge mit 200 tüchtigen Männern unserer Schutztruppe. Wehe Herrn Stratoff, wenn ihn irgendwelche Schuld treffen sollte."
14.
„Wie lange sitzen mir bereits hier?" fragte Sanders.
Nagel zog eine elektrische Laterne hervor und -durchblitzte das eiskalte, lastende Dunkel.
„Es ist vier Uhr nachmittags", entgegnete er. „Zehn Stunden vergingen seit Dem Versagen des Stromes."
„Man läßt uns absichtlich umkommen", meinte einer der Ingenieure und bemühte sich, durch Hin- und Hertreten seine fast erstarrten Beine zu erwärmen.
„Wir sollten doch den Versuch machen, zu Fuß nach Petrolea zu gelangen", riet einer der beiden anderen.
„Unmöglich", erklärte Nagel. „Die 50 Kilometer bis Petrolea im glatten Eistunnel vermögen wir nie zu bewältigen. Wir würden unterwegs vor
Börse kam daher gegen Schluß der ersten Börsenstunde zum Stillstand. Bon Spezialwerten wurden S ü d s e e und heimische Anleihen bevorzugt, erstere infolge der mehrfach erwähnten Oppositionsgruppe bis 43 erhöht. Kriegsanleihe 0,440 bis 0,435. Der Geldmarkt zeigte gegenüber Den letzten Tagen keinerlei Veränderungen, tägliches Geld 7 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11,5 Prozent. Am Devisenmarkt haben sich die Kursentwertungen des Lire etwas beruhigt, gegenüber der gestrigen Notierung trat keinerlei Schwankung ein. Die Mark wurde genannt in London mit 20,42, Paris 4,98, Amsterdam 59,23 Zürich 122,60.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Datum:
y/0 D-oNche MekchSanleNsr 4% Deutsche NeichSanleiye .
8'/.% Deutsche ReichSanleibe S°/n Deutsche NeichSanleihe . Deutsche Sparprämicnanleib« 4% Preußische KoniolS • . . 4®/o Hessen snfe::: ::.::: Deutsche Wend. Dollar-Anl. dto. Doll-Schatz-Anweiing.^ <•/<> Bontfirteu.........
5% Goldmexikaner Vertin er Handelsgesellschaft. Commerz- und. Privat-Bauk. Tarmst. und Nattonalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank . . . . Disconto Tommandit Metallbank..........
Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Weltbank Lochumer Guß . .
BuderuS . . . . Caro .......... .
»Luxemburg irchener Bergwerke. .
harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westewegeür La urahütte........
Oberbedars . . . .
Phönix Bergbau .......
Riebeck M orttaö» ...... TelluS Bergbau. ......
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Hlbin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Lnglo-Com.-Guauo .... »e Anilin.......
6c Maver «lapt» ». Goldschmidt
GricSl.eimer (Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ....... RütgerSlverke Scheideanstalt ...... Allg. ElektriztkatL-GesEchatt Stramann .........
Nwinkraftwerke ....... Schuckert . Siemens 4 HalSkr ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motor«. ...... HeyligenÜaedt......... Meguin.........
Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Metall gesell i Frankfurt.
Schuhfabrik Herz . . . . i * * Sichel .........
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 17. Sunt Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 23,50, Roggen, inländ. 18 bis 20,50, Hafer, inländ. 18,50 bis 22,50, Mais (gelb) 20,25 bis 22,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36 bis 37, Roggenmehl 28,50 bis 29.50, Weizenkleie 11,75 bis 12, Roggenkleie 12,75 bis 13. Tendenz flau.
Schlich. Kur»
SdjlufcR- Adeno- uöde
Schluß.
Nur»
Schluß Mittag । h«ri*
16. 6.
17 6.
16.6.
17 6
0.41
0.45
0.4225
0.4425
0,565
0,47
0.5.35
—
0,57
0,46
0.5375
0,69
0,80
0,655
11.7775
0.245
0,285
0,25
0.255
0.425
—
0.487
0.56
—
—
0.70
0.58
—
_
0,45
0,41
0,50
0,46
0.51
89.75
89.75
91,75
91,75
92,8
93
93
93.12
*
7.75
6.8
—
25,5
35.5
—
—
120
120.751
119
119,5
100
99
99
98,5
121
121
120,50
121.50
120
121,5
120,5
120,5
71
71
—
——
108
108,25
108
108,25
20
90
—
—
98
98.5
98
98
7,25
7,32
7.25
7,25
0.10
0,11
0,15
—-
—
—.
55.6
58,5
52,5
57
53,50
56,50
—
53
53
55
70
73
•>9,5
72,75
58.50
60.5
59
61.50
101
110
106.50
109,87
12
13.75
12,50
13:90
98
110
15
16.40
43
44.1
45
45
5,3
5.50
5,.50
5.50
88.75
93,75
89
92
70,5
7.3
70.5
73,87
74,5
:s,4
76
76
2,35
—
52.50
55
52.50
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59,37
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59,25
—
_
70,10
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*
—
61
62
59,1
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—
—
92
93
114,4
119,75
114,75
117,5
0.45
0,47
—
—
83.25
87
83,60
87,62
105.1
107,6
105,25
108
106.62
110.25
106 4
108,75
6,25
6,62
—
585
67
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65,75
104,75
106,75
91.7
96
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94,75
68
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**
57,25
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61.37
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54,5
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41
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—
40
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38.5
40.5
—
—
60
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0,4.3
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105
—
w
2,1.3
2,3
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2,7
2.7
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36
36
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9,75
9,62
3,6
3,825
—
—
54
•—
51
56
Berliner Produktenbö7,e.
Berlin, 17. Suni. Der Produktenmarkt zeigte gegenüber weiterer amerikanischer Abschwächungen eine widerstandsfähigere Tendenz. Die Lieferungsiwtierungen schwächten sich aber ab. Mehl wenig umgesetzt. Futterartikel waren ruhig. Es notierten pro Tonne: Weizen (märk.) 264 bis 267, Weizen (Suli) 259 bis 260,50, Roggen (märk.) 210 bis 214, Roggen
Kälte und Erschöpfung umkommen. Außerdem können wir jeden Augenblick damit rechnen, daß die Bahn wieder funktioniert. Dann würden wir von dem sich in Beweguna setzenden Wagen erdrückt. Wir müssen warten und hoffen."
„Und sind in einigen Stunden alle erfroren", antwortete der Erste Ingenieur.
„Stratoff hat uns eine Falle gelegt", sagte der Zweite. „Der Streik in Ferreata war fein Werk. Jetzt läßt er uns hier erfrieren."
„Ja, wir gingen in eine Falle", bestätigte Nagel. „Und das schlimmste dabei ist, daß wir gewarnt waren. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Unsere deutschen Kameraden werden uns befreien."
„Dann müssen sie bald kommen", sagte der dritte der Ingenieure. „Meine Beine sind bereits abgestorben, und die Kälte kriecht mir bis zum Herzen."
„Wir wollen Sie in unsere Mitte nehmen", sagte Nagel. „Vielleicht vermögen wir Sie noch etwas zu erwärmen."
Die in einer Ecke des Wagens dicht aneinander gekauerten Männer rückten auseinander und zogen den bereits halb Erstarrten zwischen sich. Er klapperte vor Frost und fing nach kurzer Zeit an zu phantasieren.
Nagel hatte seine elektrische Laterne wieder gelöscht. Die Batterie war schon fast verbraucht und gab nur noch schwaches Licht.
Keiner der Männer wagte mehr zu sprechen. Die immer stärker von draußen hereindringende Kälte lähmte ihren Widerstand. Kaum versuchten sie mehr dem Tode zu trotzen. Regungslos und fast gedankenlos dämmerten sie dahin.
Waren es Stunden, waren es Tage, die vergingen?
Die schweifenden Gedanken führten Sanders fort. Alle Orte, an denen er mit Linda zusammen geweilt, umkreisten feine irren Träume. Er schlief und wurde weit davongetragen: Die Oelquellen von Campina, Kalmikowskaja, die Fahrt auf der .Schwalbe", das Deck der „Nagasaki Maru" und schließlich Schloß Saratu, der Beginn seiner höch- stkn Seligkeit und feines tiefsten Elends.
Schreckhaft fuhr er auf. Seine fast erstarrten Hände griffen nach der Wünschelrute. Kaum vermochte er sie zu halten. Weit vorgestreckt stemmten sich die Arme mit vollster Anstrengung.
(Suli) 206 bis 207,50, Gerste (märk.) 226 bis 242, Futtergerste 200 bis 215, Hafer (märk.) 231 bis 239, Hafer (Sufi) 188 bis 189, Mais (La Plata, loto Berlin) 207 bis 211, Raps 360 bis 370; pro Doppelzentner: Weizenmehl 33,50 bis 36, Roggenmehl 29 bis 30.50, Weizenkleie 13,50, Roggenkleie 14,10 bis 14,20, Viktoriaerbsen 25 bis 29, kleine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 21 bis 24, Peluschken 21 bis 23, Ackerbohnen 21 bis 22, Wicken 23 bis 26, Lupinen (blau) 10 bis 11, Lupinen (gelb) 13,50 bis 14,50, Rapskuchen 15,60 bis 15,80. Leinkuchen 22,20 bis 22,80, Trockenschnihel 10,20 bis 10,45, Torfmelasse 10, Kartoffelflocken 19,20 bis 19,30.
Schach.
Turnier um die Meisterschaft von Hessen.
Darmstadt, 17. Suni. Gestern wurde die dritte Runde gespielt; es wurden hierbei sehr, wilde Partien geliefert. O r b a ch gewann nach zweimaligem Figurenopfer eine durchweg interessant und lombinationsvoll gespielte Partie gegen Sixt; diese sowohl als auch die beiden erstgespielten kommen stark für den Schönheitspreis in Betracht. Dr Ada in war es ein Leichtes, in einem unregelmäßig ^behandelten Damenbauernspiel seinen Gegner Gudkewitsch, der die weißen Steine führte, abzufertigen. Er eroberte im Endspiel einen Bauern, der zum Sieg genügte. Orth überspielte als Nach- zieheirder in einer ungarischen Partie Dr. Wolff völlig und gewann in elegant durchgeführtem Rachadeangriff. F l a n d e r eröffnete gegen Dleutgen mit einem Darnengombit. Die Partie wird wahrscheinlich nicht zu Ende gelangen.
AuÄ Sem Amtsvcrkündiqungsblatt.
" Das Amtsverkünbigungsblatt Nr. 48 vom 16. Suni enthält: Die Förderung des Wohnungsbaues im Sahre 1925. — Erhebung einer Gewerbesteuer durch die Provinz Oberhessen. — Einführung eines einheitlichen Brotgewichts. — Maul- und Klauenseuche in Langsdorf und Lich. - Verlegung eines Wassergrabens in der Gemarkung Rabertshausen. — Straßensperren in Steinberg und Gießen. — Gefunden, verloren. — Dienstnachrichten. — Nachtrag zur Friedhofsordnung mit entsprechender Polizeiverordnung für die Gemeinde Allen- dorf a. d. Lahn.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 19. Suni.
12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirtschatsmfeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Hausfrauen-Nachmittag in Musik und Wort. Programm u. a.: „Wie schont die Hausfrau ihre Kräfte?", Vortrag ton Frau Doktor Dursthn. 6 Uhr: Wirtschaftsmel- bungen. 6 bis 6.10 Uhr: Suristenfunk. 6.15 bis 6.45 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6.45 bis 7 Uhr: Die Besprechung. 7 bis 7.30 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.30 bis 8 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung — Vortrag von Rektor Wehrhan: „Sonnwendfeiern". 8 bis 8.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Zur Einführung zu der bevorstehenden Aufführung des Neuen Theaters spricht Dr. Karl Ritter, der Dramaturg des Kasseler Neuen Theaters, über Frank Wedekinds „Büchse der Pandora". 8.30 bis 9.30 Uhr: Musikalische Stilgeschichte in praktischer Darstellung. Dritter Abend. 9.30 Uhr: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 10 bis 11.30 Uhr: Dallmusik für die reife und grüne Sugenö, veranstaltet vom Hausorchester.
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erfordert besonders sorgfältige Pflege, da es leicht streifig und dunkel wird. Alle 8 bis 14 Tage eine Kopfwäsche mit Schaumpon mit dem schwarten Kops mit Kamillenzusatz erhält die gleichmäßige Farbe des Haares und gibt diesem ein duftiges, volles und glänzendes Aussehen Ein Paket 20 Psg. Man achte y genau auf die altbekannte Schutzmarke und lasse sich nichts anderes als ebensogut oder besser empfehlen. Hersteller: Hans Schwarzkopf, Berlin-Dahlem.
Da zuckte die Silberschlinge, drehte sich und zuckte nochmals. Ein glühend heißer Strom durchdrang den fast Erfrorenen. Und empor riß es ihn aus dem Erinnerungsschlaf.
„Sie kommen!" rie er mit starker Stimme. „Wir sind gerettet!"
Der Hoffnungsstrom durchdrang aud) die anderen. vüe taumelten auf. Nagel machte Licht. Sanders erhob sich. Immer noch hielt er die Schlinge, die auf und nieder zuckte.
Ferner, fahler Lichtschein drang von außen burtb die von Eisblumen fest verklebten Fenster des Wagens.
„Sie kommen!" rief vier der Männer.
Rasch näherte sich das Licht und wurde zur blendenden 5)eüe. Nagel versuchte die Tür zu öffnen. Sie widerstand den kraftlosen Händen. Gleich darauf wurde sie von außen eingeschlagen.
Kaum erfaßten die Geretteten mehr, was mit ihnen geschah. Kräftige Hände hoben sie auf und trugen sie in einen wohldurchwärmten Raum. Betten standen bereit. Man entkleidete sie. Der Arzt untersuchte die erfrorenen Glieder, die forwäh- renb mit Spiritus eingerieben wurden. Heißen Tee gab es mit viel Rum. Und bald kehrte fast allen die volle Besinnung wieder.
Nur einer von ihnen, der arme Ingenieur, der bis zuletzt phantasiert hatte, blieb im Schlafe des Eistodes zurück. —
Linda saß neben dem Lager von Sanders und rieb ununterbrochen seine geröteten Hände. Voll heißer Dankbarkeit blickte er in ihr strahlendes Gesicht.
,Tich wußte, daß du kommen würdest, um dich nie mehr von mir zu trennen", sagte er leise. -„Fortwährend habe ich nach dir gerufen."
„Ich horte dich, Liebster", gab sie zärtlich zurück. „Anfangs überfiel mich das Gefühl eines ent- setzlichen Unglücks. Dann, als man uns deinen Tod meldete, glaubte ich, deine Seele riefe nach mir. Dis es mir schließlich zur Gewißheit wurde, daß du lebtest und ich dich retten müsse."
Längst waren sie wieder in Petrolea angelangt. Aber erst als der Arzt keine weiteren Bedenken hegte, erfolgte die Ueberführung der Geretteten in ihre Wohnungen.
(Schluß folgt.)


