Ausgabe 
14.10.1925
 
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Froitzheim von dem Ungarn Kehrling eine Niederlage 6:4, 3:6, 2:6 hinnehmen.

Das Radball-Länderspiel Deutsch­land-Schweiz. das in Zürich ausgetragen wurde, gewann die deutsche Mannschaft im Zweier-Radball 9:2. im Dreier-Radball 3:2.

Der Leipziger P ü r st e n gewann den S ü d - deutschen 2b-Kilometer-Lauf in Mün­chen in 1:28,11. das ist nur 3 Sekunden unter Rekordzeit.

Die ADAC. Harzfahrt war vom Wet­ter wenig begünstigt. Bei einer Sonderprüfung über 7 Kilometer erzielte der Berliner Guil­leaume auf Steyr mit 5:37 die beste Zeit.

Internes Turnier des Reit-- und Fahrklubs Gießen.

Das vom Reit- und Fahrklub Gießen und Umgebung am Sonntag nachmittag auf dem tradi- tionellen Platz an der Hardt veranstaltete Tur- nier, nahm, begünstigt von gutem Wetter, einen glatten und spannungsvollen Verlauf. Trotz verhältnismäßig schwacher Besetzung herrschte scharfe Äonfurreiu, so daß die erzielten Leistun­gen sportlich auf recht beachtenswerter Stufe standen,' besonders anzuerkennen ist die Teilnahme einer größeren Zahl von dem Llniversitätsreit- lehrer L. Schömbs ausgebildeter Schüler und Schülerinnen, des Rachwuchses im Reitsport, dem besonders die Sorge des Klubs gilt. Gröhes Interesse brachte das Publikum vor allem den Eignungsprüfungen der korrekt gezeigten, ein prächtiges Bild bietenden Ein- und Zweispänner, sowie den von jung und alt bestrittenen und besonders vom Alter forsch gerittenen Jagd­springen entgegen. Rachstehend die Ergebnisse:

Reitprüfung Kl. A: Abt. A für Damen: 1. Frl. A. Schlüter auf Fr. Schlüters br. W. Gouverneur, 2. Frl. Pfeiffer auf Univ.-Reit- instituts F.-W. Fritz, 3. Frl. Jäger auf Univ.» Reitinstituts F.-St. Crimhilde. Abt. B für Herren: 1. Wilhelm Klingspor auf br. W. Pascha, 2. Willy Löber jr. auf E. Bielers bl. Sch. Satan, 3. Friede auf Univ.-Deitinstituts br. 6t. Lotte, 4. Fr. Esau auf seinem br. W. Castor.

Vielseitigkeitsprüfung. 1. Wilhelm Löber sen. mit Wotan. 2. Fr. Esau mit Castor, 3. Schömbs mit Crimhilde.

Reitprü f un g Kl. L. Abt. A für Damen: 1. Frau Gregori auf Univ.-Reitinstituts F.-W. Fritz, 2. Frau Dr. Pauli auf Univ.-Reitinstituts br. St. Lotte. 3. Frl. Rinn auf Univ.-Reitinstituts F.-St. Crimhilde. Abt. B für Herren: 1. M. Gregori auf Univ.-Reitinstituts F.°W. Fritz, 2. R. Zülch auf F.-H. Hans, 3. Dr. Klingspor auf br. W. Pascha, 4. W. Löber sen. auf seinem br. W. Wotan.

Jagdspringen Kl. A. 1. Wilh. Klin g- spor auf Pascha, 2. Friede auf Lotte.

Jagdspringen Kl. L. 1. Hch. Gott- mann aus seiner br. St. Marianne, 2 R. Zülch auf Hans, 3a Fcldwedel Gengnagel auf 4. MGK. I.-R. 15 Restor, 3b L. Schömbs auf Fritz, 4. Dr. Klingspor aus Pascha, 5. Frau Riemann auf Gebr. Schwan, A.--G. F.-St. Wally.

Eignungsprüfung für Eins Pan­ner. 1. Preise: Frau K. Riemann mit F.-St. Wally, Fritz Schlüter mit br. W. Gouverneur, 2. Preis: Fritz Schlüter mit Sch.-W. Prinz II, 3. Preis: L. Schömbs mit F.-St. Crinchilde.

Jagdspringen Kl. M. 1. Preis: Wilh. Löber sen. auf Wotan, 2. Preis: Oberleutnant Hofmann auf br. St. Rokoko, 3. Preis: Hch. Gott­mann auf Marianne. 4. Preis: Hauptmann Fau­lenbach auf br. W. Bob.

Eignungsprüfung für Zweispän­ner. 1. Preis: Gebr. Schwan A-G.. Giehen WallyWotan, 2. Preis: Fritz Schlüter, Giehen GouverneurPrinz II., 3. Preis: Univ.-Dersuchs- gut, Giehen HannaWotan, 4. Preis: Paul Hoff­mann, Hof-Güll MuckeAlex, 5. Preis: Frl. Gertrud Spring, Lich DarlingFredh.

Der Ostpreutzenläufer beim Reichspräsidenten.

Berlin, 12. Oft. (£11.) Gestern wurde der ostpreuhische Läufer D c i a ü e k, .6er vor sechs Tagen in Lhck gestartet war und die Strecke nach Berlin im Laufe zurück- gelegt hatte, vom Reichspräsidenten empfan­gen. Der ostpreuhische Läufer überreichte hier­bei dem Reichspräsidenten die Ehrenur­kunde der Stadt Lhck, die die Stadt auS Anlaß der 500-Iahrseier dem Reichspräsidenten entsandt hatte. Der Reichspräsident sprach dem ostpreuhischen Läufer seine Hochachtung vor der großen Sportsleistung aus und überreichte ihm, wie dem gleichfalls empfangenen deutschen Ma­rathonläufer Paul Hempel, sein Bild mit eigener Unterschrift.

Die deutschen Erfolge beim Segeiflugwettbewerb in derKrim

Moskau, 14. Oft. (WTD. Funkspruch) Bei dem Segelflug-Wettbewerb in der Krim erhielten die deutschen Segelflieger Re ring den 1. und Schultz den 2. Preis. Rering erzielte eine Höhe von 435 Meter und Schultz eine Höhe von 405J/. Meter.

gum Wintersport.

ADV. Sonderzüge für den Winter­sport. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft be­absichtigt, wie die Reichszentrale für Deutsche Verkehrswerbung erfährt, int bevorstehenden Winter, günstiges Wetter vorausgesetzt, in aus­gedehntem Umfange Sonderzüge nach den deut­schen Wintersportgebieten zu führen. Hierzu kommen sowohl die sogenannten Wochenendzüge in Betracht, die dem Ermessen der einzelnen Reichsbahndirektionen unterstehen, wie die auch auf weitere Entfernungen verkehrenden Sonder­züge, bei denen die Rückfahrt mit fahrplan­mäßigen Zügen innerhalb einer bestimmten Frist freigestellt ist. Auch für die letztgenannten Züge gelten dieselben günstigen Bedingungen wie für die Sommersonderzüge, die in diesem Jahre in vermehrter Zahl gefahren worden sind. Es ist anzunehmen, daß bei günstigerem Winterwetter als ün Vorjahre, die Wintersonderzüge starke Benutzung finden werden.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 8. Oft. Am Abend der Dürger- meisterwahl in Grüningen hielt ein Partei­gänger des neugewählten Bürgermeisters vor dessen Hause eine Rede, in der er einen An­hänger des unterlegenen Gegenkandidaten schwer beleidigt haben soll. Der Beleidigte verklagte ihn, und es kam daraufhin vor dem Gericht zu einem Vergleich. Darnach ecklärle der Angeklagte, daß er dem Privatkläger nicht habe den Vor­

wurf machen wollen, daß er im Herbst 1918 einen Bagagewagen und zwei Pferde sich un­rechtmäßigerweise habe aneignen wollen, daß er bedauere, gelegentlich der Bürgermeisterwahl Aeuherungen getan zu haben, die hierauf schlie­ßen lassen konnten, und daß er auf Grund der vorgelegten Bescheinigung des Arbeiter- und Soldatenrats in Butzbach vom 22. Rovember 1918 sich überzeugt habe, daß alle gegenteiligen Gerüchte, die in dieser Hinsicht über den Privat­kläger verbreitet worden sind, unwahr sind. Er übernimmt weiterhin sämtliche Kosten. Der Privatkläger hat das Recht, eine Abschrift des Vergleichs eine Woche lang auf Kosten des An­geklagten am Gemeindehaus in Grüningen an- schlagen zu lassen.

Aehnliche Aeuherungen, wie vorstehend an­gegeben, hatte auch ein Fabrikarbeiter von Grüningen gegen denselben Privatl.äger ge­tan. Weiter hatte er ihn bei einer späteren Gelegenheit überfallen und mit einet Latte miß­handelt. Auch hier kam es zu einem Vergleich, in dem der Angeklagte die gefallenen Aeuße- rungen, von deren Unwahrheit er sich über­zeugt habe, mit Bedauern zurücknehme. Auch bat er den Privatkläger wegen der erfolgten Mißhandlung um Verzeihung. Er übernahm sämtliche Kosten und verpflichtete sich, an den Privatkläger für entgangenen Verdienst, Arzt und Apothekerkosten 100 Mk. zu zahlen. Der Privatkläger darf auch diesen Vergleich durch Anschlag am Gemeindehaus zu Grüningen auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekanntmachen lassen.

Wirtschaft.

Der westdeutsche Montantrust vor der Errichtung.

Der ..Berl. Lokalanz." meldet aus Duisburg, dah in den Bestrebungen zwecks Zusammen­schlusses der rheinisch-westfälischen Großindustrie e'.ne entscheidende Wendung eingetreten sei. Die führenden Persönlichkeiten der beteiligten Werke, Thyssen, Rheinstahl, Phö­nix, Deutsch-Luxemburger, Gelsenkirchener Berg- werks-A.-G. und Bochumer Verein, hätten nun doch die Bildung einer neuen Aktien­gesellschaft und nicht die Schaffung einer sogenannten Dachgesellschaft grundsätzlich be­schlossen. Die Reugründung soll in der Form er­folgt sein, daß die beteiligten FirnMi ihren ge­samten Werksbesitz an die neue Aktien-Gesell­schaft als Sachwerte gegen eine entsprechende Zabl von Aktien abtre'.en. Die beteiligten Firmen sollen jedoch trotzdem bestehen und ihre Aktien nach wie vor im Kurse bleiben. Als zukünftiger Leiter der neuen Gesellschaft werde General­direktor Dögler als Vorsitzender des Direk­toriums, Fritz Thyssen als Vorsitzender des Aufsichtsrats genannt. Der Hauptsitz der neuen Gesellschaft werde voraussichtlich Ruhrort sein. Cs handelt sich, dem genannten Blatt zu­folge, jetzt noch darum, ob die Reichsregierung von ihrem Recht Gebrauch macht, aus wirtschaft­lichen Gründen die Stempelsteuer, die Kapital- verkehrssteuer und die Grundvermögenssteuer bei der Gründung der neuen Westdeutschen Berg­werks- und Hütten-A.-G. herabzusehen.

e

Herabsetzung des Golddiskont- bank-Zinssatzes. Die deutsche Golddiskont­bank hat ihren Zinssatz mit Wirkung ab morgen von 7 auf 6 Prozent herabgesetzt. Eine Ver­änderung des Reichsbankdiskontsahes kommt nicht in Frage.

Interessengemeinschaft in der optischen Industrie. In der Aufsichtsrat- sihung der Optischen Anstalt O. P. Goerz A.-G. in Berlin-Zehlendorf wurde mitgeteilt, daß trotz gesteigerter Umsätze wegen der niedrigen Der- laufspreise das Geschäftsjahr 1924/25 dividende- los bleiben wird. Zur Hebung der Wirtschaft­lichkeit der Cinzelunternehmungen im Sinne einer möglichst rationellen Ausnutzung der Betriebs­mittel ist mit der Ica A.-G. m Dresden und der Contessa-Rettel A.-G. in Stuttgart ein lang­jähriger Interessengemeinschiftsvertrag abge­schlossen worden. Die Verwaltungsmitglieder der beteiligten Unternehmungen sollen in die Auf­sichtsräte der anderen Gesellschaften eintreten. Im Zusammenhang mit der Interessengemein­schaft erhöht die Goerz A.-A. ihr Aktienkapital um 1,4 auf 8,4 Millionen Reichsmark. Die neuen Aktien werden unter Ausschluß des De- zugsrechtes der Aktionäre von einem Banken­konsortium übernommen. Die neuen Mittel sollen in erster Linie zur Abdeckung der bestehenden Dankverbindlichkeiten dienen.

* Disconto-Gesellschaft. Das In­stitut richtet, wie aus unserem heutigen An­zeigenteil ersichtlich, in seiner 'Zentrale, sowie bei sämtlichen Depositenkassen und Riederlassun- gen spesen- und provisionsfreie Depositenkonten ein, die dem Publikum die Möglichkeit geben, bare Einzahlungen vorzunehmen, die auf Wunsch als täglich fällige Einlagen oder als Gelder mit einer zu vereinbarenden Kündigungsfrist (mit entsprechend höherer Verzinsung) verbucht wer­den. Räheres in der Anzeige.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M. 13. Oft. Die Abend­börse war verstimmt über die innerpolitischen Vorgänge, die in Zusammenhang gebracht wer­den mit den Verhandlungen in Locarno. Die Spe­kulation beobachtete starke Zurückhaltung, infolge­dessen das Geschäft einen trägen und lustlosen Verlauf nahm. Am Aktienmarkt kam es erneut zu Angebot, dem nur geringe Aufnahmeneigung gegenüberstand: die Tendenz nahm daher eine rückläufige Bewegung an, die zum Schlüsse des Derkehrs ziemlich scharf zum Ausdruck kam. Die Rückgänge erstreckten sich bei sehr geringem Ge- schast auf alle Märkte, auch Anleihen gingen erneut zurück. Die Abendbörse schloß in schwacher Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihen 0,220, Schuhgebietsanleihen 5,700. Ausländische Renten: Zolltürken 7,40, Bagdad II 6,50. Bank- aftien: Commerzbank 94, Medio 94, Darmstädter Arnk 104,50 Medio, Discontogesellschaft 101,87, Medio 102, Dresdner Bank 101,25, Mitteldeutsche CrAtbank 90,50, Reichsbank 135,50, Oester- reichische Kreditaktien 7,10. Montanaktien: Har- bencr 103,25 Medio, Rheinstahl 56. Chemische Aktien: Badische Anilin 121, Chemische Gries­heim 119,50, Elberfelder Farben 119,75, Scheide­anstalt 91, Höchster Farben 119,87. Industrie- attien: AEG. 95.25, Dyckerhoff 32,50, Eßlinger Maschinen 38. Inag 0.44. Lechwerke 69,50, Reckar- fulmer 55. Wayß und Freytag 51,50, Badischer Zucker 66,12. Frankenthalzucker 57.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 13. Olt. Die Grundtendenz war bei Beginn des Geschäftes freundlich. Die aus Locarno vorliegenden Rachrichten, die an der Börse bekanntlich ständig lebhaft beachtet werden, waren heute fast durchweg günstig, so dah man weiter auf ein positives Ergebnis der Pakt- Verhandlungen rechnet. Diese Tatsache und die zuversichtlichen Aeußerungen eines westdeutschen Wirtschaftsjuhrers über die nächste Entwicklung der Wirtschaftslage in Deutschland, ferner der zuversichtliche Stand der schwebenden Handels­vertragsverhandlungen und die neuen großen Kredite des Kali-Syndikates in Amerika trugen ebenfalls zur Hebung der Stimmung bei. Trotz­dem hatte das Geschäft im ganzen einen ge­ringen Umfang, die Kurse konnten daher nur geringe Veränderungen erfahren. 6etoft am Kalimarkt blieben die Kreditmeldungen ohne Einfluß. Am Montanmarkt waren Phö­nix eher niedriger, da weitere Betriebsstill­legungen gemeldet wurden. Die Rachrichten über den nunmehrigen Erfolg in den Eisentrust-Ver­handlungen wurden schr vorsichtig ausgenom­men und in der vorliegenden positiven Form für etwas verfrüht gehalten. Lebhaft war das Geschäft in heimischen Renten, besonders in Schutzgebietanleihen. Die G e l d m a r k t l a g e blieb weiter leicht, tägliches Geld war etwas niedriger, 8 bis 10 Prozent. Monatsgeld 10lA bis 11 Vs Prozent. Im Devisen verkehr war Paris angeboten. Auch Mailand war nie­driger. Brüssel dagegen war im Hinblick auf die geplante Stabilisierung des belgischen Fran­kens befestigt. Auch nordische Devisen lagen fest. Die Reichsmark wurde notiert in London 20,33, Amsterdam 59.2PParis 5,20 Zürich 123,47*/--

Dörsenkurfe.

Datum:

5°/.> Deutsche Reichsanleihe 4% Deutsche Vicichsanleihe . 3"/e°/n Deutsche Reichßanleihe 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche SparprÜmienanleihe 4% Preußische KonsolS . . . 4% Hessen 3*/,% Hessen 3% Helsen Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schay-Antrcisng.') 4% Zolltürken 5% Voldmcxikaner ....

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank Deutsche Bank Dcuischc BeretnSbank .... DiSconto Eommaudit . . . Mctallbank..........

Mitteldeutsche Trcditbank. . Qesteneichischr Crcditanstalt. Weltbank ..........

Bochumer Gaß ...... Buderus . Caro .....

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergtverke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahülte Oberbedarf Phönix Bergbau ...... Rhein,tcihl...........

Riebcck Montau ....... Tellus Bergbau....... Hamburg-Amertka Paket. . . Norddeutscher Llovv Eheramische Werke Albiu .. Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Änalo-Eonr.-Guano .... Badische Anilin........

Chemische Mayer Alavüt .. Goldschmidt . GricS^ eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung RülgerSwerke > ...... . Scheideanstalt ........

Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .......

Mamkrastwerle . Schuckcrt . . ........ Siemens k HalSke ..... Adlerwcrkc Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstacdl Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metassgesell'chafr Frankfurt. Pet. Union A.°G........

Schuh,abrik Herz . Sichel . . Zellstoff «aldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurt a.M.

Berlin

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55,62

Devisenmarkt BerlinFrankfurt , a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. BnenoS-Atrek, London, 9ltn» dort, Japan, Rio dr Janeiro für «ine Einheit, Wien und vndapeiL für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

H Oktbr.

13. Oktor.

Amtliche Noti runa

Amtliche iv,cto

Dotierung Brief

(3c(b

Brief

Amft.- Non.

168.61

169,03

168,58

Buen.-Mres

1.733

1.736

1,728

1,-32

Brss.-Antw.

19 17

19,21

19.11-5

19.205

Chrisliania. Kopenhagen

83,60

101,47

83,80

101,7.)

64,71

102,45

84.96

102,75

Stockholm .

HMngforS.

112,41

112.69

112,36

112,6t

10,052

10,592

10,552

10,592

Italien. . .

16,80

16.81

16.65

16,69

London. .

20,809

20,359

20,3(16

20,356

VteuDoit . .

4,195

4,205

1,195

4,205

Parts. . . .

<-'1)11210 . .

Spanten. .

19.305

19,845

19,145

19,185

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60,30

81,07

60,46

80,8.» 'JO. 28

81,05

60,42

yapau . . .

1,715

1.710

1,716

1,720

wo de Ian. Wien in D.°

ij.624

1.026

0.622

0,624

Oest. abgest.

59,11

59,95

59,10

69,27

Prag ....

12,421

12,414

13,424

12,464

Belgrad . .

7.4.58

7,478

7,454

7,471

Budapest. .

Bulgarien .

6,875

5,8.15

6,875

6,895

3,057

21 225

3,063

3.015

Lissabon

21,275

21,22.5

<0,275

Danzig - . .

80 57

80,77

80,54

80.71

Konstantin.

2.405

2,415

2.385

2,395

Athen. . .

6 09

6.11

5 71

5.76

Canadn. . .

4.195

1,207

4.195

4,205

Uruguay . .

4,26

4.27

4,845

4,255

Ban knoten.

Berlin, 13 Oktbr.

Geld

Bries

Amerikanische Nölen . . . ., Belgische Noten. ....... Dänische Roten ....... C-nglischc Noten........

Französische Noten ...... Holländische Note»...... Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Dents.ch;Oesterr.,Li<X) Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten.......

4.204 19,10

102 82 20,263 19,14.5 168,23

16,1,8 84 61 58,93

112.07 80,65 "0.00

13.88.5

5,835

4.224

19,20 102.84 20,863 19 245 169.07

16,7t 85,03

59,23

112,63

81.05

60 30 12.445

5,865

Rindviehmarkt in Gieße«.

h. Gießen, 13. Oft. Zum heutigen Rind», Viehmarkt waren 812 Stück Großvieh und 155 Kälber aufgetrieben. Der Handel war ziemlich flott, Zuchtvieh 1. Qualität war sehr gesucht. Es wurden bezahlt: Für Kühe 1. Qualität 500 big 600 Mk., Kühe 2. Qualität 300 bis 450 Mk.. Schlachtkühe nach Qualität 130 bis 200 Mk. daS Stück. Kälber kosteten 65 bis 70 Pf. das Pfund Lebendgewicht.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".) Frankfurt a. M, 13.01t. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23,25 bis 23,50, Roggen, inlänb. 17,25 bis 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 25,50, Hafer, inländ. 19,50 bis 21, Mais (gelb) 19,25 bis 19,50, Weizen, mehl, inländisches, Spezial 0 37,25 bis 37,75, Roggenmehl 25 bis 26,25, Weizenkleie 10, Rog­genkleie 10,50. Tendenz: Stetig.

Berliner Prod^k e.^vörse. '1

Berlin, 13. Oft. Der Produktenmarkt hatte bei ruhigem Geschäft fast gar keine Umsätze und die Preise gingen bei Terminware etwas zurück, Gerste war ruhig, ebenso Hafer. Futterartckel lustlos. Cs notierten pro Tonne: Weizen (märt) 212 bis 215, Weizen (Dezember) 232 bis 230,50, Weizen (März) 236 bis 235,50, Roggen (märt) 151 bis 154, Roggen (Oktobers Ihr bis 165,50, Roggen (Dezember) 172 171,50, Roggen (März) 180,50 bis 180, Gerste (märt.) 210 bis 235, Futtergerste 170 bis 175, Hafer (märf.) 183 bis 191; pro Doppelzentner: Weizenmehl 27,25 bis 31,25, Roggenmehl 22 bis 24,25, Weizenkleie 10,40 bis 10,70, Roggenkleie 9 bis 9,40, Diktoria- erbien 26 bis 31, kleine Speiseerbsen 26 bis 28, Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 22 bis 25, Raps­kuchen 15,20 bis 15,40, Leinkuchen 21,90 bis 22,10, Trockenschnitzel 9,50 bis 9,80, Torfmelasse 9,50, Kartoffelflocken 14,60 bis 14,80, Zucker 20,50 bis 20,70.

Kirche und Schule.

Die Arbeitsgemeinschaft von freunde» der Arbeitsschule in Hessen und Nassau hielt, so berichtet man uns, am 9. und 10. Ok­tober in den Räumen der Stadt-Knabenschulq in Gießen ihre Herbsttagung ab.

Unter Leitung des Rektors Loos- Gießen wurde am 9. Oktober das Thema:Veranschau­lichungsmöglichkeiten in der Arbeitsschule" ein­gehend besprochen. In weitschauender Weise ent­wickelte Rektor Loos die Bedeutung des fetoft- hergestellten Lichtbildes ein ausgezeichnetes Hilfsmittel dazu ist dieLeica" der Firma Ernst Leitz in Wetzlar im Dienste des Unterrichtes der Gegenwart und Zukunft. Die von gründ­licher Sachkenntnis zeugenden Ausführungen des Lehrers Sang in Heuchelheim über die Be­deutung der seitherigen Anschauungsbilder tru­gen sehr zur Befruchtung der Aussprache bei. Rektor V i t h - Wetzlar, ein Spezialist auf dem | Gebiete der Projektion und ein anerkannte« Arbeitsschulmann, wußte in überzeugender Weis- alle Bedenken gegen das Lichtbild zu zerstreuen« Allgemein bezeichnete man das Lichtbild als ein unentbehrliches Lehrmittel der Gegenwart.

Am zweiten Tage stand das Schema:Licht­bild und Arbeitsschule" zur Aussprache. Trotz Ferien, Geldknappheit und anderweitiger päda­gogischer Veranstaltungen war die Teilnahme an der Sitzung gut. Von behördlicher Seite wohn­ten die Schulräte Prof. Dr. Alles und Fi­scher der Tagung bei. Rektor Vit h-Wetzlar, der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, eröffnete die Sitzung mit herzlichen Worten der Begrüßung und einem warmen Werbewort für die Bestre­bungen der Arbeitsgemeinschaft. In seiner schlich­ten, ansprechenden Art führte er an Hand zweier von der Firma Ernst Leih in Wetzlar der Ar­beitsgemeinschaft zur Verfügung gestellter Appa­rate und zahlreichen, meist selbst hergestellten Bildmaterials in die Technik der Projektion ein. Anschließend zeigte Lehrer Zimmermann m einer Lehrprobe mit anschließendem Vortrag die Arbeit der Kinder am Lichtbild und die Bedeu­tung des Lichtbildes in allen Unterrichtsfächern! und bei Elternabenden. Großes Interesse wurde der von der Firma Leih sehr geschmackvoll auf­gemachten Ausstellung von Mikroskopen der ver- schiebensten Bauart und Verwendungsmöglichkeit, Lupen mannigfaltigster Art. Prismengläsern, Photo- und Lichtbildapparaten entgegengebracht« Eine reichhaltige Ausstellung der Lehrmittelhand­lung Häuser und Schmidt gab ein BilL über das auf dem Lehrmittelmarkt zur Zeit Ge­botene. Rach der Mittagspause zeigte Lehrer M ü l l e r - Waldgirmes an einer Reihe schwarz- weißer und kolorierter Lichtbilder, die die Verlag« Benzinger-Stuttgart und Rösch-Dresden der Ar­beitsgemeinschaft zur Verfügung gestellt hatten, die Verwendungsmöglichkeiten des Lichtbildes in allen Unterrichtsfächern und in der Jugendpflege und Volksbildung. M.

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Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 81 vom 14. Oktober enthält: Die Wahlen der Stadtverordne.'en, der Gemeinderats-, Kreis­tags- und Provinzialtagsmitglieder. Die Wahl der Kreistagsmitglieder. Hauptkömngen int Jahre 1925. Maul- und Klauenseuche in Saasen. Maßnahmen gegen die Verschleppung der Maul- und Klauenseuche. Einsendung der Handbuchsauszüge. Straßensperre. Schutz der Lelegraphenleitungen. Radsahrderkehr. Feldbereinigungen Wieseck und Beltershain Dienstnachrichten.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

6.30 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem Buch: ilntel Indianern Südamerikas, von Prof. Dr. Mast Schmidt-Berlin. 6.30 bis 7 lllhr: ilebertragunfll von Kassel: Vortrag von Dr. Hopf, überDir Landesbibliothek Kassel". 7 bis 7.30 Uhr: Vor« trag derFrankfurter Rachbarhilfe". 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule Frankfurt.Goethes Weltanschauungsgedichte". Vortragszyklus voll Dozent Pfarrer Taesler. Zweiter Abend: ®oe< thes naturwissenschaftliche Weltanschauung^ gedichte (Schillers Reliquien, Metamorphose bet Pflanzen und der Tiere). 8 Uhr: Uebertra« gung aus Berlin:Der Postillon von Lonju« tneau. Komische Oper in drei Akten von Eh, Ä Adam. v