Ausgabe 
14.8.1925
 
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Sjubi/aum 2n \ lolfen. fetlßem Ser ,'n- Tiefen nieder» itigebiet der fr^. « aU TfottomM» den Rtait in auf« J -v^e Tkxbittrftt er» I $ DeMrges lich tbeit in Tiehen in­des Aoten Ärtutei Platz unb im Feld kubilar, ber sich all» eut, noch viele Jahn n fein.

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de vvrviegenö aut värmer, trodtn licher Richtung ab« Störungen unserer M. A folgt von itt. In Wittel, unb oeife starke Tempera« en, die zu örtlichen innen.

mn: Warnnuin 22,3 ; Grab Selfius.

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!lug. Der .frei# eßen IfitH W markt ab, zu bem iren. Unter den Iie- Lämmer und etwa M schleppend, unb war er etwas leb- nut 10 Wntta c zu niebriaen W zten ihren Mis.A )i5 60 Mark, der beite irk den höchsten Preis. Bei ber hier Seigeotöneten »heriqc Seigeordneie & mit 297 2 lergewähit. Ion * .[t Wilhelm M IIL i Stimmen.

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14. Äug. DerDa^

, Sonntag, dem - hen und nachmi Ug Sieben Surorchentt stnsTS öS«1 Ä && -tau. X^tJr

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Hessen-Nassau.

bl. D i llenburg. 12. Lug Für den 5HU» frei« wurde ein Hegedu n d mS Leben gerufen, ber dem Teibmann$bcrufe hefonherw Augen­merk zuwenden und im ferneren unreellen Ein­griffen in die Jagden entgegentreten (oll.

bl. Haiger 12. Aug. Der wirtschaft­liche Tiefstand auf unteren zahlreichen Wer­ken scheint sich fo allmählich wieder zu heben. Waren t*or einigen Monaten die Verhältnisse noch arg ungünstig, lo merkt man beule doch einen erfreulichen Fortschritt. Sämtliche Werke ar­beiten mit voller Belegschaft, darunter die Haigerer Hütte und daS Kabelwerk, die die Hände voll zu tun haben fallen. Vielen Ar- beitem von hier und der Umgebung wurde fo» mit wieder eine Beschäftigung zuteil, fo dah die Erwerbslokenzifser verschwindend klein ist. Ob die derzeitige Lage jedoch von Dauer sein wird, muh abgewartet werden.

"' 21 u s dem Schwalmtal, 12.Aug. Da» Spielen mit einem Schießgewehr for« beric in Willingshausen ein blühende» Menschenleben zum Opfer. Die 15jährige ein­zige Tochter dco Gutsbesitzers Haase weilte bei dem Morfter zu Besuch. Äus Scherz ergriff der ISjohrig» Horsrerssohn ein Gewehr, ohne zu wissen, dasz e? geladen war, legte nur das Mädchen an unb schoß ihm in» Herz. Io bah e» lot liegen blieb.

spd Frankfurt a M. 13 Aug Der Oberdelegierte in der Provinz Rhein-Hellen bat da- Abfingen und Spielen de- Liedes ..O Deutschland hoch in Ehren", sowie die Beschlagnahme der Exemplare dieses Liedes im besetzten Gebiet angeordnet Als Grund für diese Verordnung gibt er an, daS Lied störe die öffentlich« Ordnung'!!

spd. Frankfurt a. Vk, 13 Aug Dee Krankenstand in Frankfurt bat in den letzten Wochen eine Höhe erreicht, wie sie lonft nur in den allerungünstigsten Wintermonaten fest- gestellt werden konnte. Die Ursachen für diesen außergewöhnlichen Vorgang sind bisher nickst ohne weiteres erkennbar. Durch die hohe Krank- heitSzifser werden aber die Finanzen der Krankenkasse derart ungünstig beeinflußt, bah entweder die Beiträge wesentlich hinauf- qeletzt oder die Leistungen der Jtaffe entsprechend heruntergesetzt werden müllen Die Aer-tefchast wurde dringend erlucht. die Letstungslähigseit ber Kasse sichern zu Helsen.

spd. Homburg v. b. H 13. Aug An den letzten Tagen hielten bie Franzosen im be­setzten Gebiet des Taunus toieber scharse Paßkontrollen ab In der Hauptsache auf Auto«, aber auch Fußgänger wurden konirolliert. Die Prüfungen vollzogen sich sehr rasch

Wiesbaden. 13. Aug Wie uns berich­tet wird, hat der Oberdelegierte der Interalli­ierten Rheinlandkommission im Bezirk Wiesbaden dem Regierungspräsidenten aus An- loh des am 11. August m ber Fabrik bet Firma Mondorf L Mauerberaer in Dotzheim erfolgten Erplosionsunglück sein Bei­leid ausgesprochen

-- Hanau, 13. Aug. In der vergangenen Rocht ist wiederum ein TophuSkran ker ge­storben. Die Zahl der Erkrankten hat sich im Lause deS gestrigen Tages um neun Per­sonen erhöht, so dah nunmehr 52 Fälle von Typhus festgestellt sind, fünf Fälle von Para- tchphus- unb zwanzig Fälle Verdacht. Im ganzen sind bis jetzt fünf Personen gestorben.

spd Hersseld, 13. Aug. In einem be­schleunigten Perfonenzug auf der Strecke Bebra Hersfeld schob sich in einem Abort eineS Dritter-Klasse-Wagens ein Reisender polni­scher Staatsangehörigkeit eine Su« g c l in die rechte Schläfe. Der Verletzte wurde in das Krankenhaus zu Hersfeld verbracht.

Turnen, Sport und Spiel.

LcichLathlctikwctlkämPfc in Frankfurt a. M.

Zu den von der Frankfurter Turn- und Sportgemeinde..Eintracht" am kommenden Sams­tag unb Sonntag veranstalteten Leichtathletik- Wettkämpfen ist eine hervorragenbe Beteiligung" zu verzeichnen. So wirb ber neue deutsche 100- Meter-Meister, der Stuttgarter Sorts, in Frank­furt starten, ferner Borner, Möbus, (Stuttgart, von Aappard, Karlsruhe, der neue 400-Meter- Meister, Schmidt, Berlin, neben Baist, Karls­ruhe. Veumann, Wellenreuther, Apfel, Hebel, ber brutsche Stabhochsprungmeister, Steeg, Sleu- Bsenburg, ber Dlskusmeister Hänchen u. a. wer­den außerdem an den Wettkämpfen teilnehmen. Troßbach, Berlin, der deutsche Meister unb Aekorbhalter, wird bei dieser Gelegenheit einen Weltrekorbverfuch über 110-Meter-Hürden unter­nehmen.

Lahnherbftrcgatta in LLetzlar.

Zur 5. Herbstregatta auf ber Lahn bet Wetzlar sink) von 7 Vereinen 40 Boote mit 184 Ruderern gemeldet worden Für bie 11 Ren­nen der am 23. August statbindenden Regatta haben in erster Linie die Easte^r R.-G., Grehrner R. G.. ferner Vereine aus Limburg, Wetzlar und Marburg ihre Rennungen abgegeben.

Probedote und illustrierte Broschüre über Säug- llnrspnexe kostenlos und unverbindlich durch -Linda'-Gesellsch. m-b. H-BeriinW 57, Bülowstr. 36.

dec Volksschule, die ehemoltgen

Ghmnasiums.

ilbc traf der ExtrazuA wohlbehalten mit Teilnehmern wieder in Büdingen ein.

wir!

Herbst

Universitäts-Restaurant

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mit eigener erstklassiger Konditorei

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Inh.; F. C. Günther

der Preis auch eine

9' , allen

bullenmarkt fand heute statt, etwa 70 Zucht­tiere VogrlsbergerRasse waren zum Ver­kauf aus allen 'Teilen des KreiseS Wetzlar auf- getrieben. Die Marktkommission bestand aus den Herren Landrat Sartorius, Oekonomierat Dr. Wagner- Giehen. Professor Dr. K n e l l - Gie­ßen, Fischer- Hof Zwiefalten, Gutsbesitzers e i- bold - Hof Altenburg und Bürgermeister K n e i s ch. Der beste Bulle erreichte einen Ver­kaufspreis von 920 Mk., die mittleren Preise be­trugen 500 bis 700 Mk. für das Tier. Auch eine Prämiierung der Tiere war damit verbunden.

!'! Wetzlar, 12. Aug. Don einem Dul- len lebensgefährlich verletzt wurde der Fafekhalter Dietrich aus Steindorf. Gr wollte das Tier zum Verkauf auf treiben,

Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen

Mittag- u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine

Zentner Honig geschleudert, und da desselben dem der Butter entspricht, erkleckliche Einnahme.

Kreis Wetzlar.

!*! Wetzlar, 12. Aug. Grober

Die Zusammensetzung der Gemeindeparlamente in Hessen

Spezialität: Rahmeis in Portionen - Schlemmerbecher

Lieferung von Torten und Gebäck außer dem Hause

Wilde der Enkel Schar. Ihr jüngstes Enkelchen wird am Tage der goldenen Hochzeit getauft.

m. Stumpertenrod, 11. Aug. Am ver­gangenen Sonntag veranstaltete das Landwirt­schaftsamt Schotten einen zweiten Feldrund- gang unter Führung von Landwirtschastslehrer Dr. Hellfordt, an dem etwa 30 hiesige Land­wirte teilnahmen. Der Führer behandelte ver­schiedene Gebie'te des Getreideanbaues und gab auf gestellte Fragen Antworten. An einem frü­heren Rundgang, der an einem Werktag vor­genommen wurde, war die Beteiligung sehr schlecht.

)( Ruppertsburg, 13. Aug. Heute nach­mittag oerunglüif tc zwischen Ruppertsburg unb Laubach an dem sog. Wäldchen der 60 Jahre alte Holzfuhrmann Wurz aus Hungen töd- 1 i ch. Wahrlcyeinlich wollte er, da die Straße dort sehr stark fällt, hemmen, kam dabei aber zu Fall. Das eine Hinterrad des mit Langholz schwer be­ladenen Wagens ginj ihm über die Brust, so daß er wenige Minuten später verschied. Wurz stand schon 46 Jahre im Dienste des Sägewerks Schäfer (Hungen). Er war ein äußerst zuverlässiger, treuer Arbeiter, der sich die größte Liebe und Achtung seines Herrn und seiner Arbeitskollegen erworben hatte. Das Mitleid mit der schwer heimgesuchten Witwe mit ihren vielen Kindern ist daher allgemein.

lg. Gedern, 12. Aug. Am Verfassungstage veranstaltete das Reichsbanner >Schwarz-Rvl- Gvld" einen Fackelzug durch die Hauptstraße nach dem Turnplatz, wo Amtsgerichtsrat Dr Andräe aus Ortenberg das Verfasfungswerk von Weimar feierte.

Kreis Alsfeld.

er. Homberg, 13. Aug. In diesem Jahre findet Hier die Derfafsungsfeier an dem auf den 11. August folgenden Sonntag, also am 16. Aug., statt. Von einer Feier größeren Stils will man mit Rücksicht auf die vielen Feste dieses Jahres absehen. Die Imker Hombergs unb hin­gegen d haben in biefem Sommer ein« ausge­zeichnete Honigernte. Manche haben mehrere

florstadt hat den Bau. der etwa 8 bis 10 000 Mk. kosten wird .zu stellen. Der >Zweckverband leiht der Gemeinde 8000 Mark zu 7 Prozent und schreibt jährlich 500 Mark am Kapital ab. fo öflfi nach 12 Jahren die Kapital- und Zins- abfchreibungen die geliehenen 8 (XX) Mark amml- licrcn und die Gemeinde nach dieser Zeit in den Besitz der Halle kommt, nur bur<fr Zahlung von jährlich 560 Mark Zinsen. Es wurden für 4 000 Mark eine Halle in Hanau angekauft, die 10 mal 36 Quadratmeter groß ist, sich zu dem neuen Zweck sehr gut eignet und reichlich Material und Raum für Autohalle. Werkstatt, Rebenräume und zwei Wohnungeii bietet. Den Bau der Wohnungen will man vorfehen. abew noch nicht auSführen

Kreis Büdingen.

!! Bübingen, 13. Aug. Wie in jedem Jahre sand auch dieses Mal wieder in den Fürstenhofsälen am Montagabend eine größere Berfassungsseier statt Herr Kreisbirektor Dr. Gähner, der die Versammlung eröffnete and leitete, sprach bie einleitenden Worte Der eigentliche Festreoner war Herr Pfarrer Krä­mer, der in einer längeren Rede den Sinn unb Zweck ber Verfassungsseier behandelte Der Gesangverein Liederkranz half mit einigen sehr schonen Liedern den Abend verschönern Der Turnverein erfreute mit gut gelungenen Hebun­gen die Anwesenden Gestern weilten unge­fähr 40 Auslanddeutsche unb Ausländer hier in Bübingen, um unter ber sachkundigen Führung von Herrn Regierungöbaurat Frey die Sehens­würdigkeiten und Altertümer unfern Stadt zu besichtigen Die Gäste waren zum Teil Ror- iDeger. Finnländer, Holländer ulw Bon Bü­dingen setzten sie sodann die Reise nach Geln­hausen fort. Die Düdinger Schuler des

tritt Herr Georg Hildner (Gerneinderats- mUalieb) von Büdingen auf. Der Harne Hildner Dito gleichzeitig in Verbindung mit der fom-

Ia. man darf ihnen eigentlich noch die Angehöri­gen ber Gruppen Bürgerlich. Partei" .Mittel- ftanb' . .Wirtschaftliche Vereinigung" usw. zu- rechnen. bie vorwiegend ihre Anhänger in den Städten haben, sie find bann am stärksten in den Gemeindepai larnenten unb sie übertreffen um ein Vielfaches jede andere Partei, mit Aus­nahme der Sozialdemokratie

Hebet die

Parteirichtung der Stadwetordaetea und Gemeinderatsnntglieter in Heffen gibt eine Ausstellung über die Wahlen am 19. Rovember 1922 Auskunst, die im Februarhest 1925 der Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle tut die Landesstatistik' veioftentlicht wurde Damals san­den die Dahlen alle an einem Tage statt: sie er­streckten |id> auf 970 Gemeinden, wovon auf Star­kenburg 365, auf Oberhef f en 427 und auf Rheinhesfen 178 entfielen 3m ganzen wurden 9043 Stadtverordnete ober GeDemdcratsmitglie- öer gewählt Rach der Parieizugehotigleit ver­teilten fic sich wie folgt Kommunisten 137. So­zialdemokraten 2425. Demokraten 405. Zentrum 792. Deutsche RollSpartei 483. Hessische Volks­partei sDeut<chnational« Volkspartei) 109. Bau­ernbund 1383. Freie Bauernschaft 167, Bürger­liche Partei Mittelstand. Wirtschaftliche Vereini­gung utto. 1211. Parteilos 1613. Beamte unb Angestellte 26, Sonstige 84. Hnbekannt 228.

Von den 9043 Stadtverordneten und Ge­meinderatsmitgliedern gehörten 4260 der Land­wirtschaft. 3434 dem Bergbau, der Industrie unb bem Gewerbe. 466 Handel und Verkehr an; 787 waren Beamte. Angestellte oder Angehörige der freien Berufe, 47 waren ohne Beruf. Die Zahl der Frauen betrug 49. Auffallend ist die geringe Vertretung von Angehörigen des Han­dels und des Verkehrs in den Gemeindeparla­menten. Bemerkenswert ist, daß sich 1 Kommu­nist und 169 Sozialdemokraten als Landwirte bezeichnen; auch find 12 Sozialdemokraten als Fabrikanten und Unternehmer auf geführt Die meisten der Gemeindevertreter find in den Altersklassen von 35 bis 59 Jahren, darüber hinaus sind nur noch wenige vorhanden

Aus den oben mi(geteilten Ziffern ist zu er­sehen. dah man nicht ohne weiteres die Ergeb­nisse der letzten politischen Wahlen bei einer Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls der kommenden Wahlen als Grundlage nehmen kann, höchstens ist dies bei den größeren Gemein­den statthast, wo die politischen Parteien in den Gemeindeparlamentcn fester Fuß gefaßt haben als in den Landgemeinden Hier geben bei Öen Wahlen häufig nicht politifche oder wirt­schaftliche Beweggründe, fonbern nur bie Per­sönlichkeiten ber Äanbibaten ben Ausschlag für bas Ergebnis.

1! Bübingen, 13. Aug. Auch in ben an­deren Gemeinden finden im Laufe der kommen­den Sonntage die Beigeordnetenwahlen statt. In Büdingen ist der seitherige Beigeordnete Dotter wieder ausgestellt. Als Gegenkandidat

Im Verlauf« der kommenden Monate wer­ben in Helfen die Gemeindeparlamente erneuert. Dies geschieht durch Wahlen, die teil­weise bereits vollzogen sind, teilweise noch ftatt- finben. denn nach dem Gesetz über die Wahlen der Stadtverordneten und Gemeinderalsmiiglic- der der KreiS- und Prvvmzialtage vorn 19. Aug. 1922 müssen bie Wahlen alle drei Jahre oorge- nommen werben. Der Artikel 1 dieses Gefctzes besagt nämlicheSie Mitglieder her Stadtver­ordneten Versammlungen unb Gemeinderäte (Ge­meinde Vertreter) sowie die Mitglieder der Kreis­tage unb Provinzialtag« (Vertreter ber Ge- meinbeDerbänbe) werden in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer unb geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl auf die Sauer von drei Jahren gewählt." Sie weiteren Be­stimmungen di«s«S Artikels besasfen sich mit der Zahl dcrGemeinberäte. bie m den Land­gemeinden bei einer Einwohnerzahl bis zu 500 aus 7, von 501 biS zu 1000 auS 9. von 1001 b-s zu 3000 aus 12, von 3001 bis zu 5000 aus 15, von 5001 bis zu 10 000 aus 18, von 10 000 und mehr aus 21 Mitgliedern bestehen Die Stadt­verordnetenversammlung in den Städten be­steht bei einer Einwohnerzahl bis zu 4000 aus 18. von 4001 bis zu 10 000 au6 21, von 10 001 bis 20 000 aus 24. von 20 001 bis 30 000 aus 36.

von 30 001 bis 60 000 aus 42. von 60 001 dis

90 000 aus 48. von 90 001 bis 120 000 auS 54,

von 120 000 und mehr aus 60 Stadtverordneten.

Im allgemeinen wird namentlich in den Städten geklagt, daß bie Zahl der Ge­rn e i n d e ver t r e ke r zu groß ist, daß viel zu lange Debatten in den Genreinbeparlarnenten üblich sind und dadurch, die Geschäste aufge­halten werden. Die Möglichkeit der Verringerung der Zahl der Stadtverordneten ist wohl in dem Schlußsatz des zweiten Abschnitts des ersten Ar­tikels des erwähnten Wahlgesetzes gegeben, der lautet:Eine anberweite Festsetzung der Zahl der Stadtverordneten kann durch OrtSsat- z u na erfolgen

Man darf wohl sagen, daß

die 2)erhältniSwahl «ine stetig wachsende Gegnerschaft

findet Sie hat zwar die Entwickelung, die nach einer Politisierung der Gemeindeparlamente hin- brängte, beschleunigt, aber sie Hot auch die Be- beutung ber Persönlichkeit herabgebrückt. Qla- mentlich wünscht die Landbevölkerung ihre Kandidaten hei her Wahl selbst zu bestimmen und sie nicht erft von den Parteien sich vor­schreiben zu lassen. Die Zahl der parteilosen Gemeinbevertreter in Hessen ist sehr be­trächtlich. sie stellen gewifsermahen bie stärkste Partei in Öen Gcineindeparlamenten bar unb folgen umnitteQxir hinter der Sozialdemokratie.

menben Bürgermeisterwahl in Bübingen genannt. Ob bie Wahl eines Berufsbürgermeisters ober eines ehrenamtlichen Bürgermeisters ftattftnbet, 'st bis jetzt immer noch nicht geklärt. Wenn bie Wahl eines BerufsbürgermcisterS in Frage kommt, wird derselbe entsprechend der vom Land­tag getroffenen Abänderung bet Landgemeinbe- otbnung bereits vom ©emeinberat gewählt wer­ben. In biefem Falle wirb jeboch erst eine Reuwahl bes Gemeinberats vorhergehen müssen, da stark angezweifelt wirb, ob bet jetzige Ge- ineinbcrat noch baS Vertrauen bet Einwohner­schaft genießt.

AuS bem Riddatal. 12. Aug. In den Dörfern unseres Tales brummt schon die Dreschmaschine. Die kleinen Besitzer fahren ihr Getreide hinzu und lassen cs ausdreschen. Wit dem Ertrag ist man recht zufrieden. In einigen Tagen dürften die letzten Garben vom <F«lb verschwunden sein. Merkwürdigerweise ist man hier mit ben Erntearbeiten viel weiter voran als z.D. in bem sonst sehr frühen Rheinhessen. Dort hat bie Ernte erst in vergangener Woche begonnen.

A Echzell. 12. Aug. Schon toieber Hoden Einbrecher bei zwei Dosttoirten gearbeitet. In ber Rocht von Samstag auf Sonntag stieg ein Dieb in bem House des Gastwirts Philipp M v a l butch das zum Teil offen stehende Küchenfenster und stibitzte daS Kleingeld her WirtSkosse; bei Gastwirt Alt nahm der Dieb den Weg durch daS Flurfenster und ver­sorgte sich mit Zigarren, Branntwein unb Brötchen

!! Ober-Mock st ab t. 13. Aug. Am ver­gangenen Sonntag fanb in Obet-Mockstabt bie Detgeotbnetenwahl statt. Es wat als Kanbidat nur bet seitherige Beigeordnete Ed. Wickel aufgestellt, der mit 224 Stimmen ein­stimmig wiedergewählt wurde.

A Blofeld, 12. Aug. Gegenwärtig treten hier Die Masern in unserem von betartigen Kindrncktonkheiten wenig heimgesuchten Dorfe bei Kindern und auch Erwachsenen heftig auf. Seit etwa zwanzig Jahren war keine Masernepibemie hier zu verMchnen.

Kreis Schotten.

# Ober-Schmitten. 12. Aug Aächsten Sonntag feiern der Spengletmeister Heinrich Imhof und feine Ehefrau Minna geb. EiSfeller das Fest der goldenen Hochzeit. 3 Kinder. 17 Enkel und ein Hrentel dürfen diesen seltenen Tag mitrrleben. Beide Ehegatten erfreuen sich bester Gesundheit. Der Jubilar mit feinen 75 Leiizen steht noch vom frühen Morgen bis in die späte Rächt in seiner Werkstatt unb wetteifert in Arbeitswillen und Hanöwerksgeschicklichkeit mit frischer Iugendkraft. In harter Lebensarbeit wußte er sich eine srohe Jeele zu bewahren. Roch heute singt er zu seiner Arbeit mit klingendem Tenor, wie er es von frühster Jugend aus geholten. In Baden geboren, durchwanderte er als Handwerksbursche die Welt, arbeitete in Ridda und ließ sich vor 50 Jahren hier nieder. Fleiß, Rechtlichkeit und Sparsamkeit schufen ihm eine gesicherte Stellung und einen achtbaren Ramen. Die um ein Jahr jüngere Jubilarin ist noch in Küche, Haus und 5cfö tätig und betreut mit großmütterlicher

Schüler der landtoirtschafllichen Winterschule, sowie weite Bevölkerungskreisr unternahmen gestern eine Rheinfahrt von Mainz bis St. Goarshausen. Zur Beförderung hatte die Eisenbohndirektion einen Sonderzug. der von 'Bübingen ausging und nur noch in Stockheim unb Altenstadt hielt, aufgestellt. In Mainz nahm hie ganze Teilnehmerschor auf zwei eigens dafür bestellten Schiffen Platz Durch diese Gelegenhett war eS möglich, den vielen Schulkindern und auch Aelteren unferen herrlichen deutschen Rhein unter lehr billigen Ausgaben zu zeigen. Hm

EIES Universitäts-Cafe aaa

plötzlich geriet es in Wut, warf feinen Herrn gegen das Geländer und stürzte sich auf ihn. BiS es den Wannern gelang, das rasende Tier zu bändigen, hatte es Dietrich derart zuoerichtet, doß er ohnmächtig toeggetragen und ins Kranken­haus gebracht werden mußte.

m. Dornholzhausen. 13. Aug. Das Tanzvergnügen, das am vergangenen Sonn­tag als Ersatz für die vorn Gemeinderat ob­gelehnte Kirchweihe bei Gastwirt Karl Schieser- stein abgehalten wurde, erfreute sich eines so starken Fremdenzuspruchs. daß der Gastwirt im wahrsten Sinne des Wortes auSgetrunken und ausgegessen wurde. Von Rachbororten mußten Bierglaser herbeigefahren werden. Auch nahm Schiescrstein, nachdem alle Bratwurstchen und Kotelettes verzehrt waren, die HauSmacherwurst in Anschnitt. Während gar viele Orte in der letzten Zeit durch Autopostlinien dem Ver­kehr erschlossen wurden, erlitt unser Dorf in dieser Hinsicht einen gewalttgen Rückschlag. Ge­nau wie vor etwa 30 Jahren kommt täglich nur einmal ein Öanbbriefträger nach hier. Die Pakete müssen nach Hochelheim gebracht, oder von dort abgeholt werden. Die Fohrpost, welche in den letzten drei Jahrzehnten täglich zweimal von Großen-Linben nach hier fuhr, würbe vor zwei Jahren nach Eröffnung ber probeweise gefahrenen Autolinie Vutzbach Wehlgr eingestellt. Da letztere aber nicht ren­tierte, kam auch diese in Wegfall. Da nun zu unserer nächsten Bahnstation Lang-Göns nur ein Feldweg führt, der bei schlechtem Wetter nicht gangbar ist, so wäre es dringend geboten, baß bie neue Olutolinie Wetzlar Gießen, bie über dos 2 Kilometer entfernte Hochelheim fährt, auch noch unser Dorf berühren würbe.

Starkenburg uit<, Rheinhessen.

' Darm stabt, 13. Aug. Vergangene Rächt sinb Ginbrecher in bas Kreisamt ein» gebrungen und haben bort eine Reihe von Pul­ten unb Schränken gewaltsam geöffnet. Die Diebe hatten es offenbar auf Gelb abgefehen, denn soweit tote bisher festgeslellt wurde, ist nichts gestohlen worden, weder Sd^eibmaschinen noch Stempel. In derselben Racfü, wahrscheinlich wohl von denselben Einbrechern, wurde auch in doS Gebäude der Landwirtschaft Skammer eingebrochen und in derselben Weise Schreib­tische und Schränke erbrochen Auch hier ist nichts gestohlen worden.

A Darmstadt, 13. Aua. Die größeren hessischen Elettrizitäts-Hnternehmer haben sich, wie wir erfahren, zu einer Vereinigung unter dem RamenArbeitsgemeinschaft der größeren hessischen Elcklrizitäts-Drrteilungs-Hnternehmim- gen". mit hem cu) in Darmstadt, zusommenge» schlossen Der Arbeit»gemeinschoft gehören vor­läufig an: Elektrizitätswerk Rhrinyefsen QL G. Worms. Stäbt. Elektrizitätswerk Mainz. Heber« lanbtoerf Main^ Betr-Verw Gr.-Gerau. Meber- landwerk Oberhefsen, Friedberg. Elektrizitätswerk und Heberlandanlage der Stadt Offenbach, Hessi­sche Eisenbahn Olkt.-Ges. Darmstadt.