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Büdingen.
16. H Die Gtfluget Ausstellung, die titln war beschick mit 133 W- iD Zwerghühnern, 160 Lui.
2ii Die Vorbereitung urJ isstellung mit LnttMiW es, der hiesigen Wckn gezeichnet un) faiti all- |.
gen, 16. ®$. Da Ibß. Hessischen ttatnag an bü frage eingedracht, die fit n des MesN-nglLsrrs häftigt und energische 'M- t gegen den KvloradMs« tot Bedangt Der Messing' m 3M das ähnlich wie eiten binnen «Mer Zeit fann uni) Mfaß sehr s. 3. gemeldet haben, ist
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2 Eier,
5 g Zimt
Zutaten •
Mandeln
I Pfd. Weizenmehl
1 Päckchen Dr. Oetker'» Backpulver „Baddo"
Die abgeriebene Schale tob ’/, Zitrone
7i ikorai+i mn • Oie Butter rührt man zu Sehne, Z.UDereilUng . fügt Zucker, Eier, Mandeln, Zimt und zu'etzt das mit dem Backin gemischte Mehl hinzu. Dann rollt man den Teig auf cnem Backbrett messe r- rückendick aus, nötigenfalls fügt man noch etwas Mehl hinzu und sticht mit kleinen Blechfonnen PliHchen aus, die auf einem gebutterten Blech knusprig gebacken werden. Es empfiehlt sich, das Gebäck in Blechdosen autzabe- wahren, damit es längere Zeit knusperig bleibt.
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Dr.A.Oetker, Bielefeld.
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rinbo, der ihn verprügelt, von den Hunden, die ihn in die Waden beißen, von den Soldaten, die ihm den Krieg erklären, und sogar von Corallina, die ihn ohrfeigt, um ihm aber dann zu verzeihen. D.esinal jedoch kriegt irrtümlicher- weise dec Vater Rosauras die Hiebe, daS heißt also unser Rustknacker, der noch dazu, um da« Lächerliche der von ihm dargestcllten Figur zu erhöhen, ein Stotterer ist. ilnb damit er recht gut stottern kann, hat ihm der witzige Einsiedler eine Nutz zwischen die Zähne gesteckt mit dem Befehl, ja nicht daraus herumzutauen oder sie herausfallen zu lassen.
Leichter gesagt als getan! Die Hiebe fallen hageldicht, der arme Krachaus schreit, daß ihm, wie damals in Nürnberg, der LInterkiefer her- unterfällt und der Zopf zerbricht. Die Ruß kollert auf den Boden, springt aus. Otto und Liesel hüpfen heraus — — da sind wir endlich wieder alle beisammen.
Fein ist das Stück ausgegangen, waS? Strahlend vor Genugtuung über seinen wohlgelungenen Streich, griff der große Einsiedler zur Flöte, und die Flöte sang:
„Willkommen im Nürnberger Winkel, teilt» kommen ihr nordischen Gäste! Der Rattenfänger hat vorgesorgt für euch, Wühle und Speicher. Backofen und Pfanne warten eurer in den anderen Grotten, die wir morgen besichtigen wollen. Das soll ein Winter werden, ein herrlicher Winter unter sicherem Dach. 2hr werdet singen und springen tanzen und spielen, ganz wie jene Kinder, die immer Kinder bleiben, seit sie mir folgten. Bis die erste Schwalbe kommen und den Frühling ankündigen wird, bis der Schne: schmilzt und die Sonne den Weg frei macht für die Weiterreise. Dann werdet ihr eurem allen Freunde Lebewohl sagen, dem GrottenhauS und dem Leuchtkäfer, der Dachteulo und der Fledermaus und der Kröte, ilnb dann — schloß die Flöte mit leiser Klage — ist's wieder aus mit all der Fröhlichkeit!"
Otto und Liesel hatten jetzt kein Verständnis für die Trauer deS Einsiedlers.
„Oh, sein 7' riefen sie wie aus einem Munde. ..Dann gehen wir fort, heim zum Vaters
(Fortsetzung folgt.!
Witter zu Darmstadt Grüh«. Hoffnungen u»d Wünsche. In äußerst verständnisvoller Wetse waltete Kantor Samper- Darmstadt, der musikalische Leiter der Deranstaltuna^ seine» Amtes. Seine besondere musikalische Veranlag «ung in Derbindung mit feinem Verständnis fui schönen Ehorgesang befähigen i^r. Lehrer. Füh rer und Förderer auf diesem Gebiete zu lein. 3n seinen Dorträgen behandelte er zunächst die vorhandene Ehorliteratur nach der tätlichen und musikalischen Veite. Gutes und schlechtes vergleichsweise einander gegenubei stellend, und warnte vor Kitsch und Schund. Die Aussprache unter Zugrundelegung der Duhnew oder Hochsprache nahm, entsprechend ihrer Wich- llgkeit gerade im Ehorgesange. einen breiten Raum der Erörterung ein. Beaällenswerte Ausführungen über Atmung. Dynamit und R I) y t h m u s vervollständigten das Gebiet des Chorstudiums. In dankenswerter Weile halten lieh öle beiden hiesigen Gesangvereine „Sön*- gerlranz" und „’® intracht" zur Verfügung gestellt, so dah es dem Leiter der Tagung möglich war. das Einüben schwieriger i5horsäye. foto'c das seelische Erfassen eines Liedes pral- üfd) vorzusühren. Die anschließend von den bciorn Vereinen vorgetrugenen Chore wurden mit dankbarem Beifall ausgenommen. Dirigenten und Sängern erwuchs aus dieser Veranstaltung der Wille, unter Auyanwendung des Dargebo- lenen weiterhin ernsthaft und nach bestem Können oas deutsche Lied zu Pflegen. Drn Danl der Versammlung an den Kursuslciter. der auch als Wcrtungsrichter eine bekaimte Versönlichkett ist, brachten der Kreisvertreter Storck und der "borl.hcnöe des Viddatolsängerbund^ Schäfer- Eichelsdorf zum Ausdruä. Es ist sehr beflrühen^» wert, dah der Hess. Staat durch Einrichtung von Di riqentenkursen der Hege und Pflege des heul'r.n Li.des entgegenkomml. Dann: crleirnt er an, dah unsere Dtännergeiaua- vereine heute eine nationale, soziale unö künstlerische Bedeutung haben. Rack wie vor wird aber der Chorgesang, wie überhaupt jede Kunst, 'm der Hauptsache auf eigne Kraft angewiesen sein.
ttreis Lchottttt.
lg. Gedern. 15 Dez. Am gestrigen Tage fand im hiesigen Schuldauie unter dem Vorsitz des KreiSlchulrais Kinkel eine amtliche Le hrerko nfcrenz für den Bezirk Gedern stall, zu dec die Lehrer des Bezirks twtl- züblich erschienen waren. 3m Mittelpuntle dec Tagung stand eine älnterrichtslektion des Fvrt^ bilbungsschutlehrere S t c i n m a n n - Hu chenhain in der oberen Mädchenfortbildungsschulklasse, in dec die Kohle. besonders in ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung, in recht anschaulicher Weise unterrächtlich behandelt wurde. Anschlie- hend hielt Kreisschulrat Kinkel ein Referat über die staatsbürgerliche Erziehung in der Fort- hildtingsschulc. als deren höchstes und wertvollstes Ziel er hie ^leberbrückung der sozialen, wirtschaftlichen und konfessionellen Gegensätze bezeich- netc. Der Lehrer möge in dieser Richtung tätig sein unh feine schönste Aufgabe darin, erblicken, seine Schüler dahin zu bringen, dah sie auch den Anschauungen und Lleberzeugungen Anders- beiiknhcr Verständnis und Achtung entgegen- l ringen. Der älnterricht müsse int Sinne der Gemeinschaftsschule das Einigende und nicht das Trennende brtonen. Wenn der Schulentlassene sich in seinem späteren Leben von solchen Grundsätzen leiten lasse, so wäre dies eine günsrige Vörbedingmig und ein vielversbrechender Weg zur wahren Volksgemeinschaft. Mit einigen Stun» den geselligen Zusammenseins fand die anregend verlaufene Tagung ihren Abschluß.
ceis AlSfeld.
Alsfeld, 16. Dez. Aus ixe Stabt« Vorstandssitzung. Errichtung einer B a d e- an st alt: Für deren Errichtung liegt ein dringendes öffentliches Bedürfnis vor, da die bis jetzt vorhandene Freidadeanlage in der Krebsdach völlig unzureichend ist. Man hat deshalb erwogen, ein Schwimmbad zwischen der städtischen Bleiche und der Schwalm zu errichten. Tie Erdarbeiten, die dabei vortommen, Jollen durch Erwerbslose ausgesührt werden. Der Stadt- baunteifter erläutert an der Hand der Pläne das Projett im c'nzelnen. Es wird daraufhin nach kurzer Aussprache gemäss dem Vorschlag der Bauiommission die Errichtung einer städ- lischen Freibadeanstalk genehmigt. Zu den Erdarbeiten soll gemäß den Br'tim-
nnmtfer über die öffentlichen Rvtstandsarbellen einZulchuh beantragt werden. — Das 3agb- recht des Freiherrn v. Riedesel in der GemarkungAlsfeld:Sm Sahre 1866 hatte die Stadt Lllsfeld zwecks Beilegung eine« damals schwebenden Prozesses mit den sämtlichen Freiherren v. Riedelel einen Vergleich abgeschlossen, worin sich die Riedesel verpflichteten, die 3agd nicht mehr auf allen ihnen zu Eigentum gehörenden Grundstücken der Gemarkung Alskeld auszuüben, sondern nur auf denjenigen, die ht einer im Vergleich näher betriebentn Grenzbezeichnung angegeben waren. Llmgekehrt hatte dafür die Stadt Alsfeld den Freiherren v.Rted- esel die Ausübung der Ctogh auf den Grundstücken gestattet, die nicht im Eigentuni der Riedesel ftarv den. aber in deren Jagdbezirk tagen. Durch die Feldbereinigung in der Gemarkung Alsfeld lind die Grenzen dieser alten Zagdbezicte io • r.oert nrorceu. dah eine Reuregelung der Augogcenzen notwendig erscheint. Der darüber vorgelegle c u e Vergleich zwischen der Stadt und den Freiherren v. Riedefel wird in der vorg. legten Fassung genehmigt. Für den Mehrrinpiang on_ be- jaabarer Fläche zahlest die Riedefel an die Stadt ein? Entschädigung. Beranstotllmg von Gast spielen des Stadttheaters Gieheni im „Deutschen Haus"' Wie der Vorsitzende hierzu bemerli, sind Verhmtdltmgea mit der Di rettion des Giehener Stadttheaters geführt wor den. dah die Giehener allmonatlich einmal an einem Sonntag im neu. n Festfaal des „Deul- schen Hauses" auf der mit aller modernen Technik ettigerichtelen neuen Bühne Gastspiele veranstalten sollen. Die Theaterdeputaliou i* er Stadt G:e- hen hat sich hiertnit einl>erstanden erllärt. An dgs Stadtthealec Gießen ist für jede Vorstellung eine feste Vergütung, je nach dem älmfaag des aufzuführendes Stückes, zu zahlen. D?r Dladt^ Vorstand genehmigt die getroffene VererN» daruiig mit der Maßgabe, dah sich die Stadt das Rücktritlsrect-! von dieser Vereinbart nm vor» orhäll. Revision dec Ortssatzuirg über die E n t n .) in e v on W as ser a u s de r st a d t t - ichen Wasserleitung' Die durch mehrere Rach träge j^it 1911 unübersichtlich geword.'ne Satzung soll neu .rufgestellt werden unter Beruct- sichtiguna all -t Rachträge. Dabei soll die seither zu niedrig bemessene Miele ßär die Wossermesser etwas erhöht werden. Der vorgelegte neue Entwurf wird geitehniigt. Ein von der Bau» lommission vorgelcgtcr Antrag, den § 11 der Polizeiverordnung, betr. die Entwässerung der G rund sl ü ck e in her G e m a r t ung Alsfeld dahin zu ändern, hast der Zinsfuh für die auf Antrag an unbemittelte Erundsrücke- cigentümer Vorlage weise von der Stad! bezahlten Kosten für Herstellung ihrer Enlwäs'ernngsanlage zeitgemäß um 4 Proz. aus 8 Proz. mit 2 Proz, jährlicher Tilgung erhöht ivethen soll, findet Annahme. Die G e m e i n d e h u n d e st e u e r für das Jahr 1 92 6 wird in derselben Höhe wie für das abgelausene Jahr beschloisen. mit 12 Marl für jeden Hund. Für Befreiungsgesuche bleibt der Beschluh vorn 25. QUärj 1924 in Gültigkeit. Die I n st a n d f e h tt n g der Feldwege in der Gemärt ung Alsfeld: Auf Grund eines Rundganges der lanwirtschaftlichen Kommisllon in der Gemarkung wurdest diejenigen Feldwege bezeichnet, welche noch von der Feldbereinigung cnttDäf’erl und fahrbar gemacht werden müssen, da sie in ihcM jetzigen Zustand nicht von her Stadt abgenommen werden können. Entsprechend dem Vorschlag der lanwirtschaftlichen Kommission wird daher folgendes beschlossen: Unter Bezugnahme auf Artikel 65 des Feld- bereinigungsgesetzes beantragt der Stadtvorstand die Herstellung der in dem besonderen Verzeichnis aufgeführten Wege durch die Feldbereinigung, mit der Erklärung, das,' er die Llnterhaltung der öffentlichen Wege, Gräben unb der sonstigen Anlagen nur unter dem Vorbehalt übernimmt, hast die verlangten Wegve.rbrlferungen noch zur Ausführung iommeu. - Ein Gesuch der Kriegsbeschädigten-Organisation, Ortsgruppe Alsfeld, um Gewährung einer Weidnachtsgabe für ihre Weihnachtsfeier findet seine Erledigung dahin, hast ein Betrag von 100 Mark bewilligt wird. - Auf ein Gesuch der Erwerbslosen um Gewährung einer W i r t s ch n f t s b e i h i l s c wird beschlossen, diesen eine einmalige Wirt^chaftsbeihilfe von 10 Ml. für den Haushaltungsvorstand und weiter für die Ehefrau und jedes unterstützungsberechtigte Kind einen Zuschlag non je einer Mark zu ae- I währen. Die Auszahlung erfolgt im Wege dec |
Ausgabe oon Gutschem«. welch« au» Lebens- mittel ober Bekleidungsstücke oder Brennmaterial Gültigkeit haben. Die Beihilfe wird nur solchen Erwerbslosen gewährt, welche zur Zeit der Ausgabe der Gutschein« nllndestenL 14 Tage lang Unterstützung bezogen haben. Sofern etwa auf Grund einer Anordnung der hessischen Regierung eine weitergehende Beihilfe an die Erwerbslosen. Klein- oder Sozialrentnei demnächst zu gewähren ist, soll die hieraus geleistete Wirtschaftsbeihilse angerechnet werden. Verschiedene kleinere Do» lagen, wie Genehmigung zur Errichtung einer Autohatte, zur Ausstellung chieS Gittermastes Festsetzung der Pachi für Ausstellung der Möbelwagen auf dem städtischen Gelände vor dem Eüterbabnhof werden nach den Vorschlägen der zuftäl'digcn Kommissionen erledigt. 2lm Schluffe der öffentlichen Sitzung dankt der Dor- sitzeno- den an, 31. Dezember 1925 ausfcheidenden Mitgliedern dcs StadtvorstandeL für ihre treue unb verdienstvolle Mitarbeit auf dem Rathause in der schweren Zeit dec letzten drei Jahre.
(!) Ermenrod, 16. Dez. Die Vereins sahne für den hiesigen M ä n n e r g e s a n g o e r- c j n wurde bei der Licher Fabnensabrik be stellt. Sir rammt auf über 500 Mark. Eingeweihl wird sic auf dein Lmtdesfest des Lchwalm-Antrift Sängerbundes', bas acht Tage nach Pfingsten hier gefeiert wird.
Preuhen.
hzreis Wetzlar.
XX chochelhe im , 16. Dez. Da mit Beginn des Winters die Milcherzeugung abnimmt, so er fährt hier die Käsebereitung in der kälteren Jahreszeit regelmäßig eine Einschränkung. In nahe zu 30 Familien wird die Käfesabrikation mit regem Eifer betrieben; chochelheimer Käse, auch wohl Lang-Gönser Käse genannt, werden in jüngster Zeit selbst bis nach cholland verschickt.
Oberkleen, 16. Dez. Sn den Gemeinden dcs Hütten bergs hatte man hn hiesigen Gemeindewalde zum ersten Male in diesem Winter Wildschweine fest. Es handelte sich diesmal um nur 2 Sauen, von denen eine geschossen und eine gefehlt wurde. Die ge- !cho'sene Sau wurde fron einem Cleeberg er Schützen erlegt, sie hatte aufgebrochen ehr Gewicht von 130 Pfund.
■ C Volpertshausen, 16. Dez. Eine heule hier abgehaltene Treibjagd aus Sauen verlief ergebnislos, da die Sauen beim Eintreffen der Schützen unh Treiber die Dickung, in der f;e eingekreist waren, bereits wieder verlassen hattetr.
p. K l e i n r e ch t e n b a ch 16. Dez. Lehrer Feldner von hier ist wegen Krankheit bis auf weiteres vom Schuldienst beurlaubt. Die Vertretung wird zunächst durch Lehrer Gertz a c d s von Gcosirechtenbach au6geübt. Mit der weiteren Stellvertretung dürste von feiten der Schulaufsichtsbehörde in Kürze ein Schulamts Bewerber beauftragt werden. — Bei einer gestern hier ftactgefimbenen Waldtrcibjag d wurden nur sieben Hasen zur Strecke gebracht. Die geringe Strecke ist darauf zurückzusühren. datz nur ivenige Schützest an der 3agb teilnahmen und eine ganze Anzahl Haken, sowie auch Füchse 'mbeschostcn davorckamen.
Kreis Biedenkopf.
WSR. Gladenbach. 16. Dez. Zur Belebung des Weihnachtsverkehrs verkehrt am Sonntag, 2 0. Dezember, ein Sonder- 5ug von Gladenbach nach Herborn. Der Zug fährt in Gladenbach ab 12.40 nachm., Erdhaufen ab 12.44, Weidenhaufen 12.48, Wommelshausen 12.55, Endbach 1, Hartenrod 1.05, Eisenroth 1.18, Llebernthal 1J5, Dischosten 1.32, Offenbach iDillkreis) 1.38, Bicken 1.43, Ballersbach 1.48, Herborn-Selbach 1.54, Burg (Dillkreis) 1.59, Herborn an 2.03. Als Gegenzug wird der Werktags,;u.g 3381. Herborn ab 6.39 nachm. Gladenbach an 7.54 nachm. gefahren
DMkreis.
ol. Hervor n, 16. Dez. Rach einer ancktichen Schul statt st ik von diesem Jahre befinden sich in den 72 Schulorten des Kremes 7 4 S ch u - l e n, darunter auch eine höhere Mädchenschule und eine Mittelschule. 201 Klassen werden durch 163 männliche und 19 weibliche Lehrkräfte verwaltet. Außerdem stehen noch 74 Handarbeitslehrerinnen im Dienste. Rach den Geschlechtern getrennt find 3902 Knaben und 3931 Mädchen schulpflichtig, zusammen 7836 Schüler. Aach den
Konfefsumen Itxh 7568 enangehfeb. 248 kachottich unb 20 israelitisch Auster einem Ort (Wallenfels hat jede Gemeinde irunmehr eine eigene schule. .Für den D i l l k r e i S wurde ein Automobilklub gegründet, her dem A D. A. El. angegliedert wurde.
WSA. Haiger 16. Dez. Die Frted richshütte bei Weh Vach hat gestern ihren Betrieb zum größten Teile stillgelegt. Als Ursache wird Absatzstockung angegeben Auch die Grube .Vereinigung" bei Katzwinkel wird am 19. Dezember ihre Bergleute bis aui weiter« beurlauben. Diese Grube gilt als eine der besten des Siegerlandes und veschästigve mehr als 500 Bergleute
Mainqau
IkvSR. Frankfurt a. M., 16. Dez. Heber hie Llnterschlagungen beim Stäbti» ichen Sugcnbamt teilt der heutige Polizei bericht mit: Der Stadtsekretär des yiesigen 3u' gendamtes. Paul Dresde, der hier Speyerer Ätratze 14 wohnte, ist nach Deruntteuung von 7 0 0 0 0 M k. Mündelgcldern gefluchtet. Dresde ist 1,80 Meter groß, schlank, hat dunkles Haar, trug kurzgescbnittenen Schnurrbart, War stets gut angezogen; fein linker 5uh ist ms zur Hälfte amputiert. Seine Gangart tst daher leicht schleppend oder hinkend. Er hat viel m Spielklubs verkehrt. Wer sachdienliche Angaben über seinen Derkehr oder seinen Aufenthalt machen kann, wird gebeten, Mitteilungen dem Polizeipräsidium, 3immer 158, zu kommen zu lassen. Die Angaben werden vertraulich behau" holt werden. — Die Rachforschung en nach dem Ilüchttgen Defraudanten werden eifrig fortgesetzt. Bi« jetzt ist es jedoch noch nicht gelungen, feiner habhaft zu werden. 3n Köln hatte er eine Freundin sitzen, von der jedocl) nur der Vorname „Emma" bekannt geworden ift Die Kölner Polizei ist damit beschafttgt, den Aus' nthaltsort derselben festzustellem — Die Stadl
Verwaltung Frankfurt a. M. führt bekanntlich feit längerer Zeil Verhmrdlungen mit den Rachbar gemeinden Griesheim. Schwanheim, Fechenheinr und Sollenl>eim wogen Eingemeindung dik^ fer Orte. Die Hauptgründe für neue Eingemein' düngen liegen bei der Stadt Frankfurt in hrv großzügigen Siedlungspolitik, die neues Gelände namentlich in der Gegend nach Eriesheim und am Osthafen bei Fechenheim erforderlich macht. Wie das Stadtblatt der .Stanf- furter Ztg." jetzt erfahrt, ist der Abschluv der Verträge mit Schwanheim und GrieS- heim schon in allernächster Zeit zu erwarten. Vielleicht tvecde es möglich fein, auch die Der Handlungen mit Sossenheim noch in die- s e r Woche zu Ende zu führen. Mit 'Fechenheim schweben die Verhandlungen noch, während
Ein sehr beliebtes
Weihnachtsgeback
nach
Dr. Oetker's Rezept:
Pelzmürtel.
Sin Rürnbcrger Spielzeugroman.
Rach dem Htaiienischen der Teresah erzählt von Gustav W. Eberlein.
Eoptzright 1925 by A. Scherl ®. m. b. H., Berlin.
18 Fortsetzung. tstachdruck verboten.
..Du verstehst mich belfer als die anderen. Die Kinder, ja. die habe ich tatsächlich entsührt, damit fie nicht durch das Beispiel jener undank ba .cn und betrügerischen Leute verdorben würden. A^er du weistt nicht alles. Mit uns zogen nämlich auch die Singvögel fort und die Blumen begannen ihre Blätter wie Flügel auszubretten und folgten den Kindern, ilnb ein Heer von »lernen liest es sich nicht nehmen, uns zu be» g.eiten, damit wir Licht hätten. Es war eine Re^se, wie man sie herrlicher nicht träumen fann. Kinder, Singvögel. Blumen unb Sterne, die schönsten Dinge der Schöpfung, folgten meinem Spiel. So wanderten wir gemeinsam inS Land des Frühlings, wo die Blumen immer blühen, d e Vögel das ganze 2ahr singen unb bie Kinder e ig Kinder bleiben. Dort foie.cn unb springen sie, Doti tanzen und musizieren sie. Sie sind sehr glück ich "
Die Rürnberger Abge anbten hatten mit offene'' Munde zu gehört. Hans Sachs strich sich ve. \ici' »einen Bart und hatte eine Bemerlung auf ter Zunge. Aus seine alten Lage etwas ge i: rätzig geworben, metfic ber grobe Einllebler nichts bavon und erzählte weiter. Die übler. Dinge, die man sich verleumderischerweisc über ihn in ter Welt erzählte, hätten ihn menschenscheu geniachi, so bah er sich als Eremit in eine Höhle zurückzog. Rur mit einer Persönlichkeit, allerdings einer sehr wichtigen, stehe er in Verbindung, um, wo immer es möglich sei, der Wahr- beit zu ihrem Rechte zu verhelfen, nämlich mit dem Rürnberger Pelzmärtel. Von ihm habe er e,fahren, dah auch Pe er Tanb ein Opfer mensch- hü)cr Verleumdung geworden fei, und Daher könnten dessen Freunde auf feine Hilfe zählen.
Pe.zmärtel! — Run kam Licht in bas Dunkel, nun gegriffen auch die anderen, woher das Dach
für bie Störche kam, das Häuschen für die Spiel- waren, das gute Essen für Otto unb Liesel und jene Heimatluft, jener Rürnberger Winkel — liebes, liebes Rürnberg! — mitten im finstern Zelsenherz des Gebirgee. Hans Sachs war nicht wenig stolz daraus, gleich bas Richtige geahnt zu haben, aber auch glücklich darüber. Denn wenn hier Pelzmärtel seine Hand im Spiele hatte, so konnten Otto und Lielel nicht weit entfernt sein. 3n bet Tat trug sie ber Einsiedler mitsamt ber Ruß, in bet sie warm eingebettet noch schliefen, ohne zu wissen, daß ihr Reitewagen vom Himmel henmtergestürzt war, in seiner Tasche herum. Et wollte sich aber noch ein wenig an her Lleberro'chung unb Erwartung der Reisegesellschaft weiden unb machte es dah.r wie euer Onkel, wenn er eine Räscherei mitgebracht hat: Wer weih, was es ist? Wo habe ich's, un Mantel ober in her Iackenlasche? 3n der linken oder in ber rechten? Aelsch, gar nichts wißt ihr!
Rur Hans Sachs lächelte unh die Storche schliefen in aller Ruhe: denn wenn fie nicht schon vor dem Meistersinger hie Sache durcyschaut hätten, würben sie bann mir nichts, bir nichts zu Bett gegangen sein, ohne sich um ihre Passagiere zu kümmern? Die anderen jedoch waren noch todunglücklich- denn was sollte ihnen ein noch so lieber Rürnberger Winkel ohne Otto unb Lielel? Seufzenb waren Kunigunde, Karl der Groste und Krachaus die Treppen zum oberen Stockwerk hinaufgestiegen, als sie ber Hausherr eingelabcn hatte, sich in ihre Gemächer zu begeben unb llch für die Lieberwinterung einzurichten: sie seufzten aber noch mehr, als sie neben den vier Zimmerchen für bie Abgelanbten der Spielwaren einen fünften, größeren Raum sahen, in dem zwei Bettchen und wei Stühlchen standen unb auch ein Waschbecken mit einem Schiffchen darin Das war doch sicher für die Kinder berechnet!
Aber statt von ihnen in die Arme geschlossen zu werden, hiest e^ nun, kaum daß man sich ein wenig gesäubert hatte, wieder in Den Salon hinunterzugehen, um mit dem Gastgeber zu plaudern, wie es ber Anstand ücr.angte Man mußte über seine Witze lachen während man vor Angst verging. Man muhte sich sogar dazu
verstehen, ihm die Marionetten vorzuführen unb bie Soldaten aufmarschieren zu lassen und die drei Hunde, bie auf ihre Weise bereits Freund» schäft mit dem Leuchtkäfer geschlossen hatten, zurückzurusen. Der Einsiedler wollte seinen Spast haben. Schließlich verlangte er gar, daß man Komödie spielen unb eines von jenen Stücken aussühren solle, wo Harlekin mehr Dummheiten als vernünftige Worte sagt unb in ber letzten Szene fürchterlich verhuuen wird. Hatte man schon je einmal einen so vergnügungssüchtigen Alten gesehen? Wie er cs Darauf anlegte, jeden Scherz in die Länge zu ziehen! Dabei zwinkerte er ein über das andere Wal mit den Augen, als ob er sagen wollte: ich sterbe ja vor Än- geduld, euch die Ruh zu geben, aber Kcach- auf muh seine Strafe haben.
Die Komödie begann. Der Einsiedler nahm auf einem niederen Sessel Platz und machte den Souffleur, ber Leuchtkäfer ersetzte das Rampenlicht, Karl ber Groste, Kunigunde unb Hans Sachs waren das Publikum. Alle anderen, ausgenommen die Kröte, bie Fledermaus unb die Rachteule. die auch eingeladen wurden, gratis der Vorstellung beizuwohnen, mußten rezitieren. Das Stück hatte folgenden Hnhall:
Harlettn hatte sich in Rosaura verliebt, die eine groste Tierfreundin ist. Daher braucht sie keinen Mann zum Heiraten. Harlekin ist ein streitsüchtiger Tölpel und dabei ein Angsthase. Eigentlich sollte er Coral ina heiraten, Rosauras Kammerzofe. Aber er hat sich in den Kops gefetzt, ein vornehmer Herr zu werden, wie er sagt, indem er sich auf bie Bilbung stürzt unb eine reiche unb gefällige Dame heiratet. Er kauft allo drei Hunde: einen Dackel, einen Windhund und einen Pudel und begibt sich damit unter den? Vorwand, ber Tierfreundin Rosaura ein Geschenk machen zu wollen, zu ihrem Vater, den Krachaus darzustellen hatte.
Aber soll ich euch die ganze Komödie Szene für Szene erzählen? Wer weiß, wieviel solcher Theaterstücke ihr schon gesehen habt, die alle auf die gleiche Weise ausgehen: Rosaura heiratet Ftorindo ber ihr im ersten Akt ein Ständchen unter dem Fenster gebracht hat, und Harlekin kriegt von jedem etwas ab: von Flo-


