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Sechser-Schulreigen: 1. SiegerDie Wanderer '-Gießen, 2. R.-V. 1887 Wetzlar, 3. R.-V. 1900 Wieseck.

Sechser-Jugendreigen: 1. SiegerDie Wonderer"-Gießen, 2. R.-V. 1887 Wetzlar, 3. Rad- clubGermania"-Gießen, 4. RadclubTeutonia"- Krosdorf.

Sechser-Kunstreigen, Kl. B 1. Sie­ger Radfahrerverein 1887 Wetzlar.

Einer-Kun st fahren: 1. Sieger Otto Göbel, R.-V. 1887 Wetzlar.

Zweier-Kun st fahren: 1. Sieger Rad­clubGennania"-Gietzen, 2. R.-V. 1885 Lollar.

Zweier-Radball: 1. Sieger Radcl.Teu- tonia"-Krofdorf, 2.Germania"-Gießen, 3. R.-V. 1887 Wetzlar.

Zweier - Jugendrndball: 1. Sieger RadclubGermania"-Gießen.

Wirtschaft.

Jur Lage der rheinisch-westfälischen Industrie (Don unserem Essener Mitarbeiter.)

Trotz ständigen Rückgangs der Förderung im Ruhrbergbau hat sich ein aufnahmefähiger Markt noch immer nicht erzielen lassen. Die Haldenbestände bei den Ruhrzechen betrugen im Mai bis zu 9,5 Millionen Tonnen, eine Ziffer, die einem toten Kapital von 150 Millionen Mark entspricht. Die Zahl der Feierschichten hat sich zwar vermindert: das konnte aber nur ge­schehen auf Grund der Rrbeiterentlassungen, die allein im März und April 10 000 Personen umfaßt haben und die weiterhin noch im großen Umfange erfolgen werden. Im Dergrevier Hattingen ist die Zahl der Bergarbeiter schon von 14 000 auf 8 000 gesunken, im Bergrevier Witten von 15 000 auf 9 000, in der Gemeinde Linden-Dahlhaufen von 4 900 auf 1 840. Be­sonders wesentlich ist, daß die Arbeiterent-- lassungen auch auf die stärksten Konzerne tz. B. Thyssen, Gelsenkirchener, Haniel, Harpen. Fis­kus usw.) übergegriffen haben, ein einziges großes Bergbauunternehmen hat bisher jeden Monat einen Zuschuß von 1,5 Millionen Mark erfordert. Es steht zu befürchten, daß die zum Rorden abgewanderten Bergarbeiter in neue Beschästigungsschwierigkeiten geraten. Eine Besserung ist nur zu erwarten von der Hebung der Konjunktur und von billigeren Preisen. Zur Zeit betragen auf guten Zechen die Selbstkosten je Tonne Kohle rund 16,90 Mark. Würde es ge­lingen, die Arbeitszeit wieder auf Friedens­höhe zu bringen und gleichzeitig die sozialen und steuerlichen Lasten wenigstens in etwa zu erleichtern, so wäre eine Kohlenpreisermäßigung von 1,70 bis 2,00 Mark möglich.

Auch die Eisenindustrie leidet seit einiger Zeit sehr unter Absatzschwierigkeiten. Die Hauptver­braucher üben große Zurückhaltung: die Eisenbahn und die Staatsbetriebe lassen nennenswerte Be­stellungen überhaupt nicht ergehen: die vom Bau­markt kommenden Bestellungen haben nur ge­ringen Umfang usw. Aus diesem Grunde sind die Lieferfristen in der Eisenindustrie erheblich zurück- gegangen. Auch die Preise sind unauskömmlich. Während anfangs 1914 die Selbstkosten für Stab- eifen rund 85 Mk. je Tonne betrugen und einen Verkaufspreis von 95 bis 95,50 Mk. brachten, be- . tragen die Selbstkosten jetzt 134 bis 136 Mk.: Steuern und Abschreibungen sind in ihnen nicht l enthalten: der im günstigsten Falle erzielbare Preis leträgt dagegen nur 135 Mk. Bei der Der« ? arbeitenden Industrie liegen die Derhältnisse , gleich ungünstig. Zahlreiche mittlere Werke haben r ihre Betriebe einschränken oder ganze Abtei­lungen bereits stiltegen müssen.

Bei einer näheren Betrachtung dessen, was selbst aus den kapitalkräftigsten Werken und Konzernen geworden ist, läßt sich am besten ermessen, welche Einbußen der Ruhrindustrie ent­standen sind. Eine Besserung der Verhältnisse - läßt sich nur erzielen durch Abbau der Pro­duktionskosten, dieser wird aber systematisch sabo­tiert. So sind z. B. in der letzten Zeit durch Schiedssprüche die Arbeitszeiten in vielen Ge­werben wieder weiter veröirzj worden. Allein die Bauarbeiterlöhne, die natürlich schrittmachend für sämtliche andere Gewerbe sind, wurden un; über 30 Prozent in die Höhe gesetzt. Die Hauer- löhne sind vom Juni 1924 bis April 1925 von 6,48 auf 7,48 Mk. gestiegen, während gleichzeitig die Kohlenpreise um 30 Prozent gefallen sind.

Feuer am Nordpol.

Technisch-politischer Roman aus her Gegenwart.

Von Karl-August von Lassert.

67, Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Da? darf nicht geschehen!" rief der Kriegs­minister, der an einem zweiten Apparat mitgehört hatte.

Was sollen wir denn tun?" fragte der Außen­minister.

Das ist doch sonnenklar!" rie£ der General. , Wir habe n die Engländer in der tfaUe. Jetzt be­halten mir die freche Gesellschaft so lange als Faustpfand zurück, bis sie de- und wehmütig zu Kreuze kriecht."

Wenn aber die Engländer uns überlegen fein sollten", warf der Minister ein.Soviel ich weiß, sind alle Befestigungen von Brest nur auf einen Angriff von der See her eingerichtet und können das Innere der Reede kaum unter Feuer nehmen. 'Außerdem sind wir in keiner Weise auf einen so überraschenden Kampf vorbereitet."

Aber unsere gesamte Flotte liegt Seite an Seite mit den weit unterlegenen feindlichen Ge­schwadern", rief der General.Im Verein mit den Hafenbatterien wird sie die Engländer versaufen wie tote Ratten."

Der Außenminister schien überzeugt und rief in den Apparat:

Also, Herr Gerard, bitte, melden Sie dem Präsidenten, daß der Kriegsminister und ich der Ansicht sind, ma nmüsse den englischen Flotte die Erlaubnis verweigern, die Reede von Brest zu ver­lassen. Im Weigerungsfälle wären sofort die Feind- feligfeiten zu beginnen, die durch Englands uner- hörtes Ultimatum ja sowieso unvermeidlich erschei- nen. Im übrigen bitte ich, die Leitung dauernd be­setzt zu halten und mir alle wichtigen Ereignisse mitzuteilen."

Gerard erklärte, sofort mit dem Präsidenten reden zu wollen. Sein Stellvertreter bleibe am Apparat zurück.

Soll auf das Ultimatum irgendeine Antwort erfolgen?" fragte der Ministerialrat.

Bei einem größeren Montankonzern, der 100 000 Arbeiter beschäftigt, machen die vom Oktober 1924 bis Mai 1925 vorgenommenen Lohnerhöhun­gen auf das Jahr berechnet eine Summe von nicht weniger als 42 Millionen Goldmark aus.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^ Berlin, 15. Juni. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die neue Woche be­gann mit einer allgemeinen ilnficfjer- heit. Man ist sich anscheinend noch nicht darüber klar, ob mit den Kurseinschnitten der letzten Woche die rückläufige Bewegung vorläufig ihr Ende erreicht hat, oder ob mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Krise der Mehrzahl der Gewerbe­zweige ein Anhalten des Druckes zu erwarten ist. Das Geschäft kam daher nur sehr zögernd in Gang. Die einzelnen Marktgebiete verkehrten durchaus nicht einheitlich. Größere Schwankungen traten zunächst kaum hervor. Etwas Interesse bestand für einzelne Spezialwerte, so wurden S ü d s e e heute rege aus dem Markte genommen. Staatsanleihen waren anfänglich mehr in den Vordergrund gerückt, Kriegsanleihe lag mit 0.385 fester. Später unterlagen die Kurse des Anleihemarktes mehrfach Schwankun- gen und neuerlichen Rückgängen. Die Lustlosigkeit des Effektenmarktes fonunt am Geld­märkte zum Ausdruck. Monatsgeld, das 10 bis 11 Prozent kostete, ging so gut wie gar nicht um, auch tägliches Geld wird nur wenig verlangt, der Sah stellt sich auf 71/? bis 9V$ Prozent.

Börsenkurse.

(Ohne Gewahr.)_______________

Frankfurt a.M-

Berlin

Schluß, flurs

StMHK. Abend. jBrie

Schkuh- fiuri

Schlutz» Mittag l'brl«

Datum:

12.6.

15 6.

12. 6.

15. 6.

5*/, Deutsche RelchSankelhe

0.365

0.405

0.3875

0.347

4% Drutsche Reichsanleihe .

-

0.40

0.40

8'/»% Deutsche RcichSanleih» 8% Deutsche Reichsanleide . Deutsche Sparprämienanleibe

0.42

0,460

0.395

0.375

0,500 0,24

0,600

0,202

0.52 0,252

0,515 0.215

4% Preußische KonsolS . . .

0.42

0.42

0,625

0.405

0.4075

g>/.«/. K-ksen ..........

0.36

0,38

89 75

0,40

91,75

0,40

91,75

Deutsche Wertb. Dollar-Ant.

89,75

bto- Doll-Schatz-Anlreisug.'l

92,5

9-2,8

92,8

92,90

</» Zolltstrken.........

6.87

6.87

7

6,7

5% Goldmexikaner .....

36,87

36,4

Berliner Handelsgesellschaft- Lommerp und Privat^Bank

120

100

120

100

120,4

100

119

99

Darmst. und Nakionalbank .

122

12t

122,25

120.25

Deutsche Bank........

Deutsche BereinSbank ....

120,50

120

121

120

72

70

Disconlo Lommandit

108,37

108,4

108,75

108

90

Mitteldeutsche Creditbank . . Ocstcrreichische Ereditanstalt.

99

98.5

98,25

98

7.3

7.25

7.37

Westbank .........

0,10

0,10

0,15

Bochumer Gaß . .»»»*,.

_

_

54

50.1

49.5

BuderuS ........

51

51

50

_

58

Deutsch-Luxemburg......

69

67,25

69,5

66,25

Gelsenkirchener Bergwerke ..

57

55

57

54.75

Harpeuer Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben....

105

12,5

102

11.75

106

12,50

101.5

11 80

Kaliwerk Westeregeln. ....

98.5

95

14.87

14.3

Laurahütte...........

46

40

44,5

42,13

Oberbedars....... . . . .

5,6

5.3

5,4

5,10

Phönix Bergbau . ......

Rhetnstahl...........

88

67,75

87,75

68

88,25 70

85

67

Rirbeck Montan. .......

77,5

74,50

79

TelluS Bergbau........

2,4

2,30

Hamburg-Amerika Pak«. . 4

Norddeutscher Llovd . ...

53,50

56

51

57

52,25

57,10

50,5

55,3

Lheramtsche Werke Albin . .

_

__

Zementwerk Heidelberg . . .

70,25

70,5

Philipp Holzmann ......

62,5

58,5

61.10

57

Anglo-Tom.-Guano . . t ,,

-

97

90

Badische Anilin........

Chemische Mader Alapstr ..

110,75

113,50

113,5

112,87

0,44 81

0,45

Goldschmidt........

79.50

83

80.5

Griesheimer Electron ....

102

104,5

104

103,25

Höchster Farbwerke......

Holzverkohlung ........

103,13

105.50

101,87

104,25

6,25

6,3

Rütgerswerke .........

55

57

Scheideanftalt ........

106,75

105

Allg. ElettrtzltätS-Gesellschaft

89.50

90

90,5

89,25

Bergmann .........

Mainlrastwerke ........

67,5

60

i)5,5

65

76

Schlickert...........

57

-

56,13 76

53,25

Siemens & HalSke......

41,5

78,75

73

Adlerwerke Kleyer ......

58.5

55,75

57,5

54,13

Daimler Motoren. ......

55

52

51,50

39,5

Hehligenstaedt. . .......

Meguin........... .

36

35.5 Hl

40

Motorenwerke Mannheim .

.9

79

Frankfurter Armaturen . . .

Konservenfabrik Braun . . .

0,45 0.76

0.44

0,85

0,9

0.87

Metallgeselllck,aft Fraukfmt.

105

2.175

105

2.1

2

2,1

Schubiadrckk Herz .......

2,4

2,7

2.62

Sichet..............

39

36,25

38

36

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal ..

Zuckerfabrik Waghäusel . .

9,25

3,30

54

9.2

3.-75

53,5

9,b2

51

9,25

48,5

Nein!" rief der Außenminister.Die Ereignisse in Brest werden ja doch so ober so die Bombe zum Platzen bringen."

Wie fatal, daß die Regierung in diesem Augenblick nicht beisammen iftr meinte der Gene­ral.Ich fürchte die Unentschlossenheit des Präsi­denten, die alles verderben kann."

Gibt es was Neues?" rief der Minister in die Brester Leitung.

Herr Gerard telephoniert mit dem Herrn Prä­sidenten der Republik/'

Was macht die encjlifcfje Flotte?"

Der Anfang passtert bereits die Enge des Goulet de Brest."

Teufel!" rief der General.Bitte, verbinden Sie mich mit dem Kommandanten von Brest!" rief er in den Apparat. Dann wandte er sich an den Außenminister:

Ich muß selber mal hören, ob die Werke kampfbereit sind/'

Auf der Kommandantur von Brest meldete sich der Erste Generalstabsoffizier. Der Slommanbant befand sich zur Besprechung beim Präsidenten und Flottenchef. Der Kriegsminifter fragte:

Sind Sie imstande, der englischen Flotte das Entkommen aus der Enge des Goulet de Brest un­möglich zu machen?"

Die Forts Minhou, Mengam und Dellec nörd­lich der Enge sowie alle Batterien auf der Halb­insel Quälern feuerbereit. Falls sie nicht selber frontal angegriffen werden, können sie den Engländern den Austritt aus der Reede unmöglich machen. Auch die Unterseetorpedobatterien zu beiden Seiten der Enge sind im Gefechtszustand."

Ein feindlicher Frontalangriff ist doch aus­geschlossen!"

Vor einer halben Stunde wurde das Heran- nahen einer großen Flotte aus westlicher Richtung gemeldet. Vorgeschickte Fliegeraufklärung stellte fest, daß fast die ganze englische Flotte herandampft."

Dann ist ja der letzte Augenblick zum Handeln da!" schrie der General.Ich befehle Ihnen auf meine Verantwortung hin, die aus der Reede aus» fahrende englische Flotte in der Goulet durch die Unterfeetorpebobatterien vernichten zu lassen."

Eine Zeitlang erfolgte keine Antwort, bann melbete sich der Generalstabsoffizier aufs neue und sagte erregt:

Frankfurter Qlbznbborie.

Frankfurt a. M., 15. Juni. Die heutige Adendbörse war. nach der leichten Besserung der Schlußbörse weiter kräftig erholt. Anregung bot die Meldung von dem Wiederbeginn der Pariser Verhandlungen durch Trendelenburg so­wie die Mitteilung, daß die Deutsche Reichs­bahn eine größere Auftragserteilung an die Walzwerke in Höhe von etwa 50 Millionen Reichsmark erteilt habe. Dadurch profitierte namentlich der Montanmarkt, dessen 'Werte wei­tere ansehnliche Besserungen erzielten. Auch für die anderen Gebiete regte sich die Kauflust, infolgedessen das Geschäft einen etwas lebhaf­teren Charakter trug. Die Kursbesserungen er­streckten sich auf alle Märkte und hielten bis zum Schlüsse vor. Am deutschen Rentenmarkt tarn es zu größeren Llmfähen in Reichsanleihen. 5proz. Kriegsanleihen fliegen auf 0,405 und gingen im freien Verkehr zu 0,408 bis 0,410 um. Am Markte der ausländischen Renten waren türkische Werte gefragt und höher. Die Börse schloß in ruhiger, fester Haltung. Deutsche Renten: 5proz. Reichsanleihe 0,405, 31 <,proz. Reichanleihe 0 460, 3proz. Reichsanleihe 0,600. Ausländische Renten: Zolltürken 6,87, Bagdad 11 6,30. Bankaktien: Bayerische Hypotheken- und Wechfelbank 81,35, Berliner Handelsgesellschaft 120, Commerzbank 100, Darmstädter Bank 121, Deutsche Bank 120 Discontogesellschaft 108,40, Dresdner 102,25. Me­tallbank 90, Mitteldeutsche Creditbank 98,50 Reichsbank 120. Rheinische Kreditbank 92, Oester- reichische Kreditaktien 7,25. Montanaktien: Ilfe Bergbau 91,50, Mannesmann 75 50, Mansfelder 60, Phönix 87,75, Kali Aschersleben 11,75, Kall Westeregeln 95. Chemische Aktien: Badische Ani­lin U3.50, Scheideanstalt 105, Elberfelder Farben 104,90, Th. Goldschmidt 79.50, Höchster Farben 105,50, Holzverkohlung 6 30. Transportwerte: Rordd. Lloyd 57. Industriewerte: AEG. 90, Licht und Kraft 91,75, Siemens u. Halske 78,75. Kleyer 55,75, Daimler 52, Dyckerhoff 42, Kemp Stettin 38.

Devisenmarkt BerkinFrankfurt a. M.

(§n Billionen Mark auö«edrückt. BuenoS-AtreS, London, Steil» hort, Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien and Bndapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

12 Juni

15. Juni

Amtliche Geld

Hott rung Brief

Amtliche Geld

Kotierung Brief

Amst.-Vtotl.

168.59

169,01

168.54

168,96

Buen.-Aires

1.680

1,684

1.6'5

1,679

Brss.-Antw.

19 13

19,97

19.915

19,975

Lhnstianta.

70,66

70,84

70,84

71,02

Kopenhagen

79,18

79,38

79,45

79,65

Stockholm -

112,26

112,54

112,26

112,54

Helsingfors.

10.568

10,608

10,565

10,605

Italien. . .

16.58

16.62

16.32

16,36

London. .

20,386

20,438

20,877

2(1,429

Neuhork . .

4,195

4,205

20,345

4,195

4,205

Paris. . . .

20.285

20,23

20,29

Schwei; . .

81 465

81.665

81,175

81,675

Spanien. .

61.12

61,28

61,07

61,22

Japan .. .

1.684

1.688

1,713

0.456

1,717

'Hio de Jan- Wien in D--

0 456

0.458

0.458

Oest. abgest.

59,057

59,197

59,057

59,197

Prag ....

12.435

12,475

12.43

1^.47

Belgrad ..

7.28

7,70

7,315

7,335

Budapest. . Bulgarien -

5,895

3,055

6,915

3,065

ö,8V5 3,065

6,915

3,075

Lissabon

30 475

40,525

20,475

20,528

81.03

Danzig. . - Konstantin.

80.87

81.07

80,83

4.242

2,250

3.255

2,265

Athen- .

7.14

7.16

7,15

7,16

Banknoten.

Berlin, 15. Juni.

Geld

Brief

Amerikanische Note» . ,. . .

4.179

4,199

Belgische Noten .

Dänische Noten . .......

19,80

79,25

19,90

79,65

Englische Noten ......

20,31

20,41

Französische Noten ......

Holländische Noten......

20,21

168,13

20,31

168,9?

Italienische Noten ......

16,35

16,43

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr-, ä ioo Krou«

70,65

71,01

59,09

59.39

Rumänische Noten ......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten..... .

111,95

81,49

112,51

81,89

Spanische Noten .......

Tschechoslowakische Not« -

60,90

12,42

61,20

12,48

5,87

Ungarische Noten ...«

5,85

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 15. Juni. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 21,75 bis 22,75, Roggen (inländischer) 19,75 bis 22,25, Sommer­gerste (für Brauzwecke) 21 bis 22, Hafer (in­ländischer) 19 bis 23, Mais (gelb) 21 bis 23, Weizenmehl (inländisches Spezial 0) 37,75 bis 38,50, Roggenmehl 29,75 bis 31,50, Weizenkleie 12, Roggenkleiei 13, Erbsen 24 bis 27,50, Linsen

Beide Unterfeebatterien wurden vor etwa fünf Minuten durch eine bisher noch nicht aufge­klärte Explosion zerstört."

Das war die Tat englischer Unterseeboote!" rief der General.Und da zögern Sie noch mit dem Angriff?"

Ohne Befehl meines Chefs darf ich nichts veranlassen."

Ader ich, der Kriegsminister, befehle Ihnen!"

Der Präsident der Republik verhandelt soeben noch mit dem Flottenchef und meinem Komman­danten. Ich muß"

Hier brach bas Gespräch plötzlich ab.

Vergebens versuchte der General, dessen Er­regung sich gewaltig steigerte, eine weitere Ver­ständigung zu erzielen. Erst durch Bemühungen 'des Zentralfernsprechamtes von Paris gelang es, nach zehn Minuten eine neue Verbindung mit dein Bureau des Präsidenten in Brest herzustellen.

Der Ministerpräsident selber meldete sich.

Hier Außenminister."

Ein furchtbares Unglück ist geschehen", sagte der Ministerpräsident mit halb erstickter Stimme. Frankreichs Flotte existiert nicht mehr."

12.

Extrablatt desBerliner Lokal-An­zeigers": Krieg zwischen England und Frankreich Die französische Flotte im Hafen von Brest vernichtet Eng­lisches Fliegergeschwader über Paris.

Nachdem wir vor kaum einer Stunde den In­halt des englisches Ultimatums an Frankreich in unserer Abendausgabe veröffentlichten, trifft jetzt bereits die Nachricht vom Ausbruch des Krieges zwischen unseren beiden ehemaligen Feinden ein.

London. Das englische Kriegspressebureau erläßt folgende Mitteilung: Durch oas unerhörte Vorgehen gegen das wehrlose Deutschland, das einen eklatanten Bruch des Friedens von Versailles be­deutet, sah sich die Regierung von Großbritannien veranlaßt, von Frankreich bündige Zusicherungen zu verlangen, nicht weiterhin den Frieden der Welt gefährden zu wollen. Daß Frankreich gerade den Augenblick, wo unsere beiden Flotten zu einer freundschaftlichen Zusammenkunft im Hafen von Brest vereint waren, dazu benutzte, die Brandfackel

28 bis 36, Heu (süddeutsches, gut, trocken) 8,50 bis 9,50, Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber (getrocknet) 15,50 bis 16. Tendenz: Ab­geschwächt.

Frankfurter SchlacyLvrehmark!.

Frankfurt a. M, 15. Juni. Austrieb: 1643 Rinder (darunter 585 Ochsen, 43 Bullen, 1015 Färsen und Kühe), 533 Kälber, 81 Schafe, 2812 Schweine. Ochsen: Vollfleifchige ausgewach­sene höchsten Schlachtwerts 60 bis 66, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere aus- gemästete 53 bis 57, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 46 bis 52: Bullen: voll­fleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlacht­werts 52 bis 57, vollfleifchige jüngere 40 bis 50; Färsen, und Kühe: vollfleifchige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 58 bis 65, voll­fleischige ausgemästelc Kühe höchsten Schlacht­werts b. z. 7 Jahren 50 b. 58, wenig gut entwickelte Färsen 50 bis 57, ältere auSgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Küh», 42 bis 49, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 bis 40, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 25: Kälber: feinste Mastkälber 75 bis 82, mittlere Mast- und beste Saugkälber 64 bis 74, ge­ringere Mast- und gute Saugkälber 52 bis 63, Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 38 bis 44; Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 79 bis 82, vollfleischige unter 80 Kilogramm 70 bis 78, vollfleischige von 100 bis 120 Kilogramm 76 bis 80, vollfleischige von 120 bis 150 Kilogramm 76 bis 80, Fettschweine über 150 Kilogramm 76 bis 80, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70. Marktverlauf: Am Rindermarkt schleppender Handel und Tleberstand; Kleinvieh wird bei langsamem Handel ausverkauft;. Schweine anfangs rege, spä­ter abflauend und nicht ganz ausverkauft.

Berliner Produkten!; e.

Berlin, 15. Juni. Der Produktenmarkt schwächte sich auf Regenmeldungen aus dem Reiche ab. Inlandsweizen war wenig oder zu teuer angeboten. Provinzroggen auf Abladung angeboten. Gerste blieb still, Hafer etwas schwä­cher, im Lokohandel aber behauptet. Mehl und Futterartikel lustlos. Es notierten je 1000 Psd.: Weizen, märt. 267 bis 270, dto Juli 265 bis 263,50, Roggen, märk. 213 bis 217, dto. Juli 210,50 bis 212, Gerste, märt. 226 bis 242, Futtergerste 200 bis 217, Hafer, märt. 235 bis 243, dto. Juli 195,50 bis 195, Mais (La Plata) (lofo Berlin) 211 bis 214: je 100 Pfd.: Weizenmehl 33,75 bis 36,25, Roggenmehl 29,25 bis 31, Wei­zenkleie 13,90 bis 14, Roggenkleie 14,30 bis 14,40, Raps 365 bis 375, Viktoriaerbsen 24 bis 26, Kleine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 21 bis 24, Peluschken 20 bis 22,50, Ackerbohnen 20 bis 21, Wicken 22 bis 25, Lupinen, blau 10 bis 11. dto. gelb 13,50 bis 14,50, Rapskuchen 15,20 bis 15,60. Leinkuchen 22,20 bis 22,80, Trockenschnihel 10,20 bis 10,30, Torfmelasse 10, Kartoffelflocken 19,30 bis 19,40.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Mittwoch, 17. Juni.

12 U^r: Rachrichtendienst. 4.20 41hr: Rach­richtendienst. 4.30 bis 5.30 Llhr: Kinderstunde. 5.30 bis 7 iltjr: Rachmittagskonzert des Haus- vrchesters: Wunschnachmittag. 6 älhr: Wirt­schaftsmeldungen. 7 bis 7.30 2hr:Der deutsche Llebersee-Export, 2. Organisationsfvrmen, Arten und Technik", Dortrag, gehalten von Dipl.-Kauf- mann Erwin Beyer. 7.30 bis 8 älhr: Funkhoch- schule. Dortrag von Prof. Raumann:Hans Sachsens dramatische Dichtung". 8 bis 8.15 älhr: Wanderratschläge d es Taunusklubs. 8.30 bis 9.30 Llhr: Gegensätze. Anschl.: Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht.

Korpulenz int Sommer

ist ganz besonders lästig. Korpulente und alle zum Starkwerden Veranlagten sollten gerade jetzt im Sommer zur Reduzierung ihrer Körperformen etwas Ordentliches tun. Wir raten, 30 Gramm echte Toluba-Keme zu kaufen, die unschädliche, aber wirk­same, den Körperansah reduzierende Stoffe enthalten. Sie erhalten Toluba-Kerne in den meisten Apotheken, sicher älniversitäts-Apotheke zum goldnen Engel. Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben.

zu entzünden, ist ein weiterer Beweis seiner un­erträglichen Ueberhebung und Bevormundung, die es der ganzen Welt aufzuzwingen beabsichtigt.

England hat von dem ehemaligen Verbündeten nichts weiter verlangt, als zum Zeichen friedlicher Gesinnung seine Flotte als Unterpfand zu setzen, eie sollte im Hasen von Plymouth unter der ge­wissenhaften und freundschaftlichen Bewachung Englands verbleiben, bis die Differenzen mit Deutschland auf einem neuen Weltkongreß beigelegt wären.

Frankreich hielt es nicht der Mühe für wert, unser durch die schwierigen Umstände veranlaßtes Vorgehen zu beantworten. Ja, es besaß nicht ein­mal den Anstand, sich an die einfachsten Gebote der Menschlichkeit und Gastfreundschaft zu kehren. Un­sere ahnungslose Flotte, die soeben noch die Herz- lichsten Freundschaftsbeteuerungen mit den ehe­maligen Kriegskameraden ausgetauscht halte, sich aber durch die überraschende Situation zu einem schnellen Aufbruch entschließen mußte, wurde beim Verlassen der Reede von Brest ohne vorherige An­kündigung von den Hafenbatterien unter Feuer ge­nommen. Der Flottenchef nahm notgedrungen den Kampf auf, der mit Hilfe anderer Teile unserer Flotte zur Niederkärnpfung der feindlichen Anlagen führte. Gleichzeitig erhielten unsere Unterseeboot- Streitkräfte den Befehl zum Angriff auf die fron» zösische Flotte im Hafen von Brest. Der zu bisher unbekannter Vollendung gediehenen Unterseewaffe gelang es, den Kampf in einer Weise durchzuführen, der unsere kühnsten (frmartimgen übertraf. Soweit es die bisher vorliegenden Meldungen übersehen lassen, ist etwa die Hälfte der großen französischen Einheiten versenkt, der Rest kampfunfähig gemacht worden.

Um ferner der Bevölkerung Frankreichs klar­zumachen, daß die Zeiten brutaler Vergewaltigung aller übrigen Nationen endgültig vorbei sind, er­schienen unmittelbar nach der Seeschlacht von Brest mehrere unserer Luftkampfgeschwader über Paris. Obwohl es ihnen ein leichtes gewesen wäre, in der feindlichen Hauptstadt ein ungeheures Blutbad an­zurichten, begnügten sie sich damit, den Franzosen ihre Macht zu zeigen, die jeden weiteren Wider­stand aussichtslos erscheinen läßt.

(Fortsetzung folgt.)