Ausgabe 
10.8.1925
 
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Sportplatzes BAeiitang. Der $<r, i jJlute die (Erridjiuna genommen und btn lk" io gcholtet. doi, 1 Deutschland mempt fiele Sportplätze. Der fwtzen Ziele der fon ätschen Zolles, iit erin von Grund unb was der Verein mii wst -Weich! habt bie herzlichsten (Blud. ngaus. Dr. ft nopp, reins dem TeW der den Platz der Ttöi>. ra'it. Er bantle der 'al den Verein unter- Mitgliedern Dont au: reubigc Mitarden. Ige­le der Mitglieder Rar! (ftbautK hervor, c t ein Denkmal gefef dreifachen typp hip verland, wvnard bc, Ltbc.

Schäften jum ernste? tritt Spiel der 3ugr. mürbe geaen ÜRarwr# igen Wettspiele tat» eberlagen und Git»' ,esagt werden, ba» 1 einer der kfc r/e sich anfangs r;; er litt fine PliebtN j ebenMs hoch ner- hungsbal/ «r- lglieder im Saale zur lind zu nennen der die Sapelle Topp, icr lprzen Mlprache Kameraden hervor es Sportplätze» grch den Dochtzenden A l- iicler, DeretnsdM' eiten Sinti P >°^ te er eine W. « Unlieb ernannt, erpi« über Sport und ein

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firtcbfccrg 10.46 Uhr, in Vilbel 11.05 Uhr, in (xrantfun West 11.21 Uhr unb in Srantfurt (5)aupt- bahnhos, 11.30 Uhr nachmittags. Die ermäßig» len Fahrpreise für biesen Gonberwg betra­gen ab Frankfurt (Hauptbahnhof) unb Frankfurt- West 8,8o Tlk., ob Ditbel 8,20 Mk., Friedberg 7 40 Mark.Z5ob .'lauheim 7,20 Mk., Lümbach 6>0 Mk und ab (Stefan 6 Mk. Die Fahrkarten für b?n conDcrjug sind nur bei den Jahrkartenaiis- aalen der Ein steige stationen erhaiNich. iceber Teilnehmer hat Anspruch aus einen Sitzplatz.

!l Die ©trabe (Sichen Äletn Linden befindet sich in einem sehr schlechten juftnnb. Es reiht sich ein Loch an das andere, die Deckschich der ©trabe ist vollständig ruiniert, an manchen ©tollen ist die Straße bis aus den Unterbau aufgewühlt Die Schuld hieran hat der überaus starke Kraftwagenverkehr, da hier die beiden ©traben FrankfurtDieben unb Wetzlar Dieben zusamrnenlausen. Die reg­nerischen Tage während des ÄreiÄtumfeftcä mit ihrem enormen Autoverkehr haben der ©trabe den lebten Rest gegeben. Eine baldige gründliche Erneuerung der ©trabe ist dringend erforderlich.

Der ©aaroerein Ortsgruppe Dietzen hält am 12. ds. Mts. im Dereinslokal Hotel Kohler - eine auberordentliche QHit- glleocmrfammlunq ab. SS sei nochmals daraus verwiesen, hab auch .Richtsaarländer" dem 2er- cin als Mitglieder beitreten können Gerade die Feststellungen gelegentlich deS Mittelrheini- schrn Kreiö'urnsesteS haben gezeigt, daß die ©aartumer das Bestehen einer Ortsgruppe deS ©aarlandvereinS sehr begrübt und den Wunsch ausgesprochen haben, daß er sich alS festes Binde­glied zwilchen dem befehlen und unbesetzten Ge­biet erweisen möge, (Siehe Anzeige.)

Logische Handelsschule, Dießen. Die Logische Handelsschule beging am vergangenen Samstag die Einweihung ihres neuen Schulhauses. In würdiger Weise wurde wäh­rend der akademischen Morgenfeier in der Festrede des Herrn Dr. R e u k a u f der Bedeutung der Schule im Bildungswesen und ihre» Ausgaben- kreise» gedacht. Unter den geladenen Ehrengästen befanden sich außer den Vertretern der Elternschaft u. <i. auch Herr Hosprediger Widmann (Gedern) und Herr Direktor Mendelssohn-Bar- tholdy (Gießen), welche als Vorsitzende de» Ver­bandes der freien (privaten) Schulen unb Erzie­hungsanstalten in Hessen ihre Glückwünsche im Na­men dieses Verbandes überbrachten. Am Nachmittag sand anläßlich der Hauseinweihung eine Feierlich- feit im größeren fireife in dem Saale der Restau­rationPhilosophenwald" statt, zu der mehr al» 500 der Schule nahestehende Personen erschienen maren. Wohlgelungene Darbietungen der Schüler sorgten für die Unterhaltung der Gäste und gaben gleichzeitig ein Beispiel rechten Gemeinschaftsgeistes und des Zusammenhangs zwischen Elternschaft, Schulern und Cebrem.

Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ochsen 569, Bullen 96, Färsen und fiühe 1088, Kälber 198, Schase 146. Schweine 3720.

Bornotizcn.

Tageskalender für Montag: 'Ber­einigung für Feuerbestattung 8i UhrRebstock- Versammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Letzter lagDer letzte Mann". Astoria-Licht- fpiele:Fließendes Gold".

Kreis Büdingen.

!! Büdingen, 8. Aug. Auf Anregung bar Freiwilligen Feuerwehr hat die Stadtver­waltung den Plan gefaßt, das Feuerlofchgeräte- hauS zu erweitern und einen Turm zum Trocknen der Schlauche zu errichten. Einen wichti­gen Schritt zur Hebung des ©Par­kin n e S haben DezirkLfparkaffe und Gemeinderat getan. Nachdem die Kaffe beschlossen hat, jedem Reuaebvrenen des Kassenbezirks ein Einlegebuch mit drei Mark zu überreichen, hat der Gemeinde­rat den gleichen Beschluß für Büdinger Kinder gefaßt. Die weitere ©partätigkett erfolgt bann durch Heimsparkasfen.

st Ridda. 8. Aug. 3n dem Kalender­jahr 1 9 2 4 wurden hier 4 9 Kinder ge­boren und 10 Eheschließungen borge- nommen Don den 27 Gestorbenen waren 6 über 80. 6 über 70, 3 über 60, 5 über 50, 4 über 40 und 3 unter 40 Fahre all. DaS durchschnittliche Lebensalter beträgt 6 0 Jahre, waS als äußerst günstig anzusehen

Fräulein Fob.

Roman von Anders Eje.

41. Fortsetzung. ' (Nachdruck verboten.)

XVI.

Ant nächsten Morgen erwachte Gabby gegen ihre Gewohnheit ziemlich spät. Zu ihrer un­angenehmen Ueberraschung sah sie, daß es schon neun Uhr vorbei war.

Der Abend vorher war auch für ihr gutes Nervensystem fast zu anstrengend gewesen. Die unüberwindlichen Hindernisse. die Fob vor­brachte, als Gabby ihre wohlentworfene llebcr- redungsszene aufführte, würden einem Schopen­hauer oder Leopardi zur Ehre gereicht haben. Schließlich wurde Fob unter Gabbys Beredsam­keit todmüde. Unb bann kam die entscheidende Stunde, da sie zwischen schwachen Ansätzen zu einem Za und tausend neuaufgetauchten Schwie­rigkeiten und Bedenken schwankte. Zum Schluffe hatte sie müde unb apathisch nachgegeben, unb Gabby war sicher, bah sie ihr Wort halten werbe, wenn sie am nächsten Morgen auch noch so viele neue Unmöglichkeiten entbeden würbe.

Jetzt hatte sie aber keine Zeit, zu liegen unb nachzusinnen. Rur auf unb rasch in die Kleiber! Während sie Toilette machte, warf sie einen. Blick burch das Fenster, das in ben ©chloßhof hinausging. Was soll dies bedeuten, sagte sie halblaut vor sich hin.

Was Gabbys Erstaunen so sehr erregte, war Herrn Fellips' Dogcart, das eben, mit dem GutSi Herrn selbst auf dem Bock, in den Hof einsuhr. Er warf einen Blick bie Schloßfassade hinauf und entdeckte Gabby, bie noch halb im Reglige war. Er lächelte liebenswürdig unb grüßte mit der Peitsche.

Aergerlich zog sich Gabby zurück.

Als ihre Toilette leidlich m Ordnung war, beeilte sie sich, um Fob auf ihrem gewöhnlichen Platz, einem Winkel auf der Veranda. zu suchen. Sie war nicht dort. Also im ©peisesaal. Diel­leicht fitzen die anderen noch beim Frühstück und warten auf Gabby. Kein Mensch war dort, unb es war deutlich, daß schon alle daS Frühstück genommen hatten. Gabby trank rasch eine Schale Kaffee und suchte bann aufs neue Fob. Der- gebens wanderte fie durch alle Wohnräume.

ist. Es erhöhte sich sogar auf 65 Jahre, wenn man 2 Kinder, bie kurz nach der Geburt starben, unberücksichttgt ließe.

* Ulfa, 8. Aug Unsere Gemeinde hat mit den Dörfern Rainrod unb Ober-Schmitten eine gemeinsame Wasserleitung, deren Quellen Im LäunSbachtal bei Schotten liegen. Zur Zeit arvtzer Trockenheit haben wir aber unter empfindlichem Wassermangel zu leiden, während er sich bei ben anderen daran beteiligten Gemeinden nicht bemerkbar macht. Die Zuleitung einer weiteren Quelle vermochte ben Uebelstanv nicht zu beheben. Die Gemeinde beabsichtigt nun. eine lokale Quelle zu fassen und sie in Zeiten der Trockenheit alS Zuschußieitung zu benutzen. Da die entstehenden Kosten von den beteiligten Gemeinden gemeinsam getragen werden müßten, fand dieser Tage eine Besprechung hier statt, zu der die Vertreter der Kulturinspek- tion. deS Kreisamts unb der beteiligten Gemeinden erschienen waren Der Vertreter der Kulturinspektion erörterte daS neue Pro­jekt und empfahl den Gemeinden. eS auSführen zu lallen.

!e! Hirzenhain, 9 Aug. Erne rege Bautätigkeit hat hier unb in dem benach­barten Mrrkenfritz m den letzten 3abren eingesetzt. 3n Merkenfritz sind zur Zeit fünf Einfamilienhäuser und zwei Dvppelwohnhäufer im Bau begriffen. Auch in innerem Orte sehen vier Wohngebäude ihrer baulichen Dollendung ent­gegen.

Ärcie Schotten.

n Laubach 8. Aug. Zum Tlachsolaer deS © t u"b i e n r a t * Frank, der bisher am hiesigen Prvrealgymnasium unb Asallchule tätig war unb mit Wirkung vom 1. August ds. Is. an daS Realgymnasium zu Dießen, verseht wurde, ist mit Wirkung vom 10. August ds. 36. Studienassessor Dr. Friedr. Aug. R o eSchen ernannt worden Dieser war am Seminar zu Friedberg als Vertreter von Dr. Leucht- g e n S, zuletzt an der Realschule zu Schlitz verwandt. Der Bau des neuen Kranken­hauses deS chiefigen Johann-Friedrich-StiftS hat in dieser Woche sehr gute Fortschritte ge­macht. Das Gebäude ist bis auf einen kleinen Rest unter Dach gebracht; es stellt sich mit feiner 24 Meter langen Front an der Schottener Straße sehr stattlich bar. ES liegt zwischen dem alten Dau deS HvfratS Bernhard Krespel lDoecheS Jugendfreund), von 1796, dem .Altersheim" unb dem ,3sollerhauS". 3n seinen beiden Stockwerken wird es einen großen Operationssaal und geefen 40 Betten enthalten. Die erste Anregung zur Er­weiterung des Johann-Friedrich-SttftS ging vom Geheimen SanitätSrat Dr. Bogel auS, der seit 1886 hier wirkte und den Ausbau der segens­reichen Anstalt bei seiner Ankunft sofort in An­griff nahm. Dr. Dogel fand nur zwei Kranken­zimmer mit vorübergehender Benutzung vor. AIS er nach 38jähriger Wirksamkeit von Oaubach schi^», stand ein großes Altersheim mit Kranken- unb ZsolierhauS da, worin alljährlich gegen 50 Kranke (mit gegen 300 Derpflegungstagen) untergebracht wurden. 3n Dr Philippi (früher in Mün- xenberg) hat Dr. Dogel einen würdigen Rach- folger gesunden Dieser Arzt hat eine lebhafte chirurgische Tättgkeit eröffnet, ©eine Anstatt aber bedeutet einen großen Dortell für unsere Stadt und die nähere und weitere Umgegend.

Kreis Alsfeld.

l'l Homberg a. d. Ohm, 9. Aug. Die Ernte ist in vollem Gange unb verspricht einen sehr guten Ertrag. Zur Zeit ist man mit bem Schnitt von Weizen unb Hafer beschäftigt. Das gute Wetter der letzten Tage hat die Erntearbei- len außerordentlich gefördert. Kartoffeln, Hack­früchte unb Gemüse haben einen guten Stand unb versprechen ebenfalls einen guten Ertrag

D Groß-Felda, 8. Augs Ein tödlicher U n g l ü ck s j a 11 ereignete sich in diesen Tagen in unserer Gemeinde. Ein Postbeamter aus Frank­furt hatte, wie alljährlich, seine Frau zur Erholung hierhergebracht. Abends nach einem Spaziergang ging er noch einmal in den Stall seines Wirtes. Dabei kam er in unerklärlicher Weise mit der L i ch t- l e i t u n g in Berührung, blieb daran hängen unb war nach einigen Minuten t o t. Angestellte Wieder­belebungsversuche waren erfolglos. Ob der elek Irische Strom allein die Todesursache war, oder ob ein organischer Fehler dabei mitsprach, ist noch nicht feftgeftellt.

Mitunter, wenn Fob Ruhe haben wollte, pflegte sie sich mit einem Buch in einet bet Turmzimmer zurückzuziehen. Auch diese waren leer.

Warum versteckt sie sich vor mir, sann Gabby. Denn es ist flar, daß sie dieS tut. Man soll sehen, daß sie ihren Entschluß bereut und sich schämt, dies zu sagen. Ein netter Strich durch bie Rechnung!

Don den Turmzimmern eilte Gabby wieder zurück in die bewohnten Regionen. Auf dem- Wege dorthin stieß sie auf daS alte Spukgespenst Mamsell Rafaela.

Guten Tag," sagte die Alte,ist das junge Fräulein noch immer hier? Warum ist fie nicht klug und folgte dem guten Rat einer alten Frau?"

Aber, liebe Mamsell Rafaela, ich bin ja ge­sund und wohlauf, nichts Schreckliches ist mir zugestotzen."

DaS kleine Fräulein will sich selbst betrügen. Glauben Sie, daß ich vielleicht nicht sehe, waS sich unter dieser Oberfläche, drinnen in denk Menschenseelen bewegt. Das Fräulein ist un­ruhig vor dem, waS bevorsteht."

Was steht denn bevor?"

Sogar Gabby wurde nervös vor dieser kalten, müden Stimme, die mit einer Sicherheit Prophe­zeiungen von sich gab, als ob ihre Besitzerin den Schlüssel zu allen ©chicksalen der Welt hätte.

Was bevorsteht," tönte Mamsell Rafaelas klanglose Stimme,ist etwas sehr Derhängnis- volles. Lind es steht nahe bevor."

Wie nahe?" füfterte Gabby.

Bevor die Sonne untergeht. DieleS wird geschehen, was ich sehe, unb von bem 3hr keine Ahnung habt."

Sagen Sie mir die Zukunft voraus, Mamsell Rafaela , bat Gabby. von den Leinen. gllihen- den Augen der verschrumpften Spukgestalt bei­nahe suggeriert.

Mamsell Rafaelas eiskalte Mumienhand er­griff die ihre. Die Atte folgte den Linien kreuz und quer, machte mit der Linken einige Zeichen in bie 2uft unb sagte:

Eine unangenehme äleberrafchung erwartet Sie bald, mein Mädchen. Heute. Sie müssen sich vor jemandem in acht nehmen, vor einem großen, schonen Wann....."

Kreis Wevlar.

w Wetzlar. 8 Auq Während der städtische Haushalt des 3abreS 1913 mit 1 349 114,54 Mk., derjenige 1914 mit 1 501 162.05 Mark abichließt. stellt sich der Haushaltsplan 1924 auf 2 699 181 Mark. 3a. hvr Etat für 1925 ist sogar mit 4 599 938 Mark festgesetzt worden.

spd. Wetzlar, 9. Aug. Auf der Station Dorlar kam der Schaffner M u s k a k beim Be­steigen eines absahrenden Zuges zu Fall und ge­riet unter bas Trittbrett, wobei ihm meh­rere Nippen unb bas Becken hart gequetfcht rour- nach kostet ab !». August das Liter 36 Pi.

der Abfahrt die toaaenreihe entlang und entdeckte ben Unglücklichen. Der Zug wurde sofort zum Stehen gebracht. Der Schaffner tarn in bas hiesige Krankenhaus.

d. Qliebcrllcen. 8. Aug Die 3ahr- taufenbfeier der Rheinlande wurde auch in der hiesigen Gemeinde festlich begangen. Der größte Teil der Ortseinwohner. die hiesigen Dereine (Kriegerverein. Gesangverein. Radsahrerverein und Turnverein) unb die Schulkinder hatten sich zu der Feier am Kriegerdenkmal eingesunden Lehrer Quenzer eröffnete die Feirr durch eine Ansprache über ihre Bedeutung Der Gesangverein und der Kinderchor trugen mehrere Rheinlieder vor. Schulkinder sagten Gedichte über den Rhein, das rheinische Land usw. her SchulamtSbewerber Wilhelm Ulm sprach über bie Geschichte der Rhein lande vom 3ahre 925 bis zum 3ahre 1925. Der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes bildete den Schluß der Feier, an die sich unter großer Beteiligung ein Fackel- zug durch das Do?f anschkotz, der sich am Back­haus auflöftc. Besondere Freude wurde den Schullindern dadurch bereitet, daß die Ge­meinde nach Beendigung der Feier Brötchen an sie zur Verteilung brachte, die sie sich recht gut schmecken ließen.

d. Dolpershaufen. 8. Aug. 3nfolae Er­krankung einer größeren Anzahl der Schulkinder an Masern ist die hiesige Schule b:S auf weiteres polizeilich geschlossen worden.

Starkenburg unv Rheinhessen.

Mainz, 8. ?(ug. In der PvNkonbzementsabri k Dicker Hofs & Söhne in Amöneburg brach heute früh 8.25 Uhr aus bisher noch unge« Härter Ursache ui einem Silogebäude Feuer aus. Die Fobrikseuerwehr war sofort zur Stelle, unb bie Arbeiter beteiligten sich eifrig an ben ersten Maß­nahmen der Bekämpfung. In rascher Folye eilten die Jabrikfeuerwehr her Chemischen Fabrik norm. Albert unb der Kalle & Eo. A.-G, bie Amöne­burger Freiwillige Feuerwehr unb bie Mainzer Feuerwehr jur Hilfeleistung herbei. Mit oereinten Straften gelang cs sehr bald, ben Brand auf feinen Herb zu beschränken. Der Schaben ist noch nicht zu übersehen, da bie Zementoorräte burch Wasser aeschäbigi sinb. Eine Betriebsstörung wirb der Branb nicht zur Folge haben.

Hessen-Nassau.

XX Biedenkopf, 7. Auy. Der Kreis­tag bewilligte zur 400-3ahrferer der Univer­sität Marburg eine Ehrengabe in Hohe von 10 000 Mark mit der Bestimmung, daß die Spende möglichst aus lausenden Mitteln des Haushalts in drei Jahresraten erfolgt

spd. Frankfurt a. M., 9. '21 ug. Auf Ver­anlassung des Verbandes Hessischer Molke­reivereine fand hier eine Besprechung mit den Frankfurter Milchhändlern statt, bie sich um eine Erhöhung des Milchpreises drehte. Man einigte sich auf eine Steigerung des Preises um zwei Ps. pro Liter ab Laben bes Hänblers. Da- den. Zufällig sah ber Zugführer noch einmal bei fpd. Frankfurt a. M, 7. Aug. Daß das Publikum wegen der allergeringsten lieber- tretungen, die man gewöhnlich Lappalien nennt, sich oft mit Polizei und Gericht herumschlagen muß, ist bekannt. Mehr denn je erläßt die eifrige Polizei Strafbefehle, gegen die sich die Bevölkerung vielfach mit Recht wehrt und gerichtliche Entscheidung beansprucht und sehr oft bafcei obsiegt. Bei einer jetzt stattgefundenen Gerichtsverhandlung wurde festgestellt, daß etwa 40 Prozent alter polizeilichen An­zeigen vor dem Gericht nicht stichhaltig sind, so daß die Freisprechung desAngeklag­ten" erfolgen muß. Die Richter richten an die anzeigenden und als Zeugen bei der Verhandlung anwesenden Polizeibeamten jetzt sehr die ein- dringliche ^Mahnung, erst genauere Feststellungen

Gabby erwachte aus der Hypnose, bankte der alten Sibylle für ihre Mühe und eilte in den Park hinab. Cs war unbegreiflich. Wenn Gabby sich verschlief, war Fob gewöhnlich zu ihr ge­kommen. sind wenn sie auch ihren Entschluß, umgestoßen haben mochte, so war es doch sehr unfreundlich, sich jetzt so zu benehmen.

Während sie im Park nach ihr suchte, traf sie Keylcr, munter und wie neugeboren.

Sieh da, endlich jemand, den man fragen kann. Haben Sie keine Ahnung, wo Frau Felltps ist?"

Rein, ich habe Frau FellipS nicht gesehen," antwortete er gleichgültig. Denn er hatte viel interessantere Dinge zu erzählen.

Fräulein Dulrost, ich bin meinem Ziel wie­der um einige Pferdelängen näher gekommen."

Sehr erfreulich."

Ich bin jetzt besten sicher, daß ich mein Dersprechen hatten werde, und Sie?"

Ist Denn Die Sache schon entschieden?"

Gabby durchforschte jetzt planmäßig den Park, das Lusthaus, die Terrassen, alles, waS zum Schlosse gehörte und waS für Fob als Versteck Dienen konnte. An jeden, Der ihr begegnete, stellte sie die gleiche Frage. Das Ergebnis war bei jedem dasselbe: niemand hatte Frau FellipS gesehen.

Gabby wurde, was man ihr nicht verdenken kann, immer nervöser und ging nun auf« Gerate­wohl dem Schlosse zu. Im Hof begegnete sie Herrn FellipS. der bei brillantem Humor zu sein schien. Er war fröhlicher und liebenswürdiger als gewöhnlich.

Gabby richtete ihre stereotype Frage an ihn, die er scherzend beantwortete:

Dars ich nicht einmal Sheferien haben?

Sie wissen, wo Fob ist. Sagen Sie es. Ist denn irgendwas geschehen?"

Kein Grund zur Beunruhigung, Fräulein Gabby. Ja, mit Fob ist wirklich etwas ge­schehen. Aber es ist nicht so schlimm, daß man viel darüber sprechen mühte. Fob ist nur mit dem ersten Zug in die Hauptstadt gefahren. Ich glaubte, daß Sie es schon wußten."

..Fob abgereift in Die Stadt?"

Ist denn Das so merkwürdig?" sagte Herr Fellips in unfchuldigem Ton, so als ob dieS

zu machen, eh« fie eine Anzeige schreiben Dem Staat würde dadurch febr viel Geld erspart und der Polizei immer erneute Angriffsflächen durch daS Publikum

XX. AuS dem -TaunuS. 7. Qlu? Die Stadt Frankfurt a. M. hat am Westabbang deS 618 Dieter hohen GlaSkopfS. etwa 200 Meter oon dem Dorf Glashütten entfernt, von der Gemeinde Glashütten einige Morgen Land an gekauft, um hier in einer H?de von 540 Meter über dem Meer ein E r h o l u n g Sh e i m für ihre Gym­nasiasten errichten zu lasien.

fpd. Soden-Salmünster, 7. Aug Das Mutterhaus Der Barmherzigen Schwestern in 5u 1 Da erwarb daS derrsich gelegene ehemalige Sanatorium Soden- ©tolzenberg. daS zuletzt der Musterfchule in Frankfurt a. M als Landbetm diente.

XX. AuS R a f f a u. 7. Aug. Der Kommu­nalverband des Bezirks hat für nahezu 4000 Zög­linge aii sorgen Don diesen Pslegebesohlencn sind 2o00 in Familien unb 1400 in Anstalten untergebracht. Die Familienpflege kostet durch­schnittlich täglich 0.75. die AnftastSpslege 2,50 Mk.

XX AuS Rassau. 8 Aug. Rach einer Meldung auS Langenschwalvach l T. soll da­selbst ein Bürger leben, der am 4. Oktober 1824 geboren wurde Roch älter ist ein Einwohner zu Hausen <KreiS Ufingen). Herr Adam Dahl­mann. geboren am 24 Februar 1824 ES ist anzunehmen. daß Buhlmann der älteste Deutfche ist Er war früher ©amenbänD'.cr und hat noch biS in sein hohes Atter zwecks ©amcngetoimuing (WaldgraSfamen). daS Raffauer Land bereift,

Turnen, Sport und Spiel.

Die deutschen Leichtathletik- meisterschasten.

Berlin. 9. Aug. (TU.) Beim lOO-SReter-ßauf wurde Hauben von Eerts, fioernig und Wege aus den vierten Platz verwiesen.

Bei den Leichtathletik-Mcisterschaften im Grunewolder Stadion wurde Dr. Lüdecke-Bersin Sieger im Speerwerfen beftarmig mit 55,71 Meter, im beidarmigen Speerwerfen Echnurr- Berlin mit 95,81 Meter. 3m 200-Meler-Lguf wurde Schüller-Krefeld in 22 Sek. erster Den 400-Meter-Hürdenlauf gewann Troßbach tn 55 Sek. 3m 400-Meter-Endlauf blieb ©chm'dt- Berlin überlegener Sieger mit 59 Sek Sieger im llSOOO-Meter-Lauf wurde Wachsmut-Berlin mit 32,54 Min. 3m Kugelstoßen ficherle sichBrechen- macher-München mit 13,81 Meter Sieg unb Meisterschaft. Söllinger-Darmstadt stellte außer Konkurrenz mit 14,33 Meter einen neuen deut­schen Rekord auf. 3m beidarmigen Kugelstoßen wurde gleichfalls Drechenbacher Sieger mit 24,63 Meter. DaS Stobhochspringen gewann Reeg auS Reu-Ifenburg mit 3.65 Meter. Erster im 1500- Meter-Lauf wurde Pelher-Stettin in 4,002 Min. Den Schluß des ProgranrmS bilbctc die viermal 100-Meter-Staffel. wobei der Deutsch? Sport- flub Berlin in der neuen deutschen Rekordzeit von 42,2 Sek. siegte.

Rundfunk-Programm

deS frankfurter Eenders.

(Aus der ..Radio-älmschau".)

DienStag, 11. August.

4 Übt: Wetterbericht Der Gießener Wetter­dienststelle 4 llftr: Wirtschaftsmeldungen. 4.15 Uhr: Nachrichtendienst Der Industrie- unD Han­delskammer Frankfurt a. M.-Hanau. 4.20 U&r: Nachrichtendienst. 4.25 Uhr. Wirlschaftsmeldun- gen. 4.30 bis 6 llfjr: Rachmittagskonzert des Hausorchesters, Der Derismus. d llf)r Wirt­schaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lefe- stunde (Meisterwerke der Weltliteratur): AuS .Don Quichote" von Eervantes. 7 ilfcr: Wirt- fchaftSmcldungen. 7 bis 7.30 Uhr: Die Bücher­stunde. 7.30 bis 8 Uhr: DortragszykluS deS StadtgesundheitSamteS:Die Ernährung deS Kleinkindes". Vortrag von Dr. Schlechtinaer. 8 Uhr: Technischer Uebertragungsversuch:Auf hoher See" Uebertragung von Der Rordland- rcife des DampfersMünchen" Des RorDd. Lloyd auf die Sender Hamburg, Bremen. Han­nover, Frankfurt a. M., Kassel, Münster Standort: Die Hohe von Hornsriff. An­schließend: Tanzmusik, Aachrichtendienst, Wetter­meldung, Sportfunkdienst.

etwas fei, das jede Woche mindestens einmal vorkomme.

Wissen Sie, daß ich dies sogar sehr merk» würdig finde."

..ougegeben, es kommt nicht so oft vor, aber diesmal waren eben wichtige Gründe vor­handen."

«Aber warum sagte sie mir nichts davon?"

Vie wollte Sie nicht fo früh wecken. Aber sie sagte mir selbst, daß sie Ihnen einen Drieß geschrieben habe. Der Ihnen übergeben werden sollte, sobald ©te zum Frühstück kämen."

In diesem Augenblick wurde eine Kammer­jungfer mit einem Brief für Gabby sichtbar.

Verzeihen Sie, Fräulein," sagte fie,daß ich so spät komme, aber als ich Fräulein im ©belle» faal suchte, waren Sie schon fortgegangen."

Run, waS sagte ich!" tief FclllpS auS.

Gabby erbrach sofort den Bries. Sie erkannte sofort Fobs charakteristische Handschrift Der In­halt stimmte verblüffenderwelse mit Fellips Mit­teilungen überein.

Fob schrieb:

Meine liebe Gabby! Du wirst gewiß sehr erstaunt über das fein, WaS ich Dir hier mit* teile. Aber es sind Dinge Dorpefallen, Die ich Dir näher zu erzählen keine Zett hatte. Kannst Du morgen nicht in die Stadt kommen? Be­suche mich dann um sieben Uhr abends in meiner Wohnung, Hotelavenue 22. Weißt Du. ich habe ein Telegramm erhalten, das alle un­sere Berechnungen über Den Haufen wirft. Zwi­schen mir unD Harty besteht keine Feindschaft mehr. Ich rechne auf Dein Kommen, liebste Gabby. Deine Fob "

Gabby sah von dem Brief auf und schaute in Fellips' Gesicht. Es wat ganz unglaublich, wie sich dieS plötzlich verändert hatte, eS saH sanft und gut auS

Können denn Wunder geschehen, dachte Gabby. Haben wir seine Bos hell übertrieben? An Fobs eigener Behauptung kann ich ja kaum zweifeln. Sott ich es wagen, Gott sei Dank sagen, und zu glauben, daß nun alles in Güte geordnet werden wird? ES sieht beinahe danach aus. Man muß sich auch auf das Wahrschein­lichste gefaßt machen, toerm man es mit fo un* berechenbaren Geschöpfen wie Den Menfchen zu tun bat .....