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amMchen Berichten in Wahrheit verlausen ist. Die Anwesenden brachten den Vorführungen und Erklärungen reges Interesse entgegen und spendeten dem Vortragenden dollen Beifall.
Kreis Schotten.
wg. Gedern, 15. Febr. Wie überall, so ist auch hier die Witterung dieses Wmters außergewöhnlich mild. Als Zeichen dafür diene die merkwürdige Tatsache, daß am 13. Februar im Garten des hiesigen Pfarrhauses bereits einblühendeSVeil-- ch e n vorgefunden wurde.
Kreis Alsfeld
er Alsfeld, 14. Febr. Ein seltener ©c- vuß wurde uns gestern abend bereitet. Die hiesige Dürer-Gesellschaft unter Leitung ihres rührigen Vorsitzenden Studienrat G r a e - b e r hatte den über die Grenzen unseres engeren Vaterlandes weit hinaus bekannten Dichter und Schriftsteller Dr. Adam Karillon zu einem Vorträge gewonnen. Aach einer herzlichen Begrüßungsansprache von Seiten des Studienrates Graeber hielt Dr. Karillon nach einer kurzen launigen Einleitung über die Werke feiner schriftstellerischen Tätigkeit einen Vortrag über eine seiner Afrikareisen, er gab seine Erl^nisse bekannt in den „Lagunen von Dahomeh". 3n überaus fesselnder Weise wußte er eine anschauliche Schilderung über die in Betracht kommenden afrikanischen Gebiete zu geben, wobei auch der aus seinen Schriften bekannte urwüchsige Karillonsche Humor nicht fehlte. Reicher Beifall dankte ihm für seinen fesselnden Vortrag. Studienrat Wittich- Mainz, der Herrn Dr. Karillon auf seiner Reise begleitete, las eine Aovelle „Hans llnstern" von Dr. Karillon recht eindrucksvoll vor, die eine köstliche Probe der echten Kunst von Dr. Karillon ist. Trotz seines Alters von 72 Jahren ist der beliebte Odenwalddichter noch von einer erstaunlichen Frische und Munterkeit, die ihm hoffentlich noch recht lange erhalten bleiben möge. Er ist nach dem Kriege nach Wiesbaden übergesiedelt.
Starkenburg unv Nbenrhefsen.
Darmstadt, 14. Febr. (WB.) Umfangreichen D i e b st ä h l e n, die 2 Jahre hindurch, trotz eifrigster lleberwachung, fortgesetzt wurden, ist man heute, im Lager der Landwirtschaftlichen Genossenschaft in Darmstadt, auf die Spur gekommen. Es wurden etwa 400 Zentner Dünger, eine große Menge von Haushaltungsgeräten und Maschinen gestohlen, die vielfach mit dem eigenen Lastwagen der Genossenschaft verschleppt wurden. Das Hehlernest der Spitzbuben war in Aiedermodau aufgeschlagen, und zwar bei dem Landwirt Philipp Funk und dessen Bruder und dem Bäckermeister Philipp Ludwig. Diese drei, sowie zwei Arbeiter und ein jugendllcher Angestellter, sind biS jetzt verhaftet worden. Die Untersuchung geht Weiler.
Kreis Wetzlar.
J. Dorlar, 14. Febr. Das am hiesigen Bahichos neu erbaute, der Firma 3. H. Müller, Wetzlar gehörige Sägewerk befindet sich seit gestern im Betrieb. Der große der Aeuzeit entsprechend errichtete Dau, ist vollständig massiv hergestellt und mit allen modernen Maschinen ausgestattet. Durch die Inbetriebnahme hat mancher Arbeitslose Beschäftigung gefunden.
• . Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M.. 15. Febr. 3m Vorführungsraum der Luna-Lichtspiele in der Schäfergalle entstand Samstag abend infolge einer Störung des Vorführungsappo rotes
Feuer, das den Film in Brand setzte und sich auch sofort auf andere Films verbreitete. Die im Theater anwesenden Zuschauer bemerkten zuerst ^>as Feuer und verließen sofort den Zuschauer- tium, um die Feuerwehr zu alarmieren. Diese eseitigte, da der Vorführungsraum gegen seine Umgebung feuersicher abgeschlossen ist, jede weitere Gefahr. Der Vorführer konnte sich rechtzeitig retten, so daß niemand verletzt wurde. — ©in verwegener Roubüberfall wurde Freitag abend gegen 7 llhr auf den Bäcker Wenzel zwischen Praunheim und Aiederursel verübt. Der Räuber stieg unbemerkt von hinten auf den Wagen und versetzte dem Bäcker mit einem stumpfen 3nstrument drei schwere Schläge auf den Hinterkopf, die ihm fast die Besinnung raubten. Durch die entstehende llnruhe wurden die Pferde scheu und jagten nach Hause. Der Räuber sprang infolgedessen vom Wagen ab, ohne etwas erreicht zu haben. Der Bäcker erstattete sofort bei der Polizei Anzeige, die sofort eingehende Aachforschungen anstellte, aber greifbare Spuren des Täters bisher nicht entdecken konnte, da von diesem jeder Anhaltspunkt über die Persönlichkeit fehlt.
Buntes Merlei.
Kreuzworträtsel.
Aach der Begeisterung 'jr den Rundfunk 'n die nach Unterhaltung gierige Welt von einer neuen Manie befallen worden, von der Leidenschaft für das Kreuzworträtsel. Auch bei uns beschäftigt dieser schwierige Zeitvertreib unzählige Köpfe, aber in den Vereinigten Staaken, wo jede Mode gleich ungeheuerliche Formen annimmt, ist diese Manie zu einer wahren Plage ausgewachsen. Selbstverständlich gibt es in Aordamerika kerne Zeitung mehr, die dieser Rätselform nicht mehrere Spalten widmet, und die konservative Aeuyorker Times erregt dadurch Sensation, daß sie — keine Kreuzworträtsel bringt. Aber auch schon eine ganze Literatur ist für dieses Gebiet entstanden. Das „erste Kreuzworträtselbuch", das im April 1924 erschien, wurde in neun Monaten in mehr als einer halben Million Exemplaren verbreitet. Die Wörterbücher erleben eine Hausse. Aoch niemals sind so viel englische L^ika gekauft worden wie jetzt, denn die Kreuzwortjäger
Wirtschaft.
* Die Ausfuhr von Schiffahrtsaktien freigegeben. Wie der „Deutsche Handelsdienst" zuverlässig erfährt, hat der Reichs- wirtschaftsminister Aeuhaus im Interesse der deutschen Wirtschaft es für geboten angesehen, die Verordnung über die Veräußerung von Aktien oder sonstigen Geschäftsanteilen Deutscher See- und Dinnenschiffahrtsgese'l'chaften ins Ausland vom 20. Januar 1918 auszuheben. soweit sie die Aktien und sonstigen Geschäftsantelle deutscher Seeschiffahrtsgesellschaften b-trifft. Die Aufhebung wird demnächst im Reichsgesetzblatt veröffentlicht werden. Aus Dank- und Borsenkreisen ist diese Aufhebung bekannllich im Laufe der letzten Jahre wiederholl angeregt worden In der letzten Zeit sind auch die Schiffahrtsgesellschaften für die Aufhebung der Verordnung eingetreten mit der Begründung, daß es bei dem großen Mangel an Kapital notwendig sei. ausländische Mittel heranzuziehen und eine lieber- fremdung durch Schutzbestimmungen in den Satzungen verhindert sei.
* Verständigung z Wischenderde ui- ! ch en und der elsässischen Kali- Industrie. Wie die „Deutsche Allgemeine Zellung" erfährt, hat sich die Verständigung zwischen der deutschen und elsässischen Kaliindustrie infofern günstig gestaltet, als seit dem Abschluß des deutsch-elsässischen Vertrages über den Kaliabsatz nach Amerika verschiedentllch Besprechungen zwischen der deutschen und elsässischen Kaliindustrie stattgefunden haben, die auf Grund der beiderseitigen Beobachtungen und Erfahrungen im Weltgeschäft zu einem durchaus freundschaftlichen Zusammenarbeiten geführt haben. Eine solche Besprechung fand jetzt in Baden-Baden statt. Cs ist zu hoffen, daß diese Zusammenkünfte im Laufe der Zeit zu festen Vereinbarungen in bezug aus den gesamten Kaliabsah führen werden Heber den deutschen Kaliabsah im Februar wurde mitgeteilt, daß derselbe schätzungsw<> s' 1,5 Dz. (1,658 Mill. Dz im I nuar) erreichen du sie' Das hängt naturgemäß mit der aurch ui günstigen Witterung zusammen, mit der wahrscheinlichen Folge eines früheren Saison-Schlußes als in den anderen Jahren.
* Frankfurter Hypothekenbank A. G., Frankfurt a. M. In der a. 0 HD in der elf Aktionäre 14 802 Stück Stammaktien und 1000 Stück Vorzugsaktien vertraten wurde die Reichsmarkeröffnungsbilanz einstimmig genehmigt. Das Aktienkapital von 45 Mill Pm bestehend aus 44 Mill. Pm. Stammaktien und 1 Mill. Pm. Vorzugsaktien, wird zusammengelegt auf 5,285 Mlll. Am., bestehend aus 44 000 Stück
studieren diese dicken Bande, um seltene Worte aufzustöbern. Gin unternehmender Verleger hat eine alte Auflage eines Wörterbuches, die ziemlich wertlos war, mit dem neuen Sltel „Kreuzworträtsel-Wörterbuch" herausgebracht, und den Ladenhüter unter dieser Flagge im Handumdrehen verkauft.
Es gibt natürlich eine große Anzahl von „Kreuzworträtselklubs" in den Vereinigten Staaten, und es gibt natürlich auch einen Weltmeister im Kreuzworträtselraten. Diesen Titel nimmt eine Dame Ruth von Phul für sich in Anspruch, die auf dem „Ersten Dativ- nalen Kreuzworträsel-Tumier" der ,.Rationalen Kreuzworträtsel-Vereinigung" in Aeuyork den ersten Preis errang. Selbstverständlich wird das Raten dieser geheimnisvollen Ausgaben auch auf den Universitäten gelehrt. Unter den Studenten herrscht ein edler Wettstreit, und kürzlich hat die UniDerfität Pale die Universität Harvard in dem „jährlichen Universitäts-Kreuz- Worträtsel-Wettbewerb" geschlagen. Ein Professor der Universität Princetown benutzt die Kreuzwörter, um englisch zu lehren; ein anderer Professor verwendet sie für psychologische Versuche. Das Kreuzworträtsel als Intelliaenzprobe ist allgemein eingeführt. Das Gesundheftsamt von Detroit verbreitet Kreuzworträtsel, deren Auflösung Gesundheitsregeln und hygienische Anweisungen enthalten. Auch die Sprache wird durch die Rätselmanie beeinflußt.
Die Verfertiger der Rätsel graben Worte aus. die veraltet sind oder sehr selten gebraucht werden, und dadurch kommen diese Worte in die Umgangssprache. Aber man begnügt sich nicht nur mit der Lösung der Rätsel, sondern auch die Schnelligkeit des Ratens spielt bei den Wettbewerben eine Rolle, und die Weltmeisterin. Miß von Phul. verdantt ihren Ruf besonders der Schnelligkeit, mit der sie jede Aufgabe löst.
Der neue Haardt-Wei«.
Don der Haardt wird uns geschrieben: Der Jahrgang 1924 hat sich zur Zufriedenheit der Weinbautreibenden entwickelt. Es ist ein temperamentvoller, würziger Tropfen geworden, mit allen guten Eigenschaften eines leicht trinkbaren Weins. Die kundigen Weintrinker schätzen ihn nach der ersten Probe und die Aachfrage ist lebhaft. Besonders wird der Reue in den kleinen OS einorten der Mittelhaardt im freien Handel flott abgeseht. Die Preise bewegen sich langsam aufwärts, sodaß sich der Durchschnittspreis auf etwa 490 Mark für je tausend Liter beläuft. Auch die letzten Restbestände der Jahrgänge 1922 und 23 werden in kleinen Kellereien abgeseht. für einen Preis von 650 bis 1000 Mrrk. Ende Februar veranstalten Heine Gemeinden in der A< u- städter Gegend, besonders aber Aeustadt selbst, Weinversteigerungen, die neues Zeugnis o?m Weinreichtum dieses rebengesegneten Landstrichs ablegen. An Weißwein in Fudern gelangen etwa 30 000 Liter des neuen Jahrgangs 1924 zur Versteigerung. An Weißwein des Jahrgangs 1922 gelangen etwa 18 000 Liter zu Ausgebot, des Jahrgangs 1923 etwa 25 000 Liter. Außerdem große Mengen Flaschenweine. Der Stand des Rebholzes ist gut. Auch in den kleinen Weinorten macht sich der Wunsch nach weiterer Ausdehnung der Weinäcker bemerkbar und neue Anlagen werden geschaffen. Kaufliebhaber auf Weingärten tauchen zeitweilig wieder auf. K. R.
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ÄM'l.°r»otk. Brss. Antw. Christiania. flotenlmaeit Stolllwlm . ScInngforS. Italien. . . London. . . Neunork .. VnriS. . . . Sckiwet; . . Svautcn. . Wien in D-- CtfL abgcst. Brag . . .
Budapest. . Buen.-AireS Bulgarien . Japan . . . ■•«o de Ian. Belirad . . Lissabon . . Konstantin. Athen. . .
5,908
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Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Dilltonen Mart ouSgedrüctt. BuenoS-AtreS, London, Neu- York, Japan, Rio br Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für-100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gerr-ähr.)
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zugSaktien ä 5 Rm., letztere uhier Aizahlung von 4800 Rm. Der gesetzlichen Reserve werden 1,5 Mill. Rm. überwiesen, der Deamtenfürsorge 200 000 Am. Die Eröffnungsbilanz weist sonst noch aus: unter Aktiven: Dantgebäude mit 500 000 Rm., Kassenbestände und Guthaben mit 27 799 Rm., Wertpapiere mit 125 310 Rm.
56/, Deutsche Ncichsanleihe . 4% Deutsche Rcichsanleihe . 3V.% Deutsche Relchsanlethe 3% Deutsche Reichsanleihe - Deutsche Sparpramienanleihe 4°/0 Preußische Äonsols . . . 4°'o Prisen...........
3'Wo Hessen 3°/0 Hessen .......
Deutsche Gertb- Dollar-Anl. bro. Doll.-Schatz-Anrreiing.') 4% Zolltürlen.........
y/0 Goldmcrikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bauk. Tarmst. und Naiionalvank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank . . . . Diseonto Commandtt .... Melallbank...........
Mitteldeutsche Creditbank. . Lcste-reichische Creditanstalt. Wcstbank...........
Bochumer Guß Buderus.......
Caro .............
Deutsch-Luxeinburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpeucr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte Obcrbedarf...........
Phöntr Bergbau.......
Rheinstabl Nie bell Montan........
Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Albiu . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont -Guano.....
Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt..........
Gries eimer Electron .... Höchster ftarotoerfe Holzverkohlung ...... Nütgerswerkc.........
Echcideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkrastwerke Schuckcrt Siemens & Halske Adlerwerke Klcyer ..... Daimler Motoren.......
Hcyligenstaedt.........
1 eguin.............
Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen . . . .stonservenfabrik Braun . . . Pietallgesell chaft Frankfurt. Pet Union A.-G.. Schuh'abrik Herz Sichel .........
Zellsto-s Waldhof Zulleriabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 14. Febr. Tendenz: Fest. — Der Tendenz-LImschwung, der gestern mit einer Defserung auf den Hauptmärkten einfetzte, brachte auch am Wochenschlufse der Börse weiter gute Kurserholungen. Die Befürchtungen wegen der späteren Gestaltung des Geldmarktes begegnen einer etwas günstigeren Auffassung, wodurch die Zuversicht und Beruhigung festeren Fuß fassen konnte. Die Tendenz, die bei Eröffnung fest war, wurde etwas gehoben durch Kaufaufträge, die heute zum ersten Male wieder aus dem Ruhrgebiet Vorlagen, die in der Haupt-
Brl'.'
4,192
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12.425
?lllltl< h! l t ; o.el» < ■!
13. Krtnuir finitl-'tj Viotlrruni <’ clo 1 Brief
Frrrt*. 14. Februar.
Amerikanische Noten . . . . . Belgische Noten Dänische Noten .
Englische Noten ...... Franwsischc Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten......
Norwegische Noten Deutsch Cesterr.L100 Aronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ......
ftnmfftrrtT M.
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Lchlutzk. Mittag, b^rle
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lacye aber nur für den Montanmarkt in Betracht kamen. Auch die Erleichterung des Geldmarkts bot Anregung. Zu großen, wirklich belebenden Abschlüssen kam es jedoch auch heute nicht. Am Mont a n markt konnten einzelne Werte Kursgewinne bis zu 41 ■- Proz. erzielen. Stark gesteigert waren namentlich Gelsenkirchen, Har- pener, Mannesmann und Phönix. Auch Kaliwerke konnten sich weiter erholen. Chemie- und Elektrowerte lagen ruhig bei geringen Kursveränderungen. Bei den B a n i c n to c r t e K konzentrierte sich das Interesse wieder auf Berliner Handel und Reichsbankanteile, die weiter im Kurse gewannen. Schiffahrtswerte waren leicht erhöht. Auto- und Maschinenaktien mäßig gebessert. Zellstoff aktien verkehrten fest, während Zuckeraktien nennenswerte Kursveränderungen nicht aufwiesen. Am Einheit s m a 111 der Industriepapiere bestand nur für Spezialwerte einige Kauflust. So gingen Deutsche Erdöl, Hanf-Füssen und Löwenbräu- ÜNünchen ansehnlich höher. Die übrigen Werte dieses Gebietes waren zumeist unverändert. Am Rentenmarkt war das Geschäft unverändert still, d e u t sch e Anlechen verkehrten unteriSchwan- Jungen. Lebhafter wurden Städte-Anleihen imv gefetzt. Ausländische Renten lagen fast oßne Geschäft. Im Freiverlehr war die Tendenz befeftigt. Api 2. Beckerstahl 1,5. Decker- kohle 6,62, Brown-Boveri 80 Growag 0,132. Krügershall 12.5, Kunstseide 95, Petroleum 17,37. Ufa 14. 3m weiteren Verlaufe schrumpfte das Geschäft auf allen Marktgebieten sehr zusammen. Kursveränderungen von Belang waren nicht mehr zu verzeichnen. Vereinzelte Werte flogen im Kurse leicht an. so Montanwerte. Am G e l d rn a r k t ist die Flüssigkeit von Dauer. Monatsgeld 10 bis 11 Proz. Privatdiskont SZ'i b's 10 Proz, Am Devisenmarkt ist die starke Abschwächung des französischen Frankens auffallend. Die Pfundparität stieg auf 91 bis 91,20, der Dollar-Gegenwert auf 19.08. Auch das englische Pfund lag mit 4.771 : gegen Dollar leicht nachgebend. Die Mark ist mit einer Dollar- Parität von 4,199 unverändert,
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 14. Febr. Der älmschwung, der gestern bereits zu bemerken war, setzte sich an der heutigen Börse fort. Das 'Börsenbild war heute freundlicher als seit Wvchen^ Die Spekulation ist geneigt, den kommenden älltimo weniger pessimistisch anzusehen als bisher, und die Schätzungen der per Ultimo lausenden Engagements sind ganz bedeutend zurückgegangen. Die in Aussicht stehende Ermäßigung des Dörsen- stempels auf die Hälfte hat beim großen Publikum wieder etwas mehr Interesse geweckt. Im Vordergründe standen Mvntanaktien, auch Kaliwerke waren lebhaft gefragt. Im übrigen konzentrierte sich das Interesse auf Spezialpapiere, die gestern schon im Vordergrunds standen, so für Reichsbankanteile, wo man bereits von einem Dezugsrecht spricht, was aber kamr den Tatsachen entsprechen dürfte. Der heimische Rentenmarkt wurde durch die afb gemein feste Haltung günstig beeinflußt. Kriegsanleche notierte 0.76. Der Geldmarkt liegt unverändert leicht bei gleichen Sätzen wie gestern. Am Devisenmarkt waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen.
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag, 17. Februar:
11,55 Llhr: Zeitangabe. 12 Llhr: Nachrichtendienst. 4 Llhr: Wirtschaftsmeldungen. 4,15 U^r- Dachrichtendienst der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau. 4,30—6 Llhr- „Charakterstücke" - Dachmittagskonsert des Hausorchesters. 6 älhr: Wirischaftsmeldungen. 6—6.30 älhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6,30—7 LIHr: Vortrag von Aegierungsrat Rudolf Cuno: Aus dem Gipfel des Dreithornes (4171 Meter)". 7—7,30 llljr: Vortrag von Frau Kuales dc Vmda: „Der Tanz". 7,30—8 Llhr: Vortragszyklus des Stadtgesundheitsamtcs; Vortrag von Fräulein Dr. Kaufmann: ..Das tuberkulosege- sährdete Kind". 8,30 Uhr: Gitarre und Violine 1. Marsch für 2 Gitarren (L. de Call). 2. Serenade für Violine und Gitarre (Diceni-Celli), 3. 3) Andante für zwei Gitarren (L. de Gatt) b) Menuett (I. B. Marella). 4. 2 Sonaten für Dwline und Gitarre (D. Paganini), 5. Großes Duo für zwei Gitarren (Methfessel). Ausführende: Konzertmeister Kraus (Violine). Lina Poppe und Herr Möchel (Gitarre). 9,30 Uhr: Dachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. 10—11 älhr: Fastnachtsschwänke von Hans Sachs. 1 Dei tote Mann (Personen: Hans, Mann: Else. Frau die Dachbarin: der Dachbar), 2. Das heiße Eiser (Personen: Der Bauer, die Bäuerin, die Gevatterin), 3. Das Darrenschneiden (Personen: Der Arzt, der Kranke, der Knecht). Aussührendc Gerd Fricke. Eduard Bornträger, Alfred Schrr- zer, sämtlich vom Denen Theater.
Geschäftliches.
Einen Ehrensold in Form von Kakaopulver zahlen die Mignon-Schokoladen- Werke David Söhne Mtiengesellschaft, Halle (Saale), tüchtigen Hausfrauen, die die in ihrem heutigen Inserat niedergelegten Bedingungen erfüllen.
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