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Zur Anregung und Förderung des Sporsinnes hat die Dezirksspar- kaffe Gießen eine vorbildliche Einrichtung geschaffen. Die Kaffe fertigt auf Wunsch die Eltern vder Paten für die im Sparkassen bezirk neu­geborenen Kinder kostenlos ein Sparbuch auS und zahlt au« den Mitteln der Kaffe sogleich eine Slammeinlage von drei Mark auf dieses Sparkonto ein. Buch und Einlage, samt ZirrS und ZinfesztnS bleiben bis zum 14. Lebensjahr des

Kindes gesperrt. Wenn die Eltern oder Paten auf diele Spargrundlaae im Laufe der 3ahre weitere, wenn auch kleine wtiuabümaen vornehmen, so ift es möglich, allmählich ein Kapital anzusammeln, daS für die Ausbildung des Kindes nach der Schulentlassung sehr bedeutsam sein kann Werden aber biS zum 14. Lebensjahr des Kindes feine Einzahlungen twgenommen der gute Zweck der Einrichtung also verkannt, so fällt die Stamm- ctnlaae mit den Zinsen an die Dezirksfparkasie zurück. Gutscheine zur Ausfertigung eines solchen Sparbuches werden bei der Anmeldung deS Qleu- geborenen auf den Standesämtern in den Orten des Sparkassenbezirks ausgehändigt Hoffentlich wird von dieser vortrefflichen Einrichtung eifrig Gebrauch gemacht.

ee Quartiere für di e ® u ft a v-2 bolf- Tagung. Die Quartier gebet seien an dieser Stelle auf die heutige Anzeige des WohnungS- auSschusses besonders aufmerksam gemacht.

,e Zum Eisenbahnverleh r beim Dustav-Adolf-Fest. Der Perfonenzug GelnhausenGießen, der 1.05 Uhr mittag« in Gelnhausen abfährt und 2.05 Uhr in Tlldda elntrifft, wird am nächsten Sonntag an­läßlich des Gustav-Abols-Festes b i S Dießen durchgeführt. Der Zug hält bis Hun- &auf sämtlichen Unterwegsstationen, von

en fährt er biS L i ch ohne Aufenthalt durch, > fallen die Aufenthalte in Garben- teich und Schiffenberg fort.

3 n der Alice-Schule, Steinstraße, findet ein sechswöchentlicher Kursus im Gestalten (chmückender Nadelarbeiten statt. Seine Ausgabe oll es fein, Anregung und Anleitung auf dem Ge­biet weiblicher Handarbeit zu geben und Freude,' an felbstlchöpferifcher Tätigkeit zu wecken. (Man beachte die heutiae Anzeige.)

Eine Nhetnsahrl des Landjugend- bundes der Provinz Oberheffen gab kürzlich etwa 600 Mitgliedern dieser Organisation Gelegenheit zu einem denkwürdigen Erlebnis. Be­reits in der zweiten Morgenstunde erfolgte die Ab. fahrt von Gießen, damit man schon früh am Rhein sein konnte. 3n Butzbach und Friedberg bestiegen noch einige Gruppen aus der Wetterau den Zug, und nun ging es ahne Aufenthalt nach Mainz, wo man kurz nach 4 Uhr eintraf. Auf dem Dampfer Stolzenfels- wurde gegen 6 Uhr morgen» die Fahrt rheinabwärts angetreten, unterwegs erklan­gen gute Dolkslieder von Bord weichin über den Strom. Zn Rüdesheim wurde angelegt und von hier aus dem Niederwalddenkmal ein Besuch abge- ftattet, der allen Teilnehmern iit eindrucksvoller Er­innerung bleiben wird. Don Abmannshaufen aus trat man mit dem Darnofer die Weiterfahrt an, die bis Koblenz führte und unvergeßliche Eindrücke bei allen Mitfahrenden hinterließ. Don Koblenz aus erfolgte die Rückreise über die Lahnstrecke nach Gießen. Um die Organisation und den glänzenden Verlauf der Fahrt hat sich der erste Vorsitzende des Landjugendbundes, Robert Schmidt -Steinheim, große Verdienste erworben.

Geographische Lehrwanderung. 3n den Hauptferien veranstaltet der Verband Hess. Schulgeographen eine 4tägige Lehrwande­rung, zu der die Erdkundelehrer aller Schul- gattunaen cingelaben werden, ohne Rücksicht dar­aus, ob sie Mitglieder des DerbaudeS sind oder nicht. Oberbergrat Prof. Dr. Klemm hat sich zur Uebemabme der Führung bereit erklärt. Die am 27. September beginnende Wanderung hat

mehr vertretbar ist und daß feine unvermeidliche Hi na us Verlegung menschlichem Ermessen nach nie wieder annähernd so wohlfeil vorgenommen wer- den kann, wie nach diesem Plane."

Die Scheidung innerhalb der Krankenkassen.

Vom Hauptverband deutscher Krankenkassen in 'Berlin wird unS geschrieben : Unter dieser Ucberschrift vcröttcntlicht das Presseamt des AerzteverbandeS in der Ausgabe vorn IS August dieser Zeitung einEingesandt", da» wir nicht unerwidert lassen können Dir bemerken dazu- 1. Die Behauptung, daß der Versuch der Velvst- btlkferung der Krankenkassen FiaSko erlitten bat, ist nicht richtig. 3m Gegenteil berichten alle Krankenkassen, auch die nicht in unferm Ver­bände organisierten, durchweg über gute Er­fahrungen mit der Selbstabgabe. 2. Unrichtig ist ferner, daß die Krankenkassen zur Herstellung eigener Heilmittel übergegangen find, wenigstens soweit sich diese Behauptung auf unseren Ver­band bezieht Die Heilrnittelversoraung deut­scher Kranknkassen 2-®.. deren Aktionäre die deutschen Krankenkassen sind, befaßt sich nicht mit der Herstellung, sondern nur mit dem Groß­einkauf non Heilmitteln in ihrer Abgabe an die Krankenkaf'en. 3 Daß die Mehrzahl der deut­schen Krankenkassen sich gegen dre Politik un­seres Verbandes erklärt hat. ist unrichtig. Die in dem Eingesandt genannten Krankenkafsen- nerbänbe umfassen zusammen nicht so viel Ver- licherte, wie unser Verband allein. Mit rund 10 Millionen Versicherten ist unser Verband die Organisation, die allein die Hälfte aller Kranken- oenlcherten umschließt. ES ist deshalb schon auS diesem Grunde unmöglich, daß sich dieMehr­zahl" der deutschen Krankenkassen gegen unS erklärt hat. 4. 3m übrigen lehnen auch die übrigen Krankenkassenhauptverbände die Selbst- abgabe von Heilmitteln nicht ab, sie haben auch zu diesem Zwecke Lieserungsverträge mit ein­zelnen Privatfirmen geschlossen, denen auf diese Art ein Monopol der Belieferung zugestanden wird und von denen die genannten Verbände dafür Provision erhalten. Wenn demgegenüber unser Verband eine Gesellschaft gegründet hat, deren Gemeinnützigkeit ausdrücklich vom Aeichs- verslcherungsamt und vom Aeichsarbeitsministe- rium anerkannt worden ist, bann überlassen wir es dem Urteil der Oessentlichkeit, von welchem Verbände die 3ntereffen der Krankenversicherten besser gewahrt werden.

Bornotizeit.

Tageskalender für Donnerstag, keutsche Dolkspartei 81/* Uhr Im Gewerbehaus. Vortrag von Herrn Prof. Dr. Aoloff. Licht­spielhaus Bahnhvfstr.: .Schicksal'. Astorla- Lichtspiele: ,Der Bvfferkönig von Aeuyork."

folgenden Plan: 1 tag: Aschaffenburg (Johan­nisberg Gräfenberg Heigenbrücken 2 Tag: Heigenbrücken Mespelbrunn - Gailbach Aschaffenburg 3. Tag: Aschaffenburg Aeu- stadt Mtchelstadl Reichelsheim. 4 Tag: AeichclSdeim Bodenstein Aeunkircher Höhe Brandau.

RDV. Reue Derfuchc zur Hebung der Berke hrsficherheit auf der Eifen­bahn. In dem Bestreben, die Sicherheit auf den Bohnen immer mehr zu erhöhen, werden von der Deutschen Reichsbahn jetzt mehrere wichtige Reue- rangen tm Signalwefen erprobt. Rach dem Por- bilde Amerikas, wo auf den elektrischen Eisen­bahnen auch an Tage das farbige Licht an Stelle der jetzt üblichen Flügel und Scheiben als Signal zeichrä benutzt wird, macht damit auch die Reichsbahn feit mehreren Monaten umfang- reiche praktische versuche auf der elektrisch betrie­benen Strecke LaubanHirfchbergKönigefeld. Diese versuche haben das Ergebnis gezeitigt, daß die neuen Signale viel aufdringlicher wirken. Eine weitere Ergänzung des Signalwesens wird gegenwärtig in verschiedenen formen ausge- probt: Dorbereitungsfignale in Form schwarz und weiß gestrichener Tafeln, die den Lokomotivführer schon vor Erreichung des Vorsignal» darauf aufmerksam machen, daß er sich dem Signal nähert. Diese» Hilfsmittel soll vor allem btc Sicherheit bei Rebel erhöhen. Um ferner zu verhüten, daß infolge des Versagens der Aufmerk­samkeit de» Lokomotivführers die Signale überfahren werden, bemüht man sich bei der Reichsbahn eine automatische Uebcrtra- gung der Signale auf bie Lokomo­tive herzustellen. Da diese Aufgabe jedoch bei hohen Zuggeschwindigkeiten erhebliche Schwierig­keiten bietet, werden einer allgemeinen Einführung solcher Sicherungen noch längere Versuche in grö­ßerem Maßstabe vorangehen müssen.

ee Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 33 Ochsen, 6 Dullen, 5 Kühe, 919 Kälber, 1303 Schafe. 802 Schweine.

Turnen, Sport und Spiel.

Molorradturnier in Scholten.

*- Schotten, 15. Sept. Wer der Meinung war, das von dem jungen Vogelsberger Automobil- und Motorradklub oer- anftaltete Motorradturnier am verflossenen Sonntag könne nur lokale Bedeutung haben, war sicherlich angenehm enttäuscht. Waren doch mehr als 40 Maschinen am Start erschienen. Da» bergige Gelände, in dem z. B. in der Zuverlässigkeitsfahrt Höhenunterschiede bi» zu 200 Meter zu überwinden waren, und die vielen schwierigen Kurven stellten hohe Anforderungen an die Fahrer. Dennoch verlief das ganze Rennen ohne ernstlichen Unfall, wa» nicht zuletzt der Sonne zu verdanken ist, bie noch recht­zeitig die Straßen abgetrocknet. Das Rennen wurde in drei Abteilungen, einer Berg-, Zuverläs - (ig teils- und Geschickt ichkeitsfahrt ausgetragen. Die beste Leistung hat Krämer- Friedberg (Hörer) in der Klaffe bis 500 Kubikzenti­meter aufzuweisen. In der Bergfahrt fuhr er die 3,2 Äliometer lange Strecke in 1 Min. 19 Sek., in der FahrtRund um Schotten" viermal die 17,6 Kilometer lange Rennstrecke in 58 Min. 43 Sek. Don einheimischen Fahrern errang der hiesige Zahn­

arzt Dr. Schott in der «Aaste bi» 175 Kvbtkzeirtt- meter (Sieg) in der Bergprüfung einen zweiten Preis, in der Zuoerlässigkeitsfahrt einen ersten Preis, im Gefamtklasiement einen ersten Prei». Landwirtschaftsrat Wenzel (O-Rad) in der Klasse bis 500 Kubikzentimeter erhielt in der Zuoerlässig- keitsfahrt einen dritten Preis, im Gefamtklasiement einen vierten Preis. Der Kiuboreis für Gefchicklich- keitsfahren wurde Beck Gelnhaar zugefprochen. Die verschiedenen Rennen lockten eine große Zu- fchauermenge an, die Absperrung halte eine Abtei­lung Schupo übernommen.

Breilensträter endgültig deutscher Schwergewichtsmeister

Der Vorstand des Verbandes Deut­scher Faustkämpfer hat den von Sam­son.Körner gegen die Entscheidung seines Mcisterschaftskampses mit Br eiten st ter eingelegten Protest abgewiesen.

Ergebnisse im Internationalen Flugwettbewerb.

München, 16. Sept (TU.) 3m 3nter- nationalen F l u g w e 11 b« we rb Mün­chen auf dem Flugplatz S ch l e i ß h e i m sind jetzt die Sieger in den ei meinen Wettbewerben festgestellt worben: 3n der Hindernis-Landungs- Konkurrenz 1. v. Linden auf ilbet. Den Ge- schwindigkcitSslug beendete Eroneiß auf Messerschmitt als Sieger. 3m Angelflug-Wett- bewerb erzielte Hub er auf einem Flugzeug der Unterfränkischen Spvrtflug T. m. b. H. die beste Leistung, im Kunstsliegen A a a b auf Dietrich. 3m Publikumswettbewerb lautete die richtige Lösung für die Höhenschätzung 340 Meter xmb für die GeschwindigkeitSschätzung 115,7 Kilometer Die noch ausstehenden Endergebnisse werden alsbald nach Derechnung bekanntgegeben.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 14. Sept Zwei wiederholt vor­bestrafte Arbeiter von hier, Vater und Sohn, sind angcklagt, im Januar 1925 als rückfällige Diebe zwei Sack Stricklumpen im Werte von 60 Mk. einer hiesiger, Firma entwendet zu haben. Sie sollen die beiden Säcke auf dem Güter- bahnhos aestohlen, sie auf einen von ihnen mit Kohlen beladenen Wagen gelegt, sie in der Schanzenstrahc herunteraeworfen und beiseite ge­schafft haben. Die beiden Angeklagten werden zwar von dem Fuhrmann des Wagens stark belastet, allein die Hauptverhandlung ergab eine Bei he von Widersprüchen, die nicht aufgeklärt werden konnten und die deshalb zur Frei­sprechung mangels ausreichenden Beweises führten.

Die Privatklage eines Schlossers von Allen- dorf a. d. Lda. gegen einen Bahnarbeiter da­selbst wegen Beleidigung wurde dahin ver­glichen, daß Letzterer die Beleidigungen zurück- nahin und sich zur Zahlung aller Kosten ver­pflichtete.

Gbensalls verglichen wurde die Privatklag« zwischen den Bewohnern eines Hauses dahier. Die beiderseitigen Beleidigungen wurden zurück- genommen: die Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens in gesetzlichem Umfang.

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Sonntag, den 20. September

Vormittags 9V- Uhr: Festgottesdienste. Prediger in der Stadtkirche: Pfarrer D. Mahnert-Innsbruck; in der Iohanneskirche: ein Vertreter der evangelischen Kirche in Polen.

Nachmittags 2 Uhr: Aufstellung auf Oswaldsgarten zum Festzug, im Anschlust daran: Evangelische Volksversammlung in der Dolkshalle, evtl. Paralleloersammlungen in Lokalen, die noch näher bezeichnet werden.

Montag, den 21. September

Abends 8 Uhr: Begrüßungsversammlung in der Iohanneskirche.

Dienstag, den 22. September

Vormittags 11 Uhr: Festgottesdienst in der Stadtkirche; Prediger Generalsuperintendent D. Kalweit-Danzig.

Nachmittags 4 Uhr: Erste öffentliche Hauptversammlung in der Universitätsaula.

Abends 8 Uhr: Volkstümliche Versammlung in der Stadtkirche.

Mittwoch, den 23. September

Vormittags 11 Uhr: Zweite öffentliche Hauptversammlung in der Universitätsaula.

Abends 8 Uhr: Vorführung des Siebenbürgenfilms in der Uni­versitätsaula.

Zu dieser Tagung wird ein Festbuch ausgegeben, in dem auch die nichtöffentlichen Versammlungen aufgeführt sind. Das Festbuch kann bei den Pfarrern und Kirchendienern bestellt werden, wird auch durch junge Gemeindeglieder vertrieben, es kostet 50 Pfennig.

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Bei den Versammlungen in den Kirchen und beim Gottesdienst am 22. September (Dienstag) wird ein Teil der Plätze für die Abgeordneten reserviert werden.

Evangelischer Gesamtkirchenvorstand.