Ausgabe 
13.2.1925
 
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<jujammeni>ang damit wurden einige lommu-- liistische Führer verhaftet, darunter der kommunistische Senator Kray, sowie der erste und zweite Dürgervorsteher. Bei dem verhaftelen Dürgervorsteher Wassermann wurden bei der Haussuchung schwere Geschoß- zündmäntel vorgefunden, die als Bomben hatten Verwendung finden können. Die Ver­hafteten sind in das Untersuchungsgefängnis nach Hannover gebracht worden.

Ein Flettner-Windkrafttoerk in Berlin.

In- und Auslandes ihre neuzeitliche Gestal­tung, in Deutschland u. a. Köln, Wiesbaden. Metz, D a r m st a d t. Posen, ferner im Auslande u- a. Basel, Helsingfors, Reval. Malmö, Ant­werpen, Ostende, Luxemburg, Rom.

Wettervoraussage.

Vielfach bedeckt, milder, südliche biS westliche, zeitweise auffrischende Winde, einzelne Reqensülle'

Die Reihe der nördlich von uns nach Osten ziehenden Teilwirbel ist noch nicht abgeschlossen. Lieber Irland liegt der Kern eines neuen, vom atlantischen Ozean herangezogenen Teilwirbels der m Frankreich schon starken Darometerfall hervorgerufen hat, während m Deutschland das Barometer noch gestiegen und vielfach Aufhei­terung eingetreten ist. Der Llebergang zu er­neuter Trübung dürfte sich heute anbahnen.

Die Arbeitslosigkeit in Wien.

Die Zahl der Arbeitslosen hat in der letzten Woche abermals um etwa 20 000 zuge­nommen. Rach privaten Schätzungen stellt sie sich tm ganzen Bundesgebiet auf 210 000 dar­unter etwa 100000 in Wien. Arbeitslosenunter­stützung beziehen etwa, 190 000 Personen.

Der Hrmmelsbachprozeß.

Direktor Graupner, Mainz-Kastell, be- rundet, er habe sich seinerzeit bemüht, von der Fimmels bach-Gruppe an der Lieferung von Run. Holz beteiligt zu werben, da ihm sonst feme beiden größten Konkurrenten. Schenk und Himmelsbach, tr« gesamte Rundhelzmaterial vor­enthalten und ihm damit der Weiterbetrieb keines

groben ReichSpvst-Kredtte an den Barmat-vKn- zern nicht gegeben hätte, wenn er nicht durch die ihm durch Darmal gewährten Baugeld er für feine Billa in Lichterfelde in gewisser Weise sestgelegt worden wäre und sich vor allem mit den Interessen deS Staates nicht zu verein­barenden Verhalten gegenüber den Darmats hätte verleiten lassen. Daß irgendwelche Zu­wendungen für ihn zur Hergabe des Kredites bestimmend gewesen seien, bestreitet Dr. Höfle sehr energisch.

Die Preußische Landes ° Kredit- Psandbries-Anstalt.

Berlin, 13. Febr. (TL1.) Der Unterfu- chungsausschust des Landtags über die Vorkomm­nisse bei der Preußischen Landes-Kredit-Pfand- brief-Anstalt trat am Donnerstag unter dem Vorsitz des Abg. Leineri (Soz.) zusammen. Dem Leiter des Instituts, Geheimrat A e h r i n g, wer­den unlautere Kreditgeschäfte mit den Herren von Etzdorf, von Zitzewih und von Carlo- Witz zum Vorwurf gemacht, wodurch die Anstalt und der preußische Staat um sehr erheb­liche Summen geschädigt worden seien.

Ein Ministerialrat erklärte, ihm persönlich sei im August als Vorsitzendem des Verwaltungs- rateS eine Mitteilung über Llnreaelmäßigkeiten gemacht Worten, die Geheimrat Rehring dahin aufgeklärt habe, daß es sich lediglich um Geschäft der Stettiner Sparkasse handle.

Werkes unmöglich gewesen wäre. Es entspinnt sich sodann eine wiederum sehr erregte Ausein­andersetzung darüber, ob Himmelsbach geäußert habe, dah er die Verluste, die er durch Weg­nahme seiner zwölf Werke im Elsah und in Belgien erlitt, durch das Coupes-Ge­schäft -utmachen wolle. Der Zeuge glaubt bestimmt, dah diese Aeutzcrung gefallen sei. Ministerialrat Mantel-München erklärt, jeder Teilnehmer an den Coupes sei von der bayerischen Regierung ausgefordert worden, sich rechtsver­bindlich zu verpflichten, den Wald in sei­nem jetzigen Zustand zu erhalten. Himmelsbach habe als Antwort nur seine Denk­schrift überreicht. Der nächste Zeuge Ton- haeff-Ellern bekundet, von vornherein habe man nicht daran gedacht, größere Fällungen vor-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 13. Februar 1925.

Gegen den Alkoholmissbrauch.

Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung gibt sämtlichen preußi» fchen Provinzialfchulkollegien und Regierungen ein Schreiben der Zentrale für Rüchternheit»-- unterricht und des Deutschen Bundes enthalt­samer Erzieher mit dem Ersuchen um Stellung­nahme bekannt, in dem auf die Rotwendigkeit hingewiesen wird, dem stetig wachsenden Alko- holismus unseres Volkes schon bei der Erzie­hung der Jugend einen Dchuhdamm entgegenzu­stellen. Wo das nicht im planmäßigen Unter­richt gründlich und erfolgreich geschehen könne, weil nicht überall die geeigneten Lehrkräfte für diese Aufgabe vorhanden sind, müsse aushelfend der Wanderunterricht eintreten. Die Zentrale für Rüchternheitsunterricht, die mit der deutschen Reichshauptstelle gegen .ben AlkoholiSmus in Berlin in engster Fühulng zusammenarbeitet, hat zu diesem Zweck auf Grund langjähriger Er­fahrung und nach eingehender Beratung Richt­linien aufgestellt, aus denen der Amtliche Preußi­sche Pressedienst angesichts der Bedeutung dieser Frage für die Volksgesundheit auszugsweise das Folgende mitteill: Der Wanderunterricht wird von sachkundigen, in der Wissenschaft über die Alkoholfrage bewanderten enthaltsamen Lehrern und Lehrerinnen erteilt, die auch mit den neueren pädagogischen Methoden vertraut sind und das freie Wort zu Vorträgen und Besprechungen mit Schülern und Schülerinnen der oberen Klas­sen der höheren Schulen beherrschen. In der Volksschule erhält jede Klasse der Oberstufe, wenn möglich und angängig auch der Mittelstufe, zwei bis drei Stunden Rüchternheitsunterricht: tn den Fortbildungs- und Fachschulen, höheren Schulen und 'Lehrerbildungsanstalten finden zweckmäßigerweise Vorträge und gemeinsame Be­sprechungen über die Alkoholfrage statt mit einer Dauer von ein bis zwei Stunden. Der Unter­richt knüpft überall an die Vorgänge des gegen­wärtigen Lebens an und wird unter Anwendung von Anschauungsmitteln. Experimenten oder Lichtbildern erteilt. Um auch das Elternhaus für die alkoholfreie Jugenderziehung zu gewinnen, werden von den Wanderlehrern Abendvorträge in Elternversammlungen, deren Deranstallung von der Schule übernommen wird, gehalten. Ebenso stellen sich die Wanderlehrer zu Vorträgen in Iugendvereinen zur Verfügung. Die Kosten des Unterrichts, bestehend aus dem Gehalt des Wan­derlehrers oder, falls er vom regelmäßigen Schul- dienfl beurlaubt ist, seiner Steliverträung, sollen in erster Linie von der Schulverwaltung getragen werden, da durch Ministererlah vom 25. Mai 1919 in Preußen "nd irn<iz>n in Xar»

Deutscher Reichstag.

Präsident Löbe eröffnet die Sitzung um 12.20 Uhr und gedenkt des schweren Gru­benunglücks auf der ZecheMini st er Stein . bei dem 126 Bergleute verschüttet worden seien. Leider müsse man befürchten, daß nur ein kleiner Teil gerettet werden kann. Rach der letzten amllichen Nachricht sind 35 Tote zu Tage gefordert worben. An die 97 Vermißten könne man nicht herankommen, well schwere Grubenbrüche eingetreten seien. Der Präsident fährt fort: Rur wer einmal in örtliche und per­sönliche Beziehung mit einem schweren Unglück gekommen ist, kann sich den Schrecken und die Angst auSmalen von den Hunderten von Menschen Angehörigen der Verstorbenen, von der sie in dieser Stunde gepackt werden, und kaum einer 'aon uns kann sich eine Vorstellung machen von den Todesqualen, unter denen die Opfer ihr Leben verloren. Wir können der Trauer und dem Mitgefühl mit den Angehörigen nur dann würdig Ausdruck geben, wenn wir uns b e m ü h e n , sowell menschliche Vorkehrungen dazu imstande sind, solche Furchtbarkeiten zu ver­hindern, wenn wir den Angehörigen die äußeren Lasten zu erleichtern suchen, wenn wir alles tun für die, die unter solchen furchtbaren Gefahren ihrem Beruf nachgehen. (Das Haus hat sich von den Platzen erhoben).

Abg. Iadasch (Kom.) beantragt die so­fortige

Bildung eineß Untersuchungsausschusses zur Untersuchung des Unglücks.

darnll ähnllche Katastrophen verhindert werden können.

Präsident Löbe bittet angesichts der Ma­jestät des Todes, keinerlei Streitfragen aufzu­werfen, und ersucht die Kommunisten, den An- trag erst in der Freitagssitzung einzu­bringen, wenn Räheres über das Unglück be­kannt ist. Die Kommunisten sind damit einver­standen.

Die zweite Lesung des Haushaltsplans wird dann beim Reichsarbeitsministerium fortgesetzt.

Ein Antrag Hoch (Soz.), die Untersllitzun- gen aA Invaliden, ehemalige Angestellte und Arbeiter ehemaliger Heeresbetriebe um 21/2 Mil­lionen zu erhöhen, wird angenommen.

£ie Erörterung wendet sich dann dem Reichsversicherungsamt zu.

Abg. Moses (Soz.) erklärt, die Gesund­hellspolitik sei die Grundlage einer gesunden Wirtschaftspolitik. Das A bntsministrrium müsse sich besonders die Verhütung aller Ge­fahren angelegen sein lassen, die der mensch­lichen Arbeitskraft drohen. Der Kampf gegen bie Volksseuchen, Tuberttrlose und Ge­schlechtskrankhellen, müsse auch von der Sozial­versicherung energisch betrieben werden, su Dr. Haedenkamp (Dntl.) nimmt me Aerzteschaft gegenüber Vorwürfen in Schuh.

Die freie Derztewahl

sei gerade im Interesse der Versicherten not­wendig. Der Redner kündigt einen Antrag an, um eine öffentlich rechtliche Körper­schaft der Aerzte zu bilden.

Russchuhantrag wird angenommen.

^öei Artikel Aeichsarbeitsverwal- tung fordert Abg. Giebel (Soz.) Verein- fachung der Verwaltung. Der Redner befaßt Nch auch mit der Lage auf dem Arbeitsmarkt, MB äße Qlr&eitge&er verpflichtet werden, offene Stellen bei oen Arbeitsnachweisen zu melden.

nr t0?^ie Verhandlungen abgebrochen. Außerhalb der Tagesordnung gab Abg. Soll ma nn (Soz.) eine Erklärung ab gegen

*1 Eua von Zeitungen der Rechts­parteien und der Kommunisten gegen die krischen tfltiebcr 3toelten Äabinettß Stresemann aus SjV? L r ^^«"H^äbigun gen ge° Met toorten sind Es sei heute leicht, diesen Munstern Schwindel und Verleumdungen vor- zuwerfen. Die Kreuzzellung" habe die früheren sozialdemokratischen Reichsminister als Lügner bezeichnet. Gegen eine Bemerkung der Deutsch-m Tageszeitung" die es als unansttindig b^eiV hat, daß die Sozialdemokraten solange geschwie- E haben, erklärt der- Abgeordnete, daß die Leichsregierung und die Ruhrindustriellen bis vor kurzem den Eindruck erweckt haben als wür­den die Micumlasten nicht vom Reich sondern von den Industriellen getragen. 1 0601 Präsident Löbe stellt fest, daß diese Erklä­rungen letzt allmählich ins Uferlose geben und daß der Aeltestenrat am Freitag sich mit dieser Frage beschäftigen wird. (Lebhafte Zu- ftimmung.)

Abg. Stöcker (St) erhebt Einspruch gegen öiesen Monolog des Abg. Sollmann. Es handle sich hier um Behauptungen .denen andere gegen­über stehen. u u

Präsident Löbe gibt der Hoffnung Ausdruck daß die Zeit dieser Monologe bald vorbei sein werde. (Heitere Zustimmung.)

Das HauS vertagt sich auf Freitag. Ange­nommen wird noch ein Antrag Limbertz (Soz ) toona$ der ständigen preußischen Stcherheitskommission und dem Be­triebsrat der Zeche »Minister Stern" vier

, *^cry.n Febr. (TU.) Zu Beginn der heutigen Sitzung legten die Sachverständi­gen dem Kläger Hirn nelsbach eine Anzahl fra­gen vor. Schenk erklärt, daß die Dertäge keine Sicherung für die Erhaltung ber Wälder be­deuteten, weil die Franzosen jederzeit Rach­forderungen zu stellen vermochten. Weiter g< ' Ber Zeuge an, daß die Firma Himmelsbach den Smn der Vertrage, nämlich die Erhaltung der deurschen Walder, durch ihre gewaltigen Abhol­zungen in das genaue Gegenteil ber- le h r t hätte. Auf Fragen Fernbachs erklärte Ber Zeuge Schenk, daß seine eigene Gruppe nur soviel Holz geschlagen habe, als nach den De° stimmungen der deutschen Forstverwaltungen zu­lässig gewesen fei. Der Zeuge Schenk bekundet über die vielumstrittene Verhandlung mit der Bayerischen Forstkommission am 24. März 1924 ba& die Vertreter der vertragschließenden Sirmen Ministerialrat Mantel von dem Abschluß der CoupeS-Derträge Mi 11 e i lung gemacht hätten und daß Mantel da­bei erklärt habe:Gott sei Dank, dann haben öle ja wenigstens etwas

Mantel: Die Herren stellten die Sache immer so Bar, als ob die CoupeS- Vertrage von Ausländern abgeschlos- s e n seien, die den größten Teil der Wälder zur Abholzung übernommen hätten, während nur wenige deutsche Firmen, und zwar solche aus dem Saargebiet, einen kleinen Teil der Coupes suplementaires-Dertväge übernommen hätten _ _ Zeuge Schenk:Ich erkläre hier unter Eid. daß Die bayerische Forstverwaltung nicht ein einziges Mal gesagt hat, wir sollten doch die Coupes-Verträge nicht abschließen. Da- mals hat die Bayerische Regierung sehr wohl die Opfer anerkannt, die wir durch die Verträge aus uns genommen haben, aber heute will sie diese Dinge nicht wahr haben.

Ministerialrat Mantel (sehr aufgeregt): ist doch so gewesen, daß wir bis dahin er­reicht hatten daß die deutschen Holzindustriellen die Verhandlungen mit den Franzosen immer tote er b 1 na u szögerten unb d rüber w 11 en toir sehr glücklich, denn wenn es gelungen wäre, die Coupes-Verhandlungen über den März hinaus zu verzögern, dann hätte kein ein- ziger Baurn mehr geschlagen werden müssen und die Franzosen hätten ein ganzes Emschlagiahr verloren/ - Oskar Himmels- bach (ebenfalls sehr erregt):Sie wollen doch wohl nicht etwa glauben, daß die Franzosen im Sommer nicht auch die Bäume herunter­geschlagen hätten."

Reichstagsabgeordnete für Die Un­tersuchung beigegeben werden.

Als bei der Geschäftsordnungs­debatte der Dbg. Winnefeld (DDP.) das Wort nimmt, wird er von den Kommunisten mit höhnischen Zurufen empfangen.

Abg. Thälmann (St) nennt ihn einen verfluchten Kerl und wird dafür zur Ordnung gerufen.

Abg. Winnefeld (DDP.) erklärt, es sei eine tiefe seelische Depression für ihn, daß er in dieser Weise beschimpft werde.

_ Als die anderen Kommunisten sich den Zuruf Thälmanns zu eigen machen, werden sie eben­falls $ur Ordnung gerufen. Thälmann erhält em zweiten Ordnungsruf.

Aus dem Neichsrat.

Kommunaler Aulandskrcdit. Persoualabba «frage.

Berlin. 13. Febr. (TU.) Der Reichsrat nahm einen Gesetzentwurf über die Aufnahme von A u s l a n d k re d i te n für Gemeinden und Gemeinde verbände an. Danach be­dürfen die Gemeinden und Gemeindeverbände zur rechtsgültigen Aufnahme von Krediten oder zur Begebung von Anleihen im Auslande der Zustimmung des Reichsfinanz mini- st e r s. Der Gesetzentwurf über die zweite Aende- rung der Personalabbauverordnung war nunmehr dem Reichsrat in wesentlich erwei­terter Fassung vorgelegt worden. Die Beschlüsse des Beamteaausschusses des Reichstags sind in ihn hineingearbeitet worden. Der Abbau wird damit vollständig aufgegeben. Don be­sonderer Wichtigkeit in der Regierungsvorlage war die Neuregelung der Pensions- * u r 0 u V fl c n- In der Personalabbauverord- nung, die auf Grund des Ermächtigungsgesetzes erlassen wurde, war die Pensionsßürzung aus­gedehnt worden auf solche Fälle, in denen ein Einkommen aus Privatvermögen vorlag. In der jetzigen Vorlage wird lediglich Einkommen aus gewinn bringender Beschäfti- g u n g, also Arbeitseinkommen, für eine ZZenswnskürzung berücksichtigt. Demgegenüber hat der Rcichsrotsausschuß (geschlossen, daß ArtikellO der Personalabbauverordnung vollständig au­ßer Kraft gesetzt werden soll, also die ganze P e n si 011 s r z u n g fortfällt, weil sie nach Ansicht des Reichsratsausschusses ein Eingriff in wohlerworbene Rechte und ein Verstoß gegen Treu und Glauben wäre. Der Vertreter des Reichsfinanzministeriums erklärte, daß sich die Reichsregierung Vorbehalte, in her präge der Pensionskürzung eine eigene V 0 r- lage an Ben Reichstag gelangen zu lassen. Der Reichsrat nahm den Gesetzentwurf nach den Aus- schußbcschlüssen an.

GeschäsLsordnungsünderungen bes Hessischen Landtages.

^Z^^adt, 12. Febr. (£äl) Ein Unter­ausschuß des Gesetzgebungs-Ausschusses hat u. a. folgenhe Abänderung an der Geschäftsordnung beschlossen: In Zukunft werden die Aus- schuhmitglieder direkt von Ben Frak- tionenbe stimmt und dann durch den Präsi­denten dem Landtag mitgeteilt. Im Ausschuß ist keine andere Mehrhellsbildung möglich als im JJanBtag. Abgeordnete, die Anträge stellen, sollen sie auch selbst in den Ausschüssen vertreten. Kleine Anfragen, die von der Regierung nicht inner­halb einer Woche beantwortet sind, werden als große Anfragen ausgenommen, wenn dies von mindestens 5 Mitgliedern beantragt wird. Ein­gaben von Privatpersonen sind in doppelter Ausfertigung beim La n d- tagöamt einzureichen. Ein Antrag der Kommunisten, a l l e im Landtag vertretenen Par­teien als Fraktionen anzusehen, wird ab­gelehnt. Jugendlichen wird das Betreten her Galerie nur in Begleitung älterer Personen und mll Erlaubnis des Präsidenten gestattet sein. Die Redezeit kann auf Beschluß des Aeltesten- rates begrenzt werden und der Präsident ist befugt, Abgeordneten, die über die festgesetzte 3eit sprechen, das Wort zu entziehen.

Die hessische Krisis.

Darmstadt 12. Febr. (Eigen. Der.) Heute nachmittag haben die Fraktionen des Zentrums und der Demokraten Besprechungen wegen der Regierungsbildung abgehalten. Heber das Er­gebnis wurde noch nichts mitgeteilt. Wie ver­lautet, soll aber die demokratische Fraktion, er­gänzt durch eine Rtz'he führender Demokraten aus dem Lande, der Auffassung sein, daß für sie keine Erweiterung der bisheri­gen Koalition in Frage komme. Das Zen­trum wartet anscheinend erst die Entwicklung in Preußen ab. 3

Kleine politische Nachrichten.

Dem Vernehmen nach wird der soz. Aba Dr. Strecker seinen Wohnsitz nach Berlin ver­legen: er würde dann aus dem Hess. Land­tag aus scheiden Sein Rachfolger wäre in bteTem Falle der Abg. Lang- Urberach, der früher schon dem Landtag angehört hat.

Anläßlich Krönungstages des Papstes Ptus XI wurde in der Berliner . HZEgskirche von dem apostolischen Run- ttus Monsignore Pacelli ein Ponttfikal-Amt zelebriert. Bon den Mitgliedern des Reichs- kabtnettS waren der Reichsminister des Aus­wärtigen Dr. Stresemann, der zugleich den Reichspräsidenten vertrat, sowie die Reichsminister S ch ie l e und S t i n a l erschie- nen, desgleichen für die preußische Regierung Mimsterprasident Marx. Das diplomatische Korps mit seinen Damen war fast vollzählig vertteten. ä

General Ludendorff gibt eine Er­klärung ab, aus der hervorgeyt, dah er zu­sammen mit von Graefe und Strasser ^^Führerschaft der nationalsoziali- tischen Freiheitsbewegung Groß-Deutsch- lands niederlegt. In seinem Verhältnis zu den völkischen Verbänden, deren Schirm­herr er sei, trete keine Aenderung ein.

2lus aller Welt.

Kommunistische Wafseulager.

einem Hause tn Peine wurde vor onLiTk5?9*" ?n£ Menae Sprengstoffe. Zündschnüre und Sprengkapseln gefunden. Im

Die Verhandlungen der Flettner-Gesellschaft und der Stadt Berlin zur Errichtung eines Flettner - Windkraft-Dersuchswer- kes sind zum Aoschluh gelangt Auf dem ber

-m K-i. I juneSmen, unter "»et Soraltifegung "aiferötagS. jcrcamm klien zunächst gwei Verfuchswindtu me daß hie Renierunnen irnendmi-» ssiH» r-irt?-n imSK2aUfC würden* ÄSS flSSÄriÄ'ft

Elektrizität ^I'r ch IS infTa f I cin Cöert)lenft des Himmelsbach-Dertrages.

toinn au genommen terten ' 9e- 35m gegenüber fei jedenfalls bom Feinde ein iy ujecoen. ungeheurer Zwang angetan worden, ber seinen

Die Reife derBuckau- nach Schottland. völlig lahm gelegt habe. Die franzö-

Wie die Blätter aus Kiel melden, muhte Ä ®ntf$äDigun9 durchaus unzureichend bie Ausfahrt des Rotorschiffes .Buckau" aus ' 9 - '

bem Kieler Hafen infolge des Defektes an Ar Dieselmaschine verschoben werden. Die Reise des Schiffes nach Schottland wird erst Freitag früh angetreten. Reben derBuckau" liegt im Kieler Hafen der Dreimastschvner21 n- ".e n , ein Schwesterschiff derBuckau", das dieselben Ausmaße und die gleiche Dieselmaschine wlc dieBuckau" hat, und daher als Der- gleichsschiff benutzt wird.

Dr. Geiß-Andernach erklärt, Bie franzö-- Itfcpen Behörden seien durch aus in der Lage gc- toefen, Fällungen ganz nach Wunsch- vorzu­nehmen, und sie hätten diejenigen F-rmen, die hierzu ihre Anterstühung verweigert hätten, aufS schwerste schikaniert. Dr. Himmelsbach:Sind m in Frage stehenden

rrcI,G^u^tun9en eine ganz gemeine Derleiundung barstellen?" Zeuge:Wir sind überzeugt, daß i. * , ix bie Angriffe von ganz unrichtigen Vor-

J Frankreich. 2U?j!J)U.n9en ausgingen. Dr. Himmelsbach

U^er der bretonischen Küste wehen hef° hch^ stets eine treubeutsche Gesinnung an ben Tag turme Fünfzehn Fischdamvfer S^egt." R.-A. Vogt:Ist dem Zeugen b<? tonnten toegen schweren Wellenganges nicht in kannt, bah ber zweite Vorsitzende des Derwal- wre Ausgangshäfen zurückkehren. Zwölf tungsrates der Treuhanbgesellschift, die sich mit Ateilen von QKargate ift ein unbekanntes Schiff, I ven Holzlieferungen zu befassen hatte, Herr ossenvar ein Passagierhampfer, gestrandet. Maus, wegen unkorrekten Verhaltens des Dr. Im (Sturm Himmelsbach sein Amt niederlegte?" Zeuge:

Sekentert.Herr Maus hat das lluge Angebot des Hem:n

tert^ken° Himmelsbach einfach nicht verstanden^ Er Ducht ein xCC Hohwachter ist auch nie zu einer Sitzung erschienen, um sich

4>ug)t ein Fischerboot. Die drei Insas- aufklaren zu lassen."

' csr ar c n sofort nach der Bekannt- I Min -Rat ^ünkerle führte » n mtä wachtet FiN^aus^um S ^ur Durchführung der Hiebe in^ber Pfalz sei^u

E aud> um nach ben Leichen zu bemerken, dah es sich hier um Eichenbestände

handelte, die zu den wertvollsten gehören.

Großfeuer in den Fiat-Werken. di e Deutschland aufzuweisen hat.

In Rom ist am Donnerstag früh in ber wundervollen Traubeneichen wurden von Autcmobilfabrik Diatto Fiat ein Brand Velsbach geschlagen. Der Okrtrag

<-usgebr°ch7n, d-r einen Skalen Bort stoei s b ° V e r d i e n n m ö g l i ch.

ONillicnen <>ire nnrirhtet? 'Aor ketten fui diese Firma, Daß die zu fallenden

in her Qnrfierihf if.i der Mengen viel zu niedrig geschätzt worben Waran

^Er ^acklerabt ilung entstanden ist, z rstorte beweise her Umstand, daß statt 35 000 Festmetern Harofierte. Der Schaden ist durch I dann 42 000 Festmeter geschlagen worden seien. Versicherung gedeckt. I Die Entschädigung, die die Franzosen gezahlt

a,- haben, belaufe sich auf 27 Milllonen. Das Aus-

Der Städtebauer Stubben. toärtigc Amt in D-rttn habe die schtv ersten

B e r l t n, i i,, Febr. (Täl.) Am 10. Februar außenpolitischen B e d e n k e n gegen die eierte ccc weit über die Grenzen Deutschlands I Verträge geltend gemacht, da sie eng mit bekannte Städtebauer, Geheimer Oberbaurat Dr.- I den Reparationsl efeinngen zusammenhingen.

e 0 <5tü&&en seinen 80. Geburtstag. Hätte man dem Verlangen der Holzhändler ent- n verdanken mehr als 73 Städte | sprachen, so wären Wohl die Wälder in der Pfalz vielleicht gerettet worden, aber voraussicht­lich wäre die ganze Pfalz verloren ge­gangen. Der Vorsitzende verkündet dann den Schluß der Beweisaufnahme.

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