Ausgabe 
14.11.1925
 
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bination verfrüht. Der PrivatdiSko ntmarkt hat trotz aller 'Bemühungen noch immer bei weitem nicht die Bedeutung, die er in der Vorkriegszeit hatte.

Die große Nachfrage nach Privatdiskonten ist darauf zurückzuführen, das) die öffentlichen Geld­geber gezwmigen sind, einen Teil ihrer flüssigen

Mittel in Privatdiskonten anzulegen. Aus der anderen Seite haben aber die Danken kein großes Interesse daran, ihre Akzeptschuld zu vergrö­ßern, und die Folge ist, daß auch bei den, fetzigen niedrigen Satze die Llmsätze sehr minimal sind.

* Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 11. November berechnete Großhandels- Indexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegen­über dem Stande vom 4. November (120,7 um 0,7 vom Hundert auf 119,9 zurückgegangen. Don den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse von 113,8 auf 112,8 oder um 0,9 vom Hundert, die Jndustriestoffe von 133,7 auf 133,1 oder um 0,4 vom Hundert nachgegeben.

* Die Einigungsverhandlungen in der chemischen Industrie abgebrochen. Im Rahmen des vom Reichsarbeitsminister angeord­neten Zwangsschlichtungsverfahrens im Lohnstreit in der chemischen Industrie der Provinz Hessen- Nassau und dem Freistaat Hessen fanden in Berlin vor dem Sonderschlichter Ober- regierungsrat Albrecht vom Reichsarbeits­ministerium zwischen den Parteien nochmals Eini­gungsverhandlungen statt, die ohne Ergebnis ab­gebrochen wurden. Der Schlichter berief sogleich eine Schlichtun^skammer, die ihre Beratungen sofort auf» nehmen wird.

Kredithilfe der Rsichsregie- rung für den Exporthandel. Aach der Frkf. Zig." ist zum Zwecke der Förderung des deutschen Außenhandels und zur Erhöhung der Möglichkeit für die Inanspruchnahme von Bankkrediten im In- und Ausland zu Export- zwecken ein Plan der Verwirklichung ziemlich nahegebracht, nach dem die Reichsregierung bei Exportgeschäften die Hälfte des Kreditrisikos ge­gen eine entsprechende Prämienzahlung Über­nimmt. Die andere Hälfte ist durch den Ex­porteur selbst und durch die privaten Ver­sicherungen zu tragen.

* Die Auslandanleihe des Deut­schen K a l i I y n d i k a t s. Der Aufsichtsrat des Deutschen Kalisyndikats ermächtigte einstimmig den Dorsland zur Ausnahme einer zum Handel im Aus­land bestimmten Anleihe von 40 Millionen Dol­lars und 2 Millionen Pfund Sterling als erste Serie eines zulässigen Betrages von 75 Millionen Dollars. Die Anleihe soll mit 7 Prozent verzinslich und innerhalb 25 Jahren durch jährlichen Rück­kauf zum Börsenpreis oder Auslosung zu 102,5 Prozent tilgbar sein, vorbehaltlich gewisser früherer Kündigungsberechtigungen. Sie soll durch Bürg­schaft der Kaliwerke in Höhe ihres Anteils an der Anleihe durch Sicherungshypothek und durch nw- natiiche Reservierung der Erfordernisse des Zinsen- unb Tilgungsdienstes aus dem Kaliabsatz nach Amerika und Großbritannien, evtl, auch noch an­deren Auslandgebieten, gesichert werden. Der Aus- gabekurs unterliegt noch der Vereinbarung bis zum Tage des öffentlichen Angebots der Schuldverschrei­bungen an den ausländischen Börsen.

* Die Amerikaanleihe der Rheinisch- Westfälischen Elektrizitäts-Werke überzeichnet. Wie derBörsenkurier aus Neu- york meldet, wurden die Bonds im Betrage von 10 Mill. Dollar des Rheinisch-Westfälischen Elektri- zitäts-Werks stark überzeichnet. Aus allen Teilen der ^Bereinigten Staaten gingen Zeichnungen ein.

Chemische Werke, Dorrn. H. & E.

Albert 'in Amöneburg bei Biebrich

a. R h. In der AR. Sitzung berichtete der Vor­stand. daß das Ergebnis un ersten Halbjahr 1925 befriedigend genannt werden kann. In der letzten Zeit sei allerdings infolge der allgemeinen Wirtschaftslage und der verringerten Kaufkraft der Landwirtschaft ein gewisser Rückschlag ein- getreten, der das Iahresergebnis beeinflussen könne. Immerhin hoffe die Verwaltung, daß mit einer bescheidenen Dividende gerechnet wer­den dürfe. Für das Geschäftsjahr 1924 gelangte eine Dividende von 6 Prozent zur Verteilung.

u Weitere Betriebseinschrönkun- gen im Ruhrbergbau. Von der Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke wird derDeutschen Bergwerkszeitung" mitgeteilt, daß sie sich infolge Absatzmangels genötigt sieht, die Förderung auf ihren Zechen Arenberg, Zentrum, Fröhliche Mor­gensonne und Brasseri bis zum 15. November um 15 000 Tonnen arbeitstäglich einzuschränken. Eine diesem Forderausfall entsprechende Anzahl von An- gestellten und Bergarbeitern muh bis zu diesem Zeitpunkt entlassen werden. Die Entlassungen sol­len nach sozialen Gesichtspunkten vorgenommen werden. Don den Einschränkungmaßnahmen werden etwa 10001200 Arbeiter betroffen.

' Schuhfabrik Herz A.-G., Frankfurt am Main. 3n der Hauptversammlung wurde der dioidendenlose Abschluß per 30. Juli 1925 einstimmig genehmigt und beschlossen, nach Abzug von 6 Proz. Dividende yus die Vorzugsaktien den Reingewinn von 7620 Nm. vorzutragen. 3n der Hauptversamm­lung regte ein Aktionär die Herabsetzung des Stimmrechts für die Vorzugsaktien an. Ein Be­schluß wurde jedoch nicht gefaßt.

* Einkaufspläne der Sowjethan­delsflotte. Die Einkaufskommisston der Sowjet­handelsflotte wird in der nächsten Zeit nach dem

Ausland abreifen, um für die Schwarze-Meer-Flotte ungefähr 56 Fracht- und Pafsaaierlchiffe mittlerer Tonnage einzukaufen. Das Geschäft soll auf der Basis einer zehnjährigen Kreditierung abgeschlossen und die Aufträge sollen innerhalb eines Jayres er­ledigt werden.

Börsenkurse

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5°/> Deutsche Reichsanlcthe 4% Deutsche RcichSan leihe 3'/«% Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche NetchSmleihe Deutsche eparptämicnanlcibe 4% Preußische ökonsolS . . - 4®o Hessen 31 /s/o Hessen..........

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Berliner Handelsgesellschaft .Commerz- und Privat-Bonk

Tannft. und NaiionaUrank Deutlche Bank Deutsche vereinöbank .... DiSconw Lonunandtt MctaUbant. .....

Mitteldeutsche Kreditbank. Lcftcireichische Creditaustall Wcstbank ......

Bochumer Guß . ..... BuderaS ........

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Deutsch-Luxemburg - tSelsenlirchencr Bergwerke. Sarpencr Bergbau Kaliwerke Aswcrülebeu.... Kaliwerk Weüeregelu Lauradütte ...... .

Ober bedarf . ........ Phönix Bergbau ..... Rheinnahl ...... 'Hubert Montan ..... TelluS Bergbau.....

Ham bürg'Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramischc Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philivv Hotzmunn .....

Analo-Cont -Guano . . . . .

Badische Anilin ...... Chemische Mayer Alavdi . . Goldicüinidt ....

GrieS^eimer Electron . . . . Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung . ....... PütgerSwirke ....... Scheweanstalt . .

«llg. ElektrutiatS-Geselllchaft Bergmann .....

Mamkro'twerke «churten ....... Siemens k HalSke flblcriverfe Kiener ..... Daimler Motoren. .... Hcyligenllaedt .....

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Piotvrcnwerke Mann beim frankfurter arniorurtn . . Ko.ileroenfabrik Braun MetaUgesell chaft Frankfurt Pct. Union A.-G. . . .

Schub adrik Herz Sichel .....

Zellstoff Waldbof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wag kaufet . . .

Frank, urr y.M.

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Berlin, 18 Novdr

Geld

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Amerikanische Role» ..... Belgische Noten .......

Dänische Noten ...... Englische Noten........ Französische Noten......

Holländische Noten ...... italienische Noten ...... NorweMche Noten......

Deutsch-Oesterr., 4100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schwerer Noten..... ,

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . .. ,

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112,43 81.02 69 87 12.437

5.88

Berliner Börse

(Eigener Drahtbertchi des .G:ctzenLr Anzeigers".)

Berlin, 13. Rov. Die Kennzeichnung des Effektengeschäftes bleibt nach wie vor eine @e- schäftsstille. die bald nicht mehr über­troffen werden kann. Die Umfatztätigkeit be­schränkte sich selbst in den Termin-Wertey und den bisher bevorzugten Spezialwerten auf die kleinsten Beträge. Es ist erklärlich, daß durch diese Depression das Kursniveau weiter leiden mußte. Bei den führenden Werten, wie Montan- und Chemteaktien betrugen anfänglich die Kursverluste 2 bis 3 Proz. Für Montanwerke verstimmten vor allem die Berichte aus dem Ruhrbergbau, wonach sich die Qage dort wieder wesentlich verschlechtert hat, da der Auf­tragseingang stark abgeflaut ist. An den Effek­tenmärkten herrschte daher heute eine aus­gesprochen matte Tendenz. Günstige Rach-

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus den Silben: a a an Briet cha chi dach der di e e ei en fen gel ger gra i ka ke ko la lud nan ne net nie or or pel pel phie ras re rt ris rund sche se fen fen sen si sto stuhl the tho ti ton u wie wig sind 23 Worüe zu bilden, deren Anfangs- und dritte Buch­staben, letztere von unten nach oben gelesen, ein Zitat ergeben.

Die Worte bedeuten: 1. Frauennamen, 2. Daum, 3. Schwertlilie, 4. Gewürz, 5. Metall, 6. Stadt' in Italien, 7. Märchendichter, 8. grie­chisches Gewand, 9. Raubtier, 10. Grasfläche, 11. Erdteil, 12. Handwerkszeug, 13. Körperteil, 14. Musikinstrument, 15. französischer Komponist, 16. Priestergewand, 17. Rechtschreibung, 18. Teil des Hauses, 19. Kanton, 20. Polarforscher, 21. Edelstein, 22. türkischer Titel, 23. Männername (ch 1 Buchstabe).

Bruchstückrätsel.

Bon jedem der nachstehenden Worte streiche man die erste Silbe und füge an den Rest eines der nachstehenden Bruchstücke. Bon den somit neugebilde en Worten nennen die Endbuchstaben ein Goethezitat.

Meltau Talkum Seine Besen Kienspan Fagott Blattgrün Schicksal Tutti Wenge Anna Radel Reiher Tante Uri Lüge Efau. Gregor Teller Käse Igel.

Bruchstücke: be bei bei che bau gi Hatz ki lert lieb mer mes rew ruch |am sicht specht ta ta- tus» xas.

Rätsel.

Ein Jüngling schlief am Dach: Die Liebste kam geschritten Tlnd rief den Liebsten wach Mit hold verblümten 'Bitten; Sie nannte einen Strauch, Da war es flugs geschehen; Sie konnte ihm ins Äug' Und er ins ihre sehen.

Bcsnchskartenrätscl.

HanS Emil Kräudelin

Was ist der Herr?

Auslösungen.

Entzisferungsaufgabe.

Ludendvrff, Memelland, Berlin, Schwerin, Grenze, Herriot.

Wo deutsche Berge hoch ins Blau llnb deutsche Dome ragen, Mit einem Wort: am schönsten ist'S, Wo deutsche Herzen schlagen I

(Ioh. Repomuk Dogl.)

ilmtoanblungßaufgabe.

Mai-Land. Acht-Eck, 2kot-Sttst. Tee-Brett. Inn-Tal, Rot-Tür, Schoß-Kind. Torf-Stich» Aar- Gau, Gold-Stück. Wartinstag.

Scharade.

Wallenstein.

SerftedrätfeL

Leo, Oer, Ehic, As, Rum, Aut, Ohm. --- Locarno.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Anekdoten.

Ein obskurer Schriftsteller beklagte sich gegen Samuel Johnson darüber, daß er von den Rezen­senten hämiicy be andett werde.Beruhigen Sie sich, Herr" sagte der große englische Lexikograph, kein Schriftsteller kommt durch die Schriften eines anderen um seinen guten Ruf, immer nur durch seine eigenen.

Als der in der Geschichte der Mathematik mit Ruhm genannte Lazarus Bendavid, Ver­fasser des Versuchs über das Vergnügen, der Beitrage zur Kritik des Geschmackes u. a. m. unter dem nicht nur als Mathematiker, sondern auch als boshaftem Epigrammdichte r-^erühmten Abraham Golthelf Kastner (gestorben 1800) in Göttingen studierte, bat er einst diesen seinen Lehrer um ein Zeugnis. Kästner schrieb chm sogleich folgendes:Ich bezeuge hiermit, daß Herr Bendavid, Kandidat der Mathematik, auf jede mathematische Lehrstelle Anspruch machen darf, nur auf meine nicht."

Der berühmte Doktor Ourguet war am Hose eines französischen Königs Hof- und Leibarzt. Seine reiche Erfahrung wurde nur noch durch seine Grobheit übertroffen. Als er eines Tage- wieder einen der zimperlichen und wehleidigen Sdelknappen beim Krankenbesuch rauh anfuhr, wurde es diesem zu bunt, und er rief ärgerlich: Herr Doktor, ist Er Höfling." arzl oder Roßarzt?" Hängt ganz vom Patienten ab! erwiderte lakonisch der alte Brummbär.

Moses Mendelssohn wurde von seinen Freunden bedauert, daß er der Buchhalter eine- Reichen sein müsse, der ihm nicht das Wasser bieten könne.So ist's gerade recht", wehrte Mendelssohn das Bedauern ab.Sollte ich der Herr und er der Schreiber fein ? Wahrlich, ich könnte ihn nicht brauchen.

ch

Den berühmten Erforscher der Stadt Rom. Gregorovius, fragte eine Dame, wieviel Zeit man gebrauche, um Rom gründlich kennen zu lernen.Das kann ich Ihnen leider nicht sagen, meine Gnädige," antwortete der Gelehrte,ich lebe erst feit fünfzehn Iahren in dieser Stabt4*

Als Boileau erfuhr, er fei zum Historio­graphen des Königs mit einem ansehnlichen Ge­halt ernannt worden, sagte er lächelnd:Man hat mit mit Stockschlägen gedroht, solange ich Satiren schrieb, die ich doch so ziemlich zu schrei­ben verstehe: jetzt gibt man mit eine Pension, um Geschichten zu schreiben, die ich nicht zu schreiben verstehe."

Der Sohn des großen Buffon war ein junger Mensch ohne alle Erziehung und Sitten. Der Satiriker Rivarol sagt von ihm:Der ist daS armseligste Kapitel aus bet Raturgeschichte seine- DarerS?'

(Die Große Welt".)

richten, wie der baldige Abschluß des deutsch­spanischen Handelsvertrages usw. blieben völlig einflußlos. Der Geldmarkt war weiter leicht. Tägliches Geld ZV2 bis 91 /« Proz. Monatsgeld 10 bis 11 Proz. 3m Devisenverkehr war PariS auf größere Interventionen hin heute gegen London auf 118,75 bis 119 gebessert nach 121,40 am Vortage. Die Reichsmark notierte in London 20,36, Amsterdam 59,15*/,-

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 13. Noo. Tendenz: Schwach. Während an den Vortagen unter dem Einfluß eini­ger günstiger wiriswafllicher Momente die freund- liche Veranlagung der Börse sich immer wieder durchzufetzen wußte, sah sich die Börse bei der heu­tigen Prämtcnerklärung einem scharfen Angebot gegenüber, das auf den Aktienmärkten einen ft arten Kursdruck ausübte. Auch die Speku­lation nahm Abgaben vor. Zur Begründung für die schwächere Haltung wurde auf den Fall Lewinski, Retzlafs & Co. in Berlin verwiesen, der zu einer starken Zurückhaltung Anlaß gab, um so mehr, als noch andere Berliner Bankfirmen ebenfalls nicht mehr ausgabefähig fein sollen. Die Meldungen, daß die Medioabwicklungen in Berlin nicht ohne Schwie­rigkeiten vor sich gehen sollen, vergrößerten die Verstimmung des einen lustlosen Charakter tragenden Geschäftes. Der Verkehr an den Aktien­märkten stagnierte teilweise. Nur in ausländi­schen Renten, so namentlich in ungarischen Werten, blieb Interesse bestehen. Die Nach­frage nach mexikanischen Werten hat wesentlich nachgelassen. Am Montan- und Chemiemarkt stellten sich Kursrückgänge von 2 bis 6 Prozent ein. Die in den letzten Tagen ge­steigerten K a l i a k t i e n hatten Verluste bis sechs Prozent aufzuweisen. Elektrowerte bröckelten weiter ab. Bankaktien fetzen niedriger ein. Von Autoaktien schwächten sich Daimler erneut um 0,75 Prozent ab. Bankaktien waren ge­halten, dagegen bröckelten Zuckeraktien ab.

Deutsche Renten lagen vernachlässigt. Reichsanleihe waren angeboten (0,202). Schutzgebiet 4,5. Der Freioerkehr lag überwiegend schwächer. Api 0,375, Benz 26,5, Drown Booeri 54, Entreprise 11, Growag 62, Ufa 46,5. Der weitere Verlauf war schwankend, doch wurde die Tendenz noch schwächer, und die Umsätze flauten weiter ab. Der Geld­markt war leicht angespannt mit Rücksicht auf die Medioregulierungen. Tagesgeld 8 Prozent, Monats­geld 9,5 bis 11,5 Prozent. Jrn Deoisenver- kehr zeigten sicb Schwankungen. Lire und Franken waren fühlbar befestigt. Erstere stellten sich gegen London auf 120, Paris auf 119,25. Die übrigen Valuten waren unverändert.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 13. Aov. Der Probuktenmarkt war weiter befestigt infolge nennenswerter Preis­steigerungen Amerikas. Auch der Exportbriwrf hält an. Es notierten für je 1030 Kilo: Weizen, märt 223 bis 226. do. Dez. 239 bis 241. do. Marz 241,50 bis 243,50, do. Mai 243,50 bis 245,50. Roggen, märt 136 bis 139, do. Dez. 114,50 bis 156,50. do. März 168 bis 170, do. Mai 174 bis 175, Gerste, märf. 184 bis 208, Futtergerste 148 bis 160, Hafer, märf. 162 bis 171, do. Dez. 176. do. März 181; für je 100 Kilo: Weizenmehl 27 biS 31,25, Roggen mehl 20 bis 22,25, Weizeakleis 11,20 bis 11,30, Roggenkleie 9 bis 9,20, Viktoria- erbfen 23 bis 31,50, kleine Soeiseerbs-en 22 bis 24, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 16 bis 18, Ackerbohnen 19 bis 22, Wicken 20 bis 25, Lu­pinen, blau 11,50 bis 12,50, Rapskuchen 14 bis 14,20, Leinkuchen 21,20 bis 21,50, Trocken schnitzel 7,60 bis 7,70, Torfmelasse 9,20 bis 9,50, Kartoffel­flocken 12.70 bis 12.90. Zucker 19,30 bis 19,50.

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