Ausgabe 
11.5.1925
 
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durch

a) Gcwerbcgericht

abgehaltenen Termine betrug:

Die

Zahl

der

folgende Aufstellung ein Bild:

seit 1914

Arbeit-recht zahllose Streitfragen, von denen nur ein Teil bisher durch Stellungnahme deS Reichs­gerichts entschieden worden ist. 3n vielen dieser Zweifelsfragen stehen sich die deutschen Gerichte in zwei Lager gespalten gegenüber. Auch diese UmftTÜtcitiKil und Undurchsichtigkeit deS heutigen ArbeitSrechis ist ein Grund, warum so vielfach die Entscheidung gesucht wird und nicht der Vergleich.

lieber die Zunahme der Prozesse

Anz<

1 hlder anhängigen Klagens a) Gewerbegericht b) Kaufmannsgericht

1914

88

15

1922

109

20

1923

144

21

1924

132

34

Von

diesen Streitigkeiten wurden erledigt

-6 'S "ra

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rfuum - -urteil

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1914

61

9

3

1

14

1922

18

43

5

25

28

1923

40

19

25

38

22

1924

48

28

6

21

28

b)

K a

ufmannsgerlcht

1914

11

1

0

3

0

1922

10

4

2

1

3

1923

14

2

1

3

1

1924

18

1

1

8

7

Gewerbegericht

Kausmannsgericht

1914

99

16

1922

150

36

1923

221

34

1924

180

50

Fahnen heraus!

Vie Reichsregierung und die Canbesctgicrun- geu haben alle Dienststellen angewiesen» morgen, Dieoslag, zu Ehren des neuen Reichspräsidenten zu flaggen, wir fordern unsere Mitbürger auf, der hohen Bebeutung des morgigen Inges eben­falls durch reiches Beflaggen der Häuser gerecht zu werden.

Gicszcner j-j ''cnmnrtWrcifc. am 9. Mai (Händlerpreise).

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 biS 220. Matte 35 biS 40. Köse 50 bis 80. Weißkraut 25. Rotkraut 40, rote Rüben 10, Spinat 20 biS 25. Römischkohl 10 bis 15, Spargel 100 bis 160. Unter-Kohlrabi 6, Grünkohl 20. Tomaten 150, Zwiebeln 20 bis 25. Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 50. Rhabarber 25. Kar­toffeln 5, Dörrobst 40, Honig 40. junge Hahnen 100. Suppenhühner 120 Pf das Pfund. Gier 10 bis 11. Blumenkohl 120 bis 180, Salat 20 bis 35. Salatgurken 120 bis 150, Lauch 5 bis 10, Rettich 20. GÄerie 50 bis 80 Pf das Stück, gelbe Rüben Päckchen 50 Pf. Radieschen 'Dd. 20 bi» 25 Pf

Bornotizen.

- Laaeskalenber für Wontag. 7 30 Uhr: Aufstellung zum Zackelzug zu Ehren des neuen Reichspräsidenten. Rach dem Fackel- v-ifl vaterländische Feier auf der LiebigShöhe. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Ellen Kürti. Altoria-Lichtspiele. Die Bestie.

Die Deutschnationale Volks- Partei hat für Mittwoch, 13. d». Mts., in das Tc werbehaus eine Hauptversammlung nbcrufcn. Tagesordmrng siehe Änzeige.

Literarischer Abend. Der durch sei­nen Dortrag über Dostojewski bekannte Literat Dr. Diedrich Muckermann wird morgen, Dienstag, abends, im Kathol. Dereinshaus sprechen über das Tbcma:Das neue Europa in der Dichtung der fflegenmart**. (Siehe Anzeige.)

Bon der Universität. Professor Elbert Russell vom Quäker-College in Swarthmore, Pennsylvania, einer der geistigen Führer der Quäker in Amerika, der schon im vori­gen Semester Dorträge an der Lloiversität gehallen hat, wird nächstens noch einmal al» Gastdozent der Universität sprechen. Seine Borträge in englischer Sprache über ..The Spiritual Interpretation of History" finden statt Milt- woch 13. Mai, 56 Uhr, und Freitag. 15. Mai, 89 Ühr, im Hörfaal 45 der Unioerfität. Die Vorträge sind vom Englischen Seminar veran­staltet. Gäste sind willkommen.

Eine ösfen lliche Stadtverord- netensiyuug wird am kommenden Mittwoch, nachmittags 5 Uhr beginnend, im Stadthaus Bergstraf^ stattfinden. Ruf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Vorlagen: Erhebung e:ncr städtischen Sonbersteuer vom bebauten Grundbe­sitz für 1925, Errichtung einer Bollshalle, Er­richtung einer FeuerbestattungSanlage auf dem Reuen Friedhof

* * D i eh cutige Hindenburgehrung. Der heute (Montag) abend stattfindende Fackel- zug bewegr sich durch folgende Ströhen: Mar- bürget Straße, Dalltorstraße, Marktplatz, Sellers- tueg, Alicestrohe, Ludwigstrohe, Kaiserallee nach dem Trieb.

* Der Volkshalle-Derein fordert in unserem heutigen Rnzeigenteil die Rnterl- Yeinzeichner auf. die erste Einzahlung von etwa in Drittel auf die gezeichnete Summe bereiten- alten. Die Betrage sollen in den nächsten *igm abgehvll werden. RähereS in der Anzeige.

' Die Plakatausstellung in der i.nhalle am Oswaldsgarlcn, die von der Fest­ung für das 32. Miltelrheinische Kreistutn- in Gießen zur allgemeinen Besichtigung srei- eben wurde, war gestern das Ziel sehr vieler . iburgcr. die mit lebhaftem Interesse die aus- rcIlten 110 Entwürfe besichtigten. Die Aus- llung kann noch bis einschllchlich Donnerstag, weil» von 26 Uhr nachmittags, in Augcn- )ein genommen werden.

3u den Kommuni st en-Berhaf- sngen in Gießen, über die wir am Don- .untüg schon berichteten, ist weiter mitzuteilen.

daß inzwischen eure Frau aus Grund einer Haft- beschwerde aus dem Untersuchungsgefängnis ent­lassen wurde: die Rnschuldigung gegen fie bleibt jedoch bestehen. Vorher wurde schon einer der Verhafteten wieder auf freien Fuß gefetzt In Haft befinden sich jetzt noch acht Personen, denen zur Last gelegt wird, Handgranaten hergestellt und sich dadurch gegen das Sprengstoff gescy ver­gangen )u haben. Die behördlichen Ermittelungen sind weiterhin rege im Gange, und zwar nach die verschiedensten Richtungen hin, die auch über die Grenzen unserer Stadt hinausgreisen. Obwohl noch reiche Ärbell bis zur Aufdeckung aller Fäden zu leisten ist. kann damit gerechnet werden, daß es gelingen wird, alle Verstöße gegen dir Gesetze sestzustellen.

:e Einescharse Auseinandersetzung mit schlimmem Llusga na ereignete sich gestern vormittag zwischen 8 und 9 Uhr in einem Hause der Äaplansgasie. Dort geriet eine geschiedene Frau M. in ihrer Wohnung mit einem Manne, mit dem sie ieu längerer Zeit ein Verhältnis hatte, in einen Wortwechsel, der damit endete, daß der Mann die Frau mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf schlug, wobei die Schädeldecke eingeschlagen und das Gehirn verletzt wurde. Die schwernerletzie Frau wurde in bewußtlosem Zustand in die Limit ge­bracht, wo sie heute morgen noch ohne Bewußtsein war. Der Tater ging alsdann flüchtig. Es handelt sich dabei um den Ähloffer Adam Färber, geb. am 10. August 1886 zu Kirchbannen. Bez. Kassel. Färber ist 1,65 bis 1,70 Meter groß, hat schwarze Haare, kurz gestutzten Schnurrbart, sonst glatt ra­siert, ovales Gesicht. Er trug braune Hosen, blauen Rock, blaue Schlossermütze und rotbraune Sport- strümpfe mit Borde.

* F e st g e n o m m e n und dem Amtsgericht zugeführt wurde ein Versicherungsinfpektor. der in Fulda mehrere Betrügereien und Llrkunden- fälschungen begangen hat.

Terminverschiebung s ür Ver­mögenssteuer- und Einkommensteuer- Vorauszahlungen? Der Zentralverband deS deutschen Großhandels macht darauf auf­merksam, daß am 15. Mai eine weitere Rate der Vermögenssteuer und am 10. Mai die monat­lichen Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer-Dor- «szahlungen fällig werden. Der Zentralverband des deutschen Großhandels hat jedoch an den Steuerausschuß des Reichstags den Antrag ge­richtet, der zur Zeit äußerst schwierigen Lage der Wirtschaft durch eine Verschiebung dieser Termine Rechnung zu tragen, bis eine Verabschiedung der zur Zeit im Reichstag zur Beratung stehenden Steuergesetzentwürse erfolgt ist. Es dürfte sich also empfehlen, vor Entrichtung der genannten Steuern noch etwaige weitere Rachrichten abzu­warten. Bekanntlich kann während einer Schon- frist von 7 Tagen (Vermögenssteuer bis 22. Mai, Einkommen- bzw. KörperfchaftSsteuervoraus- zahlungen bis 17. Mai) die Steuerleistung ohne Rechtsnachteile erfolgen.

°* Zur Förderung des Baues von Grünfutter-Silos hat das Reichsministe­rium für Ernährung und Landwirtschaft einen Kredit von vorerst 750 000 Reichsmark bereit- gestellt. Mit der geschäftlichen Abwicklung des Darlehensgeschäftes wurde die Reichskredit-Ge­sellschaft Berlin W 8, Behrenstraße 21/22. be­traut. Diese wird die einzelnen Eilobaudarlehen zu 7 v. H. jährlich auSgeben und sich hierbei zur Vermittlung örtlicher Dankinstllute oder Landwirtschaftskammern bedienen. ES wird Vor­sorge getroffen, daß der Landwirt den Kredit zu etwa 8V2 v. H. jährlich erhält. Für den Kubikmeter des zu erbauenben FuttervehällerS werden 10 Rm. als Darlehen gegeben, jedoch nicht mehr als insgesamt 3000 Rm. je Besitzer. Die Darlehen dürfen bis längstens 1. Dezember 1926 ausgeliehen werden. Der Darlehensnehmer wird also in der Lage sein, zur Tilgung seiner Schuld zwei Ernten in Anspruch zu nehmen. Alle näheren Bedingungen werden die Interessenten bei ihren zuständigen Landesregierung^ bzw. Landwirtschaftskammern erfahren. ES darf er­wartet werden, daß die nützlichen Bestrebungen der deutschen Landwirtschaft, sich in der Futter- Versorgung selbständig zu machen, durch den Reichssilokredit einen kräftigen Impuls erhallen Werden.

e* Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch l a ch t vi eh ma r k t: 341 Ochsen. 39 Bullen, 918 Färsen und Kühe. 467 Käll>er, 51 Schafe, 2794 Schweine.

Landkreis Giessen.

'*! Klein-Linden, 9. Mai. Heute wurde in der Nähe des Bahndammes GießenWetzlar von c 'iem Bahnbeamten ein kleiner Luftbal - 10 n anfgcjunden, der die Aufschrift der Firma I. Kuhl-Neunkirchen trägt. Ferner ist an dem Ballon ein Zettelchen angebracht, woraus außer einem Gruß die Adresse eines Mädchens aus Neun­kirchen im Saargebiet zu ersehen ist. Eine Z i ° geunerhochzeit sand gestern auf der Straße Klcin-LlndenDutenhofen am Aliendörfer Wäld­chen statt. Es hallen sich ungefähr 70 der braunen Gesellen mit Pferden und Wagen zu der Feier ein» aefunden. Die Zigeuner kamen aus der Gegend von Natibor in Oberichlesien.

ö" Lollar, 1L Mai. Einen sehr schönen Er­folg erzielle der hiesige Arbeitergefangver- ein .Lorwörts" bei dem Gauwertungs­singen des Arbeiter-Sängerbundes R h e i n » 3R a 1 n g a u* am gestrigen Sonntag in Frankfurt a. M. Dort wurde von dem Verein He- g a r sSchlafwandel* bei starker Konkurrenz Zur vollsten Zufriedenheit gesungen. Wer weiß, welch große Anforderungen gerade dieser Ehor an den Sänger wie an den Dirigenten stellt, der wird das große Lob, welches dem Verein durch die Krillk be­reitet wurde, erst richtig zu würdigen wiflen. Als Strititer fungierten zwei sehr bekannte Frankfurter Musiksachverständige.

t Grünberg. 9. Mai. In der letzten G e - meinderatSsitzuna wurde das 02 a r 11 - st a n d g e l b für Großvieh auf 20 Pf., für Klein­vieh (Kälber, Ferkel) auf 10 Ps. festgesetzt. Rach der Submission für das Brennen von R u f s e n st e i n e n wurde dem Theodor A l b a ch als dem Billigsten der Zuschlag erteilt. Dem Vorschlag, Lehrer Bender zum Rektor an der hiesigen Volksschule zu ernennen, wurde zu- geftimmi. Zur Deckung des Fehlbetrags von 413 Wk. aus dem Jahre 1924 haben die

Schafhalter für icbe» Schas. das zur Herde getrieben wirb, eine Mark zu zahlen.

Mrcie Ariedbcrg.

Sf Friedberg. 9. Mai Die hiesige katholische Kirchengemeinde mußte während des Weltkrieges von ihrem Gekaute von drei Glocken zwei für das Vaterland abliesern. Dank der Opferfreubigteit der Gemeindemit- glieder konnten jetzt drese beiden Glocken wieder ersetzt werden. Am Donnerstag wur­den die bei R i n k e r in Sinn gegossenen Glocken in feierlicher Meise auf einem geschmückten Last­wagen eingeholt und einstweilen in der Kirch« ausgestellt' die kirchliche Weihe soll am 17. M a i stattfinden. Die Glocken haben ein Gewicht von 17 und 10 Zentnern, die eine trägt die Inschrift .Königin des 5rieben#, bitte für uns", die andere .Den im Weltkriege 1914'18 Ge­fallenen zum dankbaren Gedächtnis". Beim Ein­bringen der Glocken hiell Rechtsanwalt Schrö­der vor der Kirche eine Ansprache, in welcher' er seiner Freude über die Wiederbeschasfung der Glocken Ausdruck gab. allen Spendern dankte und darauf hinwies, daß die Bedeutung der drei Glocken ©laubc, Liebe und Hoffnung sein solle. 3n einem von der Evangelischen Ver­einigung # veranstalteten Vortragsabend sprachen gestern abenb das Mitglied der Ost- asienmission, Pfarrer Schröder, über ..Budd­hismus und Christentum, Parallelen und Gegen­sätze" Aus Grund feiner langjährigen Tätig­keit in Japan und China war der Redner m der Lage, au» eigener Amchauung ein äußerst interessantes Bild von deni Kullurzuflande bar ostasiatischen Lander zu entwerfen. Er wieS nach, daß nur 3ajxrn als der kulturelle Führ« deS OstertS zu betrachten fei, während die ande­ren Länder, wie China und Korea, sich in keiner Beziehung mit Japan messen könnten, bestehe doch z. B. das chinesische Voll zu 93 Prozent aus Analphabeten. Schon heute ließe sich nach­weisen. wie auch unsere Kullur, Kunst und ßittcratur durch den Osten beeinflußt werde, wie selbst hervorraaende Senter, wie Rich. Magner. Rietzsche und selbst Goethe. ..in ihren Schriften von buddhistischen Anschauungen beeinflußt se'M. älmgekehrt ist natürlich ber Einfluß der westlichen Brldung auf den Osten noch bem«llicher, zwn Tveltkulluren stoßen hi« auseinander: bei dies« Auseinandersetzung muß auch Deutschland dabei fein, denn es hat ein Recht daraus. Anknüpfend an diese Betrachtungen entwarf der Redner dann eine geistvolle Parallele zwischen Buddhismus und Christentum. Man täte Anrecht, den Buddhismus nur als eine Philosophie zu be­trachten, in Wirklichkeit sei er eine Religion und zwar eine Religion ohne Götter: während 3nbien diese Religion bereit8 zum größten Teil abgeschüttelt habe, sei sie noch in Zapan fest begründet. Zwischen den beiden Religionen be­ständen viele gleichartige, ab-'r auch ehensoviele diametrale Strömungen. Der Buddhismus fei viel­fach eine Religion der Dekadenz und es herrsche in ihm noch der krasseste Ab«glaube. ein Pessi­mismus und eine Verzweiflung an der Welt, während im Christentum das Vertrauen auf Gott und der Würde der Arbeit maßgebend seien. Es sei unsere Pflicht, die Kräfte des Buddhismus, die uns nichts geben könnten, zu überwinden und zu bekämpfen. Der geistvolle Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausge­nommen.

Kreis Büdingen.

,,i Nidda, 9 Mai. Der Koreaner Han Hongkong hat in den letzten Wochen sowohl hier, als auch in den verschiedensten Orten der Um­gebung Lichtbildervorträge über China, Japan und Korea gehalten. Der Dortragende, der auf einer deutschen Universität studiert, spricht ein gutes Deutsch und versteht es, die Schilderungen des fernen Ostens, der Sitten und Gebräuche mit trefflichem Humor zu würzen, so daß die Zuhörer den Ausführungen mit großem Interesse folgen.

,,?* Aus dem Niddatal, 9. Mai. Die M a if ä f e r treten in diesem Jahr in erschreckend großer Zahl auf; wir scheinen es mit einem sogenannten Maikaferjahr zu tun zu haben. Beim Umpflügen des Bodens stößt der Landwirt immer noch auf neue Scharen, die im Begriffe sind, sich zum Lichte emporzuarbetten. Die braunen Ge­sellen befudjen mit Dorliebe Zwetschen-. Buchen- und Eichenbäume, und in der Abenddämmerung schwirren sie mit lautem Brummen an uns vor­über. Dielleicht rächt sich jetzt der Mastenmord des Maulwurfs, den man, einer Modelaune folgend, vor einigen Jahren so unbarmherzig vernichtete. Denn er ist fast das einzige Tier, das imstande ist, den Engerllngen, diesen gcfährllchen Zerstörern des Wurzelwerks, beizukommen. Die Bienen, die noch in voriger Woche gefüttert werden mußten, hoben in dieser Woche reichlich Honig ein­getragen. Ihr Blütentisch ist eben gut gedeckt, denn der gelbe Naps und die reich blühenden Apfel- und Birnbäume bilden willkommene Atzung.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Darmstadt, 9. Mai. Die Stadtver­ordnetenversammlung gab gestern ihre Zustimmung zu dem Vorschlag der Stadtver- wallung, daß die Ginmdgebühr für dreislammigc Gasmesser, ohne Rücksicht auf die Zahl der ver­brauchten Kubilineter (früher bis 16 Kbm. 50 Pf.) 1 Mark beträgt. Der Gaspreis wurde so festgesetzt, daß 15 Kbm. 20 Pf.. 630 Kbm. 18 Ps.. 31ICO Kbm. 16 Pf. 101-500 Kbm. 15 Ps.. 50110 000 Kbm. 14 Pf., 10 001 bis 50 000 Kbm. 13 Ps.. 50 001100 000 Kbm. 12 Pf. und über 100 000 Kbm. 11 Pf. kosten werden. Für vbic kleineren Verbraucher ist der Preis durchschnittlich um 1 Pf. herabgesetzt worden. Für bauliche Instandsetzung. Strahenherstellungen ufw. wurden im ganzen rund 300 000 Mark bewilligt.

Mrcie Wetzlar.

* Riederklee n, 9. Mai. Sie jüngste Generalversammlung unserer Spar- und Leih lasse e. ®. m. u. Sy. hatte für die Genos- sentchast eine ganz besondere Bedeutung. Die Kaste hatte bisher aus eigener Kraft gewirkt. Sie gehörte keinem Verband und keinem genossen- schastlichcn Zentralinstitut an; nun aber sind die Zellen anders, die Verhältnisse schwieriger ge­worden. Die genossenschasttiche Selbsthilfe weist den Weg des Zuswnmenschluslcs und der An­

lehnung an gleichgesinnte Menschen und gleich­geartete Bestrebungen Dem Beispiel anderer Genostenschallskassen im Kreise TSetzlar folgend, faßte daher die Generalversammlung etnXlmmig den Beschluß, dem Verband der na flau- ischcn landwirtschaftlich Genossen­schaften c. V. ip -Wiesbaden b e i g u 11 c t c n. und ermächtigte den Vorstand, diesen Anschluß sofort zu vollziehen.

vcfien*9l<ina*.

Königsberg (Kreis Biedenkopf». 9. Mai. Auf der hiesigen Grude ereignete sich gestern abend ein schwerer Unglücksfall, der ein Menschenleben forderte Beim AuSfahren der Bergleute u* 10 Uhr stürzte der Zimmermann Schieferstein von Boeder vom Fvrdcrkorb ab und fiel 1 30 Meter tief in den Schacht. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Förderkorb soll sich gerade wieder gesenkt haben, als Lchieferstein als letzter au-steigen wollte. Schiefer st ein und Reed sind ist Bieber Rachbarn und innerhalb 14 Tagen töd­lich verunglückt.

T W a ldg i rmes, 9. Mai. Die zirka brci Kilometer lange Leitung z u unserem D a s s e r b a s f i n ist vollendet. DaS Raß foru- dell dort in mächtiger Fülle hervor. Danz kluge Leute, die gewettet haben, daß das Wasser nicht hinauf flleht das Bassin liegt auf einer Höhe, haben die Wette also verloren. Der Ausfluß am Bassin ist in der Sekunde über 10 Liter stark. Da« sind pro Tag 864 Kubikmeter Wasser. Da können ruhig 300 Kubikmeter täglich noch foctlaufen, dann haben die beiden Gemeinden Waldgirmes und Dorlar noch deS Feuchten genug. Falls weitere Gelder aufzubrlngen sind, können die Arbeiten fortgesetzt werden. Das Ma­terial zum Bassin ist mittels Hebekranen und Motor den Berg hinaufgeschasst worden. Dor­lar wlll mit seinem Abzweig vom Bassin be­ginnen, sobald die Kornfelder abgeerntet find. Der Hüttenarbeiter Ludwig Stamm von hier wollle gestern auf einem Fahrrad an der Lieber­führung in Wetzlar an zwei entgegensahrenden Autos vorbei und rannte dabei in ein« hinein. Außer dem demolierten Rad trug er einen Armbruch und Verletzungen im Ge­sicht davon.

][ Marburg. 9. Mai. Wie Oberbürger­meister Dr. Voigt in der Stadtverordneten- sitzung mitteiUe. schließt der HauShaltungs- voranschlag für das Rechnungsjahr 1925 in Einnahnr en und Ausgaben mll 2 446 000 Mk. ab. gegen 1 568 000 Mk. in 1924. Das Steueraufkom­men stellt sich auf rund 1260000 Mk. Bemerkt sei. daß. bem Beispiel anderer Kommunen fol­gend, die Deherbergungssteuer in Wegfall kom­men soll.

bl. Dillenburg, 9. Mai. Die Polizei- Verwaltung stellte bei der Regierung den Antrag, für den Bereich der Stadt die Fahrgeschwin big (ei t für Automobile auf 15 Kilo­meter die Stunde herabzusetzen. Man be­gründet diesen Schritt mit den engen Straßen unserer Stadt, in welchen das Publllum bei dem rasenden Autoverkehr nicht genügend geschützt sei.

spd. Frankfurt a. 1, 9. Mai. Die Stadt Frankfurt plant die Gründung einer Autobus- gesellschaft für die Personenbeförde- rung zwischen Frankfurt und Zechen- beim. Fechenheim wird sich an dem Unternehmen finanziell beteiligen. Die Ausnahme deS Betriebs soll bereits in nächster Zeit erfolgen. Der in Oberursel unter dem Verdacht der Täterschaft an bem ermordeten Gastwirt Bartsch bei König­stein fest genommene Landstreicher aut» Lahn eck wurde aus der älnters uchurrgshaft in Bad Homburg entlassen. Man kam bei der Ver­nehmung zu der Uebctjcugung, daß der Mann mit dem Morde nicht das geringste zu tun hat Inzwischen verfolgt man von Königstein aus eine andere Spur, von der man sich recht baldige Erfolge verspricht. Der Gang der Unter­suchung hat dahin geführt, daß alS Täter ein mit den Verhältnissen sehr gründ­lich vertrauter Mann infrage kommt. DaS auf dem Tisch der Küche vorgefundene Gfp gerät läßt darauf schließen, daß der örmorbetc mit dem Täter noch zusammen gegessen hat. An dem in der Küche vorgefundenen Hammer befan­den sich starke Dkutspuren. Aller Wahrscheirttich- feit nach hat der MSrder sein Opfer mit dem Hammer rücklings niedergeschlagen. Ferner be­fanden sich an der rechten Bellckleidtasche des Bartsch viele Dlutspuren, die darauf deuten, daß die Taschen nach Wertsachen durchwühlt wurden Jetzt vermißt man auch die Schlüssel zu dem im ersten Stock des HauseS befindlichen Schrank. Am Mordtage, am 23. April, wurde mittags kurz nach 12 Uhr von Passanten in der Küche ein großer schlanker Marrn gesehen, der sich merk­würdigerweise bisher nicht gemeldet hat. Die Motive zur Tat sind noch nicht ganz geflärt.

Frankfurt a. M.. 10. Mai. (WD.) Hier wurde gestern und heute ein Frontkämpfer- t a g abgehalten, der von dem .Stahlhelm" und verwandten Verbänden und Deveinigungen veranstaltet worden war. Am Sornllagvormlltag fanb eine eindrucksvolle Gedächtnisfeier für die im Weltkriege Gefallenen in der fest­lich geschmückten Fest halle bei einer Teilnehmer- zahl von etwa 15 000 Mann statt. 3n den frühen Rachmittagsstunden fand ein F e st z u g statt, der trotz verschiedener kommunistischer Stö­rungsversuche ohne Mihllang verlies. Ernst e Zwifchenfälle haben sich nirgends ereignet

fpd. Bad Homburg v. d. H.. 9. Mai. Der Techniker W. Haus, der in der Rächt zum Mittwoch den Schlosser Kapteina erschoß und deshalb in vorläufige Haft kam, wurde wieder entlassen, da einmal lein Fluchtverdacht vor­liegt, zum andern aber alle Zeichen dafür sprechen, daß er in Rotwehr gehandelt hat.

Das GIBek des Hauses.

Seit wir Kufeke sKttbeka trmken, ist jeder vie umgewandelt .Jeder fOhh sich durch einen Genuß gestärkt, sagt dte Mutter Die Kmder gehen Frisch In die Schote, mein Mann will von Kaffee ond Tee. die mir reizen, wehte 'n ehr wssem und auch ich, seit ich morgene und abendsKtabetaa trinke, bin meine ewige Darmträgheit Loe und fohle mich wie '-eugeboren ErhäHMch in Apeth. u. Drog

Man verlange austtrüestliett

Gießener Brauhaus-Pilsenerl