Ausgabe 
13.8.1925
 
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astsdericht in vec, iundesvorsitzenden vor. urdc darauf hmgewie- liandesbaujchule die die übrigen 3au< ilsbald verliehen mer: Sprache über bie ein* ung war derart wich- Seieutung, daß emp len Baufchllllechnikern meinlchaftlich yi bt junfch geauden. mdn häMechmln, \onbtm ^ulteäjmtei vmg zu strait yi etlanyn. Bet railung wurde barer- 'Heren deutfchei zu gründen, mzu al 'er deutschen Lauschulv )ie Vertreter der wün- hten einen Meilen 3m rmmenschluß nicht als g, sondern alsLeut- b" ins Leben geruier ze wurde Mrsiimml. t, vormittags 10 Ufo ing die Besichtigung ir und der von 6d tf.tr ertigten VodeL In M tl. hieran enWir-d ndesbaugewerkscht üs Vroseffor Dieeloo» rag über .Hessische W arauf folgten Bomoct jtpf, »rW Öfter- ai Heinz über Stu- ,es hoch- und Tiefbau* chr stark besucht.

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" Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt 6 Ochsen. 1097 Äälber. 384 Schale, 833 Schweine.

Landkreis Gießen.

X Ällen Dorf o. d. Lahn. 12. flug. Seit Wochen ist bie Drücke über den Elebach, bet unteren Ort durchfließt, für jeden Fuhrwerts- herfebr gesperrt Die Betonnierungsarbeuen hnh soweit fettiggestcllt und in nächster Zeit lo'.L mit der Pllasterung der ileberfaßrt begonnen werden. Für die Landwirte ist die Sperrung her Drücke sehr unbequem, da diese ge-wunqen find, weite Umwege über den sog. Trieb CStrei«- st raste WetzlarG,eßen und den Mühlweg, zu machen, wodurch ein Zeitverlust bi« zu a/< ^stunde entsteht - Wenn man jetzt die Getreidefelder übersieht, so fällt auf, dast die Landwirte durch hie große Jläffe de« Vorjahre« sehr vorsichtig geworden find Während man früher die Ge- treibelaufen, sog. .Hausten" ohne den Hut auf- ficlUc, ist dieser jetzt in der übergroßen Mehr­heit zu sehen

'«(bad). 11. Aug. Bei der am vergangenen Sonntag ftattgefunbenen Ueigeordnetenwahl mürbe unser intberiger Beigeordneter Karl PH. Brück mit 114 Stimmen wieder gewählt. Sein Gegen- fonbibot. Zimmermeister Dippel, erhielt 100 Stimmen, Hostentlich werben sich die allzu sehr erreg­ten Gemüter wieder etwas beruhigen.

Kreis Friedberg.

f. 5 riebberg, 12. Aug. Die Berfas« f u n g e f e i e r wurde auch in hiesiger Stadt durch einen Festakt im Saale von Groh-,Friedberg festlich begangen. Kreisdirektor Gebhardt eröffnete den Abend durch eine Begrüßungsansprache, die Fest- rede hotte 'Jteftor Koch übernommen. Ganz hervor- r.igenb waren die musikalischen Darbietungen des Abends, sowohl das Friedberger Doppelquartett unter Leitung von Herrn Konzertmeister Muth imh Bratschist Hahn non Bad-Nauheim und Herrn Medizinalrat Dr. Nebel tmb Seminarlehrer Fr. «Baßer! aus Friedberg bestehendes Quarten lei­steten Vorzügliches und riefen stürmischen Beifall hervor

Bad-Rauheim. 10. Aug Auf seiner Sängersahrt durch Deutschland war Der QTcuborfcv Beethoven Mannerchor auch Dast unserer Stadt, die ihm einen äußerst herzlichen Empfang berei­tete. Da« Sonderkonzert. da« er zum Desten der Kinderhilfe auf der KurhauSterrassa gab. fand begeisterte Aufnahme. Bei einem Abendessen int Kurhause wurden von Bürger- mcifter Dr Kayser und Dad- und Kurdirettor von Böhmer herzliche Worte der Begrüßung an die Döste gerichtet, deren Präsident Lenges, ebenso herzlich dankte.

Mrcid Wetzlar.

Wetzlar, 12. Aug. Mit Hilfe des Spar» und Bauoereins mit der wesentlichen Unterstützung der Stadt sind hier von 1918 bis zum Sommer d. 2». insgesamt 367 Wohnungen entstanden. Don diesen Wohnungen sind an Arbeitgeber, und zwar rin die Industrie 81, an Reich und Staat 15, an Private 9 verkauft morden., während an neuen Wohnungen für Reichs- und Staatsbeamte üben Haupt in dieser Zeit 51 Wohnungen geschaffen wurden.

Ebersgöns (Kreis Wetzlar», 12. Aug. Ebersgöns, am Südende des Kreises gelegen (447 Umwohner), darf sich rühmen, in der Milchbeliese» rung an erster Stelle zu stehen. Es werden durch- Ichnittlich täglich 10001200 Liter Bollmilch an bie beiden Städte Butzbach und Wetzlar gesandt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Sa traft aßt, 12. Aug. Die Vers a s- sungSserer in Darmstadt fand in den üblichen Formen statt, doch ist ein starke- Abneh­men deS Interesses an der Feier festzu- fteiten Die Stadt bot dasselbe Dild wie sonst, nur die staatlichen Gebäude waren beflaggt und abends beleuchtet. Dei der offiziellen Feier im Landestheater waren vorwiegend behörd­lich'' Vertreter erschienen: mehrere hundert Plätze blieben leer, obwohl in Den Zeitungen bekannt gemacht war, daß jedermann unentgelt­lich Zutritt habe. 3n später Abendstunde durch­zog ein Fackelzug des Reichsbanners Schwarz-Rot-Golb die Hauptstraßen Der Stadt.

D a r m ft o b t, 12. Aug. Der bekannte hes­sische Hundezüchler Georg W e y r i ch aus Dielbrunn wurde in M i ch e l sta b t bei einer Dorsührung von Hunden von einem Schlaganfall betroffen, der seinen Tob herbeiführte. Wie die Blätter berichten.

Fraulein Fob.

Roman von Ander - Eje.

44. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Er hatte alle Trümpfe in der Hand, sie konnte Ehrenbeleidigungen gegen ihn schleudern, soviel sie wollte, die Situation wurde dadurch keine andere. Als Gabbtz allmählich die vollständige Fruchtlosigkeit her Versuche einsah, sich an die moralischen 3nftinfte eines so dickhäutigen Ge­schöpfes zu wenden, schwieg sie und sank resig­niert in ihren Stuhl zurück. Und jetzt begann Herr Fellips au sprechen, ruhig, aber mit au« geprägtem Hohn in jedem Satz

Glaubt bas kleine Fräulein Gabbtz vielleicht, daß man aus dem Lande Rendezvous haben könne, ohne daß jemand etwas davon weiß? Rur deswegen, weil eS dort mehr Bäume gibt, hinter Denen man sich verstecken Fann, als in der Stadt? Glaubt das kleine Fräulein Gabbtz vielleicht, es sei unbekannt, daß ein gewisser ',crr M. sich auf einem hohen Baume ein Vogel- ci'. gebaut hat? Und haß er in diesem Rest :n.tunter kleine Rendezvous hat? Und glauben 0t nicht auch, daß man zuweilen unten hört, hort Droben gesprochen wird? Es ist doch füll im Wald. Man muß sehr, sehr leise sprechen. Damit eS nicht gehört werden soll. Si: und Herr Milltorp haben aber die Gewohn- ", 'ehr laut und deutlich zu reden Und dann 'iuf man auch nicht allzudeutliche Zeichen von - nem Turmsenfter auS machen. Der Turm ist ct 'ehr hoch, und waS von ihm aus signalisiert wird, kann auch von anderen alS dem braßt- loten Empfänger erkannt werden, llnb wenn man gleichzeitig mit mehreren Herren Rendez­vous hat, muß man doppelt vorsichtig sein, Herrn Ketzler erkennt man auf eine Meile. Run, ich will die Indiskretionen nicht zu weit treiben, ich will Ihnen nur zeigen, Daß ich so mancherlei erfahren habe."

Dann aber mit plötzlicher Schärfe:

Ich kenne alle Ihre netten Pläne. Aber jetzt bin ich es, Der die Drähte in Der Hand hat."

Gabbtz antwortete kein Wort. Sie fragte bloß:

Wo ist FobT

bull einer ferner Hunde Wache bei der Reiche und ließ niemand heran: er konnte erst roegqelorft wer­ben. nachdem die Frau bes Entschlafenen im Auw Herdei geeilt mar.

Bensheim, 12. Bug. Der Landes verband bei hessischen S ch r e i n e r m e i st e r hält fei­nen Landesoerbanbstag am 29. unb 30. Äuguft in Bensheim a. b. B ab.

Hesscn-Rassau.

fpd. Frankfurt a. M, 12. Aug Die Untersuchung in her Mordlache an Der Gattin b<« Generaldirektors Hoof von Der Deutschen Handelsgesellschaft ist noch um keinen Schritt weiter gekommen, obwohl nach allen Seiten um- fanpfeitfe Ermittelungen angestellt werden Die von anderer Seite gemeldet" Verhaftung deS zweiten Direktors trifft nicht zu. Am allerwenigsten kommt der Herr als Täter in Krage Der Direktor hatte Frau Hoos abcnM nach Dem Besuch Des Schumann-Theaters bis vor bie Haustür begleitet und sich bann oon chv verabschiedet Etwa eine Stunde später wurde Die Frau in ihrer Wohnung von einem bisher nicht ermittelten Täter überrascht unh Durch fünf Revolverfchüfse in die linke Bauchseite Io schwer verletzt. Daß sie DienStag nachmittag im städti­schen Krankenhause verstarb Frau S)oof er­wachte noch einmal aus ihrer Bewußtlosigkeit und konnte Dabei einem Kriminalbeamten in un- zusammenhängender Weise einige Auskünfte geben, die aber nicht ausreichend find, um in bestimmter Richtung nach dem Täter Rach­forschungen anstellen zu können Der zweite Di­rektor wurde am Dienstag lediglich über seine Zusammenkunft mit Der Erschossenen verhört. Dec Gatte tourDe heute vormittag vernommen, konnte aber über die Tat und ihre mutmaßlichen Motive garnichtS auSsagen. So schwebt über Der Tat nach wie vor ein durchaus geheimnisvolles Dunkel. daS noch nach keiner Seite erhellt werden konnte. Rach dem augenblicklichen Stand der Untersuchung kommt Mord in Frage. Ge­raubt wurde nichts. Man nimmt auch an. Daß Der Täter aus anDeren Ursachen die Tat voll­brachte. Weitere Untersuchungen stellten heute mittag fest, daß Frau Hoof wahrscheinlich in ihrer Wohnstube von einer Person, bie sich in einem Rebenraum versteckt aushielt, über­rascht würbe. Die Frau hat Darauf aus ihrem Revolver, Den sie neben sich liegen hatte, auf diese Person zwei Schüsse abgegeben. Die Äugeln ging in die Wand und blieben in der Holzbekleidung stecken. Erft jetzt hat sich Der Fremde auf Die Frau gestürzt, ihr Den Revolver abgenommen und sie bann einfach niedergeknallt. Die Kriminalpolizei verfolgt seit heule nach­mittag eine neue Spur nach hem Mörder Die Spur führt nach einer süddeutschen Groß­stadt, wohin sich heute abend Kriminalbeamte zu Vernehmungen begeben haben. Räheres kann im Interesse Der Untersuchung noch nicht mit» geteit werden.

Frankfurt a M., 12. Aug. Der Magi­strat hat beschlossen, die Stadt Frankfurt a. M. an einer vom Deutschen Städtetag eingeleiteten Hilfsaktion zugunsten Der oberschlesi- schen Städte zu beteiligen, Die, unter jeweili­ger Bewilligung durch Den Deutschen Städtetag, zur Förderung der notwendigsten Äultur- aufgaben, für Die bei her besonderen Notlage Der oberschlesischen ©tähte nichts übrig bleibe, Dienen soll. GS wirb hierzu stabtseitig ein Bei­trag von 5 Pfennig pro Kopf Der Bevölkerung geleistet werden. Eine Stubienkommission s p a- -nischer Ae r zt e wird auf ihrer Deutschlanb- teife in Den Tagen vom 17. bis 19. August auch in Frankfurt weilen unb hier verschiedene Forschungsinstitute und industrielle Werke be­sichtigen. Der Magistrat wird die spanischen Gäste am 18. August im Römer begrüßen.

Hanau, 12. Aug. Die durch bas Mar­burger MebizinaluntersuchungSamt angestellten Untersuchungen haben ergeben, baß bie Th - phuserkrankungen durch Infektion der Milch in einer hiesigen Molkerei verur­sacht worden sind, die daraufhin am Samstag geschlossen wurde. Eine Abnahme der Er­krankungen ist heute bereits deutlich w a h r- zunehmen. Die Gesamtzahl der Typhus- unb Paratyphusiranken sowie der Verdächtigen hat sich gegen gestern nur um 1 aus 68 erhöht. In 52 Fällen handelt eS sich um Unterleibs­typhus. der bisher zu vier Todesfällen geführt hat. Die Zahl der Parattzphuskranken beträgt fünf und die der Verdächtigen elf.

Der Bankier lachte laut auf. Gabbtz sah nun, Daß es nur ein einziges für sie gab. sa rasch als möglich von hier sorizukommen. aber sie fürchtete, Daß dies nicht so leicht sein werde .....

Und diese Furcht zeigte sich auch begründet: die Doppeltüre war verschlossen. Sie trat zum Fenster. Das ging auf eine Feuermauer hinaus. Gabby hätte hier stehen und eine ganze Woche lang schreien können, ohne baß sie jemand hörte. Sie war allo überllstet, gefangen und faß in einer richtigen Mausefalle.

Verzweifelt starrte Gabby einige Minuten vor sich hin, während ihr Fellips in aller Ruhe ihre Lage auseinandersetzte:

1. Das einzige, das Gabby Schuh geboten hätte, wäre der Brief gewesen, der aber eben in der Flamme aufgegangen war. Mit diesem Dokument in der Hand hätte sie ihre Anwesen­heit in Fellips' Wohnung erklären können.

2. Die Dienstboten sind hinreichend prä­pariert.

3. Fellips war imstande, zu beweisen, daß die Doppeltür, die Gabby nicht öffnen konnte, gar nicht verschließbar war. Der Mechanismus war sein Geheimnis. Dies konnte also als Be­weis dafür giücn, baß Gabby ganz aus freien Willen bie Nacht im Zimmer des Bankiers zu­gebracht hatte.

4. Fräulein Gabbtz konnte sicher sein, baß Herr Fellips daran gedacht hatte, Zeugen für den Morgen in Bereitschaft zu haben, der über ihrem Elend an brechen würde.

Sc sei ihr persönllch gar nicht feindlich ge­sinnt, im Gegenteil. Aber er liebte es nicht, was menschlich wohl auch zu verstehen sei, wenn Leute auf so wohlorganllierte Weise gegen ihn konspirierten Würde daS gegenwärtige kleine Arrangement ihr die Lust zu weiteren Intrigen nehmen, so wäre sein Ziel erreicht. Wenn nicht, feße er sich gezwungen, den Kamps mit neuen Mitteln auszunehmen. Wie unangenehm es auch an und für sich war, eine so liebenswürdige Persönlichkeit wie Fräulein Gabby zum Gegner zu haben, er weiche Dem Kampf nicht aus. Sie müsse selbst sehen, auf welcher Seite Die Sieges­aussichten lagen. Lohnte es^sich denn. Den Kampf fortzusehen und ihre ganze jugendliche Kraft an

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 7. Aug. Ein vielfach vorbestvaster Kaufmann erschien Anfang Iult vormittag» m einer Wirtschaft in Der Neustadt unD bestellte ein GlaS Bier. Dann ließ er sich ein Mittag­ellen und im Laufe de« Nachmittags eine Portion Wurst mit Brot geben, rauchte mehrere Ziga­retten spielte mit mehreren Herrn Skat und trank nach und nach 18 ® I a « Bier. AlS rhn her Witt abends um 9 Uhr zur Za hl ung der Zeche in Höhe von 7L5 Mark aufforberte, stellte sich heraus. Daß Der trinf- und luftige Gast keinen Pfennig Geld in der Tasche hatte. Er wurde deshalb Der Polizei überliefert unh wegen Betrugs angcflagt. Heute stellte e« sich m Der Hartptversammlung heran«, daß er wegen her gleichen Zechprellerei en schon achtmal wegen B- trugs unb schon dreimal wegen Rücksall-»betrugs bestraft ist Auch hat er schon sonstige Bor- strasen erlitten. Das Gericht billigte dein An­gel tagten mit Rücksicht auf Den nicht allzu hohen Betrag, um den der Witt geschädtgt würbe, zwar nochmals milhcrnhe Umstände zu - andern­falls hätte die geringste Strafe ein Iahr Zucht­haus betragen. hielt aber doch eine hohe Strafe für angemessen, um den Angellagten end­lich auf einen andern Weg zurückzuführen. Cs erfannte deshalb auf zehn Monate Ge­fängnis unb rechnete ihm hierauf 4 Wochen Untersuchungshaft an.

Turnen, Sport und Spiel,

Aus der Schachwelt.

Vom 9 bis 23. August diese« Iahres findet zu Dedreezin (Ungarn) ein Intern. Meister- (12 Teilnehmer) sowie Hauptturnier (32 Teilnehmer) statt Als sichere Teilnehmer am Meisterturnier gelten P Iohner. Grimselb. Kmoch, Dr. Tarta- kower. Dr. Seitz. Dr. Afztalos, Dr. Voida, Dr. Ragv. Przepiorka, Spielmann, Steiner.

Bei dem am 1. November 1925 zu Moskau stattfindenden Internationalen Meistettumier gelten als sichere Teilnehmer: Dr. Gm. Lasker, Rubinstein. Dr. Tattakower, Grünfeld. Rett, Spielmann. Bogoljubow. hierzu kommen noch 3 Internationale sowie 10 russische Meister.

Der Vergleich.

Von Oberlanbesgerichtsrat Dr. Dowensiepen-Ktel.

l.

Vergleich ist die vertragsmäßige Besei­tigung eines Streits ober einer objdtiüen ober auch nur subjektiven Ungewißheit unter den Parteien im Wege beiderseitigen RachgebenS Objektive Ungewißheit ist nicht erforberlich, auch über nur subjektiv ungewisse Ansprüche kann man sich wirksam vergleichen Das Rechtsver­hältnis. über das der Vergleich abgeschlossen wird, braucht nicht gerade schuldrechtlicher Art zu sein, auch dingliche Familien- und erbrecht­liche Ansprüche können Gegenstand eine« Ver­gleichs bilden Zulässig unb rechtswirksam ist daher z. B. ein Vergleich, in dem sich der Be­leidigte ober körperlich leicht Verletzte zur Zu­rücknahme seiner Privatllage ober seines Stras- antrages verpslichtet, auS ihm kann auf die Zurücknahme im Zivilprozeß vor den ordent­lichen Gerichten geflagt werden. Iedoch muß das betreffende Rechtsverhältnis, über das die Parteien stch vergleichen, ihrer Verfügungsge­walt unterliegen. Unwirksam ist ein Vergleich über solche Rechtsverhältnisse, Die der freien Verfügung Der Parteien entzogen fmb, daher nichtig ein Vergleich über bas Bestehen einer Ehe oder eines Verwandtschaf tsverhällmss es, ebenso wenig kann em auf einem verbotenen oder unsittlichen Rechtsgeschäft beruhender An­spruch, z. D. aus einem Wucher stch herleitendes vermeintliche« Recht durch Vergleich rechtswirk­sam gemacht werden. Zulässig ist Dagegen ein Vergleich über Den Unterhaltsanspruch eine« geschiedenen Ehegatten Zulässig ist weiter ein Vergleich gegenüber einem rechtskräftigen Ur­teil, soweil noch Raum für bie Ungewißheit seiner tatsächlichen Verwirllichung besteht.

Iebe Partei, muß Der anderen ein gewisses Opfer bringen.'sonst liegt fern Vergleich vor, sondern entweder beim Gläubiger ein Verzicht oder beim Schuldner ein glattes Schuldaner­kenntnis. Der Gläubiger bewilligt etwa Dem

Schuldner eine Stundung oder gewährt ehre Herabsetzung he« Zinsuße«. während her Schuld­ner seine Schuld in vollem Umfange anerkennt. Der Abschluß he« Vergleich« ist grundsätzlich formfrei. Das gilt auch für einen solchen, durch den bie Verpflichtung zur Bestellung einer Hypothek übernommen nxrh Iedoch lamr her Inhalt bcs Vergleich« In besonderen Fällen bie Beobachtung einer Form notwendig machen. Der 2. verspricht z. B. vergleichsweise hem B. die Uebereignung eine« Grundstücks Hierfür ist nach § 313 B. D. B. Die gerichtliche ober notarielle Beurkundung erforderlich Der Ver­gleich zwischen dem Vater und feinem unehe­lichen Kinde über dessen zukünftigen Unterhalt oder eine statt dellen zu gewährende einmalige Kapitalabfindung bedarf her Genehmigung de« Vormundschaft-gerichts (§ 1714 D. G. B). Der Zwangsvergleich im Konkurse bedarf her Be- ffätiqung durch da« Konkursgericht Der Ver­gleich zwischen Erbschaftsprätendenlen. durch den sie hen zwischen ihnen bestehenben Streit, wer Erbe sei. baburd) beendigen, haft sie sich gegen­seitig al« gleichberechtigte Erben anerkennen, beharf her gerichtlichen oder notariellen Beur­kundung.

Eine sehr wichtige Abart des Vergleichs ist her Prozeftvergleich, d. h. ein Ver­gleich. der nach Erhebuna Der Klage oder in einem Güt «verfahren zwischen Den Parteien ober zwischen einer Partei unh einem Drillen, z. D zwischen Dem Gläubiger unh Dem Bürgen zur Beilegung des Rechtsstreites seinem ganzen Um­fange nach oder in betreff eine# Teile« des Streitgegenstände« vor einem deutschen Gericht - - also nicht gerade notwendig dem P geeicht ober vor einer Gütestelle abgeschlossen ist. (§ 794 Z. 1 der Zivilprr»eßordnung s Wirk­sam abgeschlossen ist ein solcher Vergleich erst mit seiner § 160 Z. 1 Der Zivilprozeftorbnung vorgeschriebenen Beurkundung tm Protokolle, bas Den Parteien zur Genehmigung vorzulesen ist. Rur cm materiell unD formell gültiger Pro­zeßvergleich kann einen anhängigen Rechtsstreit endgültig erledigen. Die angemiche Unwirkfam- feit eines Vergleichs kann daher durch Fott- sehung des Prozesse« geltend gemacht weiden DaS Urteil des Gerichts muß dann entscheiden, ob ein wirksamer Vergleich zustande gekommen ist und den Rechtsstreit beendigt hat. Der - wirksame -- gerichtliche Vergleich hat den großen Vorteil, baß er genau so wie ein gerichtliches Urteil einen vollstreckbaren Schuldtitel harbictet. und daß hie Ansprüche au« ihm erst nach 30 Iähren verjähren, mag auch Der Anspruch aus Dem ihm zu Grunde liegenden Rechtsver­hältnis in einer weit kürzeren Zeit verjähren.

(Schluß folgt.)

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Gender-.

(AuS der »Radio-Umschau".)

Freitag. 14. August.

3Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4Uhr Wetter­bericht der Gießener Wetterdienststelle 4 Uhr: WirtschaftSmclbungen. 4.15 Uhr: Nachrichten­dienst Der Industrie- und Handelskammer Frank­furt a. M.-Hanau. 4.20 Uhr. Nachrichten­dienst. 4.25 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bi« 6 Uhr: Haussrauen-Nachmittag. Programm u. a.:Bereitschaft zur Krankenpflege im Hause", Vortrag von Dr. Franz Wols. 6 Uhr W'rt- schaftSmelbungen. 6 bis 6.30 Uhr. Die Lese­stunde (Meisterwerke der Wellliteratur): AuS Don Quichote" von Tervantes. 7 Uhr: Wirt­schaftsmeldungen. 7 bi« 7.15 Uhr: Die Be­sprechung. 8 bi« 8.30 Uhr: Vortrag von Pfarrer Lic. Dr. Dr. Schwarzlose:Dalmatien, ein wunderbare« Reiseziel der Gegenwart". 8.30 Uhr: Wiener Blut, Operette in drei Akten, von Iohann Strauß, Musikalische Leitung: Kapell­meister Albert Mischel. Anschließend: Rach­richtendienst, Wettermeldung, Sportfunkdienst.

....... " , i DieSorge jederHausfrau istes haftbar, wohlschmeckend, und gut bekömmlich enuu* kochen. Unerreicht hierin als Einmach-und Sveife-

Eisig ist der selbst Magenkranken empfohlene Citrovin-Essig Verlangen Sie daher nicht Essig, sondern ausdrück­lich:itrovtn-E*sig. 1 Flasche 34 Ltr. ge­brauchst. Eisig, daher nicht teurer al» guter Essig.

ein so hoffnungsloses und übrigen« auch wenig ehrenvolles Unternehmen zu verschwenden, sich gegen das Privatleben eines Menschen zu ver­schwören?

Nein, war es nicht doch bas Klügste und Sicherste für Fräulein Gabby. bie Situation zu nehmen, wie sie war? Uebrigens hatte er auch für eine weniger tragische, für eine nette Lösung vorgesehen.

Dort brühen in Der Ecke." schloß Fellip«, steht ein Eiskübel mit ein paar Flaschen Eham- pagner/'

Gabby ftanb blaß und still vor ihm.

Zerbeißen Sie sich nicht so schrecklich ihre kleinen Lippen, Gabby," sagte der Bankier sanst, sondern geben Sie mir lieber ein zweiteSmal Gelegenheit, Ihnen ein glänzendes Zeugnis al« aufmerksames Serviermädchen auszustellen. Rehmen Sie Den Champagner und füllen Sie Die Diäter?"

Gabby würdigte chn nach wie vor keiner Antwort. Sie starrte unablässig auf das Teppich- muster

Ich sehe, baß Ihr kleines Hirn noch immer gewaltsame Gedanken hegt. Was hat das für einen Sinn, nehme i Sie endlih Vernunft an ... .**

Gabby wandte ihm den Rücken und ging langsam zum Fenster.

Ich glaube, fuhr Herr Fellips fort.Daß ein intelligentes MäDchen wie Sie aus einer unab­änderlichen Situation doch die nötigen Schlüsse ziehen sollte. Entweder führt man eine Sache durch, oder sie mißlingt. Ihnen ist sie im Spiel gegen mich mißlungen. In eine solche Lage fügt man sich Dann einfach, je früher, desto besser. Und, lagen Die, weiß denn Ihre anerfennen«- toerte frische Energie keine besseren Aufgaben als Ränke zu schmieden? Ich bin nicht rach­süchtig .....

Krach? Auf Fellips' Schreibtisch stand ein schwerer Briefbeschwerer, ein Stück einer Eisen­bahnschiene. Gabbtz hatte sich blitzschnell um- gewandt unb ihn gegen Fellips' Kopf geschleu­dert. Er sauste einen halben Zentimeter an seinem Ziel vorbei und zertrümmerte an Der Wand das Glas einer Lithographie.

Sie zielen nicht übel, sagte Fellips kalt­blütig,aber Ihre Auffassung vom Eharakter

einer Liebesstunhe stimmt mit her meinen nicht überein. Ich ziehe mich daher auf einige Stunden zurück, und nehme die Zündhölzchen mit mir. nur ihretwegen, gestehe ich offen. Uebrigens ist mein ganzes Mobiliar versichert."

XVIII.

lieber ben Nutzen von Thampagner- flaschen.

Der Bankier schlug die WohnungStür hinter sich zu, -- seinen Leuten brauchte er feine weiteren Weisungen zu geben. alleS war vor­gesehen.

Aus der Treppe blieb er einen Moment stehen und lauschte hinauf Richt ein Laut war au« der Wohnung zu hören. Es wäre übrigens ganz gleichgilttg gewesen. Auch wenn das Mädchen nach Leibeskräften geschrieen hätte, hätte die« keine Rolle gespielt. Herrn Fellips' Privaträume waren sehr gut isoliert, und bie Wohnung unter ihm zufällig unbewohnt. Mit einem schaden­frohen Lächeln zündete et sich eine Zigarre an, summte eine Operettenmelodie und ging die Treppe weiter hinunter. Auf der Straße rief er bas erste Auto an unb gab Dem Ehausseur die Adresse seines Klubs. Rur einige Minuten sauste das Auto durch bie herbstlichen, entlaubten Straßen in Die kleine, vornehme Gasse, in Der der Klub lag.

Es war noch ziemlich früh am Abend und der große Klubfaal alle- eher demr voll. An einem Tisch spielte man Karten, Da und Dort faßen einige kleine Gesellschaften bei einer Zi­garre oder einem Grog. Fellips blieb einen Augenblick an Der Türe stchcn, tauschte einige gleichgillige Worte mit Baron von Dchlodien unb bem Fonbsmäller Stern, unb ging bann» nach rechts und links grüßenb, weiter. Weil er an so vieles andere zu denken hatte, entging e« ihm vermutlich, baß die Grüße, mit Denen man die feinen erwiderte, viel mehr Neugier, Staunen oder Furcht ausdrücklen al« Freundschaft.

Als Fellips außer Hörwelle gekommen war, sagte Der Fondsmäkler Stern:

Was man stch alle« von diesem Teufelskerl erzählt ....."

3a. kornisch, nicht wahr," antwortet» Baron (Fortsetzung folgt)