Ausgabe 
10.8.1925
 
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Montag, 10. August (925

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Kreise Friedberg für Devöllerungszahlen:

die

war.

Langenhain m. Ziegcnberg 326

Äreis

ergab

Die Volkszählung vom 16.

Juni

serer Aykündiguni Gruppe unter mo

auf. 1247 14613

230 537

166 687

801 1322

509 5253 1232

625 891

573 11161

1551

937 1531 1229

109 1720

744 1010 1064

659 789

1121

321 671

178 523

754

238 968

1039

919 1837 1131

560 1526 1477 1367

917

275 2265 1548

987 1551

908 707

529 562

668 700 899 816

1538 1910

364 935

767

424 807

1274

270 5778

432 121

304 1268

684

87 246 383 121 462 516 480 886 574 293 796 752 651 445 134 1182

781 525 769 459 366 271 280 336 353 470 409 658 941 189 447 400 211 384 622 140

2882 202

65 150 633 340

g vor einigen Wochen an eine gebender Beteiligung der Budi«

sf. Die Volkszählung vom 16. Juni ergab im einzelnen Orte folgende

im Kreise Schotten für die einzelnen Orte folgende Devöllerungszahlen:

91 277 371 117 506 523 439 951 557 267 730 725 716 472

141 1033

767 462

782 449 341 258

232 332 347 429 407

380 969

175 488

367 213 423 652

130

2896 230

56 154 635 344

Schotten.

Wem aus Gesundheitsrücksichten Essig bisher verboten ist, empfiehlt selbst der Arzt Citrovin

u.Einmach- Essig unerreicht in Veichmatk und Bekömmlichkeit, habet eine Wohltat für Gesunde und Kranke Uebernll erhältlich. NezugS-NachweiS durch Citrovin-Fabrik Bad Homburg.

1 Flasche --- 34 Ltr. gebrauchSf Essig, daher nicht teurer al» guter Essig. 7567*4

Maibach Massenheim Vielbach Münster Münzenberg Rieder-Eschbach Rieder-Erlenbach Weder. Florstadt Rieder-Mörlen Rieder-Rosbach Rieder-Weisel Rieder-Wöllstadt Ober. Erlenbach Ober.Eschbach Ober. Florstadt Ober-Mörlen Ober-Rosbach Ober-Wöllstadt Ockstadt Okarben Oppershofen Cflcnbctm Ostheim Petterweil Pohl-Göns Reichelsheim Reräcl Rockenberg Rodhcnn v. b- H. Rödgen Schwalheim Södel Staden Stammheim Steinfurth Tvcris-Mrrn-enberg Vilbel Weckesheim Wickstadi Wisselsheim Wölfersheim Wohnbach

nieurs 11 r f t n u 6 - Frankfurt a. M. einen Ära na an der Stelle der Wasserlupde nieder, wo 1921 der kühne Segelflieger Loeß 1 zu Tode gekommen Das herrliche Wetter hatte Tausende von

Don der Volkszählung in Oberhessen.

Kreis Friedberg.

Gersfeld, 8. Aug. (Wolff.) Am Donners­tagabend, als der Wind die Wolken zu zersetzen anfang, waren alle Maschinen startbereit. Auch am Freitag hielt das gute Wetter den ganzen Tag über an, und es herrschte reger Flugbetrieb. In den wenigen Tagen deS Vorwettbewerbs sind bis gestern abend insgesamt 105 Segelflugzeuge gestartet. Besonderes Lob verdienen für ihren Eifer die Marterrsschüler. von denen H o f f - mann -Frankfurt a_M. allein 15mal star­tete. Das bedeutet für seine Gruppe bei Flügen von je über 1000 Meter allein Fußmärsche von über 30 Kilometer zum Teil steil bergauf auf die Kuppe hinauf. Auch S-eiler-Liegnitz bedeckte bei seinem ersten Flug 3220 Meter, bei seinem zweiten mit Fluggast 3100 Meter. Die Danziger segelten ihre .Libelle', unter Erich Mayer-Dresden, einem alten Kriegspiloten, die kleinste Maschine des Wettbewerbs mit 10,5 Quadratmeter Flächeninhalt, und bedeckten dabei als weiteste Entfernung 950 Meter. Bei dieser Maschine ist besonders anerkennenswert ihre hohe Geschwindigkeit. Am heuttgen Samstag liegt die Wasserkuppe in Hellem Sonnenschein

GerSfeld, 9. Aug. (WB.) Am Sonntag in der Frühe legte die Oberleitung der Rhön- Rositten-Gesellschoft unter Führung des Jnge-

bie hier bearbeitet ober verarbeitet werben und in ucrcbeltcm Zustande wieder zur Ausfuhr gelangen. Jebcs Zuflüßen austanbifcpcr Gelber nach Deutsch' land verstärkt bie Passivität unterer .Handelsbilanz, um deren Aktivierung aber seit langem gekämpft wird. Auch der Dawesptan bezeichnet bekanntlich als Voran sfetzung für deutsche Reparationszahlun­gen überschüssige Einnahmen aus dem Ausland- handel. Leider tun unsere früheren Gegner, denen die Reparationsgelber doch zuflicßen, sehr wenig dazu, diese Erkenntnis in die Wirklichkeit nmzu- feyen; beim neben ber belgischen Absicht, fortab ebenfalls eine 26prozentige Abgabe auf bic bentsche Ausfuhr zu erbeben, hat sich Frankreich kürzlich baui herabAela'sen, die Einfuhr deutscher Kohle außer ben Nachlieferungen der Regierung zu ver­bieten. An sich bedeutet dieses Verbot nichts an­dere.-, als einen direkten Vertragsbruch, indem bie beutsche unb bie französische chanbelsoertragsbelega- non bei Unterbrechung ihrer Beratungen ausbrück- lich sestgestellt hatten, daß bis zur Wiederaufnahme ber Verhanblungen von keiner ber beiben Seiten Schritte unternommen werben sollen, bic ben Han- belsoerkehr zwischen Frankreich unb Denftchlond hemmen. Auch anderwärts denkt man nicht daran, die deutschen Waren etwa irgendwie zu bevorzugen. 9m Gegenteil, bie Zollmauern werden in Europa unb Ueberfec anbauernb eher erhöht als abgetra­gen. Wenn bie» so weitergeht, so dürfte sich ver­hältnismäßig bald bcrausjtellen, baß ber Dawes- plan ein Fehlrezept war. cd)on heute zweiselt man zwar in einsichtigen Kreisen der Wirtschaft nicht daran, daß dieser in den nächsten Jahren in denen die deutschen Zahlungen bekanntlich erst voll au fließen beginnen sollen überhaupt durch­führbar wäre.

Die Tatsache seines Versagens roirb aber offen­kundig werden, sobald von 1926 die vorgesehenen Milliarden aus der deutschen Wirtschaft heronsge- preßt werden sollen. Die Atempause, Die un$ bis dahin gelassen ist, wird wenig ausgenutzt, um in­zwischen eine Gesundung unserer wirtschastlichen Verhältnisse herbeizuführen. Die Verschlechterung des Absatzes von Industrie und Handel verschärft sich vielmehr in Deutschland in den meisten Bran­chen dauernd. In einigen Gewerben häufen sich die Insolvenzen (man denke nur an die Textilbranche), in anderen schleppen sich viele früher angesehene Firmen mühsam dahin. Selbst den breiten Massen de deutsechn Volkes fehlt es noch an manchem, was zu einer geregelten Lebensführung notwendig wäre. Man sollte sich im Auslande angesichts ber noch schwebenden ober bevorstehenben Handels- vertragsverhanblungen mit Deutschland überlegen, ob all dies nicht bei ber Bemessung ber Zollsätze weitergehend als bisher zu berücksichtigen ist. Wenn ber Wagen so weiterläuft wie bisher, wird er bestimmt nicht in ben nächsten Jahren, mit Golb- milliarben bepackt, in benEntentestaaten ankommen.

Aus ben Ereignissen ber jüngsten Zeit oerbient ferner die Tatsache der nunmehr erfolgten Grün­dung der Rentenbank-Kreditanstalt besondere Be­achtung, die den Zusatz .^Landwirtschaftliche Zen­tralbank" führt. Wenn auch bie Bebenken ber Land» wirtschaft über bie vom Reichstag unb dem Gesetz vorgenommenen Aenderungen erheblich waren, so ist doch zu hoffen, daß dies Institut in Zukunft ein neues Glied fein wird, bas in ber Kette ber übrigen Institutionen an ber Förderung unserer heimischen Londwittschaft einen hervorragenden Anteil hat. Auch bic Sanierung bes Stinneskonzerns ist weiter vorgeschritten. So ist inzwischen der Besitz dieser Gruppe an Aktien ber Rieneck-Montan- und Del- werke veräußert worden, und zwar entsprechend ury

schen Anilin- unb Sodafabrik. Man geht wohs nicht fehl in der Annahme, daß neben dem Interesse dieses Anilinunternehmens an ben wertvollen Gruben zu bieser Beteiligung die Fühlungnahme mit ben Des­interessen im früheren Stinneskonzern ist, da nach den Ankündigungen von Geheimrat Dulsberg bei der Badischen Anillnfabrlk gegenwärtig ein Verfah­ren mit Erfolg ausgeprobt wird, das eine wirt­schaftlich vorteilhafte Gewinnung von Del aus Stein­kohlen ermöglicht. Man wird den Veröffentlichungen über diese Versuche mit Spannung entgegenzuseyen haben, bie möglicherweise wichtige Veränderungen gegenüber dem bisherigen Kohlen- und Delgeschäft mit sich bringen werben. Wenn ben Zechen ermög­licht wirb, ihre nicht absetzbare Kohle zu Del und anberen Produkten vorteilhaft zu verarbeiten, bann roirb auch ihre Lage eine erhebliche Erleichterung erfahren.

Wirtschaft.

Wirtschaftliche Wochenschau.

Die letzte Woche hat plötzlich eine Ermäßigung ber Dankrate in Englanb um i Proz. gebracht, ohne baß selbst in eingeweihten Kreisen noch einige Tage vorher mit bieser Maßnahme gerechnet worben wäre. Anscheinend legt die Bank von England jetzt weniger Wett auf das Hereinströmen amerikanischen Kapitals, denn im Frühjahr hatte sie vornehmlich zu diesem Zwecke ihren Diskontsatz erhöht. Für uns m Deutschland wirft sich mm die Frage auf, ob bie amerikanischen Geldgeber infolge der höheren Der- bienstmöglichkeiten den deutschen ftrebitgefud)en in Zukunft zugänglicher werden, und welche Folgen hieran für uns geknüpft sind. Zweifellos ist für deut­sche Interessenten, die hinreichende dingliche Unter­lagen aufroeifen können, die Inanspruchnahme ame- ttkanischer Kredite seit einigen Wochen wieder er­leichtert. Man darf aber nicht vergessen, daß sich diese Gelber andererseits außerorbenttich ungünstig auf die deutsche Handelsbilanz auswitten, denn sie dienen doch in ber Hauptsache ber Finanzierung ber Einfuhr. Gerade hier gilt es aber, soweit wie mög­lich abzustoppen und nur Waren hereinzunehmen,

Verantwortung für die Gestattung des gewerblichen Unterrid)td. Das Potsdamer Seminar ist hervor- gegangen aus einer Schule in Polen; Fortsetzun­gen der bärtigen Bestrebungen haben in Bremen unb Potsdam eine Heimstatt gefunden.

Wenn Hessen ein solches Seminar ins Leben rufen würde, so wären dazu drei Lehrkräfte für ben technischen Unterricht unb eine Lehrkraft für bas Zeichnen nötig; im ganzen etwa 45 Lehr- träfte. Helfen würde damit eine gewerbliche Unter- richtsanstatt besitzen, wie sie kaum anderswo ge- schaffen werden kann. Es würde einen Stamm tech­nischer Lehrkräfte von ungewöhnlicher Dualität er­halten; es wurde für die freien Berufe (Damen- schneidere! usw.) Kräfte ausbilden, die die Anwart­schaft auf die allerersten Stellen haben. Die Anstalt würde auch einen Rückhalt bieten für alle, bie In- teresse nehmen an ber Pflege weiblicher Hanbardei- ten. Ihr vorbilblicher Wert für bie Volks- unb bie höheren Schulen kann nicht hoch genug angeschla­gen werben; einer ganz neuen Auffassung bes lech- Nischen Unterrichts werben bann die Wege geebnet. Hessen hat hier einmal die Plötzlichkeit, seinen Ruf als Land eines hochstehenden Kunstgewerbes einen Inhalt zu geben.

Professor Dr. Haupt wurde nach dem mit starkem Beisall aufgenommenen Vortrag aufgefor- bert, konkrete Vorschläge für seine Reform- plane bem Lanbesamt für das Bildungswesen zu unterbreiten. Bürgermeister Sujbaum - Darm­stadt hat sogleich die Förderung ber 9been zugesagt, bamit bas Lehrinstitut in Darmftabt errichtet roirb.

Zuschauern zu Fuß, zu Wagen, au8 Kraftwagen und Motorrädern aller Att auf die Wasserküppe gelockt, zumal auf der höchsten Spitze heute das 29. Rhön-Turnfest abgehalten wurde. Es war ein erfreulichen Anblick, unsere deutsche Tugend hier oben auf dem höchsten Gipfel der Rhön vereint dem schönen Spott huldig m zu sehen als Turner und als Segelflieger. Indessen strömten die Zu­schauer ausgeschwärmt in solcher Menge auf die Kuppe zu. daß bald Startverbot erlassen werden mußt?, um bei der Landung niemand zu beschädigen. Vis nachmittags 2 Llhr erfolgten insgesamt 39 Statte. Der starke Wind um die Mittagszeit konnte durch das Verbot leider nicht wurde tn einem unbewachten Augenblick von einer recht ausgenutzt werden. Mattens' .Pegasus" Döe erfaßt und ging über Kopf. Dabei wurden Leitwett und Tragdeck zerstört. Dank der vor- ?üglichen Einttchtung der Martensschule onnte der Schaden bereits innerhalb einer halben Stunde wieder behoben undPegasus" stattbcreit gemacht werden.

Espenlaub" versuchte, bie günstigen Wind­verhältnisse am heutigen Tage auszunutzen unb zu segeln. Kull-Stuttgart, ber benRoten Kuckuck" führt, Wolfgang Hitths Maschine, ber burch seinen Motorrabunfall ausgeschieben ist, setzte biese Ma­schine auf einen Startwagen, bremste mit einem Spazierstock, unb als bie Böschung kam, ließ er los unb rollte ben Abhang hinunter. Auf biese Weise startete er zum ersten Male ohne fremde Me.

Bebauerlicherweise hat Seiler- Liegnitz seine prachtvolle, bewähtte Maschine, einen Einbecker- Zweisitzer, zu Bruch gebracht. Er übersah bei ber Landung einen Erdhügel, kam ins Drehen, hob einen ungefähr zwei Zentner schweren Feldstein aus ber Erbe unb scherte ben Rumpf vom Tragbeck ab. Das Tragbeck blieb vollkommen unversehrt, wäh- renb ber Rumpf in Trümmer ging, glücklicherweise ohne baß ber Führer Seiler unb fein Fluggast irgendwie verletzt mürben. Er hofft bestimmt, mit Hilfe ber ausgezeichnet eingerichteten Martensschule einen neuen Rumpf so zeitig fertiggestellt zu haben, baß er boch mlnbeftens in ben allerletzten lagen dieses Wettbewerbs noch statten kann.

*

Wiederaufnahme der deutsch­französischen 2ndu st riever Handlun­gen. In Patts verlautet gerüchtweise, daß die Verhandlungen zwischen der französischen und der deutschen Schwettndusttte Mitte dieser Woche noch vor dem 15. ds. Mts. in Paris wieder ausgenommen werden sollen. Die deutschen delegierten hatten ursprünglich verabredet, am 28. Juli in Patts zur Besprechung ernzutrefsen, mußten dann aber aus technischen Gründen ihr Fernblttben entschuldigen.

Beteiligung der Badischen Qlnr- l inwerke an den Riebeckschen Mon­tanwerken. Das bisher dem Stinneskonzern gehörende Aktienpaket ber Riebeckschen Montanwerke ist von einem Konsortium übernommen worden, an bem sich die Badische Anilin- und Sodafabrik beteiligt hat. Der Erwerbspreis soll über dem TagesttirS liegen.

Berliner Produktenbörse. >

Berlin, 8. Aug. Der Probuktenmarkt ver­kehrte bei sehr stillem Geschäft in unveränderter Haltung. Es würben notiert für 1000 Kilogramm Weizen, märt. 255258, Weizen, September 266, Oktober 268269, Roggen, märt. 190196, Rog­gen, September 206,50, Roggen, Dftober 211,50 bis 211, neue Wintergerste 192200, Hafer, märt, 224232, Hafer, September 196, Hafer, Dttober 201, Mais (loko Berlin) 214216, Raps 355360; für 100 Kilogramm würben notiert: Weizenmehl 33,5035,50, Roggenmehl 27,5029,25, Weizen- kitte 14, Roggenkleie 13,75, Diktoriaerbsen 2734, kleine Erbsen 2527, Futtererbsen 2325.

Ort:

männL

werbt.

zus-

Zisdorf (SolmS)

34

64

Kaulstotz

103

108

211

Klein-Eichen

87

92

179

Köddingen

242

246

488

Kölzenhain

Larvenbach

103

. 206

101

210

204

416

Laubach

935

1068

2003

Wald gern. Laubach

24

24

48

Meiches

205

241

446

Michelbach

155

174

329

Mittel-Seemen

140

132

272

Ricber-Scemen

122

116

238

Oberlais m Untcr-GaiS 316

288

604

Ober-Schmitten

257

263

520

Ober-Seemen

514

479

993

Obrr-Seibertenrod

145

153

293

Rainrod

317

351

668

Rebgeshain

169

183

352

Rudingsh.->in

283

293

576

Ruppertsburg

323

371

694

Schmitten

16

12

28

Schotten

1164

1231

2395

Sellnrod

233

315

598

Sichenhausen

133

139

272

Steinberg

199

179

378

Stornfels

113

111

224

Stumpertenrod

261

262

523

Alfa

536

543

1079

Ulrichstein

396

440

836

Anter-Seib rtenrod

152

160

312

Voltartsharn

107

94

201

Wetterfeld

229

264

493

Wingershausen

128

143

271

Wohnfeld

157

159

316

Rhön egelflug -

Dorwetlbewerb.

Ort:

männL

weibL

Assenhettn

625

622

Dad-Rauheim

6294

8319

Bauernheim

120

110

Bei en Herrn

263

274

Boden rod

82

84

Bönstadt

361

326

Bruchenbrücken

389

412

Büdesheim

676

646

Durg-Gräsenrode Butzbach

271

238

2834

2419

Dorheim

595

637

Dorn-Assenheim

309

316

Dortelwell

430

461

Fauerbach v. d. H.

284

289

Friedberg-Fauerbach

5728

5433

Gambach

795

756

Griedel

470

467

Groß-Karben

748

783

Harheim

597

632

Hausen mit Oes

55

54

Heldenbergen

832

888

Hoch-Weisel

377

367

Holz hausen

507

503

Ilbenstadt

536

528

Katchen

346

313

Kirch-Göns

376

413

Klein» Karben

566

555

Kloppenheim

163

158

Ort:

männL

tveibl.

Ms.

Altenharn

159

151

310

Betzenrod

193

166

359

Dobenhausen II

251

294

545

Breungeshain

170

180

350

Burkhards

253

234

487

Buscnborn

113

125

238

Eichelsachsen

294

234

578

Eichelsdott

458

451

909

Einartshausen

161

148

309

Eschenrod

278

269

547

Feldkrücken

160

178

338

Freienseen

312

346

658

Gedern

1025

1023

2048

Glashütten

247

220

467

Götzen

112

121

233

Gonterskirchen

269

276

545

Groß-Eichen

357

341

698

Hartmannshain

121

111

232

Helpershain

239

264

503

Herchenhain

, 167

161

323

Höckers dott

HO

129

239

Ht. (85 Zweites Blatt

Neues vom Separatistenführer Matthes.

Roch heute denkt die rheinische Bevölkerung mit Schaudern an jene Tage zurück, da die Eepa- ratlftenfrorben, von den Franzosen geduldet, bc- wafsnel unb bezahlt. Städte und Dotter ter­rorisierten, die Bürger mißhandelten, verschlepp­ten oder ermordeten, raubten und plün­derten und eine Schreckensherrschaft aus- ttchteten, die vielfach die Oer Fran­zosen und Belgier im Ruhrgebiet während des passiven Widerstandes an Grausamkeit, Rieder- tracht und Gemeinheit übertraf. Jeder erinnert sich noch deS blutigen Totensonntags von Düssel- dott. an dem der Separatistenführer Matches einzig und allein die Schuld trug, und der mit einem gemeinsamen Liebersall der bewasfnetn Separatisten und Frcmzosen auf die Schutzpolizei, mit ganz unglaublichen Brutalitäten gegen bie wehrlosen Polizetbeamten und einem riesigen Prozeß endete, in dem die Beamten zu Zucht- hauSstrvfen oder langjähriger Zwangsarbeit in ben französischen Strafkolonien verurteilt wurden. Aber auch jeder vntfinnt sich noch des jäh aus­lodernden Rachefeldzuges rheinischer Bauern ge­gen das Separatistengesindel, das eine- Tages von der erbitterten Bevölkerung mit Sensen. Dreschflegeln und Aexten trotz des französischen Schuhes in heftigem Kampf zusammen geschlagen wurde. Seither sind die Heiser der Dorten, «LmeetS und MattheS verschwunden. Entweder haben sie sich in die dunklen Löcher, aus denen sie hervor tarnen, wieder zurückgezogen oder sie sind eine Deute der Werber der Fremdenlegion geworden.

WaS machen aber ihre Führer, was macht z. B. 5>err Matthes, der seinerzeit in Düsseldott Handgranaten an die Separatisten verteilte? Er betätigt sich neuerdings als elsäs­sischer Berichterstatter reichsdeut­scher Presseunternehmungen. Vor einiger Zeit bereits formte dieKölnische Zei­tung" auf ein geheimnisvolles Institut, daS Bureau Eosmopolite" in Straßburg aufmerksam machen und mitteilen, daß cs von dem Separatistenhäuptling Matthes unterhalten werde und die deutsche Presse mit Berichten aus Elsaß-Lothttngen und Frankreich vettorgen solle. Unter dem Ramen Dr. German Mayer hat er sich bei einer Reihe führenber deutscher Prefse- unterneInnungen alts Straßburger Korrespondent angeboten. Aus einem Angebot an eine große bekannte deutsche Zeitung sind besonders fol­gende Sätze von Interesse. Matthes gibt die ehrenwörtliche 23ersicherung. daß erein Mayer vollständigaischer" Abstammung fei",ber freie deutsche Journalist in Frankreich sagt er ferner, kommt von hüben unb brüben in starke Ver­suchungen, bestellte Tenbenzarbttt zu leisten, was ich wie meine Berichte beweisen ablehne." Matthe« unterstreicht auch gern, daß er ausge- S" ' nete Beziehungen zu elsaß-lothringischen amentariern unb hohen Pariser Amtsstellen

Er bot Interviews mit führenben Per- sönlichkeitetn an. Sämtliche Berichte haben vor der Absendung der Zensutttclle des französischen General-Kommissariats in Straßburg Vorgelegen. Trotzdem ist er zynisch genug, seine Briefemit treudeutschern Gruß" zu untettchreiben.

Reformvorschläge für den weiblichen gewerblichen

Unterricht in Hessen.

3m Gewerbcmuseum in Darmstadt ist aegenroärtig eine A u s st e 11 u n g bes Gewerbe- lehrerinnen-Seminars in Potsdam zu sehen, die in den Kreisen, die sich für den gewerb­lichen Unterricht interessieren, Aufsehen erregt. Es ist nicht allein die Methode des Unterrichts, die hier veranschaulicht wird und bie völlig neue Wege be­schreitet, sondern auch die fertiggestellten Arbeiten offenbaren ein so außerordentliches Können und einen so sicheren Geschmack, daß sie geradezu Be­wunderung erregen müssen. Der Leiter des Mu­seums, Professor Dr. Haupt, nahm Veranlassung in einem Vortrage Reformen für den g e werblichen Unterricht in Hessen oorzu- schlagen. Er ging bei seinen Darlegungen davon aus, daß unsere Gegenwart, unser ganzes öffent­liches Leben nach einer stärkeren Betonung der Farbe drängt. Die Erziehung zu einer Fckr- benfultur erwartet Professor Haupt weder von der Malerei, denn diese setzt sie eigentlich schon voraus und schafft sie nicht, noch auch von den Architekten, bie selbst erst in dieser Richtung erzogen werden müssen, sondern allein von dem gewerblichen Unter­richt, dem Unterricht für weibliche Handarbeiten. Der Unterschied des Potsdamer Gewerbelehre- rtnnen-Seminars bietet vor anderen Methoden ge­rade die Möglichkeit, die Augen zu schulen und den Farbensinn zu wecken. Bei diesem Unterricht kommt es zuerst darauf an, das Farbenproblem zu losen, bann erst setzt die Unterweisung in der Technik der Handarbeiten ein.

Die Ideen des Deutschen Werkbundes von der zweckmäßigen Gestaltung der Form haben in diesem Unterricht Eingang gefunden. Das D r - n a m e n t ist keineswegs in dieser Kunstübung ver­bannt, wohl aber das überflüssige Ornament; ganz daraus verzichten kann das Kunstgewerbe überhaupt picht, namentlich nicht die T e r t i l k u n st. Die For­derung, daß Ornament und Form ineinanberüber- gehen, ist hier erfüllt; immerhin ist das Ornament nicht Selbstzweck, sondern im Vordergrund dieses weiblichen Unterrichts steht die Erziehung zu einer farbigen Kultur unb Acren Pflege. Unter biefem Gesichtspunkt betrachtet, kommt der Textilkunst noch eine große Bedeutung zu. Es ist nicht zu befürchten, daß die Maschinenarbeit auf diesem Gebiete die Handarbeit verdrängen wird, wenn sich diese bar- auf beschrankt, das zu geben, was die Maschine nicht leisten kann. Die neue Unterrichtsmethode nimmt darauf Rücksicht, indem sie nur zu persön­licher künstlerischer Leistung erziehen will. Daher werden bei diesen Handarbeiten nicht Vorlagen aus- geführt, die andere entworfen haben, sondern tech­nische und künstlerische Leistungen müssen eins fein; sie müßen daher von ein und derselben Persönlich­keit entroorfen und ausgeführt sein.

Die Tagung der Berufsschulen in Stuttgart, auf der Hessen nicht vertreten war, hat gezeigt, daß in Süddeutschland ber Geschmack in weiblichen Handarbeiten auf dem Standpunkt ber Zett vor 30 Jahren stehen geblieben ist. Die aorb- beuffchen Schulen sind wohl moderner gerichtet, aber in der Ausbildung ist das Potsdamer Semi­nar allen voraus. Hier Ht wirtlich ttn Gefühl der

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Mittwoch.12.Ans, nacöm.4Ubr,aui bet Karlsruhe. 06619

Zoar-Verein

Siehrn.

Mwoch,l2.Alla. 1925, abends 8 Uhr. hoielAvtzler.Wrii' anlage:

acherordentl. Verjammlunz.

VollikihliseS Cm ! scheinen notroert; Gaste roitiommr.

Ter Voriuid.