Ausgabe 
15.12.1925
 
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prangen Psycho - r s. 5. Auflage. Leinen-

Profsffor Dr. E. S

aus dem

Hausorchesters: Deethovea. 6 518 1 U&r:

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von Millionen qelrunken

von Millionen gesunken in Jubiläums «Dosen I ohne Aufschlag überall «rhälfllch. S<W

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Die auS

Kultur veränderte

mungen in SchumannsDichterliebe" traf er mit sicherer Musikalität und besonders das Rachspiel, mit das zarteste, was Schumann geschrieben hat, schuf er mit Wärme, fast überirdisch erklang die Begleitung zu Hugo WolfSWie glänzt der

Helle Mond". in

gte&t. Wo dasApostelspiel" bisher gegeben worden ist. konnte ein tiefer Eindruck fest gestellt werden. Die Sp.ellei.ung in beiden Stücken führt Herr Regisseur Dolck.

- Deutsche Volksparte l. Man schreibt uns: Die Dezemberversammlung der Ortsgruppe der Deutschen Volks Partei findet am Mittwoch. 16. d. «Dl., abends 8.30 Uhr, in der Gewerbeschule statt. Geschäftsführer Weiher wird über das Thema Locarno und die deutsche Zukunft" sprechen. (<5. gestrige Anzeige.)

Stunde Oec Zagend. X Ahr: Aebertragung dem Frankfurter Opernhaus: .Fidelio", Oper in 2 Auszügen von L. van Beethoven.

wegen desselben Vergehens vom Koblenzer Ge­richt zudikUert wurde und wird ferner von der Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern

logie des tjugenbaltc

band 9 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Der Slegeczug von Cpranners Jugendpsychologie ist noch immer im Wachsen begriffen. Langst hat er die Schar der Pädagogen, die erst zu diesem wert­vollen Werke griffen, hinter sich gelassen. Jetzt ist dec ungeheure Kreis der Elternschaft, die sich darin vertiefen, um die Seele Ihrer Kinder in den schwie­rigsten Jahren zu verstehen, die für die weitere Entwicklung so bedeutungsvoll sind. Und Spränget macht ihnen die Arbeit leicht. Sein Buch ist von tiefer Liebe für die Jugend durwglüht, hinreißend geschrieben und erfüllt vom Höingen Ernste, dem dieses Problem gebührt. , 572

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Volumen: sicher kann man ihn zu den sog. groben Stimmen rechnen. Er führte sich mit vier ita­lienischen Belcantoari n ein und bewies beson­ders im Pur dicesti (Qlrtynhel Lotti) seinen Geschmack in der Ausarbeitung: seiner Stimme bot besonders HändelsAh! mio cor" Geleaen- fitit zur reichsten Entfaltung allen Glanzes. Mit der Wiedergabe von Robert Schumann-Dichter- liebe" hatte er sich eine umfass-rnbr Aufgabe ge­stellt. der man in den letzten Jahren im Kon­zerts aal selten begegnet ist, und zur llebernahme einer solchen Ausgabe gehört Mut und Ver­trauen auf das stimmliche Können: denn die Anforderungen, dir Schumann in mancher dieser kleinen Stimmungsbildchen an den Wiedergeben- den stellt, setzen große Meisterschaft voraus. Richt alle« gelang gleichmäßig. Da. wo Hammes seine prächtigen Mittel entfalten konnte, wo er aus der dramatischen 6 tuation heraus gestalten konnte, da bot er starke Leistungen, wie in Ich grolle nicht". In der Gruppe der Hugo Wolf-Lieder erzielten auch die wieder den mei­sten Erfolg, wo die jugendliche Frische des Or- ?an8 zur Geltung kommen konnte: vielleicht war ie Wahl deS Wolf-LiedesWie glänzt der belle Mond" nicht sonderlich glücklich, dazu ist die mezza voce noch nicht ausgrreift genug, um bieseS feinduftige Stimmungsbildchen völlig zu erschließen. Run denn! SS war ein Erfolg für Karl Hammes! Erfolge aber verpflichten, noch mehr aber Raturgaben, wie sie Hammes mit seiner Stimme in reichem Maße erhalten hat: noch gilt es, einige Hemmunarn in der Höhe zu beseitigen. besonders dem sogen. Decken aus dem Wege zu gehen. Sine besondere Aufmerk­samkeit wäre auch dem leichten Parlando zu wünschen, ebenso harrt noch die mrz^a voce der feinsten Durchbildung. Daum aber fleot der Weg zur höchsten Meisterschaft offen! And nun noch eine Aeußerlichkeit: Für die Auswirkung der

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wesens gewürdigt. Der letzte Aufsatz leitet bereits zur Gegenwart über. Der zweite sachliche Teil ist den Grundfragen unseres Dildungswcsens ge­widmet. bstb

Erziehung zur religiösen Bil­dung. Don Studirnrat Dr. R. vcherwatzky. 202 Seiten. Preis geh. M 4, in Qcinenbanb M. 5. Verlag von Quelle & Msyer In Leipzig. Der Religionsunterricht ist heute hart um- kämpftes Strettgebitt. Die Meinungen sind unge- klärt. Gegner und Derteidiner fuhren ®rüabe für und wider an. Du wird dirS Buch eines erfahrenen Pädagogen Klarheit schaffen. Cs tritt nicht nur für die Rotwendigkeit des Religions- Unterrichtes ein, sondern eS weist nach, daß dieser Dildungsfach in hervorragendem Sinne ist. DaS D'.'.ch wird zu einem lebendigen u-'dvxrtschas senden Religionsunterricht sühren und an seinem Teile mithelfen an dem Wiederaufbau. 306

Zeitwende. (E. H. Deck, München.) Das Dezemberheft beschließt den ersten Jahr­gang mit einem auch auf Wrihtxrchten gestimmten Inhalt. Aus der schonen ileoertragung des Reuen Testamentes von Wo.rncr wird Die Weih- nachtSgeschichte nach LukaS dargeboten. Eine Weihnachtserinnerung von Tim Klein zeigt des Menschen Weg zwischen Dämon und Engel an einem erschütternden Erlebnis, das schließlich doch noch im WeihnachtSfreden mündet. Elisabeth Sulzer gibt in ihrem Aufsatz über daS Antlitz von Paris die Phhs.g..omil der Weltstadt und ihrer Vororte und brütet sie in feiner fruchtbarer Weise kulturpsycholog sch. Willelm von Schramm schildert in der ErzählungDas Lurmgemach" das Verlassen des Kinderbandes in einem gleich­nishaften Erlebnis. Srei gewichtigere Aufsätze umrahmen die'en sotzusagen idyllischen Teil des Heftes: Karl Rätzels Aufsatz über Panslawismus und PanasiatiSmus, Rexrtus Hupfeld über ^Grenzen der Gemeinschaft", und Emil (Sma- tinger über den Darockdich.er Andreas Gryphius.

Deutsche Medizin und Rotaemein- schäft der Deutschen Wissenschaft. Geschehnisse und Erlebnisse deutscher Medizinalpolit'l und Kulturpolitik. Von Professor Dc. G. Schreiber. Geheftet 2 Ml. Der:ag von Quelle & Meyer, Leipzig. 657

Daheim, 62. Jahrgang, N r. 10. Das Host hebt mit einem neuen Roman von Ada Baronin Fircks ..Hallington" an, der in vorneh­men gesellschaftlichen Rahmen spannend einsetzt. Eine italienische humorvolle Sfi.ve von Felix Pul- tersackEr verzweifelt an der Welt" führt den be­gabten jungen Autor an dieser Stelle erstmalig vor. Um diesen Inhalt gruppiert sich wirkungsvoll der aktuelle Bilderteil und das Frauendoheim.

Gießener Konzertverein.

Karl Hammes, Köln: Bar.ton.

Wer viel Gelegenheit hat, Gesangssolisten im Konzertsaal zu hören, dem ist es kein Geheimnis, daß wir gegenwärtig an wirklich berufenen. Kräften keinen Ueberfluß haben. Wohl ist das Angebot reichlich, aber die Leistungen der einzelnen sind durchaus nicht gleichmäßig oewertbar. Und in keiner Art von Konzerten wird das Publikum so enttäuscht werden können, wie-gerade in Gesangsdarbietun- gen. Für jeden Instrumentalisten ist Das Instru­ment Träger des gegebenen Tones: das Modifi­zieren des Tones im mukalischen Verlauf des Werkes zeugt für den Künstler. Einem Sänger ist der Fall insofern erschwert, als er den Ton erst organisch bilden muß, ehe er ihn musikalisch ver­werten kann. Daß gerade die vergangene Zeit für die Heranbildung des Sängernachwuchses mancher­lei versäumt hat, dafür sprechen verschiedene Tat- fachen.

Keine Naturstimme, selbst die gottbegnadetste, wird ohne jegliche Bildung schön fingen können: darüber ist und war man sich selbst in Italien, dem Lande der Sänger, einig. Gewiß bringt die eine ober andere Stimme mehr Veranlagung zum glück- lichen Sitz des Tones mit; paart sich musikalische Begabung dazu, dann ist der Sänger geboren. Wo iY.v Natur aber irgendwelche Hemmungen entgegen- stehen, da hat die Stimmbildungskunst einzusetzeu, . i die bei uns Deutschen von Natur aus meist «\tremitcn Register zu einer einheitlichen Forma­tion für den ganzen Stimmumfang zu verschmel­zen. Die neudeutschen Stimmbildner glauben sich dazu auf besten Wegen: nur welcher von diesen fuhrt nach Rom? Denn jeder will recht haben, jeder sieht in seiner Methode die Erfüllung seines Ideals: des Earusotones. Und wenn man dann aber die verschiedenen Gebilde nebeneinander hört, so hört man nur Widersprüche. Es sind sich also die Be­rufenen noch nicht einmal über ihre Ideale einig, wie soll da Der Laie den Maßstab finden?

Ein gut Teil Verw.rrung hatte die Erfin- dung des Kehlkopfspiegels unter den Stimm­bildnern angerichtet. Die dort gesehenen S tarn- bandformationen (Register) glaubte man als Rorm amrebmen zu müssen, und bildete drei getrennte Register aus (manche unterschieden 'sogar sechs- und hatte so das herrlichste Instru­ment, untere Stimme, zerbrochen, statt die Re° giftet als von Ratur aus gegebene Schwächen

Rundfunk-Programm

deS ^-rank/urtsr Tenders.

(Aus der »Radio-Umschau-.) Mittwoch, 16. Dezember.

4.30 bis 6 Ahr: Rachenittagskonzert des

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Kftttffl. Die Ala«" Mundet kosten- ? 2 Nerval.

5 S für erachtete.

Auguste Schmidt

1 KreiSami Kta Polzrib-sehlS vvm Klägerin hat ohne bau- au ihrem unmittelbar

c vlrecke Hungen-Fried- jungen gelegenen Wohn- "M, der nur 25 leier ent ist. Infolge der Höhe früher bestandene Leber- der vvrbezeichneienNilÄ- 5a die Errichtung Mto -l 33 und K X2 ber img HrltöfH, tourbe die öacholiM-örde Lieder- h Seferlcgung den Dach- dem Sachfirst des Dvhn-

zugelasien sind.

** Festnahme eines Schwindlers. 3n Mainz wurde der angebliche 23jäh-rige Stu- ident Holtschmidt aus Tharlottenburg fest- genommen, der darauf ausging, bei evangeli­schen Geistlichen unter allerlei Vorspiegelungen Darlehen zu erhalten, die er entgegen fernem Versprechen nicht zurückzahlte. Auf diese We se hat er in einer Reihe von Städten wie Mainz. Wiesbaden, Frankfurt. Rürnberg, A'chnsfenburg, Darmstadt, Gießen, Friedberg, Marb"-rg. Wetzlar und Limburg Schwindeleien verübt. Ver­mutlich haben viele Geistliche von einer Anzeige Abstand genommen. Mm den Gauner für längere Zeit unschädlich zu machen, wäre es allerdings gut, wenn die Darlehensgeber sich melden würden.

* Der Goethebu nd veranstaltete am Sonntag wieder einen Hessenabend, bei dem unser einheim scher Hessendichter, Amtsgerichts­rat ® r o s, wie bei früherer Gelegenheit eigene Dichtungen vorlas. Außer einem sein empfunde­nen Gedicht .Rauhrels" und drei kleinen anek­dotenartigen Geschichtchen auS unserer hessischen Heimat war eS vor allem eine längere Erzählung Ser Liedchespseiser von AngerSbach", die aufs stärkste die zahlreichen Zuhörer fesselte und 6iS zum Ende In ungeminderter Spannung erhielt. Diese Geschichte war von höchster Echtheit und Lebenswahrheit in ihrer ebenso gegenständlichen wie seelisch und charakterologisch feinen Schilde­rung, der Srzählerton vornehm und fachlich ge­handhabt. die Mundart den redenden Personen .mit lebendiger Treue brigegeben: auch ohne be­sonderen Hinweis merkte man. wie hier Wirklich- gescheheneS und Selbsterlebtes dem dichterischen Schaffen zugrunde lag. Dazu barg die Erzählung eine Fülle kulturgeschichtlicher und heimatkund­licher Tatsachen aus dem Vogelsberg, die uns Hessen viel zu wenig bekannt sind. Daß Herr Gros sich wieder als den besten Interpreten feiner selbst erweisen konnte, erhöhte den Reiz des Abends, der künstlerisch unbedingt eine Stei­gerung gegenüber dem ersten Hessenabrnd des Bundes bedeutete.g.

. Kanarien-Ausstellung in Gie­ßen, verbunden mit der 1. Verbands-Ausstellung des Verbandes der Kanarienzuchtvereine für Ober- Hessen und des Lahn-Dillgebiets. Dieser Ausstellung ging am Samstagabend ein Kommers voraus, wo­bei der langjährige 1. Vorsitzende Ludwig Petri- Gießen zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Die Ausstellung, die am Sonntag im

anzufehen und sie in einer voix mixte zu ber­einigen. Das war aber nur möglich, wenn für die verschiedenen einzelnen Register die Resonanz der Kopf höhl en ati zusammenfassendes Moment ein­trat. Darum muhte bei den Völkern, wo im natur­stimmigen Klang der Sprache die Kopfresonanz schon stark gepflegt wurde, die Verschmelzung der Register durch eben diese Resonanz gegeben sein. 3n der Tat werden wir dieses Ideal am ehesten bei den romanischen Völkerschaften an­treffen. Solche Stimmen sind dann imstande, wie auf einem Instrument zu spielen und kennen keine Hemmnisse, weder in der Höhe, noch in der Tiefe, noch in der Stärke. Solche verschmolzenen Stimmen gehen dann auch mit ihrer Kraft öko­nomisch um: denn je mehr die Kopfresonanz den Ton verstärkt, um so mehr tritt eine Entlastung der Muskeln des Stimmapparates ein. So farm Dattistini als Siebzigjähriger noch genau so frisch und schön fingen, wie er es als Zwanzig­jähriger schon getan hatte. Uni) dah ein solches Ideal uns Deutschen durchaus nicht unerreichbar ist, dafür zeugt die Frankfurter Oper mit einigen ihrer Kräfte.

Weil man in Italien solche glänzenden Stim­men antraf, und weil man in Italien das Land deS Belcanto sah, so suchte man dort den Weg für den Idealgesang, um dann meist m t traurigen Erfahrungen zurückzukehren. Denn die italieni- schen Meister behandelten die deutschen Stim­men wie die ihrer resonanzbegabten Landsleute und trieben wohl eine gewisse Geschmackskultur, ohne aber den eigentlichen Mangel der deutschen Stimme, die fehlende Kopfrefonanz, zu beheben. Gewih, einige Deutsche, die durch intensive Rach­arbeit diesen Mangel behoben, trugen Gewinn davon, viele aber kehrten enttäuscht wieder.

Dazu kamen die hohen Anforderungen dcS modernen Musikdramas an die Kraft und Aus­dauer der Stimme. Stellte die borwagnerische Oper doch immer nur Ansprüche im Sinne des Belcanto, so brauchte man jetzt große durchschla­gende, heldische Stimmen. Richard Wagner sah sein Ideal in der metallisch erklingenden roma­nischen Stimme, aber der Lehrer, den er sich für diese Art der Ausbildung nach München be­rief, Friedrich Schmitt, konnte nicht schnesi ge­nug die Beweise für seine Methode erbringen. Immer mehr trat daher an die Stelle des durch Schulung gewonnenen Klanges die Raturkraft der Stimme. Die berhältniSmätz geringeren An­forderungen an die Hohe der heldischen Tenor-

Professor Dr. E. Spränget: und Erziehung. Dritte, teilweise Auslage. 267 Seiten. Leinenband 7 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.Wir müssen als Lernende an großen Schöpfungen der Vergangen- heit stark und fest geworden sein. Wir müssen aber aber auch zur Freiheit der eigenen, durchaus zeit­gemäßen Lebensgsstaltung gelangen, indem wir uns mit einer weitumspannenden historischen lieber» schau und Deutung unserer Geschichtsepoche die Vorbedingungen dafür geben, wieder schöpferisch und wieder selbst dem Geistesleben gegenüber groß zu werden." Diese einleitenden Worte Sprangers möchte man gleichsam als Motto den von starken Kulturbewußtsein getragenen Essays voransetzen. Ihnen entspricht auch der Inhalt. In einem ersten geistesgeschichtlichen Teil finden wir Luther, Come- nius, Rousseau, Goethe und Hölderlin in ihrer Be­deutung für die Entwicklung unseres Bildungs-

Saalbau Sauer ftattfand, wies einen überaus zahl­reichen Besuch auf. Insgesamt waren 50 Kollek- tionen mit rund 200 Kanarienhähncn ausgestellt. Die Nachfrage nach gutsingenden Vöaeln war sehr groß. Als Durchschnittspreis wurden für ein Hahn- dien 10 bis 15 Mt. erzielt. Zu Preisrichtern waren Kreß, und G l ü h - Frankfurt gewonnen worden. Das Samenhaus 2)611 Gießen halte alle Vogel- uttcrarten und die verschiedensten Hcckeinrichtungen owie Einzelkäfige für Private und Winterschutz, kästen ausgestellt, wofür ihm als höchste Auszeich- nung eine große goldene Medaille, ein Ehren­diplom und ein schöner Ehrenpreis zuteil wurde. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: 1. Selb st zuchtklasse: Beste Schocke!, Meister­schaftsplakette vom Verband, Wander-Ehrenpreis, V. D. K.-Medaille, Sonderehrenpreis, 1. Ehren- preis, goldene Medaille, Verbands-Ehrenpreis er» hielt S). Hofmann- Langsdorf mit 321 Punkten-, Beste Knorre, 2. Ehrenpreis, D. D. K.-Medaille, goldene Medaille Wilh. Weber- Großen-Linden mit 318 Punkten: 3. Ehrenpreis und goldene Me­daille K. Schmidt-Marburg 295 P.: 4. Ehren­preis goldene Medaille V. D. K.-Medaille Adam H c t t ch e - G i e ß e n 284 P.: 5. Ehrenpreis Al­berne Medaille K. IÜngel - Wetzlar : 6. Ehren­preis silberne Medaille K. Viertelshaujen- Klein-Linden: silberne Medaille Fr. Keller- Wetzlar, R. Frenzel-Gießen, H. Simmer- Gießen, K. Bender - Braunfels, Schmidt- Marburg. 2.Allgemeinklasse: BesteKnorre, bestes Hohl, 1. Ehrenpreis, goldene Medaille, Ver­bands-Ehrenpreis H. Hofmann- Langsdorf 315 Punkte-, 2. Ehrenpreis, goldene Medaille W. W e b e r - Großen-Linden 294 Punkte: 3. Ehren­preis, beste Pfeife, goldene Medaille W.

H a ch e n b u r g e r - Beienheim 294 P.: 4. Ehren­preis, beste Schocket, goldene Medaille, V. D. K.- Medaille K. B e ck e r - G i e h e n 292 P.: 5. Ehren- preis, silberne Medaille A. Z i r f a s - Limburg 276 P.: 6. Ehrenpreis, beste Wasierolle K. Schmidt. Marburg 273 P.: 7. Ehrenpreis W. Dick - Gießen ; Silb. Medaillen: A. Hettche- Gießen, H. Schloß. Weilburg, Fr. Keller- Wetzlar, Peter Krieg-Gießen (beste Glucke), R. Renkel-Bad Salzhausen, H. Simmer- Gießen, I. Fischer-Gießen, Ioh. Meyer- Wetzlar.

Turnen, Sport und Spiel

Dom Turngau Hessen (D. T.)

Gaufrauenborturuerstunde in Gießen.

v In der Llebunashalle des Mcinnarturn- vereinS zu Gießen (Obrrreal'chule) traten am Sonntag nachmittag b .e Leiter bzw. Leiterin neu und Dvrturnerinnen der Frauenabte'langen des Gaues Hessen zu einer Gaufrauen turn­st unde zusammen, der auch der Gau">berturn° wart Wilhelm Will lGießen) beiw Fnte. Cs waren beet eten die Abteilungen der Turnvereine zu AlSfeld, Bad-Rauheim, Butzbach, Friedberg, Gambach, Gießen Tv. 1816 und Mw., Gladen­bach, Grünberg, Heuchelheim, Hungen, Klein-Lin­den, Laubach, Lich, Marburg Tgd. und T. u. Sp.-D., Ridda, Riedergirmes, Treis a. d. Lda. und Wetzlar. Unter der temperamentvollen Lei­tung des Gausrauenturnwarts Rudolf Paul (Gießen) wurden die verschiedsn.n Entwürfe zu grundlegenden Hebungen für die Arbeit in ben Vereinen, und die GauwettDmpse in methodischer Durcharbeitung zur Darstellung gebracht. Den Aufbau der Freiübungen in vier Gruppen, ver­bunden durch rhythmische Schritt- und Hüpfarten, führte der ©aufrauenturnbxirt bis zur Wieder­gabe mit Musikbegleitung durch und leitete die Hebungen am Barren: Turnwart Heinrich Schneider (Wetzlar) hatte die Zusammen­stellung von Ue&ungen am Pferd übernommen, während Turnwart Otto Heuser (Marburg) die Turnerinnen am Reck unterwies und ihnen Anleitung in den Elementen der Volks- bzw. Kunsttänze gab.

In der anschließenden Desprechwrg wurde der bargebotene Stvffplan als durck-aus zweck­entsprechend für die weitere Ausoildung der Frauenabteilungen, auch in den ländlichen Ver­einen, und als geeignete Grundlage für die Aus­wahl der Wett' ampsübungen erkannt: er wixd demnächst veröffentlicht werden. Als volkstüm­liche -Ue&ungen wurden festgesetzt: Laufen (75 Meter), Weitsprung mit Brett, Kugelstoßen (7ya

»* Kreisausschuß. Sitzung. Arn nach, st en Samstag, 19. Dezember, vormittags 8.30 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebaude dahier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt. Auf der Tagesordnung stehen einige Gesuche um Zulassung zum Führen von Li.aftfahrzeugen, ferner die Entscheidung über Ein- Wendungen gegen die Gemeinderatswahlen zu E b e r st a d t und Bellersheim und gegen die Liirgerrneisterwahl zu Grüningen.

Neuschnee ist im Laufe der Nacht in unserer Gegend wieder gefallen. Die Schneedecke ist allerdings nur schwach, sie gibt aber doch, da -.uglcid) auch leichter Frost eingetreten ist, den gen und Anlagen eine angenehmere Beschaf. fenbeit als das Dreckwetter der letzten Tage. Hof­fen liicb hält diese Witterung eine Zeitlang an.

* Keine D: ehmärtte in Gieß

Wegen Seuchrnausbruchs finden die Gießener Vichmärkte am Dienstag und Mittwoch nächster Woche nicht statt. (3. heutige Bekanntmachung.) Die neuen Wohlfahrtsbriefmar- (en der Neichspost zugunsten der Deutschen Nothilfe gelangen von heute ab zur Ausgabe. Aus zahlreiche Anfragen wird nochmals darauf hinge- wiejen, daß die Woblsahrtsbriefmarken ebenso _mie gewöhnliche Postwertzeichen zur Frankierung samt, licher Postsendungen nach dem In- und Auslande

stimme ließen ftimmdegabte Raturalisten auf­kommen. die dann aber nach meteorgleichem Ruhme bald wieder verschwandim, ein trauriges Kapitel in der Geschichte deutscher Sangeskunst l Lind selbst Julius Hetz stand auf dem Stand- puntte, daß eine Stimme lieber schon durch die Anforderungen des Studiums Schiffbruch leide, als später auf der Bühne: während die Guten, im Besitze einer von Grund auf gebildeten Stim­me, behauptete:Das ist bloß leeres Geschwätz, weder Wagner noch irgend dn anderer Kompo­nist verdirbt jemandem, der wirklich zu singen versteht, die Stimme. Unsere Sänger und Sänge­rinnen von heutzutage glauben aber, wenn sie dn Jahr studiert haben, seien sie fertige Künstler und könnten vor einem großen Publikum singen. Sechs Jahre Studium gehören mindestens dazu, wenn die Stimme wirklich nach allen Regeln der Kunst auLg:b:ldet sein soll."

ilnb wo bleibt nun der Konzertgesang? Es ist tatsächlich so. daß die schönsten und größten unserer Stimmen der Bühne zustreben, denn mehr alL sonst ist die Stellung für den Konzert- sänger in unserem verarmten Deutschland kaum haltbar von einigen großen Ausnahmen ab­gesehen.

Da stellen sich mancherlei Schwierigkeiten in den Weg. Auf der Bühne erlebt der Sän­ger inmitten der Szene den Gang der Hand­lung. die starke Instrumentterung zwingt ihn, von allerfeinster Lonschattierung abzufehen. und wohl oder übel gewöhitt er sich an eine Heber- gehung stimmlicher Feinheiten. Tritt er dann in den Konzertsaal, so muh seine Stimme an sich wirken, und es kostet für ihn besondere Auf­merksamkeit, allen Feinheiten gerecht zu werden. Die innere Einstellung muß viel intensiver sein, um den Stimmungsgehalt eines Liedes voll und ganz zu erschließen: und Hugertoeife ziehen fast alle großen Bühnenfänger, ehe sie sich auf das godium stellen, einen musikalischen Geschmacks- nsulanten zu Rate. Unb daß ein Zusammen­wirken von Konzert- und Dühnengesang Wohl erreichbar ist. das hatte schon Rossini erkannt. Ein geschulter Bühnenscnger. der im Besitze der kolossalsten Stimme ist, die man sich nur denken kann, soll doch in dem Zimmer eine« Kranken so zart zu fingen imstande fein, dah derselbe nicht davon erweckt wird."

Karl Hammes aus Köln besitzt von Ra­tur aus als Bariton glänzende stimmliche Mittel, sowohl was den Klang anbelangt, als auch im

Pfund) für die Turnerinnen und Dallwdtwurs für die Jugendturnerttrnen. Das Gaufrauen­wett urnen, das ursprünglich für den 16.Mai vorgesehen war, soll vornehmlich aus technischen Gründen nunmehr Ende August abgehatten werden, und zwar stehen Grünberg, Wey» l a r und Marburg zur üebernaßmc in Aus­sicht. lieber Art und Zett wird indessen der Gau- Turnausschuh bzw. der ©autumtag Ende Fe­bruar t I. entscheiden. Ein Frauenwett- turnen im Kreisverband (Mittelrhdn) wird am 6. Juni k. Is. in Wiesbaden ab­gehalten werden.

Ehrung verdienter Turner.

X Gießen, 15. Dez. Gestern weckten Gau­vertreter Artur Pfeiffer, Wetzlar, und Gau- obertumtrart Wilhelm Will. Gießen, in AlS­feld, um dem hochverdienten Gaurechner H e r » mannPost den Ehrenbrief desMittel- rheinkreises der D.L. zu überreichen und ihm gleichzeitig Grüße an sein Krankenlager von seinem treuen und dankbaren Gau Hessen zu überbringen. Hermann Post, der seit 26 Jah­ren die Kasse des Gaues führt, versah sein mühe­volles Ehrenamt mit vorbildlicher Pflichttreue. Seit mehreren Wochen ist er leider durch eine schwere Krankheit daran verhindert, feine ihm liebgewordene Tätigkeit für den Gau zur Zeit auszuüben. Heute waren der Gauvertreter und der Gauoberturnwart gemeinsam in Wetz­lar, um an den bekannten Turner Ernst Verlach die seltene Auszeichnung des Ehren- briefes des MittelrheinkreiseS aus- zuhändigen. E. Verlach ist der Erfinder einer elektrischen Ilhr, die sich zu einwandfreien Messungen von turnsportlichen Leistungen treff­lich eignet und seit Jahren bei allen größeren volkstümlichen turnerischen Veranstaltungen mit Vorliebe benutzt wird. Dem Turner Adolf Roll vom T. D. v. 1846 Gießen und früherem Gaufechtwart, jetzt in Kahenfurt, wurde mit Rücksicht auf seine Verdienste für die Deutsche Lurnsache der Ehrenbrief des Mittel- rheinkreises verliehen.

80000 Mark für Leibesübungen und Jugendpflege.

Die bndische Regierung hat dem badischen Landesausschuß für Leibesübungen un') Iugend- vflcge 80 000 Mk. zur Verteilung an die ihm angeschloffenen Verbändr überwiesen. Die Gel­der sollen nur für die Pflege der Iugendmit- glieder verwendet werden.

GLrichtssaal.

Darmstadt, 14. Dez. (WSR.) Sie hie­sige Strafkammer verurteilte als Berufungs­instanz den 33^ährigen Weinlommisfar Peter Schuch aus Wöllstein (Rheinheffen), der in der .Umgebung von Bensheim seinerzeit an einem jungen Mädchen ein schweres Sittlichkeitsver­brechen verübt hat. zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehr­verlust. Schuch verbüßt zur Zeit eine Gefängnis­strafe von einem Jahr acht Monaten, die ibm

ju bringen, ßtau Schmidt

1 in dn fiaat. da sie sich i n Hotlay vrsändr. 2ui ; et Streik und Provinzial- ich daS Ärcitant ©leben icn Polize!b:se-l gegen die im öffentli&n llnteressc bte MtbilitfeM der

rechts- unö crimangS*

114 Tagen zn beseitigen. LdnrchDrittens Men werde. TrgrndicknPv- >r Lchmidt Klage mit tarn ig. Die Klage vurbc : kostenpflichtig ab- ergangene int

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gleichen Anlaß verfolgt.

Vüchertisch

Gesänge wäre eS sicher von Vorteil, wenn sich der Sänger vom Rotenblatt freimatzen könnte. Paul Meyer- Frankfurt a. M. fiel 2 Begleiter eine sehr dankbare Aufgabe zu. In den Ginleitungen zu den Arien gestaltete er mit seinem» Stilgesühl. Den Wechsel der Stim°