Ausgabe 
12.12.1925
 
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* .Ulrichstein. 11. Dez. Der Krast- postverkehr nach Mücke Feldkrücken und nach Lauterbach ist wieder ausgenommen

Kreis Alsfeld.

W Burg-Gemünden, 11. Dez. Der hie­sige Turnverein beschloß, auch in diesent Jahr wieder einen Werbeabend, verbunden mit Thoateraufführungen, zu veranstalten. Die turnerischen Vorführungen bestehen aus Hebun­gen an Reck, Barren und Pferd, f^tote aus Freiübungen und Aufstellung von Pyramiden. Dcr hiesige Gesangverein, sowie der Mu­si k v e r e i n werden zur Verschönerung des Abends beitragen.

Kreis Lauterbach.

« AngerSbach, 10. Dez. Gestern wurde hier ein Mann zu Grabe getragen, der sich bis weit über die Grenzen des Kreises Lauter­bach grosser Liebe unb Achtturg erfreute: der Beigeordnete und Kirchenrechner Johannes Möller XVIII., der cnrch einen ausgedehnten Dogelhantel betrieb imd Kanarienvogel und ge­lernte Buchfinken bis nach Amerika und Eng­land lieferte. Die Trauer um den Dahingeschie­denen war allgemein und kam bei dem Leichen­begängnis ergreifend zum Airsdruck. Der Krieger­verein. die beiden Gesangverein« und der Ver­ein ber Vogelfreunde, eine große Anzahl Be­rufskollegen und viele sonstigen Ortseingesessene gaben tem Verewigten das letzte Geleit. Der Ortspfarrer schilderte in trefflicher 'Weise die Charaktereigenschaften des Dahingeschtedenen. Aechnungsral Bechtold legte im Namen des Kreisrechnerverbandes einen Kranz an dem Grabe nieder und brachte zum Ausdruck, daß der Ver­storbene sich durch treue und gewissenhafte Dienst- führung die Anerkennung seiner Vorgesetzten und dmxh> fein heiteres, liebevolles Wesen die Liebe und Wertschätzung seiner Kollegen erworben habe. Weitere Kranzniederlegungen fanden statt für die Gemeinde, für den Kriegerverein, für die Vogelzüch-terveretne Angersbach, Lauterbach, Fulda, für die Landw. Zentralgenvssenschaft und für dos Vogel-Crport-Gcschäft Nuhe in Ahlen iWests.). Die umflorten Fahnen deS Kriegerver­eins und der beiden Gesangvereine wurden drei-

konnte noch nicht einwandfrei geklärt teerten Ott Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein.

Schwurgericht Gießen.

Gießen. 11. Dez. Als letzter Fall der diesmaligen Schwurgerichtsperiode wurde die Anklage gegen den Schmied Tobias Schenk aus Stammheim wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg verbandelt. Der Anklage lag folgender Tatbestand zugrunde: Der Angeklagte lebte mit seiner mit ihm im gleichen Hause wohnenden Schwiegertochter nicht in bestem Ein­vernehmen. Am 18. November l. 3., vormittags 8 Llhr, kam es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen beiden, der dadurch entstand, daß die Schwiegertochter ihr kleines Mädchen, weil es unartig gewesen war, strafte. Das gab dem An- gellagten, der am Tisch seinen Morgenkaffee trank, zu Bemerkungen Aniah wie:Ist das das erste Frühstück" undWie kannst du dein Kind erziehen, du bist selbst nichts nutz." Die Schwiegertochter blieb die Antwort nicht schuldig, so dah der Angeklagte zu ihr sagte sie nicht ruhig sei, werde er ihr eine Schussel mit Wasser über den Kops ziehen. Das Wortgefecht setzte sich jedoch fort, und als die Schwiegertochter u. a. äußerte:Ihr selber seid ja auch nichts nutz", sprang der als äußerst jähzornig bekannte An- gellagte, sein Taschenmesser in der Hand, vom Tisch auf, stürzte auf seine Schwiegertochter, die in der Nähe des Ofens ihr Kind anzog, zu, um ihr eineabzuscheppen". Die Frau drehte sich halblinks um, um dem bevorstehenden Angriff zu begegnen, schrie aber im nächsten Augenblick auf:Au, ich bin gestochen." Auf Anraten ihres Mairnes, der jetzt erst herzutrat, ging sie in ein Nebenzimmer und legte sich aufs Bett. Beim Der^ such, wieder aufzustehen, brach sie zusammen und starb nach etwa einer halben Stunde, obwohl der rasch fcrbeigerufene Arzt alle Versuche machte, sie am Leben zu erhalten. Wie dieLeichen- Öffnung ergab, war die in den Oberschenkel hineinziehende Blutader getroffen: dies führte dazu, dah die Gestochene sich verblutete. Eine Besichtigung der Wunde und der Kleider ergab, dah das Messer bis zum Heft durch Schürze, drei Röcke. Anterhose und Hemd in den Ober­schenkel gedrungen war, der Stich mithin mit ungeheurer Wucht geführt worden fein muhte. Trotz dieses den Angeklagten belastenden Tat- bestandes leugnete er heute, wie früher, eine vorsätzliche Körperverletzung ab und behauptete, seine Schwiegertochter habe, als er auf sie zu­gestürzt sei, nach ihm getreten und müsse so in das Messer, das er zufällig vom Frühstücken her noch in der Hand gehalten habe, gerannt sein. An Hand einer Zeichnung der Verletzung vermochten die Sachverständigen einwandfrei nachzuweisen, dah diese Behauptung erfunden sei. Die Wunde befartb sich in der sogen. Schenkelbeuge, so dah, selbst wenn die Frau getreten hätte, sie nicht in der Weise, wie gescheyen, hätte verletzt worden sein können. Bezeichnend für den Charakter des Angeklagten war, dah er sich nach ber Tat wieder an den Tisch setzte und mit demselben Messer, mit dem er gestochen hatte, weiter frühstückte, auch noch grob wurde, als man ihm Vorhalt über seine Tat machte, sich überhaupt Nicht mehr um seine verletzte Schwiegertochter kümmerte. Das Gericht verurteilte ihn wegen Körperverletzung mit töd­lichem Erfolg, unter Annahme mildernder Um* stände zu 2 Jahren 6 Monaten Ge* f ä n gniS. Der Staatsanwalt hatte 4 Jahre beantragt.

Starkenburg.

* Darmstadt, 11 Dez. Die Provin­zialdirektion Starkenburg, die Kreise Bensheim, Darmstadt, Groß-Gera u, Heppenheim und die <3täbbe Darm stadt und Offenbach haben sich zu einer G a s * E r zeugungs- und Gasverteilungsge­sellschaft zusammengeschlossen. Das Llnderneh- men soll die Rechtsform einer Aktiengesellschaft bei einem Aktienkapital von zunächst rund sechs Millionen Reichsmark erhalten.

Tagung des hessischen Iagdklubs

WSN. Darmstadt, 10. Dez. Der Hes­sische Oagbtlub hielt gestern seine dies- jährige Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete der Shrenvorsitzende Prof. Zimmer. Die Witgliederzahl beträgt zur Zeit rund 1800. Die finanzielle Lage sei nicht beson­ders günstig. OagMUbe Vorträge seien in Frank­furt, Weinheim, Friedberg und Darmstadt gehal­ten worden. Ferner seien drei Hundeprüfunaen veranstaltet, auch die Schießausbildung der Mit­glieder fei wesentlich gefördert worden. DaS Zusammenwirken mit der StaatSreaierung sei sebr erspriehlich gewesen, in zahlreichen Fällen sei den Anregungen deS Klubs Folge geleistet worden. Die Bildung von Aegcrtngen habe sich sehr bewährt. Dis jetzt beständen vter solcher Hegeringe: 1. da- Gebiet zwischen Frankfurt und Darmstadt bis zur bayrischen Grenze, 2. das Gebiet von der Gersprenz bis zum Neckar, 3. ein Gebiet von 60 000 Morgen zwischen Frankfurt und dem Spessart, 4. daS Ried. Zwet weitere Ringe bei Lindenfels i. O. und bei Büdingen feien in der Bildung begriffen. Hierauf erstat­teten die einzelnen Ortsgruppen ihre Berichte.

Rheinhessen.

Worms, 11. Dez. (WSN.) Die Stadt­verordnetenversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung 150 000 Mark bewilligt, die zugunsten von in der öffentlichen Für­sorge stehenden Personen Verwendung finden sollen. Die Zahl der Erwerbslosen be­trägt zur Zeit in Stadt und Kreis WormS rund 1500 Personen.

Preußen.

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bl. Herborn, 11.Dez. Das Kessel - und Maschinenhaus der Deutschen Srd - farben-Jndustrie in Burg wurde ein Raub der Flammen. Die Entstehungsursache

7 vorläufig abgesehen werden, da anderwärts dringlichere Bedürfnisse vorliegen.

11 Büdingen, 11. Dez. Der Gemeinde­rat beschloß in seiner jüngsten Sitzung, die Der- leihuna von Reichsbaudarlehen anReichs- finanAbeamte zu befürworten. Die vom Forstamt vorgeschlagenen Holzbauerlöhne wurden angenommen. Die Zuschüsse, die die Stadt zur gewerblichen Fortbildungsschule (eisten muh, haben eine derartige Höhe ange­nommen, dah der Gemeinderat dem Schulvorstand glaubte empfehlen zu müssen, jede weitere Ein­stellung von Lehrkräften und die nicht unbedingt nötigen sachlichen Ausgaben zu unterlassen. Die Dienstsicherheit des Gemeinderechners D e r k e S wurde aus 2500 Mk. festgelegt. Seit voriger Woche ist hier und in der Umgebung eine französische Kommission mit der Ausgra­bung französischer K r t e g e r I e i d) e n beschäftigt. Die Leute waren als Kriegsgefangene hier beschäftigt. De sterblichen il?bei*refte werden «umgehend nach Frankreich abbesörderi. Alles geschieht natürlich auf Kosten Deutschlands.

lD Nidda, 11. Dez. In der jüngsten Ge- meinderatssitzung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Die seinerzeit von der Stadt Nidda erwor­benen Quellen im Hasseiborn sind im Feld- bereinigungsverfahren der Stadt Nidda nicht rest­los zugeteilt worden. Mit den neuen Besitzern und der Stadt ist wegen Rückübertragung des Quetlengebietee den Besitz der

schon einmal der untere Teil einer Gtebelwand her- ausgenommen werden, da sich ton dieser Seite her der verheerende Schwamm eingenistet hatte. In der Gemeindeverwaltung trug man sich deshalb mit dem Gedanken, ein neues Pfarrhaus zu bauen und das alte für Wohnungssuchende einzurichten. Zur Durchführung des ersten Planes konnten ober leider nicht die entsprechenden finanziellen Mittel aufgebracht werden.

Ki'cio Friedberg.

4- Ober -Mörlen, 11. Dez. Wir hatten schon öfters Gelegenheit, über die Bürger- meisterfrage,oi« feit 3uli schwebt und außer vier Wahlgängen auch scholl eine Fülle von Er­bitterung und Partei streit in unsere große Dorf­gemeinde getragen hat, zu berichten. Der Kampf, der von beiden Seiten mit erbitterter Heftigkeit auSgetragen wurde und iveiberhin ausgetragen werten wird, wird am Amtsgericht Bad- Nauheim sogar zu einem BeleidigungS- prvzeß führen. Es sollte in der Sache gestern schon verhandelt werten, ter Termin mutzte ober vertagt teerten, ba ein m Frankfurt c. M. wohnender Hauptzeuge zur Zeit nicht verneh­mungsfähig ist. Zweimal weilte bereits Kreis­divektor Gebhardt-Friedberg hier, um die Grünte, die zur Anfechtung ter letzten Wahl geführt haben, zu prüfen. Die -VoverHebungen sind nun abgeschlossen, so dah am 19. Dezember ter Kreisausschuh Friedberg, ter unter Vernehmung eines gewaltigen Zeugenapparates bereits anfangs Oktober schon einmal in ter Sache verhandelt hat, sich zum zweitenmal mit ter Ober-Mörler Dürgermeisterwahl beschäftigen kann. Hoffentlich ist das bann auch das letzte Mal, Damit die von weiten Kreisen unserer Bevölke­rung seit langem gewünschre Befriedigung unserer Gemeinte endlich eintreten kann. lin­iere Gemeinte, die rund 3000 Seelen zählt, hat zur Zett 100 Erwerbslose. Zum Glück ist in den großen Gemeintewaldungen im Taunus viel Hoh zu machen. Sobald mit dieser Arbeit wieder begonnen werden kann, wird es für viele ter Arbeitslosen wieder Beschäftigung geben. Auck ber Bad-Nauheimer Baumarkt wird manchem hiesigen Arbeiter wieder Lohn bringen, wenn die Bauarbeiten in den nächsten Tagen wieder aufgenommen teerten.

L Langenhain-Ziegenberg, 1 1. Dez. Unsere Heine Doppelgemeinbe, die gemeinsame Verwaltung und auch eine gemeinsame Schule hat, hat bei ber vom hessischen Fürsorgeverein für Krüppelpflege hessischer Kinder angeregten Schulfammlung für das in Darmstadt zu errichtende Krüppelheim die ansehnliche Summe von 50 Mark aufgebracht. Durchschnitt­lich hat jedes Schulttnd, darunter sehr viele Kin­der aus einfachen Arbeiterfamilien, nahezu eine Mark beigesteuert. Diese Summe ist selbst an grö­ßeren städtischen Schulkörpern nicht überall einge­gangen. Der Fürsorgeverein hat denn auch den vorbildlichen Opfersinn unserer Heinen Gemeinte besonders anerkannt.

Kreis Büdingen.

!! Büdingen, 11. Dez. Di« Melde- fr i st für die Bewerber um die hiesige Berufs- bürgermei st er stelle ist jetzt abgelaufen. Wie man erfährt, haben sich folgende Herren beworben: Amtsgerichlsrat Dc. A n d r a e - Or- ienberg. Fabrikant Müller-Thürin g--

Stadt Nidda unterm 20. November 1925 eine (Einigung zustande gekommen, die vom Ge. meinderat genehmigt wird. Nach dieser Vereinbarung muß die Stadt für das Quellengebiet 1 Mk. pro Qm. an die Besitzer zahlen. Hierdurch erledigt fich die Beschwerde an die Landeskommission. Hinsichtlich des der Stadt im Feldbereinigungsverfahren über» iDiefcnen Privatwaldbesitzes ist wegen der Entschädigung für den Waldbestand ebenfalls zwi­schen den früheren Waldbesitzern und der Stadt eine Vereinbarung getroffen worden, die die Zustimmung des Gemeinderats findet. Zur Chaussierung des Weges von der Michelnauer Chaussee über die 30 Morgen nach den Galdäckern, die von bet Feldbereinigungsgesellschaft geplant ist, stellt die Stadt das erforderliche Steinmatertal tostenlos. Von einer Erhöhung der Sonder- st euer vom bebauten Grundbesitz ab 1. September wird Abstand genommen und die Ansicht vertreten, daß im Hinblick auf die außer­ordentlich ungünstige Wirtschaftslage die 5ragc_ der Ermäßigung dieser Steuer erörtert werden müßte. In Nidda kommt auch im Jahre 1926 eine G c - mein de Hunde st euer zur Erhebung, und zwar in ber Höhe, wie sie im Jahre 1925 erhoben worden ist. An dem Erwerb des I u n t e r f chen Hauses in ber Gerbergasse hat der Gemeinderat im Einblick auf die neuerdings gestellten Bedin­gungen vorerst kein Interesse. Dem Ansinnen des hiesigen Turnvereins um Ueberlasiung ber Galerie im Krastfchen Saalbau zwecks Einbau in dis neue Turnhalle kann nicht entsprochen werden, da mit dem Abbruch des Saales noch nicht zu rech­nen ist. In der Volksschule ist die Auf­stellung eines größeren Kessels für die Zentralheizung erforderlich geworden. Die Lieferung und Montage des Kessels wird dem Gust. Roß in Friedberg laut Angebot übertragen.

'Bingenheim, 11. Dez. Oft bemitleidet man die herumziehenden Zigeuner und B ä - renführer. Daß diese aber häufig über mehr Geld verfügen als andere Leute, beweist folgender Fall. Dor zwei Jahren wurde hier ein Säugling einer Bärenführertruppe in das Kre 1 sfür - sorg ehe im ausgenommen. Das Kind entwickelte sich gut, aber niemand von seiner Sippe erkundigte sich nach ihm ober bezahlte die entstandene!! Kosten. Diese waren am 1. Dezember zu 580 Mk. ange­wachsen. Als nun in voriger Woche die Bären- führer, zu denen bas erwähnte Kinb gehörte, wieder in dem Kreise Büdingen erschienen und um einen Wanbergewerbeschein nachsuchten, würben sie auf ihren Stammhalter und die durch ihn entstandenen Kosten aufmerksam gemacht. Da die Mutter des Kindes die Schuld nicht bezahlen konnte, erbot sich berVater" der Bärenführer, zu sofortiger Begleichung der Schuld. Dabei zeigte er, daß er noch über einen ganz bedeutenden Betrag in bar verfugte. Das Kind wurde von der hiesigen Säuglingsschwester der Mutter über­bracht. Doch wollte es nicht zu den braunen Ver­wandten. Nicht nur der Schwester, sondern allen Augenzeugen der Ablieferung am Bahnhof Nidda traten die Tränen ip die Augen aus Mitleid mit dem jammernden Kinde.

th. L e i d h e ck e n , 11. Dez. Bei ber hier abge­haltenen Treibjagd im Wald- und Feldrevier wurden von 33 Jägern 26 Hasen und 1 Fuchs zur Strecke gebracht.

Kreis Schotte».

M» Schotten, 10.Dez. Heute aberrb trafen oa. 100 Mann Reichswehr vom 1. Batt. Inf.-Reat. Rr. in G i e ß e n mit ihrem Kommandeur Oberst, leutnant Fritz hier ein, um eine taktische Hebung in Dem tief verschneiten und schwierigen Gelände des Dberroalbee vorzunehmen. Das Militär ist in Bürgerquartieren untergebracht, die Bevölke­rung tft lehr froh, zum ersten Male Teile unserer neuen Reichswehr bei sich aufnehmen zu dürfen. Die Kapelle de» Reichswehrbataillons trifft morgen ein, der Kommandeur hat sie in liebensroürbimter Weise ber Stadt (geaen Vergütuna der Unkosten) zur Verfügung gestellt. Die Kapelle wird morgen abend in der Turnhalle ein Wohltätigkeits­konzert geben. Aus der Gemeinderats­sitzung: Der Einrichtung der A u t o I i n i e Schotten Gedern wird zugestimmt, die Stadt übernimmt die auf sie entfallende Garantie- summe und die Errichtung der Autohalle. Die Iuxplätze für die Märkte in 1926 sollen im Wege der Submission vergeben werden. Die Märkte werden in der gleichen Weise wie früher abgehal­ten. Der bekannte Prämiierungsmarkt am dritten Pfingstseiertag wird mit Verlosung und Prämi­ierung verbunden. Die Gemeindejagd wird neuverpachtet zu den üblichen Bedingungen auf die Dauer von 9 Jahren, Genehmigung des Gemeinde- rate und Auswahl unter den drei Höchstbietenden bleibt vorbehalten. Zu den Kosten der Schul- Zahnpflege werden 250 Mk. bewilligt. Die Schulkinder werden zahnärztlich untersucht, die Kosten für die Unbemittelten übernimmt die Stadt. Einigen Bauherren werden 1000 Mk. Baudar­te h e n bewilligt. Die Sprung gelber werden, wie im Vorjahr, auf 2 Mk. für Rindvieh, 50 Pf. für Ziegen festgesetzt. Die H u n d e ft e u e r für 1926 wird auf 10 Mk. für jeden Hund bestimmt. Die Wassergeldsätze für die Haushaltungen, die

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