Ausgabe 
17.7.1925
 
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auf

Giehen.

der

Anklang finden, den sie verdienen.

e-s.

15, Rettich 10 bis 20,

Gießener Wochenmarktpreise.

16. Juli (Händlerpreise).

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: bas Pfund Butter 200 bis 210 Pfennig, Matte 35, Käse 60, Wirsing 35. Weihkraut 40, Rotkraut

or-ntssage.

'.aqSütiet barm, feit ober Qetoiterbilbuy >f breitet sich vmt cxt. 'ich au8. 2n Nord- ü i die D.nde daher ail redre'st. Da die Testen­der Einstrahlung bebirgt Marima gestern 26 til

en Druckunterschiede tu! Veranlassung zu brtlita , die geloitterhaste 6» : lassen.

machgurken 6 bis 10, Oberkohlrabi 10 bis 30; das Bund Radieschen gelbe Rüben 50.

* 2ahrtaufendfei«r in

Rechtsanw. Schröder erstattet im des Rechtsausschusses ein Referat, das hinausläuft, daß die Stadt verpflichtet Straßenreinigung zu übernehmen. Die müssen von den Einwohnern getragen

werden. Rach längerer Debatte und nach einem Berichte des Stadtdaumeistcrs über die Kosten der Strahenreinigung wrrd die obligato­rische Strahenreinigung durch die Stadt mit allen gegen eine Stimme beschlossen, die finanzielle Frage wird an den Finairzaus- schuh überreicht, der prüfen soll, auf welche Weise die Kosten erhoben werden sollen. Die Vergebung der Lieferungen für Kanalisation des südwestlichen Stadtteiles beschäftigt die Versammlung zum dritten Male. Rach längerer Debatte wird dem einstimmigen Beschlüsse des Dauausschusses. die Lieferung an die Firmen Schwarz & TNrich und Böcke! zu vergeben und nur Dyckerhoff rohre zuzulassen, mit 15 gegen 4 Stimmen bei drei Enthaltungen beigetreten.

Kreis Lauterbach.

En gelrod, 16. 3u(L Die hiesige Krie­gergedächtniskapelle geht ihrer Fertig­stellung entgegen. Die Einweihung ist auf den 2 August angesetzt. Die Ausführung und die 3nnenausschmückung finden allgemeinen Beifall.

cnbtrg und Rheinhessen.

Mainz, 16. Juli. (Wolff.) Infolge regen Besuchs seitens der Bevölkerung ist die hiesige Rosenaus st ellung bis zum Mittwoch, den 22. Juli, verlängert worden. Die Zahl der Besucher soll bereits annähernd 40 000 betragen.

Worms, 16. Juli. (WD.) Gestern abend brach gegen 8 Uhr in dem Zelluloidlager von Gustav Sondheimer Grohfeuer aus, das in den großen Vorräten an Zelluloidwaren reiche Rahrung fand. Das Lager ist vollständig ausgebrannt, ebenso eine darüber befind­liche Wohnung des Werkmeisters, liebet die Cntstehungsursache ist eine Untersuchung einge­leitet.

dah auch die Tanzlustigen an diesem Tag ihre Rechnung kamen.

KrciS Aricdbcrg.

ss. Friedberg, 16. Juli. Aus

wurde von der nächsten Rachbarschaft gehört, sein Rotschrei drang weiter und findet heute einen Widerhall hier im rauschenden Zertungs- blätterwalde. der Verständnis für feine Kla­gen hat.

ES geht um den Daum! Wohlgemerkt um den grünenden Sf eubaum, denn so darf man jetzt den Sfeustrauch von einst wohl nennen. Sin Stück Romantik steckt in ihm ein Stück Alt-Gießens. Amseln und Spatzen Haufen in seinem Gezweig, das Auge des Vorübergehenden erfreut ft$ an ihm. Wir hoffen: Der sachver­ständige Jünger der grünen Farbe, der Forst­mann wird mit seinem einsichtsvollen Rate die tote Tilla unbeachtet lassen sie schlägt nie­manden tot und seinen immergrünen Freund, den Sfeu. zu schützen wissen.

Im alten Aegypten war, wir sagten s schon, der Efeu dem Totengotte geweiht, im sonnigen Hellas aber dem göttlichen Dionysos, dem Be­schützer des treibenden Wachstums der Erde.

Darum keine Furcht! Weg mit 21 ft und Dchipde! Lange lebe der Daum, unser immer­grüner Eseubaurn.

Ium 32. Mittelrheinischen Kreisturnfest.

Dom Wohnungsausschuß für das Mittelrheinische Kreistumsest wird unS geschrie-

sind wiederholt Deschädigungen der tädt. Anlagen vorgekommen, es werden bis 300 Mk. Belohnung für Ermittlung der Tätet ausgesetzt. Eine längere Debatte ruft der schon seit langer Zeit schwebende Punkt der Tages­ordnung© t r aßen_rein i g u n g"_ hervor. Stadtv. Ramen darauf ist, die Kosten

50, rote Rüben 30, Spinat 40, Römlschtohl 15, Dohnen (grüne) 60, (gelbe) 65, Erbsen 35, Misch­gemüse 12, Tomaten 60 bis 100, Zwiebeln 20, Rhabarber 25, Kartoffeln (neue) 10 bis 13, Dörrobst 40, Kitschen 60 bis 80, Heidelbeeren 50 biß 60, Stachelbeeren 30 bis 40. Johannis­beeren 45. Erdbseren 120, Himbeeren 70, Pflau­men 80, Mirabellen 70 bis 80, Aprikosen 90 bis 110, Honig 40, junge Hahnen 110, Suppenhühner 140; dss Stück Eier 14, Blumenkohl 10 bis 100, Salat 10 bis 15, Salatgurken 30 bis 70, Ein-

i eitrigen StadtverordnetenNtzung: Die Voranschläge der Schillerschule und der Augustinerfchule, die bereits vom Finanz­ausschuß einstimmig genehmigt worden sind, werden zur Kenntnis der Versammlung gebracht und nicht beanstandet; der städtische Zuschuß be­trägt bei der Schillerschule 32 000 Mk. bei der Augustinerfchule 67 500 Mk. Der Städterweg, der Wilkautsgraben und die Mauersttaße sollen mit Gas- und Wasserleitung versehen werden, die erforderlichen Mittel werden bewilligt. Die angeforderte Bewilligung eineS Beitrages von 1500 Mk. für den auf dem GaulSkopfe errichteten römischen Wachtturme wird einstimmig abgelehnt, da die Stadt dafür keine Mittel zur Verfügung habe. Dagegen sollen für Herstellungsarbeiten an einem Fachwerkhause in der Burg die Mehrkosten von zirka 250 Mk. bewilligt werden. 3n dem östlichen Türmchen des Burgtores ist ein 3 u g e n d h e i m errichtet worden, die Stadt übernimmt die Kosten für Wasser und Beleuchtung 3n der letzten Zeit

Kreistag des Kreises Schotten.

S chotten, 16. 3uli. Gestern tagte im Ralhaussaal unter dem Vorsitz des Kreisdirektors ®. Regierungsrat Böckm ann der diesjährige ordentliche Kreistag.

^Rach der Begrüßung der vollzählig erschie­nenen Mitglieder wurde die Rechnung aus 1923 vorgetragen, die mit einem Ueberschust von 257,10 Mark abschließt und genehmigt wurde.

Der Voranschlag für 1925 wurde in seinen einzelnen Teilen beraten und genehmigt. An Kreisumlagen sollen 110 000 Mark er­hoben werden, die mit 3 Pf. auf je 100 Mark Steuerwert von Gebäuden und Bauplätzen, 7 Pf. von land- und forstwirtschaftlichem Grundbesttz, 3 Pf. vom gewerblichen Betriebs- und Anlage-

Wissenschaft.

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K? url toe. Es gelangen kr äum ersten Ml« U omungen ioisenschch, Es ist festgestclll wordcr s der nördlichen Waiv! 1 2000 Meilen südlich fa tofeter an die Obe. suchen Polargcbiet gest ^den. 3n diesem M-t Dalsjsche und bc:- tten nachgehen. D e Regung der verschiehrmi chm Qz«M IchMrn ,i beqibi sich, nachdem r zwischen Afrika und Tire- At N. nach dem Micha demn auch nach der 2cr- nach Osten zu gehen.

und Land.

en, den 17. 3uli 1025.

Eseubaum!

3m einstmals Fuldascha Me, der stets einer d«

sieht letjt unser MS Mit einem Dvrgartchen u der Ost-Anlage zu Dl n vorbei ging, bm'e jtaj diesen Vorgarten für i Botanischen wiche Unfraiitgartenfof'«

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um) bi.ua«yic ausbann der Xaufcnb- 3aprfeier der Rheinlande. Rach einem kurzen geschichtlichen Rückblick ermahnte er die Ver­sammelten, allezeit treu zu Voll und Vaterland zu stehen. Rach Gedichten und einem Lied der Oberklasse wurde das Deutschlandlied gesungen. Alsdann begann das eigentliche 3ugenbfcft. Schüler, Turner und Turnerinnen führten Frei­übungen. Reigen und Spiele auf und verbrachten auf diese Weise einen frohen Rachmittag. Unter Dorantritt der Kapelle bewegte sich die 3ugend am Abend dem Dorfe zu und beim RathauS löste sich der Zug auf. Am Abend sand dann noch Tanzvergnügen des Turnvereins statt, so

Kreis Wetzlar.

fpd. Wetzlar, 16. 3uli. Vom Kölner Personenzug wurde auf der Station Ehrings­hausen ein junger Mann, dessen Persönlich­keit noch nicht genau feststeht, überfaßten und f o f ort getötet.

T Raunheim, 16. 3uli. Heute mittag kurz nach 12 Uhr brach in dem Anwesen des 3akob Rill IV. Feuer aus, während die meisten Einwohner, darunter auch dec Drand- geschädigte, auf dem Felde weilten. Die hiesige Wehr und die Feuerwehr von Waldgirmes die Garbenheimer Wehr war gleichfalls erschie­nen, brauchte aber nicht mehr in Tätigkeit zu treten bekämpften den Brand mit aller Kraft, konnten aber nicht verhindern, daß Scheune, Stall, Schuppen und Waschküche ein Raub der Flammen wurden. Das Wohn­haus, schon stark beschädigt, konnte gerettet werden. Das Feuer ist vermutlich in der Wasch­küche entstanden. Die 3mmobilien, insonderheit das verbrannte Heu, sind nicht versichert. Die Versicherung der Gebäude ist fraglich, da der Rassaujsche Bauernverein, dessen Mitglied der Geschädigte ist, wegen Rachforderung aus der Inflationszeit mit der Rassauischen Drandkasse im Prozeß liegt und Beiträge in den letzten 3ahren nicht entrichtet worden sind.

Hcssen-Rasiau.

bl. Dillenburg, 16. 3uli. Bei einem gemütlichen Zusammensein in einem hiesigen Eaf6 hielt, wie die Feststellungen bis jetzt ergeben haben, ein jun ged Mädel auf ihre Freun­din eine S chußwaffe gerichtet, die sich ent­lud und das Mädel derart schwer verletzte, daß der Tod alsbald eintrat.

Der Gießener Bevölkerung Dank für die vielfach gefundene Dereitwilllgkeit, zum Kreis­turnfest Turner aufzunehmen

Leider stehen aber noch manche Devolke- rungskreise in der Gastlichkeit abseits. An diese Mitbürger wenden wir uns hiermit nochmals besonders. Einen Turner aufnehmen, heißt eine deutsche Tat vollbringen. Riemand stehe zurück, jeder nehme einen Turner oder eine Turnerin auf!

Es rührte uns. als wir feststellen durften, bat) Arbeiter Saarturner mit voller Verpflegung aufzunehmen gewillt find.

Wer kann, hole das bisher Versäumte nach. Eine 3 Pf.-Postkarte an das Wvhnungsbureau, Hinter der Westanlage 11 (Telephon 178), genügt zur Vormerkung. Kann Verpflegung gewährt werden, fo werden wir hierfür besonders dank­bar sein.

Der schlechte Frankenstand hat unseren Fest­besuchern von der Saar schon monatelange Ein­schränkungen auferlegt. Wie erfreulich wäre es für die Festleitung, könnten wir allen 0aar- freunben kostenlose Verpflegung gaben. Für 1000 Festbesucher haben wir eine b lüge Tagesverpfle­gung gefunden. Diese wollen wir, soweit Privat- verpflegung nicht gefunden würde, den Saar- I lumcm zugute kommen lassen. Steuert jeder (Sie­bener Bürger 15 Pf. zu, fo ist die kostenlose Verpflegung gesichert.

Wir laden deshalb alle, die es können, ein, un» zu diesem Zwecke Spenden zuiommen zu lassen. 3ede Spende ist willkommen. Sie werden vereinnahmt von Rechtsanwalt Peters, Bahn­hofstraße 54. (Man beachte die Anzeige in der gestrigen Ausgabe deSGießener An.eigerS".)

Unterziehe sich jeder der kleinen Mühe, sein Scherflein zu bringen oder zu senden. Auch diese Spenden sind deutsche Tat. Sie werdet ihre Aus­wirkung bringen, wenn sie bestärken unsere Saar» freunde in dem Entschluß, auSzuharren in ihrer Lwfersreudigkcit. und in dem Willen, deutsch zu fein und deutsch zu bleiben. Bei der dem;ächstigen Abstimmung über die Zugehö. gkell zu unserem geliebten Vaterland wird das kleine, jetzt ge­brachte Opfer uns die ersehnten Früchte bringen.

Deshalb nochmals: Auf zur deutschen tat!

3m Sonderzuge nach Heidelberg.

Kennst Du die Bergstraße, lieber Freund? | TS ist ein fortgesetztes Hetzen und 3agen von staub rufwirbelnden Autos - früher war es die ] schönste Straße im ganzen deutschen Land. Wir find mit der Dahn gefahren da neulich. 3m Tvnderzug.

Von Marburg kamen die fünfzehn Wagen 4. Klasse, hielten in Gießen. Butzbach, Rau- heim, Friedberg, um dann, mit einer kurzen Pause in Franlsurt (West) und Darmstadt ohne Aufenthalt die herrliche Bergstraße entlang nach Heidelberg zu fahren. Rund 700 Personen hatten die Gelegenheit wahrgenommen, zur Hälfte des an sich schon billigen Fahrpreises 4. Klasse in den schönen, geräumigen Wagen mit Tonnen­gewölbe sich ein Stück von der Welt anzusehen. Sie Eisenbahnverwaltung hatte es sich angetan fein lassen, für das Wohlbefinden der Fahrt- teilneßmcr auf das Angelegentlichste zu sorgen. Dazu war einSpeisewagen" improvisiert, in dem man Kaffee, alkoholische Getränke und andere Erfrischungen bequem erhalten konnte.

Sv gelangten wir in bester Stimmung nach dem herrlichen Heidelberg. Wie die Aufnahme der Fahrgäste auf den Zwischenstationen, so ging auch die Entleerung des Zuges glatt und rei­bungslos vonstatten; schnell verteilten sich die Besucher in die Stadt und sahen das Schloß, das wundervolle Reckartal bis aufwärts nach Reckargemünd, bis abends Punkt 9 Uhr der Zug die Bahnhofshalle verließ und enUang den Hügeln und Burgen der Bergstraße durch die Lichtfülle von Darmstadt und Frankfurt heim­wärts fuhr.

Und in das Rattern der Rader und das Dunkel der Nacht weben sich Bilder und Klänge des ver­rauschenden Tages: Der Sonnenuntergang in den Lilberwellen des Neckar, der weit hinausfließt in die Ebene des Rheins, bis wo Mannheim mit seinen Schloten und Kuppeln ragt, die Bootsfahrt durch die Stromschnellen des Hackteufel "und der Blick hinauf zu dem goldrot aufgluhenden Schloß, der herrlichsten Ruine in allen deutschen Landen, an der Menschenhaß und Wut der Elemente ihre Spuren vielfältig hinterließen, Lieder buntbemühter Studenten, die durch die Straßen zogen . . . Heidel­berg! Du ewig junge, ewig schöne Stadt!

Solche Fahrten find lebhaft zu begrüßen. Sie fördern die Kenntnis der weiteren Heimat auch für Leute, die sich diese Reisen sonst nicht leisten können, sie sind billig, bequem und haben den Vorzug, daß man ohne große Zwischen­aufenthalte früh am Tage direkt nach dem Reise­ziel gebracht wird, dort, wie im Falle Hei­delberg 12 Stunden Muße hat und abends rechtzeitig und schnell wieder nach Haus beför­dert wird. Mögen diese Unternehmen stets den

Der Andrang bei der gestrigen Kartenausgabe zur heutigen Wiederholung der rheinischen 3ahr- tausendfeier der Stadt Gießen war wieder so außerordentlich stark, daß sämtliche Karte^ inner­halb einer knappen Stunde vergriffen waren. Wenn die V o l k s h a l 1 e jetzt schon fertig ge­wesen wäre, hätte zweifellos allen interessierten Mitbürgern Gelegenheit zur Teilnahme an die­ser denkwürdigen Kundgebung gegeben werden können.

* Gin Anlagenkonzert unserer M i- Utär tapelle fand gestern nachmittag unter1 der Leitung von Obermusikmeister L ö b e r am Lie- biadenkrnal statt. Daß zu diesem, in letzter Zeit leider etwas feiten gewordenen Ereignis ein außer­ordentlich zahlreiches Publikum erschienen war, ver­steht sich von selbst, zumal auch das herrliche Wet- ter gar zu verlockend war zu einem Anlagen­bummel. Die Darbietungen fanden allgemeine und mit Recht volle Anerkennung. Leider wurde der Genuß nur öfter gestört durch die allzu häufig vor- beiratternden Kraftfahrzeuge, die man bei solchen Gelegenheiten lieber nicht sehen würde.

Erhebung über Stellenlosig­keit der Angestellte n. Stellenlose An­gestellte, die am gestrigen 16. Juki aus irgend­welchen Gründen verhindert waren, zwecks Aus­füllung des Fragebogens über ihre Stellenlosig­keit bei dem zuständigen öffentlichen Arbeits­nachweis oder dem Angestelltenverband persön­lich zu erscheinen, können dies, soweit sie am 16. 3uli stellenlos waren, noch in den nächsten Ta­gen, spätestens bis zum 23. 3ali. nachholen. Rach diesem Termin beginnt die Verarbeitung des Materials durch die öffentlichen Arbeitsnachweise bzw. Angestelltenverbände und die Weiterleitung desselben über das Landesamt für Arbeitsver­mittelung an die Reichsarbeitsverwaltung.

Bornotizen

Tageskalender für Freitag. Alldeutscher Verband und Hochschulring deutscher Art: 8l/$ UhrHotel Hindenburg" Vortrag des Landtagsabgeord -.den Kindt Darmstadt. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: Henny Porten in Kammermusik".

Zirkus All Hof f. Die Eröffnungs­vorstellung beginnt morgen, Samstag, abends 8 Uhr, auf Oswaldsgarten. Räheres im heutigen 3nfcrat.

Landkreis Gi ^n.

V Watzenborn-Steinberg, 16. 3uli. ES sei an dieser Stelle nochmals auf die Ver­anstaltungen drs Evangelischen Bun­des am Sonntag, 19. 3uli, in Watzenborn- Steinberg und nachmittags auf dem Schiffenberg hing rtoiefen. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem 5 e ft g o 11 e 8 b i e n )t auf dem idytt.schon Watzenborner Kirchenplatz mit feinen allen Linden. Festprediger ist Bundes- reb.ier Pfarrer Haupt- Gi:ß?n. Posa nenchäre und Kirchenchor Watzenborn verschönern d c Feier, an deren Ende die Posaunenchöre am Denkmal für die Gefallenen zu deren Gedächtnis feiert ch? Weifen erklingen lassen werden. Um 1/e12 rüden die Gäste in die bereitgestellten Quartier.' und um V81 Uhr beginnt die Aufstellung des großen Festzuges mit historischen Gruppen, K.ndern in Festkleidung, der Dundesfahne usf. Derselbe marschiert l/4 Uhr durch Watzenborn -Steinberg und trifft zum Zuge 1.43 Uhr ab Gießen auf Station Schiffenberg ein, wo er die mit dem Gießener Zuge und dem um 1.10 Uhr ab Hungen eintreffenden Zuge kommenden Festteilnehmer hinauf zum Schiffenberg mitnimmt. Dort beginnt ein reichhaltiges Programm, in dessen Mittel­punkt die Fre.lichtaufführung von SchönherrS DramaGlaube und Heimat" d irch Mitglieder des Cvang. Arbeitervereins Gießen unter Lei­tung des Herrn Bechstein vom Stadttheater I Brandenburg steht. Man beachte die morgige Anzeige.

t Grünberg, 15. 3uli. Die ErWeite­rungsarbeiten am Orünberger Wasserwerk haben begonnen. Die neue Wasierteitun^ wird auf der rechten Seite der LondoUcc Straße nach dem Wartturme gelegt, wo der ne: Hochbehälter erbaut werden soll. Dieser wird 500 Kubikmeter Ruhinhalt fassen. Der jetzige Behälter faßt nur etwa 120 Kubik­meter, das ist etwa 40 Proz. des täglichen Ver­brauchs. so daß der Dehäller jeden Tag 2V-mal leer wird. 3m Sommer Halbjahr steigert sich der Wasserverbrauch unserer Stadt auf 300 bis 350 Kubikmeter. Die Kosten für den Hochbehälter be­laufen sich auf 26 000 Mark, die für die neue Zuleitung auf 12 000 Mark. Rach Vollendung der neuen Anlage ist damit zu rechnen, daß alle Rotwendigkeiten erfüllt sind. Der R e u - bau für das V e r rn e f s u n g s a rn t soll am 1. August feiner Bestimmung übergeben werden. Der Bau. eine Zierde der Stadt, befindet sich in der Bismarckstraße.

i. Eit ingshausen, 7. 3uli. Eine vor ein paar Tagen über den verhältnismäßig günsti­gen Verlauf iec Maul- und Klauenseuche in unserem Dorfe veröffentlichte Rachricht ist heute leider nicht mehr richtig. Abgesehen davoir, daß inzwischen nod) in einer Anzahl Gehöfte die Krankheit ausbrach, ist auch unsere Schaf- Her de von der Seuche befallen worden. Da die Herde oft im Wald zur Weide ging, ist eine Uebertragung auf das Wild nicht ausgeschlossen. Das wäre eine große Gefahr, da I hier natürlich keine Sperr- und Vorbeugungs­maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit getroffen werden können.

df. Langsdorf, 16. 3uli. Am Sonntag fand auch hier unter lebhafter Beteiligung der Einwohnerschaft das diesjährige 3ugenöfeft statt. Um 2 Uhr stellte sich ein Festzug auf, voran die blumengeschmückte Schuljugend. Auch der Turn- und Gesangverein beteiligten sich. Unter den Klängen einer Musikkapelle bewegte sich der Festzug durch die Dorfstraßen dem Concordia" zur BegrüßungGott grüße dich!". Concordia" zur BegrüßungGott grüße dist!". Danach ergriff Lehrer Heldmann das Wort. | 3n kernigen Worten schilderte er den Zweck des

tapital. 35 Pk. Sondcr'teuer auf Gebäude und 30 Proz. auf gewerbliche EinkommensteuervvrauS- zahlung ausgeschlagen werden. An Reichs­steuerüberweisungen rvchnct man auf 40 000 Mark. Die soziale Fürsorge er­fordert einen Aufwand von ca. 62 030 Mark, die KreiSstraßenunterhaltung einen sol­chen von ca. 180000 Mk. Besonders wichtige Derkehtsstrecken sollen gewalzt werden; so die Strecken Sichelsdors. Rainrvd, Ober-Schmitten, Unter-SeibeNenrvd. .KreiSgren-^. Schwere Sorgen werden ausgesprochen über den immer grö­ßeren Verfall der Straßen. Man zehre eben von der Substanz der Straßen. Der Kreis fei nicht in der Lage, die ungeheuren Ötraßen- kvsten. die durch RichtkreiSeingesesserre. btfonberg den ungeheuren Kraftwagen- und Lastautoverkehr berwrgerufen würde, zu bestreiten. Der beste und billigste Weg ist die Herstellung von Ä f c i n p f l a ft c r. zumal dieses einheimische Material Wer leicht zu haben sei. Allerdings kostet der Kilometer noch 75 000 Mark, die Lebensdauer deS KleinpllasterS wird auf 20 bis 30 3abre geschätzt. Leider fehlen dem Kreis die Mittel, um <t!cinr>fkifrcrungen in grö­ßerem Umfang durchzuführen.

3m 3ntvrcffe der glatten Abwicklung der Derkehrsgeschäfte im Kreis ist bei der räunllichen Größe und den VerkehrSverhältnissen die An­schaffung eines KreiSautvS ein un- bedingtes Erfordernis. Der Kreistag stellte in Erkenntnis der Rotlage für den Kraftwagen und eine Halle einen Betrag von 15 000 Mk. zur Ver­fügung.

Zur Gewährung von Baudar­le h c n werden 20 000 Ml. bereitgestellt, die zu mäßigem Zinssatz an bedürftige Baulustige aus- geliehen werden. Auch einem KreiSbeamten wer­den zu gleichem Zweck vorerst 4000 Mk. Dau- darlchen bewilligt.

Eine längere Aussprache bedingte die Frag« der Errichtung einer Kreis -Kadaver­verwertungsan st alt. Kreisveterinäramt und KreisgesundheitSamt legen die Rotwendig­keit einer solchen Anstalt dar. Der Kreistag beschließt nach längerer Debatte, einen Betrag von 40 000 Mk. bereitzustellen und die Anstalt zu errichten.

An die Sitzung schloß sich ein einfaches Essen im Hessischen Haus.

Kirche und Schule.

ri. Gründer g, 16. 3uli. Gestern und vor­gestern tagte hier im Saale des GasthquseS ..Zum Hirsch" die evangelisch-lutheri­sche Konferenz für Oberhessen. An ihr nahmen auch diesmal einige treue Freunde der Sache aus dem Marburger Land teil. Rach- dem Pfarrer A u S f e 1 d - Gießen die Konferenz eröffnet und Pfarrer S c r i b a - Wetterfeld die Erschienenen, darunter besonders den Superin­tendenten für Oberhessen, Oberkirchenrat Wag­ner, und den Sekretär der allgemeinen evan- gel'.sch lutherifchenKoi.f.r'nz. Pfarrer Hübe ner- Miltitz, mit herzlichen Worten begrüßt hatte, hielt einLaie", Professor D r. Weirnar- I Gießen, einen durch Klarheit und kirchliches I Sachverständnis ausgezeichneten Vortrag über I ..Laienwünsche zur Predigt", der. tote die Aus- I spräche zeigte, allseitigen Beifall fand. Arn I Abend gab Pfarrer 6 c r i b a - Wetterfeld den Kassenbericht und den Bericht über den luthe- I rischen Millionsverein für Oberhefsen. dessen Ge­schäftsführung demnächst von Stift-Pfarrer Schorlemmer - Lick übernommen werden soll. Sekretär Hübener sprach über das lutherische Einigungswerk, das alle Kirchen lutherischen Be­kenntnisses aus der ganzen Erde um i aßt. Die Abendandacht hielt Pfarrer D Fritsch- Rup­pertsburg. Der zweite Tag wurde von Pfarrer S ch rn i d t - Battenberg eröffnet. Daraus sprach Psarrer Ramge- 3loesha-scn über .Die Bi­bel in Theologie und Weltanschauung der Ge­genwart" und die Frage: .Offenbarung und 3n* fviration". Das Echo des aus dem Schatze gründ- I kicher theologischer Gelehrsamkeit geschöpften Vor­trags war eine lebhafte Aussprache. Pfarrer Rebel- Laubach schloß um die Mittagszeit die Konferenz mit herzlichen DankeSworten.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 14. 3uti. Ein Heizer aus Groß- Rechtenbach und dellen in Klein-Linden wohnender minberjähriger Sohn hatten fich wegen Beleidigung der Ehefrau eines Dreher-, der in dem. den erstehelichen Kindern des Heizers ge­hörigen Hause in Klein-Linden wohnt, zu verant­worten. Die Beweisaufnahme ergab unzweifel­haft, daß die Angeklagten mit überaus roher und I gemeiner, nicht wiederzug-.'bmden Worten die Frau des Privatklä --»ers beschimpft haben. Sie nahmen vergleichsweise die beletbigenben Aeußerungen mit Dedau-.m zu ück. baten um Verzeihung und verpachteten sich zur Zahlung einer Buße von 100 Mar: zu Gunsten deS Roten Kreuzes und zur üebemcuine sämtlicher Kosten.

Ebenfalls durch Vergleich erlebigt wurde I die Beleidigungsklage he» hästsführers ehret hiesigen Firma gegen den früheren Inhaber deS Geschäfts und dessen Widerllage pegen den Pri- Mtfläger. Die beiderseitigen Beeidigungen wur­den mit Bebaue cm zurückgenommen, jeder Teil übernahm die auf seiner Seite erwachsenen Kosten, der Angeklagte und Widerlläger außerdem die Gerichtskosten.

' Gießen, 16. 3uli. Ein früher hier woh­nender Ausländer hatte verschiedenen Personen gegenüber behauptet, er habe mit einer hiesigen Witwe ein intimes Verhältnis gehabt, gehe jetzt noch bei ihr ein und aus, habe mit ihr Reisen I unternommen, sie habe bieS auch in einem Brief | an ihn angegeben, sie habe ihm eine Brieftasche mit 3nhalt entwendet u. bgl. Die Witwe be­hauptete demgegenüber, sie kenne den Aulländer I überhaupt nicht und habe niemals irgendwÄche I Drehungen zu ihm gehabt, unb verklagte ihn deshalb wegen Beleioigung. 3n der heutigen Verhandlung blieben die Parteien bei ihren gegenseitigen Behauptungen stehen. SS wurde erwiesen, daß der Ausländer, was er in der : Hauptsache auch zugab, tatsächlich die oben an* I gegebenen Aeußerungen getan hat. Einen Beweis für seine Behauptungen, die an fkb schon wenig I wahrscheinlich klingen, konnte er jedoch nicht er- > bringen, indbefonbere auch nicht den Bries vor­legen, in dem die Witwe angeblich den intimen i Vermehr mit ihm zugegeben haben soll, da seine , Frau diesen Brief vernichtet habe. Auch sonst machte er gegenüber seinen früheren Angaben ! einige Einschränkungen. Er wurde deshalb mtf . Rücksicht auf die Scbwere ber Beleidigungen! , I zu einer Geldstrafe von 100 Mk. ver- ' I urteilt 1