Gießener Wochcumarltpreisc.
am 14. Mai (Händlerpreise).
Es tohelcn auf dem heutigen Wochenmarll. ■Butter 200 bü8 220 Matte 35. KLse 60 bto 65. Weißkraut 30, Rotlraut 45, rote Rüben 9, Spinat 20 bis 25. Römischkohl 15. Spargel 80 biS 100. Unter-Äoblrabi 6. Tomaten 150, Zwiebeln 25. Meerrettich 40 bis 100. Rhabarber 20. Kartoffeln 5. Aepsel 35. Dörrobst 35. Honig 40, junge Höhnen 100. Suppenhühner 120 Pf das Pfund: Eier 10 bis 11, Blumenkohl 80 bis 150. Salat 25 bis 30. Salatgurken 120. Lauch 5 bis 10. Sellerie 20 bis 80 Pf. das Stück: gelbe Rüben Päckchen 50 Pf., Rettich Bündel 50, Radieschen 20 Pf
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Vornotizcu.
— Tages ka lender f ür Donnerstag. Matkus-GcmeirOc. 8 41hr MarluLsaal Bortrags- abend. Gießener Schwimmverein: 81Uhr Monotsveriammlung Restaurant Boller. - Licht - 1 Vielhaus Bahnhofstraße: .Turf und Liebe". - Astoria-Lichtspiele: ..Die Piraten von Moulin Rouge".
• Der Stab des 15. 2 n f. - R g l s. ist durch Befehl des Reichswehrministeriums mit Wirkung vom 15. Mai ob von Diesten nach Kassel verlegt worden. Die Geschäfte des Standortältesten find an Oberstleuinant Fritz, Kommandeur des l.Batl.. übergegangen Da« Scheiden des Stabes wird in unserer Stadt von weiten Kreisen bedauert.
bl. Lic. Dell, der seit Winter 1921 als Privatdozent an der hiesigen Landesunipersrtät wirkt, hat. wie uns aus Herborn gemeldet wird, einen Rus als Pfarrer an die Evangelische Gemeurde in Herborn erhalten. (8r wird Ocm Ruf Folge leisten.
* * Der Zapfen st reich unserer Garnison. der gestern abend zu Ehren deS mit dem Regiments stabe von hier scheidenden Regimentskommandeurs Oberst Fett veranstaltet wurde, nahm einen außerordentlich eindrucksvollen Verlaus Wie am 011 tmtag bei dem Fackel- Aug zu Ehren des Reichspräsidenten, so nahm auch gestern wieder eine ungeheuer große Menschenmenge an dem Ereignis teil Unter den Klängen der schneidigen, immer wieder begeisternden Militärmärsche marschierte die Truppe unter dem Kommando des Leutnants Depp, eine große Schar wacker mitmarschierenden Zivils voraus und eine noch größere Schar nachfolgend. t>cix der Reuen Kaserne durch die mit Schaulustigen dicht besetzten Straßenzüge — Licher Straße. Kaiserallee, Ludwigsplay. Gartenstcaße, Reuen Baue, Schulstraße. Walltorstrahe. Ostanlage — vor die Zeughauskaserne am Landgraf- Phrlipp-Platz. wo beim Scheine der Fackeln dem Regimentskommandeur eine Senerade dargebracht wurde. Mit großem 3ntereffc lauschte die gewaltige, dichtgedrängt versammelte Menge der Mitbürger den Klängen, denen sie begeisterten Beifall spendete. Arn Schlüsse der Darbietung hielt Oberst Fett eine markige Ansprache an die Truppe, in der er seinen und des Stabes Dank für die Aufmerksamkeit zum Ausdruck brachte und die^ Soldaten ermahnte, allezeit in Treue und guter soldatischer Tradition dem Daterlande zu dienen und damit auch dem Re- qimcnl Ehre zu machen. (Sin freudiges Hurra auf das Vaterland und der Gesang des Deutschlandliedes. in den die Menschenmenge eifrig ein- stimmte, bildeten den Abschluß der Feier, linier starker Begleitung des Zivils rückte die Truppe mit klingendem Spiel in die Kaserne zurück.
•* Der Seeweg nach Ostpreußen. Rei° icndc, die Danzig und Ostpreußen über den See. weg Swinernüitde—Pillou erreichen wollen, seien auf folgende günstige Verbindung aufmerksam gc- macht- 2lbfahrt in Frankfurt a. Hbf. Sonntag oder Mittwoch nachm. 9.53; Berlin Friedrichstraße an Montag (Donnerstag) 8.4b norm.; Berlin Stettiner Bhf. ab 1.55 nachm., Stettin an 2.50 nachm.: Swinemünde Hasen an 6.3!> nachm.: Swinemünde Hafen ab 7.00 nachm.: Rcufahrwosser an Dienstag (Freitag) 11.00 norm.; Pillau an 3.45 nachm.: Königsberg an 5.24 nachm. Für die Rückreise bieten sich ab Königsberg Mittwochs und Samstags gleich günstige Gelegenheit. Königsberg ab 7.10 norm.: Villau Hafen ab 8.30 vorm.: Neufahrwasser ab 12.45 nachm. :Swinemündc Hafen ob 6.0<I norm.; Donnerstag und Sonntag Stettin ab 9.13 turnt.; Berlin Stettiner Bhf. an 10.18 norm.; Berlin Üln Halter Bhf. ab 2.03 nachm.: Frankfurt a. M. Hbf. an 11.09 nachm.
** Deutsche Schrift auf Wegweise r >t, Gedenktafeln u s w. Die Aufstellung neuer Wegweiser beginnt jetzt wieder. Da ist es am Platze, auf eine Anordnung der Landesbehor den hinzuweifen. Die hessische Forstocrmaltung hat schon vor dem Kriege in ihrem verdienstvollen Streben, Heirnatwerte zu schützen, durch Ausschreiben an die Oberförstereien angeordnet, daß überall bei Weg- meiern und Aehnlichcm deutsche Schrift zu verwenden ift Auch wenn Private, Berschönerungsoer- eine und dgl., Wegweiser im Aerwaltungsbereich der
Lberförstereten aufstellen wollen, ist hieraus zu achten und sonst die Genehmigung zu versagen. — Alle Heimatfreunde sollten hieran denken, auch die Wander- und Hcimatveretne sollten ihre Mitglieder darauf aufmerksam machen, damit diese den Forstbeamten für die Pflge der deutschen Schrift die vtr diente Anerkennung zollen, aber auch, wo nötig, daran erinnern können.
•* Wichtig f ü r Schwerunfallverletzte. Rach einem Erlaß des Reichsarbeitsministers kann, tote bisher schon den Schwerkriegsbeschädigten und gewissen anderen Schwer-- erwerbsbeschränkten. fehl auch den Schwerunsall- verletzten ein Ausweis erteilt werden, wenn sie eine oder mehrere Renten von zusammen 50 oder mehr vom Hundert Dollrenten beziehen und ihnen ein längeres Stehen und Derweilen in geschlossenen Räumen bei starkem Gedränge und dergleichen beschwerlich ist. Auf Grund des Rus- weises werden sie bei persönlicher Erledigung eigener Angelegenheiten von allen Amtsstellen bevorzugt abgefertigt. Der Ausweis wird auf Antrag von der Stelle, die die Renten festgesetzt hot. ausgestellt. Bei Mißbrauch wird der Ausweis entzogen.
•* Gerichtskost en marken bei Zahlungsbefehlen. 3n Kreisen von Industrie und Handel wird es als außerordentlich hindernd empfunden, daß es keine für dos ganze Reich geltenden Gerichtskostenmarken gibt. Bei Zahlungsbeiehlen gegen Schuldner, die in einem anderen Bundesstaat ihren Gerichtsstand haben, sühn es zu erheblichen Verzögerungen. daß der Gläubiger sich entweder erst die Gerichtskostenmarken des betreffenden Landes beschaffen oder den Betrag an die Gerichtsrasse überweisen muß. Auf Anregung der Industrie und Handelskammer zu Köln hat sich der Deutsche Industrie- und Handelstag deshalb an das Reichs justizministerium mit dem Anträge gewandt, Reichs- gerichtskostenmarken einzuführen. Bedenken hiergegen bestehen insofern, als die Einnahmen aus den Gerichtsgebuhren den einzelnen Landesjuftizverwab tungen zufließen und einige Bundesstaaten auch heute noch nicht einmal Gerichtskostenmarkenver fahren haben. Trotzdem dürfte es möglich fein, durch ein Abrechnungsverfahren der Länder die ^chwie rigteüen zu beheben. Wie das Reichsjustizministerium mitteilt, schweben zur Zeit Berhondlungen mit den Länderregierungen.
,v »Religion und K u n st . Daß Pros. D. Lüttge feinen Dort rag über „Religion unb Kunst" trotz der Unmenge von Deranstaltungen, die auf dem Dienstag-Programm Gießens standen. vor fast gefülltem Auditorium halten konnte, darf als erfreuliches Zeichen gebucht werden: ist cs doch ein Beweis dafür, daß die Deranstallung auch solcher — nicht sensationeller Dorträge einem Bedürfnis der Gießener Bürgerschaft ent- gegenkornmt. ilnb der aufmerksame Hörer wird nicht ohne Gewinn hermgegangcn fein: sprach hier doch ein Mensch, der njchs nur Gelehrter, nicht nur Theologe, der selber „Künstler" ist in seinem Sichgeben. Die Dornvtiz versprach nicht zu viel: Die Hörer standen im Banne des Dortragenden und liehen sich führen. — Don dem nur andeutenden Umreif)cn des Problems, das in den Beziehungen zwischen Religion und Kunst beschlossen liegt, die beide Unsagbares sagen, beide Unsichtbares sichtbar machen wollen, sich so ewig anziehen und — abstohen, lieben und — hassen ging es zu den großen Epochen der Romantik, der Aufklärung und schließlich der Moderne. Geschulte, von Dilettantismus weit entfernte Kenntnis von Geschichte und Wesen der Kunst wurde deullich. Geradezu verblüffend wirkte die sichere Auswahl der Besten unter den Großen der Kunstgeschichte, wirkte der Spürsinn, mit dem nicht den Riederungen, sondern den Höhen nachgegangen wurde. Man wurde zu den letzten, tiefsten Quellen aller Kunst geführt, die nicht reproduktiv, sondern schöpferisch gestaltet, aus erlebten Disionen ein Reues schasst, ein Gleichnis der Ewigkeit ist, „fub specie actcr- nitatis" steht und da zur Tragik wird, wo die Spannung zwischen Abkehr und Andacht unauf- hebbar ist. Letzter Grund aller Kunst, dir wirkliche. echte Kunst ist, ruht in dem „All-einen". ist Gestaltung deS Kampfes und Ringens um Gott. Und hier wird die stete Beziehung zur Religion ebenso deutlich wie ihre unmögliche Bereinigung. Tab die „Religion" von dem Dortragenden nur gestreift wurde, war nach der Themastellung nicht vorauszufehen. wird aber der verschmerzen, der die Fülle des Gebotenen zu verarbeiten vermag. Wem der Dortrag von Prof. Brunner noch erinnerlich ist, wird danll>ar sein für die andere Welt, die gestern zu ihrem Rechte kam: variatio delectat. Doller Spannung erwartet man die nächsten Borträge, zu denen Prof. Griesebach und Pfarrer D. (Sogarten gewonnen sind, Ramen, die über Fachkreise hinaus geliebt und gehaßt werden. 2. R.
• • Eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Ober Hessen findet am nächsten Samstag, 16. Mai. vormittags 8'.. Uhr beginnend, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Errichtung einer Turbinenanlage der Ioh. Dörr Wwe. auf der Dammesrnühle bei Arnsheün. Kreis Alsfeld:
hier: Berufung der Ioh. Dörr Wwe. gegen da» Urteil des Kreisausschusfes des KreiseS Alsfeld vom 29. Dezember 1^24 2 Klage des De
z i r ks f ü r s o r g e ve r b a n d e s Gießen- Stad t gegen den Dezirlssürsorgevcrband Alsfeld auf CMtaitung von Unterstüyungsausroen- bungen für Karl Papenho'f aus Hattingen. 3. Besoldung der Gemeindebeamten zu Grü- ningen: hier: Berufung der Gemeinde Grünin- gen gegen daS Urteil des Kreisausfchufses des Krestes Gießen vorn 26. Roixnnber 1921
• Der Lumdatalsängerbund hält am nächsten Sonntag in Allendorf a d. Lumda sein d,e»iahriges Bnndessingen ab. (Liehe Anzeige.) freunde des Männergefanges feien besonders darauf hingewiejen.
• • Auftrieb auf dem beutrgen Frankfurt e.r Schlachtvieh markt: Drei Ochsen. 9 Küße 1364 Kälber. 355 Schate 1939 Schweine
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 12. Mai Ein auswärtiger Poft- beamtet, der etwa jeden dritten Taa mit der Bahn poft dienstlich hierher kommt und hier übernachten muh, hat bei einer aUeinftchcnben Dame, die bet einer hiesigen Finna leichasngl in, ein Dimmer ge mietet. Im Taunus kam der Zug, mit dem der Beamte hier cintrifft, einmal mit später Vcrspä- tung erst gegen 1 Uhr nachts hier an. Da die Flurtür verschlossen war und der Schlüssel innen steckte, konnte er in seine Wohnung nicht hinein. Als er im Begriffe war, das Haus wieder zu oerlaffen, traf er mit einem im gleichen Hause wohnenden Werkmeister zusammen, der ihn nicht kannte und einen Eindringling in ihm vermutete. Zwischen beiben ent* spann sich eine kurze, erregte Auseinandersetzung. Als nun der Postbeamte durch die inzwischen von der Vermieterin geöffnete Tür in seine Wohnung eintrat, rief der Werkmeister, der etwas angetrunken war. der Vermieterin, mit der er und seine A» gehörigen nicht gut stehen, beleidigende Worte zu. Seine Behauptung, die Vermieterin habe ihm vorher ebenfalls eine Beleidigung zugerufen, blieb ohne Beweis. Die Parteien verglichen sich schließlich dahin, daß der Werkmeister die beleidigenden Acußc- rungen mit Bedauern zurücknehme und sich zur Zah lung sämtlicher Kosten verpflichtete.
Turnen, Sport und Spiel.
Pom Stubern.
Vom Verein Uferkritik Gießen rotrö uns geschrieben:
Der Mai ist getommen, und mit ihm auch reges Leben und Treiben in den Bootshäusern und auf der Rennstrecke der Lahn, also oberhalb des Mühlenwehrs bis zum Felsen bzw. bis zur hess.-preuß. Landesgrenze (vor dem Launsbacher Stea) wiedergekehrt. Wie uns ein Besuch bei den verschiedenen hiesigen Rudervereinen gezeigt hat, haben die Vereine die Winterszeit neben dem Hallentrainina auch dazu benutzt, ihr ansehnliches Bootsmaterial für die nun wieder begonnene Ruderfaifon tadellos in Ordnung zu bringen. Die alten Baotc sind, soweit erforberüdj war, abgelaugt und dann nach der Beseitigung von Rissen ober dgl. erneut mit Bootslack gestrichen, und ebenso sind die Riemen nachgesehen und erforderliche Reparaturen daran ausgeführt worden. Nachdem nun die hiesigen Rudervereine auch das offizielle „Anrudern" hinter sich haben und die Ber- pfltchtung der Rennruderer für das diesjährige Training erfolgte, ist cs zunächst die Hauptaufgabe der technischen Leiter bzw. der von den Vereinen verpflichteten Ruderlehrer, die geeigneten, einen Erfolg versprechenden Bootsbesetzungen herauszu- finben.
So kann ber Spaziergänger am Lahnufer auf der obengenannten Strecke jetzt allabendlich wieder die ichlankcn Boote über die Wasserfläche gleiten sehen, und laut erschollen die anfeuernden Kommandorufe der Steuerleute, begleitet von dem andauernden gleichmäßigen Geräusch, das durch die in gleichem Takt wasserfafsenden und ausfcherenden Riemen hervorgerufen wird. Jedenfalls konnten wir erfreut feststellen, daß in den Gießener Ruderoer- einen bereits wieder eifrig und ernsthaft gearbeitet wird. Wie fchon erwähnt, müssen nun die Trainer zunächst herausfinden, für welchen Platz im Boot sich der einzelne Ruderer am besten eignet Dies ist zum großen Teil abhängig von der Beherrschung der Ruderlechnik unb von der physischen Krast der einzelnen. Die Mannschaften sind jetzt dabei, sich auf ihren Bootplätzen zurechtfinden und zur gleichmäßigen Zusammenarbeit einzuschulen. Es wäre daher wohl noch verfrüht, über die Ruderform und Zusammenarbeit der einzelnen Bootsmannschaften fchon jetzt ein kritisches Urteil zu fällen und über Aussichten auf etwaigen Erfolg im Hinblick auf die bevorstehenden Regallen schon heute zu polemisieren. Zunächst wollen wir die Weiterent iricklung der verschiedenen Mannnschaiten im Auge behalten unb etwa erforberlidje Umsetzungen ab- warten, um dann über die Form und Wasserarbeit der einzelnen Bootsbesetzungen eingehender zu berichten.
An die jungen ausübenden Ruderer möchten wir aber schon heute die Bitte und Mahnung ridp
len, strikt auf Disziplin unb Ordnung zu hatte», nomentlid) auch innerhalb der Dootshallen selbst und hinsichtlich der ordenllichen Lagerung unb Unterbringung der Boote, der Riemen und Steuer» rüder, Rollsitze, Adwaschschwämme unb Wischlappen ufro.; denn auch dadurch bchmbft brr Ruderer sein Interesse an feinem Verein.
Hessischer Richtertag.
Die diesjährige Hauptversammlung den Hessischen Richtcrvereins fand »ater dein Dorsch beS Oberlandesgerichtsrate Dr. Schneider unb bei lebhafter Beteiligung von Richtern und Staatsanwälten, inbesonbere aus Rheinhessen im Gutenber^asino tn Main § statt unb bot insofern etwas Besondere» al» erstmalig feit Bestehen des "Vereins der hessische Iustizrninister in der Person des Ministers von Brentano in 'Begleitung des Staatsrats Schwarz her Tagung beiwohnte. Aus den Gegenständen der Tagesordnung sei bervor- qebrbcn. daß der Derein au» Dorschlag feine» Dorstandes einstimmig und unter lebhaftem Beifall seine um die Interessen des Dereins. wie des Richterstandes troblocrblcntcn Mitglieder, ten langjährigen SchrisHeiter unb Dorschenden. Oberlandesgerichtsrat Weicker und die eben- sall» lange Zeit dem Dorstand angehörigen Landgerichtspräsidenten Theobald und Dr. Rees zu Ehrenmitgliedern ernannte. Rach etnacbenber Besprechung wurden eme Reihe von Entschließungen angenommen, welche sich mit ber Besoldung ber Richter, für welche als EingangSstusc die Klasse XI gesordert wurde, mit der Zusammensetzung ber richterlichen Disziplinargerichte, beten Beisitzer durch Wahl ber Richter bestimmt werden sollen, unb mit einer Bereitstellung größerer Mittel zu Fort b Übungszwecken befaßten; auch bie Teilnahme an dem Besuch der von Obetfanbet- qerichtspräsident Dr. Lang ins Leben gerufenen unb mit großem Erfolg fortgesetzten Dorträge am Oberlanbesgericht wurde allseitig angestrebt. Mit besonderem Flachdruck wurde cinftimmiq eine Entschließung dahiir gesüßt, mit allen Mitteln bie Eingliebe - ru ng ber z u errichtenben Arbeitsgerichte 1. Instanz an bie Amtsgerichte im Interesse einer zuverlässigen Hand- babunq de» Arbeitsrechtes durchzusetzen. Daß alle diese berechtigten Forderungen des Dereins auch' von der Landcsjustizverwaltung anerkannt tour- öcn. war mit großer Befriedigung und Genugtuung aus den Darlegungen des Ministers von Brentano zu entnehmen, welcher mit beredten Worten fein Einverständnis mit den gefaßten Beschlüssen und die Bereitwilligkeit her Unterstützung zmn Ausdruck brachte. Der bisherige Dorstand wurde einstimmig wieder- qewähtt und als Ori der nächstjährigen Tagung Da d-Rauheim bestimmt.
Metzger BezrrkstaginDarmstadt
• Darmstadt, 11 Mai. Der Bezirkstag beider Hessen unb Rassau im Deutschen Fleischer verbände sand bei starkem Be-- such im städtischen Saalbau hierfelbst statt. Die Begrüßungsansprache hielt Obermeister Schnell- Kassel. Daraus hielten Ansprachen bie "Vertreter ber hessischen Regierung, ber Stadt Darmstadi. der Hess HarchwerkSkEiner, der Handwerkskammer Wiesbaden usw Rach dem Geschäftsbericht, der genebmiat wurde, umfaßt der Bezirk beider 'Hessen und Rassau gegenwärtig 6 0 Innungen mit 3 3 14 Mitgliedern. Aus beu Derhanblungen ist mitzuteilen, baß eine Entschließung angenommen wurde, bie sich gegen außergewerbliche Schlachtungen und Straßenhanbelmü Fleisch toenbet. Der Dorstand wurde ermächtigt, wegen ber bei Erhebung der Umsatzsteuer hervortretenben Mißstände bei den 'Behörden vorstellig zu werden. Eine weitere Entschließung empsiehlt bei der Einstellung von Lehrlingen eine sorgfältige Au» wähl zut reffen. Dos DorstandSmitglied Sack- Gießen erstattete den Kassenbericht, ber einen "Vermög enSbest a nb von 4776 Mk. ergibt. Der DereinSbeitrag wurde für das laufende Iahr auf 2 Mk. festgesetzt Die ausscheibenden "Vorstands mitgheber Sack - Gießen, Scheffel-Wiesbaden unb Stahl- Limburg wurden wiebei gewählt, außerdem wurden noch verschiedene Delegierte für Bezirks» und DerbandStage bestimmt. Der nächste Bezirkstag findet in Dingen statt.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr.RellgtonSgeseklschaft. Sabbatfeier. 16. Mai. Freitag abd. 7.30, SarnStag vorm. 8.00, nachm. 4.00, SabbatauSgang 9.00. Wochengottesdienst motg. 6.30, abends 7.00.
Ihre Stuhlverstopfung beseitigen Sie durch Herder-Kerne, bie Sie in Packungen zu 30 Gramm in der Apotheke erhallen. Sicher: UnivcrsttätS-Apotheke zum goldenen Eimel. Die Bestandteile sind aus der Packung angegeben
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Mehrere rächt. 5*ervcn u. Tarnen a!S MM für vowebmen Slritkel fofort gesucht. NachweiSl. gute Berdlenstmöglichkeit. ScbriftL Angeb. u. Ang. der biSH. Tätigkeit unter 4961V an den Gieß. 9 Anzeiger erbeten.
:: Lichtspielhaus::
Bahnho Tut raße
Heute:
Tur! und Liebe
Eine Tragödie vom grünen Rasen in 6 Akten.
Dazu ein lustiges Beiprogramm!
Astoria-Lichtspiele
Selterkwctf
Heute bla einechl. Sonntag:
Die Piraten von Moulin Rouge Eine abenteuerliche Geschichte in
6 Akte».
Hauptrolle: VIOLA DAX A.
Fernen
Klein Gretels Siorchemplang
Auch em Aufklärungsfilm in 2 Akten.
Voranzeige! ab sa*«ta<: Voranzeige!
Der Demütige und die Sängerin
nach dem Roman von Felix Holländer. — Hauptrolle: Lil Dagover.
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Taufend Tränen
weine ich, wenakh lebe, wie fkti die Heu* freuen mühen und plagen! Id), das färbend^ Boden wachs Bütfcb Beize, gelb, rot, braun, gebe, ohne Anstrengung da Hausfrau,Bretter- böden und Treppen Farbe u. Glanz, kcknnutzr nicht, rieche nicht und bin (ehr fett Abgenutzte geftrkhene Böden flrbe ich wie neu auf. Der Anftrtch wird hart wie Lack und- .. . ift naß wlfchbar.
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Moritz Köhler,Gießen
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