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verhaftet.

als sehr ernst zu bezetchnen ist. Auch der Pilot

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. Aus dem in der Rühe g

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zialversicherung cnv chk toov5'

Mörder uub Brandstifter.

In Kreuzberg an der Ahr erschlug Hn 27jähriger verheirateter Mann. Vater eines Kin­des. ein junges Mädchen, versteckte die Leiche unter dem Stroh inderScheune seines Schwie­gervaters und z ü n d e t e diese an. Bei den Auf­räumungsarbeiten wurde die Leiche gefunden, an der vermutlich ein Sittlichkeitsver­brechen begangen worden ist. Der Täter wurde

Wettervoraussage.

Stark bewölkt, tagsüber warm, sonst etwas kühler, gewitterhaft.

Das die Wetterlage bedingende Hochdruck­gebiet hat sich etwas verflacht und mit seinem Zentrum weiter westwärts verlagert. Im Rvrd» meer und an seiner Ostfront ist seit gestern starker Druckfall eingetreten. Im wesentlichen dürfte die Schönwelterlage auch morgen nach anhalten, wenn auch das östliche Fallgebiet sKüen Ein­fluß auf unsere Witterung durch stärkere Be­wölkung und erhöhte Gewitterneigung geltend machen dürfte.

Die belgische Ministerkrise beendet?

Paris, 11. Juni. (WTB.) Wie derTemps" aus Brüssel berichtet, erwarte Ministerpräsident P o u l l e t heute nachmittag die Zustimmung des katholischen Abgeordneten Car ton, dem er das Kolonialministerium angeboten hat. Da General Keestens sich nunmehr bereit erklärt habe, das Portefeuille des Kriegsministers anzunehmen, be­trachte man die M i n i st e r k r i s e a l s b e e n d et. Das Kabinett werde heute abend oder spätestens morgen vormittag gebildet sein.

DerReichslandbund zum deutsch- spanischen Handelsvertrag.

Berlin, II.Iuni. (WB) Der Bundes­vorstand des Reichslandbundes hat zur An­nahme des deutsch-spanischen Handelsvertrages eine Entschließung gefaßt, in der mit Rücksicht I auf die durch die Ratifizierung dieses Handels- Vertrages für die deutschen Winzer und Obst- I züchter entstandene Rotlage die Erwartung aus­gesprochen wird, daß die Regierung alles tue, um die Rotlage der um ihre Existenz ringenden Winzer und Obstzüchter zu erleichtern. Zur Zoll­vorlage nahm der Gesamtvorstand des Reichs­landbundes eine Entschließung an, in der er | fordert, daß die Landwirtschaft in der Zoll­vorlage mit der Industrie gleichmäßig behandelt wird, d. h., daß auch bei landwirtschaftlichen Er­zeugnissen der Geldentwertung in gleicher Weise Rechnung getragen wird wie bei der Industrie.

I Für alle in Frage kommenden landwirtschaftlichen Erzeugnisse mühten ausgleichende Mindestsätze festgelegt werden. Bor allem müsse die Einbe­ziehung wichtiger nichtberücksichtigter landwirt­schaftlicher Erzeugnisse, wie Milch, Milchrrzeug- nisse, Wein, Tabak und Spinnstoffe (Flachs und Hanf) gefordert werden. Eine neue Blüte der deutschen Volkswirtschaft könne nur durch den paritätischen Schutz aller ihrer Zweige herbei- geführt werden.

Kleine politische Nachrichten.

In der deutsch-sozialen Partei sind Meinungsverschiedenheiten aus- gebrochen, die den Austritt einer großen Anzahl I von Mitgliedern zur Folge hatten.

*

Der Sowjetbotschafter Krassin reist in die­sen Tagen nach Moskau. Er wird seine Reise in Berlin unterbrechen, um mit deutschen Banken über die Frage der Warenkredite für Sow­jetrußland zu verhandeln. Bekanntlich haben die Besprechungen mit den Pariser Banken zu keinem Ergebnis gefürt.

Wie Havas aus Athen berichtet, ist das griechische Ministerium zurückge­treten.

Aussicht genommen.

Bon der vom Polizeipräsidenten veranlaßten Verbindung des Berliner städtischen Leitungs­netzes mit dem Retz der Charlottenburger Wasserwerke wird wegen der kleinen Profile der Rohre an den Berührungspunkten nur sehr geringe vorübergehende Besserung erwartet. In den Kreisen des Publikums versteht man cs nicht, daß des Charlottenburger Wasserwerk nicht wenigstens Saugrohre nach dem offenen Wannsee angelegt habe, die eine Versorgung wenigstens mit Fluhwasser sicher- der Charlottenburger

stellen. Die Direktion

Wasserwerke war auch gestern für Anfragen

ihaus waren mehrere Krankenwärter mit Trag- j wahren auf der Anfallstelle eingetroffen, die die beiden Verunglückten nach dem Schöneberger Krankenhaus brachten. Anterdefsen war auch die Feuerwehr erschienen, die den Brand

Flugzeuges, das bis auf die Eisenteile ein Raub der Flammen geworden war, löschte.

Berlin ohne Wasser.

Berlin 12. Ium. (TA.) Die Wasser- lata st r v p h e hat gestern einen botgeftern noch für unmöglich gehaltenen Höhepunkt erreicht. In sämtlichen südwestlichen Vororten, insbesondere in F r i e d e,n a u , Steglitz und Südende Hai gestern nachmittag die Wasserzusuhr auch in den Parterrewohnungen vollkommen ausgesetzt.

Selbst in den Stunden kurz vor Mitternacht ist kein Wasser erschienen, so daß die tags über aus der vergangenen Rächt vorrätig gehaltenen kleinen Wengen in allen Familien ausgegangen sind. Der Anmut der Bevölkerung nimmt stündlich zu. Er richtet sich in erster Linie gegen die Charlottenburger Wasserwerke A.-G., außerdem aber gegen das Berliner Straßenreinigungsamt, das trotz des ungeheuren Wassermangels gestern viele Tausend Kubik­meter Wasser in den Straßen Berlins ver­sprengen ließ. Es verlautet zuverlässig, daß im Laufe des heutigen Tages mehrere Tau­send Schadenersatzklagen gegen das Charlottenburger Wasserwerk eingeleitet werden ! sollen. Besprechungen mit den Feuerversiche­rungsgesellschaften sind wegen der ungewöhnlich erhöhten Gefahr von Feuerschäden in

Reiches und um die Gebiete um den Persischen OL Auf die Einwendungen des persischen Dele­gierten gegen Einbeziehung des Persischen Golfes m , dieverbotene Zone" erklärte sowohl der Dele- ; gierte Englands wie Indiens daß sie aus der Em- ; beziehung dieses Gebietes bestehen mußten, da es sich um eine Existenzfrage ®rofjb.nton: ntens handele, sie machten sogar die Unterzeich- . nung der ganzen Waffenhandelskonvention von der Einbeziehung dieses Gebietes in die verbotene Zone abhängig. Bei der Abstimmung über diesen Paragraphen ergab sich, daß nur neun M > t = alieder der Konferenz für ihn emtraten dar­unter die meisten Großmächte, während drei Staa­te dagegen stimmten und 26 sich der Stimme ent­hielten.

Polen-Danzig in Genf.

Gin polnisches Gymnasium.

Danzig, 11. Juni. Heber die Behandlung von Danziger Fragen vor dem Rat des Dölkerbundes in Genf hören wir: Der Rat hat gestern in einer geheimen Sitzung über die Eingabe einiger Danziger Staatsangehöriger polnischer Nationalität vom 1. Juni 1924 ver­handelt und sie dem Kommissar in Danzig zur wei­teren Erledigung überwiesen. In der Eingabe wird verlangt, daß der Danziger Senat veranlaßt werden möge, die Kosten für die Unterhaltung eines pol­nischen Gymnasiums in Danzig zu tragen. Ferner wird darin eine Verletzung des Ar­tikels 4 der Danziger Verfassung, der die Rechte der polnischen Minderheit hinsichtlich der öffent­lichen Erziehung und des Gebrauchs der polnischen Sprache in der Verwaltung und den Gerichten be­handelt, behauptet.

Der Senat hat nach eingehender Prüfung der Angelegenheit dem Kommissar am 18. Oktober 1924 eine Gegenerklärung überericht, in der die polnischen Vorwürfe im einzelnen zurückgewiesen wurden. Der Kommissar hat die Weiterverfolgung der Angelegenheit abgelehnt und hat der Minderheit anheimgestellt, die Frage, wie alle anderen Minder­heiten es tun, durch Unterrichtung eines Mitglieds des Rats gegebenenfalls weiter zu verhandeln.

Ferner soll über die Frage des polnischen P o st d i e n st e s in Danzig, über die Vereinfachung des Verfahrens bei den Danzig-polnischen Streit­fällen ferner über eine Abg renzung des Munitionsgeländes auf der Westerplatte verhandelt werden.

Ein neuer Verhandlungsmodus I

Genf, 11. Iuni. (WB.) Das vom Völker­bundsrat in seiner heutigen Schlußsitzung ge- | nehmigte neue Verfahren zur Behandlung von Streitfragen zwischen Danzig und Polen gibt dem Ober komm iss ar des Völkerbunds für Danzig die Möglichkeit zur rechtsgülti­gen Entscheidung zahlreicher Fragen, die seither regelmäßig die Ratstagung belasteten. Das neue Verfahren hält das Prinzip der direkten Verhandlungen zwischen den beiden Parteien unter Vermittlung des Ober- ' kommissars aufrecht. Dieser kann jede der beiden Parteien einzeln vder zusammen zur weiteren 1 Behandlung strittiger Fragen einberufen. ,. Durch Festsetzung bestimmter Fristen wird 1 die Möglichkeit der Verschleppung stark eingeschränkt. Werden diese Fristen nicht innegehalten, so erhält der Oberkommissar ohne weiteres das Recht, seine Entscheidung zu fällen. Hält er es für notwendig, so kann er sich durch den Generalsekretär an die technischen Organisationen des Völkerbundes zur Einholung von Gutachten vor Abgabe seiner Entschei­dung wenden. Die in diesem Falle vorgesehene Völkerbundkommissionen sollen in der Regel ihr Gutachten von Genf aus abgeben und nur in Ausnahmefälle sich an Ort und Stelle zum Studium der vorgelegten Frage begeben.

Berufung gegen Entscheidungen des Völ­kerbundskommissars sind nur innerhalb von 40 Tagen möglich. Rur in diesem Falle wird sich der Rat mit der Streitfrage zu befassen haben.

China protestiert.

Berlin, 12. Iuni Das chinesische auswärtige Amt lehnt in einer Rote an das diplomatische Korps den Emwand ab, daß die fremde Polizei in der Roiwchr gefdp^n hübe Die Rote fordert darüber yinaus die Aushebung des Belagerungszustandes Zurück­ziehung bet Matrosen, Entwaffnung der Frei­willigen und Befreiung aller chinesischen Ha,- ^'^Äeber die Tagesereignisse in b.m Aufstands- gfbiet hören wir aus H n r. k o n g : Die Polizei entfernte in chinesischer Sprache abgefaßte und an die Mauern ungeliebte Flugs ch*r t f 1t n , in denen die chinesische Bevölkerung aufgesordert wird, in den S Y m p a t hie st r e i t zugunsten der Streikenden in Schanghai einzutreten. Die Gewerkschaft der Seeleute von Schanghai fordert in einem Appell alle Seeleute auf, sich dem Streik anzuschließen. Rach einer Havasmeldung haben Soldaten der Puan-Armee auf ein M o - t o r b o o t, in dem sich vier Amerikaner be­fanden, die bei Schamameen den Hvnampuß zu überqueren versuchten, g e f e u er 11. Das Motorboot wurde von Kugeln durchlöchert und die Insassen durch Glassplitter verletzt. Auf der Insel Honam sind zum Schuhe Truppen ge­landet worden.

Russisches Vertragsangebot an die Punnansssn.

Neu york, 11. Juni. (WTB.) Nach einer Meldung der Associated Preß aus K a n t o n hat der Befehlshaber der Yunnanefen, dang, dem Kor­respondenten der Associated Preß die Mitteilung gemacht, daß S o w j e 1 r u ß l a n d denYunnanesen I ein Angebot von 10 Millionen Dollar und Lie­ferung von 60 000 Gewehren gemacht habe unter her Voraussetzung der Unterzeichnung eines be­stimmten Abkommens.Nach Mitteilungen des ! Generals Pang ist dieses Angebot abgelehnt worden. Don dem General wurde über den Inhalt des vorgeschlagenen Vertrages nichts mitgeteiü.

** Bei der Volks-, Berufs - und Betriebszählung am 15. Juni findet auch eine ausführliche Erhebung über die landwirtschaftlichen Betriebe statt. Der Frage­bogen entspricht den Forderungen des deut­schen Landwirtschaftsrates. Da die Erhebung in erster Linie im Interesse der deutschen Landwirtschaft vorgenommen wird, muß es sich jeder Landwirt angelegen sein lassen, den Bogen sorgfältig auszufüllen. Es ist deshalb notwendig, daß sich die Landwirte alsbald mit dem Fragebogen vertraut machen und sich vor allem Rechenschaft darüber geben, wie groß die Fläche ist, die sie bewirtschaften, wieviel davon mit den einzelnen Anbaufrüchten be- tellt ist. Es ist wünschenswert, daß der Land- virt möglichst den Sonntag vor der Zählung renützt, um die umfangreichen Einträge in )en Landwirtschaftsbogen zu machen und daß er nicht erst in der letzten Stunde, wenn der Bogen von dem Zähler wieder abgeholt wird, an diese Arbeit herantritt. Dadurch wird das ohnedies müheselige Zählgeschäft unnötig er« chwert und der Zähler in der rechtzeitigen Abwicklung seiner Arbeit aufgehalten. Wenn riese große Zählung gelingen soll, dann muß jeder einzelne Mitarbeiten und muß durch gute Ausfüllung der Zählpapiere den Zäh­lern seinen Dank dafür abstatten, daß sie sich in den Dienst des vaterländischen Werkes ge- tellt haben.

X Der zweite Familientag der Familie Güngerich trat am Sonntag wie­derum in Gießen, diesmal im Hotel «Prinz Karl", zusammen. 75 Teilnehmer aller Generationen von Rah und Fern hatten sich unter dem Vorsitz des Aeltesten der Anwesenden, Landgerichtspräsi­denten i. R. Geheimrat Dr. Güngerich-Gie­ßen, versammelt. Sein Rückblick in ine Geschichte der Familie unterstrich die Bedeutung der frühe­ren hie und da regelmäßig gehaltenen mennont- tischen Gottesdienst für den Zusammenhalt, ebenso wie die Gemeinsamkeit des Berufs als Landwirt. Ein ernster Wille, nachdem sich auf beid^A Ge­bieten wie sonst vieles geändert, den Familiensinn zum Aufbau des Vaterlandes zu pflegen, beseelte alle, und der nächste Familientag, in zwei Iahren wieder für Gießen geplant, wird hoffent­lich zeigen, daß auch die verschiedenen mit dem Ausbau der Stammbaumarbeit für die einzelnen Zweige beauftragten Glieder fleißige Arbeit ge­leistet haben. Ein Vorläufer der geplanten ge­drucktenMitteilungen der Familie Güngerich" dürfte schon vorher ins Leben treten. Bisherige Forschungen ergaben, daß Güngerich und 3ünge- rich (so spricht der Volksmund in unserer Ge­gend) dasselbe und die Familie wohl aus der Schweiz eingewandert ist.

d. Städtische Heugrasverstei- gerung. Bei der gestrigen städtischen Heugras­versteigerung wurden folgende Preise im Durch­schnitt pro Morgen erzielt: Von den Wiesen im Reustädter Feld und Hohleiche 90 bis 100 Mk.» von den Wiesen im Hegstrauch 80 bis 90 Mk., von den Wiesen im Wiesecktal und Fürstenbrun­nen 100 bis 110 Mk.

** Abonnements-Konzerte auf der Liebigshöhe. Infolge eines bedauerlichen Druckfehlers ist das für gestern angesetzte Konzert bereits für Mittwoch angekündigt worden. Das zweite Konzert findet bestimmt am Donnerstag nächster Woche statt, wie auch alle folgenden Abonnementskonzerte auf den Donnerstag fallen.

** Familiennachmittag des N a ° turheilvereins. Am letzten Sonntag hielt die Jugendgruppe zusammen mit der Frauengruppe des Naturhciivereins einen schönen Familiennach­mittag ab. Durch herrliches Wetter begünstigt, hatten

kaum zugänglich.

Waldbrand bei Belten.

Ein Waldbrand, der meilenweit zu sehen war, wütete gestern in der Rahe von Velten, wo zur Zeit ein neuer Derbindungskanal zur Havel gebaut wird. Die Flammen fanden an den trockenen Waldbeständen so reiche Rahrung, daß eine Löschung ausgeschlossen war. Unbe­schreibliche Hitze und mächtige Rauchwolken er­schwerten die Annäherung an den Brandherd, der ständig, trotz aller Bemühungen zahlreicher Wehren aus Velten und den umliegenden Ortschaften an Ausdehnung gewann. Gegen Abend schien die Macht des Feuers gebrochen, aber immer von neuem loderte das Feuer an den verschiedenen Stellen wieder auf.

Schließlich gelang die Einkreisung, doch ist das Feuer noch nicht vollständig ge­löscht. Eine Gefahr besteht nicht mehr. Es sind mehrere hundert Morgen Waldbestand vernichtet.

Ein Kinderballon als Drandursach«.

In Heikendorf bei Kiel ließen mehrere Per­sonen einen Kinderballon aufsteigen, an dem sie einen Behälter mit brennendem Ben­zin befestigten. Der Ballon explodierte und fiel auf das Strohdach einer Scheune, die sofort Feuer fing. Die Flammen er­griffen auch das Rebenhaus und sprangen auf einen 150 Meter entfernten Stall über, der

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 12. Iuni 1925. 2

Der Provinz-Voranschlag für 1925.

Dem Prooinzialtag der Provinz Ober- Hessen wird in seiner morgigen ordentlichen Ta­gung der Voranschlag der Provinzial­verwaltung für 1925 oorgelegt. Der Haus­haltsplan schließt m Einnahme und Ausgabe mit 1201 280 Mk. gegenüber 708 500 Mk. im Jahre 1924 ab. Der Voranschlag des Wasserwerks Inheiden für 1925 gleicht sich mit 754 000 Mk. (701000 Mk. in 1924) in der Betriebsrechnung, mit 438 000 Mk. (398 000 Mk.) in der Vermögens­rechnung in Einnahme und Ausgabe aus. Die Abfchluhziffern des Ueberkandwerks Ober­hessen sind mit 2 750 000 Mk. ausgewiesen.

Gießener greife. I

am 11. Juni (Händlerpreise).

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 160170, Matte 40, Käse 65, Wirsing 35, gelbe Rüben (Päckchen) 30, Spinat 25, Römisch­kohl 10, Spargel 50100, Erbsen 50, Mischgemüse 15, Tomaten 200, Zwiebeln 25, Rhabarber 25, Kartoffeln, alte 5, Kartoffeln, neue 15, Kirschen 80, Stachelbeeren 40, Erdbeeren 120, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120 Pf. je Pfd., Eier 12, Blumenkohl 80150, Salat 20, Salatgurken 50 bis 80, Ober-Kohlrabi 25, Lauch 510 Pf. je Stck., Rettich (Päckchen) 50, Radieschen (Bd.) 10 Pf.

ebenfalls in kürzester Zeit dem Brande zum Opfer fiel. Dem glücklichen Umstande, daß verhältnismäßige Windstille herrschte, war es zu danken, daß das Dorf von einem größeren Brandunglück bewahrt blieb.

Grohseuer in Mannheim.

Aus unbekannter Ursache geriet der Fabri­kationsraum der Seifenfabrik Schwörer in Brand. Bei Ankunft der Feuerwehr stand das Anwesen vollständig in Flammen. Die Fa­brik ist bis auf die Umfassungsmauern aus» gebrannt. Der Materialschaden beträgt zirka 7000 Mark.

Dallonexplosion in Koblenz.

Bei dem in Koblenz liegenden französischen Feldartillerieregiment explodierte ein Fesselballon durch das unvorsichtige Rach­füllen bei der Verankerung. Zwei Soldaten wurden öabei getötet, drei schwer und vier leicht verletzt.

Ein Augenzeuge von Amundsens Start.

Der Direktor der Dornier-Werke, Heinrich Schultze, Frohlinde, der dem Start der Amundsen-Expedition beigewohnt hat und in Oslo wieder eingetroffen ist, erklärte, daß die Flugzeuge, die beim Start 3050 bzw.

I 3100 Kilogramm zu tragen hatten, obwohl die Maximaltragfähigkeit nur 2500 Kilogramm be­trage, ohne Schwierigkeiten und in spielend leichter Weise aufgeftiegen seien. Die beiden nor­wegischen Piloten seien ganz hervorragende Flie­ger, so daß jede Möglichkeit eines Fehlers beim Start oder während des Fluges ausgeschlossen sei, doch seien Landungen im Polargebiet mit so großen Schwierigkeiten verbunden, daß die Annahme eines Unfalles naheliege, ohne daß dieser jedoch der Expedition irgendwie ver­hängnisvoll werden könne.

Ein löjähriger Grohkaufmann mit 15jähriger Galkin.

Vor einiger Zeit fiel dem Fahndungsdienst der Berliner Kriminalpolizei in einem erstklassigen Berliner Hotel ein Großkausmann aus München und dessen Frau auf, die sehr jugend­lich aussahen und sich durch große Geldausgaben verdächtig machten. Rückfragen in München er» gaben, daß dort ein Großkaufmann mit dem an­gegebenen Namen nicht bekannt sei. Als die Polizei zufassen wollte, war das Paar bereits verschwun­den. Jetzt gelang es, den jungen Mann, der mit einer anderenFrau" in das gleiche Hotel zu- rückgelehrt war, zu fassen. Es handelt sich um einen Ibjährigen Kaufrnannslehrling, der sich durch um­fangreiche Unterschlagungen Geld verschafft hat und eine 15jährige Schülerin.

Derhung-rte Flieger.

Aus Kairo wird berichtet: In der Wüste zwischen Soltau und der Suva Oase wurden die Leichen von vier italienischen Flie­gern gefunden, die Mitte Aprll abgestürzt sind. Sie sind anscheinend Hungers gestorben. Das Kriegsministerium wird eine Kommission von Offizieren hinschicken, um die Todesursache eab- gültig festzustellen.

Die internationale Arbeitskonferenz.

Die Tätigkeit der deutschen Delegation Genf. 11. Iuni. (WB) Die deutsche Delegation auf der internationalen Arbeit s-- konferenz frat heute Gens verlassen. Die deutsche Delegation hat sich, wie allgemein zu beobachten war, durch ihre maßgebende Mitwirkung an den Konferenzarbeiten Be­achtung und Anerkennung erworben. Dieser Ge­winn ist insbesondere auf die deutsche Mitarbeit bei den Beratungen über die Regelung der Sozialversicherung zurückzuführen. Des­gleichen ist diesem Gegenstände, der bei den Ver­handlungen der Arbeitskonferenz das größte

Interesse beanspruchte, die Tatsache zu verdan- i fen, daß der Gebrauch der deutschen UlUS CtllCl -Wßlu

Spra che bei der abgeschlossenen Konferenz ___

gegenüber früheren Konferenzen stark an Raum Schweres FiugzerigungiUM gewonnen hat. t« Scköneberg.

Üeber das Ergebnis der Konferenz / ,

verlautet aus Kreisen der deutschen Delegation, Bei einem Reklameflug stürzte Don- daß die Ratifikation des Washingtoner Ab- nerstag vormittag kurz vor 8 ^hr in c>erRu- kommens über den Achtstundentag zwar nur bensstraße in Schöneberg der Doppeldecker D. 573 langsame Fortschritte mache. Dafür nähere sich der Fliegerschule Bornemann brennend ab, aber die Gesetzgebung der einzelnen Länder immer wobei der Führer und sein Begleiter schwer ver­mehr dem Inhalt des Washingtoner ücberein- letzt wurden..

kommens. Eine Förderung werde von einer et- I Das Flugzeug war mit seinem Führer Hans toaigen neuen Zusammenkunft der Arbeitsminister t> ö n der L i n d e und dem Monteur Beck m erwartet. Eine gewisse Verstimmung herrsche in | Tempel Hof zu einem Fluge nach Staaken aufge- ben Kreisen der Arbeiter, weil für den Schuh fliegen. Der Doppeldecker hatte kurz nach seinem der Glasarbeiter weder ein Uebeteinfom- Start bereits eine Höhe über fünfhundert men noch eine Entschließung zustande gekommen Meter erreicht, als sich ein Motor defekt ist. Einen Erfolg buchen dagegen die Arbeiter- bemerkbar machte. Cs enstand ein Dergaserbrand. Vertreter in der Regelung der Arbeitszeit Das Flugzeug geriet dadurch i n B ran d. in den Bäckereien, durch d e die Rachtarbeit I Der Führer versuchte im steilen ® I e i t f l u g für Arbeiter und Meister untersagt wird. zu landen und tarn dabei in ein Laubengelände

Fruchtbringende Arbeit habe die Konferenz in der Rubensstraße in unmittelbarer Nähe des auf dem Gebiete der Sozialversicherung Auguste-Viktsria-Krankenhau es in Schöneberg, geleistet, auf dem die Entwürfe über die gleiche Hierbei überschlug sich der brennende Behandlung von Inländern und Ausländern bei Apparat, wodurch b?r Monteur Beck unter stlnfattentfchädigungen. ferner über die Entschä- den Motor zu liegen tarn. Augenzeugen des digung aus Arbeitsunfällen im allgemeinen und schweren ilnglüdöfnile:. eilten b-' Ver n stückten über die Ausdehnung der Unfallent- Hilfe und befreiten diese aus ihrer schr cklichen schädigung aus gewerbliche Berufs- Lag- Beck hatte schwere innere Verletzungen krankheiten a. g.nrmmen wurden. Völlige | und Brandwunden erlitten, so daß sein Zustand ilebereinftimmung aller Gruppen sei im übrigen . .

bei der Behandlung der Grrmdprobleme der So- Hans von der Linde hatte Brandw-n un