Ausgabe 
12.11.1925
 
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11. Äov. 3n einer chi-Derlamwlung ö« 5o!f8l>«rl='. 6 r-iteto, wurde zu ^uchrer Tagend des Ns äußerliche» raOe alles »uioimnw.

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anschließend auch zur Stadtverordneten- wähl Stellung genommen. Frau LandtagSabg. HeraeuS (Offenbach a. OH) sprach über die vielseitigen Ausgaden der Frau in der Grmctnde- Dertoaltung. lieber den BertraH von Locarno uni> die Stellungnahme seiner Partei baju refe­rierte LandtagSabg. Ärübt ^©armflabt). 3n der Aussprache Tom der sozialdemokratische Stadt­verordnete Rößler zum -Darf. 3u einer Deamtenversammlung hatte der Beam« tenauSschuß der Sozialbemokratr- schen Partei eingelaben. Dor der nur schwach besuchten Versammlung txrbreikte sich Inspektor Kiessel (frranffuTt a. Ak.) über .Die Beamtenschaft am Scheidewege".

KreiS Schotten.

2 a u B a rf). 11. Aov. Am Samstag abend hielt der Turnverein imöolmfer Hof" fein Abturnen ab. Der Verein hat sich unter der »Leitung seine« neuen Vorsitzenden, deS Kauf­manns Wilhelm Schreiner gedeihlich entwik- kelt. Zuerst begrüßte der Vorsitzende mit herz­lichen Worten den Ober-Gauturnwart Will von Gießen, der zu der Frier eigenS er­schienen war. Die ireugcbildete 5>amenricge zeigte b.i ihrem ersten Oluf treten, das) auch das schwache Deschchecht auf dem Gebiet der edlen Turnkunst :redliche Leistungen zu bieten vermag. Die Frei- üi. ungen und die vom Verein gestellten Pyra­miden konnten auch höheren Ansprüchen vollauf genügen. Ebrnso gefielen die .Lebenden Bilder" in jeder Richtung. Der Obrrgauturnwart erklärte ich von den gebotenen Leistungen vollauf befrie­digt. An "'daS Abtumen schloß sich ein flotter Lanz. AlS Standort für da- zu errichtende Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Söhne unserer Stadt batte Geheimer Baurat Dr. Walbe von Darmstadt die .Luckner Eiche" auf dem RamSberg vorgefchlagen. Dieser Platz erschien jedoch wenig geeignet, da da- dortige Gelände von Spaziergängern und Sommerfrisch­lern stet- allzu belebt ist, waS für ernste Be­sucher der heiligen Stätte in höchstem Matze störend wirkt. Auch geht e- nicht an, da- Luckner-Denkmal deS 7jährigen Krieges durch ein anderes zu verdrängen. Dagegen hat sowohl Bildhauer Scholl. Darmstadt wie auch Bild­hauer A r n o l d, Beuern sich für den Platz am Snselteich auf der Südseite des Schloß-artenS unweit des Untertor# ausgesprochen. Hier, an dieser ruhigen Stätte, bilden die gewaltigen Baum gruppen einen stirnmun--vollen Hinter­grund. Vie beiden Künstler wurden eingeladen, für daS Denkmal sobald alS möglich ihre 6nt- würfe eiimureichen. Man hat sich endgültig für den Schloßgarten ausgesprochen.

tzichel-dors, 11. Rvv. Der hiesige Lehrer Würz, der bereits seinerzeit tn Eschen­rod, dem Ort seiner früheren Wirksamkeit, eine merkwürdige Dorfbefestigung sestgestellt hatte, entdeckte auch hier eine frühere Befesti­gungsanlage. Die U ?5»rUeferung, verschie­dene Flurbenemrungen, sowie kleine sichtbare Ileberreste bilden die Grundlage. Unser Dorf wird zuerst in einer Urkunde genannt, wonach im Jahre 1187 der Graf Berthold von Ridda die dortige Pfarrei mit verschieben en Gütern in den umliegenden Dörfern, darunter auch in Gi° ckelsdorf, dem Johanniter- Orden über­geben haben soll. Die Urschrift dieser Urkunde, int Staatsarchiv zu Darmstadt befindlich ist noch sehr gut erhalten; das Siegel ist jedoch abge­rissen. Auffallend ist, das, die Urkunde nicht vom Grafen selbst ausgestellt ist, sondern nur die von demselben geschehene .Ueb ergäbe bekundet. Auch fehlt die Angab- des Orte«, wo die Ueber- gebe geschehen ist Diese Umstände machen die Echtheit der Urkunde zweifelhaft. Graf Bert- hold erscheint 1191 bei der Stiftung des Klo­sters Konradsdorl bei Ortenberg alä Zeuge. Er starb in ober kurz vor 1206 als Letzter seines Stammes.

Kreis Lauterbach,

ö Schlitz, 11. Rov. Für die Wahl der Ocmcinberatßmitglicber sind fünf Wahlvorschläge zr gelassen worden. Der WahlvorschlagStanderherrschaft" be­ginnt mit Rentmeister Friedrich Dug. Seid, an der Spitze der Liste derBeamt en und Privatangestellten" steht Lehrer Karl Hahn, wahrend dieSozialdemokrati fche Partei Schlitz" ihren Wahlvorschlag mit Maurer Heinrich Fehr eröffnet. Die der hier sehr starken Deutschen DolkSpartci nahestehenden BevölkerungSkreise haben unter dem Kennwort Vereinigtes Gewerbe, Sandwirt­schaft. Beamte und Angestellte" eine zugkräftige Liste aufgestellt, die von Fabr.kdirektor Aucmst Haag gesiihrt wird. Sin besonderer WahlvorMag der Gewerbeteekbenb-n geht noch unter dem KennwortHabicht"; Spitzen­kandidat ist Uhrmachermeister SLtguft Habicht. Die WahlvorschlägeStandoSherrschaft",Ber­einigtes Gewerbe. Landwirtschaft. Beamte und Angestellte" undHabicht" sind einfach mit­einander verbunden, während zwischen den Vor­schlägenStandeshecrschaft" undVereinigtes Gewerbe, Landwirtschaft. Beamte und Ange- fleilte enge Listenverbindung besteht. Zusammen bewerben sich 27 Kandidaten um den Posten eines Gemeinderatsmitgliedes.

Starkenburg.

Darmstadt, 11. Rov. 2m Darm- städter Gaswerk werden zur Zeit um- sanßreiche Erneuerungen deS Be­triebes Oorgenommcn. um das Werk auf eine höhere LeistungSfäbiskeit zu bringen. Der neue Letter des Betriebes, Direktor Ruh. hat eine Propaganda unternommen, um in der Stadt den GaskokS abzusehen und in der Bürgerschaft sie Raumheizung mit 6 a 6 einzuführen. sind im Gaswerk Vorrichtungen geschaffen Doröcn, die den KokS in der Weise sieben, daß <r in fünf verschiedenen Drohen gesammelt und ..utomatifch in die Fuhrwerke geladen wird, um ihn den Verbrauchern zuzuführen. Unter der BezeichnungDarmstädter vaZiok-" wird tin Kvks für Zirnmerösen geliefert, der langsam brennt, nicht zuscmmenbackt urtb wenig Schlacken hübet; es wird dies erreicht durch einen $eer- zusah vor dem Entgasen. Direktor Ruh hat auch einen Heizapparat für Zimmer erfun­den, der auf dem Prinzip der Verbampfuns ge­linget Wastermenaen beruht und unter einem Radiator angebracht ist. Die Feuerung geschieht durch DaS und hat vor der Zentralheizung viele Vorzüge. Ferner hat der ® Ire her mehrere Gasöfen für Industriezwecke erfunden, lie eine große ($wf>atnii an Paasonal und Zeit tedeuten, so datz sie bereits « mehreren großen JnLustrie-Unternshmungen ©ingang gefunden laben. Um den Gasverbrauch zu beben, und um die Raumheizung mit Das einzusühren, hat

die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung erst jüngst den GaSpreiS herabgesetzt.

WSR- Offenbach, 11. R»v. Gest »en tourt* in Ausführung eines rechtSktüstigen Be- schluffeS des OberlandeOgerichtS nt Darmstadt der Keller des Ingenieurs Maller tn der Ludwigft raste unter Zuztahring van Palizei- beamten durch einen Beamten beS ftibti- fchen Wohnungsamtes und drs zustän­digen Gerichtsvollzieher- geräumt. Jnaenieur M o l l e r bevrohie hierauf die Be­amten mit einem Armeerevolver und gast auf die Aufforderung, die Waffe niederzuleaen. auf die Polizeibeamten einen Schutz ab, der glücklicherweise fehl ging. Moller lief nach Abgabe deS Schusses in daS obere Stockwerk und erschoh sich. GS scheint, dast er drS Glau­bens gewesen ist, einen Beamten durch den von ihm abgegebenen Schutz verletzt oder gar ge­tötet zu haben und datz er auS Furcht vor der Verantwortung seinem Leben ein Ende ge­macht hat.

Rheinhesien.

Mainz, 11. Rov. (WDR.) Fünf Ein­wohner des Vorortes Gonsenheim, die bei einer Festlichkeit die deutsche Rational­hymne gelungen hatten, sind vom französi­schen Militürpvlizeigeeicht zu Geld­strafen von je 50 Mark verurteilt worden. DaS französische Militärpolizeigericht verurteilte weiter den Redakteur der ainzer Volks­zeitung", Fritz Ohlhofs, wegen einer fal­schen Benennung unter einem Bilde in der vom Vorwärts" ge5ruc[ten und derVolkszeitung" beigefügten iuustrlerten Wochenbrilagr zu einer Geldstrafe von 300 Mark.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Hochelheim, 11. Noo. Daß in der hie­sigen Gemeinde das Wandergewerbe mit Lebensmitteln, insbesondere mit Käse, in einem Umfange geübt wird, wie es wohl kaum in einer anderen Gemeinde gleicher Größe geschieht, ist eine weit über die Grenzen unseres Uorfee hinaus bekannte Tatsache. Daß sich aber in der (8c- meinbe weit mehr a l e 100 Pers » nen be­finden, die im Besitze von Wandergewerbe» scheinen sind, scheint im ersten Augenblick un­glaubhaft, enspricht jedoch ebenfalls den Tatsachen. Last in jeher Haushaltung ist jemand vorhanürn, der den Käsehandel betreibt. Ön manchen Haushal­tungen gehen sogar mehrere Familienangehörige auf den Handel. Unter den Händlern befinden sich zahlreicke abgebaute Eisenbahnbeamte und »arbeitet, Die nach ihrer Ausscheidung aus dem Bahndienste einen anderen Erwerb nicht finden konnten. Zum Teil beziehen die Händler den Käse fertig von Fa­briken und setzen ihn im Kleinverkaus an die Ver­braucher ab. Andere kaufen Quark auf, stellen zu Hause Käse daraus her und setzen bann diesen als Etgenfabrikat ab. Die Geschäftsverbindungen gehen nicht etwa nur nach den benachbarten Stadien und Orten, sondern auch nach Frankfurt a. M., Offen­bach, Hanau, Marburg usw. Zwei Händlersfrauen fahren sogar allmählich dis nach Essen und be­schicken dort den Wochenmarkt. Daß bei einer so aus­gedehnten und mit Eifer betriebenen Handelstätigkeit die Gemeinde besonders in letzter Zeit einen bedeu­tenden Aufschwung genommen hat, ist leicht erklär­lich. Elektrisches Licht wurde kurz vor dem Kriege eingeführt. Die wirtschaftliche Zusammenlegung der Grundstücke gelangte im vorigen Jahre zur Durch­führung. Die Frage des Baues einer Masterleitung mit der Speisung aus Quellen in der ©emarfimg Dornholzhausen bildet den Gegenstand der zunächst zu lösenden größeren Gemeindeaufgaben. In diesem Jahr hat die Gemeinde für Wege- und Brücken- bauten erhebliche Summen Geldes aufgewendet. In unserer Nachbargemeinde Hörnsheim be­läuft sich die Zahl der Lebensmittelhändler ebenfalls auf annähernd 100. Dort wird jedoch die Handelstätigkeit nicht in solchem Umfange aus­geübt, wie es hier geschieht, «eil dort vorwiegend Landwirtschaft, der Lebensmitielhandel jedoch nur nebenbei betrieben wird.

---Aus dem Kleebachtal, 11. Noo. Nach­dem man hier jahrelang nichts mehr non Ratten gespürt hatte, ist in verschiedenen Dörfern des Klee­bachtales in der letzten Zeit ein starkes Auf­treten dieses Ungeziefers zn beobachten. Besonders in den Schweinestäuxn sind die üblen Nager auf­zufinden, wo sie sich wegen der ihnen dort zu- gängigen Futterreste gern hinziehen. Die Landwirte rucken dem Ungeziefer mit allen Mitteln energisch zu Leibe. Die Bekämpfung der M ä us e p l a g e wirb In letzter Zeit ebenfalls eingehend durchgeführt. In einzelnen Dörfern stellen die Äememben Gift­weizen zur Verfügung, während in anderen die Landwirte eine ihrem Flächenbesttz entsprechende Menge Weizen liefern müssen, der in irgendeiner Apotheke mit Strychnin vergiftet und dann in den Feldern ausgelegt wird. Arich über starkes Auftreten von Schnecken auf den Saatfeldern hört man allenthalben Klagen.

Kreis Biedenkopf.

>^x Rvdheim a. d Bieber, 12. Rov. Den Reigen der Veranstaltungen für daS fom- menbe Winterhalbjahr eröffnete am Sonntag abenb dir Turn- und Sportgemeinde, fie größte Bereinigung Rod Heims. Gs galt ble­iern gen Turner zu ehren, denen es im Svmmer- halwahr vergönnt war, bei den «ofrrn Wettbe­werben einen Sieg zu erringen. Der langjährige Vorsitzende, Bäckermeister D e u cc e r wuhte in ehrenden Worten den 7 0 Preisträgern den Dank der Gefcmrtvereinigpng abruftatten und er­mahnte zugleich die wacker Schar zu weiterem Vorwärtsstrebeu. Die Vorführungen der Mufter- -iege, sowie die Darbietungen des Mandelinen- klubs wurden freudig aufgenommen. Rächten Samstag abend wirb die Cängetuereini- a a n g, Bit sich in der RachkrieHs-eit aus den beiden Vereinen »Eintracht "und .Liederftca7rz" gebildet hat, ihren ersten Familienabend abhalten.

Rrenffiirt ei. M. nub Nmzexend.

WSR Frankfurt a.- M... 11 .Rov. Die Stabt Frankfurt a. 2t. hat jetzt von den staat­lichen Behörden die Genehmigung zur Auf­nahme einer Anleihe von 4 Millionen D » llar in Amerika all erste Rate erhalten, älrsprünglich war van der Stvdtverwaltung ein Antrag auf Genehmigung einer Anleihe vvn 78 Millionen Dollar gestallt worden. Der Erlös der Anleihe soll zu peoduftiven Zwecke« Verwendung finden, hauptsächlich wt Msdeani- fieruxg und Erweiterung dar städtischen CletxrtAi- t5M», Gal- und Wasserversorgung. Der Ine* siaen Kriminalpolizei ist gelageaen^sich einer Re­vision eine! Gasthauses in der Altstadt ein guter Fang gelungen. Sie konnte dabei den 28»

iährigen Edmund Hamer auS Elberfeld und den 20jährigen Schlosser Heinrich Sch le dorn «ul Krekeld. die beide wegen RaubeS. Unter­schlagung und Diebstahl steckbrieflich verfolgt Werden, ertt ihrer gingen ..Ausrüstung" be­stehend cm! Revolver, Dolch, Mnllen und einer gangen Anzahl Gperrhaken. sowie falschen Pa­pieren, fepNehmen. Anscheinend haben di« beiden Burschen ootgehabt, auch in Franksirrt a. M. grobe Dinge zu vrehen.

Hers selb, 11. Rov. (WSR.) Zwischen dem Äk a g i st r a t und den Metzgern der Stadt HerSseld ist ein Konflikt erstanden, Mu geführt hat, daß die Metzger einmütig en Haden, nicht mehr im Städ­tischen Schlachthof, sondern in den um­liegenden Orten Rieder-Aula, Schcnklengs- feld usw. ihr Vieh zu schlachten. Der Grund zu dieser Maßnahme ist der HmftÄnb. daß der Magistrat der Metzgerei Prinz auß Rotenburg erlaubt hat, nicht nur. wie bisher, an den Markc- tagen, sondern die ganze Woche hindurch in bet Stadt Fleisch zu verkaufen. Die einheimischen Metzger sehen darin eine ungerechtfertigte Schä­digung ihrer Jnteresfen, da die aulwärlige Firma -nid>t zu den Lasten der Stadt beiträgt, sondern nur ein geringes Standgeld von einer Mark zu zahlen hat. Die Stadtverwaltung er­leidet durch den Ausfall der Schlachthofgcbuhren einen empfindlichen Verlust.

Turnen, Sport und Spiel.

Um die

in Heflen-Hs-in-Vier.

y. SS zeigte sich am Sonntag nicht zum ersten Male, daß beim Fußballspiel Tore zählen und entscheiden, nicht Schönheit, Technik und Feld- Überlegenheit. Wie viele Mannschaften gibt eS, hie an jeder vcke des SpielfeDeS chren Mann stellen, biS sie ehrfurchtsvoll des Gegners hei­lige Tornähe betreten, leise und behutsam, wie Engel, und ihre Vkanneskraft wandelt sich in Engelsschönheit; die Rähe deS Erfolges macht sie selig und in ihrer Seligkeit vergessen sie den Erfolg. Xlub doch ist daS nicht Körpeokraft, w»S auf dem Wege zum endlichen Erfolg fehlt, fondaan ba£ ist Rervenkoast, die versagt. Beweis: Im Traimng auf ein To« find sie die wildesten und sichersten Gchüpen! ilniofibei Loben in der Woche vor dem Spiel schadet den Superklugen nicht und am Sonntag knallen sie dann vor bem leeren Tor mit Wucht drüber.Di« Mannschaft hat nur durch Pech verloren", schreibt dann der aedankenlofe Cßeri<Dieiflatter am Montag. Ja Wirklichkeit hatte der Gegner die besseren. Die aeschanteren Verven. Beispiele: G- D g. M a v° bürg gewinnt in Kassel gegen Splelv. L:l. -Kafsel war im Feld überlege n." F. E Wetzlar gewinnt auf eigenem Platz gegen die dem Spielverlauf lurch mirckeftenS 4 Tor« schlech­teren Han tl-QH ü n b e n « r ,n u r" 1:0.

nwa*hm»lfle<Ää6: OsterodeKurhef- fen Kassel 0:7, Bai dar Vrsatzverteidiaung der Osteroder (Jt Kur Hessens Sieg selbstverflLnd- kch. Die Riederlage von Gießen 1100 S. B g. Göttingen 1:8 ist katastrophal- Wol­len die Leute von dar Jahn nicht mehr?

Die Führung Wechsolt nicht: Sport K a f - f e I schlägt den ersten Ansturm ab. Hessen 01 Kassel, der Faind, zog sich mit 4 Verlusten zu­rück. Sport batte nur 1 Taten za beklagen. Der Kampf geht weiter.

Buntes Allerlei.

Dietetttowhwf M

Daß Chlor bleicht und desinfiziert, wurde vor jetzt ISO Jahren durch den grvpen schwedi­schen Sgparimentator vchoele gefunden. Sr batte 1774 das Ehlor entdeckt und aus der Salzsäur-e fetronntn, 1775 fand er die Zusammansetzung der enteren auS Shsirc und Wasserstoff und b« be- beatfamen Gigenfchaften deS GhlsrgaseS. GS war eine große Zeit für die Shemie, ihre Geburt als Wissenschrft; die bedeutenden ehrt bedungen folgten sich Schlag auf Schlag. Das Ghior muhte damals den Shemiker tot-gex seiner großen chrmi- fchen (Energie gleich ganz dosvnbert intereffieren. SS wirkt vielfach zerstörend, so auf kleine Lebe­wesen, weshalb ti zur Derinf^tian benutzt wird, und auf Farbstoffe, weshakß es zum Bleichen dient. Ällein Sei trerischrn Stoffen, wie Wosia und Seid«, ist Me Atziekung fo stark, Voß auch das Gew che angegriffen wirb. Richt so btt PsianzenLoffan. für Leinen- und Bauniwosistosf-s ist eS daher schon eher brauchbar. LiabriGens hat erst Gavh 1810 rrntdeckt, »ast Gstlor ein Mo­ment, also unzerlegbar ist; Scheele hielt eS noch für Salzsäure, der manFeuerstoff", an den man damals noch glaubte, entzogen.

Vom Ttnbenmödchen zur

MiM»«ärsfstrn.

Ein Z'-nrnermädchm in einem schottischen Hotel, Drith D u n l o P , hat dieser Tage einen amerilanischan Millionär, Hugh M. Anncttt, gc- beiraiet und ost damit in die olcmnenbscen Ver­hältnisse gefonwnen. Der unaewohnnchr HrrzenS- rem an, der damit seinen Avschluß fand, begann bei einem Baruch, den Mr. A n n a 11, ein ge­borener Schotte, bet m Florida ein Riesenver­mögen erworben hat, seiner allen Heimat ab- ffcattete. Bei der Suche nach dem Haus, in btm er geboren war, geriet er in einen Sturm, ver­lor den Weg und irrte umher. Die Rächt brach herein, und der Cigentümer deS Hotels gu ®te- nisla, nt dem er atzgestwgaa toar. ließ ihn suchen. Aunatt wirbt Danz ersch-hft wch fast heünihttos auf einen Fatsan achunben. Als man lhn ins Hotel mreuckbrachke, brarsthie sich einti der Zimmermädchen in dem Hotel eifrig um ihn, packle ihn sofort in Decken und legte ihn ver das offene chrr-souer dar Küche. Durch diese BorforOe bewahrte sie ihn vor fMvavrr Krank­heit. Der Millionär «6er faßte «irre tiefe Rol- gu*fi zu dem HM »eichen Mädchen, machte ihr einen Arttrog, und das Gnda vom V.ede war, bah er Fr!. Dunkep tn brr Pfarrkirche >n Gle- nifi« »um Wtar führte Die H«chg«ttveife dal glücklichen Paaoes besteht tn einer 6 Ttteeete bauernden Fahrt um die Well.

Sfe herufStSttge DmerkSanerln.

Dom Heimletzen bet berufstätigen Frau in Amerika erzähll Dr. Julie Sangen tn der nette« Rümmer des Dahetm: Die Leitung der Heime liegt in Händen von aehtlbeten Frauen. Sa in jedem Heim ein vierseitiges ÄrStzunftSbureau vestehi, lern eine Stellenvermittlung «not«Hebert ist, Rmnen Me Leiterinnen den Jnfeoeyen bet

perfchiedensten Heimvewohnrr gerecht werden. Diese setzen sich aus allen Schichten der weib­lichen Bevölkerung eularnmen. Die Wohnungs­frage in von der Berpfle^uagSfragr getrennt. In einem Heim. daS mecst 80100 Zimmer enthält, hat jeder ein eigenes Zimmer, da? ein­fach upd pranlsch eingerichtet ist. Stlvstverstänb- lich ist in jedem Raum fliehendes kalteS und warmes 'Mafier, auf jeder Otege befinden sich eine Reihe Badezimmer, die man jederzeit un­entgeltlich benutzen darf. Gin Plättzimmer mit Waschbecken für kleinere Wülcheteile steht zur Verfügung. Kochgelegenheit gibt eS für den einzelnen nicht. Alle Mahlzeiten werden in der sogenanntenCafeteria" eingenommen, einer Art Restouraat. in dem sich jeder selbst bedient. Der Zusammenschluß der L)rimbewohner ergibt sich von selbst, denn es besteht eint Reibe von geschmackvoll elnaecichteten gtmeinlchaftlichen Räumen lBiblivthek, Musikzimmer. Schreib­zimmer. Halle mit Kamin). Für die Heim­bewohner besonders bequem finden hier Abend­kurse für jedermann statt, die Gelegenheit zur Weiterbildung geben. Auch für sportliche De- tättaung der Frau bestehen in den Helmen rnuuergültiee Einrichtungen. Ohne eine unbe- binete Rawahmung in Deutschland für richtig erscheinen zu lasirn, Knnen unS die amerikani­schen Heime doch Anregung geben, wie sich mit geschickter Lösung deS Wohnungsproblems die Förderung körperlicher und geistiger Vildung vereinigen läßt.

Der Srfiitn^nnfc nm Schliisselloch.

Der Schimpanse ist wohl berjenige Menschenaffe, der in seinem Wesen am meisten Ähnlichkeit mit dem Menschen hat. Besonders die jungen Schirn petnfen sind außerordentlich gesellige Tiere, die innige Freundsihoft untereinander schließen und die größte Trauer zeigen wenn sie van ihren Freunden ge­trennt werden. Ein amüsantes Beispiel für diese ,geistige Verwandschaft" des Schimpansen mit dem Menschen führte der Präsident der englischen Gesell­schaft der Wissenschaften, Pros. Charles Shrrring- ton, in einer Rede an, die er kürzlich hielt.Ich bin selbst einmal aufs höchste überrascht worden durch dieVerwandtschaft", die ich bei einem Schimpansen fanb", erzählte er. ,Lch besuchte täglich die Schim­pansen in meinem Laboratorium und stand mit ihnen auf sehr vertrautem Fuß. Eines Tages nach meinem Besuch fiel mir plötzlich ein, unbemerkt zu beobachten, was motzl die Schimpansen täten, wenn ich foryeganflen sei. Ich drehte daher um, bückt« mich und blickte durch das Schlüsieloch an der Tür des Raumes, in dem st« sich befanden. Aber da begegnete mein Auge dem Auge eines Schimpansen. Das Tier hatte augenscheinlich ganz denselben Gedanken ge­habt und hatte ebenfalls das Schlüstellach benutz.', um mir ncichzugucken. Aber der Schimpanse, der übrigen» eine Dame war, war mir dach nach in der Neugierde zuoargekommen."

Rschrichten.

Nraesttifch« Gemeinden.

«to. Dotfesd. k. d.Svnagoge

tett» eit lagt). Samstag, 14. Rovembee 1M>. Vorabd. 4-30, moog I.W, Pro^igt, atztzs. 4.50 u. 8 30.

Dosfesstteilst »ei tsr. DeNgiVttSgefeSschaft. babbatfeier, den 14. Aooember 1925. Freitag abds. 4.15^ Samstag vorm. 8.30, Predigt, nacknn. 3.30, Da^tzatauSgang R.3O. WvchengvtteSbienst rnvrg. 0.45 und abbs. 4.00.

RnndfunL-Programm

deS SersderS.

(2drs her .Radio-Umschau".)

Fretto«, 13. Rodemtzrr:

1.10 Uhr: ilebertregung der GrnpsangSfeier- ktchkeiten anläßlich bet Besuche« des Herrn Reichspräsidenten im Kaiser^aal bei Römers. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bi« 6 Uhr: Hausfrauen-Aachwittag. Programm u. «.:Rationelles Hetzen", Dortrag von Frau Stadtrat «lfe Alken. 6 bi« 6.30 Hbr: Die Lefe- stunbe. 6.30 bi- 6.45 Uhr: Die Bücherstunde. 6.45 bis 7 Uhr: Die Besprechung. 7 bi« 7.30 Uhr: Der Briefkasten. 7.30 bis 8 Uhr: Die Bücherstunde (Besprechung). 8 bis 8.30 Uhr: Italienischer Sprach-Unterricht. 8.30 biß 9.30 Uhr: Tanzmrrftk. 10 biS 11 Uhr: Cabaret- Abend.

Br?efkKften der Redaktion.

Dr. P. Sn dem zu der JubiläumSnummer deS Gießener AnzeiaerS vr-röffcmtlichten PreiSausschr«'. ben rtmn sich jede er­wachs a«r Parson batetf'^en, aff» auch die Frau, ®b«w oder Lichter M Bsgtahees.

Wege zu besserer Gesundheit

gibt es viele, aber nur wenige die sich so ange­nehm beschreiten lassen wie der folgende:Sie schaffen wirklich spielend leicht Kindern jeden Alters ein gesundes, blühendes Aussehen oder kräftigen geistig oder körperlich angestrengte Mitglieder Ihrer Familie in überraschend kurzer

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