Ausgabe 
12.1.1925
 
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einigten otaaen wid Ruhkuro, Die früher sehr viele Maschinen abnabmen. jetzt kaum noch Auf­träge nach Deutschland geben. Auch die Bestell- pvlltik den Reichsbahn wird sehr tritifierl. Trotz dem auf den bisher von der Regte betriebenen Strecken große Ausbesserungsarbcitcir notwendig sind, wurden von der Reichsbahn Aufträge fast überhaupt nicht erteilt.

* Der Reichskoh lonrat und die Kohlenpreise. Der ReichZkehlcnrat hak b«> schlossen, die Bruttopreise unverändert. ;u lassen, so daß die. am 1. Januar in Kraft tretende Herabsetzung der Umsatzsteuer um 1 Prozent un­berücksichtigt bleiben soll. Hiergegen hat, roie der ^D.H.L." erfährt, das Reichswirtschoftsministc- riunt Einspruch erhoben. Eine endgültige Ent­scheidung des Reichswirtschaftsmi.usteriums ist in ettoa 14 Tagen zu erwarten. Ciir Antrag des Aachener 'Bezirks, die Kohlenpreise mit Rück­licht auf die Lohnerhöhungen um 10 Proz. zu erhöhen, wurde abgelehnt, lediglich der Zeche Karl Alexander" wurde eine geringfügige Preis­erhöhung zugestanden, mit Rücksicht aus die be­sonderen Schwierigkeiten bei dieser Zeche. Ein Antrag Mitteldeutschlands auf Erhöhung der Brikettpreise wurde zurückgezogen. Dem Mittel­deutschen Syndikat wurden Durchlchnittshöchst- vreise zugestanden, der für mitteldeutsche Bri­ketts 11.55 Ml. und für Robkohle 3,25 Mk. be­trägt. Bayerische Pechkohle wurde um 50 Pf. je Tonne erhöht.

Ein Kohlenverflüssigungs v er­sah re n bei der Badischen Anilin- sabrik. In Fachkreisen tritt mit größter Be­stimmtheit das Gerücht auf. daß die Badische Anilin-Gruppe nun ebenfalls ein Verfahren zur Gewinnung von flüssigem Brennstoff aus Kohle bzw. zur Veredelung von Kohlenwasserstoffen bearbeitet, wobei ein technischer oder physikalischer Zusammenhang mit den bekannten Methoden zur Gewinnurrg von Stickstoff bestehen soll.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzetgers".)

Berlin. 10. Ian. An der heutigen Börse, die bekanntlich eine Stunde früher beginnt ver­mochte sich wohl in erster Linie aus diesem Grunde das Geschäft nur zögernd zu entwickeln. Es wird dies darauf zurückgeführt, das; bei Be­ginn der Börse die zweite Post noch nicht ver­arbeitet ist. Im übrigen fehlte es auch an jedes Anregung nach der einen oder anderen Seite hin. Das Kursniveau hielt sich infolgedessen ziem­lich auf der Höhe der gestrigen Schlußkurse. Auch weiterhin lag das Geschäft bei äußer ft kleinen Umfaßen sehr still. Arn Kali- aftienmarft kam im Frei verkehr etwas Ma­terial heraus auf Gewinnsicherungen hin, ob­wohl man die Entwicklung des deutschen Kali- morktes nicht ungünstig beurteilt. Im übrigen blieb das Interesse für einzelne Kolonial- werte bestehen. In Reu-Guinea macht sich an­dauernd Materialknappheit bemerkbar. Erwäh­nenswert ist das andauernde Interesse für Gold-Pfandbriefe, wobei in erster Linie die fünf- und sechsprozentigen gesucht werden. Die Gerüchte über eine demnächstige Ermäßigung des Reichsbankdiskontsatzes dürften hier eine Rolle spielen. Am Markt der heimischen Renten dürften die Meldungen über den Ver­lauf der gestrigen Sitzung im Reichsfinanzministe­rium wenig Einfluß ausgeübt haben. Die Börse awu'«Tiirr

beginnt sich nut dem Dedanten vertraut zu machen, daß die Ausschaltung der Spe­kulation bei einer evtl. Aufwertung der Anleihen doch irgendwie durchgcführt wird. Der Geldmarkt bleibt bei unverändert schwa­cher Haltung weiter leicht. Am Devisen­markt waren die Umsätze gering, der hollän­dische Gulden ist leicht abgeschwächt. Am Mon- tan-Aktienmarkt waren die Veränderungen gegen gestern nur gcringfüg g:r Ratur, oberschlcsische Werte telwelse leicht abgefchwächt. Kaliwerke waren eher etwas gebessert. Am Elektromarkt waren Schuckert leicht befestigt, Elektrische Lie- serungsgcsellschaft hatten dagegen eine Kürs­einbutze von minus 3 , Prozent. Schiffahrts- und Banka, tien im allgemeinen kaum veränderst Reichsbankanteile waren gesucht. Dahn-Aktien waren erholt. Maschinenaktien durchweg leicht befestigt. Ausländische Renten waren int Verlaufe der ersten Börsenstunde bei belebtem Verkehr im Kurse erhöht.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGietzener Anzeigers".)

Frankfurt a. M.. 10. Ian. Tendenz: Weiter uneinheitlich. Die Börse behielt auch am Wochenende die unsichere, schwan - keitde und nit einheitliche Haltung bei, die in der Hauptsache in der Verzögerung der Regierungsbildung begründet ist. Einige an­regende Momente, so die als günstiger geschil­derte Wirtschaftslage und die andauernd« Flüssig­keit des Geldmarktes, kamen nur insofern zur Auswirkung, als sie in dem nun schon seit Tagen anhaltenden Abbröckelungsprozetz dem Markte nur eine Stühe zu bieten vermochten. Im übrigen hatte die Börse einen selten st i l - len Tag, die Umsätze gingen über den beschei­denen Umfang der gestrigen Abendbörse kaum hinaus. Etwas lebhafter war das Geschäft in Pfandbriefen und Städteanleihen. Am Montan markt war die Haltung weiter geteilt. Höher waren Deutsch-Luxemburg und Gel­senkirchen, die anderen Werte neigten weiter zum Rachgeben. Auch Kaliwerte gingen im Kurfs weiter zurück. Von chemischen Aktien konnten sich die Werte des Anilin-Konzerns auf geringe Meinungskäufe hin etwas befestigen. Die Werte des Elektromarttes bröckelten leicht ab. Am Banienmarkt war das übliche ruhige Geschäft bei wenig veränderten Kursen. Berliner Han­delsgesellschaft hatten eine neue Einbutze von 3 Prozent zu verzeichnen. Am Schiffahrtsmarkt gingen Hapag zurück, während Lloyd unverän­dert blieben. Auto- und Maschinenaktien haben sich nur wenig verändert. Am Zuckermarkt stell­ten sich minimale Kurs-Rückgänge ein. Am Einheitsmarkt der Industriepa- Piere war das Geschäft sehr still. Die Papiere verkehrten zumeist auf gestrigem Kursstände. Am Anleihemarkt waren einige Werte auf die bisher noch resultatlos verlaufene Besprechung der Sachverständigen im Reichsfinanzministerium etwas gesucht. Die Kurse zogen leicht an Im Freiverkehr gingen die Kurse bei sehr stillem Geschäft etwas zurück. Api 2, Drown Boveri 1,1, Krügershall 1, Ufa 13,25. Ausländische Renten lagen ruhig und unverändert. Der weitere Verlauf brachte, von einzelnen Ausnah­men abgesehen, keine wesentlichen Veränderungen der Tendenz. Die Dörse schloß die Woche mit behauptetem Unterton. Der Geldmarkt liegt

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weiter klebt. Man nannte tägliches Geld mit 7,32 pro Wille, Monatsgeld 10,5 Prozent p. a. Am Devisenmarkt machte die Aufwärts­bewegung des englischen Pfundes weitere Fort­schritte. Im heutigen Usancenverkehr wurde ein Kurs von 4,78'' R bis 4,78; '8 Dollar genannt. Die Mark ist unverändert mit 4,199 gegen Dol­lar. Paris notierte 89,20 gegen London und 18,65 Dollarparität.

Börsenkurse.

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Berlin

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Rumänische Noten . . . ...

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Berliner Produktenbörse.

(Berlin, 10. Jan. Der Produktemnarkt blieb im Grundton ruhig und zurückhaltend, da im Inland noch reichliche Getreidevorräte vor­handen seien. Dies beruht auch auf dem Termin- marft, der trotz gut behaupteter Auslandsmel­dungen nach anfänglicher Erhöhung sich wieder abschwächte. Es notierte die Tonne Weizen (rnärk.) 238242, Weizen (März) 269, Weizen (Mai) 281-279,5. Roggen (märf.) 228-232. Roggen (März) 260, Roggen (Mai) 271269,5. Gerste (märt.) 280-292, Futtergerste (neue) 200 kbis 218, Hafer (märt.) 176-184, Hafer (pomm.) 164 175, Mais (La Plata) 220-223, Raps 405, Leinsaat 420-425: der Doppelzentner Weizen­mehl 32,5034,75. Roggenmehl 31,7534,50, Weizenkleie 16, Rvggenkleie 51,40, D.ktoriaerbsen 3135, kleine Erbsen 2023, Futtererbsen 1920, Peluschken 16- 17.70, Ackeroohnen 1820, Wicken 16-18, Lupinen (blau) 11,5013 Lupinen (gelb) 16-61,50, Serradelle (neu) 1618, Rapskuchen 18-18,20, ckuchen 26. Trockenschnihel 9,30 bis 9 50, Torsmelasse 9,6010, Kartoffelflocken 19,20 bis 19,50.

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. Iltlmetloli. A-UM-Amlis brachte mit sich, daß nicht alle Interessenten beliefert werden konnten. Nun wieder eingetroffen.

Vorführungen: WW, 13.3 W, 019, 14. WüW/zW Doouer5loo,15. im Hsttellei. Mo, 16.

Die Hausfrauen wollen bitte schmutzige Wäsche mitbringen. (Bemcfoerfteter: vettretec für Sieben:

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Bekanntmachung.

Belrifft: Die Ausführung der Polizei- verord'nung, die Entwäfferung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation.

Es wurde öfter die Wahrnehmung gemacht, daß an Entwässerungsanlagen nachträglich Anschlüsse von Badewannen, Ausgußbecken und bergt, mehr erfolgten, ohne dah vorher unter Vorlage von Plänen die nach § 13 der Polizeiver- Dränung vom 1. August 1904 vorgeschrie- bene Genehmigung eingeholt war.

Außerdem weife ich Eigentümer und Handwerker darauf hin, daß sie sich straf­bar machen, wenn sie nicht genehmigte Entwässerungsanlagen oder Aenderungen an denselben zur Ausführung bringen. Rach 8 16 der obengenannten Polizei- Verordnung dürfen Entwässerungsanlagen nur durch die hierfür zugelassenen Unter« nehmet ausgeführt werden.

Rach § 15 der vorgenannten Polizei­verordnung ist eine Ausfertigung der Pläne für jede Genehmigung in Paus- leinwand cinzureichen. 388B

Gießen, den 8. Januar 1925.

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Lobe ist wW begnügt, tnej läufig mir 'm auf ©nftellun; geßtlmete zu 1 Aeschsregieruni «nöDerbar lende Äeichspo! fchiedenen Stäb tag Kunbge der Sewaltpoli gesunden. Uebi das) vor der die 6inigb rie von Äniäu

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