Ausgabe 
16.6.1925
 
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erreid^en An bic Ausführungen des Referenten schloß sich eine sehr interessante Aussprache.

Landkreis Gießen.

o. Großen-Ltaden, 15. Juni. Die Feier seines 7 5jährigen Bestehens Verbund der (8c|anlguereinHarmonie" mit einem reichbejchicklen G e s a n g w c t i st r e i t. Das Fest wurde um Vorabend durch eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung aus dem Friedhof ei,.geleitet, bei der insbesondere der im Weltkrieg gefallenen Bereinsmitglieder gedacht wurde. Hach einem U m zu g durch die Orlssiraßen sand' in der Geräumigen Turnhalle ein Festkommers statt, der seinen Höhepunkt in der Wiedergabe der , Maienwonne" O ,>ruhllngöbiider für Chor und Orchesterl »on Mar oon Weinze erreichte und dem sachkundigen und rührigen Dirigenten des jestgebenden Vereins, Wilhelm Schöttler ((Biegen), den wohlver­dienten Beifall des vollbesetzten Hauses einlrug. Der srühzeitige Schluß der schönen Vbendunterhaltung siand schon unter dem Einfluß des ernsten Weit- slreites, der mit der üblichen festlichen Ein­leitung des Tages am Sonntag früh' Ilhr in der Turnhalle begann. Es war ein seltener Genuß, den in oussteigender Linie angeordnclen Vortrag der mannigsaltigen Pflichtchöre und Kürlieder in den verschiedenen Klassen auszunehmen, dem Ehrenpreis- chor in seinen immer wieder neuen und eigenartigen Schattierungen in seiner Wiedergabe zu folgen und insbesondere beim Hauptehrensingen sich der schim­mernden Perlenkette unserer ewig-schönen Volks­lieder zu erfreuen. Die Turnhalle war wieder bis zum letzten Platz besetzt, viele mutzten noch stehen, und es kam die andächtig lauschenden Zuhörer gar oft hart an, ihren durch viele schöne Leistungen ben auegcforberlcn Beifall ordnungsgemötz zu unter­drücken, denn diesmal hatte das Wort nur das Preisgericht, bestehend aus den Herren Ferdinand Bischoff, staatlicher Musikdirektor in Frankfurt a. M,. Dr. Fritz Noack, Privatdozent an der Tech- nischen Hochschule in Darmstadt, und Earl Stein- Hauer, Kgl. Musikdirektor in Oberhausen. Nach ihrem Urteil errangen in der Stadtklasse I den 1. Preis Liederkranz-Leihgestern mit dem Ehrenpreis, den 2. Frohsinn-Garbenteich: in der S t a d t k l a s s e II den 1. Preis Heiterkeit- Fechenheim a. TI., den 2. Liederzweig Nied a. M. mit dem Ehrenpreis und dem Hauplehren- preis der beiden StablHofien; ben 3. Eoncorbia« Töbgcn; in ber Lanb klasse l ben 1. Preis Freier Gesangverein Lieberzweig Ansbach i. T. mit bem Ehrenpreis, ben 2. Vikto- ria-®arbenteid); in ber Lanbklasfe II ben 1. Preis Aar-Gesangverein Herborn- Seelbach mit bem Ehrenpreis, ben 2. Germania- Watzenborn: in ber Landklasse III ben 1. Preis Einheit-Alle nborf a. b. Lahn mit bem Ehrenpreis unb bem Hauptehrenpreis aller 2anb- klassen, ben 2. Sängerkranz-Albach. ben 3. Lieder- frans Gratz-Rechtenbach, ben 4. Lieberkranz Nieder- fleen, ben 5. Lieberkranz-Roth: von ben bisher nicht preisgekrönten Vereinen errang Einlrad)t-3ugcnb- frans, Alten-Bufeck ben 1. Preis, Eintracht Ober- ofleiben-Gontershaufen ben 2. Preis, ersterer mit dem Ehrenpreis. Nachdem am Nachmittog ein statt­licher Festzug von 46 Gruppen unter den flotten Weisen der Kapelle des Musifmeisters a. D. Herm. Topp (Gießen) den Festort durchzogen hatte, über­reichte Bürgermeister Lang ein großes Bild (Schu- bert) als Ehrengabe des Staats­präsidenten zum Jubiläum, Reftor Müller (Gießen sprach die Glückwünsche des O b e r h e s s. Sängerbundes aus, Frl. Minna Schmidt heftete, ber Vereinsfahne eine Schleife an im Auf­trag von brei Sängern, die schon über 40 Jahre im Verein aktiv mitgewirkt hoben (Iohs. Leun IX., Hch. Dem VI. und Hch. Magnus), während Lehrer Römer in schönen Worten zum Schluß die Bedeutung des Tages würdigte. Im Laufe des Nachmittags fanden viele Festbesucher bei den ® e fangsoorträgen der Gastvereine in der Turnhalle eine abwechslungsreiche Unterhaltung, und draußen auf dem Festplatz entwickelte sich bei herrlichem Wetter das übliche Festgetriebe. Mit dem Abzug der fremden 'Vereine am Abend lenkte das schön verlaufene Fest in mehr lokale Bahnen ein, die es auch am Montag bctbehalten wird.

Leihgestern, 15. Juni. Ein besonders ereignisvoller Tag für das Verein sieben unserer Gemeinde war der gestrige Sonntag. Der Gesangverein . Liederlranz" errang unter der Leitung seines tüchtigen Dirigenten, Lehrer Blaß bei dem Gesangswettstreit in Großen- Linden in der ersten Stadtklasse den ersten und Ehrenpreis. Kurz darauf, nachdem die Preis­verteilung stattgefunden hatte, rückten die Turner des TurnvereinsFrisch auf". Leihgestern, welche ebenfalls mit dem ersten, zweiten und Ehrenpreis in der Oberstufe preisgekrönt vom Gauturnsest de- Gaues Wetterau aus Dorheim zurückge'ehrt waren, auf dem Festplah ein. Mit Trommel­schlag und Pfeifenspiel rückten die beiden Vereine kurz vor Eintritt der Dunkelheit in unserem Dorfe ein. Besonders zu erwähnen ist. daß auch der GesangvereinEintracht", Leihgestern, der alS Gastverein auf dem Sängerfeste anwesend war, lebhaften Anteil nahm an den Freuden über

den Sieg der beiden Brudervereme. Dies kam schon äußerlich dadurch zum Ausdruck, daß sich seine Sänger unter die Gruppen der neiden anderen Vereine verteilten und die drei Fahnen allen Festteilnehw.ern vorauswehten Sollte die­ses schöne Bild der Einigkeit die Veranlassung fein, auch sonstige Gegensätze in der Gemeinde zu überbrücken, so märe dieser Tag nicht nur ein großer Erfolg für die beiden preisgekrönten Vereine sondern auch für die ganse Gemeinde

!*! Steinbach. 15. 3uni Ein großes Kriegerve reinsfe st wurde am gestrigen Sonntag in Steinbach bei einer Beteiligung von 35 .Kriegervereinen des Kreis es Gie­ßen abgehalten, galt eS doch, das 5 0jährige Jubiläum des hiesigen K r i e g e r b c r e i n S. eines der ältesten unseres Kreises festlich zu begehen. DaS Dors prangte im Frirschmuck. und Ehrenpforten grüßten die Gäste und Kameraden. Vormittags 9 Ahr nahm d:r Kriegerverein mit Fahne am Gottesdienst teil Anschließend wurden die Gedenksteine, die um das Kriegerdenkmal im Kreil: ausgestellt sind, feier­lich eingeweiht. Jeder von den 32 Gedenk­steinen trägt einen Flamen der 32 gefallenen Söhne unserer Gemeinde. Die Angehörigen hat­ten die Steine mit Blumen und Kränzen ge­schmückt. Pfarrer Krämer hielt die Wriye- und Gedächtnisrede, worauf der Vorsitzende oeS Kriegervereins, Hch. Keßler, an den beiden Kriegerdenkmälern - 1870 71 und 1914 18 je einen Kranz nieberlcgte. Die Musik spielte Ich haft' einen Kameraden". Die beiden Ge­sangvereine trugen Chöre vor Von 12 Ahr ab trafen die Vereine meist mittels geschmückter Leiterwagen ein. Aach 2 ilbr begann der fest­liche Umzug durch die Straßen des Dorfes zum schön gelegenen Festplahe. Bürgermeister Krämer und der Dereinsvorsihende Hch. Keßler hießen die Gäste herzlichst willkommen. Fräulein Mathilde Komp, sprach ein Festge­dicht. beglückwünschte den Kriegerverein zum Jubiläum und überreichte im Auftrag der Frauen und Jungfrauen eine prächtige Fahnenschleife. Pfarrer Krämer sprach über echte Vaterlands­liebe und deutsche Treue und gedachte der Tau­sendjahrseier am Ahein. Der Bezirksvorsteher des Hassiabezirls Gießen. Professor Dr. Krä­mer--Gießen, übermittelte die Glückwünsche der 2000 Kameraden des Bezirks Lich und der Krie- gerlameradschaft Hassia. An fünf Gründer und verdiente Mitglieder überreichte er im Auftrag der Hassia Ehrentafeln, nämlich an Johannes Balser. Ludwig Größer, Ludwig Haas, Georg Schäfer und Philipp Dalthaser M ü l - l e r. 3m Aamen der also geehrten Kameraden dankte Georg Schäfer, der langjährige Vor­sitzende, für die Ehrung. Der Festakt schloß mit dem Absingen des Deutschlandliedes. Richt zu vergessen ist, daß die beiden Gesangvereine Germania" undEintracht" das Fest durch Gesangsvorträge verschönten. Ileberhaupt nahm fast die gesamte Bevölkerung Steinbachs an dem Feste lebhaften Anteil. Aach dem Festakt ent­wickelte sich in den Festhallen ein echt kamerad­schaftliches Treiben Volks- und Soldatenlieder wurden in ausgiebiger Weise gesungen, und überall sah man die alten Soldaten das Wie­dersehen in herzlicher Weise begehen.

c Lich. 15. Juni. Tierarzt Walter wurde von der tierärztlichen Fakultät der Universität München zum D r. meb. vet. ernannt. Die wissenschaftliche Arbeit Dr. Walters zeitigte sehr beachtungswerte Ergebnisse auf dem Gebiete der Seuchenforschung.

Mrciö Büdingen.

.. ?" A i d d a , 15. Juni. Das Fest der Fahnenweihe des Gesangvereins Eintracht", das gestern hier ftattfanb und mit Sorgfalt und Tlmsicht vorbereitet war, nahm einen guten Verlauf. Ein stattlicher Lanrpionzug, an dem sich sämtliche hiesigen Vereine beteiligten, leitete am Vorabend das Fest ein. Der Haupt- sesttag. mit Weckruf beginnend, führte 16 Gast- vereine und eine große Zahl auswärtiger Fest- gäftc in unsere Mauern. An dem Festzug, der nachmittags 2 ilbr die sahnengeschmückten Straßen der Stadt passierte, nahmen 25 Vereine, Stadt­vorstand, Ehrenausschuß und Ehrenjungfrauen teil. Festreiter und Aadsahrer bildeten die Spitze, drei Kapellen stellten die Marschmusik. Die Feier auf dem Festplatze, der sog. Gänswiese, wurde durch einen Degrühungschor des festgebenden Vereins eingeleitet. Herzliche Grußworte des Vereinsvorsihenden schlossen sich an. Pfarrer Laut zu Aidda hielt die Fest- und Weiherede. Anschließend an die Inschrift der neuen Fahne Zu jeder Zeit, an jedem Ort. sei frei das Lied und frei das Wort" entwickelte er die Begriffe Freiheit" undEintracht" und pries insbeson­dere das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner Aiddas, das sich auch bei diesem Feste wieder in so hohem Maße gezeigt habe. Die neue Fahne weihte er als Sinnbild der Treue zu dem echten, wahren und schönen deutschen Liede. Frl. Lotte K r e u d e r grüßte Lied und Sang in einem fchöngesprochencn Prolog, Frl. Lenchen Flei­scher ermahnte angesichts der enthüllten Fahne

zur Treue und Eintracht. Aach Beendigung VeS Weiheaktes trugen die erschienenen Gastvereine ihre Wahlchvre vor. deren Tert in einem von bem festgebenden Verein berausgegebenen Fest­buche niedergelegt war Obwohl am Vormittag die Wolken drohend am Himmel standen, um- strahlte am Mittag heller Sonnenschein daS bunt- dewcgre Festtreiben, so daß der festgebende Ver­ein. sowie die ganze Stadt den Tag in froher Etinnerung bebalten werden

Ärcie Schotten.

Schotten. 15. Juni. Am gestrigen Sonntag fanden im Kreise Schotten die Dürgerrnei st erwählen statt. Schotten selbst wählt erst am 23. Juni. In einigen Gemeinden kam eS zu lehr lebhaften Wahlkämpfen. In Burkhards bekam z. D der seitherige Bürger­meister Kneip 141. der Gegenkandidat Kunkel 140 Stimmen, in StvrnfelS der seitherige Bürgermeister Schneider 71 gegen 66 <M c i - finger): Gonterskirchen Beigeordneter Gras 120 Stimmen gegen 112. die der seitherige Bürgelaneister Lind erhielt: in Glashütten erhielt der seitherige Bürgermeister Roth 127 Stimmen, ber Kandidat der Gegenpartei (Preusch> 123 Stimmen. Nachfolgend die anderen Resultate: Rudingshain - Otto Hart­mann II 216, Bürgermeister Deubel 125 Stim­men Einartshaufen: Beigeordn. Jochim 125. Merker 75 Stimmen. Eschenrod: Bürger­meister Weber. Rebgeshain: Bürgermeister Rausch, Götzen: Heinrich Heid. Breunges­hain Bürgermeister Strauch. Michelbach: Bürgermeister Damb'.nann. Busenborn: Bür­germeister Gebhard. Ulla. Bürgermeister Hof­mann. Steinberg. Bürgermeister Kaller 127 gegen 101 fLanglitz», Gedern: Bürgermeister Müller. Bobenhausen II Bürgermeister Möser, Feldkrücken: Louis Kaiser 65. Rühl 59. Altbürgermeister Schleuning 51 Stimmen. Stichwahl zwischen Kaller und Rühl. Kölzen­hain Bürgermeister Dietz. Helpershain: Bürgermeister Eifert, Höckersdorf: Bürger­meister Philippi, Altenhain. K. Rahn II. 103:57 i "Bürge rm. Dierjng). Lardenbach: Bürgermeister Lein. Klein-Eichen: Bürger­meister Hoffmann. Volkartshain: Heinrich Müth II 89: 21 Stimmen lBürgerin Winneckcr), W e 11 e r f e l b: Bürgermeister Kraus, Ober- Seemen. Bürgermeister Herröder 179, Kipper 137 Stimmen, eS findet Stichwahl statt (5 Kandi­daten M 11 t c I -5 c e in c n: Landwirt Luit Bei­geordneter. Aieder-Seemen: Kaspar Her­röder. Ober-Seibertenrod: Bürgermeister Rühl 99:58, Unter-Seibertenrod: Bür­germeister Momberger, HartmannShain: Bürgermeister StramH 82:58 Stimmen (Luft). Herchenhain: Ernst Linker 120:85 Stimmen (Bürgermeister Komp). Ober-LaiS: Bürger­meister Schauermann: Groß-Eich en: Bürger­meister Faust 310:68 (Lang) und 36 (Ellrich), Sellnrod: Beigeordneter ' Rahn, Stum­pertenrod: Bürgermeister Hahn. Köddin­gen: Bürgermeister Rühl. Meiches: Bürger­meister Rau. In Feldkrücken und Ober-Seemen finden Stichwahlen statt.

<^> Schotten. 15. Juni Der Männer­chor 18 3 7 Schotten konnte am Sonntag auf dem Sängerwettstreite in Lauterbach in der 1. Stadtklasse den 3 Preis erzielen. Es ist dies ein schöner Erfolg, zumal die Konkurrenz sehr stark war und der Verein noch nie an einem Wettstreite teilgenommen hatte

Ober-Sch mitten, 15. 3unt Die gestern stattgehabte Dürgerrnei st erwähl stand im Zeichen schärfsten Wahlkampfes. Von 330 Wahlberechtigten machten 310, das sind 94 Prozent, von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Ge­wählt wurde ber Beigeordnete Karl Mantel mit 193 Stimmen. Der seitherige Bürgermeister Otto Diehlmann erhielt 117 Stimmen.

Kreis Alsfeld.

M Alsfeld. 14. Juni. Heute fand die Einweihung der neuerbauten Fest - halle auf dem Lindenplatz statt. Die Bürger­meisterei hatte in einer öffentlichen Bekannt­machung die gesamte Einwohnerschaft dazu einge­laden. Bürgermeister Dr. V ö l s i n g hielt die Festansprache, wobei er von dem Gedanken auS- ging, daß die Erbauung der Festhalle auS der Aotwendjgkeit hervorgegangen fei. den Anforde­rungen der fortschreitenden Verkehrs- interessen der Stadt Alsfeld durch eine neue, zweckentsprechende Festhalle Rechnung >zu tragen. Die Rede klang aus in einem Hoch auf das weitere Wachsen, Blühen und Gedeihen der Stadt Alsfeld. Den musikalischen Teil der Feier bestritt die 16 Mann starke Feuerwehr­kapelle, während der Gesangverein Lie- derkranz die Feier durch einige prächtige Chöre umrahmte. Die Festhalle, die etwa 2000 Personen faßt, war dicht beseht. Die mustergültige und zweckmäßige Einrichtung der Festhalle fand anteiligen Beifall. Am Abend sand in der Fest­halle auf dem besonders darin hergestellten Parkett-Tanzboden der unvermeidliche Tanz statt.

ber au die Jugend eine große Anziehungskraft auSübte Die Feier war vom schönsten Wetter be­günstigt.

CO Kirtorf, 14. Iuin. Bei der heule im benachbarten Ober-Gleen OattQvtunhcncn Bürger in ei st erwähl wurde ber Landwirt Heinrich Haha mit 284 Stimmen zum Bür­germeister gewählt Der alte Aürg rmeister Wolf, der biefeS Ami 'chon 33 Jahre ver­waltete. vermochte nur 91 Stimmen aul sich zu vereinigen Disteren-en mit ber Gemeinde wegen eiböbler Vergütung machten dem allen nahezu 70jährigen, sehr bewahrten unb meitblldenben Herrn viele Wähler abwendig Bemerkenswert ist, bah in derselben Familie schon 52 Jahre lang die Bürgermeisterei zu Hause ist.

Mrcio Lauterbach.

Lauterbach. 15. Juni. Der j ü n g st « Turnverein b c e 4. Bezirks im T urngau Hessen, ber erst kürzlich dem Gau beigetreten« Turnverein Pfordt im Schlitzerland. entfaltet bereite eine äußerst jletßige turnerische Tätig­keit. So war es ihm möglich, beim Dezirksturnen deS 4. Bezirks in Rieder- Oh in e n wieder 10 Preise zu erringen, darunter den 6. Sieg bei den aktiven Turnern und den 1 flieg in der Schülerstufe. Bei den Sonderwettkämpfen errang im Stabhochsprung ber Turner H R i tz mit 2.90 Meter ben 3. Preio

Hcsscn-Rossa«

fpb. Frankfurt u. TL, 15. Juni. 3n der Streitsache ber in bem Berkehrsbund organisierten S t r a tz e n b a b n c r des Nhem Mainbezirks mit bem Arbeitgeberverband hat der Berliner Zentral- ausfchutz als höchste Instanz hie früheren Schieds­sprüche aufgehoben unb entjchieben. baß bic Stra­ßenbahner kein Recht auf Monatsgehälter hoben, lonbcrn nach 6tunbenlohnen zu ciuichabigen feien. Die Vertrauensmänner ber Frank­furter unb Offenbacher Straßen bahn» betriebe haben diesen Berliner Schiedsspruch einstimmig abgelehnt unb ben Eintritt in den Streik beschlossen Eine starkbesuchte Stra- tzenbahneroersammlung ist am Sonntag diesem V"rtraucnsmäntrerbeschlutz beigeircien. Heute abend findet unter dem gesamten Stratzenbahnerperlonal eine Urabstimmung statt, ob ber Berliner Schiebs- spruch abzulchnen |ei ober nicht Wird der Spruch abgelehnt, bann bedeutet das den Streik - Auch ber zweite bei dem Absturz ber Sportflug- maschine am Samstag verunglückte Pilot ist jetzt seinen Verletzungen erlegen.

Frankfurter Theater.

Ztr $>cllnierd ißcgfimig.

SebcutungsDollc Vcränberungcn im Frankfurter Theaterleben werden von Berlin aus eingeleitet. Nach vierzehnjähriger, überaus erfolgreicher Tatig- keii übernimmt Direktor Hellmer mit Beginn der kommenden Saison drei große Bühnen in Ber­lin, für die er mit die besten und prominenteffen Schauspieler verpflichtet hat, die Berlin heute besitzt.

Hellmer ist ein viel zu guter Geschäftsmann als Theaterleiter, als daß er diese Konstellation nicht zugunsten seiner Stammbühne verwertete. Mit einem triebhaften Arbeitsfleiß hat er unter schwie­rigsten Verhältnissen man denke nur an bic In­flationszeit lein Neues Theater aufgebaut unb ihm die Bedeutung einer Kunst- und gediegenen dramatischen Unterhallungsstatte verliehen, die weit über Frankfurt hinausreicht, er wird jetzt seine grö­ßeren Mittel erst recht in den Dienst feines Frank­furter Instituts stellen, und daraus darf man inter­essante Belebimaen hinsichtlich der Äünftlcrgafffpielc erhoffen. Mit Karl E b er t und Gerda M ü l - l e r, die in StrinbbcrgsRausch" starke Eindrücke auslösten, hat dies bereits begonnen. Beide Künstler gehörten vor einigen Jahren noch dem Spielkörper des Schauspielhauses an, sie haben sich seit ihrem Weggang führende Bedeutung in Berlin zu schaffe» gewußt. Daß es bei der Umgestaltung nicht ahne gewaltsame Verschiebungen avgehen würde, kann man sich denken. So wurde ber ausgezeichnete Ko­miker Otto Wall bürg nach Berlin versetzt: fein Abschieb war ein schmerzliches Ereignis für Frank­furt, zugleich aber auch die offensichtliche Feststellung seiner künstlerischen Ißertc. Denn dieser Darsteller, den man jetzt häufiger mit Pallenberg in nähere Verbindung bringen wird, besonders da er ihm auch in sprachlich-technischer Beziehung nicht unähnlich ist, gehört ;u jenen Erscheinungen, über die man unter Umständen Tränen lacht, ohne daß ber Reiz dieser Heiterkeit eigentlich in der Form der Dar­stellung begründet ist. Es reicht tiefer, bis in die Untergründe menschlichen Gefühls, wo aus ber Tragik durch seine Künstlerseele befreiender Humor wird, es ist nicht dasunter Tränen lächeln", es ist die Kraft einer künstlerischen Persönlichkeit, die Tausenden über bas Unzulängliche des Daseins hin- weghelsen, in dem sie dumpf befangen sind.

Wallburg ist solch eine Befreiernatur, unb er wird seinen Weg in der breiteren Oeffentlichkeit Berlins nun durch Deutschland machen, in Frank- flirt aber wird er im Neuen Theater eine breite Lücke hinter sich lassen, die er nur selbst bei Jemen Gastspielen zeitweilig wird schließen können. L. W.

Sonntag, den 21. Juni 1925, nachmittags 2' Uhr:

21. Nuder-Regatta

Die zur (Regatta gelösten (Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Dorrennen.

Schluß des Vorverkaufes: 20. Juni, mittags 12 Uhr. 5938c

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Freitag, den 19. Juni 1925. nachrn.

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