Ausgabe 
15.10.1925
 
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Ws im Lmmechmeflrr fui Studenten aufs höchste »er Gietzener Stuben. :e aut, hier durch Crrichdm -tudentenwohnungen helfend dann vor allem durch die n. Wenn der Erwerb einer mn der Stadt zustande kam, kllchung dieses Planer $e- ielc und grotze Schwierig nden, und es schien, als oi oerbe, ein recht primitiv« fenquartier ;u fchaffen, das liefern Zweck hatte dienen fiilfe, vor allem durch den and für Lahngou und i insbesondere Direktor $r, den Buderuswerken In Ach Weife mtairfle. So gelom . ifen, dos nicht nur geeignet hen Notstände zu begegnen Einrichtung zu werden, um hulen Sieben beneiden, dort während des^ Semesters keine großen Ankündigungen nie vom hiesigen Studenten. weithin verbreitet. Stanbig che, x/L aus der Nahe von ners oder eine- Landarztes, m von Auslanddeuttchen. r Zeit ist da; Wohnhaus für .«melier M » nobnem nur ein ganz o«l

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fällt nn sich trägt, {an nicht Wunder nehmen. Noch fehlt gar vieles an Weißzeug für die Betten, und nach und nach erst fönen die Strohsäkfe durch Matratzen ersetzt werden. Bor allem hat sich aber eine Aenderung als dringend notwendig erwiesen. Bis jetzt sind alle Duden mit je zw<ü Studenten belegt. Dos ist nun zwar für jüngere Semester ein heilsamer Zwang, sich anzupassen, und durchweg hat dies enge Zusammenleben seither nie zu Unfrieden geführt, im Gegenteil, viele Kommilitonen, die der Zufall hier in eine Klause zusammengeführt hat, haben sich freundschaftlich aneinander angeschlossen. Aber für höhere Semester, speziell für Exomens­tandidaten, bedeutet doch dieses stöndiae Zusammen­sein in der intensiven Arbeit eine sehr starke Stö­rung, die vermieden werden mutz. So ergibt sich das dringende Bedürfnis nach Schaffung von Ein­zelzimmern, und es bleibt nur zu hoffen, daß in nicht allzu ferner Zeit puf derSchonen Aus­sicht" noch weitere Räume zur Unterbringung von Studenten verfügbar werden, um diesem Mangel abzuhelfen. W.

Der Aufmarsch

zur Stadtverordnetenwahi.

Die Dentschnntionale Volkspartei hielt am Montag imPostketler" eine sehr zahl­reich besuchte Mitgliederversammlung ab. <56 galt die Waylvorschlagslilte zur Stadt­verordnetenversammlung aufzustellen.

Die Derfammlung eröffnete Kommerzienrat Ql oll; cl begrüßte die Erschienenen und gedachte mit ehrenden Worten der großen Verdienste, die sich der nach Osfenbach a. M. versetzte L Vor­sitzende. Oberpostamtmann Kohlhase. um die Deutschnstionale Volkspartei erworben hatte. Man beschloß, Herrn Kvhlhafe den Dank der Versammlung für feine der Partei geleisteten hervorragenden Verdienste aussprechen zu lassen.

Das Andenken der verstorbenen Parteimit­glieder Richard K o m p t e r. Vorstandsmitglied, Fran Vecker , Schmiedemeister Heinrich Li n^ d en st r ul h, Kaufmann Franz G oer es ehrte die Versammlung in der üblichen Weise.

Dtudienrat Dr. Lenz berichtete über die der Ausstellung der Vorschlagsliste vorausgegangenen Verhandlungen. Darnach haben sich die Deut­sche Volkspartei und die D e u t s ch n a t i o- nale Dolkspartei auf eine gemeinsame Vorschlagsliste geeinigt. Das Abkommen wurde genehmigt und demgemäß die Vorschlags­liste ausgestellt.

In später Stunde trennte sich die sehr an- regend verlaufene Dersammlung. W.

Hausbesitzer-Berfammlnng.

Am Montagabend sand im Kath. 2erein8°- Haus eine Mitgliederversammlung des Haus- besih et Vereins statt, in der Dr. Ruckeishau­sen über das Hypothekenaufwertungs- geseh, erläutert durch praktische Beispiele, sprach. Der Referent betonte eingangs, daß er sich daraus beschränken müsse, den Willen des Ge­setzgebers mitzuteilen, und erörterte hierauf im einzelnen die Aufwertung der hypothekarisch ge­sicherten Forderungen. Er unterschied hierbei zwei Gruppen: die der Dermögensanlage, die im all­gemeinen mit 25 Proz., und die der Gefällig­keitsdarlehen, die mit 50 Proz. und mehr aufzu­werten sind. Bei der Aufwertung der Hypotheken ist im allgemeinen fein besonderer Antrag zu stellen, wenn die sog. Härtetlausel Anwendung findet, die eine Herabsetzung der Aufwertung um 10 Proz. in besonderen Fällen vorsieht. Die Rück­zahlung der aufgewerteten Hypotheken kann frühe­stens am 1. Januar 1932 verlangt werden. Auch von dieser Bestimmung sind Ausnahmen zulässig. Im weiteren erläuterte der Redner die Frage des Rangvorbehaltes und die Möglichkeit einer Auf­wertung über 100 Proz. Ferner streifte er noch kurz die Aufwertung von Sparkassenguthaben, Versicherungen, Pfandbriefen, Stadtanleihen usw. Bei letzteren wird die Aufwertung in der Reger nach dem Grundsatz von Treu und Glauben erfolgen. Aus den Ausführungen des Vortragen­den konnte man entnehmen, daß die Frage der Aufwertung eine ungeheure Belastung der Ge­richte herbeiführen wird. Schließlich beantwortete der Referent noch die aus der Versammlung ge­stellten Fragen.

Heber die Errichtung einer Kredit- Organisation des Zentralverbandes referierten Druckereibesiher A. Klein und Archi­tekt R i e o l a u s. Der Hauptzweck dieser noch im Werden begriffenen Organisation soll der sein, die für die Rückzahlung der aufgewerteten Hypo­theken erforderlichen Mittel im Jahre 1932 bereit- zustellen.

Hierauf sprach Architekt R i c o 1 a u s über die Stellungnahme zu den Stadtverord- netenwahlen. Er behandelte die Fragen: 1. Welches ist die Ursache der Rotlage, in der sich der gesamte deutsche Hausbesih befindet? 2. Welche Bedeutung hat der Hausbesih in der Kommunalpolitik? Im Zusammenhang mit der Erörterung dieser Fragen übte er Kritik an der Tätigkeit der Stadtverwaltung und der Stadt­verordnetenversammlung. An der anschließenden Aussprache beteiligten sich neben sonstigen Dis­kussionsrednern die Stadtverordneten S ch w i e - per und L. Mayer, die die Ausführungen des Referenten bezüglich der städtischen Ange­legenheiten widerlegten. Zum Schluß wurde der Vorschlag des Vorstandes, mit anderen Wirt­schaftsgruppen (Kaufmannsstand und Handwerk)

eine eigene Liste der Mittelstands- Vereinigung.für die diesjährige Stadtver- otbneicntoabl ber'auszugebrn. einstimmig ange­nommen. k.

Wassergenostenschast Oderwald.

Reue Wasserwirtschaft im Vogelsberg.

S. Eine für die Oefsentlichteit bemerkens- werte Regelung aller Interessen an einer ord­nungsmäßigen Ausnutzung unserer heimischen Gewässer hat mit der Be­gründung der W a s f e r g e n o s f e n s ch a s t Ober Wald. Sitz in Schotten, ihre segens­reiche Wirksamkeit begonnen Auf Anregung des Kulturbauamts Gießen und untei Mit­wirkung einer Anzahl Trieb Werks besitzet- an der Ridda im Kreis Schotten und unter nachhaltiger Förderung durch den hessischen Forstsisfus und das Kreisamt Schotten ist eine Genossenschaft gegründet und inzwischen vom Hessischen Mini- terium genehmigt worden, die s ü m t l i ch e Nutz­nießer an dem Wasserlauf der obe­ren Ridda umfaßt, also alle Besitzer von Was s er traf ta nlagen für Mehl- und Sagemühlen, Fabriken und Gcwerbebetrtebe. alle Wässerungs­berechtigte. die Gemeinden, die Fischereiberech­tigten und sonstigen Interessenten, sowie den Forstfiskus als Eigentümer des Waldes, von Wiesen und der Forellenteiche. Da sich ersah- rungsgemäß die Interessen von Bewässerungs­anlagen und von Triebwerken oft widersprechen, Streitigkeiten auf diesem Gebiet alltäglich sind und viel Wasser durch eine ungeregelte und ver- chwenderischc Wasserwirtschaft dem eigentlichen Zwecke verloren geht, ist es lehr zu begruben, daß mit der Begründung dieser Wafsergenossen- schäft endlich hier Ordnung ge'chafsen wird. Dies geschieht dadurch, daß unter fachmännischer Auf­sicht alles vorhandene Walser soweit wie irgend möglich ausgenv. tzt wird, daß jeder Berechtigte sein Recht findet, und dah ständig an V e r b e s s e r u n g e n, wie W i e b er« Herstellung verfallener Wehre und Schleusen, Instandsehlmg verwahrloster Be­wässerungsanlagen, Verbesserungen an Trieb­werken durch höhere Ausnutzung der Wasserkräfte gearbeitet wird: alle diese Arbeiten erfolgen auf genossenschaftlicher Grundlage, nötigenfalls mit Zwang, soweit er durch das Gesetz gegeben ist. Die den einzelnen treffenden Kosten sind im Vergleich zu den erreichten Vorteilen von feiner Bedeutung.

Wie wir Horen, ist von der Genossenschaft beabsichtigt, die seit langen Jahren trocken liegen­den Forellen teiche an der Oberwald- (trabe wieder in Betrieb zu nehmen-, es soll versucht werden, die Dämme zu verstärken und zu erhöhen, um einen größeren Teichinhalt zu erzielen und die Teich: so zu bewirtschaften, daß der untere Teil zur Fischzucht, der oben als Ausgleich und Vorrat zu Wässerungszwecken benutzt wird. Der Forstsiskus hat sich in danlens- toerter Werse bereit erklärt, an der Lösung dieser Frage in entgegenkommender Weise mitzuhelfen.

Die Wasser genossenschaft Ober- wald ist nach unserer Kenntnis die erste be­stehende dieser Art: ihre spätere Ausdehnung: auf den Unterlauf der Ridda und aus die anderen Bäche und Flüsse Hessens wäre sehr zu begrüben.

Gicftenev Wochenmarktprcise.

am 15. Oktober (Händlerpreise)

Es kostete aus dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 200 bis 220 Pfennig, Matte 35, Käse 70 bis 75. Wirsing 8 bis 12, Weiß­kraut 6 bis 8, Rotkraut 12 brs 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10, Spinat 20, Römischkohl 10, ilnterloblrabi 5 bis 7, Grünkohl 20, Rosenkohl 30, Feldsalat 100, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 100, Kürbis 8, Pilze 40, Falläpfel 5, Aepfel 8 bis 20, Birnen 20 bis 40, Zwetschen 35, Honig 35, junge Hahnen 100 bis 130, Suppenhühner 120. Gänse HO bis 130, Rüsse 45: das Stück. Eier 17, Blumenkohl 10 bis 100, Endivien 10 bis 25, Oberkohlrabi 5 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 5 bis 25.

Vornotizeu.

Tageskalender für Donnerstag. AusstellungMutter und Kind" von 11 Ubr vormittags bis 9.30 Llhr abends,Reue Aula". Astoria-Lichtfpiele:Maciste Imperator".

Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Romain Rolland, der am morgigen Freitag mit seinemSpiel von Tod und Liebe" zu Worte kommt, ist hier durch ein anderes Werk aus seinem Revolutions- zhklus, durch seine ..Wölfc", schon bekannt. Diesmal bildet aber die französische Revolution nur den Hintergrund der Handlung: tiefste Ak­zente der Liebe und Leidenschaft sind es, die im Spiel von Tod und Liebe" angeschlagen wer­den. In den Hauptrollen sind beschäftigt Frl. O ß k e und die Herren G e f f e r s und Juhnke. Die Regie führt Herr T e l e k y. Bemerkt sei noch, daß das Spiel ohne irgendwelche Pause vor sich geht.

*

* Von der Landes-^Iniverfität. Der ordentliche Professor an der Philosophischen Fakultät der Landes-Llniversität in Gießen, Geh. Hofrat Professor Dr. Karl Fromme, wurde auf fein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Rovem- ber ab in den Ruhestand versetzt.

P e r ) o n a 11 e k. Ernannt wurden der Lehrer Karl M e i d t zu Hattenrod zum Lehrer an der Volksschule zu Beltershain: der Schul amtsanwarter Adolf Schmidt aus Fauerbach v. d. H. zum Lehrer an der Volksschule zu Hoch­weisel. In den Ruhestand Ersetzt wurden der Rektor an der Volksschule zu HeuchrlheimHeinrich Daniel Schmidt, der Lehrer an der Volksschule zu 'Dernshauien. Kreis Lauterbach Wilhelm Sommer auf :hr Rachfucher-. mit Wirkung vom 1 Rovembec 1925.

* Eine öffentliche Stadtvervrd- nctenfihung findet morgen. Freitag, nach­mittags 1 Ubr beginnend im Stadthaus Berg­straße statt (Huf der Tagesordnung stehen iol- genbe wichtigere Vorlagen Bauprogramm 1925 und Verteilungsplan der verfügbaren Mittel. Aeubefesiigung der Westanlage zwischen Bahn­hofstraße und Frankfurter Straße und Reu- befeftigung der Rodheim er Straße Außerdem hat das Haus eine ganze Anzahl kleinerer Vor» lagen zu erledigen

" Die Offenlegung der Wähler- I i ft e hat nach den Vorschriften des neuen Wahl­gesetzes am 22. Oktober zu beginnen. Die Liste liegt bis zum 26. Oktober aus.

" D i e Wahl vor schlüge für tue Pro. vinzialtagswahl und die Kreistagswahl sind bis spätestens 2 4. Olt ober be; dein Provinzial, öueftor bzw. bei dem Krersdirektor des Kreises Gießen et neureichem Die VerbindungSerklärungen von Wahlvorschlägen müssen spätestens bis zum 2 8. Oktober abgegeben fein.

***5) er erste Schnee im Vogelsberg ist gestern nachmittag gefallen, Unter -Mit­arbeiter berichtet darüber aus 111 r i d) ft c i n vom 14. Oktober: Der heutige Tag war un­gewöhnlich rauh und falt. Gegen 4.30 Uhr nach­mittags begann der erste Schneefall dieses Win­ters: der Schnee siel dicht, wenn auch recht naß. Es scheint damit ein ziemlich strenger Winter sich anzukündigen.

In der Ausstellung ,,M utter und Kind" findet morgen, Freitag, abend ein weiterer Vortrag statt. Für die Mitglieder sämt­licher Gießener Frauenvereine ist morgen nach­mittag eine Führung durch die Ausstellung an­gesagt. Räheres in der heutigen Anzeige.

*' Aufgehobene Kreis st raßen- sperre. Das Kreisamt gibt bekannt, dah die Sperrung der Kreisstraße Steinbach-Lich aufgehoben ist.

* Gegen d i e Derichleppung der Maul- und Klauenseuche. Das Kreisamt Gießen hat zur Sicherung gegen die Verschleppung der Maul- und Klauenseuche durch Viehhändler auf den Märkten angeordnet, dah vom Gießener Viehmarkt unb sämtlichen übrigen Viehmärkten des Kreises auch Personen aus Sperrgebieten ausgeschlossen sind. Zuwiderhandlungen werden nach den Bestimmungen des Reichsviehseuchen- gesehes bestraft.

** Ermäßigung der Berzugszu- zu schlüge für S t e u c r r ü cf ft ä n b e. Durch eine Verordnung vom 10. Oktober, die am heu­tigen 15. Oktober in Kraft tritt, werden die Verzugszuschläge bei Steuerrückständen, die bis­her V? Prvz. für jeden, auf den Zeitpunkt der Fälligkeit folgenden angefangenen halben Molrat betrugen, auf 5/j Proz. herabgesetzt. Als ileber- gangsbestimmung gilt das auch für die Verzugs­zuschläge, soweit der betreffende halbe Monat bereits vor dem 13. Oktober begonnen hat. Dar­über hinaus hat der Reichsfinanzminister in einem Schreiben an die Finanzämter zum Aus­druck gebracht, er habe keine Bedenken dagegen, daß die Finanzämter aus Dilligkeitsgründen auch für die Vergangenheit, soweit die Verzugs­zuschläge nicht bereits gezahlt worden sind, die neuen Sähe in Anwendung bringen, soweit nicht schlechter Wille des Steuerpflichtigen vorliegt.

Schun der Telegraphenleitun- gen. Die Besitzer von Bäumen zu Seiten solcher Kreis-, Kommunal- und Ortsstraßen, an denen Telegraphenstangen entlang laufen, werden im neuesten Amtsverkündigungsblatt vom Kreisamt ausgesordert, gelegentlich der im Herbst dieses unb im Frühjahr des kommenden Jahres stattfinden- den Ausästungen die betreffenden Bäume soweit zurückzufchne^den. daß Berührungen der Tele- graphenleitungcn mit den Baumzweigen (auch bei raschem Wachsen der Bäume) für den nächsten Sommer ausgeschlossen sind.

Deutsche Volkspartei. In einer gutbesuchten Frauenversammlung der D. Vp. sprach am Montagnachmittag imHindenburg" Geschäftsführer Weiher über die Politik Stresemanns. Rach der Annahme des Versailler Vertrages habe es sich für Deutschland um die Lösung zweier Aufgaben gehandelt. Einmal galt es, die Reichseinheit, die besonders im Herbste 1923 aufs schwerste bedroht war, zu erhalten. Diese Aufgabe habe der Reichskanzler Strese- mann unter den schwierigstxn Verhältnisse und schärfsten Angriffeir gelöst. Die Lösung dieser Aufgabe sei noch im Fluß unb werde auch mit Locarno nicht abgeschlossen fein. Der Reichs- auhenminister Stresemann werde sie. die ohne Zweifel die schwierigere sei, nur vollbringen können, wenn ihn das gesamte Volk unb die Presse weitestgehend unterstütze. Die Ausführun­gen wurden dankbar aufgenommen.

Der Gesangverein Heiterkeit hielt am Samstagabend leine diesjährige Abend- unterhaltung in der Turnhalle ab. Der Der- , g,rügungsauschuß halte ein recht flotteS Pro­

gramm juiammengcntilt. in Dein Gelangsvor- träge, gut gewählte Konzertstücke und Einzel- vorträgc miteinander wechselten. Eine Operette, die von Kapellmeister Deller dirigiert wurde, ging flott über Die Bretter und fand lebhaften Beifall. Das übliche Tanzvergnügen hielt die Beiucher noch einige Stunden in heiterster Stimmung zusammen.

" Der Bereinigte Männerchor Harmonie-Gemütlichkeit" beging am Samstag abend un Kath. Vereinshaus unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder fern 79. Stiftungefcft Ein reichhaltiges, gutgewähltes Programm, bestehend aus Gelangsvorträgen so­wie einem eigen» zu diesem Feste verfaßten Pro­log fanden reichen Beifall. Mit einem Ball »and die Feier ihren befriedigenden Abschluß

' D. H. ($. Eine überaus schöne Wanderung durch einen Teil des Westerwaldes veranstaltete am Sonntag der B. H. C. Dießen. Rachbem da» interessante Städtchen Herborn, bis wohin per Frühzug die 70 Teilnehmer gebracht hatte, passiert war, fehle gleich der Ausstiea ein, der in mäßiger Steigung, ziemliche Windungen machend, zu einem Ruhetempel,Scvöne Aus­sicht' genannt, führte. Dieser Platz fährt seinen Ramen mit Recht, denn reizvoll liegt das freund­liche Städtchen und seine Umgebung zu den Füßen des Beschauers, während in einiger Ent­fernung u. a. die Ruine Greifenstein herüber­grüßt. Die weitere, übrigens sehr gut mar­kierte Wanderstrecke gestaltete sich immer mehr zu einer genußreichen Wanderfahrt Von einem Hochplateau, ter sogenannten Platte, mit aus­gesprochenem Heidecharakter genoß man präch­tige Ausblicke auf die Berge des Hohen Wester­walds, aus Schluchten unb Täler, auf im schönsten Herbst schmuck prangende Wälder unb friedliche Dörfchen, namentlich auf das malerisch gelegene Uckersdorf. Durch Wald und Feld gelangte man in etwa dreistündigem Marsche nach dem herrlich auf steiler Waldeshöhe gelegenen Forsthaus Reu­haus, wo eine ausgiebige Rast, die bei schönstem Sonnenschein im Freien erfolgte, am Platze war. Der Weitermarsch führte durch das liebliche Donsbachtal und hierauf über einen Höhenrücken mit wiederum entzückenden Ausblicken nach Dillen­burg, wo Rast im Schloßlw'el. mit schönem Rund­blick auf die Stadt und ihre Umgebung, ge­halten wurde. Hier hatte sich der Westerwald­verein Herborn zum Empfang der Gießener Gäste eingefunden und unter dem Gelange froher Marschlieder wanderte man von hier gemeinsam auf guter, allerdings von Autos stark belebter Landstraße dem Endziel Herborn zu, wo sich nn Ralsauer Hof" eine fröhliche Tagung anschloß. In längeren, gehaltvollen Ansprachen begrüßte her Vorsitzende des Herborner Vereins, Rektor Schumann, in herzlicher Weise die Gäste, in deren Ramen der Schriftführer des V. H. C. Gießen dankte. Bei frohem Sang, Scherz unb Tanz verflossen nur zu rasch die Stunden bis zur Heimfahrt, die um 9.30 ilftt erfolgte.

^DasEaftzHettler. ein in der (Siebener Bürgerschaft bekanntes unb beliebtes Lokal, ist nach einem vollständigen Umbau wieder neu er­öffnet worden. Die erweiterter! Räumlichkeit«r sind geschmackvoll eingerichtet unb machen be­sonders durch die Behandlung der Wände, ihre Farbigkeit und Flächenaufteilung einen guten Eindruck. Ein intimer Raum gibt kleinen Gesell­schaften Gelegenheit, abseits von dem übrigen Geschäftsbetrieb, zusammenzukommen.

Kaufmanns-Tagungen. Der Deut­sche Verband kaufmännischer Vereine (Sih Frank­furt a. M.) hält am 17. und 18. Oktober in Wiesbaden seine Iahrestagung ab, auf der auch der hiesige Kaufmännische Verein vertreten fein wird. Auf der Tagung soll über die Fragen der Lehrlingsprüfungen, der Stellenlosigkeit und der allgemeinen deutschen Wirtschaftsnot ver­handelt werden. Am Sonntag, 13. Oktober, veranstaltet der Kreis- Mittelhessen des Deutsch- nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes in Friedberg eine öffentliche Kundgebung, bei der der Kreisgefchäftsführer Schultz- (Sieben überDringende sozialpolitische Forderungen" und Gauvorsteher Auerbach - Frankfurt über Die wirtschaftspolitischen Ziele und Dufgabeic der Kausmannogehilfen" sprechen werden. An diese Kundgebung schließt sich ein ordentlicher Kreistag des Kreises Mrttelhessen an.

ch. Der Verband der evangeli­schen weiblichen Jugend in Hessen halt einen Lehrgang für Leiter und Leiterinnen der Iungmädchenvereine vom 26. bis 30. Oktober in Butzbach ab.

** Auftrieb auf dem heutiger, Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ein« Kuh. 663 Kälber, 933 Schafe, 700 Schweine.

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statt nerv 6,

Leiter geworden. 61 hletze 6alte uoch Alben trage«, wollte man feine herrliche« Sache« mit noch herrlichere,» Worten preife«. 0. Man«, stird. Phil. trab IM) ««der«. Sie liefen« auf Wunfch 3 läge zur Lnsich«. daher (einerlei Rifit»!

Aller guten Dinge find drei!

«Soeben erschien die lang begehrte Reihe III » on Rud.HerzogsGesammelteWerke OnDelti Reihe I. Einleitung. - Der toraf von »leicheu. Die vom Kiederrhei». Da« LcbenSlied. Die WiStoUcn?. Der Kbentenrcr.4 albt ein SlüS. Der «lten ^hn- lucht Lied. Scibe IL yanlcateu. Die Burgunder. Da« grotze Heimweh. Die Stötten- tamp-3 und Ihre Frauen. Die Welt in @olb. Iungsraaeu. Gedichte. --Steife III. 2) e Buden der Frau Opterderg. Kätner oben. TJtelanb der Schmied. Das 0 ei beite Zeit­alter. Ter Mbjutant. - SennanienS Hütter. - Nibelungen. Preutzens Geschichte. - Dramen. DieTondottieri.- Aus»ifienitoog.-Ter letzte»aifer. HerrgoUsmufikante-i. Sttomübergang. Nir liefern aus Bunid) jede Reihe einzeln oder auch alle S Reihen zusaminen auf einmal u. Sie zahlen für jede Reihe (6 Bde.) vornehm :n Tanztet», gebunden

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Sein 9iame bedeutet ein Proarauiin ei« Programm, auf dein aI8 Erste» «16 HauptlüchlichsteS eine trahiakühnc LebenSbejahung steht, ein DaS.t?eben.Zwingen, DaS-Leben-Meistern, mit stris griffbereiten Fäusten, imm-r ungebrodteneni Mut und einer nie versagenden Eiege-gewltzhelt.' «etL Neueste Rachr. .$» Ist der beste jioman, den der hochbegabte Ru- Dolf Herzog bisher geschrieben hat, unb wie ole beiden vorher ge­nannten Romane erfreut er uni

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Wie kaum eht anderer Erzähler unferct Tage hat Rudolf Herzog mit leinen Werken den Weg in» deutsche Bürgerhaus gesunden.

Sn rund drei MUÜonen von Baude« find die EinzetouSgabcn feiner von

(tigen Gedanken und kühner Echdpsersreude getragenen, nach starken, hoch- gepesten Zielen weisenden Ro­mane verbreitet, und «ach vielen Millionen zahle« die Leser au5 allen Preisen eeB deutschen Volke».

denen Rudolf Herzog olB ein Dichter deö LebenSglandens »nd der Zuverficht mit seinen Schöpfungen Freude, Aufschwung und Schaffensmut gegeben hat und immer wieder gibt.

Denn der Verlag eB unter- nahm, seine Werke in einheit- lichem Gewände bet küalich weiter wachsenden Semelnde seiner Leser und Verehrer zn bringen, so »utzie er, datz er damit nur Wünsche erfüllt, die unge-ahlle Male laut geworden find. Be- sondere Sorgfalt wurde trotz aller grotzen, in unseren Zeitderhött- ntfien kiegenden Schwierigkeiten der Ausstattung »ugeeenbet

Urteile: .Alle gesund empstudendeu Leser aber werden f.ch herzlich freuen, taß auch für fie wieder einmal ein echter Dichter lang, und befandet» freudig wird mau die hiftvri'chen Gedichte begrüben, die ein echt deutscher Mann und ein jur alle» Große begeisterter Dichtet schrieb; »afl Herzog In ihnen gab, ist BolkSdichtung im dornehmsten Sinne de» BotteS.* Leipziger Xtuefie Siachrichten. .Rudolf Herzog.

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