Ausgabe 
14.7.1925
 
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Sorlentnrle.

Lindenstruth und Bürgermeister Walther

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Tonnen Raßprehsteine. zusammen 16 526 Braunkohlen und Draunkohlenprodukte samtwert von 93 745 Reichsmark.

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

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Wirtschaft.

Die KohlenproduKtion in Hessen

Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion deS Bvlksstaales Hessen weift für den Monat Juni 1925 folgende Zahlen nach: An Roh­braunkohlen wurden gefördert 32 633 Tonnen, verkauft wurden davon 12 661 Tonnen. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Derarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt 934 Tonnen Ratz- Preßsteine.

Außerdem wurden in Hessen eine Anzahl Steinpretzkohlen erzeugt.

Unter Derücksicht.gung der aus B^'monaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluh absatzfähig: 14 479 Tonnen Rohkohlen und 2047

Schweine. Rinder. Ochsen: vollst am ene höchsten Schlachtweits 5866, stmae, | nicht ausgemäftete und altere nnegemöft«« 57. mäßig genährte junge und gut peirifrr 40 bis 47. Dullen: vollst ausgemaftetc fHr

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Schwerin. 88.15 Uhr: Danderratlchläge nus-Klubs. 8.30 Uhr: Ferruccio-Bufoni. (Seine Persönlichkeit und fein Werk. Die kteie Oper Doklor Faust"). Anschki eßend. Nachrichtendienst. Derkehrsnachrichten, Detlermeldung.

Frankfurter Theater.

Gastspiel

paul Wegener im Jranffurlec Schauspielhaus.

Es ist ein unerhört künstlerischer Genuß, dem Spiel Wegeners zu folgen. Wer ihn bisher nur in klassischen, uns heutigen Menschen durch die mo­numentale Anhäufung von Dramatik ferner liegen­den Rollen gesehen hat. wird seine in tiefster Menschlichkeit wurzelnde Ausdruckskunst in einem ganz neuen Lichte sehen. Spiel und Persönlichkeit verschmelzen zu einer prachtvollen, in Gefühlsaus- h rächen geradezu überwältigenden Einheit. Er formt den darzustellenden Menschen wie aus Granit, die große künstlerische Linie ohne jede detaillierende Ausschmückung ersteht in wuchtiger Geschlossenheit. Gesicht. Körper alles ordnet sich dem schopseri- schen Gedanken, der ideellen Erfüllung der Rolle unter. Darum wird es nebenfächlich. was er bringt. Denn dieseJacqueline" Sascha Guitrys ist voll kinvhastcr Dramatik, unter welcher vereinzelt leben- dige Funken sprühen. Aber es ist da ein Mensch, Armand Verton, er liebt, leidet, wird haßerfüllt zum Mörder. Diesen an sich nüchternen Geschäftsmann fliehen die Frauen, denn es steckt ein Tier in ihm, welches die Frauen zittern macht. So ist er indirekt am Tode seiner Frau schuld, welche von der Gattin ihres Liebhabers erschossen wurde. Es wird viel von dieser Jacqueline, welche nicht auf die Szene kommt, gesprochen. Später erfährt er die Wahrheit über sich selbst, und Jacqueline erscheint in seinen Augen als Märtyrerin. Als nun gar ihre Mörderin zu ihm kommt, die Tote beschimpft und glaubt, daß letzt ein guter Platz für sie selbst frei geworden, packt ihn maßlose Wut, er erdrosselt sie vor dem Bilde Jacquelines. Um dieses Armand Verton wil­len hat Wegener das sonst stark nach der Hinter­treppe weisende Stück gewählt Er verkörpert ein Stück Menschenschicksai ohne große dramatische Ak­zente, ergreifend mit stark ausklingender Wuchtigkeit. Sein Spiel sendet Wellen, geladen mit seelischen Energien in den Raum, seine Kunst ist derartig mitreißend, daß alles verblassend in den Hintergrund tritt, gleichsam zum Rahmen werdend. Sein Ensemble gruppierte sich verständnisvoll um ihn, ganz ausgezeichnete Partnerinnen, dank ihrer stark künstlerischen Persönlichkeiten waren Greta Schröder (Deutsches Theater, Berlin) und Maria Eis (Reue Wiener Bühne, Wien) Der Beifall war der Leistung des Künstlers entsprechend und rief Wegener un-

Korpulenz im Sommer

ist ganz bÄonders liWifl- Korpulente und alle gut» Stariwerden Beranlagten sollten getabe jetzt im Sommer zur Reduzierung Ihrer Wflxtünct« ettoaB OrdeittNches tun. Wir raten, 80 «hremm echte Toluba.Kerne zu lausen, die unschädliche, ab« wirksame, den 5 drporansatz reduHiorende Stoffe ent­halten. Sie «hollen Tvluba-Korne m den meisten Apotheken, sich« Univ -2p»1h. wm gowenon Onael- Sie Bestandteile sind aus d« Packung aneegrdech

ften Schlachtmerts 3157, vollst, jönaere 48flk Färsen und .Kühe: »ollst, auegemäftete tlärier len Schiachttverls 5744. vollst. mio-emästere fftzHe )öchsten Schlachttoerks bi» zu 7 Jahren V05«, nlg gut rntwirfeltc Färsen 4856, ältere (iwegr- mästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 3947, mähig genierte Kühe und Färsen 28 bis 38, gering genährte Kühe >md YIrsen le26, Kälber: feinste Moftkäkber 7075, mHH«e Most- und beste 6augfälber 8068. geringere Mast- unv gute Saugkälber 5058 geringe Sa«ßküttzer 44 bis 48. Schafe: Maststiinmer und Maichämme! 4.550, geringere Mosthämmel imi Schafe 4045 Mark je 100 Kilogramm. 6 b meine »ollst von 80100 Kg. 86W, unter 30 Kg 8085, von 100130 Kg. 8^88, von 120150 Kg. 8888 imb Fettschweine über 150 Ka. 6688, imretne Saum und geschnittene Eber 7n80. Marktverlauf: Am Rinder- u. Kleinen thmarit langsamer, am Schweine- markt reger Handel, Markt geräumt.

Derlmer <'>7odi *

Ein Hans Thoma-Heim.

In Frankfurt, wo Hans Thoma lange Jahre lebte und eine Reihe seiner schönsten Bilder ent­standen, wird am 14. Juli eine eigenartige Schöp­fung der Oeffentlichkeit übergeben. Es ist keine Aus­stellung. auch kein Museum, sondern ein Heim, das der Erinnerung an den großen deutschen Mei­ster dient und eine Sammlung von Bildern und Radierungen, Briefen, persönlichen Gegenständen umfaßt, die vertrauter Freundessinn liebevoll be­wahrte und der Nachwelt nun zugängllch macht. Zu denen, in deren Kreis sich Thomas reiche Seele erschloß, gehörte außer seinem Freunde Stein­haufen, die Familien K ü ch 1 e r und Eifer in Frankfurt. In deren Besitz befanden sich große Thomasammlungen, die seit dem im Jahre 1917 erfolgten Tode von Frau Dr. E i s e r vereinigt sind und von Frau Sofie Bergmann-Küch- l e r verwaltet werden Diese Sammlung die allein 40 der wertvollsten Thoma-Gemälde umfaßt, be­findet sich in dem großen Küchlerschen Privathaufe auf dem Oederweg 116 mit dem Blick auf die Reste des einst von Thoma so sehr geliebten und kunst­geschichtlich berühmt gewordenen Holzhauscnparks.

12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirckchafts- Meldungen. 4 Uhr. Detteri»ericht der «tetzener Wetterdienststelle. 4 Uhr Winschaftemelhun^«. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.306 Uhr Nachmite tagskonzert des Hausorchefters: Wunsch-Rschmite tag. 6 Uhr: Wirifchaftem^dungen. 67 Uhr: Km- verstünde. 7 Uhr: Wlrtfchaftemeldungen. 77L0Uhr: Eisenbahndiebe, Hotelratten und andere häßliche Begleiterscheinungen der Reisezeit". Vortrag von £L ^*menn. 88.15 Ubr: Wanderratschläae des Tau»

Lindenstruth. 13. Juli. Aach einem behiaen Wahltamps wurde bei der gestrigen Dürgermeisterwahl der bisherige Bür- aermeifteT Fatum mit 125 Stimmen wieder- gewählt. Der- Gegenkandidat Wilh. A e i ch- mann I. erhielt 95 Stimmen. Die Wahlbeteili- auna betrug 98 Prozent.

A Saasen. 12. Juli. Die Bürgermei- st er wähl nahm bei uns einen ruhigen Verlaus. Nachdem in den letzten Wochen noch ein Versuch zur Ausstellung eines Gegenkandidaten gescheitert -----unser seitheriger Bürgermeister

A.°G., München. Die Gesellschaft erzielte einen Detriebsüberschuß von 2 894 954 Rm., verschiedene Erträgnisse erbrachten außerdem 278 925 Rm. Die Geschäftsunkosten betragen zusammen 3 254 859 Rm., so daß sich ein Verlust von 68 078 Rm. ergibt, der vorgetragen wird. Dieser Verlust wird von der Ver­waltung auf die zu hohe steuerliche Belastung zu- rückgesührt.

Frankfurter Abendböcle.

Frankfurt a. TL, 13. Juli. Die festere Strömung der Rachbörse übertrug sich auch auf den heutigen Abendverkehr, der infolge von Deckungskäufen ein etwas lebhafteres Bild zeigte, obwohl die ^lmsähe bescheiden blieben. Im Dor- dcrgrunde standen vornehmlich chemische Papiere, die auf Schweizer Käufe kräftige Kurssteigerun­gen zu verzeichnen hatten. Don Elektrowerten wurden Licht und Kraft ansehnlich höher. Am Kalimarkt waren die Kursveränderungen gering. Im freien Verkehr hörte man Kriegsanleihen zu gebessertem Kurse, und zwar zu 0.282 bis 0.283 nennen. Interesse zeigte sich für Türkenwerte, die etwas lebhafter umgingen. Pfandbriefe ver­kehrten schwankend. Die feste Stimmung erfuhr am Schluß einen leichten Druck, so daß die Abendbörse in etwas schwächerer Haltung schloß. Deutsche Anlechen: Schutzgebietsanleihe 5900. Ausländische Renten: Bagdad l 8.5, Bagdad II 6.7, Zolltürken 7.12. Bankaktien: Barmer Bank­verein 1.1, Commerzbank 97.25, Darmstädter Bank 118, Deutsche Bank 121, Dresdner Bank 101.75, Metallbant 90, Mitteldeutsche Credit 96.25,. Oesterrreichische Kreditaktien 8.75. Kaliaktien: Kali Aschersleben 120.50, Kali Westeregeln 135. Chemische Aktien: Anilin Berlin 117, Badische Anilin 127.12, Scheideanstalt 105.50, Th. Gold­schmidt 83, Höchster Farben 116.87. Transport­werte: Rordd. Lloyd 58, Monastir 8. Industrie- aktien: Elektrisch Licht und Kraft 100, Rheinisches Metall 32.50, Lechwerke 71, Lahmeyer 73, Zucker Offstein 65.62.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin 13. Juli. Mit Beginn der neuen Woche ist für die Börse ein Hausse-Spekulations- gebiet nämlich der Anleihemarkt, in Fortfall gekommen. Entsprechend dem Beschluß der Mak- leraemeinfchaft sand in heimischen An­leihen auch fein Freiverkehr mehr statt. Die Anregung, die gerade von diesem Ge­biete bisher auf den Aktienmärkte ausging, fiel dadurch fort. Da ferner zahlreiche Meldungen über Betriebsstillegungen und Einschränkungen bei führenden Industrie-Gesellschaften oorlagen, war die Haltung der Gejamtbörse bei Beginn recht unsicher. Die geringe Frequenz des Geschäftes wirkte auf die Stimmung ebenfalls ungünstig ein. Einige Nebenmärkte, so der Kali- und Chemie-Markt, be­gegneten dagegen etwas Interesse, so daß die Kurse dieser Gebiete recht behauptet waren. 2m übrigen nannte man größtenteils die Schlußkurse der Dor- .ooche mit nur minimalen Veränderungen. Der Geldmarkt war weiter entspannt, was auch in den Zinssätzen zum Ausdruck kam. Tägliches Geld 8$ bis 10 Proz., Monatsgeld 10$ bis 11$ Proz. -jie vom Reichstag angenommene Aufwer­tung der Dorfriegshypotheken in Höhe von 25 Proz. brachte in Dorkrieaspandbriefen einige Nachfrage, fo daß sich die Kurse etwas befestigen konnten. Von S tsanteihen hörte man Kriegsanleihe im Verkehr von Bureau zu Bureau mit 0,285, Schutzgebiet 5,10, 3$proz. '"reufj. Konsuls 0,38. Jrn Devisen- t erfehr konnte sich die italienische Lira, die sich bereits am Samstag -rholte, auf dem befestigten Kurse von 129,75 gegen London behaupten. Die Mark wurde notiert in London mit 20,41, Zürich 122,70, Amsterdam 59,40.

war, wurde unser seitheriger Dürgermeifter Schmitt mit 279 Stimmen von 345 Wahlbe­teiligten aufs neue gewählt. 1 Stimme war ungültig. Nach der Wahl kam die herkömmna)e Ehrung für den Neugewählten, ein Ständchen durch den Gesangverein und darauf eine harmonisch ver­laufene Feier, die die Gememdeglieder emttachtig beifammensah. ... ..

5 Göbelnrod, 12. Juli. Don 174 Wahl­berechtigten machten heute bei der S u r g er. meisterwahl 145 von ihrem Wahlrecht Ge- brauch, davon erhielt unser- bisheriger Burger- meister Heinrich Weber IV. 131 Stimmen, 6 Stimmen waren zersplittert und ungültig Rach- dem das Wahlergebnis bekannt war, zog der Ge- ianaDcrein vor das Haus des Bürgermeisters und brachte den zum 3. Male Gewählten ein Stand- dien Der Vorsitzende des Vereins Kern hielt eine Ansprache in humoristischer Art, feierte den Bürgermeister, der mit kurzen Worten dankte. Rach- bem auch der beliebte Daum gesetzt war, vereinig­ten sich Jung und Alt in den beiden Wirtschaften zu einer Feier, die sich ziemlich lang ausdehnte. Es fehlte dabei auch nicht an Musik, dafür hatte die Jugend gesorgt. . .

= Remhardshain, 12. Juli. Bei der heutigen B ü r g e r m e i st e r w a h l wurde unter starker Beteiligung der Wählerschaft der bisherige Beigeordnete Heinrich Gieß gewählt. Der seit- hcrige Bürgermeister Graulich hatte in der letz­ten Woche auf eine nochmaliges Kandidieren vor- zichtet. Der neue Bürgermeister bekam die üblichen Ehrungen, wie .Baumjetzen, Ständchen und an­schließend gab es eine fröhliche Feier.

Brief

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Berlin, 13. Juli. Der Prrdutt«Marft blleS trotz der großen amorifanUjte« Preissteige­rungen ohne Einfluß, so daß bie ftenbero M«** lech unverändert blieb. '35'nteraerlte feer ftatt angeboten. Hafer ruhig. Mai« still, ebenso Fntter- artifcl. GS notierten für 1003 KUo: Drizen. n, märt. 225 bis 228. 3uft

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Berliner HandcteaeselNg>aft - Lonnxerr- tniB »neat-itenf

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(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers".

Frank furt a. M., 13. Juli. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 23 bis 24,50, Roggen (inländischer) 19,50 bis 21,50, Hafer (inländischer) 19,50 bis 22,50, Mais (gelb) 21, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 37 bis 37,50, Roggenmehl 30,75 bis 32, Weizenkleie 11,75 bis 12, Roggenkleie 12,50 bis 12,75, Erbsen 27 biS 30, Heu (süddeutsches, gut, trockn) altes 8.50, neues 7,50, Weizen- und Roggenstrvh 5,25, Treber( getrocknet) 17,50. Tendenz: Fest.

Srantfacier Echkachi'oiehmarrt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 13. Juli. Austrieb: 1221 Stück Rinder: darunter 396 Ochsen, 72 Dullen, 853 Färsen und Kühe, 366 Kälber, 117 Schafe, 3390

243. do. Juli 192 bis 191.50. Mai« (I*'BwOel 213 bis 215, Rap« 340 8iS 355; für 100 AfcJ Weizenmehl 33,SO biS 36. RoaiMnnebl 31 BW 33,25, Weizenkleie 12,70 bi« lt.80,

13 30 bis 13,40. Bi»toria«Ncn 28 biS 34. FUtare Erbsen 25 bi« 26.50. Si*teT<rb|en 22 biS 26, Peluschken 23 bi# 2650. Ackerbohnen 24 bis 28, Wicken 26 bis 27,50, Lupinen. Mau 12 bis 13. do. gelb 15 bis 16,50. Aayckkuch«, 11,40 biS 15,60, Leinkuchen 22.20 bis 22.30, Trockenschnitzel 10,80 bi« 11,20. Torstnelchse 9,40 di« MO. .Kar­toffelstöcken 24.20 bi« 24,40. Zucker 17 M« 19 'M

Büchertisch.

Ernst Edler von der Planitz. Hcldio des Alltags. Wittenberg und Berlin. 1924. A. Pietz-» (er & Co. (229 S. 8). In seinem neuesten *9»* manHeldin des Alltags" bietet uns P l a n i tz wieder eine erstklassige dichterische Leistung. Die Heldin der Erzählung ist eine einfache Burcauange« stellte, ein schlichtes Mädchen aus dem Volke, da« durch feine entschlossene Tatkraft, durch edle auf. opfernde Siebe den Chef rettet. Trotz aller Arbeit und Mühe wird dieser an den Rand des Bankerotts gedrängt. Er geht ohne Liebe durch bas Leben, an eine gefallsüchtige Frau gefettet, die ihm nur ge­zwungen die Hand reichte. M a g d a .dieHelknn des Alltags", hat sich durch treue geistige Arbeit eine ungewöhnliche SeschSttspraris erworben. Sie unterstützt ihren Chef mit ihren geschickt angelegten Ersparnissen und bringt das Geschäft tvteber m die Höhe. Ihre Herzen finden sich zum Bunde für das Leben. Meisterhaft ist das großstädUiche Leben und Treiben geschildert. Dis zum Schluß halt uns die Erzählung in Spannung, ohne die abgeschmackten Kunstgriffe des modernen Romans anguteenben. Die buchtechnische Ausstattung verdient unser volles Lob. Dr. A. R.

Rundfunk-Programm

des Frai,ksai>öer Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Dienstag, 14. Juli:

4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.306 Uhr: Nach­mittagskonzert des Hausorchefters: Neuere italie­nische Opern. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (M-isterwerke der Weltliteratur):Aus Toll und Haben

von Gustav Freytag (Fortsetzung). 7 Uhr: Dirt- schaftsmeldungcn. 77.30 Uhr: Die Bücherstunde. 7.308 UY-: Funkhochschule. Dortraa von Prof. Kuntzel:Aus der Geschichte des deutschen Unter* nehmertums" (2. Abt., 7. Dortrag). 88.30 Uhrt Uebertragung von Kassel. Stunde der Stadt Kassel: Vortrag von Red. S. DispekerDas Kaj- feier Gssellsch-stsleben" 8.30 Uhr: Die Poslmeiste- rin, Operette in drei Akten von August Reidtzart. 2lnschließend- Nachrichtendiekrst, «ettermeldung.

MiUmech, 15. 3efl:

Dort sind sieben große Räume mit Unterstützung der Stadt Frankfurt für die Zwecke des H a n s - T h a - ma-Heims eingerichtet worden, die dau­erndem Gedenken an den großen Maler dienen, der oft in ihnen geweilt und die nun eine der inter- eiianteften Samlungen feiner Bilder, eine großartige Sammlung seines graphischen Werks, reiches Brief- material, eine Thoma-Bibliothek und zahlreiche Er- innerungsstücke an den Künstler enthalten, dem. Deutschland jo unendlich viel zu danken hat und der auch in die Zukunft hinein noch wie cm Riese wach­sen wird. Es ist ein hochgesinnter Akt freundschaft­licher Pietät, ein Entschluß selbstloser Unterordnung unter die Größe des Verstorbenen, der seine jreimbe und deren Hinterbliebenen nun veranlaßt, dieses Heim in seiner lebendigen Zusammenstellung und außerordentlichen Kunstwerten nun der Oesfentlich-

13 Juli

Amtliche Notierung l Priel

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Berlin, 13. Juki.

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Pneumatik im Schuh / 8Tage zur Probe.

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Schuhhaus

Metropol, Seltersweg 19 / Fachk. Bedienung