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17.10.1925
 
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Nr. 244 Drittes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefien) Samstag, (7. Moder 1925

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Der Deutsch-rufsische Handelsvertrag.

Von Dr. Paul Ad. P l a a s.

Am 12. Oktober ist nach reichlich zwei Jahre mährenden Verhandlungen der deutsch-russische Handelsvertrag im Volkskommissariat für ausmär lige Angelegenheiten in Moskau durch den deutschen Botschafter, Graf Brockdorfs -Rantzau, und Exz. v. Koerner, dem Vorsitzenden der deutschen Handelsvertraasdelegation, sowie durch die russischen Unterhändler Litwin off, Stell­vertreter des Volkskommissars für Auswärtiges und Delegationschef G a n e tz k i unterzeichnet worden.

Hiermit ist wohl eines der schwierigsten Han- dclsvertragswerke dieses Jahrhunderts zum Ab­schluß gekommen, das in seiner Eigenartigkeit und Neuheit keinen Präzedenzfall in der Praxis der Handelsoertragsabschlüfse besitzt. Die hauptsächlich­sten Schwierigkeiten, die sich dem Zustandekommen des Vertrages entgegenstellten, sind in der eigen­artigen Wirtschaftskonstruktton der Sowjetunion zu suchen, deren straff in den Händen des Staates zentralisiertes Wirtschaftssystem im Laufe der Ver­handlungen in Einklang mit der durchaus privat- wirtschaftlich organisierten und interessierten Wirt­schaft Deutschlands zu bringen war. Der auf beiden Seiten vorhandene ehrliche Wille, einen gesunden Ausgleich der zahlreich vorhandenen Gegensätze zu finden, hat. olle diese Hindernisse überwinden lassen. Wenn auch im Laufe der über zwei Jahre dauern­den Verhandlungen viele der an diesen Vertrag anfangs geknüpften Hoffnungen auf Bildung eines geschloffenen deutsch-russische» Wirtschaftsblocks sich nicht erfüllt haben, so ist doch immerhin eine gewisse Basis der Gemeinsamkeit geschaffen worden, die mit dem Vertrage von Rapallo begann und in dem jetzt unterzeichneten Handelsabkommen ihre konsequente Ausgestaltung erhalten hat. Die Haupt­bedeutung dieses Handelsvertrages ist darin zu sehen, dos; er das erste Handelsabkommen ist, das die Sowjetunion mit einem der westlichen In­dustriestaaten schließt und das unbekümmert um politische Erwägungen auf rein geschäftlicher Basis abgeschlossen ist. Seinen praktischen Wert erhält der Vertrag dadurch, daß die in Rapallo ungebahnte Reaelung der wirtschaftlichen und rechtlichen Be­ziehungen zwischen Deutschland und der Sowjet union in dem jetzigen Handelsvertrag eine endgül­tige Klärung und eine Vervollkommnung der da­maligen Verbindung erfahren haben. In diesem Sinne ist der Vertrag, auch wenn viele der anfangs erstrebten Ziele im Laufe der Verhandlungen auf- gegeben werden mußten, als ein Zeichen der wach­senden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen 'Deutschland und Rußland durchaus zu begrüßen.

Der deutsch-russische Handelsvertrag selbst besteht aus einem allgemeinen Abkommen, dem sog. M a n- telvertrag, sowie sechs weiteren beson­deren 2( b f o m m e n , die zusammen ein ein­heitliches Ganzes bilden. Gleichzeitig mit diesem Hauptvertrage wurde ein Konsularvertrag sowie einige Zusatzabkommen unterzeichnet. Der Manteloertrag enthält die Regelung des '«tück wanderungsrechtes der durch die ver­schiedenen politischen Verschiebungen st a a t e n l o s Gewordenen sowie die grundsätzliche Meist- d o n sti g u n g s k l a u s e l, die ober insofern einige Einschränkungen erfährt, als sich Rußland gegenüber verschiedenen asiatischen Staaten wie Ehina, Persien, Afghanistan, Mongolei usw. gewisse Sonderbegünstigungen vorbehält. Da die Meist- bcgünstigungsklausel bei den gegenwärtigen Han- delsvertragsabschlüssen sowieso, ganz besonders aber in bezug auf Rußland, gegen früher an Bedeutung verloren hat, kommt diesen Ausnahmen eine grö fiere Wichtigkeit nicht zu, um so mehr, als etwaige später an andere Staaten zu gewährende Vorteile nud) für Deutschland zu gelten haben. Durch obige Ausnahmen gegenüber asiatischen Staaten will Rußland, das zur Zeit sein ganzes Augenmerk gerade auf die wirtschaftlich-politische Durchdringung dieser Staaten gelenkt hat, seine schon geographisch gegebene Sonderstellung in Asien dokumentieren unb sich dort zugleich volle Handlungsfreiheit Vor­behalten. Sodann sind im Mantelvertrage noch die Bestimmungen über die grundsätzliche Kon ze sf i o n s b e r e i t s ch a f t für Transitge- sellschaften unter A u f r e ch t e r h a l t u n g deutscher Rechtsansprüche enthalten.

Das Niederlassungsabkommen bringt als wesentliche Neuerung zunächst einmal gewisse Erleichterungen für die Einreise in die Sowjetunion (keine Rückfragen und grundsätz­liche Rückreisestcktoermerke), sodann aber den für in Rußland arbeitende Deutsche sehr wesentlichen Punkt, daß ein Gewerks cyaftszwang für Arbeitnehmer nicht besteht und eine vollkommene Parität für Berufsausübung und für Beteiligungen

25 Jahre

Hamburger Tropeninstitut

Don Dr. Otto Fischer. Hamburg.

Am 17. Oktober find 25 Jahre verstrichen, seit das Institut für Schiffs- und Tropen­krankheiten in Hamburg ins Lebe» ge­rufen wurde. Mitten in die Zeit wissenschaft­lichen Aufschwungs und handelspolitischer Aus­dehnung fiel seine Gründung, indem eben jene . Faktoren feine Notwendigkeit erwiesen halten. Der Eintritt Deutschlands unter die Kolonial­mächte, vor allem durch die Erwerbung weiter Gebiete in Afrika, wie die immer steigende Aus­breitung des Handelsverkehrs in alle Teile der Welt, der in Hamburg seinen natürlichen Mittel­punkt fand, schuf in unabweisbarer Folgerichtig­keit die Berührung mit den Krankheiten jener Länder. Es galt, vor ihnen die Heimat zu schützen, in die sie durch den Schiffsverkehr ein- geschleppt werden konnten, eS galt aber vielleicht noch viel mehr, sie in jenen Gebieten, über denen damals die deutsche Flagge wehte, zu vermeiden imd zu bekämpfen; nur so konnten jene Länder der Wirtschaft erschlossen werden. Der Erweiterung icnb dem Ausbau des hafenärztlichen Dienstes verdankt daS Institut seine Entstehung, das unter der zielbewuhten und vorausschauenden Führung Zeines Begründers, Obermedizinalrat Professor Rocht, der noch heute an feiner Spitze steht, zu einem der ersten der Welt geworden ist. Heute, öd die tropischen Besitzungen Deutschlands ab* getrennt sind, und der Weltverkehr erst allmäh­lich toieber die Ausdehnung wie vor dem Kriege angenommen hat, kommt ihm als Verbindung nach außen eine vielleicht noch bedeutendere Rolle zu, die den Gedanken einer Auflösung des Institutes,

an Gesellschaften garantiert wird. Dabei sind die in Rußland tätigen Deutschen einer administra- ti dcn Verschickung nicht unterworfen und ge­nießen volle Freiheit von militärischen Requisi­tionen, Zwangsanleihen und von der öffentlichen Arbeitspflicht. Bei etwaigen Festnahmen besteht eine Benachrichtigungspflicht der russischen Behörde» gegenüber der deut­schen Vertretung sowie das Vesuchsrecht der Kon­suln. Außerdem wird Gewissens- und Reli­gionsfreiheit sowie persönlicher Rechtsschutz nach den Bestimmungen des Völkerrechts gewähr­leistet, letzterer aber nur insoweit, als es auch bei den eigenen Staatsangehörigen der Fall ist. Deut­sche Privatgesellschasten werden grundsätzlich den gemische» öffentlichen Unterirehmungen der Sowjet­union gleichgestellt.

Das S e e s ch i s f a h r l s a b k o ,n in e n sichert die Gleichartigkeit in der Behandlung von Schiffen und Ladungen und regelt verschiedene hierher ge­hörende Punkte.

Den wichtigsten Teil des Vertrages bildet das Wirtschaftsabkommen, trotzdem es, wie man eigentlich erwarten sollte, wichtige Bestimmun­gen von bedeutender Tragweite nicht enthalt. Es gibt zunächst eine klare Begrenzung der russischen H a nd e I 5D e r t r e t nn g e n auf den Außenhandel, sichert weiter das Pu­ll l i z i t ä t s p r i n z i.p für staatliche Unter­nehmungen und enthält sodann den Aus­schluß der Nichtigkertseinrede wegen Schädigung des Staates.

Von Bedeutung im deutsch-russischen Handels­vertrag ist sodann noch das Schlußabkommen, das die Bestimmungen über den gewerblichen Rechtsschutz enthält und eine grundsätz­liche Gleichstellung der deutschen Staats­angehörigen mit den Russen gewährleistet, sowie die Wiede ranmeldttng der alten Waren­zeichen und den W e i t e r l n u f früherer Patentschutzfristen, zwei für den Schutz des deutschen Geweives in Rußland wichtige Punkte, ermöglicht.

Ferner enthält der Vertrag noch ein Steuer- und Eisenbah n abto m n, e n sowie Bestim­mungen über die Hondelsschiedsgerichte.

Für eine Beurteilung des Wertes dieses deutsch- russischen Handelsvertrages ist zunächst einmal zu beachten, daß das A u ß e n h a n d e l s m o n o p o l des russischen Staates, das den Eckstein des ganzen Sowjetwirtschaftssystems darstellt, durch diesen Ver­trag in keiner W eise berührt wird, und daß nach wie vor die russischen Handelsvertretungen im Auslande den Warentmport und -export Ruß­lands regeln. Nur diejenigen russischen Truste und Genossenschaften, die Berechtigung eines direkten Außenhandels besitzen, kommen für einen deutschen Vertreterbesuch bzw. für die Errichtung von Musterlägern in Frage, was aber praktisch wenig Erfolge haben dürfte. Der direkte Verkehr mit der großen Masse der russischen Konsumenten ist dem deutsche» Kaufmann nach wie vor ver­schlossen und hat über die Geschäftsstelle» der russischen Handelsvertretungen zu geschehe». Dieser ganze Apparat der russischen Handelsvertretungen, über deren Schwerfälligkeit und bureaukratische Arbeitsweise nicht nur im deutschen Geschastlebeu starke Klage geführt wird, hat bei der zunehmenden wirtschaftlichen Erstarkung der Sowjetunion und der damit verbundenen vermehrten Handelstätigkeit mit dem Auslande eine Reihe von offenkundigen Schäden und Nachteile gezeigt, die die starke Re- formbedürftigkeit dieses ganzen Systems klar genug zeigen und selbst in russischen Kreisen eine deutliche Mißbilligung erfahren haben. Eine loyalere Durch­führung des Außenhandelsmonopols zusammen mit einer liberaleren, weniger bureaukratische» Auf­fassung der Handelsvertretungen hat sich in der Praxis der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen als durchaus notwendig erwiesen und würde frag­los den deutschen Lieferanten sowohl wie auch den russischen Konsumenten zum Vorteil gereichen.

Ist auch der gegenwärtige praktische Wert des deutsch-russischen Handelsvertrages fpez. des Wirt­schaftsabkommens nicht übermäßig groß und be­rechtigt es auch in keiner Weise zu übertriebenen Hoffnungen einer baldigst zu erwartenden restlosen Erschließung des östlichen Absatzmarktes für die deutsche Industrie, so kommt seinem Abschluß doch insofern eine große Bedeutung zu, als er der inne­ren Erstarkung und zunehmenden Aufnahmefähig­keit der Sowjetunion für Waren Rechnung trägt. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen stellt er das Höchstmaß des zu Erreichenden dar und läßt schon in seiner kurzen Befristung von nur zwei Jahren deutlich die Tendenz erkennen, den offen­sichtlich einer allmählichen Umwandlung unterlie­genden, labilen Verhältnissen der russischen Wirt­schaftsverfassung in absehbarer Zeit Rechnung tragen zu können. Erinnert man sich überdies der Tat-

i>er in den Jahren schwerster Rot mehr als ein­mal zur Diskussion gestellt wurde, als einen der schwersten Fehler erscheinen lassen muhte.

Nirgends in der Welt erscheint die Zu­sammenarbeit von Wirtschaft und M^izin so offenkundig, so unabweisbar notwendig, wie in den Trvpen. Nirgends ist der Arzt so sehr der Schrittmacher wirtschaftlichen Aufschwungs wie hier. Nirgends hat auch die Medizin derartig weitgehende und grundlegende Erfolge aufzu- weisen, wie in der Heilung und Verhütung der infektiösen Erkrankungen und speziell der Tropen- krankheiten. Die Vekämpfung des Gelbfiebers, das in weiten Teilen der Welt vollkommen aus­gerottet ist, die früher ohne Gefahr nicht besucht werden tonnten (Rio de Janeiro) und heute über­haupt seine Schrecken verloren hat, die Heilung des RückfaUfiebers durch das Salvarsan, die Vekämpfung und Eindämmung der Malaria durch Vernichtung der Mücken als ihrer Tieberträger und die Behandlung der Erkrankten, der erfolg­reiche Kampf gegen die Schlafkrankheit und die Deeinflussung der ihr nahestehenden Tiererkran­kungen, das alles sind nur einzelne Beispiele der Leistungen und der Erfolge dieses Teils der medi­zinischen Wissenschaft, an denen das Hamburger Institut regsten Anteil gehabt hat. In seinen neuen Räumen, die eben vor dem Kriege fertig- gestellt und unter der Beteiligung der ganzen Welt im Mai 1914 bezogen wurden, sind die Voraussetzungen zu praktischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Arbeit geschaffen. Gin Kranken­haus von 70 Betten gewährt den auS Tiebersee eintreffeni>en Patienten Aufnahme und Heilung und schafft damit zugleich die Möglichkeit des innigen Zusammenhangs mit jenen Krankheiten, deren Erforschung die Arbeit des Instituts ist. Es ist getrennt von den eigentlichen Laboratorien in einem gesonderten dreistöckigen Hause unter­gebracht. Nichts beweist seine Notwendigkeit

Rätsel-Ecke.

Tilbenrätsel.

Aus den nachstehende» 34 Silben: ah al am dal den e( ex fa «fei ga hey hold is -- ko leut li lo ma mar me na »aph no ol Port ran sac se sel sten tha tin u xoS sind 17 zweisilbige Wörter zu bilden. Diese haben fol­gende Bedeutung: 1. Weiblicher Personenname, 2. Metall, 3. Maß für Tiefmessungen, 4. weib­licher Personenname, 5. Weinort in Frankreich, 6. biblische Person, 7. Bezeichnung für Aus­fuhr, 8. Erdöl, 9. kegelförmiger Berg, 10. Sing­vogel, 11. deutscher Dichter, 12. Insel im Aegäi- schen Meere, 13. Stadt in der Provinz Sachsen, 14. weiblicher Personenname, 15. Schweizer Dich­ter, 16. Hafenplah in Togo, 17. männlicher Personenname. Hat man die Wörter richtig ge­bildet, ergeben Anfangs- und Endbuchstaben, beide­mal von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort.

Lilbcnkrcnz.

1 2

3 4

5 ! 6

Statt der Ziffern sind bestimmte Silben ein- zusehen, welche, miteinander verbunden, solgendes ergeben: 14 Naturerscheinung, 12 Verständi­gung, 24 Waffe, 32 Insektenlarve, 34 Körperteil, 3- 6 Frauenname, 41 Art einer Ausführung, 54 Himmelsspende, 5 -6 Reihen­folge, 65 Märchengestalt.

Besuchskartenrätscl.

Siegkr. Reis, Ulm

Welchen Beruf hat der Herr?

Bruchftückausgabe.

Aus den 12 Bruchstücken: ai, li, ah, ur, em, du, ol, os, nu, nn, ab, ix sollen durch Hinzu­fügen je eines Buchstabens am Anfang Wörter gebildet werden. Diese Buchstaben müssen, an­einandergereiht, einen astronomischen Wende­punkt im Jahre ergeben.

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Es bedeuten:

Kreuzworträtsel.

Von links nach rechts: 3. Stadt in Frankreich, 5. Tierleiche, 8. geographische Be­zeichnung, 9. Stimmlage, 10. Staatshaushalt, 11. Wirtschaftsgerät, 13. Badeort in Hessen- Nassau, 14. Genuhmittel, 16. Nebenfluß des

Mains, 18. Glücks- und Gesellschaftsspiel, 19. Doppelsalz, 20. vielbesungene altgriechische Stadt. 21. weiblicher Personenname, 22. die Fähigkeit des Wahrnehmens, 23. indische Provinz.

Bo» oben »a ch unten: 1. Tafelsisch, 2. Nebenfluß des Rheins, 3. Stadt in der Pro­vinz Brandenburg, 4. Papageienart,' 6. türkischer Vorname, 7. Stadt in Pommern, 10. französischer Personenname, 12. Baumaterial, 13. Name einer Königin, 15. griechische Göttin, 17. Gewürz, 18. weiblicher Personenname, 24. Volksvertretung, 25. Bezeichnung für altersgraue Zeit.

Auslösungen.

Silbenrätsel.

1 Delbert, 2. Euripides, 3. Ravenna, 4. Freiligrath. 5. ÄranuS, 6. Este, 7. Glauchau, 8. Erhard, 9. Nazareth, 10. Iokaste, 11. Eiland, 12. Ural, 13. Euterpe, 14. Dernburg, 15. Esther. Verfüge nie über Geld, eh du es hast.* Kops-Dorsetz-Aufgabe.

Rente, Esau, Glaube, Elisa, Neid, Walter, Epik, Train, Trubel, Etat, Racker,- Regen­wetter. *,

El

M

M

cIk!

Kreuzworträtsel.

Desuchskartenrätsel.

Architekt.

Das Autounglück.

Panne Panke. j

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch.

Amgekehrt.

Arthur, schäme dich! Du wolltest um zehn Tlhr zu Hause sein und e i n Glas Bier trinken." Du irrst, liebe Amalie, ich tootlte um eins zurück sein und zehn Glas Bier trinken."

Immer vorsichtig.

Aus einer Kleinbahnstation hatte der Zug­führer bereits das Zeichen zur Abfahrt gegeben, als ein Bauer im vollsten Laufe schweißtriefend eintrifft, die Tür des Abteils aufreiht und er­schöpft mit den Worten Platz nimmt:So, nun lat den Zug zum Düwel fahren!" Ein Herr im Abteil mißbilligt diese Aeußerung mit den Wor­ten:Aber, lieber Mann, dann kommen wir ja in die Hölle!" Schlagfertig erwiderte der Bauer: Dat is mich janz egal. Ick for meine 'Person hebbe ja 'n Retourbillett"

Die neue Zeit.

Xlebermorgen wirst du sechzehn Jahre alt, mein Kind," sagt die Mama zu ihrem Töchterchen. Du bist also jetzt erwachsen. Lasse dir die Haare abschnetden und die Kleider kürzer machen."

Der Lokalpatriot.

Ein Reisender, der in ein abgelegenes, ver­schlafenes Dörfchen kommt, sagt zu einem Vor­übergehenden :In Eurem Nest ist wohl nicht viel los?"Was?" erwidert dieser empört. Bei uns nicht viel los? Wir hatten hier erst vor zwei Wochen Mondfinsternis."

fache, daß in der Vorkriegszeit fast 50 Proz. des russischen Imports aus Deutschland stammte und zirka 30 Proz. des russischen Exports nach Deutsch­land ging, so läßt der deutsch-russische Handelsver­trag immerhin die Hosfnung zu, daß bei der kom- menden engeren Gestaltung der deutsch-russische» Wirtschaftsbeziehungen dem deutschen Kaufmann und Gewerbetreibenden der östliche Absatzmarkt wieder mehr und mehr und in größerem Umfange als bisher eröffnet wird, wozu die unerläßlichen rechtliche» und wirtschaftlichen Voraussetzungen durch diesen Vertragsabschluß gegeben sind.

Das Gibraltar des Ostens.

Von L. Drees.

Die Zeitverhältnisse haben es mit sich ge­bracht, daß augenblicklich das Schwergewicht der Weltpolitik nicht mehr in Europa, sondern im fernen Osten liegt. Da aber Weltpolitik im

besser, als die Tatsache, daß es stets voll be­setzt ist.

Im Hauptgebäude selbst, das wie ein Wahr­zeichen Hamburgs auf den Höhen an den Lan­dungsbrücken errichtet, die Elbe überschaut und schon von Ferne die einfahcenden Schiffe grüßt, sind die wissenschaftlichen Räume untergebracht, die in gleicher Weise der Lehre und der Forschung dienen. In ihnen hat zugleich der 2. Teil fak­tischer Tätigkeit auf hygienischem Gebiet, das Bureau des Hafenarztes, das als solches natür­lich nicht direkt dem Institut angehört, seinen Platz gefunden. In diesem Hause finden iährlich ein- bis zweimal die toeUbefannten Kurse statt, in denen in- und ausländische Aerzte in großer Zahl ausgebildet und auf ihren künftigen Beruf in den tropischen und subtropischen Ländern vor­bereitet werden. Ein selten reiches Demonstra- tionsmaterial, das in jahrelanger Arbeit von den Institutsmitgliedern gefummelt ist, und ständig vermehrt ivird, gestattet ein lebendiges und voll­ständiges Bild aller wichtigen Fragen medizini­scher und hygienischer Art zu entrollen. Die Ein­beziehung der unentbehrlichen Hilfswissenschaften lder Medizin, der Zoologie, der Botanik, der Ehemie schaflt die notwendige breite Basis, von der aus allein eine erfolgreiche Arbeit möglich ist. Eine reichhaltige Bibliothek, die mit 20 000 Bänden die bestausgestattete tropenmedizinische Fachbücherei Deutschlaichs darstellt, gibt die Vor­aussetzung zu wissenschaftlicher Vertiefung and bahnbrechender Forschung, die untrennbar mit dem Namen des Instituts und seiner Leiter verbunden ist. Es ist hier nicht der Ort einer Würdigung seiner Leistungen auf diesem Ge­biete. ES soll nur an die Entdeckung der Syphilis- spirochaete durch S ch a u d i n n, an die Aus­arbeitung der modernen Malar iabehandlung durch Rocht, an die Prüfung des als Mittel gegen die afrikanische Schlafkrankheit unentbehrlichen Prä-

hohen Maße die Bedeutung der Meere beein­flußt, so ist es natürlich, daß zur Zeit nicht wie ehedem die beiden Meere, die Europas Küsten in der Hauptsache bespülen, der Atlantik und bas Mittelmeer, im Vordergründe stehen, sondern der große unermeßliche Ozean des Osten-, der Pacifil. Wie das Tor von Gibraltar die Zufahrtstrahe zum Mittelmeer ist und darin seine hohe Bedeutung liegt, so ist Im Osten die Straße von Malakka mit Singapore in ganz ähn­licher Weise eine der wichtigsten Seefahrts­straßen der Welt. Alle Anzeichen aber sprechen dasür, daß diese Straße wohl sicherlich dereinst für das britische Weltreich in Zukunft eine nicht minder bedeutende Rolle In seiner Ge­schichte spielen wird, wie es seinerzeit die Straße von Gibraltar getan.

Die hohe Bedeutung dieses ostasiatischen See­weges wurde schon frühzeitig von dem Engländer Sir Stamford R a f f e l s erkannt, der bu Jahre 1819 die denkwürdigen Worte schrieb:Sie fönnen

parates Daher 205 durch Mayer und Ze, an die Herstellung und Auswertung des VatrenS bei Amoebenruhr durch Mühlens erinnert werden, deren Bedeutung weit über die Fach­kreise hinaus in aller Welt bcfaimt geworden ist. Auf diesen Arbeiten voll weltumfassender Be­deutung beruht die Geltung des Instituts, deren es sich heute erfreut. Sie aber hat ihm eine andere Aufgabe geschaffen, die von größter und wertvollster Bedeutung für die Heimat ist. Sie läßt es einen Mittelpunkt der Beziehungen zu allen Ländern der Welt werden, sie bedingt, daß fein Name überall auf der Erde bekannt und mit Ehren genannt ist. Seine Mitglieder sind die ersten gewesen, die nach Deutschlands Zusammen­bruch den Weg in die Welt wiedergesunden haben und an ihrem Teil die Beziehungen wieder an* knüpfen halfen, die für den Wiederaufbau von grundlegender Bedeutung find. Die Hungerhilfs- expedilion nach Rußland unter der Leitung von Pros. Mühlens, die Reisen zur Erforschung unb Bekämpfung der Malaria in Europa, die Prof. Rocht im Auftrage der Hhgienekommission des Völkerbundes ausführte, die Malariabekämpfung in Dalmatien durch Prof. MühlenS und vieles andere, was im einzelnen zu nennen viel zu weit führen würde, gehört hierher.

Es ist wie ein Symbol deutscher Art, daß der Godenttag des Instttutes nicht öurdj ein Fest gefeiert wird, sondern durch die in jenen Tagen in Hamburg stattfindende Tagung der deutschen Tropenmedizinilchen Gesellschaft begangen wird. Die Arbeit allein wird Deutschland den Platz in der Welt wieder verschaffen, der ihm gebührt. Hier dient in vorgeschobener Stellung ba£ Ham­burger Institut, dessen Bedeutung keiner ver­keimen wird, dem der Blick nicht durch Me engen Verhältnisse im Deutschland der Nach­kriegszeit getrübt wurde.